Vom Regen in die Traufe?

Anlässlich der gestrigen Vereidigung von Astrid Grotelüschen zur Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin im Zuge einer Kabinettsumbildung zeigt sich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz besorgt über ihre Ernennung.

War der nun abgelöste umstrittene Vorgänger Hans-Heinrich Ehlen mit seiner Stärkung der agrarindustriellen Konzernstrukturen kaum zu toppen, ist seine Nachfolgerin von noch mehr Nähe zur mächtigen Agrarlobby geprägt.

Mit der Berufung von Astrid Grotelüschen erteilt Niedersachsens CDU-Regierung der bäuerlichen Landwirtschaft eine deutliche Absage. Interessenkonflikte werden beiseite gewischt sowie profitablem Eigeninteresse der Vorzug gegeben. Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit werden mit der neuen Landwirtschaftsministerin auf der Strecke bleiben – ebenso Verbraucher- und Tierschutz, den Grotelüschen betreibt mit ihrem Familienunternehmen den zweitgrößten Putenbrut- und Mastbetrieb Deutschlands. Durch ihre Tätigkeit im Familienbetrieb ist sie persönlich mitverantwortlich für die unsägliche Qualaufzucht und -haltung der Mastputen. Deshalb werden von ihr artgerechte Haltungsformen wohl kaum gefördert werden und ein Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung ist demnach nicht zu erwarten sein.

Die Bundestagswahl 2009 bescherte Frau Grotelüschen ein Bundestagsmandat. Während des vorangegangenen Wahlkampfes war über das Familienunternehmen “Putenmastbetrieb” nichts zu vernehmen, wohl wissend, dass die Wähler dies kaum durch ihre Stimme honoriert hätten. Nach ihrer Ernennung zur Landwirtschaftsministerin spricht Grotelüschen über ihre entsprechende Befähigung mit dem Hinweis “ich habe etwas Stallgeruch”. Es bleibt abzuwarten, ob durch die Verbandelung mit der Agrarlobby dieser “Stallgeruch” nicht bald zum Himmel stinken wird!

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – 24. April: 120 Kilometer Menschenkette zwischen den AKWs Brunsbüttel und Krümmel

Ein besonderes Anliegen unserer Partei ist natürlich auch der Ausstieg aus der Atomwirtschaft. Daher nutzte die stellvertretende Bundesvorsitzende, Margret Giese, die Gelegenheit, sich an der Großdemonstration gegen Atomkraft zu beteiligen. Sie ist von den negativen Auswirkungen der Kernenergie selbst betroffen, da sie in der Nähe des Skandal-Atommüllschachtes Asse wohnt.

 

Wie Margret Giese dachten offenbar viele aus der Gegend Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter: 15 voll besetzte Busse und ein Sonderzug mit 1000 Atomkraftgegnern hatten sich auf den Weg zum Kernkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein gemacht. Dieser Ort ist in besonderem Maße ein Symbol für die Anti-Atomkraft-Bewegung. Er geriet erstmals in die Schlagzeilen während der Bauphase in den 70er und 80er Jahren, als es bereits heftige Proteste von Atomkraftgegnern gab. Nach einem erzwungenen vierjährigen Baustopp wurde weitergebaut und das AKW am 28. Februar 1981 in Betrieb genommen, was zu der bis dahin größten Demonstration gegen Kernkraft führte. 100.000 DemonstrantInnen aus allen Teilen Deutschlands begaben sich damals in die Wilstermarsch, um ihrer Empörung lautstark Luft zu machen. 10.000 Polizisten waren vor Ort, und es gab über hundert Verletzte auf beiden Seiten.

 

Die aktuelle Demonstration im Norden der BRD mit weit über 100.000 TeilnehmerInnen erinnerte eindrucksvoll an die damaligen Proteste – diesmal jedoch friedlicher und weniger lautstark, aber nicht minder kraftvoll.

Wer vor Ort war, dem wurde angesichts des Gegensatzes von friedlicher Nordsee-Idylle – mit weidenden Schafen auf dem Deich einerseits und dem lebensfeindlichen Stahlkoloss mitten in der Landschaft andererseits – zutiefst bewusst, dass der Kampf gegen den “scharz-gelben Irrsinn”, erst 2050 das letzte AKW vom Netz zu nehmen, unvermindert fortgesetzt werden muss. Es ist nicht hinnehmbar und spottet jeder Beschreibung, wenn sich eine Regierung zum Handlanger der Atomlobby macht, anstatt sich für das Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Wenn nicht anders, muss durch zunehmenden öffentlichen Druck eine Wende herbeigeführt werden.

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz nahmen neben Margret Giese auch andere Parteimitglieder aus dem Landesverband Berlin an der Menschenkette teil.

Wissenswertes zum Film: Plastic Planet

“Zurzeit werden in Europa ca. 60 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert, sagt John Taylor. Das ist etwa ein Viertel der Weltproduktion.” Die Menge des Kunststoffs, die wir in den letzten 100 Jahren produziert haben, würde reichen, um den gesamten Erdball sechsmal einzupacken. So kann man es auch ausdrücken.

Zum Homepage “Plastik Planet” und zum Filmtrailer: www.plastic-planet.at

Polizisten haben Hund auf der A 1 totgefahren

Der Landesverband Thüringen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, vertreten durch seinen Vorsitzenden Harald von Fehr, wohnhaft Tüttleber Weg 13 in 99867 Gotha, sowie das tierschutzaktive Parteimitglied Frau Astrid Suchanek, wohnhaft M7,1a in 68161 Mannheim erstatte hiermit Strafanzeige gegen die zu ermittelnde Streifenwagenbesatzung der Lübecker Polizei, die am Sonntag, den 11.April 2010 beim Autobahnkreuz Lübeck (A1 und A20), tierschutz- und gesetzwidrig, ohne jegliche Skrupel und “ohne vernünftigen Grund” einen freilaufenden Schäferhund mit ihrem Dienstwagen vorsätzlich totgefahren hat, wie am 15. April 2010 gegen 16:47 Uhr die dpa meldete.

Strafanzeige vom Landesverband Thüringen lesen…

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – Großdemonstration “Deine Stimme den Stimmlosen” am 17. April 2010 in Hannover

Am Samstag, den 17. April fand in Hannover die von Sabine Pankau, der stellvert. Landesvorsitzenden Niedersachsens, federführend organisierte Großdemonstration (zusammen mit Mira Riedinger) für Tierrechte und Tierschutz statt.

Über 400 Menschen nahmen bei strahlendem Sonnenschein daran teil, ein überwältigender Erfolg!

 

Neben einer großen Zahl von Mitgliedern unserer Partei hatten sich viele bekannte Tierrechts- und Tierschutzorganisationen mit Infoständen in der Hannoveraner Innenstadt auf dem Steintorplatz eingefunden, so z.B. “Vier Pfoten e.V.”, der Vegetarierbund Deutschland (VEBU), verschiedene Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung, die Kaninchenhilfe Hannover, die Katzenhilfe Hannover, der Verein “Tier-Time: Zeit zu Handeln”, der Verein “Tierfreunde e.V.” , Ärzte gegen Tierversuche e.V., die Partei ödp und einige andere Organisationen sowie der Verein “Natur ohne Jagd”, der die Veranstaltung mit seinem technischen Equipment tatkräftig unterstützte.

 

Während der Demonstrationszug durch die Innenstadt von Hannover zog, wurden Reden gehalten, Zitate berühmter Persönlichkeiten verlesen und Musik von Harry Harper und anderen Interpreten abgespielt.

Der Demonstrationszug endete wieder am Steintorplatz, wo die Anwesenden durch Redebeiträge von Vertretern des Vereins “Natur-ohne “Jagd”, des VEBU, der “Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung” über die Situation der Tiere informiert wurden. Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz sprach unser Vorsitzender Stefan Bernhard Eck.

