Ein leider inzwischen alltäglich gewordenes Bild in deutschen Städten: Sogenannte Flaschen- oder Pfandsammler:innen greifen tief in Mülleimer in der Hoffnung, eine Flasche oder Dose mit Pfand zu finden. In über 50 deutschen Städten, darunter Düsseldorf, Hamburg und Bochum, wird diese Thematik anders angegangen: Dort stellen sogenannte Pfandringe ein Brückenstück zwischen Pfandgeber:in und Pfandnehmer:in dar und tragen zum bewussteren Miteinander bei.
Erfunden hat diese einfache, aber effektive Lösung der Kölner Produktdesigner Paul Ketz. Der Pfandring® stellt dabei einen Zusatz für Mülleimer dar, um das Abstellen und Einsammeln von Pfandflaschen und Dosen zu erleichtern. „Als wir durch Bürger:innen auf das Konzept der Pfandringe aufmerksam gemacht wurden, hat uns diese Lösung direkt überzeugt“ so Sebastian Everding, Landesvorsitzender der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in NRW und als sachkundiger Bürger im Rat der Stadt Dortmund. Er führt weiter aus: „Diese Idee könnte verhindern, dass Menschen aus den unterschiedlichsten Hintergründen, sei es Obdachlosigkeit, zu geringe Rente oder sonstige Probleme, darauf angewiesen sind, unwürdig im Müll nach Pfand zu suchen“.
Bereits im Jahr 2017 fand nach Recherchen des Dortmunder Kreisverbandes der Partei ein erster Feldversuch im Westpark nahe der Innenstadt statt. Einige der damals montierten Pfandringe sind dort heute noch zu finden. Umso erstaunlicher ist es vor diesem Hintergrund, dass keinerlei Anknüpfung an diesen, inzwischen rund sechs Jahren zurückliegenden, Versuch gefunden wurde. Beschäftigt man sich mit diesem Thema weitergehend, stößt man jedoch auch auf Kommunen, die davon berichten, dass erste Versuche mit den Pfandringen abgebrochen wurden, weil diese oftmals nur als Ablage für Müll wie Kaffee to-go Becher „missbraucht“ wurden. Im Gespräch mit dem Erfinder äußert sich dieser ganz klar gegenüber unserer Partei: „Es gibt auch vereinzelte Städte, die mit ihrem Test nicht zufrieden sind, was erfahrungsgemäß folgende Gründe hat: Die Einführung der Pfandringe wurde der Bevölkerung nicht angekündigt oder irgendwie medial beworben und die Stückzahl ist so gering gewählt, dass sich fast unmöglich ein Lerneffekt einstellen kann. Diese Städte haben fast allesamt gemeinsam, dass jeweils weniger als fünf Pfandringe angeschafft wurden.“ so Paul Ketz. Für die Dortmunder Tierschutzpartei und den gesamten Landesverband kommt deswegen nur eine flächendeckende Einführung mitsamt Informationskampagne für die Bevölkerung infrage.
„Selbstverständlich ist uns bewusst, dass wir die Ursachen der Armut angehen müssen und die Pfandringe sollen hier keine Lösung des grundlegenden Problems darstellen, aber den betroffenen Menschen zumindest etwas Würde zurückgeben“ so Sebastian Everding und fügt noch hinzu „Neben dem sozialen Aspekt gibt es hier auch ganz klare Gesichtspunkte in Sachen Umwelt- und Klimaschutz, denn so können Flaschen und Dosen im Recyclingkreislauf bleiben und es entsteht neben der niedrigeren Müllmenge ein geringerer CO₂-Ausstoß dadurch, dass diese Wertstoffe nicht fälschlicherweise mit dem übrigen Restmüll verbrannt oder deponiert werden müssen“.
Von urbaner Landwirtschaft (engl. urban farming) spricht man, wenn freie Flächen innerhalb von Städten zum Anbau von Nutzpflanzen verwendet werden. Dies beinhaltet Gemüse-, Obst-, Blumen- oder Kräutergärten, deren Produkte überwiegend innerhalb der Stadt verwendet werden. Der Trend zur urbanen Landwirtschaft entwickelt sich durch das zunehmende Bewusstsein für gesunde Ernährung, die Umwelt und Nachhaltigkeit weltweit immer stärker. Zu unterscheiden ist das sogenannte Urban Gardening, welches meist nur kleine Flächen für den Eigengebrauch verwendet. Große Vorteile des kommunalen Anbaus von Lebensmittel ist der fast vollständige Wegfall von klimaschädlichen Transportwegen, sowie die Einsparung von Wasser. Auch zeigen erste Erfahrungen, dass die Verbundenheit von Käufern zu regional produzierten Lebensmittel höher ist.
Während in es erste Urban Farming Projekte bereits in Berlin, Nürnberg und Leipzig gibt, finden sich aktuell noch keine nordrhein-westfälischen Großstädte, die sich hier positionieren wollen. Hier sieht der Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) eine Zukunftschance für die Metropolen an Rhein und Ruhr. „Die NRW-Städte könnte hier Vorreiter für viele andere Städte auch weit über die Landesgrenzen hinaus werden“, so die Landesvorsitzende Angelika Remiszewski.
