Geld für “kein Öl” – Yasuni-ITT

Es klang und klingt noch immer sehr gut! Im ecuadorianischen Amazonas-Nationalpark Yasuni und dem angrenzenden Ispingo-Tambococha-Tibutini-Gebiet (Yasuni-ITT) wurde Öl gefunden, viel Öl! Geschätzte 930 Mio Barrel Erdöl lagern dort im Boden, was einer Freisetzung von ca. 420 Mio Tonnen CO2 entsprechen würde bei Verbrennung und zusätzlich ca. 800 Mio Tonnen CO2 durch die Entwaldung. Es würde aber auch geschätzte 5 Mrd. US-Dollar an Einnahmen bringen. Diesen satten Gewinn wollten sich internationale Konzerne gerne einverleiben und machten sich auf an den Oberlauf des Amazonas.

Im Jahr 2007 dann eine bis Dato neuartige Initiative des linksgerichteten ecuadorianischen Präsidenten Correa: Geld für “kein Öl”! Der Regenwald im Yasuni-Nationalpark und dem angrenzenden Ispingo-Tambococha-Tibutini-Gebiet (ITT) ist noch weitgehend unberührt. Dort leben die Huaorani-Indianer und es ist Rückzugsfläche der freiwillig in zivilisatorischer Isolation lebenden indigenen Völker Tagaeri und Taromenane. Laut Wissenschaftlern handelt es sich beim Yasuni-Nationalpark um die Region mit der weltweit höchsten Artenvielfalt. Auf einem Hektar gibt es allein 664 verschiedene Baumarten, mehr als in ganz Nordamerika überhaupt. Deshalb erklärte 1989 die UNESCO das Gebiet zum Biosphärenreservat.

Diese Fakten überzeugten die Regierung in Quito und Correa machte den Vorschlag, dass für eine Ausgleichszahlung von 2,5 Mrd US-Dollar das Erdölvorkommen nicht ausgebeutet, der Regenwald nicht zerstört wird und somit ein weltweit einzigartiges Naturreservat und Lebensgebiet indigener Völker erhalten bleiben kann. Der Bundestag erklärte bereits im Jahr 2008 mit den Stimmen von SPD, Grünen und CDU seine Zustimmung zu dem Projekt, einschließlich entsprechender finanzieller Zusagen. Die FDP stimmte seinerzeit dagegen. Die Bundesregierung hatte im Jahr 2008/2009 eine entsprechende Machbarkeitsstudie für das Projekt in Auftrag gegeben. Auch Zusagen aus Ländern wie Spanien, Belgien, Frankreich und Schweden wurden gemacht. Nun gab es auch bereits lange Verhandlungen zwischen der ecuadorianischen Regierung und dem UN-Entwicklungsprogramm, bei dem es um die Details für einen UN-Treuhandfonds ging. Die Geldgeber wollen schließlich eine Sicherheit, dass nicht in ein paar Jahren eine andere ecuadorianische Regierung die Ausbeutung der Ölvorkommen vorantreibt und der Vernichtung des Regenwaldes zustimmt.

Nun ist dieses weltweit Projekt zum Schutz unserer Natur und unseres Klimas in ernsthafter Gefahr. Ausgerechnet die Westdeutsche Landesbank (WestLB) aus Düsseldorf hat mit einem 900-Mio-Kredit den Bau einer Pipeline finanziert, mit dem das Öl aus dem Yasuni-Gebiet quer über die Anden an den Pazifik gepumpt werden kann. Der FDP-Entwicklungshilfeminister Niebel (Stichwort “Schräge Wahl”) mag das Projekt trotz des eindeutigen Votums des Bundestages nicht mehr unterstützen wollen und hat sogar einer Regierungsdelegation aus Quito einen Gesprächstermin verweigert.

“Die Weltgemeinschaft und ganz besonders Deutschland stehen in der Verantwortung. Westliche Konzerne fördern das Öl im Regenwald und exportieren es in alle Welt, Banken wie die WestLB finanzieren das Geschäft und vor allem die Industrieländer haben mit dessen Verbrennung die globale Klimaerwärmung verursacht. Deren Folgen werden in den Ländern des Südens besonders katastrophal sein.“, so auf der Webseite von www.regenwald.org zum Thema Yasuni und Niebel. Auf dieser Webseite gibt es auch ausführlichere Informationen zu dem Thema und der Rolle unseres FDP-Entwicklungshilfeministers. Insbesondere kann man da auch eine Protestaktion, die wir auf der Petitionen-Seite “Nationalpark Yasuní in Ecuador: Leben statt Öl!” eingefügt haben, unterstützen, mit der Herr Niebel zur Einhaltung der internationalen Verpflichtungen Deutschlands aufgefordert wird.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz steht hinter dem Yasuni-ITT-Projekt und seiner Vorreiterrolle zur Verteidigung schützenswerter Naturräume. Gerade ein Industrieland wie Deutschland muss sich zu seiner Verantwortung für den Schutz der Umwelt und des Klimas eindeutig bekennen und hat die Verpflichtung, nicht nur “ernsthafte Schritte in Erwägung zu ziehen”, sondern Fakten zu schaffen.

