Ohrfeige für Aigner

Bundesrat stimmt vorgelegten Gesetzesentwurf zur Hennenhaltung nicht zu!

Am vergangenen Freitag lehnte der Bundesrat eine vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegte Verordnung über Kleingruppenkäfige für Legehennen ab. Diese müssen nun nicht wie vorgesehen bis 2035 geduldet werden. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck von der SPD sprach von einem “guten Tag für den Tierschutz in Deutschland”. Bundesagrarministerin Ilse Aigner solle nun zügig weitere Verhandlungen mit den Ländern aufnehmen, damit eine Neuregelung bis Ende März 2012 gefunden wird.

Die Entscheidung des Bundesrates war eine Ohrfeige für Aigner und die tierfeindliche Politik der CDU, aber für die Tiere ein kleiner Sieg auf dem langen Weg zu ihrer Befreiung.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt die Entscheidung der Länderkammer, weil Kleingruppenkäfige für Legehennen mit dem Tierschutzgedanken nicht zu vereinbaren sind. Wir fordern ein Gesetz, dass sich am Wohl der Tiere orientiert und nicht nach den wirtschaftlichen Interessen der Agrarindustrie.

Landesverband Rheinland-Pfalz in Aktion – Kundgebung gegen Tierausbeutung und Massentierhaltung in Mainz

Am 24.09.2011 fand bei schönem Wetter die angekündigte Kundgebung gegen Tierausbeutung und Massentierhaltung als Gegenveranstaltung zu der Ausstellung “Der mobile Erlebnis Bauernhof” in Mainz statt.

Die Aussteller, zu denen der Deutsche Bauernverband, die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft, QS-Qualität, Amtsveterinäre und McDonald’s gehörten, zeigten den Besuchern eine verträumte Bauernhof-Idylle, die mit der heutigen systemrelevanten Massentierhaltung, bei der es nur noch um Profit geht, nichts gemein hat.

Bei der Begrüßung wurde neben der üblichen gegenseitigen Aufwertung trendgerecht viel Grün bei den Infoständen präsentiert. Für die Mutterschafe, die unter Dauerstress ihre Jungen vor den schaulustigen Besuchern zu schützen suchten oder die beiden Kälbchen, die zusammengekauert einen völlig verängstigen Eindruck hinterließen, war diese Ausstellung sicher kein Vergnügen.

Den Gipfel der Einfältigkeit erreichte eine Tierbetreuerin von der FH Bingen, die die Trennung von Mutter und Kalb mit einem Kindergarten verglich.

Bei unserer Kundgebung trafen wir viele besorgte Verbraucher, die sich durch Sendungen wie “System Wiesenhof” nicht mehr so leicht von Politikern, Fleisch- und Pharmalobbyisten manipulieren lassen und mehr Transparenz fordern. Unsere Flugblätter fanden daher großes Interesse.

 

Die Kundgebung wurde tatkräftig von unserem Bundesvorsitzenden Stefan Eck unterstützt, der bereits im Vorfeld, zusammen mit Horst Wester, Plakate und Flugblätter entworfen hatte.

Der LV Rheinland-Pfalz wurde durch Udo Dautermann und Petra Kuppinger vertreten, der LV Hessen durch Frau Erna Mayer.

Zu unseren Unterstützern gehörten neben PETA, VEBU und dem Arbeitskreis Tierschutz die Tierschutzorganisation Animals Angels, die mit Christian und seinem unwiderstehlichen vierbeinigen Assistenten, dem Hund Karlson, auch personell vertreten waren. Vielen Dank an Nina Franz und ihre Familie, die aus Frankfurt anreisten und andere, die für uns die “Werbetrommel” geschlagen haben.

Wir können mit solchen ehrenamtlichen Aktionen nur hoffen, dadurch unseren Teil zur Beseitigung des Tierleides beizutragen, indem wir unsere Mitmenschen darüber aufklären, dass durch ihr Verhalten Lebewesen gequält und getötet werden. (Petra Kuppinger)

TV-Sendung auf 3sat: Überbevölkerung

Leben heißt verbrauchen

Derzeit bevölkern knapp sieben Milliarden Menschen die Erde. Bis zum Jahre 2050 werden es voraussichtlich bis zu zehn Milliarden Menschen sein. Aber die Erde hat nur begrenzte Ressourcen. Scrobel diskutiert mit der Ethnologin Shalini Randeria und dem Bevölkerungswissenschaftler Rainer Münz, welche Folgen diese Zunahme der Bevölkerung für unsere Erde und die Menschen haben wird.

Zur TV-Sendung: www.3sat.de

Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen – das gleiche Existenzminimum für Alle

Bundesvorstand unterstützt Initiative des LV NRW

Im November 1993 trat das Asylbewerberleistungsgesetz in Kraft. Dies war Ausfluss des sog. “Asylkompromisses” zwischen den damaligen Regierungsparteien CDU/CSU/FDP auf der einen und der SPD auf der anderen Seite. Ein anderes Ergebnis dieses Kompromisses war die faktische Abschaffung des Asylrechts in Deutschland. Das Asylbewerberleistungsgesetzes wurde seinerzeit von den beteiligten Parteien völlig ungeniert als “Mittel zur Abschreckung” bezeichnet.

Asylbewerber, geduldete Flüchtlinge und vollziehbar zur Ausreise verpflichtete Ausländer in Deutschland erhalten seit diesem Beschluss einen gekürzten Sozialhilfesatz. Aktuell beträgt dieser 224,97 € im Monat für Alleinstehende und dem sog. Haushaltsvorstand, Kinder im Alter von 5 Jahren z.B. erhalten 132,93 € und ist nach Alter gestaffelt. Eine Anpassung/Erhöhung gab es kein einziges mal, trotz einer rund 25 prozentigen Kostensteigerung im Vergleich zu heute. Im Gegensatz zu den bis zum 31.12.2010 gültigen Hartz-IV-Regelsätzen betragen die Kürzungen zwischen 28,71 Prozent und 47,04 Prozent! Eine transparente Berechnung gab und gibt es nicht, die Kürzungen erscheinen nicht nur willkürlich, sie sind es! Die “krummen” Beträge kommen einzig und allein dadurch zustande, dass es sich noch um umgerechnete DM-Beträge handelt!

Dabei ist selbst “unsere” Bundesregierung der Meinung, dass die Sätze des Asylbewerberleistungsgesetzes verfassungswidrig sind. Im Februar 2010 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Regelsätze für Hartz-IV-BezieherInnen nicht nach deren tatsächlichem Bedarf berechnet werden. In einer parlamentarischen Fragestunde meinte seinerzeit Arbeitsministerin von der Leyen, dass die Leistungen im Asylbewerberleistungsgesetz “auf der Grundlage von Kostenschätzungen” erfolgt seien. Und “Das entspricht nicht den Anforderungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes”. Seitdem rechnet das Bundesarbeitsministerium und will sich nun erst einmal bis Ende des Jahres mit den Ländern beraten. Alles wohl eine Frage der Lobby! Würde es sich z.B. um die Frage nach Steuersätzen für Banken handeln, so steht doch sehr stark zu vermuten, dass binnen Monatsfrist eine Lösung gefunden würde, für einen verfassungswidrigen Zustand!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert deshalb die ersatzlose Streichung des Aslybewerberleistungsgesetzes! Dieses Gesetz stellt für uns eine Diskriminierung für die Betroffenen dar, denen vielfach auch der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt wird und sie auf diese Art Sozialleistungen zwangsläufig angewiesen sind.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei LV NRW

Wenn Sie sich den Forderungen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz anschließen, dann drucken Sie sich bitte die Unterschriftenliste aus. Ausgefüllte Listen bis zum 20. November 2011 senden an Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei NRW, c/o Claudia Drechsler-Stieglitz, Auf der Emst 241, 58638 Iserlohn

Hier Unterschriftenliste ausdrucken…

„TASTE THE WASTE“

Ein Film, der zum Nachdenken anregt…

Wie eine Studie der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ergeben hat, landen in den reichen Industrieländern mehr als 220 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Durchschnittlich werden jährlich 95 bis 115 Kilogramm Nahrungsmittel pro Kopf weggeworfen.

In Deutschland werden schätzungsweise bis zu 25 Prozent der gesamten Lebensmittelproduktion entsorgt, dass entspricht rund 20 Millionen Tonnen. In den USA sollen es sogar 50 Prozent sein.

Dieses brisante Thema wurde von den beiden Autoren Stefan Kreutzberger und Valentin Thurn aufgegriffen. Sie schrieben das Buch „Die Essensvernichter – Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist“.

Ihre Aussage: „Massenproduktion und ein schneller Warendurchlauf sichern der globalisierten Ernährungsindustrie und dem Handel Milliardengewinne. Ein Überangebot und daraus folgender Müll sind eingeplant und die Kosten in die Warenpreise eingerechnet. Der Konsument zahlt die Rechnung. Diese Verschwendung verschärft den weltweiten Hunger und steigert den Verbrauch von Energie, Wasser, Land und Arbeitskraft. Würden wir weniger wegwerfen, bräuchten wir weniger einkaufen und könnten so helfen, Ressourcen zu schonen; es stünde genug Nahrung zur Verfügung, um den Hunger in der Welt mehrfach zu besiegen.“

Das Buch kann (hier) bestellt werden. Es enthält unter anderem viele Anregungen, was jeder Einzelne tun kann, um umweltschonend einzukaufen.

Die Autoren kommen zu dem Fazit: „Weniger ist mehr. Unser Konsum ist politisch und unsere Ernährungsweise kann die Welt verändern. Dafür bedarf es aber Taten statt Warten!“

Seit dem 08. September 2011 läuft der Dokumentarfilm von Valentin Thurn „Taste the Waste“ bundesweit im Kino, der die globale Lebensmittelverschwendung aufzeigt. Die Kinotermine in allen deutschen Städten finden Sie (hier).

Wer bis zum Kinotermin nicht warten will, kann sich auf (You Tube) den Film-Trailer ansehen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz weist seit Jahren auf die zunehmende Lebensmittelvernichtung und ihre negativen Folgen hin. Sie kritisiert die „Vogel-Strauß-Politik“ der etablierten Parteien zu diesem brisanten Thema und fordert endlich ein Umdenken!

Mensch, Umwelt und Tier bezahlen die Rechnung…

Im Jahr 2010 wurden bundesweit 1000 Tonnen Antibiotika in Tiermastbetrieben verfüttert

Wie die WAZ auf ihrem Online-Medium www.derwesten.de am 20.09.2011 berichtete, wurden laut Schätzungen der Bundesregierung im Jahr 2010 bundesweit rund 1000 Tonnen Antibiotika in Tiermastbetrieben verfüttert. Das erstaunt, ist doch der Einsatz dieses Medikaments zur Leistungssteigerung seit dem Jahr 2006 EU-weit verboten. Der Einsatz als Arzneimittel ist aber weiterhin erlaubt, so das man davon ausgehen kann, dass das Verbot von den Massentierhaltern so umgangen wird.

Das Bundesernährungsministerium musste nun auf eine Anfrage der Bündnisgrünen folgende erschreckende, von ihr geschätzte Zahlen, bestätigen: Kälber werden jährlich 2,3x mit Antibiotika „behandelt„, Rinder 2,5x und Schweine gar 5,9x. Masthähnchen werden auch 2,3x auf diese Weise „keimfrei„ gehalten, sie leben in der Massentierhaltung allerdings auch lediglich im Durchschnitt 32 Tage.

Diese ganzen Antibiotika im Futter der Tiere werden natürlich über deren Fleisch an den Teil der Bevölkerung weitergegeben, der sich mit Fleischprodukten ernährt. Das ist deshalb schlecht, weil dies zu einer zunehmenden Antibiotikaresistenz der Bevölkerung führt. Im Zusammenhang mit der Suche nach dem EHEC-Erreger wurde darüber noch heiß diskutiert. Nach offiziellen Angaben sterben jährlich bis zu 7000 Menschen an dem sog. Resistenz-Keim MRSA. Die Bundesanstalt für Risikobewertung ermittelte in Studien, dass 32 Prozent der im Jahr 2010 entnommenen Putenfleisch-Proben, mit diesem MRSA-Keim versetzt waren. Im Jahr 2009 registrierte diese Behörde, dass in 52% von 290 untersuchten Schweinemastbetrieben in deren Stallstaub auch MRSA-Bestandteile gefunden wurden. Die Antibiotika einsetzenden Landwirte werden dabei auch nicht verschont. Denn 86 Prozent von ihnen waren ebenfalls mit MRSA-Keimen infiziert.