Vorbilder Paris & Berlin
Auf dem Messedach der Pariser Expo Porte de Versailles werden seit 2019 auf 14.000 Quadratmetern Obst und Gemüse gepflanzt. Damit ist das Pariser Dach das größte, das weltweit für Urban Farming verwendet wird. Die Initiatoren bauen hier bis zu 30 verschiedene Pflanzenarten an und rechnen in der Hochsaison mit einer Ernte von 1.000 Kilogramm an Obst und Gemüse pro Tag. Auf dem Dach des seit dem Frühjahr 2020 der Öffentlichkeit geöffneten Projektes werden keine Pestizide oder andere Chemikalien verwendet und die Regeln der biologischen Landwirtschaft strikt eingehalten.
Der starke gemeinschaftliche Charakter des „Urban Farming“ wird auch im Berliner Prinzessinnengarten deutlich: Auf einer Fläche von knapp 6000 Quadratmetern wurde im Stadtteil Kreuzberg-Friedrichshain eine stillgelegte Brachfläche rekultiviert und dient seit 2009 als öffentlicher Garten. Hier werden die Pflanzen in Kisten angebaut, da sie so leichter transportiert werden können. Beim Prinzessinnengarten kann jede:r mitmachen. Es gibt keine privaten Beete und jede/r begeisterte Mitgärtner:in ist willkommen zu unterstützen. Angebaut werden die unterschiedlichsten Gemüsesorten, davon viele alte und seltene Sorten. 2020 haben sich die Prinzessinnengärten in zwei eigenständige Orte aufgeteilt, die unabhängig voneinander organisiert werden.
Kommentar zum Artikel: „Markthändlerin Daniela Lindner-Fernholz ist leidenschaftliche Jägerin“ (Printausgabe Samstag, 02.05.2023)
Liebe Frau Dönnewald,
Liebe Redaktionsleitung der Ruhr Nachrichten Dortmund,
„Tief durchatmen, Ruhe bewahren, das Herz klopft, man entscheidet über Leben und Tod mit einer einzigen Kugel“ – so beschreibt Ihre Interviewpartnerin Frau Lindner-Fernholz ihr Gefühl des Jagdfiebers und die damit verbundenen unbeschreiblichen und besonderen Emotionen. Für mich ist das eine Beschreibung der puren Lust, fühlende Lebewesen zu töten. Sie geben dieser Dame fast eine ganze Seite, um sich und ihr mörderisches Hobby zu präsentieren, welches zudem noch mit Fotos reich bebildert wird, bei dem sie u. a. stolz neben einem getöteten Rehbock posiert. Dieser Artikel hat mir und vermutlich vielen weiteren Tierfreundinnen und Tierfreunden heute Morgen wortwörtlich das Frühstücksbrötchen im Hals stecken gelassen. Ein Artikel ohne jegliche journalistische Reflexion der gesagten Dinge, ein Artikel, in dem die Jägerin ohne jedes kritische Hinterfragen die Standpunkte der Jagdverbände z. B. zur Fuchsjagd einem breiten Publikum präsentieren kann. Wäre es nicht das Mindeste zu erwähnen, dass hier unterschiedliche wissenschaftliche Ansichten in der öffentlichen Betrachtung vorliegen? Positionen, die vollständig konträr zu den hier ungefiltert wiedergegebenen Standpunkten der Jagdlobby stehen! Der Presserat schreibt in seinem Pressekodex unter Ziffer 2 (Sorgfalt): „Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.“
Was ich im Rahmen dieser Veröffentlichung aber für ebenso höchst bedenklich halte: wo liegt hier der journalistische Anspruch und Gehalt, wenn die Dame von ihrer Waffenbegeisterung seit frühster Kindheit spricht und von den Namen, die sie ihren Waffen gibt? Aussagen, die ich aus psychologischen Gesichtspunkten, vor allem mit der Hintergrund der ausführlichst beschriebenen Emotionen im Jagdfieber, als höchst bedenklich einstufen würde.
Abschließend muss man sich fragen, ob es sich bei diesem Werk um einen reinen Werbeartikel handelt, welcher zum einen die Standpunkte und Sichtweisen der Jagdlobby unkommentiert und ohne jeden Hinweis auf andere Sichtweisen widerspiegelt, oder ob dies eine kombinierte Werbeanzeige mit zusätzlicher Werbung für das Gewerbe von Frau Lindner-Fernholz auf dem Wochenmarkt handelt? Ihr Verkaufswagen mit dem Aufdruck „Wurst- und Fleischspezialitäten“ wird mitsamt des Angebotes von „Rehkeule, Wildschwein-Gulasch und Hähnchenbrust“ so ausführlich beschrieben, dass man in kaum einer Anzeige mehr Werbeargumente finden würde als in diesem Artikel. Die Online-Ausgabe Ihrer Zeitung titelt im Gegensatz zur Printausgabe sogar mit der Überschrift „Einzigartiger Marktstand“. An dieser Stelle möchte ich einmal ganz deutlich auf den Pressekodex des Deutschen Presserates und Richtlinie 7.2 hinweisen: „Redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Erzeugnisse, Leistungen oder Veranstaltungen hinweisen, dürfen nicht die Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Eine Überschreitung liegt insbesondere nahe, wenn die Veröffentlichung über ein begründetes öffentliches Interesse oder das Informationsinteresse der Leser hinausgehen“. Es fragt sich hier klar, wo das Informationsinteresse der Leserschaft vorliegt, das Produktangebot am Verkaufsstand aufzuzählen.
