Living Planet Tour 2017

Unter dem Motto „Wie viel Erde braucht der Mensch?“ wird der bekannte TV-Moderator und Umweltaktivist Dirk Steffens (TerraX / ZDF) ab Februar 2017 mit einem abendfüllenden Infotainment-Vortrag auf große Deutschland-Tour gehen.

In seinem Vortrag spricht er aus, was wir ändern müssen und können: „Wir verbrauchen im Vergleich zum Vorjahr jetzt die Ressourcen von 1,5 Erden – und unsere Nachhaltigkeitsbilanz wird jeden Tag schlechter“, erklärt Dirk Steffens.

Die weltberühmte britische Umweltaktivistin, Jane Goodall, empfiehlt die Living Planet Tour.

Tickets kann man buchen ab 27,60Euro. Schüler / Studenten / Rentner zahlen 18,80 Euro

Hier zu allen Informationen und zur Ticketbuchung.

Offener Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt

 

An Bundeslandwirtschaftsminister
Herrn Christian Schmidt
Unter den Linden 71, Zimmer 231
11011 Berlin

E-Mail: christian.schmidt (at) bundestag.de

 

Das Gespäch mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), auf das sich der nachfolgende “Offene Brief” bezieht, ist in der Freien Presse online zwecks Einsicht leider nicht abrufbar – veröffentlicht wurde dieses in der Druckausgabe am 27.09.2016. Sie finden das Interview mit Schmidts klarem Bekenntnis zur exportorientierten Massentierhaltung aber in der Stuttgarter Zeitung hier.

 

30. September 2016

 

Sehr geehrter Herr Schmidt,

Bezug nehmend auf das veröffentlichte Interview mit Ihnen in der Freien Presse vom 27.09.2016, möchte ich ein paar kritische Anmerkungen machen.

Im Interview machten Sie deutlich, dass Sie kein grundsätzliches Problem mit der exportorientierten Massentierhaltung haben. Auch wollen Sie niemandem sein Schnitzel madig machen. Ganz deutlich streichen Sie heraus, dass Sie sich für bessere Haltungsbedingungen der Tiere einsetzen, was Sie als Ihre Aufgabe ansehen und was wir Tierschützer/Tierrechtler ungeduldig dankbar begrüßen.

Was mich stört, ist aber ihre zu tolerante Meinung über das Fleischessen und dies zur Privatsache abtun. Ihre beiden Interviewpartner weisen Sie aber deutlich darauf hin, dass Massentierhaltung nicht nur qualvoll für die Tiere ist, sondern auch schädlich für Mensch und Umwelt, z.B. auch im Hinblick auf die Überdüngung der Felder und die damit einhergehende Grundwasserbelastung. Dass Sie dieses Problem mittels einer Überarbeitung der Düngegesetzgebung in den Griff bekommen wollen, ist lobenswert. Zu bedenken ist dabei aber folgendes: Laut einer vom BUND erstellten “Chronik der Gülle-Unfälle” flossen 9,6 Millionen Liter Gülle in zwölf Monaten (von Juli 2015 bis Juni 2016) auf Grund von Unfällen und Havarien unkontrolliert in die Umwelt. Man kann sich gut ausmalen, dass in den Jahren zuvor unzählige Millionen von Litern Gülle zusätzlich, neben der Düngung der Felder und Wiesen, in die Umwelt geflossen sind. Glauben Sie, dass sich dieses vom Menschen gemachte Problem mit einer neuen Verordnung regeln lässt? Ich bin da eher sehr skeptisch, weil es einfach zu viel an Gülle ist, die ja nicht ewig auf Anbaufeldern liegen bleibt, sondern weiter ins Grundwasser einzieht. Deutschland lässt zudem auch noch Gülle aus den Niederlanden einfahren. Welch ein Wahnsinn!

Bitte bedenken Sie auch bei Ihrem Festhalten an der unverantwortbaren Massentierhaltung, dass der hohe Fleischkonsum gravierende Auswirkungen auf das Klima hat, zur Wasserknappheit weltweit beiträgt, Regenwald abgeholzt wird für den Anbau von Futtermitteln, eine der Hauptursachen für Zivilisationskrankheiten ist und den Welthunger verschärft. Das sind alles Dinge, die hinlänglich seit Jahren bekannt sind und leider oft nicht im Zusammenhang gesehen und angegangen werden, weil der oder die Deutsche scheinbar nicht über den Tellerrand hinaus schaut. Selbst politische Größen sehen oder wollen sie nicht erkennen, was aber notwendig ist, angesichts der globalen Problematik. Siehe auch nicht zu übersehender Hinweis im Willi Brandt Museum in Berlin: Denke global!

