Vorstandsarbeit – Treffen in Frankfurt am 22. und 23. November 2008

Der Bundesvorstand hatte beschlossen, ein Mal jährlich ein 2-tägiges Arbeitstreffen mit den Vorsitzenden der Landesverbände, die nicht im Bundesvorstand vertreten sind, und mit aktiven Parteimitgliedern durchzuführen, um sich über Schwerpunktthemen und notwendige Maßnahmen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Wahlkampf usw. auszutauschen und den zwischenmenschlichen Kontakt zu fördern. Dies ist zweifellos für die gemeinsame Arbeit sehr vorteilhaft!

Ich übernahm die Planung und Organisation, wohl wissend, dass damit eine Menge zusätzlicher Arbeit auf mich zukommen würde. Die Tagungsstätte sollte möglichst zentral gelegen sein und ein gute Verkehrsanbindung haben. Für die Übernachtung kam nur eine Pension oder ein Hotel in Frage, das nicht zu teuer war. Und natürlich stand die Frage der veganen Verpflegung im Raum. Die Terminabstimmung sowie die Suche nach den geeigneten Räumlichkeiten waren zeitintensiv und kompliziert. Aber schließlich waren meine Anstrengungen von Erfolg gekrönt; unser Arbeitstreffen fand mit 22 Parteimitgliedern am 22. und 23. November 2008 in Frankfurt statt. Viele Themenbereiche wurden ausgiebig und zuweilen auch kontrovers diskutiert.

Das wichtigstes Ergebnis des Treffens war die Aufteilung der Parteiarbeit: Es wurden Arbeits- und Kompetenzbereiche definiert und entsprechende Projektgruppen gebildet. Es ist zu hoffen, dass sich die Parteiarbeit in Zukunft durch diese Lastenverteilung schneller und besser erledigen lässt.

Alle Anwesenden waren sich beim Abschied darin einig, dass derartige Arbeitstreffen zukünftig einen festen Platz im jährlichen Terminkalender der Partei haben sollten. Bald werden daher die ersten Vorplanungen für ein diesjähriges Arbeitstreffen in die Wege geleitet.

Aktivitäten des Landesverbands Hessen, 1. Quartal 2009

Am 7. Juni 2009 wird in Magdeburg ein neuer Stadtrat gewählt. Wir werden darum kämpfen, unseren im Jahr 2004 erlangten Sitz wieder für unsere Partei zurückzubekommen.

In der Mitgliederversammlung am 30. November 2008 wurde unser umfangreiches Wahlprogramm diskutiert und mit wenigen Änderungen beschlossen. Es wird – wie auch unsere Kandidat/innen – in Kürze auf unserer Webseite www.tierschutzpartei-sachsen-anhalt.de vorgestellt.

Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, Kandidat/innen aus dem Kreis der fünf relevanten Tierschutzorganisationen in der Landeshauptstadt zusammen aufstellen zu können. Wir haben einen ausgeglichenen Männer-/ Frauenanteil und werden von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten vertreten – vom Tierarzt über die Beamtin, Selbstständigen, Arbeitern, Angestellten, einem pensionierten Kriminalisten, einem ehemaligen Betriebsdirektor und einer Studentin. Unser ältester Kandidat ist 72, die jüngste Kandidatin gerade mal 20 Jahre alt.

In Schönebeck wird in einer Versammlung am 17.02.2009 entschieden, ob und mit welchen Themen sich die dortigen Mitglieder an der Kommunalwahl beteiligen werden.

Landesverband Thüringen

Im Folgenden einige Beispiele aus einer großen Anzahl von Aktivitäten (November 2008 bis Januar 2009):

– Am 14. November demonstrierten wir vor dem Thüringer Landtag gegen den Bau der Schweinezuchtanlage Alkersleben.

– In der gleichen Angelegenheit beteiligten wir uns am 07. Januar an einer Gesprächsrunde in Dornheim.

– Mit Schreiben vom 28. November teilten wir dem Oberbürgermeister von Gotha unsere Empörung hinsichtlich der offiziellen Ehrung eines Kürschnermeisters mit.

– Am 30. November erstatteten wir Strafanzeige – mit anschließender Presseerklärung – gegen das zuständige thüringische Ministerium zur neuen Kormoran-Abschussverordnung.

