EU macht aus ihrem Klimapaket ein Geschenk an die Industrie

Es ist kaum zu glauben, die Auswirkungen des Klimawandels werden immer deutlicher und dennoch macht die EU aus ihrem Klimapaket lieber ein Geschenk an die Industrie als an Mensch und Natur und verspielt damit ihre Führungsrolle im Kampf für mehr Klimaschutz.

Der neue Klimaatlas der Tagfalter zeigt allein die erschreckenden Auswirkungen für die Welt der Schmetterlinge. Zahlreiche Ehrenamtliche des NABU haben Daten gesammelt und dazu beigetragen, dass die Zukunftsszenarien entwickelt werden konnten. Der Atlas zeigt, dass zukünftig wahrscheinlich jede zweite Schmetterlingsart mehr als zwei Drittel ihres Lebensraumes einbüßen wird. Dem Kleinen Fuchs droht der Verlust von über 90 Prozent seiner Heimat.

Unser Kommentar: Die EU geht am Gängelband der Industrie – die Natur geht den Bach runter! Typisch Politiker!

Warum ein “Jahr des Gorillas”?

Das Jahr 2009 riefen die Vereinten Nationen, genauer gesagt die UN-Konvention zum Schutz wandernder Arten (“Bonner Konvention”, engl. CMS), zum Jahr des Gorillas aus.

Beide Arten, der Westliche und der Östliche Gorilla, sind äußerst bedroht. Wilderei, die Zerstörung des Regenwaldes und der Ebola-Virus machen ihnen den Garaus.

Pro Wildlife setzt sich seit 1999 für den Schutz der Menschenaffen und ihres Lebensraums ein. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen dabei neben der Rettung einzelner Tiere auch der Kampf gegen Wilderei und der Erhalt der Regenwälder.

Das Jahr des Gorillas bietet die Chance, auf die dramatische Situation dieser faszinierenden Tiere hinzuweisen. Deshalb unterstützt Pro Wildlife das Jahr des Gorillas.

Unser Kommentar: Um das Klima zu retten sollte die UNO ein “Jahr der Rinder” ausrufen! Das passende Plakat kann sie von uns beziehen…

Aktivitäten der Landesverbände Sachsen-Anhalt und Thüringen, 2008

Landesverband Sachsen-Anhalt

Am 12.10. fand in Magdeburg unser Parteitag statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Josef Fassl, blickte Versammlungsleiter Peter Barczik auf die Entwicklung des Landesverbandes seit dem letzten Parteitag zurück. Er berichtete von der Demo in Gerbisbach und unserer Unterstützung der Bürgerinitiative Mahlwinkel/Cobbel gegen Schweinemastanlagen sowie vom Protest gegen die Tötung der drei gesunden Tigerbabys im Magdeburger Zoo. Darüber hinaus ging er auf die Fragestunde im Magdeburger Stadtrat ein, die vor allem Lothar Tietge regelmäßig nutzte, um Tierschutz-Probleme auf den Tisch zu bringen. Ferner erwähnte er die Teilnahme von Josef Weidenhaupt und Detlef Förster am Internationalen Gerichtshof für Tierrechte in Genf. Günther Schuchardt vertrat den LV beim Welt-Vegetarier-Kongress. Wir brachten uns bei der Debatte im Landtag zum geplanten Kampfhundegesetz ein und versuchten, beim Streit um das Schönebecker Tierheim zu vermitteln.

Erfreulich entwickelten sich sowohl unsere Mitgliederzahl als auch die wachsenden Zugriffszahlen auf unserer Webseite, die mittlerweile von BürgerInnen für Fragen und auch von Medien zur Kontaktaufnahme genutzt wird.

Im Anschluss erläuterte Josef Fassl die kommenden Aufgaben. Er selbst habe sich in jüngster Zeit vermehrt mit dem Thema “Zoo” auseinandergesetzt, auch in Vorbereitung einer einstündigen TV-Gesprächsrunde, zu der er und der Zoodirektor eingeladen waren. Nach Rücksprache mit dem Bundesvorsitzenden plant er, im nächsten Jahr ein Positionspapier zum Thema “Zoo” auszuarbeiten.