Fleischessen ist schon lange keine Privatsache mehr, weil sie über das Private weit hinausgeht und unser gesamtes Ökosystem negativ beeinflusst. Wir reichen Industrienationen können es einfach nicht mehr verantworten, dass in anderen Teilen der Welt gehungert wird und wir hier unzählige Millionen von Tiere mästen und abschlachten und wegen des Profits an der Massentierhaltung festhalten. Einerseits verhungert fern unseres Blickes alle 3,5 Sekunden ein Kind, weil es nicht mal ein Stückchen Brot zum Essen hat. Aber andererseits werden für die Produktion von 1 Kilogramm Fleisch bis zu 16 Kilogramm Getreide oder Soja als Futtermittel eingesetzt – das ist meiner Meinung nach Getreide, das eigentlich hungernden Menschen zustehen müsste.

Bitte überdenken Sie Ihre gegenwärtige Sichtweise über die Massentierhaltung im Ganzen. Wenn Ihnen wirklich als Politiker, der sich christlichen Werten verschrieben hat, ganz besonders das Wohl der Menschen am Herzen liegt – bitte denken Sie jetzt an das hungernde Kind – dann reden und handeln Sie bitte auch dementsprechend langfristig und ganzheitlich. Das impliziert die artgerechte Haltung von Tieren sowie die Bewusstseinsförderung dieser Zusammenhänge innerhalb der Bevölkerung, etwa medial und wirtschaftspolitisch. Dabei sollten, angesichts einer solchen Problematik, eigene subjektive Interessen, ob man Fleisch gerne isst oder nicht, außen vor gelassen und eine Politik, die dem Wohl aller dient, sowohl Mensch als auch Tier, in die Wege geleitet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Jedzig
Bundesgeschäftsstelle
Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Tierschutzpartei Finnland offiziell gegründet

Glückwünsche von uns übermittelt

Am 20.09.2016 gründete sich die Partei offiziell, indem sie 5000 Unterstützungsunterschriften den Behörden vorlegte. Sie ist nun Bestandteil einer weltweiten Bewegung, Tierschutz in die Parlamente zu bringen.

„Durch die internationale Vernetzung und persönliche Kontakte werden wir uns gegenseitig unterstützen“, so Martin Buschmann, Leiter des „BAK Internationaler Tierschutz/Tierschutzparteien“.

Herzliche Glückwünsche wurden von unserer Seite bereits übermittelt und eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene signalisiert.

Webseite: http://www.eop.fi/

Martin Buschmann

Leserbrieftext in der Ostsee-Zeitung: “Blutige Jagd auf Frischlinge”

von Robert Gabel, Vorsitzender des LV Mecklenburg-Vorpommern

“Es ist erschütternd, dass der Jägerschaft immer und immer wieder nur das Schießen als Lösung für alles einfällt. Nicht nur, dass offiziellen Statistiken zufolge jedes Jahr zigtausende Hunde und Katzen angeschossen und erschossen werden, jetzt wird auch noch zur blutigen Jagd auf Tierkinder aufgerufen! Natürlich, wie es sich für Jäger gehört, nur mit entsprechend pekuniären Anreizen. Wann findet endlich mal ein Umdenken statt und es wird auf alternative Regulationsverfahren umgestellt?

Einige erfolgreiche Versuche und auch breite Anwendungen – beispielsweise auf Wildschweine beschränkte Verhütungspillen in Futterauslagen – fanden bereits statt und wären auch hier einsatzbereit.

Es ist zu hoffen, dass die mit brutalen Tötungsmaschinen ausgelebten Urinstinkte nach Jagd und Blut irgendwann mal weniger zählen als das Recht auf ein möglichst unversehrtes Leben von Haus- und Wildtieren jeglichen Alters.”

Weiterführende Informationen: http://www.spektrum.de/news/grunzende-nachbarn/1193199

frischlingeoz

Artikel in der Ostsee-Zeitung, in dem beschrieben wird, dass die Jägerschaft des Landkreises Vorpommern-Greifswald (flächenmäßig anderthalb mal so groß wie das Saarland) künftig Geldanreize für das Schießen auf Frischlinge und Leitbachen erhalten soll – sowie der abgedruckte Leserbrief

 

 

 

 

 

Tierschutzpartei: Anzeichen einer verrohenden Gesellschaft zeigen sich im Umgang mit dem Tier

Pressemitteilung / 28.09.2016

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) sieht sich auf Grund neuester Meldungen der Deutschen Presseagentur über eklatante Tierschutzverstöße in der Landwirtschaft in ihrer Auffassung bestätigt, dass die industrielle Massentierhaltung kein geeignetes Modell für eine tierschutzkonforme Landwirtschaft sein kann.