– Am 02. Dezember veröffentlichten wir in einer Presseerklärung unsere Meinung zu der Tatsache, dass Jäger und Angler in den Naturschutzbeirat gewählt wurden.

– Am 28. Dezember teilten wir Ministerpräsident Dieter Althaus in einem Schreiben mit, dass wir die erteilten Sondergenehmigungen für weitere Legehennenkäfige für skandalös erachten und eine umgehende Rücknahme fordern.

– Am 20. Dezember sowie am 24. Januar sammelten wir an Info-Ständen Unterstützungsunterschriften für die Europawahl.

– Nachdem bereits Ende Oktober eine Ortsbesichtigung der Chinchilla-Pelztierzuchtanlage in Rippersroda stattgefunden hatte, beteiligten wir uns am 28. Januar an einem Fachgespräch zu dem Thema im Veterinäramt Arnstadt.

Aktivitäten des Landesverbands Hessen, 1. Quartal 2009

Der Hessische Rundfunk plante, seine Fernsehsendung “Herrchen gesucht” abzusetzen. Am 15.11.08 versammelten sich etwa 150 Tierschützer direkt vor dem Sendegebäude und übergaben dem Pressesprecher des Senders 13.000 Protest-Unterschriften. Redner der Kundgebung waren u. a. Alfred Günkel, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Hessen, Mike Ruckelshaus, “Bund gegen den Missbrauch der Tiere”, sowie die LV-Vorsitzende Christa Rust. Am 06.12.08 organisierten wir zusätzlich eine eigene Demo mitten im Zentrum von Frankfurt, um unser Anliegen der Öffentlichkeit zu vermitteln. Viele Passanten unterschrieben unseren Appell, der an den HR weitergeleitet wurde.

Wie jedes Jahr war für den LV Hessen auch im vergangenen die Teilnahme an diversen Tierheim-Weihnachtsbasaren schon quasi ein Pflichtprogramm, das sich nicht nur zum Unterschriften-Sammeln als hilfreich erwies, sondern auch zur Kontaktpflege mit Gleichgesinnten.

Unter dem Motto “Alles muss man selber machen. Sozialen Fortschritt erkämpfen!” rief der ASTA (Allgemeiner Studentenausschuss) der Goethe-Universität Frankfurt zu einer landesweiten Demo auf, die am 14.01.09 mit einer Abschlusskundgebung auf dem Paulsplatz stattfand. Der LV Hessen nahm daran teil.

Am 17.01.09 reisten einige Mitglieder des LV Hessen nach Wiesbaden, um an der Demonstration “Wiesbaden pelzfrei” teilzunehmen, die von der Tierrechtsinitiative Rhein-Main organisiert wurde.

Aktivitäten der Landesverbände BaWü, Berlin, Niedersachsen, NRW, 1. Quartal 2009

Landesverband Baden-Württemberg

Am 22. und 23. November 2008 nahmen vier Aktive unseres Landesverbandes an dem 2-tägigen Arbeitstreffen in Frankfurt teil, zu dem der Bundesvorstand eingeladen hatte. Unser diesjähriger Landesparteitag fand am 29. November 2008 in Stuttgart statt, bei dem die Neuwahl des Landesvorstandes im Mittelpunkt stand. Gewählt wurden: Ingeborg Holst, 1. Vorsitzende; Christine Renz, stellvertretende Vorsitzende; Diego de Filippi, Beisitzer; Manfred Holst, Schatzmeister. Im Anschluss daran wurde über die Vorbereitungen (Sammeln der Unterstützungsunterschriften, Wahlkampfmaterial usw.) für die Wahlen 2009 diskutiert, wobei wir feststellen mussten, dass bis Ende November – trotz großem Einsatz – erst knapp die Hälfte der vorgeschriebenen Unterschriften für die Bundestagswahl erreicht wurden. Gleich am folgenden Tag ging es mit dem Sammeln weiter, diesmal in Stuttgart-Botnang, wo Christine Renz und Astrid Suchanek den Adventsbasar des dortigen Tierheimes dafür nutzten, um Unterstützungsunterschriften zu bitten.

