Sebastian Everding kritisiert eine für den 7.2.2026 in Molbergen im Emsland geplante Taubenjagd in einem Protestbrief an die Verantwortlichen. Mit dieser Jagd sollen Spenden für ein Kinder- und Jugendhospiz gesammelt werden – damit wird das Wohl kranker Kinder und Jugendlicher auf eine ethisch und moralisch hochproblematische Weise mit dem Töten von Lebewesen verbunden. Continue reading “Stoppt das grausame Taubenschießen unter dem Vorwand der Wohltätigkeit!”
Category: LV Niedersachsen
Nach der Sturmflut: Wohin verschwinden all die Robben?
Nach den Sturmfluten an der Nordseeküste wurden viele junge Robben angespült. Einige Robben hatten Glück – sie wurden gerettet und versorgt, denn sie wurden von Helfer:innen wie Janine gerettet.
Doch nicht alle Robben haben dieses Glück… Während einige Tiere gerettet werden, sind andere weiterhin in Gefahr. Die Situation ist gerade komplex und unübersichtlich.
Robbenjäger sind im Dauereinsatz – viele Tiere werden eingesammelt. Wir wissen nicht genau, was danach mit den Tieren passiert – Transparenz fehlt. Wir fordern Aufklärung, Transparenz und echten Schutz für unsere Meeresbewohner.
In der Seehundstation Friedrichskoog werden derzeit nur Tiere aufgenommen, die Janine von Föhr und Amrum bringt. Dabei wurden nach der Sturmflut deutlich mehr Robben angespült – wo sind all die anderen? Die Angaben sind nicht transparent. Behörden und Stationen müssen offenlegen, was mit den Tieren passiert.
Was ihr tun könnt:
- Fragt beim Umweltministerium Schleswig-Holstein nach, wie die Dokumentation abläuft und was mit den Robben passiert.
- Fragt auch direkt bei der Seehundstation Friedrichskoog nach, wo all die anderen angespülten Tiere sind.
- Teilt diesen Beitrag, damit noch mehr Menschen hinschauen. Jede Nachfrage zählt. Für Transparenz. Für die Tiere.
CSD-Premiere in Ronnenberg – ein Erfolg!
Am 12. Juli 2025 fand in der Stadt Ronnenberg (Region Hannover) erstmals ein Christopher Street Day (CSD) statt. Dazu aufgerufen hatte eine private Initiative, deren Mitglieder aus Ronnenberg und Umgebung stammen. Für Uwe Hillmann von unserer AG Ronnenberg war klar: Dieses Event und die damit verbundenen Forderungen für gesellschaftliche Vielfalt, Gleichberechtigung und die Akzeptanz von Menschen jeglicher sexueller Orientierung müssen wir unterstützen! Wir finden es großartig, wenn dieses Event auch in kleineren Kommunen der Region stattfindet. Daher „Hut ab“ vor der Ronnenberger Initiative!
Im Vorfeld hatten die Pläne zu der Veranstaltung für großes Aufsehen gesorgt, denn die AfD hatte im Stadtrat Ronnenberg versucht, das Vorhaben per Antrag zu verhindern. Begründung: Der Schulhof einer Grundschule (dort sollte der CSD zuerst stattfinden) sei kein Ort für politische oder weltanschauliche Botschaften! Mit diesem Anliegen ist die AfD im Rat der Stadt jedoch krachend gescheitert. Im Gegenteil: Durch das große Aufsehen und die durch den Antrag verursachte Medienberichterstattung solidarisierten sich spontan viele Menschen aus der gesamten Region und sogar bundesweit mit der Initiative und kamen am Veranstaltungstag nach Ronnenberg. Dadurch musste der Austragungsort sogar auf ein größeres Gelände verlegt werden. Nahezu 400 teilnehmende Personen hat das Veranstaltungsteam gezählt. Ein Erfolg für Demokratie, Freiheit und die CSD-Premiere in Ronnenberg!
Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms gab es engagierte Redebeiträge, u.a. vom Bürgermeister der Stadt Ronnenberg, Musik und einen Demo-Marsch durch die Stadt Ronnenberg. Trotz des anfänglich heftigen Regens ließen sich alle Anwesenden die gute Laune nicht verderben. Eine große Musikanlage sorgte für gute Stimmung und Aktive aus Hannover hatten veganes Essen und Kaffee zur Stärkung aller Anwesenden mitgebracht.
