Ostern: Kein Aufatmen für Tiere!

“Das Leben eines Lamms in 60 Sekunden”

Liebe Mitglieder, liebe Interessenten,

erst kürzlich schrieb ich, dass kein Tag vergeht, wo wir nicht von Schreckensmeldungen heimgesucht werden. Fast kein Tag vergeht, wo wir nicht mit menschlichem und tierlichen Leid konfrontiert werden, dass uns tief unter die Haut geht und uns nicht mehr loslässt.

Ostern steht vor der Tür und mit Ostern schleicht sich auch die nächste Schreckensmeldung unter die Mailnachrichten von Tierschützern und Tierrechtlern, die den meisten von uns ja bekannt ist, aber immer wieder aufs Neue berührt und wütend macht.

In den Geschäften stapeln sich seit Wochen österliche Waren in Hülle und Fülle, die eigentlich in dieser Menge von keinem Menschen wirklich zum Leben gebraucht werden. Buntgefärbte Eier, Kaninchen- und Lammfleisch werden in diesen Tagen zum Kauf vermehrt angeboten. Was sich oft dahinter an Tierleid verbirgt, weiß die Industrie geschickt zu verbergen und der Verbraucher versäumt es oft genug sich zu informieren.

Mahatma Gandhi legte uns nahe: “Ich fühle zutiefst, dass geistiges Wachstum in einem gewissen Stadium uns gebietet, damit aufzuhören, unsere Mitgeschöpfe zur Befriedigung unserer leiblichen Bedürfnisse zu schlachten. Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll als das Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers willen einem Lamm das Leben nehmen wollen. Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.”

Wir, die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, sind gerne dabei, wenn es darum geht, Tierrechtsorganisationen in ihrem Engagement zu unterstützen, Missstände aufzuzeigen und zu verbreiten.

Nachfolgend eine Meldung von “Animal Equality”, die uns am 27.03.2015 per Newsletter erreichte / O-Ton: “Ich möchte Ihnen heute ein Video ans Herz legen, welches in 60 Sekunden das kurze Leben eines Lamms wiedergibt. Es erzählt die Geschichte vom Moment der Geburt bis zum brutalen, jähen Ende seines Lebens. Das Video zeigt, was die Lammfleischindustrie lieber verheimlicht hätte.

Obwohl die Szenen im Video schwer zu ertragen sind, bitte ich Sie dennoch es zu verbreiten, um die Geschichte an die Öffentlichkeit zu tragen und das Schicksal der Lämmer sichtbar zu machen.

Für diese Industrie sind empfindungsfähige Tiere nichts weiter als Produkte, deren Fleisch einen größtmöglichen Profit erzielen soll. Gerade deswegen ist es so wichtig, dass Sie sich für diese Tiere stark machen – sie haben sonst niemanden, der sich für ihr Leben und ihr Wohlbefinden ausspricht.

Bitte verbreiten Sie das Video unter Ihren Kontakten und teilen Sie es auch auf Facebook oder Twitter.

Für die Osterfeiertage werden in Deutschland leider immer noch bis zu 100.000 Lämmer getötet. Die Tierkinder werden ihren Müttern entrissen und müssen einen brutalen Tod im Schlachthof erleiden. Wir müssen jetzt handeln, damit diese Bilder an die Öffentlichkeit geraten – das Leben zahlreicher unschuldiger Tiere hängt davon ab.”

 

Infostand „Achten statt Schlachten“

Landesverband Baden-Württemberg in Aktion

Am 28.03.2015 haben sich mehrere Aktive unseres Landesverbandes bei einem Infostand des “Kreativstammtischs Eisingen” zum Thema vegane Ernährung in Pforzheim beteiligt.

Es wurden vegane Alternativen zu Mett, Leberwurst, Eier-Brot, Fleisch-Küchle und Chili con Carne zum Probieren ausgegeben sowie gezeigt, welche veganen Produkte z. B. in verschiedenen Supermärkten gekauft werden können. Weiterhin wurden Flyer und sonstiges Infomaterial ausgegeben. Attraktionen waren eine selbstgebastelte Litfasssäule sowie verschiedene Tier-Figuren.

