Shani Louk liebte das Leben. Sie reiste um die Welt, besuchte Festivals, war Influencerin auf Instagram und selbstständige Tattookünstlerin. Sie lebte in Tel Aviv, zuvor in Oregon und in Deutschland. Und sie besuchte mit ihrem französisch-mexikanischen Freund das Supernova-Festival, auf dem ein letztes Video von ihr lebend gemacht wurde: sie lachte, sang und tanzte.
In der ZDF-Sendung Berlin direkt gab Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am vergangenen Sonntag ein viel beachtetes Interview. Als Kernsatz forderte er darin eine Kriegstauglichkeit der deutschen Bundeswehr. Er verwies ebenso darauf, dass die deutschen Streifkräfte bereits jetzt eine der stärksten Armeen innerhalb der NATO in Europa darstellen würden, bedingt durch einen „Mentalitätswechsel“ der Deutschen in Sicherheitsfragen jedoch noch wehrhafter werden müsse.
Was bedeutet die von Boris Pistorius angesprochene „Kriegstauglichkeit“ denn in der Praxis? Die Internetseite soldat-und-technik.de versucht sich in folgender Definition:
„Kriegstauglichkeit ist die nachgewiesene Eignung, mit den eigenen personellen, materiellen, infrastrukturellen, organisatorischen sowie betrieblichen Fähigkeiten, weitestgehend ohne Abstützung auf Leistungen Dritter, im dauerhaften, hochintensiven Gefecht mit einem gleichwertigen Gegner erfolgreich zu sein.“
Gemäß unseres Grundsatzprogramms sehen wir uns als konsequente Friedenspartei und bekennen uns dazu, dass Gewaltanwendung nicht Mittel politischen Handelns sein darf. Die oftmals zitierte ‚globale Verantwortung‘, die Deutschland zu übernehmen habe, sehen wir nicht in der Beteiligung an Militäraktionen oder in einem aus dem milliardenschweren Sondervermögen finanzierten Aufrüstungswettbewerb, sondern in der Einflussnahme auf politische Akteure in Richtung friedlicher, ökologisch und sozial ausbalancierter Problemlösungen. Alle europäischen und internationalen Interventionen unseres Landes müssen dabei in einem klaren Wertekodex eingebettet sein, der sich festmacht an den Forderungen nach Frieden, Erhaltung der Lebensgrundlagen von Mensch und Tier und der unbedingten Anhebung des Lebensstandards in Armutsregionen.
Übertragen auf den aktuellen Nahostkonflikt bedeutet dies, dass ausschließlich eine Zweistaatenlösung einen Ausbruch aus der andauernden Gewaltspirale sein kann. Dies bedeutet einen unabhängigen und überlebensfähigen Staat Palästina neben dem Staat Israel. Beide würden anerkannt und könnten in Frieden koexistieren. Alle Gespräche über eine Zweistaatenlösung sind bisher an den Fragen der Aufteilung des Landes, dem Status von Jerusalem und der Rückkehr von palästinensischen Flüchtlingen gescheitert. Die vom damaligen US-Präsidenten Trump im Jahr 2020 vorgeschlagene Zweistaatenlösung wurde von den Palästinensern abgelehnt, weil sie ihre Positionen nicht berücksichtigt sahen und Israel demnach viel mehr Kontrolle über zahlreiche Bereiche gehabt hätte. Selbstverständlich kann eine derartige Verhandlung bzw. die Erstellung einer Roadmap erst nach der Einstellung jedweder Gewaltanwendung und der Freilassung aller Geiseln beginnen.
Sebastian Everding, Bundesparteitag 2023
“Wir leben nicht mehr in einer bipolar geprägten Ordnung wie zu Zeiten des Eisernen Vorhangs und in unserer globalisierten Welt sind Themen in den Fokus der Außenpolitik gerückt, die dort früher nicht oder weniger stark auftauchten, so das der Schutz allen Lebens die oberste Handlungskoordinate sein muss. Der von Boris Pistorius angesprochene Mentalitätswechsel der Bevölkerung kann deswegen nicht in den Kauf von stärkerem Kriegsgerät wie Panzern und Jets münden, sondern ausschließlich in einer zivilen Konfliktlösung. Deutschland muss hierfür auf allen Ebenen seinen Einfluss geltend machen – Unsere Außenpolitik kann dabei nur eine konsequente Friedens- und Deeskalationspolitik sein!”
Der Rassehundewettbewerb Mops am Samstag Halle 6, Ring 8 um 13:16 Uhr und die Sieger bei den Französischen Bulldoggen bereits um 10:00 Uhr in Halle 8, Ring 32. So lesen sich nur zwei Beispiele im Veranstaltungs-Zeitplan. Am kommenden Wochenende gastiert wieder die „Hund&Pferd“ in den Dortmunder Westfalenhallen. Dem Publikum werden dabei wieder einmal in einer Halle die Bewertungsringe für Qualzuchten mit Atem- oder Augenproblemen geboten, um dann über den „Löseplatz“ mit Plastikrasen zu den Pferdeshows in „Gala-Qualität“ zu gelangen.
Zur Rückkehr der „familienfreundlichen Messe” nach drei Jahren Pause findet der NRW-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat für die Europawahl Sebastian Everding mehr als einen grundsätzlichen Kritikpunkt: „Durch die Veranstaltenden werden die rund 26 Prozent mehr Meldungen von Rassehunden zu den Wettbewerben freudig kommuniziert, sowie die extra aus Australien und den USA anreisenden Tiere – Hier treffen also Tierleid und unnötiger C02-Ausstoß direkt zusammen!“ so Everding und ergänzt: „Positiv hervorzuheben sind die umfangreichen Hinweise zur Tierschutzverordnung sowie die Augenuntersuchungen zur Messe, diese stellen für mich aber genauso ein Feigenblatt dar wie der Mischlingswettbewerb, denn eine jährliche klinische Untersuchung hat bislang noch keine der eklatanten Probleme der Hundezucht gelöst und wird es auch nicht!”.