Auf unserem Informationsstand ergaben sich für unser Team viele positive Gespräche mit Besucher*innen und anderen Organisationen. Unsere Parteiflyer und Themenaufkleber gingen weg wie warme vegane Semmeln.
Natürlich nahm unser Team auch am Demo-Marsch durch die Innenstadt teil und präsentierte als Zeichen für Menschrechte und Gleichstellung das TSP-Regenbogen-Banner.
Insgesamt verlief die Veranstaltung bunt, fröhlich und vor allem friedlich. Wir hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr und wollen die „Regenbogen-Community“ auch dann wieder tatkräftig unterstützen!
Wer Tierleid zeigt, soll zahlen? Dieses Urteil ist ein Skandal!
Zwei Tierrechts-Aktivist:innen deckten auf, was in deutschen Schlachthöfen Alltag ist – und sollen nun dafür bestraft werden:
Sie filmten heimlich, wie Schweine in sogenannten Gondeln mit CO₂-Gas betäubt werden – ein grausamer Prozess, bei dem die Tiere minutenlang schreien, nach Luft ringen und panisch gegen die Gitter schlagen. Continue reading “Wer Tierleid zeigt, soll zahlen? Dieses Urteil ist ein Skandal!”
Tierschutzpartei AG Ronnenberg: Fest für Mensch – Tier – Umwelt und Klima in Ronnenberg
Am Samstag, den 14. Juni 2025, veranstaltete die zum Landesverband Niedersachsen gehörende AG Ronnenberg der Tierschutzpartei zum ersten Mal das „Fest für Mensch-Tier-Umwelt und Klima“. Trotz einer Außentemperatur von 33 Grad waren unser Team und auch die angemeldeten Ausstellenden fest entschlossen, diese als wichtiges Signal für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Inklusion, Tierrechte und Klimaschutz initiierte Veranstaltung durchzuführen. 
Mit dabei waren lokale Organisationen wie z. B. der Tierschutzverein Barsinghausen und der Tierschutzverein Deister Tierwohl e.V. mit Informationen zur Tierrettung und einem Glücksrad für die Gäste. Aber auch der Betriebssportverband Hannover e.V. bot interessante Anregungen zu Gesundheitssport in Betrieben und zeigte mit einer mobilen Steel-Dart-Anlage, dass schon mit einfachen Mitteln ein kollegiales Miteinander bei Spaß und Bewegung auch in kleineren Betrieben etabliert werden kann.
Für die jüngeren Besucher sorgte das „Team Semra“ mit Kinder- und Partyschminken für kreative Abwechslung. Auch Hunde sollten nicht zu kurz kommen: Wir hielten vegane Leckerlis bereit und boten ihnen mit einem kleinen Wasserpool und Wassernäpfen eine Erfrischung an, was bei den Rekordtemperaturen auch dankbar angenommen wurde. 
Die Katzenhilfe Hannover e.V. klärte über die dramatische Situation der in der gesamten Region Hannover lebenden Straßenkatzen auf und zeigte eindrucksvoll eine Katzen-Lebendfalle, mit der die hilfsbedürftigen Tiere eingefangen werden können.
Besonders eindrucksvoll präsentierte sich der Samlif e.V aus Weetzen, eine Wohngemeinschaft für junge Erwachsene mit Assistenzbedarf. Die Betreuenden und Bewohner*innen überraschten uns gut gelaunt mit großen Blechen von selbst gebackenem veganen Kuchen sowie selbst hergestellten Saatgut-Bomben für das Publikum. Ein großes Dankeschön für diese großartige Unterstützung!

Auf einem Kunststand der Malerin Eva Mannes konnte wundervolle Bilder mit Tier- und Naturmotiven bestaunt oder erworben werden. Tatsächlich wechselten einige der Werke an diesem Nachmittag auch in den Besitz von begeisterten Gästen.
Kulinarisch wurden alle durch das Lieblingscafé by Semra aus Weetzen verwöhnt, das ein großartiges veganes Angebot an orientalischen Köstlichkeiten und Backwaren präsentierte. Die Besucher*innen waren begeistert und entwickelten trotz der großen Hitze auch großen Hunger.
Auf unserem eigenen Informationsstand gab es die Möglichkeit, eine aus Kanalrohren selbst gebaute Wildtiertränke zu bestaunen, von denen in Ronnenberg-Weetzen schon einige an öffentlichen oder privaten Plätzen etabliert wurden. Das Projekt soll weiter ausgebaut werden.