Der Andrang war sehr groß. Viele Menschen wollten die veganen Alternativen ausprobieren und durchweg allen schmeckten diese, teils sogar sehr gut. Eine Frau meinte sogar, dass ihr die Fleisch-Küchle besser geschmeckt hätten als die vom Metzger. Auch konnten wir einige gute Gespräche über die Tierschutzpartei führen und verdeutlichen, dass neben der Aufklärung der Bevölkerung über die vegane Lebensweise und ihre Gründe auch wichtig ist, dass die vegane Idee auch in die Politik getragen wird.

Wir danken allen, die geholfen haben und insb. Petra-Maria Bettinger und Patricia Kopietz für die tolle Organisation. Danke auch an Jürgen Kreis für seine tollen Fotos.

 

Mitgliederversammlung Landesverband Sachsen-Anhalt

Der Bundesvorsitzende Horst Wester durfte am 29.03.2015 auf dem Rückweg von Berlin nach Bayern einen kleinen Abstecher nach Magdeburg machen, um der Mietgliederversammlung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt beizuwohnen.

Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt: Der Landesverband um Magdeburgs Stadtrat Lothar Tietge samt einiger unterstützender Gäste hat sich darauf geeinigt, an der Wahl teilzunehmen. Respekt dafür!

Das nächste Jahr steht jetzt natürlich viel Arbeit vor den Aktiven, denn Formalien, Unterschriften sammeln, Infostände und aktiver Wahlkampf etc., machen sich nicht von alleine.

Der Bundesverband hat dem Team um Lothar auf jeden Fall die volle Unterstützung zugesagt. Wir werden dies gemeinsam angehen!

Mitgliederversammlung Landesverband Berlin

Am 28.03.2015 fand die Mitgliederversammlung des Landesverbandes Berlin statt, auf der ein neuer Landesvorstand gewählt wurde.

Unterstützt wurden die 15 anwesenden Mitglieder, die sich im “Vegetarischen Restaurant Samadhi” getroffen haben, von unserem Bundesvorsitzenden Horst Wester aus Bayern sowie von unserer Bundesvorsitzenden Bettina Jung aus Hamburg.

Der neue Landesverband Berlin setzt sich aus 8 Mitgliedern zusammen:

Erste Vorsitzende: Jacqueline Neubert
Zweite Vorsitzende: Silvia Stoffels
Schatzmeisterin: Beate Wilkesmann
Schriftführer: Bert Rutkowsky
Beisitzer: Gabriella Perotto, Herbert Becker, Martina van Almsick, Evgueni Kivman

Wir wünschen allen Neugewählten alles Gute für ihre zukünftige Arbeit!

Fleisch!

Themenabend auf Arte am Dienstg, den 31.03.2015, um 20:15 Uhr

“1.094 Tiere isst durchschnittlich jeder Deutsche in seinem Leben. Und kaum ein Jahr vergeht ohne Fleischskandal. THEMA beschäftigt sich mit dem beliebten Nahrungsmittel Fleisch. Die erste Dokumentation befasst sich mit den häufig nicht kontrollierten Lieferketten und der Frage, woher unser Fleisch überhaupt kommt. Die zweite Dokumentation geht dem Verdacht auf den Grund, dass es einen Zusammenhang zwischen Pestiziden, toten Rindern, Schweinen sowie erkrankten Landwirten und deren Familien gibt.”

Hier Programmzvorschau lesen.

 

Projekt Romania – Bukarest vom 26.02.- 04.03.2015

Erstellung eines Dokumentarfilmes der Partei MUT/ Tierschutzpartei

Catch/ Neuter/ Release- Projekt (Fangen, Kastrieren, Freilassen) in Braila in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister Simionescu und Dog Rescue Romania DRR/ Dog rescue shelter/DRS von Rudi Hofmann.

Eröffnung der ersten Straydog- Klinik in Bukarest von Rudi Hofmann (DRR/DRS)

Im weiteren Verlauf verwendet werden die Abkürzungen: DRR (Dog Rescue Romania/ Klinik und ihre Programme) und DRS (Dog Rescue Shelter/ Tierheim) beide von Dr. Rudi Hofmann

Nach dem herzlichen Empfang am Flughafen Bukarest durch die internationalen Unterstützer- SPCA international (Lori Kalef/ program manager und Meredith Ayan/ executive director aus NY und Canada), ETN – Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (Julia Vasbender aus Deutschland) und Kristin Sundby (Campaign for spay and neuter Dog Rescue Shelter aus Norwegen) des Projektes (DRR/DRS) und Claudia Buthenhoff- Duffy und Bettina Jung von der Partei Mensch Umwelt Tierschutz ging es in 2 Autos und mit unserem rumänischen Kamera- Team direkt weiter nach Braila, das 300 km entfernt von Bukarest im Südosten Rumäniens, an der Grenze zu Moldawien liegt.

