Messe Jagd & Hund in Dortmund bietet Bühne für Tierleid

Die Jagdmesse JAGD & HUND, die ab dem 27. Januar wieder in Dortmund durchgeführt wird, präsentiert sich erneut als internationales Forum für Jagd und angeblichen „Naturschutz“.

„Die Einladung hochrangiger Delegationen aus Botswana, Simbabwe und Namibia – darunter Minister*innen und Botschafter*innen – wird von Veranstaltern und Jagdverbänden als großer Erfolg inszeniert“, kritisiert Angelika Remiszewski, Ratsmitglied der Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei in Dortmund – und zugleich Landesvorsitzende der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) in NRW.

Und sie ergänzt: „Aus Sicht der Tierrechtsbewegung zeigt diese Darstellung jedoch vor allem eines: die politische und wirtschaftliche Legitimation einer Praxis, die auf Tierleid, Tiertötung und kolonial geprägtem Jagdtourismus basiert.“

Jagd als „Entwicklungshilfe“ – ein Mythos

Angelika Remiszewski: „Die Messe vermittelt das Bild, Trophäenjagd sei ethisch vertretbar und ökonomisch notwendig. Doch diese Erzählung blendet zentrale Fakten aus. Die extrem ungleichen Macht- und Wohlstandsverhältnisse zwischen zahlungskräftigen Jägern aus Europa oder Nordamerika und den betroffenen Regionen des globalen Südens werden in Dortmund bewusst verschleiert.“

Die Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei beruft sich auf unabhängige Analysen, die zeigen:

  • Nur ein minimaler Anteil der Einnahmen aus der Trophäenjagd erreicht tatsächlich die lokalen Gemeinschaften. In manchen Fällen bleiben durchschnittlich nur rund 3 % der Gesamteinnahmen bei der Bevölkerung vor Ort.
  • In Ländern wie Kamerun, Tansania oder Sambia versickern große Teile der Gelder in staatlichen Strukturen oder werden von Jagdfirmen vereinnahmt.
  • Selbst wenn einzelne positive Beispiele hervorgehoben werden, bleibt der gesamtwirtschaftliche Nutzen marginal: Die Trophäenjagd trägt nur einen verschwindend geringen Anteil zur nationalen Wirtschaftsleistung bei und verbessert die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung nicht nachhaltig.

Während Großwildjäger hohe Summen für Trophäen und exklusive Aufenthalte zahlen, würden vor allem Jagdindustrie, staatliche Stellen und internationale Jagdverbände wie der Internationale Jagdrat (CIC) profitieren. Die Menschen, die täglich mit den ökologischen und sozialen Folgen dieser Politik leben müssen, gingen weitgehend leer aus.

Ethische Verantwortung statt politischer Inszenierung

Angelika Remiszewski: „Aus tierrechtlicher Perspektive ist es ethisch nicht vertretbar, fühlende Individuen für Jagdtrophäen zu töten. Besonders problematisch wird es, wenn diese Praxis als Beitrag zu sozialer Entwicklung verkauft wird – obwohl die tatsächlichen Vorteile für die lokale Bevölkerung minimal sind. Statt ernsthafte Alternativen wie ökotouristische Modelle, lokale Mitsprache oder nachhaltige, nicht-tödliche Nutzung von Naturressourcen zu fördern, wird eine industriegestützte Tötungspraxis weiter politisch legitimiert und international vermarktet.“

Dortmund als Bühne für ein irreführendes Narrativ

Die offizielle Inszenierung auf der JAGD & HUND trage dazu bei, die Realität hinter einem wohlklingenden Narrativ von „Partnerschaft“ und „wirtschaftlicher Chance“ zu verbergen, kritisiert die Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei. Damit würden die Interessen von Jagdlobby, Behörden und ausländischen Jägern über ethische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und den Schutz von Wildtieren gestellt.

Welttierschutztag: Tierschutzpartei veranstaltet Silent Line am Leipziger Hauptbahnhof – „Den Stimmlosen eine Stimme geben“

Pressemitteilung:

Anlässlich des Welttierschutztags am 4. Oktober ruft die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) zur Teilnahme an einer „Silent Line“ direkt gegenüber des Leipziger Hauptbahnhofs auf (Willy-Brandt-Platz 10, neben dem LVB Mobilitätszentrum). Mit eindrucksvollen Plakaten, auf denen Tiere verschiedenster Spezies zu sehen sind, wollen die Teilnehmenden ein stilles, aber starkes Zeichen setzen: Tiere sind fühlende Lebewesen, die wie wir Menschen Freude, Schmerz, Angst und Leid empfinden. Continue reading “Welttierschutztag: Tierschutzpartei veranstaltet Silent Line am Leipziger Hauptbahnhof – „Den Stimmlosen eine Stimme geben“”

TSP Online Treff – Thema: Wolf

Am 4. Mai geht es bei uns um das Thema „Wölfe in Deutschland: zwischen Schutz, Konflikt und Zukunftsperspektiven“. Wie geht es weiter mit dem Wolf nach Herabsenkung des Schutzstatus? Was sagt die Wissenschaft? Und wie kann ein friedliches Miteinander zwischen Tierhalter:innen und Wölfen gelingen? Continue reading “TSP Online Treff – Thema: Wolf”

Galgo-Marsch 2025 – Setz dich für Spaniens Jagdhunde ein!

Am 01. Februar 2025 finden in ganz Deutschland wieder die Galgo-Märsche statt – ein wichtiger Protest gegen die grausame Behandlung spanischer Jagdhunde. In Berlin startet der Marsch um 12:30 Uhr am Brandenburger Tor.