Der Nachmittag verlief abwechslungsreich und sehr unterhaltsam. Es gab für Publikum und Ausstellende zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch, zur Vernetzung und gegenseitigen Unterstützung.
Für uns als Veranstalterin stand zum Schluss fest: Das werden wir im nächsten Jahr wiederholen. Für Mensch-Tier-Umwelt und Klima!
Mitgliederversammlung des Landesverbandes Niedersachsen und Vorstandswahl am 1. Juni 2025
Unsere diesjährige Mitgliederversammlung fand am vergangenen Sonntag im Freizeitheim Linden in Hannover statt.
Diese Bundestagswahl ist vorüber – unser Resümee
Fast eine halbe Million Menschen haben uns gewählt!
Obwohl wir aufgrund der verkürzten Fristen durch die vorgezogenen Neuwahlen sieben Monate weniger Zeit hatten, um die Wahl vorzubereiten und die notwendigen 27.000 Unterstützungsunterschriften zur bundesweiten Wahlzulassung zu sammeln, war es uns gelungen, in 11 von 16 Bundesländern anzutreten. Continue reading “Diese Bundestagswahl ist vorüber – unser Resümee”
Offener Brief an Ministerin Lemke
Der Wolf – Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
32 Organisationen und Unterstützer haben heute einen offenen Brief an Bundesumweltministerin Steffi Lemke veröffentlicht.
Novellierung des Jagdgesetzes Niedersachsen – Protest am 30.01.2025 in Hannover
Presse und sozialen Medien haben es bereits berichtet: Die niedersächsische Landesregierung plant eine Reform des Landesjagdgesetzes zur Durchsetzung fortschrittlicher tierschutzrelevanter Änderungen. Dagegen will die Jägerschaft in einer groß angelegten Demonstration am 30. Januar in Hannover vor dem Landtag protestieren. Die Jäger-Demo wird bundesweit in allen einschlägigen Jagd-Zeitschriften und öffentlich beworben. Tausende von Jagdbefürwortenden haben bereits ihre Teilnahme angekündigt. Die Jagdlobby will hier ihre ganze Macht demonstrieren und die Reform möglichst zu Fall bringen. Leider zeigt bereits die Androhung des Protestes erste Wirkungen, denn einige der geplanten Tierschutzverbesserungen wurden jetzt bereits im Vorfeld zurückgenommen!
Ein Bündnis aus Natur- und Tierschutzorganisationen hat für diesen Tag zu einer Gegen-Demonstration aufgerufen. Dieser werden wir uns anschließen.
Datum: 30. Januar 2025
Uhrzeit: 10.00 bis 13.00 Uhr
Treffpunkt: Hannover, Holzmarkt
Kommt bitte unbedingt zahlreich zur Gegen-Demo und bittet auch andere Personen um Teilnahme. Es muss deutlich werden, dass die Macht der Jagd- und Forstlobby nicht ungebrochen ist und zahlreiche Menschen sich für die Reform des Gesetzes und den Wildtierschutz stark machen. Lasst uns gemeinsam die niedersächsische Landesregierung ermutigen, sich nicht weiter blenden zu lassen und die Gesetzesreform in geplanter Weise durchzusetzen.
DENN JAGD IST KEIN NATURSCHUTZ!
Hier die aktuelle Fassung des Eckpunktepapiers zur Reform:
https://www.ml.niedersachsen.de/presse/pressemitteilungen/basis-fur-modernes-jagdgesetz-steht-waidgerechtigkeit-wird-gestarkt-238901.html?fbclid=IwY2xjawIAhOtleHRuA2FlbQIxMAABHeTP5KevKe-CL7pfnejDo13QkZZOgBvJ3pvP2qq_JH-6feNcIRWey6EcNg_aem_sYbox0EdAGSOi83pZf3Tkw
Heute ist IDAHOBIT und Selbstbestimmungsgesetz überwindet letzte Hürde
Pünktlich zum heutigen IDAHOBIT (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit) wurde in Deutschland ein wichtiger Meilenstein erreicht:
Das #Selbstbestimmungsgesetz hat die letzte echte Hürde überwunden und den Bundesrat passiert. Somit kann und soll es wie geplant noch in diesem Jahr in Kraft treten.
Happy #IDAHOBIT allen Betroffenen!
Das Selbstbestimmungsgesetz soll es Menschen künftig erleichtern, ihren Geschlechtseintrag im Personenstandsregister sowie Vornamen ändern zu lassen.