Dort hat bereits eine wirklich bahnbrechende Entwicklung über Monate stattgefunden:

DRR/DRS Rudi Hofmann hat es geschafft, ein öffentliches Tierheim mit ehemals katastrophalen Verhältnissen zu einem gut erträglichen Ort für eingefangene Hunde zu machen und effektive Kastrations- und Vermittlungsprojekte zu installieren und Tötungen zu stoppen- mit dem Einverständnis des Bürgermeisters Simionescu!

Wie bisher meines Wissens nie vorher in Rumänien geschehen, begab sich in Begleitung der rumänischen Presse der Bürgermeister mit seiner Vize- Bürgermeisterin IN DIESES SHELTER um uns zu empfangen und über die weiteren Planungen und Projekte zu diskutieren!

Welche Ehre für die Streuner und für Rudi Hofmann!

Wir begutachteten und dokumentierten die Zwinger mit guter Ausstattung, die den Tieren unterschiedliche Ebenen zum Liegen und Spielen erlauben. Im Anschluss fand der gemeinsame Meinungsaustausch in den Räumlichkeiten auf dem Gelände statt.

Der Bürgermeister brachte seine Wertschätzung für die international unterstützte Arbeit deutlich zum Ausdruck. Die Kastrations- und Adoptions- Projekte seien effektiv und anerkannt, immer mehr auch in der Bevölkerung. Auf nachdrückliches Fragen der Delegation wurde geantwortet, dass selbst einem Wiederaussetzen der kastrierten Streuner im Rahmen der Gesetzeslage sehr offen gegenüber gestanden wird. In naher Zukunft soll das Tierheim nur noch der Betreuung und Versorgung besonders bedürftiger und kranker Tiere dienen, für die im Anschluss auch Adoptanten gesucht werden.

Außerdem war dem Bürgermeister – hier sprach er für seine Bürger – wichtig, dass aggressive Tiere, die es nicht allzu häufig gäbe (die auch aufgrund ihrer Erkrankungen entsprechend agieren können) einen Ort außerhalb dem öffentlichen Raum erhalten. Hier konnten wir unterstützend einbringen, wie wichtig ein Wiederaussetzen der kastrierten freundlichen Hunde ist, die den Menschen schon bekannt sind und als Platzhalter fungieren, so dass Zuwanderung von völlig verwilderten Streunern eingedämmt wird.

Projekte zur Aufklärung der Bevölkerung laufen bereits und werden ausgebaut. Es gibt schon Begegnungstage, in denen gerade Kinder mit Eltern und Großeltern eingeladen werden, mit den Streunern des Shelters Kontakt aufzunehmen. Hier wird auch massiv auf die Notwendigkeit der Kastrationen von Tieren mit Besitzern und der Tiere von den Straßen eingegangen!

Um die Effektivität der schon realisierten Projekte noch zu erhöhen bot unser Parteimitglied, die Dokumentarfilmerin Claudia Buthenhoff- Duffy, ihr Know how als Koordinatorin zur optimalen Ausnutzung Europäischer Fördermittel an. Sie brachte ganz konkreten Vorschläge, die auf große Begeisterung bei allen Beteiligten, vor allem beim Bürgermeister, stießen. Außerdem stellte der ETN in Aussicht, ein Tierärzteteam zu entsenden, was in Kürze in Zusammenarbeit mit Dr. Rudi Hofmann 500 Hunde kastrieren werde. Auch die anderen Unterstützer sagten finanzielle Unterstützung zu!

Am Samstag, den 27.2. dann erlebten wir ein weiteres Highlight im Kampf um die Strassenhunde:

Die erste Strassenhunde – Praxis mit Klinik in Bukarest von Dr. Rudi Hofmann wurde mit gigantischen Presseaufmarsch und in Anwesenheit des Bürgermeisters von Sektor 3, Herrn Negoita feierlich eröffnet. Dieser brachte seinen Respekt für die Leistungen des Teams um Rudi Hofmann zum Ausdruck.