Neben der EU-Wahl wird eine unserer wichtigsten Aufgaben das gute Abschneiden unserer Partei bei der Kommunalwahl in Magdeburg sein. Am 07.06.09 sollen in allen zehn Wahlbereichen KandidatInnen unserer Partei antreten und zumindest den 2004 erreichten und 2006 verlorenen Sitz im Stadtrat wieder besetzen.

Am 30.11. werden wir die KandidatInnen aufstellen und unser Wahlprogramm beschließen. Wir haben also viel vor uns.

Landesverband Thüringen

Es würde wieder den Rahmen sprengen, die gesamte Korrespondenz, die Pressemeldungen und karitativen Aktivitäten der letzten Monate aufzuführen. Einige Beispiele: An diverse Bundesministerien wurden Protestschreiben wegen freiverkäuflicher Gifte zur “Schädlingsbekämpfung” geschrieben, ebenso wegen der geplanten Kormoran- und Fischereiverordnung und der Gesetzesverstöße von Staatsanwaltschaften und Gerichten in diesem Zusammenhang. Pressemeldungen zum Problem Jagd und zum Welttierschutztag.

Eingabe an das Thüringer Landesverwaltungsamt zum Brandschutzgutachten bez. den Bau der Schweinezuchtanlage Alkersleben mit 22.500 Schweinen. Teilnahme an mehreren Gesprächsrunden mit der BI in Dornheim und Arnstadt sowie an der Anhörungssitzung der Thüringer Landesregierung. Die Versuche, die artwidrige Bärenhaltungen in Klötze (Sachsen-Anhalt) sowie in Berlin zu verbessern bzw. die betroffenen Tiere in Bärenparks unterzubringen, scheiterten an der Sturheit der Behörden.

Wir nahmen an der Demo gegen überhöhte Kommunalabgaben vor dem Landtag in Erfurt am 11.09. teil und an der Anti-Jagd-Demo in Hannover am 11.10., bei der wir von der dortigen Polizei in einer Weise behandelt wurden, wie man sie eher Terroristen zuteil werden lässt. Wir legten dagegen schriftlich schärfsten Protest bei den Behörden ein.

Aktivitäten der Landesverbände Hessen und Sachsen, 2008

Landesverband Hessen

 

Auch in diesem Jahr fand auf dem Gelände des Rebstockparks in Frankfurt das Deutsch-Afrikanisch-Karibische Kulturfest statt.
Auch der LV Hessen war mit einem großen, ansprechend ausgestatteten Stand vertreten. Bei gutem Wetter herrschte an 2 Tagen auf Hessens größtem Kulturfestival dieser Art reges Treiben. Es machte Spaß, einmal in so ungewohnter Atmosphäre unsere Partei in Wort, Schrift und Bild vorzustellen. Auch durch unsere Präsenz beim Ball der Polizei konnte der Bekanntheitsgrad der Partei erhöht werden.

Wie in jedem Jahr besuchte der LV Hessen etliche Tierheimfeste, was unserer Partei insgesamt zugute kommt. Mitglieder und Besucher dieser Feste sind in der Regel immer bereit, ihre Unterschriften zu leisten – eine Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen wollten. In Lorsch wurde am 14.09. ein Mensch- und Tiergottesdienst abgehalten. Die Pastorin betonte in ihrer Predigt die untrennbare Einheit von Tier, Mensch und Natur. Sie forderte mehr Respekt vor der “Schöpfung”, in der alle Lebewesen gleichberechtigt sein sollten. Neben regionalen Tierschutzorganisationen waren wir auch mit einem Info-Stand vertreten.

Welttierschutztag: Es gibt kaum einen besseren Anlass, um für unsere Partei zu werben. Darum wurde am 4.10. in der Frankfurter Innenstadt mit einem auffällig platzierten Info-Stand auf die Partei aufmerksam gemacht. Bei der Vielzahl der Passanten auf der “Shoppingmeile” konnten durch intensive Gespräche gute Ergebnisse erzielt werden.