In der Tierherberge Donzdorf (Kreis Göppingen) waren Marita Holst-Gericke und Ingeborg Holst mit dem Unterschriftensammeln beschäftigt. Am 6. Dezember 2008 zeigten wir mit unserem Parteibanner Flagge bei einer großen Demonstration in Stuttgart, die sich gegen die Verschärfung des Versammlungsgesetzes in Baden-Württemberg wandte. Das undemokratische Vorgehen einer Einschränkung der Bürgerrechte ging von Bayern aus, doch wie absehbar, ließ Baden-Württemberg nicht lange auf sich warten und zog nach. Durch unser Mitdemonstrieren wurde wieder einmal deutlich, dass unsere Partei auf allen politischen Feldern durchaus aktiv ist. Gleichzeitig liefen die – sehr zeitintensiven – Vorbereitungen an für unsere Kampagne gegen das Robben-Massaker im Weißen Meer.

Landesverband Berlin

 

Nach der Heimtiermesse Anfang November wurde es bei – uns der Jahreszeit entsprechend – weitgehend ruhig. Am 22. und 23. November 2008 nahmen Sabrina Bacholke und Michael Bode als offizielle Vertreter des Landesverbandes Berlin an dem 2-tägigen Arbeitstreffen in Frankfurt teil. Was das Sammeln der Unterstützungsunterschriften für die Europawahl angeht, hatten wir bis Ende Oktober unser “Soll” (etwas über 1000 Unterschriften) bereits erfüllt. Im Januar haben wir im Rahmen der Partei-Kampagne gegen das Robbenmassaker im Weißen Meer eine Mahnwache vor der Russischen Botschaft in Berlin durchgeführt. Neben Parteimitgliedern und Aktivisten des Tierrechtsbündnisses Berlin-Vegan waren auch Mitglieder anderer Organisationen vor Ort.

Landesverband Niedersachsen

 

Am 8. November 2008 nahmen wir (Margret Giese und Rüdiger Busch) an der Demonstration in Gorleben gegen den erneuten Castor-Transport aus Frankreich teil. Weit über 15 000 Menschen aus ganz Deutschland waren gekommen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen gegen die Atom-Politik im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen.

Am 22. und 23. November 2008 vertrat Margret Giese den LV Niedersachsen bei einem Arbeitstreffen des Bundesvorstandes mit Vertreter/innen der Landesverbände in Frankfurt.

Am 13. Dezember 2008 sammelten wir an einem Informationsstand in Braunschweig erneut Unterstützungsunterschriften. Im Januar nahm das Verschicken (und wieder in Empfangnehmen) der Postsendungen mit ausgefüllten Unterschriftslisten an viele Städte und Gemeinden einen breiten Raum ein. Der Zeitaufwand auch für derartige Aktivitäten ist erheblich, so dass z.B. die üblichen Mitgliedertreffen vorübergehend ausgesetzt wurden.

Drei Vertreter/innen unseres Landesverbandes nahmen am 31. Januar an der Fackel-Demonstration in Wiehl gegen den Brandanschlag im Dezember 2008 auf das Anwesen des Tierrechtlers Rainer Gaertners, wobei drei seiner Hunde den Tod fanden.

Am 7. Februar 2009 nahm unser Mitglied Sabine Pankau an der Anti-Jagd-Demonstration anlässlich der Jagdmesse in Dortmund teil.

LV Nordrhein-Westfalen

 

Am 06.12.2008 fand der Landesparteitag des Landesverbandes NRW in Düsseldorf statt. Der Nikolaus war zwar nicht anwesend, aber ein kleines Geschenk für jedes anwesende Parteimitglied und ein veganes Büffet gab es trotzdem. Inhaltlich ging es hauptsächlich um die bevorstehenden Wahlkämpfe und um die damit verbundenen Aufgaben der Aktiven.

Am 21.12.2008 nahmen viele unserer Parteimitglieder an der diesjährigen Fackelmahnwache gegen Tierversuche in Essen teil. Organisiert von den Tierversuchsgegnern BRD hat diese Veranstaltung seit langem einen festen Platz im vorweihnachtlichen Terminkalender vieler nordrhein-westfälischer Tierschützer.