Auf allen Sendern und in der örtlichen Print- Presse wurde berichtet – auch über das neu eingeführte Programm der therapeutischen Schulung für Akupunktur unsers Bundesvorstandsmitglieds Bettina Jung. In Rumänien kennt man die Therapie durch Akupunktur. Diese blieb aber bisher ausschließlich den Menschen vorbehalten.

Bettina Jung hatte schon im August 2014 einigen Hunden im Dog Rescue Shelter mittels Akupunktur Linderung verschaffen können. Sie akupunktierte vor laufenden Fernsehkameras und den Augen des Bürgermeisters misshandelte, verletzte, und dadurch im Bewegungsapparat eingeschräkte oder annähernd gelähmte Hunde und stellte ihren Plan vor, das Team der Klinik in diesem Therapie- Bereich zu schulen und zu befähigen, diese effektive, kostengünstige und überall (selbst direkt auf der Strasse) anwendbare Therapie- Methode für die Streuner nach Rumänien zu bringen! Das Angebot, kostenfrei Hunde in der Praxis von Rudi Hofmannbehandeln zu lassen, hat nach der Ausstrahlung der TV- Berichte am Sonntag sehr viele Hundehalter angezogen. Dieses wurde auch mit den ersten Schulungseinheiten des Ärzteteams verbunden.

In den nächsten Monaten wird dieses Programm fortgeführt und Bettina Jung vor Ort weiter unterrichten.

Der Bürgermeister von Sektor 3, Herr Negoita musste sich allerdings auch einigen unangenehmen Fragen stellen. Die Delegationsreise unserer Partei im August 2014 diente der Kontaktaufnahme und der Recherche vor Ort. Im Anschluss wurde die Arbeit des Dog R escue Romania und des Dog R escue Shelters massiv von uns unterstützt. Beispielsweise schrieb Bettina Jung 2 Briefe an Herrn Negoita mit der dringlicher werdenden Bitte, endlich zu ermöglichen, dass das an die Klinik angeschlossene Tierheim endlich an Wasser und Strom angeschlossen werde! Antworten blieben aus- diese wurden allerdings direkt vor Ort eingefordert! Offiziellversprach der Bürgermeister, sich massiv dafür stark zu machen, dass diese Anschlüsse realisiert werden. Er erinnerte sich sogar daran, dass diese Briefe aus Hamburg kamen – ganz unter gegangen sind sie also nicht!

Für das weitere Vorgehen in der Streuner – Problematik in Sektor 3/ Bukarest bot Claudia Buthenhoff – Duffy ebenfalls ihr Knowhow als EU-Fördermittel-Koordinatorin an. Bei Redaktionsschluss stellte sie im Bürgermeisteramt ein modifiziertes Projekt ähnlich wie in Braila vor, das an die lokalen Verhältnisse in Bukarest angepasst wurde. Das Team des Bürgermeisters, das EU-Projekte beantragt und durchführt, verstand sofort, war begeistert und zur Zusammenarbeit bereit. Nun werden rechtliche Möglichkeiten ebenso wie Förderstrukturen geprüft und Bürgermeister Negoita wird entscheiden, wie seine Haltung dazu ist.

Auch hier läßt sich das Fazit ziehen- es wurde gemeinsam viel erreicht und Nachhaltiges geschaffen, was nicht ohne Wirkung bleiben wird für das übrige Land und hoffentlich darüber hinaus!

All dies wird eine Vorbildfunktion haben, es wird zeigen, was alles möglich ist, es wird Modellcharakter haben…

Am 28.2. wurde das beeindruckende Tierheim von Rudi Hofmann besucht, der es geschafft hat, ein unbelebtes Feld in eine Oase für ehemals ungeliebte Strassenhunde zu errichten. inzwichen gibt es sogar einen großen Spielplatz, der begeistert zum Toben und Tollen in Gruppen genutzt wird. Die internationalen Unterstützer verfassten eine gemeinsame offizielle Note betreffend unserer Absprachen für Herrn Simionescu (Bürgermeisters von Braila), die er in der nächsten Sitzung seines Stadtrates zur Vorlage bringen wird.