Kleiner Hinweis: Eine größere Mithilfe bei unseren Aktionen wäre uns sehr willkommen! Leider mangelt es häufig an tatkräftiger Unterstützung durch die Mitglieder; nur wenige sind wirklich aktiv, besonders denen aber gilt unser Dank für ihren Einsatz.

Unsere edlen Mitbewohner

Mitglieder des LV Hessen nahmen anlässlich der Frankfurter Buchmesse an einer Veranstaltung im Rahmen des Forums “Wissenschaft” teil. Der Titel: “Tiere – unsere edlen Mitbewohner” (Untertitel: “Jedes Geschöpf, dem man begegnet, hat ein Herz und Gefühle und verdient Respekt”). Eine Organisation aus Taipeh (Taiwan/China) mit dem Namen “Love Ocean International Company Ltd.” berichtete in einer groß angelegten Aktion über die Veröffentlichung eines Bestsellers ihrer spirituellen Botschafterin Ching Hai – Titel: “Die Vögel in meinem Leben”.

Die Einladung erweckte Neugier und große Erwartungen: Die Veranstaltung, so hieß es, werde über 14 Satelliten (in 60 verschiedenen Sprachen) weltweit live ausgestrahlt. Über einen hauseigenen Fernsehkanal werden rund um die Uhr die Botschaften von Ching Hai in alle Welt gesendet.

An der sehr gut besuchten Veranstaltung nahmen bekannte Personen aus der Tierschutz-/Tierrechtsszene teil, darunter Jasmijn de Boo, Gründerin und Vorsitzende der englischen Tierschutzpartei (vorher Mitglied der holländischen “Partij voor de Dieren”), Hilmar Steppat, Chefredakteur des Vebu-Magazins “Natürlich Vegetarisch”, Julie Lesciaux, franz. Journalistin beim “Végétariens Magazine”, Dr. Anke Domberg, eine ganzheitlich arbeitende Tierärztin und Michaela Stark, die in ihrer Tierheilpraxis mit Bachblüten und Edelsteinen arbeitet, u.a. Unser LV war mit 8 Mitgliedern gut vertreten.

Erstaunlich war das technische Equipment der Veranstalter, das aber leider nicht so funktionierte, wie man erhofft hatte. Schließlich gelang es, Frau Ching Hai zuzuschalten und die Anwesenden konnten ihr Fragen stellen. Jürgen Gerlach stellte die Frage nach ihrer Meinung bez. Tierrechte, die in unserem Sinne beantwortet wurde. Der Mensch, so fügte sie hinzu, solle den Tieren im Auftrag Gottes mit Liebe begegnen.

Frau Ching Hai wurde im Jahr 1993 mit dem “Weltfriedenspreis ausgezeichnet und befindet sich damit in illustrer Gesellschaft von Charlie Chaplin und dem russischen Komponisten Dimitrij Schostakowitsch. Weitere Preise folgten, so 1994 der “World Spiritual Leadership Award” und der philippinische “Gusi-Friedenspreis”. Sie vertritt die Auffassung, dass eine intensive Kommunikation zwischen Tier und Mensch möglich und anzustreben sei. Mit Nachdruck verbreitet sie auch den Gedanken, dass zur Rettung des Klimas die vegetarisch/vegane Lebensweise entscheidend ist.

Am Rande der diesjährigen Buchmesse war eine derbe, man könnte fast sagen taktlose Kuriosität anzutreffen: Hatten doch die Professoren Gummert-Hauser, Beck und Stücke von der Hochschule Niederrhein nach einer Idee von Katharina Nitz aus dem Fachbereich Design Krefeld, etwas Werbeträchtiges auf die Beine gestellt. Eine Wurst- und Fleischtheke mit Details. Und das fand, wie hätte es auch anders sein können, einen regen Zuspruch bei durchweg positivem Anklang. “Man sagt zu einem antiquarischen Buch doch auch alter Schinken”, entschuldigt Christiane Sassen auf Nachfrage von uns die Absicht zur Ausstaffierung ihres Verkaufsstandes. Doch wir sind der Meinung, das gehört wieder einmal in die Tonne mit der Aufschrift “geschmacklos”.