Der Hegering im sauerländischen Menden blies für den 17.01.2009 zu einer großen Treibjagd. Der Tierschutzverein und die Tierrechtsgruppe Iserlohn waren mit einer Kundgebung gegen die Jagd vor Ort. Mit einer Mahnwache in der Mendener Innenstadt, wo das so genannte “Strecke legen” der Jäger groß angekündigt wurde, machten sie auf das Unrecht der Jagd aufmerksam. Der Landesverband NRW war durch die Vorsitzende Monika Thau mit einem Infostand vertreten, um unsere Positionen zum Thema Jagd deutlich zu machen.

Am 21.01.2009 traf sich dann ein kleines Team aus unserem Landesverband in Bochum, um konkret das Thema Wahlkampf zu besprechen. Es wurde beschlossen, dass diesem Arbeitstreffen weitere folgen werden.

Bundesvorsitzender nimmt als Redaktionsleiter der “ZeitenWende” an der Pressekonferenz am 15.1.2009 anlässlich der Eröffnung der “Grünen Woche” in Berlin teil

In seiner Funktion als Redaktionsleiter nahm der Bundesvorsitzende an der Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung der “Grünen Woche” in Berlin teil. Nachdem die Bundesministerin für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft, Ilse Aigner, über die Richtlinien ihrer zukünftigen Politik referiert hatte, stellte sich der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, den Fragen der Journalisten.

Überrascht wurde er dabei von der Frage unseres Bundesvorsitzenden: “Herr Präsident, in Ihrer Eingangsrede haben Sie auf die große Verantwortung der Bauern für den Welthunger, für Menschen, Tiere und Natur verwiesen. Wie werden Sie dieser Verantwortung auch nur annährend gerecht, wenn der Kurs Ihrer Politik dazu führt, dass den Armen in der Dritten Welt Reis, Mais und Soja vom Teller gestohlen wird, um als Futtermittel verwendet zu werden und das Endprodukt “Fleisch” wiederum in diese Länder geliefert wird, was die dortige Landwirtschaft in den Ruin treibt, weil sie mit den billigen Erzeugungskosten in der EU nicht mithalten können? Sie begünstigen damit den Welthunger mehr, als ihn einzudämmen und darüber hinaus führt der massive Futtermittelanbau in eine ökologische Katastrophe!”

 

“Bauernpräsident” Gerd Sonnleitner, der mit einer solchen Frage wohl nicht gerechnet hatte, versuchte sich – sinngemäß – damit herauszureden, dass der Futtermittel-Anbau nicht für den Welthunger verantwortlich sei, sondern allein die korrupten Regierungen der Dritten Welt. Er rechtfertigte den umweltschädlichen Import von Soja-Schrot und Mais auch mit der Einhaltung der bestehenden Lieferverträge, weil dadurch die betroffenen Volkswirtschaften finanziell unterstützt würden.

Die Verantwortlichen reden also wieder um den heißen Brei, zerstören Regenwälder und setzen auf Produktionssteigerung und Gewinnmaximierung der Massentierhalter. Wir steuern somit direkt auf den klimatischen Kollaps und eine Welthungerkrise zu!

Bundesvorsitzender zu Gast bei einer Veranstaltung von Bündnis90/Die Grünen: “Amtstierärtze – Ein tierschutzpolitisches Fachgespräch”

Am 16. Januar 2009 nahm Bundesvorsitzender Stefan Bernhard Eck an einer Veranstaltung von Bündnis90/Die Grünen teil, die im Deutschen Bundestag / Paul-Löbe-Haus stattfand.

In der sehr gut besuchten Veranstaltung ging es um die Möglichkeit des korrekten Vollzuges von tierschutzrechtlichen Bestimmungen durch die Amtstierärzten/innen und Ihre Garantenstellung. Durch einen konstruktiven Dialog zwischen Politikern/innen, Tierschützern/innen und Amtstierärzteschaft wurden die Schwachstellen aufgezeigt, die vor allem aus einer finanziellen und personellen “Unterdeckung” und einer zunehmenden Bürokratisierung resultieren, aber auch auf die geltenden Tierschutzgesetze zurückzuführen sind, die in vielen Fällen von nicht “artgerechten” Haltungsbedingungen von “Nutztieren” ein Einschreiten seitens der Amtstierärzte verhindern.