Bemühungen wie die “Initiative Tierwohl” oder vermeintliche Qualitätssiegel seien bestenfalls dazu geeignet, dem Verbraucher ein ruhiges Gewissen zu vermitteln. Landwirtschaft im eigentlichen Sinne erschöpfe sich in der Bewirtschaftung von Land und in der Gewinnung gesunder Nahrungsmittel auf gesunden Böden unter Berücksichtigung der Umwelt und der Lebensbedürfnisse von Tieren und Menschen. Die Tierschutzpartei sieht in der Umstellung auf eine bio-vegane Landwirtschaft den zielführendsten Lösungsansatz für eine tierschutzgerechte und umweltverträgliche Zukunft des Landbaus, der dem globalen Bevölkerungswachstum und dem Welthungerproblem adäquat begegnen kann.

In der Gewalt gegen Tiere zeigt sich die fiese Fratze einer ausschließlich auf die Maximierung des Profits ausgerichteten “Erzeugung”, in der das einzelne Wesen keinen Wert und keine Würde mehr hat. Die Anzeichen einer verrohenden Gesellschaft zeigen sich im Umgang mit dem Tier. Ein Kurswechsel seitens der Politik ist dringend erforderlich. Aufgabe der Politik ist es, Landwirte dahingehend zu beraten, auf eine tier-, menschen- und umweltfreundliche Landwirtschaft umzustellen. Erst kürzlich mussten zwölf hochrangige Agrarfunktionäre grobe Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in der Landwirtschaft einräumen, nachdem Medien Bilder veröffentlicht und darüber berichtet hatten, wie u.a. Ferkel auf den Boden geschlagen werden und dort noch lebend zurückgelassen worden waren.

Thomas Schwarz
Pressesprecher
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Telefon: 02131 / 7398300 oder 02131 / 7398430
E-Mail: thomas-schwarz (at) tierschutzpartei.de

Dindin, der treue Pinguin

An dieser Geschichte kommt keiner vorbei!

Sie ist ein Beweis mehr, zu welchen tiefen Gefühlen Tiere fähig sind, wie eng sie sich an uns Menschen binden können und keine noch so weiten Entfernungen scheuen, um zu ihrem Menschen zurückzukehren. Diese traumhaft schöne Geschichte steht für Liebe, Freundschaft und Treue. Einfach bezaubernd!

Pinguin schwimmt tausende Kilometer zurück zu Retter

„Ein pensionierter Brasilianer hat 2011 einen verletzten Pinguin am Strand aufgelesen und gesund gepflegt. Der hat seinen Retter nicht vergessen und schwimmt jedes Jahr 8000 Kilometer, um ihn zu sehen. Hier Artikel weiterlesen und Video ansehen.

 

Petition: Gänsereiten

Nicht mehr lang, dann beginnt wieder die Karnevalszeit und die Vorbereitungen auf das Rosenmontags-Spektakel “Gänsereiten” in Bochum-Wattenscheid werden wieder aufgenommen.

Nachdem nun auch unsere Bundestagspetition erfolglos geschlossen wurde, weil die notwendigen Unterschriften im vorgegebenen Zeitraum nicht erreicht wurden, habe ich gestern die Kinderkommission, den Unterausschuss des Familienausschusses des Bundestages aufgefordert, sich mit dem Gänsereiten und einem Gesetzeserlass zu befassen, der den Missbrauch von (toten) Tieren bei öffentlichen und nicht-öffentlichen Darstellungen in Gegenwart von Kindern untersagt.

Zeitgleich habe ich ein Update in der Gänsereiterpetition gepostet und dazu aufgerufen, mich mit einer Protestmail an die Kinderkommission zu unterstützen.

Ihre / Eure Sandra Lück


Wir sagen danke!