Diese war gerade fertig, die Sonne schon untergegangen und die internationalen Supporter auf dem Weg in ihre Hotels, als sich die Ereignisse überschlugen:

Ein Notruf bei Dr. Rudi Hofmann ging ein und Claudia Buthenhoff – Duffy und Bettina Jung fuhren gemeinsam mit ihm zu dem Einsatz nach Fundulea, knapp 1/2 Autostunde entfernt.

Es handelte sich um eine auf freiem Feld liegende Ansammlung verfallener Produktionshallen, die wohl ursprünglich eine Art Fabrikhalle mit Nebengebäude gewesen sein m üssen , jetzt aber von einem privaten Shelter mit Unterstützern/ Spendern betrieben wird. Circa 10 lokale Tierfreunde waren vor Ort und zeigten uns aufgebracht die entsetzliche Situation, unter denen die Tiere existieren mussten. Sie hatten 10 tote Hunde entdeckt- 6 davon in Säcken und teils auch frei zugänglich liegend direkt am Gebäude. Außerdem 2 Kadaver, die innerhalb der Hallen unter den auf ihnen hausenden Hunden im Erdboden vergaben waren. 2 tote Hundefanden wir gemeinsam in der Halle in Säcken in einem Reifenstapel.

Die Situation war schockierend und traumatisierend! Kaum ein Hund, der dort vegetierte, war in einem halbwegs akzeptablem Zustand – weder körperlich, noch seelisch. Fast alle halb verhungert und mit schlimmen Hauterkrankungen. Kaum Futter war zu sehen in keinem der Gebäude, stattdessen vergammelte Knochen in Säcken.

Der Gestank in den Hallen, trotz der Belüftung durch ausschließlich fensterlose riesige Fensterlöchern und nicht vorhandener Türen, war unbeschreiblich – Kot, Urin, Angst und Tod!

Die Polizei, die von den Tierfreunden hinzu gerufen wurde, nahm 2 tote Hunde in verplombten Säcken mit zur Obduktion.

Zu Redaktionsschluss war noch keine Lösung für die Problematik in Sicht, aber alle Beteiligten arbeiten zurzeit fieberhaft daran, eine gangbare und schnelle Rettung zu ermöglichen.

Bettina Jung flog am 1.3. zurück nach Deutschland, Claudia Buthenhoff- Duffy befindet sich zur Stunde in Gesprächen mit den Behörden und weiteren hochkarätigen internationalen Kontakte bis zu ihrem Heimflug.

Das Fazit dieser Reise:

Es gibt in Rumänien und auch in Deutschland kriminelle und dubiose Menschen, die sich am Leid der Strassentiere und der finanziellen Hilfe der ausländischen Bevölkerung bereichern und auch viele Menschen, die sich komplett überfordern mit ihrer Hilfsbereitschaft vor Ort.

Was hier genau zu der Dramatik, die wir in der privaten Auffangstation beispielsweise gesehen haben geführt hat, ist (noch) nicht erkennbar. Das Land, auf dem das Auffanglager steht, ist von jemand anderem als dem Bestitzer der Hunde gepachtet – die Verquickungen und die Rechtslage sind dramatisch. Die Neigung der Behörden, Tierquälerei konsequent zu Verfolgen und Missstände sowohl in staatlichen als auch privaten Sheltern gleichermassen aufzudecken, geht gen null.

Leidtragende sind einmal mehr die Hunde!

Es wurde aber auch gesehen und erlebt, dass es möglich ist, effektiv und nachhaltig die Situation der Streuner mittels der beschriebenen Programme zu verbessern und zu lösen!

Es kann mit Adoptionsprogrammen und Aufnahme der Tiere zwar akut geholfen und unterstützt werden – die Lösung KANN nur Catch/Neuter/Return sein und MUSS politisch gewollt und konsequent umgesetzt werden.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich weiter nach Kräften für zielgerichtete Unterstützung der Kastrationsprojekte und die Durchsetzung von Catch/ Neuter/ Release ein und für die großartige Arbeit von Menschen, die zielorientiert in diese nachhaltige Richtung arbeiten.

Hühnerstaubsauger

Unfassbar, aber Tiere werden wie Müll behandelt

Peta hat wieder recherchiert und tierquälerische Missstände in mehreren Hühnermastbetrieben aufgedeckt: „Bei der neuesten Recherche haben die Peta- Ermittler mehrere Hühnermastbetriebe des Plukon-Konzerns geprüft, dessen Fleisch- und Wurstprodukte in Deutschland unter der bekannten Marke „Friki“ vertrieben werden. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurde neben den katastrophalen Haltungsbedingungen erstmals auch das brutale Ausstallen mit sogenannten Fangmaschinen dokumentiert.” Hier lesen und ansehen.