Es ist ein wichtiger Schritt für transgeschlechtliche und allgemein nichtbinäre Personen, da bei ihnen das bei der Geburt eingetragene Geschlecht nicht ihrer tatsächlichen Geschlechtsidentität entspricht, sowie für intergeschlechtliche Personen, die trotz biologisch nicht eindeutig zuzuordnenden Geschlechtsmerkmalen einfach dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeteilt wurden. Mit der Zuordnung zum falschen Geschlecht gehen meist auch diesem Geschlechtseintrag entsprechende und damit unpassende Vornamen, sogenannte Deadnames, einher.
Diese beiden Missstände vergleichsweise unkompliziert beheben zu können, sorgt nicht nur dafür, dass mehr Menschen auch offiziell die Personen sein können, die sie schon immer waren, sondern wird höchstwahrscheinlich auch die Selbstgefährdungs- und Suizidraten unter Betroffenen senken.
Es ist zwar schon länger möglich, eine Änderung des eigenen Geschlechtseintrages zu beantragen, aber bisher ist das ein langwieriger, kostspieliger und im Zweifelsfall auch diskriminierender und entwürdigender Prozess, der auch nicht zwingend erfolgreich ist. Bislang sind dazu nämlich zwei voneinander unabhängige Sachverständigen-Gutachten und eine gerichtliche Entscheidung notwendig. Mit dem Selbstbestimmungsgesetz soll dafür künftig eine Erklärung gegenüber dem Standesamt ausreichen. Bei Minderjährigen über 14 mit Zustimmung der Sorgeberechtigten, bis 14 Jahre durch die Sorgeberechtigten. Jedoch können diese im Zweifelsfall durch ein Familiengericht zum Wohle der minderjährigen Betroffenen überstimmt werden. So ist es auch aktuell vor der Einführung des neuen Gesetzes bereits Praxis.
In der Diskussion um das Selbstbestimmungsgesetz wurden und werden von Gegner:innen immer wieder verschiedene Bedenken geäußert, daher möchten wir an dieser Stelle noch auf drei besonders häufige davon eingehen:
Können Menschen mit dem neuen Gesetz ihr Geschlecht einfach munter hin- und herwechseln?
Nein. Es ist vorgesehen, dass eine erneute Änderung erst nach einem Jahr wieder möglich ist – falls Betroffene die Änderung am Ende doch bereuen. Und darüber hinaus ist zu bedenken, dass natürlich auch an allen dafür relevanten Stellen die entsprechenden Änderungen vorgenommen werden müssen, also z. B. Personalausweis, Führerschein, bei Banken, Versicherungen, beim Arbeitgeber, ggf. im Grundbuch, etc. Das ist nicht nur mit viel Aufwand verbunden, sondern bei offiziellen Dokumenten auch mit Kosten.
Wird durch das Selbstbestimmungsgesetz ermöglicht, dass Minderjährigen Hormone gegeben oder gar geschlechtsangleichende Operationen bei ihnen durchgeführt werden können?
Nein. Hier ändert sich am Ist-Zustand nichts, denn die Gesetzesneuerung bezieht sich da rein auf Personenstand und Namen.
Was ist mit Schutzräumen für Frauen? Müssen entsprechend vorbelastete Frauen befürchten, dort künftig von Männern belästigt zu werden, die zu diesem Zwecke ihren Geschlechtseintrag ändern lassen?
Nein. Wie zuvor ausgeführt ist es mit einem einfachen Gang zum Standesamt noch nicht getan, sondern es müssen natürlich auch alle Dokumente etc. entsprechend geändert werden. Das alleine ist natürlich noch keine echte Sicherheit, aber zumindest eine deutliche Hürde. Jedoch gilt in entsprechenden Schutzräumen auch weiterhin das Hausrecht, sodass im Zweifelsfall Personen abgewiesen werden können, wenn dadurch z.B. eine Retraumatisierung anderer Schutzbedürftiger zu befürchten wäre. Dies bezieht sich jedoch dann auf konkrete Fälle vor Ort, ermöglicht aber im Sinne der Antidiskriminierung keine pauschale Abweisung, damit auch trans Frauen ohne vorherige geschlechtsangleichende OP dort Schutz suchen und finden können.
Weitere Informationen dazu findet ihr z. B. beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/queerpolitik-und-geschlechtliche-vielfalt/gesetz-ueber-die-selbstbestimmung-in-bezug-auf-den-geschlechtseintrag-sbgg–199332
(bw)
