Gegenwärtig mehren sich die Anzeichen, dass es in Bälde zu Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen in der Ukraine kommen könnte. Sebastian Everding und sein Team fragen sich: Sollte die EU jetzt eine eigene Friedensinitiative mit einer realistischen Akzeptanz-Perspektive starten? Continue reading “EU-Friedensplan für die Ukraine?”
Tag: europapolitik
Erdogans Angriff auf Rojava – Europa darf nicht schweigen
Der türkische Präsident Erdogan nutzt den Umbruch in Syrien, um die Angriffe auf das kurdische Autonomiegebiet Rojava zu verstärken.
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Stellungnahme zum BigTopLabel award – Offener Brief von Sebastian Everding, MEP
Vor fast einem Jahrzehnt wurde im Europäischen Parlament das BigTopLabel ins Leben gerufen. Alle Europäischen Abgeordneten und Mitarbeitenden wurden zu der “BigTopLabel award ceremony” am 04.12.2024 um 18:00 Uhr eingeladen.
Das BigTopLabel-Programm entstand als Ergebnis mehrerer umfassender Fachkonferenzen, die vom ehemaligen Europaabgeordneten István Ujhelyi, dem damaligen stellvertretenden Vorsitzenden des für Tourismus zuständigen TRAN-Ausschusses, initiiert wurden. Heute wird dieses Programm in der Kultur- und Tourismusbranche anscheinend oft als der „Michelin-Stern der europäischen Zirkuskunst“ bezeichnet.
Unabhängige Künstler, Tierschutzexperten und Stakeholder sollen gemeinsam ein Qualitätssicherungsprogramm entwickelt haben, das strenge Standards für Zirkustruppen in verschiedenen Bereichen festlegt, darunter Arbeitsrechte, Transparenz, kulturelle und künstlerische Kriterien und Tierschutzfragen, wie es heißt. Nach Inspektionen vor Ort und Bewertungen durch ein unabhängiges Komitee erhalten nur diejenigen Truppen das BigTopLabel, die sich in der Branche wirklich als vorbildlich erweisen.
Das BTL-Projekt wurde zu einem anerkannten Teil der offiziellen Programme des Europäischen Jahres des Kulturerbes 2018
Im Laufe der Jahre haben bereits zwölf europäische Zirkusse diese Auszeichnung erhalten, darunter Truppen aus Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Ungarn und Finnland. Die Preisverleihung findet jährlich im Europäischen Parlament statt.
In diesem Jahr haben drei neue Truppen nach Prüfungen das BigTopLabel-Zertifikat erhalten: Cirque D’Hiver Bouglione aus Paris, Zirkus Charles Knie aus Deutschland und Cirkus Arnardo aus Norwegen.
Während der “Cirque D’Hiver Bouglione” mittlerweile beschlossen hat, die Tierdarbietungen endgültig einzustellen, werben die Zirkusse “Charles Knie” und “Arnardo” noch mit Papageien, Eseln und Hunden.
Egal ob Wild- oder Heimtiere – Tiere haben nichts in der Manege zu suchen.
Aus diesem Grund habe ich mich in einem offenen Brief an die Initiatoren und Europaabgeordneten gewandt, um nochmals zu erläutern, dass Tiere in keiner Unterhaltungsbranche eingesetzt werden sollten und Zirkusse mit Tieren erst recht kein Vorbild durch Auszeichnungen werden dürfen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Zirkusse sind ein wichtiger kultureller Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie sind nicht nur ein Ausdruck künstlerischer Traditionen, sondern auch ein Ort der Unterhaltung, der seit Jahrhunderten Menschen jeden Alters begeistert. Das Zirkuswesen hat eine lange Geschichte, die immer wieder neue Formen der Kunst, der Belustigung und der Kreativität hervorbringt. Die stetige Entwicklung der Zirkuskunst spiegelt wider, wie sich unsere Werte und gesellschaftlichen Vorstellungen über die Jahre hinweg verändern und weiterentwickeln.
In diesem Zusammenhang möchte ich die Initiative des BigTopLabel-Programms ausdrücklich loben. Das BigTopLabel setzt hohe Standards für Zirkusse in verschiedenen Bereichen, einschließlich Arbeitsrechten, Transparenz und die Auszeichnung ist ein sichtbares Zeichen für den herausragenden Einsatz von Zirkussen, die sich durch künstlerische Exzellenz auszeichnen. Aber sie werben auch mit Tierschutz. Dies scheint ein zentraler Bestandteil des BigTopLabel- Programms zu sein.
Jedoch kann Tierschutz nicht durch Vorschriften und Inspektionen erreicht werden, sondern durch eine klare Entscheidung, keine Tiere mehr in die Manege zu bringen. Tiere gehören nicht in die Unterhaltungsbranche und somit auch in keinen Zirkus!