Anmerkung der Redaktion:

Was können Sie tun? Wir können es gar nicht oft genug sagen: Tiere sind fühlende Lebewesen, die vom Menschen versklavt werden, und für einen kurzen Gaumenkitzel von der Geburt bis zu ihrem Tod unerklärlichen Qualen ausgeliefert sind. Bitte versuchen Sie vegan zu werden!

Aus Erfahrung wissen wir, dass das meist nicht von heute auf morgen umzusetzen ist, aber zeigen Sie sich aufgeschlossen, wenn es um das Leid von Tieren geht. Machen Sie sich Gedanken darüber, wo das Fleisch, die Wurst, die Milch und die Eier herkommen. Hinterfragen Sie die Produktionsmethoden und beschäftigen Sie sich mit dem, was Sie essen. Gehören Sie zu den Menschen, die die Dinge nicht einfach so hinnehmen, mit dem Argument: es sind ja nur Tiere, es war schon immer so.

Hinterfragen Sie die Lebensmittelherstellung, stellen Sie Fragen und schauen Sie Tieren in die Augen und berühren Sie die, die Sie essen. Und dann stellen Sie sich selbst die Frage: Könnte ich dieses Tier töten / schlachten?

Wenn Sie diese Offenheit an den Tag legen, dann sind Sie auf dem richtigen Weg, in kleinen, aber richtigen Schritten, die sich gut anfühlen. Und kleine Schritte sind oft einfacher umzusetzen, als große, wenn es um eine Ernährungsumstellung geht. Sie schaffen das, wenn Sie offen und willig sind, sich von althergebrachten Einstellungen und Meinungen freizuschwimmen! Kleine Schritte führen zum Ziel, wenn Sie wollen…

Flugzeugabsturz in den französischen Alpen

Kaum ein Tag vergeht, wo wir nicht mit Schreckensmeldungen konfrontiert werden. Gestern war wieder so ein grauer und entsetzlicher Tag, der uns vor Augen führte, wie grausam und ungnädig das Leben sein kann. Von jetzt auf dann ist alles anders.

Die Presse schreibt, es ist eines der schwersten Unglücke in der deutschen Luftfahrtgeschichte. Gestern sind bei einem Absturz eines Flugzeuges der Lufthansatochter Germanwings in den französischen Alpen 150 Menschen ums Leben gekommen, darunter 67 Deutsche. Überlebt hat die Katastrophe niemand. Zu beklagen sind auch 16 Schüler und 2 Lehrer aus Nordrhein-Westfalen (Haltern), die ums Leben kamen.

Das Flugzeug war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf; die Ursache des Absturzes ist noch unklar. Zurück blieb ein regelrechter Trümmerfeld in den Alpen.

Wir, die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, haben die gestrigen Berichte in den Abendstunden vor dem Bildschirm verfolgt und möchten den Hinterbliebenen unser tiefstes Beileid ausdrücken. In Gedanken sind wir bei Euch!

Rassespezifische Hundegesetzgebung in Deutschland

Seit über 15 Jahren gibt es in Deutschland rassespezifische Hundegesetze – in jedem Bundesland ein eigenes und obendrauf noch ein Bundesgesetz zum Verbot der Einfuhr bestimmter Hunderassen aus dem Ausland.

Wie kam es dazu?

Am 26. Juni 2000 kam es in Hamburg zu einem tödlichen Hundeangriff auf den 6-jährigen Volkan. Dieser tragische Vorfall war der Auslöser, eine zu diesem Zeitpunkt bereits 10 Jahre andauernde Debatte um eine „Kampfhundeverordnung“ zu beenden, und schnellstmöglich „Gefahrhunde-Gesetze“ aus dem Boden zu stampfen. In jedem Bundesland wurde ein eigenes Gesetz zur Abwehr von Gefahren durch Hunde erlassen.