Ich möchte Sie in aller Form bitten, in Zukunft auf derartig einseitige Berichterstattungen zu verzichten. Gerne unterstütze ich Sie bei der Kontaktaufnahme zu Tierschutzvereinen, Verbänden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, um auch die „andere Seite“ der Jagd einmal ausführlich zu beleuchten. Von Ihnen als Dortmunder Medium wäre, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Skandale um die Messe „Jagd&Hund“, eine kritische und sachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema wünschenswert.
Sebastian Everding
Landesvorsitzender der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in NRW
Ein Praktikum bei der Partei Mensch Umwelt Tierschutz? Ja, das ist möglich!
Liebe Follower:innen,
mein Name ist Tim, ich bin Student an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und aktuell Praktikant bei der Tierschutzpartei in den Landesverbänden Nordrhein-Westfalen und Hessen. Ich habe mich nicht ohne Grund bei der Tierschutzpartei für ein Praktikum beworben, denn ich wollte innerhalb dessen sinnvoller und interessanter Arbeit nachkommen. Diesem Anspruch wird mein jetziger Platz definitiv gerecht, da ich sowohl auf Kommunal- als auch auf Landesebene dabei helfen kann, Tier- sowie Umweltschutz, aber auch soziale Gerechtigkeit und viele weitere wichtige Dinge zu unterstützen.
Falls ihr noch mehr über die Tierschutzpartei erfahren wollt, dann schaut gerne auf der Internetseite vorbei, etwa bei den FAQs, wo ihr mit Sicherheit schnell viele Antworten auf eure Fragen erhalten werdet.
Vielleicht weckt dieser Post oder die Internetseite ebenfalls euer Interesse an einem Praktikum – dann kontaktiert einfach die zuständigen Personen des jeweiligen Landesverbandes per E-Mail.
Albanien, ein Land auf dem Balkan zwischen Montenegro und Griechenland, mit seiner Fläche etwas kleiner als Belgien und mit rund 2,8 Millionen nur ein paar Einwohner:innen mehr als Schleswig-Holstein. Viele Strände entlang der Adria und des Ionischen Meeres, das Landesinnere durchzogen von den albanischen Alpen. Ein Land voller Kultur, geprägt von den unterschiedlichsten Einflüssen der sehr bewegten Geschichte und mit zahlreichen archäologischen Stätten. Ein Land, welches über viele Jahrzehnte als „Volksrepublik Albanien“ mit wechselnden Bündnissen zwischen Moskau, Belgrad und Peking von einem zunehmend paranoiden Diktator mit einem buchstäblichen Betonbolschewismus bis in die 1990er Jahre in die europäische Isolation getrieben wurde. Auch wenn die Armut in den vergangenen beiden Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist, weist es mit etwa 20 Prozent laut Weltbank weiterhin die höchste Armutsrate der Region auf, die vor allem alte Menschen und Angehörige von Minderheiten betrifft. Albanien ist bereits NATO-Mitglied und strebt gemeinsam mit dem Nachbarland Nordmazedonien eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union an, seit 2022 laufen hier Beitrittsverhandlungen.
Schmusen oder Arbeiten? Beides musste unter einen Hut gebracht werden.
Rund 12 Jahre ist es her, dass ich das erste Mal in Kontakt mit diesem Land kam, damals in Form einer Rundreise. Einige Jahre zuvor wurde von der gebürtigen Schweizerin Maria Cristina Medina-Casanova mit der Tierhilfe Tirana die erste vom Staat anerkannte Tierschutzorganisation gegründet. Die Tierhilfe stellt aktuell dort die einzige Alternative zu den landesweit aktiven Tötungsstationen dar. Maria und ich lernten uns damals eher flüchtig kennen, zuvor hatte ich in der Reisegruppe einige Spenden für das Tierheim nahe der Hauptstadt Tirana gesammelt. Obwohl ich schon damals ehrenamtlich im Vorstand eines Tierheims im Rheinland war und in dieser Funktion schon zahlreiche Tierschicksale erlebt hatte, schockierte mich die Situation vor Ort. Während der Reise quer durch das Land konnten wir nicht nur einmal tote Tiere von der Katze bis zum Esel am Straßenrand liegen sehen. Maria und ich blieben über die Jahre in Kontakt und im Mai 2023 konnte ich endlich meinen lang gehegten Plan umsetzen direkt nach Albanien zu reisen, um tatkräftig einige Tage vor Ort mithelfen zu können.