Bettina Jung zu Gast bei NEXWORLD TV

Am 22.03.2011 war Bettina Jung, Vorsitzende des LV Hamburg, in den Studios des Online-Senders NEXWORLD TV in Leonberg bei Stuttgart zu Gast. Wir berichteten am 24.03.2011 darüber.

NEXWORLD TV produzierte im März ein Interview mit Bettina Jung: Thematisiert wurden darin der Lebensweg von Bettina zur alternativen Tiermedizin, ihr Veterinärmedizin-Grundstudium und ihr Engagement in der Partei Mensch Umwelt Tierschutz. Ein weiterer Schwerpunkt wurde zur Sprache gebracht: die Änderung unserer Ernährungsweise und die damit verbundene grundlegende Neubewertung des Mensch-Tier-Verhältnisses.

Landesverband Niedersachsen in Aktion – “Tag der Tierschützer” in Hannover

Am 27. August 2011 fand zum wiederholten Male der vom „Arbeitskreis Tierschutz“ der SPD veranstaltete „Tag der Tierschützer“ in Hannover auf dem Steintorplatz statt. Neben verschiedenen Vereinen aus Hannover nahmen auch die Anti-Jagd-Allianz, Tier-Time e.V., Ethice e.V., Tierrecht Hannover-aktiv und der Landesverband Niedersachsen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz teil. Harald Piltz und Sabine Pankau verteilten trotz sehr wechselhaftem Wetter Faltblätter und informierten über unsere Partei.

Du armes Pferd – geliebt, gequält, gedemütigt

Hinter den Kulissen im Pferdesport

Hinter Sportgeist und Eleganz verbirgt sich beim Reitsport ein knallhartes Geschäft, bei dem auch vor unseriösen Trainingsmethoden und Tierquälerei nicht zurückgeschreckt wird, und das sowohl im Spitzen- wie im Breitensport.

Direkt zum Filmbeitrag: www.tierschutznews.ch

Boxenstop beim Racing – Gehetzt bis in den Tod – hier Bericht lesen: www.pferdehilfe-sonnenhof.de

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz lehnt das Dressieren von Pferden zur Erbringung von Höchstleistungen bei Wettkämpfen grundsätzlich ab, weil dies einen empfindlichen Eingriff in ihre spezifische Lebensweise bedeutet. Wenn sportlicher Ehrgeiz zu tierquälerischen Haltungs- und Trainingsmethoden führen, dann wird es für den Gesetzgeber zur Pflicht, jeglichen „Sport“ dieser Art zu verbieten. Wir setzen uns dafür ein, dass Pferde ihrer Art entsprechend gehalten werden und sie nicht als Sportgeräte und für Unterhaltungszwecke missbraucht werden.

+++ Filmtipp +++ “Viel Rasse, wenig Klasse – Das Geschäft mit der Hundezucht”

“Die Zahl der krank zur Welt kommenden Rassehunde nimmt zu. Inzwischen geht man von über 500 Erbkrankheiten bei Zuchthunden aus – Epilepsie, zum Beispiel, oder Taubheit, Augenkrankheiten, Autoimmunschwäche, Hirnhautentzündung oder Arthrose. Die Welpen mancher Rassen können nur noch per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, weil die Köpfe der Welpen zu groß sind für die eng gezüchteten Becken der Muttertiere.”

Zum Beitrag zum Film: www.wdr.de

Orden für Tierquäler – Hirnforscher Singer erhielt Bundesverdienstkreuz

Der umstrittene Neurowissenschaftler Prof. Wolf Singer vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt/M. erhielt für seine Arbeit das Bundesverdienstkreuz. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hält die Ehrung für eine Fehlentscheidung, da Singer qualvolle Tierversuche an Affen und Katzen durchführt.

Hier Bericht lesen: www.aerzte-gegen-tierversuche.de

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz teilt die Auffassung des Vereins Ärzte gegen Tierversuche und hält die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Prof. Wolf Singer ebenfalls für eine Fehlentscheidung aus besagten oben genannten Gründen. Unsere Partei fordert ein ausnahmsloses Verbot für alle Tierversuche: in der Grundlagenforschung, der Gentechnik, der Medizin, im Studium, in der Toxikologie und Produktentwicklung, in der Rüstungs- und Weltraumforschung, der Lebensmittel- und Pharmaforschung sowie für Kosmetika und Abwassertests.