Landesverband Sachsen

Der Landesverband Sachsen wählte auf seinem Landesparteitag am 25.10. die KandidatInnen für die Landtagswahl 2009. Um an der Wahl teilnehmen zu können, benötigen wir 1000 Unterstützungsunterschriften.

Aktivitäten der Landesverbände BaWü, Bayern, Berlin, Niedersachsen u. NRW 2008

Landesverband Baden-Württemberg

 

Am 4.10. Info-Stand in Mannheim, am 8.11. Info-Stand in Stuttgart anlässlich der “Pelzfrei-Demo”. Bei beiden Aktionen wurde eine größere Anzahl von Unterstützungsunterschriften gesammelt. Ein Großteil der Arbeit bestand auch darin, unsere Mitglieder per Telefon immer wieder zu motivieren, sich beim Sammeln der Unterschriften zu beteiligen.

Landesverband Bayern

Am 4.10. fand in München unser Landesparteitag statt. Wichtigster Punkt war die Wahl der KandidatInnen für die Bundestagswahl 2009. Gewählt wurden alle aufgestellten KandidatInnen in dieser Reihenfolge: Christine Engelschall, Claudia Wirth-Schusser, Monika Schüllenbach-Schöne, Margit-Szu Volosinovszky und Edda Huber. Im Bericht über die Aktivitäten unseres LV wurden besonders die Teilnahme am Welt-Vegetarier-Kongress und die Zusammenarbeit mit der ödp bei den Kommunalwahlen im Frühjahr d. J. hervorgehoben.

Landesverband Berlin

Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stand auch das Sammeln von Unterstützungsunterschriften für die Wahlen. Mit derzeit etwa 1200 Unterschriften für die EU-Wahl und etwa 900 Unterschriften für die Bundestagswahl (Stand 1. 11.08) haben wir einen guten Start hingelegt. Da die Abgabefrist bez. der EU-Wahl im März ausläuft, dürfen wir nicht lockerlassen!

Wir unterstützten den internationalen “Japan Dolphin Day” am 3.9. vor der Japanischen Botschaft. Ferner beteiligten wir uns mit einem Info-Stand beim veganen Sommerfest am 7.9. und bei der “Bello-Parade” am 4.10. für mehr Akzeptanz von Hunden und ihren Haltern, für die Abschaffung der Rasseliste und für mehr Hunde-Auslaufgebiete. Unsere “herbstlichen Aktivitäten” schlossen wir mit einem Info-Stand vor der Heimtier-Messe am 1. und 2. 11. 2008 ab.

Landesverband Niedersachsen

 

Anlässlich eines Eltern-Kinderfestes am 5.10. sammelten wir Unterschriften für beide Wahlen. Was das Wetter betraf, bekamen wir einen Vorgeschmack darauf, was uns allen der Klima”wandel” noch bescheren wird: Der Sturm mit zeitweise Hurrikan-ähnlichen Ausmaßen hatte zur Folge, dass wir nach dem Dauerstress froh waren über rund 60 Unterschriften. Ich fragte mich, wann der Gesetzgeber die “knallharte” Forderung – für sämtliche Wahlen Tausende Unterschriften zu sammeln – den veränderten Bedingungen anpasst, unter denen wir diese Fronarbeit leisten müssen: katastrophale Wetterbedingungen; dank Telekom &: Co. eine zunehmende Ablehnung, persönliche Daten preiszugeben; Verweigerung, sich politisch zu engagieren dank flächendeckender Politikverdrossenheit. Am 11.10. unterstützten 8 Mitglieder des LV die Demonstration der “Initiative zur Abschaffung der Jagd” in Hannover. Als günstig erwies sich, dass wir etliche großformatige Transparente mitgenommen hatten, so dass die Passanten auf uns aufmerksam wurden.