Eingang zum Tierheimgelände
Ein ganzes Stück vor den Toren der Hauptstadt liegt das Gelände der Tierhilfe, umgeben von hohen Mauern und eher unscheinbar, ganz ohne die aus Deutschland gewohnten Hinweisschilder zum nächsten Tierheim. Maria und ihr Mann Klodi betreiben das Tierheim auf dem rund 15.000qm großen Grundstück seit etwa 10 Jahren, dem vorausgegangen waren zahlreiche (und nicht freiwillige) Umzüge. In einem kurzen Rückblick erzählte mir Maria sichtlich bewegt von den Anfängen ihres Tierschutzengagements ins Albanien, welches sie fast das Leben gekostet hätte. So wurden ihr von aufgebrachten Menschen die Zähne eingeschlagen und sie sollte an einem Baum aufgehängt werden. Nur der Einsatz einer Freundin aus der deutschen Botschaft konnte Rettung in wortwörtlich letzter Sekunde schaffen. An diese traumatischen Erlebnisse schließt sich nahtlos das Anzünden eines vorherigen Tierheimgeländes an, bei dem zahlreiche Tiere den Tod fanden. Woher dieser Hass fragen sich sicher viele, die diese Zeilen lesen? Genau diese Frage stellte ich auch Maria, die mir die Situation mit dem geringen Stellenwert der Tiere in diesem Land erklärte, in dem durch traditionalistische Strukturen auch Frauen weit von einer gelebten Gleichberechtigung entfernt seien. Ein Land, in dem es vielen Menschen wirtschaftlich schlecht geht und wo das Verständnis fehlt, wie man sich dann für Tiere einsetzen kann. Tiere gelten dort für viele Menschen als „Werkzeug“, können sie ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen (Transport schwerer Lasten, Bewachung des Grundstücks) so wird ihnen das Futter entzogen oder es wird anderweitig versucht sie loszuwerden.
Neben Hunden, Katzen, Ziegen, Pferden und Hühnern gibt es auch zahlreiche Esel.
Zum Zeitpunkt meines Besuches befanden sich auf dem Gelände rund 500 Tiere, davon etwa die Hälfte Hunde. Darunter tierische Schicksale, die jedem Besucher Tränen in die Augen steigen lassen: von Eseln mit abgeschnittenen Ohren, Hunde, die abgegeben wurden, weil sie mit nur drei Beinen keinen Wert mehr für den Besitzer hatten, Pferde, die mit Eisenstangen verprügelt wurden und Hunde, die als Welpen ein zu nährstoffarmes Futter bekamen und deswegen Fehlbildungen der Knochen aufweisen. Über die letzten Jahre konnte Maria mehrere Tausende davon in ein neues Zuhause vermitteln, ein Großteil der Tiere dort ist aufgrund seiner Behinderungen oder des hohen Alters jedoch unvermittelbar. Diese Tiere dürfen bis zu ihrem natürlichen Lebensende im Zentrum verbleiben. Die Vermittlungen ins europäische Ausland belaufen von Anfang an auf einem niedrigen Niveau von rund 100 Tieren, wovon nur etwa 30–40 nach Deutschland gekommen sind. Ein Grund dafür sind die extrem hohen damit verbundenen Kosten für ärztliche Untersuchungen (Titerbestimmungen, Impfungen, Chip usw.), Quarantäne und Flug. Zahlreiche Low-Cost-Carrier nehmen keine Tiere aus dem Land mit, sodass dies ausschließlich über Fluglinien wie die Lufthansa möglich ist.
Aufgrund der Auflagen des albanischen Staates als registrierter, gemeinnütziger Tierschutzverein darf Maria keine Vermittlungsgebühren für die Tiere verlangen. Der Betrieb ist also vollständig auf Spenden angewiesen. Ein Förderverein in der Schweiz hilft dabei, einen Großteil der Kosten zu decken. Durch stetige Kostensteigerung spitzte sich die finanzielle Situation in den letzten Monaten aber stetig zu, sodass zum aktuellen Zeitpunkt ein Weiterbetrieb des Tierheims nicht gesichert ist. Im Vorfeld meiner Reise konnte ich im Familien- und Freundeskreis sowie bei vielen Parteimitgliedern Spenden sammeln und so Maria und ihrem Team 1.500 € übergeben. Eine Summe, die für 54 Säcke Hundefutter und somit für rund 9 Tage reicht. Der Tierheimbetrieb verursacht jeden Monat an die 15.000 Euro Kosten, die auf Futter, Pacht, Strom/Wasser, Tierarzt und die vier Angestellten entfallen. Um noch eine Statistik zu bemühen: Insgesamt fallen rund 15 kg „Hinterlassenschaften” jeden Tag auf Neue an, welche über die albanische Müllabfuhr kostenpflichtig entsorgt werden muss.
An heißen Tagen verdunstet das Wasser oft schneller als dass es die Tiere trinken können.