Der moderne Zirkus sollte auf die beeindruckenden Fähigkeiten und Talente von menschlichen Artisten und Künstlern setzen, die die Zuschauer mit ihrer Kunst und ihrem Können fesseln. Nur zu oft sieht man trotz sauberer Ställe und „guter“ Behandlung Tiere in zu kleinen Käfigen, da dies logistisch nicht anders umsetzbar ist.
Sie haben starke Verhaltensstörungen und leiden unter psychischen Erkrankungen. Die Tiere leiden stumm und unterwerfen sich, sodass diese sich ihrem Schicksal ergeben. Qual muss nicht zwangsläufig immer mit offensichtlichen Zuständen zusammenhängen, wobei diese trotz Tierschutzverordnungen nur zu oft in Zirkussen vorkommen.
In vielen europäischen Ländern ist die Haltung von Tieren im Zirkus bereits verboten worden – und das aus gutem Grund. Länder wie Österreich, Norwegen, Belgien, Schweden, und Griechenland haben bereits Gesetze verabschiedet, die das Auftreten von Tieren in Zirkussen untersagen. Die Gründe für diese Verbote sind klar und beruhen auf den wachsenden Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes und des Wohlbefindens von Tieren, die in Zirkussen gehalten werden. Die Bedingungen, unter denen Tiere in der Manege auftreten, sind oft alles andere als artgerecht. Sie führen zu Stress, psychischen Belastungen und Verletzungen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, die die negativen Auswirkungen der Zirkusarbeit auf Tiere belegen.
Es ist Zeit, dass auch andere Länder, die noch Zirkusse mit Tieren dulden, diesem Vorbild folgen. Der Zirkus der Zukunft sollte nur ein Zirkus ohne Tiere sein. Der Fokus muss auf menschlicher Kunst, athletischem Können und kreativen Darbietungen liegen – ohne die Ausbeutung von Tieren für die Belustigung der Zuschauenden. Darauf hat das BigTopLabel Einfluss. Mit seinen Auszeichnungen entscheiden sie, welche Zirkusse die besten und Vorbilder für andere sind.
Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam eine Zukunft gestalten, in der Zirkusse ihren Platz als lebendige, kreative und ethisch verantwortungsvolle Kunstform behalten – jedoch ohne Tiere. Lassen Sie uns den Wandel hin zu einem Zirkus vorantreiben, der die Zuschauenden mit der Kunst menschlicher Artisten begeistert und dabei den höchsten ethischen Standards entspricht und auch nur diese auszeichnen.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Everding MEP
Qualvolles Sterben von Rindern an der türkisch-bulgarischen Grenze – Macht Schluss mit Lebendtiertransporten ins EU-Ausland!
Die EU exportierte im vergangenen Jahr weit über 100.000 Rinder in die Türkei, Deutschland allein rund 25.000. Die meisten wurden auf dem Landweg über Bulgarien eingeführt. Die Fahrt ist für die Tiere eine Tortur und der Grenzübergang kann zur tödlichen Falle werden. Continue reading “Qualvolles Sterben von Rindern an der türkisch-bulgarischen Grenze – Macht Schluss mit Lebendtiertransporten ins EU-Ausland!”
Künstliche Intelligenz – Mehr Gefahr oder Chance?
Bereits im Sommer hat sich das EU-Parlament auf eine Position zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) geeinigt. Ein Kernelement ist dabei das Verbot von Anwendungen, welche mit einem hohen Risiko für die Sicherheit verbunden sind, darunter fällt etwa die Gesichtserkennung. Eine viel beachtete Studie der Forschungsabteilung der Investmentbank Goldman Sachs kommt zu dem Ergebnis, dass rund zwei Drittel der derzeitigen Arbeitsplätze einem gewissen Grad an möglicher KI-Automatisierung ausgesetzt sind. Bis zu einem Viertel der derzeitigen Arbeitsplätze können laut den Forschenden durch künstliche Intelligenz ersetzt werden. Die Berechnungen beziehen sich dabei auf den US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Das Forschungsteam stellt dabei jedoch noch eine weitere Hochrechnung erschreckendem Ergebnis an: weltweit sind rund 300 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen der möglichen Automatisierung ausgesetzt.
In einem ZDF-Beitrag sieht der KI-Experte Hinrich Schütze vom Zentrum für Informations- und Sprachverarbeitung an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) in der Entwicklung der KI eine Revolution, die technologisch mit dem Internet oder dem Smartphone vergleichbar ist. Demzufolge werden enorme Folgen für den Arbeitsalltag unausweichlich werden. Er kommt zu dem Schluss, dass viele Berufe wegfallen werden, wenn es einfach nur darum geht, Zusammenfassungen zu schreiben, Wissen zu sammeln und zu verdichten.