In einem Redebeitrag machte der Bundesvorsitzende darauf aufmerksam, dass nur durch das gemeinsame Handeln aller Parteien und durch einen breiten gesellschaftlichen Konsens über ein neues Tierschutzgesetz – im Gegensatz zu dem bestehen “Tiernutzgesetz” – Verbesserungen für die betroffenen Tiere erreicht werden können. Dieser Aufruf für mehr gemeinsames Handeln zum Wohle der Tiere wurde von der Mehrheit der Anwesenden begrüßt.

Auch der Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen, Harald von Fehr, der an dem konstruktiven Fachgespräch in Berlin teilnahm, verdeutlichte durch mehrere Redebeiträge die Position unserer Partei und machte auf verschiedene Fehlentscheidungen seitens der Amtstierärzteschaft mit deutlichen Worten aufmerksam.

Der Bundesvorsitzende setzte sich in einem Gespräch mit Undine Kurth am Rande der Veranstaltung dafür ein, noch in diesem Jahr eine parlamentarische Anfrage über eine bundeseinheitliche Mastkaninchen-Haltungsverordnungen in die Wege zu leiten. Die grüne Bundestagsabgeordnete versprach ihm, sich dieser Sache anzunehmen – gerade im Hinblick auf ein neues Tierschutzgesetz, das von Bündnis90/Die Grünen derzeit vorbereitet wird.

Bundesvorsitzender nimmt am Fachgespräch “Klimaschutz in der Landwirtschaft” am 14. Januar 2009 teil

Bei einem Gedankenaustausch zwischen Wissenschaftlern, Politikern, Landwirten, Fachjournalisten sowie Tier- und Umweltschützern konnte der Bundesvorsitzende den politischen Kurs der Partei Mensch Umwelt Tierschutz bezüglich Klimaschutz in der Landwirtschaft durch mehrere Redebeiträge verdeutlichen. Vor allem kritisierte er dabei die katastrophalen ökologischen Folgen des Anbaus von Bio-Energieträgern – sowohl national als auch international. Durch Bio-Energieträger werden wertvolle Ökosysteme (Regenwälder in Südamerika und Südostasien) einschließlich der dort heimischen Tierwelt unwiederbringlich zerstört. In Deutschland fielen innerhalb der letzten Jahre rund 5 Prozent Grünlandflächen dem Anbau von Bio-Energie-Trägern zum Opfer: Moore, Flussauen, Heidegebiete und ähnliche Biotope.

Der Vorsitzende machte deutlich, dass nur eine Veränderung der Ernährungsweise der Bevölkerung – hin zu einer rein pflanzlichen Nahrung oder zumindest eine Reduzierung des Fleischkonsums – zu einer nachhaltigen Verminderung der klimaschädlichen Treibhausgase führen kann, die durch die Landwirtschaft – hier vor allem durch die Massentierhaltung – erzeugt wird.

“Aus für die Hühner-Käfighaltung?”

In verschiedenen Pressebeiträgen ist augenblicklich zu lesen, das Aus für die Hühner-Käfighaltung sei beschlossene Sache. Schön wär´s, ist die spontane Reaktion angesichts dieser Behauptung! Die Wahrheit sieht leider anders aus: Wir haben es hier mit einem groß angelegten Täuschungsmanöver zu tun, denn die Hennen sind nach wie vor in nichts anderem als Käfigen zusammengepfercht, bis zu ca. 50 an der Zahl. Ein Ablenkungsmanöver übelster Art ist die Bezeichnung “Kleinvoliere” für diese Art Käfige, denn damit wird Wohlbefinden der Tiere assoziiert. Wahr ist: Die Tiere können in keiner Weise ihre arteigenen Bedürfnisse ausleben – wie auch, bei einem “Lebensraum” von etwas mehr als einer DIN-A-4-Seite pro Henne! Durch die bedrückende Enge kommt es zu Kannibalismus und Federpicken und sogar zum Töten schwächerer Leidensgenossinnen – Tatsachen, die seitens der Geflügelwirtschaft tunlichst verschwiegen werden.

An Dreistigkeit kaum zu überbieten ist in diesem Zusammenhang die Behauptung, Deutschland sei “Eu-weiter Vorreiter” beim Verbot der Käfighaltung! Wahr ist vielmehr, dass unser Nachbarland Österreich am 31. Dezember 2008 tatsächlich die Käfighaltung von Legehennen aufgegeben hat!

