Ist die Wahrheit Verrat? – Lange Haftstrafe für Bradley Manning erwartet

Das Urteil gegen Bradley Manning wird hart ausfallen. Zu einem Todesurteil kommt es zwar nicht, da eine „Zusammenarbeit mit dem Feind“ nicht nachgewiesen werden konnte, aber mit einer langjährigen Gefängnisstrafe ist trotzdem zu rechnen.

Das Urteil gegen den Wikileaks-Informanten Manning ist kein Sieg für die Demokratie, wie die „Frankfurter Rundschau“ in einem Bericht vom 30. Juli schreibt. Der „Whistleblower“ Manning hat aus Gewissensnot 700 000 Dokumente an „Wikileaks“ weitergegeben und damit einerseits militärische Geheimnisse in die Öffentlichkeit getragen, andererseits hat er darauf aufmerksam gemacht, wie brutal und lebensverachtend die USA im Irak-Krieg gegen Zivilisten vorging.

Das Internetportal „Wikileaks“ veröffentlichte darauf ein von Manning geliefertes Video der Bordkamera eines US-Helikopters aus dem Jahr 2007. Harmlose Zivilisten wurden in Bagdad niedergeschossen, darunter zwei Reuters-Journalisten. Die Helikopter-Crew machte sich über die Opfer sogar noch lustig.

Nicht Bradley Manning sollte verurteilt werden, sondern die Regierung, die nachweislich die Genfer Konvention gebrochen hat und Kriegsverbrechen zulässt, und ihre Soldaten auf unschuldige Zivilisten schießen lässt.

Nun betreibt die US-Regierung die Auslieferung von Edward Snowden mit deutlich wachsendem Druck, denn die NSA möchte ebenfalls ihren “Verräter” so schnell wie möglich vor Gericht und hinter Gittern sehen. Snowden, so schrieb der amerikanische Justizminister Holder seinem russischen Amtskollegen, drohe in den USA weder die Todesstrafe, noch müsse er mit Folter rechnen.

Was ist aus dem einstigen Rechtsstaat Amerika geworden, wenn man in offiziellen Regierungsschreiben zusichern muss, auf Folter zu verzichten? Und was ist aus Deutschland geworden, das sich bisher weigert, Snowden ein Asylrecht zu gewähren?

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz steht fest: Snowden soll nach Deutschland kommen und „auspacken“! „Im Falle Snowden und Manning“, so Bundesvorsitzender Stefan Bernhard Eck, „ist die Wahrheit zu sagen niemals Verrat!“

Veganmania in München – LV Bayern in Aktion

LVBayernVeganmaniaAm 27. Juli 2013 fand die zweite Veganmania in München auf dem Marienplatz statt. Trotz der Hitze waren die zahlreichen Infostände der Tierrechtsgruppen gut besucht. Nachdem der Landesverband Bayern zur Wahl zugelassen wurde, war dies die erste Gelegenheit, gezielte Wahlwerbung zu betrieben. Neben vielen Informationsgesprächen mit Interessierten war die Hauptattraktion das vegane Eis, das am Stand unserer Partei angeboten wurde. Kein Wunder – es waren 36 Grad im Schatten! Die „heiße Wahlkampfphase“ hat für den Landesverband Bayern begonnen.

Unser Umgang mit Tieren – sechs moralische Grundsätze

Die Fähigkeit des Denkens hat den Menschen zum mächtigsten Wesen der Erde werden lassen, ihn aber auf Grund dieser Fähigkeit von der übrigen Natur getrennt.

Gefördert über Jahrtausende durch zahllose Religionen und Kulte mit ihren Gottesphantasien, sah und sieht sich der Mensch auch heute noch als legitimen Gesprächspartner höchster Mächte, als Krone und Ziel der Schöpfung, wesensähnlicher seinen erfundenen Gottheiten, als wesens- und artverwandt zu seinen Mitgeschöpfen, den Tieren.

Dieses Gefühl, dieses vermeintliche Wissen, ist zwischenzeitlich ein Bestandteil seines Bewusstseins, wird ihm gelehrt, vorgelebt und anerzogen. Moralische Werte wie Nächstenliebe, Mitgefühl, Treue etc. gelten im allgemeinen nur für Menschen. Tiere sind heute immer noch Wesen, an denen steinzeitliche Instinkte und »kultivierte« Perversionen und Grausamkeiten des Menschen legal in jedem Kulturkreis ausgelebt werden können.

Dem Mitgeschöpf, dem Tier, wird jedes wirkliche Recht, jedes soziale Empfinden, ja sogar von den christlichen Religionen noch die Seele abgesprochen. Die gesamte Natur wird in einer nur auf den Menschen ausgerichteten Nutzungsbetrachtung klassifiziert und entsprechend angepasst oder vernichtet. Aber: »Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.« (Mahatma Ghandi)

1. Grundsatz

Eine moralische Weiterentwicklung des Menschen bedeutet, das Leid aller Lebewesen und nicht nur das der Menschheit zu mildern.

Führen wir uns vor Augen: Jedes Lebewesen nimmt die es umgebende Welt anders wahr, die Bakterie anders als der Fisch, die Schlange anders als der Bussard, der Hund anders als der Mensch.