“Parteispende” einmal anders: Als Jagdgegner ärgerten sich die Gebr. Pröhl mehrmals darüber, dass Jäger die hiesigen Schulen und Waldkindergärten besuchen und mit Anschauungsmaterial (ausgestopfte Füchse, Marder usw.) versuchen, Kinder für Natur, Wildtiere und Jagd zu begeistern. Bei diesen Aktionen wurde jeweils eine Spende des örtlichen Hegeringes übergeben. Mit Zustimmung des Parteivorstandes übergaben wir im Namen unserer Partei eine Spende in Höhe von 200 Euro an den WaKiGa Wietzendorf . Unter dem Beifall von Betreuerinnen und Eltern äußerte W. Pröhl den Wunsch, dass diese Kinder in Frieden mit Natur und Wildtieren aufwachsen.

An der Sendung “diskuTier” am 10.09 nahm auch Jagdgegner und Parteimitglied W. Pröhl teil. Weitere Gäste: Jessica Wahl, von “No Angels”, Karl-Heinz Funke, Ex-Agrarminister, sowie Dr. Edmund Haferbeck von PETA. Funke hatte sich als passionierter Jäger einer Reihe unbequemer Fragen bez. der heutigen Hobbyjagd zu stellen. Seine Schönrederei demaskierte ihn als typischen Politiker. Wir waren uns nach der Sendung einig, dass man das brisante Thema Jagd nicht in einer Stunde ausdiskutieren kann.

Am 27.09. fand das Wietzendorfer Honigfest statt, und zwar direkt vor unserer Haustür. Was lag näher, als die Gelegenheit zu nutzen, und die Besucher an einem Info-Stand auf unsere Partei aufmerksam zu machen und gleichzeitig Unterschriften für die beiden Wahlen zu sammeln. Etliche der rund 9000 Besucher blieben am Stand stehen, gaben uns ihre Unterschrift und versorgten sich mit Info-Material zur Partei. 1. Vorsitzende des “WaKiGa” Wietzendorf, Sonja Israel, nimmt einen Holzteller mit Gravur und den Scheck über 200 € entgegen.

LV Nordrhein-Westfalen

 

Die Aktivitäten des LV während der letzten Monate waren durch das Sammeln von Unterschriften für die Wahlen geprägt. Monika Thau und Michael Siethoff besuchten mit ihren Info-Ständen am 10.08. die vegane Sommerparty der TVG Aachen in Herzogenrath. Am 24.08 sammelten Waltraud Wählisch und ich Unterschriften auf dem Umweltmarkt in Brüggen. Am 6.9. nahmen wir am Veggie-Street-Day in Dortmund teil. Am Welttierschutztag hatte Gertrud Szelmat in Essen einen Info-Stand; die Mitglieder Dr. Ingeborg Gräßer, Michael Siethoff und Albert Hille halfen tatkräftig mit. Immer wieder stellen wir fest, dass die meisten Menschen gar nichts über die Zusammenhänge von Welthunger, Klimawandel und Fleischkonsum wissen. Aufklärungsarbeit tut not – packen wir’s an.

Bundeswehr führt Tierversuche durch

Wie am 11. Dezember durch eine Meldung der BILD-Zeitung bekannt wurde, führt auch die Bundeswehr Tierversuche durch.

Um die Auswirkungen von biologischen und chemischen Waffen zu erforschen, seien seit 2004 mehr als 3.000 Affen, Ratten, Kaninchen, Meerscheinchen und Schweine im Namen der Forschung gestorben. Zu den Tests zählen offensichtlich auch Experimente mit Erregern von Milzbrand, Ebola und dem Kongo-Fieber. “Auch dem Verteidigungsministerium muss bewusst sein, dass Ergebnisse aus Tierversuche keinesfalls eins zu eins auf den Menschen übertragbar sein müssen. Außerdem ist dem Ministerium bestimmt nicht verborgen geblieben, dass es bereits genug Alternativen zu den grausamen Tierversuchen gibt.”, äußert sich Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. empört über diese Nachricht.

Unser Kommentar: Für “Mordwerkzeuge” sterben unschuldige Tiere – skandalös und ekelerregend!

Schächtgemetzel zum diesjährigen Kurban Bayrami Opferfest im Lahn-Dill-Kreis verhindert!