Die Frage, welche Berufe vor allem gefährdet sind, beantworten die ChatGPT-Macher in einer Studie selbst: So hat sich das Unternehmens OpenAI mit Wissenschaftlern der University of Pennsylvania zusammengetan, um herauszufinden, auf welche Jobs sich ChatGPT am stärksten auswirkt. Der Studie zufolge sollten sich Menschen, die als Buchhalter:in, Mathematiker:in, Programmierer:in, Dolmetscher:in, Schriftsteller:in oder auch Journalist:in tätig sind, darauf einstellen, dass die KI zumindest einen Teil ihrer bisherigen Aufgaben übernehmen kann.
Europaweite Regelungen ab 2026 möglich
Bereits im Jahr 2021 hatte die EU-Kommission dem Europäischen Parlament ihren Vorschlag für das weltweit erste Gesetz zur Regulierung von KI vorgelegt. Aktuell laufen die Verhandlungen mit den EU-Mitgliedsstaaten und der Kommission über den endgültigen Wortlaut des Gesetzes beginnen. Eine Anwendbarkeit wäre aufgrund der Übergangsfristen ab 2026 möglich, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Einigung noch vor der Europawahl im kommenden Jahr erfolgt.
Gerne würden wir mit euch über das Thema in unseren sozialen Medien diskutieren! Wir sind auf eure Meinung gespannt!
(se)
Spenden für den EU-Wahlkampf benötigt
Trotz stetig steigender kommunaler Mandate in Stadt- und Gemeinderäten sind wir bundesweit eine noch eher kleine Partei, die wachsen muss und dies in jeder Hinsicht. Mit unseren Zielen und Visionen von der „breiten Öffentlichkeit“ wahrgenommen zu werden, ist für uns und unsere ehrenamtlich Aktiven ein hartes Stück Arbeit! Continue reading “Spenden für den EU-Wahlkampf benötigt”
Aus NRW für das Europäische Parlament
Sebastian Everding (40), Aída Spiegeler Castañeda (27) und Robert Gabel (43) führen die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) im kommenden Jahr als Spitzenkandidat:innen in den Europawahlkampf. Das entschied der 44. Bundesparteitag im Juni in Berlin-Lichtenberg.
Spitzenkandidat Sebastian ist im Landesverband NRW seit September 2022 als Co-Landesvorsitzender tätig. Zu unserer Partei kam er im Rahmen des Kommunalwahlkampfes 2020 und wirkt seitdem aktiv in der gemeinsamen Fraktion mit Linken & Piraten im Dortmunder Stadtrat mit. Seit Anfang 2023 auch offiziell als sachkundiger Bürger in den Ausschüssen für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden (ABöOAB) sowie im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Umwelt (AKUSW).
Beruflich als Informationstechnikermeister & Betriebswirt mit eigenem Fachgeschäft für Radio- und Fernsehtechnik gestartet, ist er inzwischen als Nachhaltigkeitsunternehmer tätig. In diesem Rahmen hat er 2020 das bundesweite Bienenautomaten-Netzwerk erfunden, wo an inzwischen über 370 Standorten ein Beitrag geleistet wird, dem Insektensterben mit Upcycling-Kaugummiautomaten für die Ausgabe von Wildblumen-Samenmischungen etwas entgegenzusetzen. Bereits seit vielen Jahren setzt er sich für den Natur- und Tierschutz ein, ist Mitglied in zahlreichen Vereinen und beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. Im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit im Bereich Business Management mit Marketing-Schwerpunkt forschte er auch zu diesem Thema. Sebastian lebt und arbeitet in Dortmund und absolviert derzeit neben seinem beruflichen und ehrenamtlichen Engagement noch einen Master im Bereich „Angewandte Psychologie in der Wirtschaft“.

„Durch mein kommunalpolitisches Engagement im Stadtrat habe ich festgestellt, dass wir auch als kleine Partei viel erreichen können: Wichtig ist hier vor allem Netzwerkarbeit mit anderen Parteien, sowie gute Recherchearbeit und stets ein offenes Ohr für Bürger:innen, Initiativen und Vereine zu haben.“ so Sebastian Everding und weiter „Wir wollen das Engagement, das wir bereits auf kommunaler Ebene aufgebaut haben, nun im Europäischen Parlament fortsetzen und weiter ausbauen und somit eine signifikante Verbesserung für Mensch, Umwelt und Tiere schaffen.“
Für eine Teilnahme an den Wahlen für das Europäische Parlament müssen in Kürze bundesweit 4000 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden.
Social-Media Kanäle von Sebastian (Kandidatenseiten) : Facebook @europa2024, Instagram @europawahl2024