Meine Hauptaufgabe der ersten Tage bestand daraus, die Wassertröge der Hunde zu reinigen und neu zu befüllen, obwohl erst Mai, brannte die Sonne am wolkenlosen Himmel schon mit weit über 20 Grad. In den Sommermonaten steigt die Hitze dabei regelmäßig auf über 40 Grad an. Ebenfalls ungewohnt für einen Besucher aus Deutschland: Die Gefahr von Giftschlangen und Skorpionen, für die aber spezielle Duftstoffe rund um das Gelände ausgelegt sind, um diese fernzuhalten. Was ich dabei erlebte waren zwei Arten von Hunden: Einige schüchterne und ängstliche Tiere, aber der Großteil absolut menschenbezogen, freundlich und verspielt, sodass rund 80 % meiner Arbeit in den Zwingern eher aus dem Streicheln bestand. Die überwiegende Mehrzahl der Tiere sind dabei in Rudeln von 3 bis 7 Tieren untergebracht. Dass bei 500 Tieren nur sehr wenig Zeit für individuelle Streicheleinheiten bei einem Team von nur 5 Personen besteht, sollte wohl jedem nachvollziehbar sein. Maria erklärte mir, dass sie fast alle Hunde an ihrem Bellen erkennen kann, um so schnell einschreiten zu können, falls es doch mal zu Streitigkeiten untereinander kommen sollte. Anders als zunächst zu erwarten wäre, sind die freundlichsten und verträglichsten Hunde direkt in den Zwingern rund um die Außenmauern untergebracht – Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass häufig Tiere aller Art (neben Hunden auch Katzen oder Kaninchen) über die Mauern geworfen werden und deswegen sitzen dort genau die friedfertigsten Hunde.
Spendenübergabe vor Ort
Albanien ist ein Land, was mir persönlich wieder einmal deutlich gemacht hat, dass Tierschutz nicht vor Landesgrenzen haltmachen darf und gerade in Süd- und Ost-Europa bei Mitgliedsstaaten der EU, aber auch bei Beitrittkandidaten ein größerer Fokus auf eine Angleichung an europaweite Standards gelegt werden muss. Hier geht es um nicht weniger als Leben und Tod für viele Tiere vor Ort! Diese Bemühungen auf europäischer Ebene sollten einen vollständigen Verzicht auf Tötungsstationen, der Förderung von regionalen Tierschutzvereinen und breit angelegten Kastrations-, Bildungs- und Aufklärungskampagnen beinhalten. Aktuell arbeiten wir an der Gründung eines deutschen Fördervereins, um die Arbeit von Maria und Klodi finanziell noch besser absichern und unterstützen zu können.
Kaum lässt sich der Wolf in NRW nieder, gibt es die ersten Aufschreie von Vertreter:innen der Landwirtschaft und die Forderung nach dem Abschuss der Tiere (RN vom 02.08.23). Sie fordern eine feste Quote für dessen „Entnahme“ und eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes, das den Wolf bisher streng schützt.
Bernhard Conzen, Präsident des rheinischen Landwirtschaftsverbandes, findet es offenbar nur zumutbar, eine kontrollierte Anzahl an Wölfen im „stark besiedelten NRW“ zuzulassen, die sich ohne Risse an Nutztieren ernähren können. Was da mit „stark besiedelt“ gemeint ist, liegt auf der Hand: die Ausweitung der Nutztierhaltung. Die Forderung, der Wolf könne sich ausschließlich im Wald ernähren, wäre wünschenswert, würde die Jagd, insbesondere die Hobbyjagd, soweit unterbunden werden, dass der Wolf tatsächlich genügend Beute machen kann. Stattdessen reiben sich vermutlich die Hobbyjäger:innen bereits die Hände. Denn einen Wolf zu erlegen, ist sicherlich eine ganz andere Herausforderung, als Rehe und Füchse zu jagen.
Über die Erkenntnisse von Naturschutzverbänden, dass dort, wo die Natur sich selbst überlassen bleibt, sich die Populationen von Wildtieren von selbst regulieren, besteht bei den Befürwortern des Wolfsabschusses offenbar immer noch eine Bildungslücke.
Der Wolf nur noch in Reservaten? Der Mensch sollte sich mehr zurückziehen aus den Lebensräumen der Wildtiere. Dazu gehört auch die konsequente Reduzierung von Weideflächen und sogenannten Nutztieren. In Verbindung mit funktionierendem Herdenschutz dürfte das Zusammenleben von Mensch und Wolf unproblematisch sein.
Als Landesverband NRW fordern wir:
Professionelle kostenlose Beratung der Tierhalter durch Wolfsberater/-expert:innen, auch für private Tierhaltung (z. B. Pferde und Ponys)
Feste, geschützte Bereiche für „Nutztiere“, Errichtung von Elektrozäunen/ Herdenschutzzäunen von mind. 1,30 m Höhe sowie ausreichendem Untergrabungsschutz an festen Standorten
Pflicht von Herdenschutzhunden (z.B. Kangal, Kuvasz, Pyrenäenberghund, kaukasischen Owtscharka, Maremmano-Abruzzese, Owczarek Podhalanski) bei Betreibung von größeren, professionellen Herden
Vergrämungsmaßnahmen
Staatliche Förderung von technologischen Lösungen zum Herdenschutz, z. B. intelligenter Weidezaun (s. Forschungsstandort Uni Bremen) mobile Tages- und Nachtlichtüberwachungskamera, Entwicklung von Bildauswertesystemen, die einen Eindringling mittel KI in einem differenzierten, digitalen Schutzbereich erkennen, orten und warnen
Das Bundesamt für Naturschutz benennt für Deutschland 440 Wolfspaare/Rudel als maximale Besiedlungszahl, die sich durch die jeweiligen Reviergrößen automatisch begrenzt.