Einem türkischen Metzger aus Aßlar, der vor Jahren schon wegen Begehr des betäubungslosen Schächtens vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe prozessierte, wurde zum diesjährigen Islamischen Opferfest untersagt (weitere) Tiere auf diese Art zu schlachten.

Mit 100 Rindern und über 2000 Schafen hatte Rüstem Altinküpe nach Angaben des Lahn-Dill-Kreises bis November 2008 schon mehr Tiere geschächtet als beantragt.

Altinküpe, u.a. Vorstandsmitglied der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen, wollte sich diesem Bescheid nicht beugen, scheiterte jedoch vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof, wie auch mit seinem Versuch per Eilantrag beim Verwaltungsgericht in Giessen am 5. Dezember 2008 doch noch eine Schächt-Ausnahmegenehmigung für weitere 470 Schafe und 45 Rinder zum Islamischen Opferfestbeginn am 8. Dezember zu erstreiten.

Auch sein erneuter Gang nach Karlsruhe war glücklicherweise erfolglos. Das Bundesverfassungsgericht lehnte den Erlass einer einstweiligen Anordnung aus formalen Gründen mit Beschluss vom 8. Dezember 2008 ab, so dass das große lukrative Kurban Bayrami-Schächtgemetzel im Schlachtbetrieb Altinküpe diesmal glücklicherweise nicht statt fand.

Damit ist das Verfahren zumindest in dieser Sache abgeschlossen – so Verwaltungsdirektor Reinhard Strack-Schmalor, der sich zusammen mit Landrat Wolfgang Schuster hier seit Jahren vehement im Sinne des Tierschutzes einsetzt.

Doch solches Engagement findet man nicht immer.

Erinnert sei an Jork, Landkreis Stade. Ohne Ausnahmegenehmigung wurde dort von einem türkischen Schlachter geschächtet. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Nicht nur gegen den Inhaber, sondern auch gegen die Amtstierärztin des Kreises, Sybille Witthöft. Seit Jahren soll sie von dem illegalen Schächtgemetzel gewusst, aber nichts unternommen haben. Ein Zeuge: Wie am Fließband seien unbetäubte Schafe getötet worden. Die Betäubungszange, die jeder Schlachtbetrieb haben muss, habe wie ein Deko-Stück an der Wand gehangen. Etliche Frauen, Kinder und Männer seien zugegen gewesen. “Es war grauenhaft.”

Die Tierschutzproblematik “Schächten” wird allein von den Ländern, Kreisen und Veterinären geschultert. Und dabei werden sie von den Politikern schmählich im Stich gelassen. Unsere Volksvertreter thronen im warmen Berliner Elfenbeinturm und haben den „Schwarzen Peter“ betreff Entscheidungsfindung der Erstellung von Ausnahmegenehmigungen nach § 4a Abs.2 Nr.2 TierSchG zum betäubungslosen Schächten geschickt den unteren, total überlasteten Ordnungsbehörden in die Hände gedrückt.

Bereits seit dem Sommer 2007 brüten unsere Volksvertreter mit vorgeschobenen “verfassungsrechtlichen Bedenken” über einem Gesetzesentwurf, der geringfügige Verbesserungen für die Schächttiere bringen könnte. Und so steht und fällt zur Zeit allein mit den Behördenvertretern vor Ort die Entscheidung, ob den Schlachttieren ein Minimalschutz zugestanden wird, oder nicht.

Es besteht zwingend politischer Handlungsbedarf. An die Bundespolitiker aller Parteien ergeht in diesem Zusammenhang erneut die eindringliche Forderung, den bereits im Sommer 2007 vom Bundesrat eingebrachten Gesetzesänderungantrag (BT-Drucksache 16/6233) zum so genannten “Schächt-Paragraphen” 4a Abs.2 Nr.2 TierSchG, nicht länger auszusitzen – sondern endlich umzusetzen.

Dies auch im Sinne ernsthaften Integrationsbemühens. Denn anachronistisches betäubungsloses Schächten leistet öffentlicher Verrohung Vorschub, fördert die Etablierung einer abgeschotteten Parallelgesellschaft, desavouiert hier ernsthaft um Integration bemühte Gläubige und Bürger, ist religionswissenschaftlich nicht begründbar und weder mit dem Begriff “Religion” noch mit der hier geltenden Verfassungsethik vereinbar.