Es wird vermutet, dass “drastische Preiserhöhungen” angekündigt werden, weil man beabsichtigt, die betreffende Art von Käfigeiern als “tierschutzgerecht” zu deklarieren, um sie teurer in den Handel bringen zu können. Motto: Profit geht über Tier- und Verbraucherschutz! Es besteht aber Aussicht, dass den Käfig-Lobbyisten “die Suppe versalzen wird”: Etliche Handelsketten wie Aldi, Edeka, Lidl, Plus usw. haben erklärt, sie würden keine Eier mehr mit der Ziffer “3” – damit auch die aus den alternativen Käfigen – anbieten. Sollten übrigens Eier mit der Ziffer 4 in den Handel kommen, so sind sie Teil des Täuschungsmanövers!

Es liegt nun am Verbraucher, beim Kauf von Eiern wachsam zu sein und die betreffenden Handelsketten beim Wort zu nehmen!

(Mehr dazu unter http://www.tierschutzbund.de/03343.html).

Margret Giese

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Solidaritätsbekundung für “campact – Demokratie in Aktion”

Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) berät bis 10. Januar 2009 über die Zulassung der gentechnisch veränderten Maispflanze MON810. Die Verbraucher- und Landwirtschaftsminister der EU, unter ihnen Ministerin Ilse Aigner, entscheiden dann über Verbot oder Zulassung der Pflanze.

MON810 produziert das Gift des Bazillus thuringiensis, sein eigenes Pestizid, gegen das die Maispflanze selbst resistent ist. Dieses Pestizid soll vor dem Befall mit dem Maiszünsler, einem kleinen Schmetterling, schützen. Der jedoch wird inzwischen selbst resistent! Die sonstigen Risiken für die Umwelt – für Honigbienen, Regenwürmer, Schmetterlinge usw. – sind unkalkulierbar. Daher sollte man davon Abstand nehmen und die bewährte Methode einer vielfältigen Fruchtfolge nutzen, welche die Maispflanzen schützt, ohne zu schaden.

Doch wenn es um Gewinnmaximierung geht, zählen keine ökologischen Bedenken – und diese sind gravierend, denn die Biodiversität und das gesamte ökologische Gleichgewicht sind bedroht, falls die Pflanze zum Einsatz kommt. So ist z. B. die Kontaminierung anderer Pflanzen vorprogrammiert, wie sich in Kanada gezeigt hat. In mehreren EU-Ländern, u. a. in Frankreich, Österreich, Griechenland und Ungarn ist der Anbau von MON810 daher verboten. In Deutschland (neue Bundesländer) hingegen ist der Anbau erlaubt!

Ein Fall für die Verbraucherschutz-Ministerin: Über die Futtermittel gelangt MON810 in Form tierischer Lebensmittel auf die Teller der Verbraucher! Es wird im Übrigen spekuliert, dass die Tiere unfruchtbar werden.

Die großen Pharma- und Chemieriesen, allen voran Monsanto, die 90 Prozent des Weltmarktes für gentechnisch veränderte Pflanzen kontrollieren, erhoffen sich von dem Projekt MON18 nicht nur riesige Profite, sie wollen auch mittelfristig die gesamte Produktion von Nahrungsmitteln von sich abhängig machen, mithin die Weltbevölkerung bezüglich Ernährung unter ihre Kontrolle bringen! Die Bauern sind gezwungen, sich für jede Aussaat neues Saatgut bei dem jeweiligen Konzern zu kaufen, da die ausgesäten Pflanzen dank des eingebauten “terminator-Gens” nicht fortpflanzungsfähig sind.

Seit Jahrzehnten versucht die einschlägige Lobby, der Bevölkerung die “grüne Gentechnik” schmackhaft zu machen, indem sie behauptet, diese sei notwendig, um dem Hunger in der Welt entgegenzuwirken. Offensichtlich ist das Gegenteil der Fall.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt daher aus Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt die Kampagne der Organisation campact, Demokratie in Aktion, mit der Landwirtschaftsministerin Aigner aufgefordert wird, mit NEIN zu stimmen, wenn am 10. Januar in Brüssel erneut über die europaweite Zulassung von MON810 abgestimmt wird.

Franziska Ute Gerhardt

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main