Von Ende 2021 bis Ende 2022 verringerte sich der Bestand von 442.295 Wohnungen auf 435.025 Wohnungen. 2022 wurden nur 3631 neue Sozialwohnungen neu gebaut. Das sind 853 Wohnungen weniger als noch 2021. Dieser Rückgang ist unter anderem ein Ergebnis dessen, dass eine steigende Zahl von Wohnungen aus der Preisbindung entlassen wurden. Sozialwohnungen sind zwar durch staatliche Regulierung bezahlbar, die Mietbindung läuft aber nach begrenzten Zeiträumen aus. Dann können die Wohnungen zu den normalen Marktpreisen weitervermietet werden. Durch die zu wenigen Neubauten sinkt die Anzahl der Sozialwohnungen deshalb seit Jahren.
Klasse! In Nordrhein-Westfalen hat man sich also entschieden, dass Sozialwohnungen überbewertet sind. Wer braucht auch bezahlbaren Wohnraum, es betrifft ja nur bedürftige Menschen. Total überbewertet. Mit ihrem Meisterwerk der Wohnungspolitik hat die Bundesregierung es also geschafft, dass die ohnehin schon knappe Zahl an Sozialwohnung deutlich weiter sinkt. Großartig, wir sind stolz. Zum Glück steigen Mieten nicht sowieso ins Unermessliche und treiben damit immer mehr Menschen in Armut und Wohnungsnot.
Aber keine Sorge! Immerhin hat man in NRW im Jahr 2022 ganze 3.631 neue Sozialwohnungen neu gebaut. Da kann unsere Landesregierung wirklich stolz auf sich sein, vorausgesetzt wir lassen den Fakt, dass zeitgleich 7.270 Sozialwohnungen aus der Preisbindung entlassen wurden, unter den Tisch fallen. Klingt schon fast lächerlich? Wir sind uns sicher, unsere Schwarz-Grüne Landesregierung wird uns dies als großen Schritt nach vorne verkaufen. Wir sind beeindruckt von so viel Inkompetenz und Ignoranz.
Wir fordern von der nordrhein-westfälischen Landesregierung:
Sofortige Maßnahmen gegen den Rückgang der Sozialwohnungen. Der Bestand an Sozialwohnungen muss dringend erhöht werden, damit jeder Mensch ein sicheres zu Hause finden kann.
Sozialen Wohnungsbau fördern: Die Landesregierung muss dringend Anreize schaffen, die den Neubau von bezahlbarem Wohnraum attraktiv machen.
Die Preisbindung muss erhalten bleiben, um sicherzustellen, dass Sozialwohnungen auch in langfristig bezahlbar bleiben.
Es muss eine transparente Kontrolle über die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus eingerichtet werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass Missstände frühzeitig erkannt und korrigiert werden können.
Die Landesregierung muss die Zivilgesellschaft in den Planungs- und Entscheidungsprozess mit einbeziehen, damit die Bedürfnisse und Interessen aller Bürger:innen mitberücksichtigt werden können.
Bei der Schaffung von neuem Wohnraum muss auch der ökologische Aspekt verstärkt mit einbezogen werden, um nachhaltige und umweltfreundliche Lösungen zu fördern.
Die Dauer der Preisbindung bei Sozialwohnungen muss deutlich verlängert werden, um eine langfristige Sicherheit für bedürftige Menschen zu gewährleisten.
Die Landesregierung sollte alternative Wohnkonzepte, welche Mensch, Umwelt und Tier respektieren, fördern, und unterstützen. Zum Beispiel Tiny-Houses, Bauwägen, Ökodörfer.
Es müssen Präventivmaßnahmen gegen Wohnungsnot ergriffen werden. Etwa eine effektive Mietpreisbremse und der Ausbau von sozialen Beratungsstellen für wohnungslose Menschen.
(bc)
Hinweis zum Beitrags-Foto: Das Hundertwasserhaus in Wien ist ein Gemeindebau der Stadt und somit speziell gefördert. Die Wartezeiten auf eine der 50 Sozialwohnungen sind allerdings sehr lang.