Tierschutzbericht 2011 der Bundesregierung

Alles nur Schönfärberei…

“Die Bundesregierung hat beim Tierschutz zahlreiche Erfolge auf nationaler und europäischer Ebene erzielt. Eine Bilanz zieht der “Bericht über den Stand der Entwicklung des Tierschutzes 2011”, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat. Wie der aktuelle Bericht verdeutlicht, hat die Bundesregierung den Tierschutz konsequent verstärkt und dabei auch viele Bedenken und Anregungen der Bürger und der Verbände aufgegriffen.“ So ließ es das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz am 17.08.2011 per Pressemitteilung verlautbaren. Die Pressemitteilung enthält noch mehr Text, aber der Worte soll genug sein!

Meint eine Ministerin Aigner das wirklich ernst oder denkt sie, das kriegt eh keiner mit? Es gibt in Deutschland Abertausende, die sich in Tierschutzvereinen wirklich aufopfern, im Bereich Tierschutz engagieren, die Zeit, Geld und Emotionen einbringen, um zumindest kleinste Schritte zu erreichen. Und dann kommt eine CSU-Ministerin und sagt, dass doch alles prima ist und wir eine Bundesregierung haben, die sich für den Tierschutz einsetzt. Dieser Bericht und diese Pressemitteilung des BMELV sind doch ein glatter Schlag ins Gesicht für jeden Tierschutz-Interessierten:

– die Tierschutzvereine in Deutschland leiden unter akuten Finanzproblemen. Öffentliche Aufgaben werden ihnen aufgebürdet, aber sie werden finanziell nicht mal mit dem Nötigsten ausgestattet, um einfachste Standards für die Tiere bereithalten zu können,

– die Massentierhaltung blüht in Deutschland. Es werden neue Agrarfabriken gebaut, als gäbe es kein Morgen. Billiges Fleisch auf Kosten der Tiere, der Umwelt, des Klimas und angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika (ein Großteil der weltweiten Produktion an Soja, Gerste und der ganzen anderen Getreidesorten wird an die Tiere aus der Massentierhaltung verfüttert),

– die Zahl der in Deutschland und auch in der EU „verbrauchten“ Tiere in Tierversuchen steigt jährlich an,

– der Bundestag weigert sich seit Jahren beharrlich, eine Empfehlung des Bundesrates umzusetzen und ein Auftrittsverbot von Wildtieren in Zirkussen in Deutschland umzusetzen,

– nach wie vor gibt es kein bundesweites Verbandsklagerecht in Tierschutzbelangen, anhand dessen von Interessenverbänden Klagen bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz eingereicht werden könnte,

– und viele Verschlechterungen mehr, seitdem wir eine schwarz-gelbe Bundesregierung haben.

Die aktuellen Bundesregierung ist für den Tierschutz eine einzige Katastrophe! Wer sich davon ein Bild machen möchte, muss einfach nur in seinen örtlichen Tierschutzverein gehen und sich mal anschauen, mit welchen finanziellen Mitteln dort die Engagierten arbeiten und versuchen, das Beste für ihre Schützlinge herauszuholen.

Landesverband Bayern in Aktion – Protest gegen die “Delfin-Lagune” in Nürnberg

Am 30. Juli 2011 demonstrierten Mitglieder des Landesverbandes Bayern zusammen mit “Prowal” und dem “WDSF” (Wal und Delfinschutzforum), den Initiatoren des Protestes, und dem Verein “Menschen für Tierrechte Nürnberg” vor dem Nürnberger Tierpark anlässlich der Eröffnung der 27 Millionen teuren, aber dennoch in keinster Weise artgerechten “Delfin-Lagune”. Obwohl in Nürnberg bereits 37 Delfine in Gefangenschaft gestorben sind, geben die Tierparkbetreiber die Hoffnung nicht auf, mit dem neuen Betonbecken und den in Gefangenschaft gehaltenen Delfinen ein einträgliches Geschäft zu machen. Unter dem Motto “Artgerecht ist nur das Meer” bzw. “Delfine gehören ins Meer” machten ca. 50 Demonstranten Tierparkbesucher auf das Leid dieser Tiere aufmerksam.

Christopher Street Day in Frankfurt am Main

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz kämpft seit ihrer Gründung gegen die Diskriminierung, Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen und Tieren. Es liegt auf der Hand, dass wir aufgrund unserer toleranten und ethisch fundierten Grundeinstellung die Diskriminierung und Ausgrenzung von Homosexuellen, Transsexuellen, Transgender, Bisexuellen und Intersexuellen nicht hinnehmen können und uns für ihre volle rechtliche Gleichstellung in unserer Gesellschaft einsetzen.

Deshalb war es für uns selbstverständlich, dass wir am Christopher Street Day in Frankfurt am Main mit einem Infostand teilnahmen. Mit von der Partie waren Petra Kuppinger, Udo Dautermann (LV Rheinland-Pfalz), Christa Rust (LV Hessen) und der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck. In vielen Gesprächen wurde den Besuchern des Christopher Street Days die tolerante und liberale Haltung unserer Partei bezüglich homophiler Lebenspartnerschaften zum Ausdruck gebracht.