E-Mail von Unterstützer Wolfgang Dörre an: kinderkommission (at) bundestag.de

Betreff: Beenden Sie das grausame Schauspiel des sog. Gänsereitens in Bochum-Wattenscheid

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Jahren versucht Frau Sandra Lück sich gegen das jährlich zum Karneval wiederkehrende kinder- und tierverachtende Schauspiel einer kleinen Gemeinde zu stellen, um dieses anachronistische Karnevals-Spektakel, das von deren arrogantem, selbstherrlichen Gänsereiter-Verein veranstaltet wird, endlich zu beenden.

Frau Lück hat Ihnen ausführlich hierzu berichtet. Die Tatsache, dass sich in unserem Lande seit Jahren offensichtlich niemand von den zuständigen Behörden dafür zu interessieren scheint, wirft ein äußerst bedenkliches Licht auf unsere Gesellschaft und darauf, wie wenig Bedeutung dem seelischen Wohl unserer Kinder von jenen Behörden beigemessen wird.

Wenn einem (zwar toten) Tier vor aller Augen – und besonders vor den Augen von Kindern – der Kopf ABGERISSEN wird, dann ist das doch alles andere als Unterhaltung, das ist Barbarei, die in unserem Land nichts zu suchen hat. Und wenn ein Verein, dessen Daseinsberechtigung sich offensichtlich nur noch auf derartige Barbarei stützt, sich über Ethik und Kinderschutz stellt, dann kann man sich auch gut vorstellen, wes Geistes Kind deren Vertreter sind.

Nachdem die jahrelangen Bemühungen Frau Lücks bisher leider nicht zu dem erhofften Erfolg führten, weil es den verantwortlichen Behörden schnurzpiepegal ist, in welche seelischen Nöte Kinder mit dem brutalen Abreißen von Gänseköpfen gebracht werden, bitte ich Sie, die Damen und Herren der KINDERSCHUTZ-Kommission, als vermutlich letzte zur Verfügung stehende Instanz, diesem unseligen Treiben einer verantwortungslosen karnevalistischen Clique endlich Einhalt zu gebieten.

Wenn Frau Lück sich aus ihrer Verantwortung für den Tierschutz für die aus diesem brutalen öffentlichen Handeln resultierenden Probleme von Kindern, aber auch ethisch geprägten Menschen grundsätzlich einsetzt, dann sollte sie damit nicht allein gelassen werden. Sie braucht die Unterstützung einer Organisation – also der Kinderkommission – über deren Ansichten von Kinderschutz sich in unserem Lande kaum jemand hinwegzusetzen wagt. Frau Lück setzt sich für Kinder und Tiere ein, setzen Sie sich für sie ein.

Für Sie müsste es doch ein Leichtes sein, die Kinder vor der Willkür dieser Clique in Bochum-Wattenscheid zu schützen, denen Kinder- wie auch Tierschutz absolut nichts bedeutet.

Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Dörre
Taruper Weg 14 i
24943 Flensburg

ARIWA: Systematisches Tierleid in den Ställen Deutschlands bedeutendster Agrarlobbyisten

Wir veröffentlichen den Sondernewsletter von „Animal Rights Watch“ (ARIWA) vom 23.09.2016.

Nach der Langzeitrecherche in deutschen Ställen stellte ARIWA fest:

“Tote Schweine, die tagelang im Stall verwesen, ein Schwein, das von Artgenossen lebendig aufgefressen wird, Puten mit handtellergroßen offenen Wunden, am Boden zerschmetterte Ferkel, Hühner mit eitertriefenden Kloaken – so sieht es in den Ställen 12 bedeutender deutscher Tierproduktionslobbyisten aus.

Die neueste ARIWA Veröffentlichung belegt, dass es sich bei den Tierhaltungs-Skandalen der letzten Jahre keineswegs um Einzelfälle handelt. Im Gegenteil: Das Bildmaterial bildet das gesamte Spektrum der Zustände in der deutschen Tierhaltung ab. Von legalen Haltungsbedingungen, in denen gesetzeskonform gelitten wird, bis hin zu den üblichen tierschutzrechtlichen Verstößen, darunter auch eindeutigen Straftaten.

Für diese Betriebe sind verschiedene hochkarätige, deutsche Agrarlobbyisten mitverantwortlich – die Menschen, die versuchen die Praktiken der Industrie zu verharmlosen oder moralisch zu rechtfertigen oder, im Falle von neuen ‚Skandalbildern‘, als grausame Einzelfälle herunter zuspielen. Als Präsidenten, Aufsichtsräte, Vorsitzende und Vorstände in deutschen Bauernverbänden, in Zentralen Verbänden der Schweineproduktion und der Geflügelwirtschaft, sowie in führenden Konzernen der Tierproduktion werben sie für das Milliarden-Geschäft mit der Tierhaltung und betreiben unverhohlene Politik für die Interessen der Agrargroßkonzerne.