Ein Eisfleck auf dem sonnengelben Oberteil, ein etwas muffiges Handtuch im Badezimmer und die Sofadecke, auf der es sich mal wieder der Vierbeiner gemütlich gemacht hat – die unterschiedlichsten Textilien und eine noch viel größere Bandbreite an möglichen Verschmutzungen überfordern oftmals in Sachen Reinigung. Auch gilt es in Zeiten des Klimawandels, die möglichst umweltverträglichste Variante für ein sauberes Endergebnis zu wählen. Hier findet ihr einige wichtige Tipps:
Die Temperatur
Während die klassische „Kochwäsche“ bei 90 Grad nur noch in den wenigsten Haushalten gewählt wird, scheiden sich bei der Temperatur von 60 Grad die Geister. Fakt ist: Die Hersteller haben ihre Waschmaschinen in den letzten Jahren nicht nur energiesparender werden lassen, sondern ermöglichen dank vieler moderner Technologien auch eine vollständige Reinigung bei niedrigen Temperaturen.
So ist es in der Regel vollkommen ausreichend, die Wäsche bei Temperaturen von 30 oder 40 Grad zu waschen. Kleidungsstücke, die keine starken Verschmutzungen, sondern lediglich etwas Schweißgeruch aufweisen, werden meist sogar schon bei 20 Grad wieder sauber. Damit tun wir nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch etwas für den eigenen Geldbeutel, denn weniger Temperatur bedeutet automatisch weniger Stromverbrauch und senkt somit die Kosten. Expert:innen haben dabei berechnet: Wenn die Wäsche künftig bei 40 Grad statt bei 60 Grad gewaschen wird, entspricht dies einer Einsparung von rund 50 Prozent an Stromkosten ein. Wenn wir bei 30 Grad statt bei 60 Grad waschen, sparen wir sogar etwa 67 Prozent ein, wobei die genauen Werte natürlich je nach Modell oder Alter der Maschine variieren können.
Achtung: Je länger der Waschgang, desto günstiger für Sie und die Umwelt!
Entscheide dich wenn möglich immer für das Öko– bzw. Eco-Programm der Waschmaschine! Bei einem kurzen Waschprogramm erhitzt die Maschine die Wassertemperatur in kürzester Zeit. Dadurch wird viel mehr Energie benötigt! Das Sparprogramm dauert durch die langsamere Erwärmung des Wassers zwar länger, reinigt Ihre Wäsche jedoch gründlicher und schont den Geldbeutel. Achten auch darauf, beim jeweiligen Stromanbieter einen Ökostrom-Tarif zu buchen.
Bettwäsche
Grundsätzlich ist es vollkommen ausreichen, seine Bettwäsche alle 2 – 4 Wochen zu reinigen. Wer jedoch nachts stark schwitzt, seine Haustiere mit im Bett schlafen lässt oder gar unter einer Hausstauballergie leidet, sollte auf hier auf einen wöchentlichen Rhythmus wechseln. Dies empfiehlt sich auch in den Hitzeperioden im Sommer. Empfohlen wird eine Wäsche bei 60 Grad, um alle Bakterien abzutöten. Weichspüler sollten dabei komplett vermieden werden, da sie die Saugfähigkeit der Textilien beeinträchtigen und durch Duftstoffe im schlimmsten Fall Kopfschmerzen und Schlafstörungen verursachen können.
Handtücher & Badvorleger
Diese sollten einmal in der Woche in der Waschmaschine landen und bei 40 – 60 Grad gewaschen werden, um alle Keime abzutöten. Nach dem Gebrauch sollten Handtücher grundsätzlich so aufgehängt werden, dass sie möglichst gut trocknen können. Verwendet für die Gesichtsreinigung unbedingt ein separates Handtuch, um Unreinheiten zu vermeiden. Waschlappen und Handtücher für den Gesichtsbereich müssen ebenfalls nach wenigen Anwendungen bzw. kurzer Nutzungszeit gewaschen werden.
Geschirr- , Putz- und Spültücher
Diese Tücher sind ein wahres Schlaraffenland für Mikroorganismen und Erreger aller Art, wie unlängst erst der TÜV Süd in einer Untersuchung feststellte. Vor dem Hintergrund, dass sie ständig feucht und mit Essensresten in Kontakt sind, sollten Sie lauf den Forschenden alle 1-2 Tage ausgetauscht und bei 60 Grad gewaschen werden.
Sofakissen & Decken
Die Kissen auf dem heimischen Sofa oder gar die gemütliche Kuscheldecke wird oftmals am Waschtag vergessen. Hier raten Expertinnen und Experten alle 4-8 Wochen zu einer Reinigung. Woll- und Fleecedecken können dabei, mit den entsprechenden Schon- bzw. Wollprogrammen und einem geeigneten Feinwaschmittel direkt in der Maschine gereinigt werden können.
Schlafanzug & Nachthemd
Da diese Stoffe jede Nacht in Kontakt mit der Haut stehen und so abgestorbene Hautschuppen und Schweiß aufnehmen, sollten sie maximal fünf Nächte getragen werden und danach in die Wäsche wandern. So bilden sie kein Milieu für Bakterien und Keime.
BHs & Unterwäsche
Auch BHs werden direkt auf der Haut getragen und sollten spätestens nach 3 – 4 Einsätzen gewaschen werden. Für die Wäsche in der Maschine sollte unbedingt ein Wäschebeutel (oder Kissenbezug) verwendet werden. Als Temperatur sind maximal 30 Grad vollkommen ausreichend. Slips, Boxershorts und Co. gehören hingegen schon nach einmaliger Benutzung in die Waschmaschine.