Jedes Jahr werden in Spanien schätzungsweise 50.000 Galgos, Podencos, Setter und andere Jagdhunde auf grausame Weise entsorgt, weil sie für die Jagd oder Zucht nicht mehr „brauchbar“ sind. Viele dieser sensiblen Tiere fristen ein Leben voller Misshandlung, Vernachlässigung und Angst. Nach der Jagdsaison werden sie ausgesetzt, erhängt oder in Tötungsstationen abgegeben – eine Praxis, die in der breiten Öffentlichkeit noch immer viel zu wenig bekannt ist.

Der Galgo-Marsch soll darauf aufmerksam machen und fordert ein Ende dieser grausamen Tradition. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen Tierleid und für eine nachhaltige Veränderung in der Haltung und im Schutz dieser wunderbaren Hunde.

Sei dabei und setze ein Zeichen!
Ob als Hundeliebhaber:in, Tierschützer:in oder einfach als Mensch mit Herz – komm vorbei und unterstütze den Protestmarsch. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto größer ist das Signal, das wir nach Spanien und die Welt senden.

📍 Wann? 01. Februar 2025, 12:30 Uhr
📍 Wo? Berlin, Brandenburger Tor (und in vielen anderen Städten Deutschlands)

Teile diesen Aufruf und bringe Freund:innen mit – für die Galgos, für die Podencos, für alle Jagdhunde in Not!

2.580 Katzen 2023 in Schleswig-Holstein erschossen

In Schleswig-Holstein wurden 2023 2.580 Katzen erschossen. Das ist erlaubt, solange sie sich mehr als 200 Meter von der nächsten Siedlung entfernt aufhalten. Begründet wird dieses Gesetz mit dem Naturschutz – es ist aber grausam und unzeitgemäß!
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Nutria-Jagd in Krefeld: Unkontrollierter Waffengebrauch und grundlose Tötung von Wildtieren in öffentlichen Parks!

Tatort: Nordrhein-Westfalen (NRW), Krefeld, öffentliche Parkanlage „Schönhausenpark”
Tatzeit: 5. und 10. Oktober 2024
Opfer: Mindestens vier Nutrias getötet, zwei weitere schwer verletzt. (Stand 20.10.2024.)

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Verrohung von Kindern mit Segen der Landesregierung: Wir sagen Nein zum “Angelsport”

Wie der Webseite des Fischereiverbandes Nordrhein-Westfalen zu entnehmen, wurde am 15./16. Juni 2024 mit ausdrücklicher Genehmigung des Landwirtschaftsministeriums versucht, Kinder und Jugendliche für den „Angelsport“ zu begeistern. (Siehe https://www.nrw-angelt.de/). In Zukunft soll ein solcher Event, der dazu dient, Kindern und Jugendlichen den Respekt vor Lebewesen und den angeborenen Widerwillen, zu töten, zu nehmen, jährlich stattfinden.

Wir betrachten dies nicht nur als grob tierschutzwidrig, sondern auch als Förderung der Verrohung von Heranwachsenden. Angeln ist so wenig ein “Sport” wie die Hobbyjagd, wehrlosen Opfern werden Angst und Schmerzen zugefügt und letztendlich das Leben genommen aus rein egoistischen Motiven.

Sämtliche Aspekte des Angelns, die in krassem Widerspruch zur Darstellung des Fischereivereins stehen, hat Frau Dr. Beinling von PETA erst kürzlich zusammengetragen: Fische angeln – kein Sport, sondern Tierquälerei?

Auch das deutsche Jugendschutzgesetz ist eindeutig:

7 jugendgefährdende Veranstaltungen und Betriebe
Geht von einer öffentlichen Veranstaltung oder einem Gewerbebetrieb eine Gefährdung für das körperliche,
geistige oder seelische Wohl von Kindern oder Jugendlichen aus, so kann die zuständige Behörde anordnen, dass
der Veranstalter oder Gewerbetreibende Kindern und Jugendlichen die Anwesenheit nicht gestatten darf. Die
Anordnung kann Altersbegrenzungen, Zeitbegrenzungen oder andere Auflagen enthalten, wenn dadurch die
Gefährdung ausgeschlossen oder wesentlich gemindert wird.

Abschnitt 6 / Ahndung von Verstößen / § 27 Strafvorschriften

(2) Ebenso wird bestraft, wer als Veranstalter oder Gewerbetreibender
1. eine in § 28 Abs. 1 Nr. 4 bis 18 oder 19 bezeichnete vorsätzliche Handlung begeht und dadurch
wenigstens leichtfertig ein Kind oder eine jugendliche Person in der körperlichen, geistigen oder sittlichen
Entwicklung schwer gefährdet oder
2. eine in § 28 Abs. 1 Nr. 4 bis 18 oder 19 bezeichnete vorsätzliche Handlung aus Gewinnsucht begeht oder
beharrlich wiederholt.

Wir fordern die nordrhein-westfälische Landesregierung auf, die Genehmigung im Sinne des Artikels 20 a unseres Grundgesetzes und des Jugendschutzgesetzes unverzüglich zurückzunehmen und alles zu unterlassen, was dem Schutz von Tieren zuwiderläuft und die Verrohung junger Menschen fördert.

(bs)

Wilderei und Trophäenjagd bekämpfen

Wilderei und Trophäenjagd verursachen unermessliches Leid für zahllose Tiere. Jede einzelne Jagd bedeutet unvorstellbares Leiden für die Opfer, die oft qualvoll sterben. Und das Ausmaß ist schockierend: Über 18.000 Tourist:innen reisen jedes Jahr vor allem in das südliche Afrika, um bedrohte Tiere zu schießen und töten dabei unter anderem über 1000 Löwen sowie 800 afrikanische Savannen-Elefanten. Continue reading “Wilderei und Trophäenjagd bekämpfen”