Betäubungsloses Schächt-Schlachten von warmblütigen Tieren ist zweifellos als vorsätzliche Tierquälerei einzustufen – sonst wäre diese Tötungsart laut regulärem Tierschutzgesetz nicht explizit verboten. Weltweit gilt “When you are in Rome, you have to do as Romans do”. Gilt das nicht in Deutschland? Oder sind hier manche gleicher als andere gleiche? Ist jemand schon benachteiligt, wenn er nicht per “Ausnahmegenehmigung” bevorteilt wird?

Unser Kommentar: Für religiöse Riten sollte kein Tier leiden. Wir sagen NEIN zum Schächten!

Dioxin in irischem Schweinefleisch

Die Chronik der Fleischskandale der letzten dreißig Jahre wird mit der gegenwärtigen Lebensmittelkrise aufgrund von Dioxin-verseuchtem irischen Schweinefleisch um ein weiteres Debakel verlängert. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, und eine erneute Katastrophe bricht herein, in Form von Hormon- oder Antibiotika-verseuchtem Fleisch von vergifteten Tieren, von Futtermittelskandalen (Stichworte BSE, Nitrofen) oder von Tierseuchen wie Schweinepest, Geflügelpest, Maul- und Klauenseuche etc. Dies ist wahrlich ein Schrecken ohne Ende, der mit grausiger Regelmäßigkeit jeweils Hunderttausende von Tieren in apokalyptisch anmutenden Keulungsaktionen das Leben kostet.

Es stellt sich die Frage, wie lange die politisch Verantwortlichen noch einen Kurs weiterverfolgen wollen, der – objektiv betrachtet – gegen alle Vernunft spricht und für unsere “Nutztiere” und die Bevölkerung katastrophale Folgen nach sich zieht.

Aber in Krisen liegen auch Chancen: Irgendwann dämmert es wohl auch dem letzten Konsumenten, dass er sich durch das Fleisch auf seinem Teller, ohne es zu ahnen, schwere gesundheitliche Schäden zufügen kann. Von einer solchen Kehrtwende der Menschen würde außer den betroffenen Tieren und den Menschen selbst auch das Weltklima profitieren, das ja laut FAO zu etwa 18 Prozent durch die Methangase aus dem Verdauungstrakt von Milliarden von Wiederkäuern beeinträchtigt wird.

Damit der Paradigmenwechsel schneller vorankommt, empfiehlt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, in Anlehnung an die Anti-Rauch-Kampagnen, Warnschilder wie diese: „Fleischessen schadet Ihrer Gesundheit!“ oder wahlweise „Fleischessen kann tödlich sein!“ Sicher ungewohnt, aber den Realitäten angemessen!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Enttäuschung der Inselstaaten über Klimakonferenz

Gemeinsam wollen die kleinen Inselstaaten gegen die großen Industrienationen im Kampf gegen die Verhinderung der Umweltkatastrophe durch die Klimaerwärmung vorgehen.

Die 14. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), die derzeit im polnischen Poznan über die Bühne geht, könnte zum Knackpunkt werden. Schon im Vorfeld geben sich die Vertreter der Zwergnationen frustriert über die Bereitschaft der Industrienationen und deren Angebote, die Auswirkungen zumindest finanziell abzufedern.

“Was uns an der Situation am meisten stört, ist die Tatsache, dass wir kaum Treibhausgase produzieren, allerdings diejenigen sind, die die Auswirkungen am schlimmsten zu spüren bekommen”, meint Nanette Woonton vom Pacific Communication Team des Pacific Regional Environmental Programme im pressetext-Interview. Die gesamte pazifische Region produziere nur 0,3 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. “Wir sind allerdings die, die unter der Klimaänderung am meisten leiden”, erklärt die Journalistin, die auf den Cook Inseln lebt.