Jeans
Auch wenn es vielleicht komisch klingen mag: Jeans sollten so wenig wie möglich gewaschen werden, denn bei jedem Waschgang wird das Gewebe unnötig strapaziert. Umso länger Sie hier auf einen Waschgang verzichten, desto besser passt sich die Hose Ihrem Körper an. Flecken können auch oftmals mit einem feuchten Lappen entfernt werden. Ein Lüften an der frischen Luft hilft bei schlechten Gerüchen.
Vorhänge & Gardinen
Hier ist in den meisten Fällen eine Wäsche 1 – 2x im Jahr vollkommen ausreichend. Wer jedoch in der Wohnung raucht oder nah an einer stark befahrenen Straße wohnt, sollte kürzere Intervalle einplanen.
Pflegetipps für die Waschmaschine
Auch wenn ihr sonst mit niedrigeren Temperaturen wascht, empfiehlt es sich, mindestens einmal im Monat einen Waschgang bei 60 Grad durchzuführen. Dies verlängert die Lebensdauer der Maschine, da nur bei solchen Temperaturen Rückstände von Schmutz und Seife weggespült werden können. Dies verhindert die Bildung unangenehmer Gerüche.
Die Wäsche sollte nach Abschluss des Waschvorgangs direkt aus der Maschine entnommen werden und im Anschluss Tür bzw. Deckel eine Zeitlang offenbleiben. So kann die Feuchtigkeit entweichen und es wird die Bildung von Keimen innerhalb der Waschmaschine verhindert.
Das Aufnahmefach bzw. die komplette Einspülkammer für Waschmittel sollte mindestens einmal im Monat gereinigt werden. Dafür kann diese komplett entnommen werden. Notfalls gibt die mitgelieferte Anleitung hier Tipps.
Lange bevor die ersten Menschen in den Weltraum geschickt wurden, erprobten die beiden Mächte des Kalten Krieges die Überlebenschancen von Astronauten durch Reisen mit Tieren, vor allem mit Affen und Hunden. Das Schicksal von Albert, Gordo, Laika und vielen anderen ist jedoch beinahe gänzlich in Vergessenheit geraten. Continue reading “Tierleid im Weltraum”
Sebastian Everding (40), Aída Spiegeler Castañeda (27) und Robert Gabel (43) führen die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) im kommenden Jahr als Spitzenkandidat:innen in den Europawahlkampf. Das entschied der 44. Bundesparteitag im Juni in Berlin-Lichtenberg.
Spitzenkandidat Sebastian ist im Landesverband NRW seit September 2022 als Co-Landesvorsitzender tätig. Zu unserer Partei kam er im Rahmen des Kommunalwahlkampfes 2020 und wirkt seitdem aktiv in der gemeinsamen Fraktion mit Linken & Piraten im Dortmunder Stadtrat mit. Seit Anfang 2023 auch offiziell als sachkundiger Bürger in den Ausschüssen für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden (ABöOAB) sowie im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Umwelt (AKUSW).
Beruflich als Informationstechnikermeister & Betriebswirt mit eigenem Fachgeschäft für Radio- und Fernsehtechnik gestartet, ist er inzwischen als Nachhaltigkeitsunternehmer tätig. In diesem Rahmen hat er 2020 das bundesweite Bienenautomaten-Netzwerk erfunden, wo an inzwischen über 370 Standorten ein Beitrag geleistet wird, dem Insektensterben mit Upcycling-Kaugummiautomaten für die Ausgabe von Wildblumen-Samenmischungen etwas entgegenzusetzen. Bereits seit vielen Jahren setzt er sich für den Natur- und Tierschutz ein, ist Mitglied in zahlreichen Vereinen und beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. Im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit im Bereich Business Management mit Marketing-Schwerpunkt forschte er auch zu diesem Thema. Sebastian lebt und arbeitet in Dortmund und absolviert derzeit neben seinem beruflichen und ehrenamtlichen Engagement noch einen Master im Bereich „Angewandte Psychologie in der Wirtschaft“.
Sebastian auf einer Demo gegen Schliefenanlagen in Rhede (NRW)
„Durch mein kommunalpolitisches Engagement im Stadtrat habe ich festgestellt, dass wir auch als kleine Partei viel erreichen können: Wichtig ist hier vor allem Netzwerkarbeit mit anderen Parteien, sowie gute Recherchearbeit und stets ein offenes Ohr für Bürger:innen, Initiativen und Vereine zu haben.“ so Sebastian Everding und weiter „Wir wollen das Engagement, das wir bereits auf kommunaler Ebene aufgebaut haben, nun im Europäischen Parlament fortsetzen und weiter ausbauen und somit eine signifikante Verbesserung für Mensch, Umwelt und Tiere schaffen.“
Für eine Teilnahme an den Wahlen für das Europäische Parlament müssen in Kürze bundesweit 4000 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden.