Erfreulich: Nerzfarm in Schleswig-Holstein muss nach Gerichtsurteil dieses Jahr schließen

Die knapp 30 Nerzfarmen halten sich nicht an die seit Ende 2011 geltenden Vorgaben

Gemäß der Tierschutz-Verordnung ist seit dem 12.12.2011 für jedes ausgewachsene Tier sowie für jedes Jungtier nach dem Absetzen 1 Quadratmeter Grundfläche vorgeschrieben. Die Gesamtkäfiggröße – es sitzen mehrere Tiere zusammen – muss mindestens 3 Quadratmeter aufweisen. Für die Umstellung hatten die Betreiber der Pelzfarmen fünf Jahre Zeit.

Insgesamt gibt es in Deutschland neben einer Fuchsfarm und einer unbekannten Zahl von Chincilla-Farmen noch etwa knapp 30 Nerzfarmen (lt. www.tierrechte.de), die die neuen Mindestanforderungen alle deutlich unterschreiten und somit illegal sind.

Da die Landesregierungen sowie die Veterinärämter offenbar weitgehend untätig sind, machen hier derzeit Tierschützer insbesondere vom Deutschen Tierschutzbüro bzw. dem Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. per Anzeigen Druck.

Nach einer Farm in Zirtow in Mecklenburg-Vorpommern muss nun die letzte Farm in Schleswig-Holstein in Schlesen (Plön) nach einem gestern erfolgten Urteil des Verwaltungsgerichtes Schleswig innerhalb von fünf Monaten schließen (http://www.tierschutzbuero.de/erfolg-nerzfarm-soerensen-muss-schliesen/).

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz strebt ein generelles Verbot der Pelztierhaltung wie in Großbritanien oder Österreich an. Den Tieren ist allerdings auch schon geholfen, wenn die bestehenden Farmen aufgrund der geltenden Mindestforderungen schließen müssen, weil sie – wie in der Schweiz – unrentabel werden.

Wir fordern selbstverständlich alle Landesregierungen auf, ihre Untätigkeit aufzugeben und die verbliebenen Farmen aufgrund des dreisten Nicht-Einhaltens der gesetzlichen Mindestanforderungen schließen zu lassen.

01. bis 02.09.2012 „Veggie World“ in Düsseldorf – Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird vor Ort sein

VeggieworldSep2012Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit. Vom 01. bis 02. September 2012 wird die „Veggie World“ in Düsseldorf ihre Pforten öffnen; auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird wieder auf dieser Messe vertreten sein.

Stefan Bernhard Eck, Horst Wester, Sabine Pankau und Günter Schuchart aus dem Bundesvorstand sowie Silvia Kerber von der Bundesgeschäftsstelle werden unsere Partei am blauen Infostand repräsentieren, um die Besucher mit unserem politischen Programm vertraut zu machen und mit Informationsmaterial zu versorgen.

Kommen auch Sie zur Messe für nachhaltiges Genießen und informieren Sie sich über aktuelle Neuigkeiten zur vegetarischen Lebensweise. Auf dieser Publikumsmesse werden folgende Produkte / Dienstleistungen angeboten: biologische Fair-Trade-Produkte, Rohkost-Gourmet, spektakuläre Kochshows, Kosmetik ohne Tierversuche, gratis Verköstigungen, interessante Vorträge. Die Tageskarte kostet 5,00 Euro, täglich von 10:00 – 18:00 Uhr, CCD.Congress Center Düsseldorf.

Laut Organisator verspricht die „Veggie World“ spannende Unterhaltung. (Hier ausführlich informieren)

Sonderparteitag am 25.08.2012

Ein wichtiger Meilenstein

Die Beratung und Beschlussfassung über die Entwürfe einer Bundessatzung und von satzungsrelevanten Ordnungen sind nicht jedermanns Sache und teilweise recht kompliziert und in jedem Falle sehr zeitintensiv. Umso erfreulicher war es, dass trotzdem knapp über 50 Mitglieder nach Frankfurt angereist waren, um sich mit dieser trockenen Materie auseinanderzusetzen.

Dank der effizienten Versammlungsleitung durch Horst Wester und Harald Hoos verlief der Sonderparteitag ausgesprochen harmonisch und konstruktiv, und durch die konzentrierte Mitarbeit der anwesenden Parteimitglieder gelang es in der knappen Zeit, die Bundessatzung und alle anderen satzungsrelevanten Ordnungen zu verabschieden. Nicht wenige Paragrafen des umfangreichen Regelwerks wurden einstimmig oder mit einer überwältigenden Mehrheit angenommen. Es gab zu den einzelnen Beschlusspunkten durchweg nur wenige Enthaltungen oder Neinstimmen; meistens stimmten nicht viel mehr als 10 Prozent der Anwesenden gegen einen Paragrafen oder enthielten sich der Stimme.

Natürlich gab es auch kontroverse Diskussionen, z.B. über den Paragraf bezüglich Delegiertenparteitage. In einer ausführlichen Diskussion konnten aber die überwiegenden Vorteile von Parteitagen in dieser Form den Anwesenden vermittelt werden. Nachdem auch klar wurde, dass alle Parteimitglieder zu Delegiertenparteitagen eingeladen werden, sie Rederecht haben und somit Einfluss auf Entscheidungen nehmen können, wurde auch dieser zuvor strittige Paragraf mit großer Mehrheit angenommen – zumal vielen Skeptikern/innen im Vorfeld nicht ganz bewusst war, dass es sich hierbei um einen „Kann-Paragrafen“ handelt und letztendlich die Landesvorstände und der Bundesvorstand gemeinsam jeweils die Entscheidung treffen, in welcher Form ein Bundesparteitag abgehalten wird.

Ein Grund für die unproblematische Verabschiedung der Entwürfe der Satzung und satzungsrelevanten Ordnungen dürfte sein, dass über alle Punkte sehr dezidiert schon mit den Landesverbänden auf dem zweitätigen Sondertreffen im Februar dieses Jahres verhandelt wurde und dort über die meisten strittigen Punkte ein Konsens erzielt wurde.

Nach fast 20 Jahren hat nun unsere Partei ein umfangreiches Regelwerk, das zu mehr Transparenz und Basisdemokratie führen wird und darüber hinaus dazu beiträgt, dass unsere Partei-Arbeit professioneller wird.

Erfreulich war auch, dass trotz der Vielzahl von Einzelbeschlüssen auf diesem Sonderparteitag noch genügend Zeit für einen persönlichen gedanklichen Austausch der anwesenden Parteimitglieder vorhanden war.

Wie immer war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Der Cateringservice des Restaurants „Xappas“ aus Fulda begeisterte die Parteimitglieder mit veganem Schnitzel, hausgemachtem Bio-Kartoffelsalat und zwei weiteren leckeren Salatvariationen (Obst- und Blattsalate) zu einem regelrechten „Vorzugspreis“; in der Kaffeepause wurden die Parteimitglieder dann noch mit veganen Torten und Kuchen verwöhnt.

Gegen 18:00 Uhr konnte der Bundesvorsitzende das offizielle Ende des Sonderparteitages verkünden und viele Parteimitglieder nutzen die Zeit, um sich näher kennenzulernen. Rückblickend war dieser Sonderparteitag am 25. August 2012 wohl einer der harmonischsten und produktivsten Parteitage seit Jahren.

Nun gilt es, die gefassten Beschlüsse, die sich aus der Verabschiedung der Satzung und der satzungsrelevanten Ordnungen ergeben, nach und nach umzusetzen. Aber auch dies wird gelingen, auch wenn die verschiedenen Neuerungen erst noch etwas gewöhnungsbedürftig sind.

E10 lässt Getreidepreise explodieren

Ernteausfälle weltweit – vor allem im mittleren Westen der USA – ließen die Preise für Mais, Weizen, Soja und sonstige Getreidearten explodieren. Der Anbau von nachwachsenden Energieträgern für Biosprit gerät mehr und mehr in die Kritik. Umweltorganisationen sprechen sich gegen einen Weiterverkauf von E10 aus und auch Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hinterfragt nun die Einführung von E10.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hatte bereits im Jahr 2011 zum Boykott von E10 aufgerufen und auf die fatalen Folgen hingewiesen. Damals waren wir die Rufer in der politischen Wüste, denn alle anderen Parteien setzten auf E10. Hier nochmals die Fakten, die wir schon damals nannten:

– E10 führt zu Motorschäden bei Millionen von Fahrzeugen.
– E10 zerstört durch riesige Monokulturen den Regenwald.
– E10 beschleunigt das Artensterben.
– E10 verschlingt riesige Ackerflächen; für Europa allein wird eine doppelt so große Fläche wie Belgien benötigt.
– E10 lässt die Zahl der Hungernden in der Welt weiter ansteigen, da Nahrungsmittel-Pflanzen für die Produktion verwendet werden.
– E10 verteuert weltweit die Preise für viele Grundnahrungsmittel und treibt die Inflation an.
– E10 ist nachweislich unwirtschaftlicher und umweltschädlicher als herkömmlicher Treibstoff.

Gentechnik im Fleisch

Tiermäster verfüttern mehr Gensoja

Wer Steak aus konventioneller Erzeugung grillt, muss davon ausgehen, dass das Tier mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert wurde. Das Fleisch der Tiere, die damit gefüttert wurden, muss nicht entsprechend gekennzeichnet werden. Dies gilt auch für Milchprodukte und Eier aus konventioneller Tierhaltung. Nur in der ökologischen Tierhaltung dürfen keine genmanipulierte Pflanzen verfüttert werden. (Hier Artikel lesen)

Buchvorstellung – Andreas Grabolle: Kein Fleisch macht glücklich

Tiere essen – oder lieber nicht?

Wie essen wir richtig? Die enorme Medienpräsenz, zahlreiche Filme und viel beachtete Bücher machen deutlich: Das Thema Fleischverzehr bzw. Fleischverzicht ist in aller Munde. Doch was ist nun eigentlich dran an all den Argumenten? Müssen und können wir Tiere tatsächlich von unserer Speisekarte streichen?

Andreas Grabolle räumt auf mit all den Vorurteilen und Halbwahrheiten und sucht nach Antworten auf die Frage, was wir noch mit bestem Wissen und Gewissen essen können. Denn was wir essen, ist keineswegs gleichgültig.

Tödliche Tierquälerei “Nur a Viech”: Herrchen ließ Bello fast verhungern

Mischling Bello wird so schwer misshandelt, dass jede Hilfe zu spät kommt. Der Hund ist schlimm abgemagert. Tierschützer haben am Sonntag eine Mahnwache gehalten.

München/Erding – Schweigend stehen die Tierschützer am Sonntagmorgen vor der Kirche von Oberneuching im Kreis Erding. Viele haben ihre Hunde mitgebracht – und Plakate: „Warum hat mir niemand geholfen?“ Auf etlichen ist das Bild eines abgemagerten Mischlings mit krummem Rückgrat zu sehen: Bello, der von seinem Besitzer so schwer misshandelt wurde, dass die Veterinäre der Münchner Uniklinik ihn einschläfern mussten. Bello, dessen Schicksal die Menschen in und um München nicht mehr los lässt. (Hier weiter lesen)

Tiere im Tollhaus

»Es ist nicht das zu tun, was mir ein Anwalt sagt, dass ich es darf, sondern, was mir Menschlichkeit, Vernunft und Gerechtigkeit gebieten.« Edmund Burke (1729-1797) schrieb dies in seinen »Philosophischen Untersuchungen über den Ursprung unserer Ideen vom Erhabenen und Schönen«. Der irische Politiker und Philosoph gilt als geistiger Vater des Konservatismus. Doch sein zitiertes Diktum ist von nachgerade revolutionärer Brisanz. Beispielsweise mit Blick auf den Umgang mit Tieren, Tierschutz und Tierrechten in Europa.(Hier weiter lesen)

Unser täglich Gift – Wenn Essen krank macht

Themenabend bei ARTE

„In ihrem neuesten Werk untersucht die Erfolgsregisseurin des Films „Monsanto – mit Gift und Genen“, Marie-Monique Robin, was uns die Lebensmittelindustrie tagtäglich auftischt.

Die Fakten: Jährlich werden 140 000 Tonnen Pestizide in Europa versprüht, allein davon 80 000 Tonnen in Frankreich, den größten Pestizidanwender in Europa. Die Menge der weltweit produzierten chemischen Substanzen ist seit dem zweiten Weltkrieg von einer Million Tonnen jährlich auf rund 400 Millionen Tonnen angestiegen. Ein Europäer verbraucht 92 kg Kunststoff im Jahr; 40 Prozent davon in Lebensmittelverpackungen.

Die Folgen: Laut WHO sterben jährlich weltweit 200 000 Menschen an den Vergiftungen durch Pestizide. Die Zahl der Krebserkrankungen hat sich in den hochentwickelten Ländern in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt; in Frankreich sterben heute jeder dritte Mann und jede vierte Frau an Krebs. In Deutschland geht jeder vierte Todesfall auf eine Krebserkrankung zurück; Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer haben dramatisch zugenommen.

Die Fakten und Folgen, dieser Zusammenhang wird von Industrie und Behörden beharrlich geleugnet. Marie-Monique Robin zeigt in der Sendung, dass es den Zusammenhang zweifelsfrei gibt.” (Hier vollständige Sendung auf Youtube ansehen)