Dies alles sind alarmierende Zahlen und sollten einer Bundesregierung und insbesondere einer Bundesverbraucherministerin Aigner zu Denken geben. Geben sie aber nicht, das System Massentierhaltung, mit all seinen negativen Folgen für die Tiere, für die Umwelt und auch für den Menschen wird weiterhin für den Profit nach Kräften der schwarz-gelben Bundesregierung gefördert. Man fragt sich, was noch alles passieren muss, damit die Unionsparteien und die FDP endlich ihre Lobbypolitik aufgeben?

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert schon lange eine Abkehr von der Massentierhaltung, hin zu einer bio-veganen Landwirtschaft. Lebensmittel sind für uns Mittel zum Leben und keine Objekte kurzfristiger Gewinnerwartungen. Und wer jetzt meint, das in Deutschland gar nicht genug bio-vegane Lebensmittel hergestellt werden können, der möge bedenken, dass bei der Produktion z.B. einer Kalorie Schweinefleisch 4 Kalorien pflanzlicher Nahrung verbraucht werden müssen. Beim Rind ist das Verhältnis 1:7 und bei Hühnern gar 1:12.

Weitere Informationen hier: www.derwesten.de

Report-Mainz” Film-Beitrag berichtet zum Thema…

Wissenschaftler vom Robert Koch Institut warnen vor antibiotikaresistenten Eiterkeimen (MRSA) auf Geflügelfleisch. Wenn der Keim in den menschlichen Körper eindringt, kann es zu schweren Infektionen bis hin zum Tod kommen.

Zum Film-Beitrag: www.ardmediathek.de

Aktion: Tausche Stachelhalsband gegen Training

Den genialen Geistesblitz, Trainingsstunden gegen Starkzwangmittel, wie Stachel – und Würgehalsbänder oder Reizstromgeräte einzutauschen, hatte Sonja Meiburg, Betreiberin der Hundeschule Holledau. Mittlerweile wurde daraus eine bundes- und länderübergreifende riesige Bewegung.

Alle Informationen hier: www.tausche-stachelhalsband-gegen-training.de

Landesverband Niedersachsen in Aktion – Vegan Life in Braunschweig

Am Samstag, den 17.09.2011, fand zum ersten Mal auch in Braunschweig ein veganes Event statt, das viel Beachtung fand. Bereits im Vorfeld hatte die Presse der Stadt berichtet und so folgten ca. 700 Menschen der Einladung zu veganem Essen, Informationen, Kochshows und Musikdarbietungen. Von 11-19 Uhr wurde bei wunderbarem Spätsommerwetter informiert, diskutiert und einmal mehr der Gedanke „Tiere haben Rechte“ publik gemacht. Über Ärzte gegen Tierversuche, Sea Shepherd und Hannover-Tierrecht-aktiv bis hin zur Bürgerinitiative Wietze und Nirvana waren insgesamt 22 Stände dabei.

Organisiert wurde die erfolgreiche Aktion von Sabine Pankau, Bundesschriftführerin, zusammen mit ihrem Verein Tier-Time. Auch unsere Partei hatte einen Infostand, der von Carola Lochte und Harald Piltz aus dem Landesverband Niedersachsen betreut wurde. Es wurden viele Unterschriften für die “Kampagne gegen Schächten und Akkordschlachten” gesammelt und unser Informationsmaterial war restlos vergriffen. Ein sehr gelungener Tag, der schon am nächsten Tag in den Braunschweiger Medien ausführlich gewürdigt wurde. Eine Fortsetzung wird es in jedem Falle geben!