Entgegen des fachlichen Rates von Ethologen, Hundesachverständigen und Wissenschaftlern konzentrierte man sich auf die Herkunft der Hunde, also deren Rasse. Es gab und gibt keine wissenschaftlich belegte Grundlage dafür, bestimmte Hunderassen als „gefährlich“ anzusehen – im Gegenteil, sämtliche Experten sind der Meinung, dass die Gefährlichkeit und/oder Aggression eines Hundes nicht in der Rasse, sondern in seiner Sozialisation, der Erziehung und der Behandlung begründet ist.

Diese Expertenmeinungen wurden und werden in den Länderparlamenten bis heute ignoriert. Lediglich in Niedersachsen wurde die Rasseliste im Jahr 2003 abgeschafft, und 2011 ein modernes Hundegesetz, basierend auf der Sachkunde des Halters und der Begutachtung des Einzelfalls, installiert – ohne dass die Zahlen der Beißvorfälle rasant angestiegen sind.

Was sind die Auswirkungen?

Die rassespezifischen Hundegesetze entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage und belegen Hunde eines bestimmten Typs mit tierschutzrelevanten Härten. So müssen diese Hunde in einigen Bundesländern mit Maulkorb und kurzer Leine geführt werden, wenn sie keinen positiven Wesenstest vorweisen können. In einigen Bundesländern ist die Haltung bestimmter Hunderassen verboten – die Tiere werden beschlagnahmt und im Tierheim untergebracht. Eine Vermittlung ist nicht möglich. Besitzer der von den Rasselisten betroffenen Hunde werden mit Auflagen, z. B. Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, vielfach höhere Hundesteuern, Sachkundenachweis usw., belastet.

Die Zahlen in den Beißstatistiken, die von den Bundesländern geführt werden müssen, zeigen, dass die Gesamtzahl der Beißvorfälle sich durch die Gesetze nicht geändert hat. Die gelisteten Rassen sind in den Statistiken zumeist in den unteren Rängen zu finden.

Letztendlich bewirken die Gesetze nicht das, wofür sie geschaffen wurden: sie sorgen nicht für die Sicherheit der Öffentlichkeit! Sie sorgen lediglich dafür, dass Hunde und Hundehalter diskriminiert und kriminalisiert werden. Zudem bewirken sie hohe Kosten für Kontrollen, Verwaltungsaufwand sowie die Unterbringung und Versorgung von beschlagnahmten Hunden, die aufgrund der hohen Auflagen kaum eine Chance haben, die Tierheime wieder zu verlassen.

Lösungen?

Verschiedene Vereine, Organisationen und Einzelpersonen haben es sich zur Aufgabe gemacht, gegen diese Gesetze anzugehen. So auch die IG Gegen Rasselisten – ein sich in der Gründung befindender Verein, in dem auch unser Parteimitglied Svenja Walter aktiv tätig ist. Die Zielsetzung der IG Gegen Rasselisten ist, durch Aufklärung, Information und Sachkunde das Bewusstsein der Öffentlichkeit gegenüber dieser unsinnigen Gesetzgebung zu fördern.

Die Ziele sind:

1. Das Bild der “blutrünstigen Bestie” aus den Köpfen der Menschen verschwinden zu lassen, und den Menschen zu zeigen, dass diese Hunde ganz normale Hunde sind.

2. Die Medien zu veranlassen, ihre Berichterstattung objektiv zu gestalten – nicht jeder Hundebiss ist eine “mörderische Attacke durch einen blutrünstigen Kampfhund”.

3. Die Politik endlich zu der Einsicht zu bewegen, dass ihr jahrzehntelanges Festhalten an einer falschen Gesetzgebung dem Schutz der Gesellschaft nicht dienlich ist.

Es ist an der Zeit, sich von der pauschalen Vorverurteilung bestimmter Hunderassen und -typen zu verabschieden. Der Halter ist in die Verantwortung zu nehmen – durch den Nachweis der Sachkunde, einen Hund führen zu können, um somit eine Gefährdung anderer Personen oder Tiere auszuschließen. Ein modernes und wirksames Hundegesetz, welches die Gesellschaft vor Angriffen durch Hunde beschützen soll, muss auf die Begutachtung und Bestrafung des Einzelfalls und das Verantwortungsbewusstsein des Halters aufgebaut sein – nicht auf die pauschale Vorverurteilung bestimmter Rassen.

Die Gefährlichkeit eines Hundes ist nicht in der Rasse begründet, sondern immer nur in dem individuellen Tier.

Mehr Informationen sind unter www.gegenrasselisten.de nachzulesen.