Statistiken, Fakten und Vorhersagen zeichnen ein düsteres Bild: Viele der Inseln im Pazifik ragen nur wenige Meter aus dem Meer. Ein Anstieg des Meeresspiegels würde dramatische Auswirkungen auf das Leben der Bewohner haben. Auch eine Zunahme von Extrem-Wetterlagen – etwa von Wirbelstürmen und Dürreperioden – würde das Leben auf den idyllischen Inseln unmöglich machen. “Wir müssen schon jetzt handeln”, unterstreicht Woonton. “Dazu brauchen wir Hilfe von außen und zudem brauchen wir auch die Zusicherung, dass jene, die dieses Szenario verursachen, dringend etwas dagegen unternehmen.”

Wie dramatisch sich die Situation tatsächlich entwickelt, zeigt sich am Beispiel der ausschließlich aus Atollen bestehenden Malediven im Indischen Ozean. Der neu gewählte Präsident des Landes hat angekündigt, einen Teil der Einnahmen aus dem Tourismus zum Kauf von Land in Indien, Sri Lanka oder Australien zu verwenden (Malediven sparen aus Sorge vor Klimawandel für ein neues Land). “Wir hoffen, dass diese Konferenz in Polen nun diese Ungerechtigkeiten thematisieren und damit den Opfern oder jenen, die Risiken ausgesetzt sind, Hilfe zusagt”, so Woonton abschließend.Im Vorfeld hatten die Inselnationen unter Federführung der Malediven bereits ihren Ärger über die schleppenden Verhandlungen in Sachen Entschädigungen Ausdruck verliehen. Unterstützt wurden die Malediven von den Pazifikstaaten Kiribati, Tuvalu, Samoa, den Salomonen und Vanuatu.

Unser Kommentar: Wunderschöne Atolle  – bald ein Bild vergangener Zeit? Fleischkonsum jetzt stoppen und Klima retten!

Große Untersuchung der EU-Schweinehaltung: furchtbare Zustände

ECFA hat von März-September 2008 insgesamt 60 repräsentative Schweinebetriebe in 5 EU-Staaten besucht und flächendeckend Gesetzesübertretungen festgestellt.

Bei einer Studie der Zustände in den Schweinebetrieben der EU wurden überall tierquälerische Bedingungen und Gesetzesübertretungen gefunden. Die allermeisten Zuchtsauen leben in engen Gitterkäfigen, sodass sie sich nicht einmal umdrehen können. Die allermeisten Mastschweine sind in enge, überfüllte Buchten mit Vollspaltenböden ohne Stroh gesperrt.

Konkret wurde gefunden:

  • Fast 100% der Schweine hatten routinemäßig kupierte Schwänze – obwohl das in der EU verboten ist!
  • Sehr viele Betriebe hatten kein Beschäftigungsmaterial – obwohl das in der EU für seit 2003 gebaute Betriebe vorgeschrieben ist!
  • Weiterhin werden trächtige und säugende Zuchtsauen in Kastenstände gesperrt – in der EU noch bis 2013 erlaubt!

Die Studie wurde über einen Zeitraum von 6 Monaten (März – September 2008) durchgeführt und umfasste 5 EU-Staaten und insgesamt 60 Schweinebetriebe: 19 in Deutschland, 10 in Ungarn, 9 in Holland, 11 in Spanien und 11 in England. Der VGT hat bereits 2006 in Österreich eine große Studie mit 125 untersuchten Schweinebetrieben durchgeführt, und ähnliche Ergebnisse gefunden, siehe: http://www.vgt.at/schweine. Auf Basis der Resultate dieser beiden Studien ruft die ECFA die EU-Kommission und die Regierung von Österreich dazu auf, die EU-Richtlinien zu erfüllen und insbesondere sicherzustellen, dass den Tieren Beschäftigungsmaterial zur Verfügung gestellt wird, und dass die Schwänze der Ferkel nicht mehr routinemäßig kupiert werden. Sowohl die EU-Richtlinien als auch das österreichische Tierschutzgesetz müssen verschärft werden, um das Leid der Schweine zu verhindern.

Unser Kommentar: Alte Rede – wir brauchen ein EU-weites Verbandsklagerecht für Tiere. Und wer Tierquälerei begeht, gehört hinter Gitter!