„Aber auch beim Showprogramm stellen sich wohl allen Menschen die Nackenhaare auf, die sich für Tierrechte und gegen die Ausbeutung in der Unterhaltungsindustrie einsetzen: So ziehen Shire-Horses in der Gladiatoren-Show Kampfwagen durch die Arena in Halle 3 – Hier schließt sich nahtlos der Kreis zu den Pferde-Feuershows im Jahr 2019“ so Everding abschließend.
Es bleibt die Frage: Müssen immer spektakulärere und riskantere Shows mit Tieren als Akteuren für den Nervenkitzel der „Tierfreunde“ in der Halle stattfinden?
Katzenhalterinnen und Katzenhalter sollten sich den heutigen Tag unbedingt im Kalender notieren, zumindest wenn es nach unseren britischen Nachbarn geht, die dieses Datum zu ihrem nationalen Tag der schwarzen Katze (engl. National Black Cat Day) erklärt haben.
So geht dieser Aktionstag auf eine Initiative der britischen Tierschutzorganisation Cats Protection aus dem Jahre 2010 zurück, die hiermit auf die niedrigen Adoptionsquoten von schwarzen Katzen aus Tierheimen aufmerksam machen möchte. Nur am Rande sei hier erwähnt, dass auch schwarze Hunde es, im Gegensatz zu Vierbeinern mit hellerer Fellfarbe, ähnlich schwer haben ein neues Zuhause zu finden. In US-amerikanischen Tierheimen gibt es mit dem „Black Dog Syndrome“ sogar einen festen Begriff für dieses Phänomen. Das Negativimage der schwarzen Katze hat in Europa eine lange kulturhistorische Tradition, denn nach wie vor sehen viele Menschen in den Tieren ein schlechtes Zeichen bzw. einen Unglücksbringer. In Filmen und Büchern wird zudem kaum eine Hexe ohne die Gesellschaft einer schwarzen Katze gezeigt.
In einer aktuellen Umfrage, bestätigten fast 50 % der dem deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime, dass schwarze Hunde und Katzen schwerer vermittelbar sind, als andersfarbige Tiere. Die genannten Gründe für die schwierigere Vermittlung sind so unterschiedlich wie unsinnig: Von vielen Menschen wird ein schwarzes Fell häufig als bedrohlich empfunden, weswegen es gerade größere schwarze Hunde bei der Vermittlung besonders schwer haben. Manche Menschen vermuten irrtümlich, dass dunkle Tiere aggressiver seien als Tiere mit einem andersfarbigen Fell. Dabei sagt die Farbe des Fells natürlich überhaupt nichts über den Charakter des Tieres aus. Auch die Ästhetik spielt tatsächlich für manche Menschen eine Rolle, da sie für viele als weniger fotogen gelten. Mehreren internationalen Medienberichten zufolge schrecken einige Menschen in Zeiten von Instagram und Co. sogar vor schwarzen Tieren zurück, weil Selfies mit ihnen schwieriger zu fotografieren sind.
Nudeln stellen aufgrund des niedrigen „Schwierigkeitsgrades“ seit vielen Jahren einen essenziellen Bestandteil von Single- und Familienküchen dar. Viele Kochbücher widersprechen sich aber bei der Frage, ob Salz schon in das kalte oder das schon kochende Nudelwasser gegeben werden sollte. Kann man hier vielleicht sogar Energiesparen und somit das Klima bei Spaghetti, Fussili und Tagliatelle schützen?
Forschende des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen beschäftigten sich wissenschaftlich mit der Frage, wann genau das Salz dem Wasser zuzugeben werden sollte. Bei der Beantwortung dieser Fragen verwiesen sie klar auf die physikalischen Gesetze: Grundsätzlich ist es so, dass wenn Wasser zum Kochen bringen soll, ein Teil der Flüssigkeit in Wasserdampf umgewandelt werden muss. Hierfür müssen möglichst viele Wassermoleküle aus ihrem Verbund mit anderen Molekülen durch Zuführung von Energie herausgelöst werden.
Wird das Salz vor der Erwärmung ins Nudelwasser gegeben, so stellen sich die Salzteilchen den Wassermolekülen zusätzlich in den Weg. Dies bedeutet in der Folge, dass es den Wassermolekülen erschwert wird, sich aus dem Verbund zu lösen. Gut gesalzenes Nudelwasser kocht dann erst etwa bei 101° Grad Celsius.
Dies wäre jedoch eine zu einfache Antwort auf die Frage, denn eine weitere Schlussfolgerung war, dass es ganz egal ist, wann das Salz hinzugefügt wird! Gibt man das Salz erst dann hinzu, wenn das Wasser bereits kocht, muss die dadurch entstehende Lösung ebenfalls auch um einen zusätzlichen Grad erhitzt werden, um weiter zu kochen.
Die Wärmeenergie, die man über den Küchenherd benötigt, ist also immer gleich, unabhängig davon, auf welchem Weg bzw. zu welchem Zeitpunkt die Salzgabe geschieht. Küchenprofis ergänzen an dieser Stelle noch den Hinweis, dass Nudeln durch Salz auch nicht viel schneller bissfest werden, jedoch etwas besser schmecken, wenn sie in gesalzenem Wasser gekocht wurden.
Energiespar-Tipp: Wenn das Wasser dann erstmal kocht, musst du den Herd übrigens nicht die ganze Zeit anlassen. Das ganze nennt sich dann Nudeln „passiv“ kochen und stellt eine weitere Möglichkeit, um etwas Energie zu sparen.