Die Hintergründe über diese umfangreiche Langzeitrecherche können Sie hier nachlesen.

Videomaterial aus allen 12 Anlagen finden Sie hier.

Mehr Infos über die Agrar-Lobbyverbände finden Sie auf www.agrarlobby.de.

Den Beitrag bei ARD „Panorama“ können Sie hier nachsehen.“

Laser-Schieß-Kino – Ein neues Freizeitvergnügen

In Kottengrün (Sachsen) gibt es jetzt ein neues Freizeitangebot. Am vergangenen Wochenende wurde ein Laser-Schieß-Kino eröffnet und der Veranstalter war mit dem Zuspruch zufrieden. Im Laser-Schieß-Kino können nicht nur Jäger ihre Schießkünste verbessern, sondern auch andere Besucher_innen können auf virtuelle Jagd gehen. Schießen kann man auf Biathlon-Scheiben oder, wie auf dem Bild zum Artikel in der Freien Presse vom 20.09.2016 zu sehen ist, auch virtuell auf Wildtiere, wie beispielsweise Wildschweine.

Kritik kommt aus der Bundesgeschäftsstelle der Tierschutzpartei in Form eines Leserbriefes: „Es ist traurig mit anzusehen (siehe Foto), wie selbstverständlich schon kleine Kinder uneingeschränkten Zutritt als Zuschauer zum Schieß-Kino haben. Gegen Biathlon-Scheiben, die als Zielscheibe dienen, ist nichts einzuwenden, aber virtuell auf Leinwände schießen, wo ihre Eltern Tiere im Wald zur Zielscheibe machen, ist gedankenlos und fahrlässig. Hier können Kinder und Jugendliche schon zum Töten verführt werden, wenn auch nur virtuell, aber man suggeriert ihnen damit indirekt, dass es das normalste auf der Welt sei, auf Tiere schießen zu dürfen.

Theodor Heuss, erster deutscher Bundespräsident, hat einmal gesagt: „Jagd ist eine Nebenform der menschlichen Geisteskrankheit.“ Wenn man diese Aussage auf unsere Heranwachsenden überträgt, tut sich, wenn Kinder in diese Schieß-Einrichtung mitgenommen werden, die Frage auf: Wollt ihr Väter und Mütter, dass eure Kinder als Erwachsene im realen Leben vielleicht einmal überheblich, empathielos und freudig wehrlose Tiere im Wald abknallen?“ Gibt es nicht bessere Freizeitangebote, die MENSCH nutzen sollte, und die mehr Sinn für Groß und Klein machen?

 

Literaturempfehlung: „Der Seelenfänger von Capri“

Mit diesem Buch, das auch von Ethiker und Literaturwissenschafter Karlheinz Deschner gelobt wurde, gelingt dem Autor Dr. Klaus Witt eine außergewöhnliche Kombination: In einen unterhaltsamen Roman über die (Urlaubs)-Erlebnisse eines Tierarztes lässt er philosophische Überlegungen zum Umgang des Menschen mit Tieren und zum Leben allgemein einfließen, die von tierfreundlichen Menschen bestätigt werden können, ihnen aber auch neue, wertvolle Denkanstöße liefern werden.

Die Sehnsucht nach der Insel Capri entsteht bei dem jungen Tierarzt schon früh durch die Bücher von Axel Munthe. Seine Approbation zum Tierarzt und das Todesurteil Krebs für seine Mutter treffen ihn fast zeitgleich und so ist es sein innigster Wunsch, der Mutter noch seine Lieblingsinsel zu zeigen. Doch als sie dort den charismatischen “Dottore”, den Tierarzt der Insel, kennenlernen, wird aus dem Urlaubsaufenthalt der beiden schnell ein mitreißender Einsatz für Tiere.

Im Bewusstsein dessen, dass das Leben auf dieser Welt vom Gewaltprinzip – Fressen und gefressen werden – geprägt ist, plädiert der Autor dafür, zum Trotz Gutes zu tun und sich für Tiere einzusetzen. Gerade heutzutage, wo das Leben der Tiere durch die Massentierhaltung so gering geachtet wird, ist dieses Buch auch ein Aufruf zu mehr Bewusstsein und Verantwortung beim Thema Tierhaltung.

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