CSU-Politiker Gerhard Merkl gibt Bundesverdienstkreuz zurück – als Protest gegen das System Wiesenhof

Kelheims stellvertretender Landrat, Landtagsabgeordneter und Ex-Staatssekretär Dr. Gerhard Merkl gibt sein Bundesverdienstkreuz zurück. Der Grund dafür ist, dass auch der Eigentümer der in die Schlagzeilen geratenen Wiesenhof-Gruppe, Paul-Heinz Wesjohann, diesen Orden trägt. Der Tierschützer und Vegetarier Gerhard Merkl will nicht mit Wesjohann in einer Linie stehen. Für Dr. Gerhard Merkl steht fest, dass es ein Hohn sei, dass Wesjohann mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Für ihn steht darum fest: Er gibt sein Bundesverdienstkreuz zurück.

Es scheint also doch noch denkende CSU-Politiker zu geben!

+++ Mailaktion +++

Kein Bundesverdienstkreuz für Wiesenhof-Chef!

Spätestens seit der ARD-Reportage „Das System Wiesenhof“ muss sich Wesjohann, der die Geflügel-Marke Wiesenhof vertritt, von Mensch, Tier und Umwelt verantworten. Mit Tierquälerei, Billigfleisch und Billigarbeiter wird Profit gemacht. Wer die Reportage gesehen hat wird die Bilder nicht mehr vergessen können: Schreiende Puten, die vom sogenannten Fangtrupp auf brutale Weise in Käfige katapultiert, in Schlachtanhänger gepfercht, mit dem Fuß gestoßen und sogar totgetrampelt werden. Überquellende Müllcontainer mit larvenübersäten Tierkadavern direkt vor dem Betrieb. Zahlreiche Puten sterben noch vor der eigentlichen Schlachtung an den katastrophalen Haltungsbedingungen. Wiesenhof-Chef und Träger des Bundesverdienstkreuzes, Paul-Heinz Wesjohann, verteidigt diese Praktiken noch bzw. weist wieder einmal jede Verantwortung von sich. Ein derartiges Verhalten ist mit einer derart ehrhaften, staatlichen Auszeichnung nicht zu vereinbaren.

Unterstützen Sie deshalb die Mailaktion vom VEBU und fordern Sie die Aberkennung dieser Auszeichnung von Paul-Heinz Wesjohann durch den Bundespräsidenten!

Zur Mailaktion: www.vebu.de

Randnotiz anlässlich der IAA in Frankfurt (Internationale Automobilaustellung)

Israels Weg in die Unabhängigkeit von Erdöl

Die Türkei, Ägypten und Jordanien waren bis vor kurzem noch die einzigen muslimischen Staaten, in denen sich ein Israeli aufgrund von Friedensverträgen, Abkommen und amerikanischem Einfluss relativ frei bewegen konnte. Die neuen Machthaber verfolgen eine andere Politik als die alten despotischen, aber berechenbaren Garanten. In diesen Israel umschließenden Ländern mehren sich die antiisraelischen Stimmen, die einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen fordern. Dem Land Israel droht eine regionale Isolation bei dem Verlust seiner einzigen Verbündeten und zeigt Schwäche, klagt Oppositionsführerin Zipi Livni.

Doch selbst umringt von Feinden geben die Israelis nicht auf. Im Laufe ihrer Geschichte haben sie gelernt, auch in ausweglosen Situationen den Blick auf die Zukunft zu richten und das Beste daraus zu machen. Ein wichtiger Schritt ist die Unabhängigkeit von Öl.

Während man in Deutschland destruktiv über die Pleiten europäischer Staaten samt durchlöcherte Rettungsschirme diskutiert und sich damit lediglich auf Symptome konzentriert, gelingt den Israelis mit der Umsetzung einer neuen Energiepolitik Ursachen für viele Konflikte zu beseitigen.

Das Unternehmen Better Place will eine flächendeckende Infrastruktur mit Batteriewechselstationen für den Massenbetrieb von Elektroautos in Israel aufbauen. Vorgesehen ist ein Leasingpaket, das ein Elektroauto eines beliebigen Herstellers, eine Batterie und die Wiederaufladung beinhaltet. Derzeit wird das Elektroauto Fluence ZE von Renault mit einer Reichweite von ungefähr 160 km angeboten.

Gegründet hat die Fima der SAP-Veteran und Chuzpe Shai Agassi, der damit die Energieprobleme seines Heimatlandes zu beseitigen hofft.

Die Elektroautos sollen aus umweltfreundlich erzeugtem Strom aus Windkraftanlagen und Solarkraftwerken angetrieben werden.