Rede des Bundesvorsitzenden lesen…

Unser Flugblatt zur Aktion

Viele Parteimitglieder hatten eine lange Anreise auf sich genommen, um zum Gelingen dieser außergewöhnlichen Demonstration beizutragen. Vertreten waren die Landesverbände Berlin, Brandenburg, Bayern, Niedersachsen, NRW, Schleswig-Holstein und Saarland.

 

Mit dieser Kundgebung wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt, ein Zeichen der Gemeinsamkeit im Kampf gegen die Ausbeutung der Tiere. Dass so viele Menschen und verschiedene Organisationen gekommen waren, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

 

1. Film zur Demo: www.youtube.de

2. Film zur Demo: www.youtube.de

Streicheln und quälen…

“Wer den Tierschutz ernst nimmt, der muss sein Verhalten ändern – als Fleischesser und Forscher, aber auch als Tierliebhaber.”

Der Artikel “Streicheln und quälen” wird auf der Titelseite der Wochenzeitung “Die Zeit” angekündigt

(Quelle: Die Zeit / 08. April 2010)

Affenversuche und Massentierhaltung: www.zeit.de

(Quelle: Zeitonline / 08. April 2010)

Es geschieht Tag für Tag…

Am 29.03.2010 brachte die ARD in den Tagesthemen einen Bericht über deutsche Schlachthöfe. Experten erheben schwerste Vorwürfe, weil tausende Tiere während des Schlachtvorganges unerträglichen Qualen ausgesetzt sind. Laut Aussage von Tierarzt Klaus Tröger – er leitet das bundeseigene Max-Rubner-Institut für Sicherheit und Qualität bei Fleisch, und er kennt fast jeden Schlachthof in Deutschland – existieren bzgl. Tierschutz bei der Schlachtung die größten Defizite.

Klaus Tröger schildert, wie es in einem hoch industrialisierten Schlachtbetrieb aussieht: “Wir haben heute Schlachtzahlen von über 1500 Schweinen pro Stunde auf einer Linie. Sie können sich vorstellen, wie viel Zeit der Stecher z.B. hat, um ein Schwein tiergerecht abzustechen, das sind wenig mehr als 2 Sekunden. Wenn er große Gefäße verfehlt, was bei dem Schlachttempo durchaus mal der Fall sein kann, oder gar mal ein Tier übersieht und das Tier gar nicht sticht, dann sind die Tiere ganz schnell nach der Schlachtbank wieder wach. Und es gibt definitiv heute kein Kontrollsystem, diese Tiere dann vor dem Verbrühen in dem anschließenden Brühsystem zu retten. Und ich denke mal, das ist absolut nicht akzeptabel.

Zum Video der ARD: “Der Horror auf dem Schlachthof”: www.tagesthemen.de

(Quelle: ARD / 30. März 2010)

Debatte um Schlacht-Methoden: www.chiemgau-online.de

(Quelle: Chiemgau-online / 06. April 2010)

So qualvoll stirbt Schlachtvieh : www.stern.de

“Dreieinhalb Millionen Rinder und 56 Millionen Schweine wurden in Deutschland 2009 geschlachtet. Viele der Tiere mussten unnötige Schmerzen erleiden – weil an der falschen Stelle gespart wird.”

(Quelle: stern.de / 06. April 2010)

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bedankt sich einmal mehr an dieser Stelle ganz herzlich bei all jenen, die sich für die pflanzliche Ernährung entschieden haben oder auf dem Weg dorthin sind. Frieden beginnt bereits bei der kleinsten Mahlzeit und eine friedliche “Politik” kann – wem das Leid der Tiere nicht egal ist – jeder betreiben; nämlich auf dem eigenen Teller! Unser Dank geht auch an die ARD und andere Sender, die sich mehr und mehr ihrer Verantwortung gegenüber unseren Mitlebewesen bewusst sind und solche Missstände einem breiten Publikum vor Augen führen.