So wie jeder Wassertropfen im Meer dem anderen gleichwertig ist, so ist jedes Lebewesen in der Natur dem anderen gleichwertig. Es ist allein der Wahn des Menschen, sich als etwas Höheres, Bedeutenderes, Lebenswerteres zu halten.

2. Grundsatz

Es existieren zahllose, unabhängige Lebensformen am Baum der Evolution, die alle mit dem gleichen Lebensrecht und Lebenswillen von der Natur ausgestattet wurden.

Wir haben heute nicht mehr das Recht, Menschen zu diskriminieren, weil sie einer anderen Rasse oder einem anderen Geschlecht angehören.

3. Grundsatz

Wir sind nicht berechtigt, die individuellen Interessen von Tieren nur deshalb abzulehnen, weil sie einer anderen biologischen Gattung, einer anderen Lebensform angehören.

Die moralische Weiterentwicklung eines Menschen lässt sich daran ablesen, inwieweit er den Kreislauf von »Fressen und Gefressenwerden« durchbricht, das Auslöschen von Leben zu vermeiden sucht und die Einmaligkeit jedes Lebewesens als Mitgeschöpf akzeptiert. Erst dieses Verhalten bedeutet eine tiefe Ehrfurcht vor dem Leben, eine tiefe moralische Integrität.

»Wer nicht aufhört, Fleisch zu essen, ist an den Massakern in den Schlachthäusern unmittelbar beteiligt und dafür moralisch verantwortlich. Begründen muss man nicht, warum man Vegetarier ist, sondern warum man NICHT Vegetarier ist. Rechtfertigen muss sich derjenige, der unschuldige Lebewesen quält und umbringt, nicht derjenige, der dies NICHT tut.« (Helmut Kaplan)

4. Grundsatz

Von allen Lebewesen hat allein der Mensch die moralische Wahlmöglichkeit, den unendlichen Kreislauf von »Fressen und Gefressenwerden« zu durchbrechen.

Der Mensch möchte frei und unbeschadet leben, soziale Kontakte haben und sein Leben in Frieden verbringen. Das gleiche Verlangen hat das Tier. Jedes Tier fürchtet die Vernichtung, fürchtet den Schmerz. »Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.« (Charles Darwin)

5. Grundsatz

Es kommt bei der Betrachtung der Fähigkeiten eines Lebewesens nicht darauf an, ob Tiere die gleiche Intelligenz des Menschen haben, sondern einzig, ob sie die gleiche Leidensfähigkeit haben.

So wie dem Menschen eine Würde zugesprochen wird, hat auch jedes Tier seine Würde.

Ehrfurcht vor dem Leben und Achtung vor den Tieren erstreckt sich nicht nur auf Haustiere, es erstreckt sich auf alle Lebewesen. Allein schon der Begriff »Nutztier/Schlachttier« degradiert ein Lebewesen zum Produktionsfaktor und ist moralisch vernichtend. »Du würdest doch auch deinen Hund oder deine Katze nicht umbringen und aufessen, oder? Warum dann aber Hasen und Schweine! Wo ist der Unterschied?« (Helmut Kaplan)

Jedes Quälen, Versklaven und Töten eines Tieres zum Vergnügen, wie beispielsweise beim Stierkampf, der Jagd, der Pelzindustrie etc. kennzeichnet den Täter als skrupellosen Triebmenschen jenseits ethischen Denkens.

6. Grundsatz

Liebe und Mitgefühl bringt der moralische Mensch allen Lebewesen entgegen und nicht nur seinen Mitmenschen.

Behandle jedes Tier mit der gleichen Achtung, die Du auch den Menschen entgegen bringst.

Habe Ehrfurcht vor jedem LEBEN!

Illegale Bärenkämpfe in der Ukraine – ROYAL CANIN als Sponsor involviert

ROYAL CANIN ist einer der größten Futtermittelhersteller für Heimtiere. Vier Pfoten veröffentlichte diese Woche brisantes Videomaterial, das beweist, dass ROYAL CANIN illegale und brutale Bärenkämpfe in der Ukraine gesponsert hat.

Dabei wird ein Bär an einen im Boden verankerten Pfosten angebunden und kann sich nur so weit bewegen, wie es ihm die Kette um seinen Hals (oder Fuß) erlaubt. Anschließend werden im Abstand von zehn Minuten jeweils zwei bis drei ausgebildete Jagdhunde auf ihn losgelassen. Diese Prozedur muss der Bär bis zur völligen Erschöpfung über sich ergehen lassen.

Laut Vier Pfoten ist die erste Stellungnahme des Konzerns vage, ausweichend und enthält keine Vorschläge, wie den Bären geholfen werden kann.

Informieren Sie sich über den Skandal auf der Homepage von Vier Pfoten. Unter dem folgenden Link werden Vier Pfoten Sie ständig auf dem Laufenden über die weiteren Geschehnisse halten. (Artikel hier lesen)

Protestieren Sie hier: (hier)

Verbot für Plastiktragetaschen! – Zum Schutz der Weltmeere jetzt ein schnellwirksames Konzept…

Jeder EU-Bürger verbraucht jährlich im Schnitt rund 500 Plastiktüten, die Nutzungsdauer beträgt nicht einmal 23 Minuten, dann wandern die Plastiktüten in den Müll! Bis zur vollständigen Zersetzung der Tragetasche aus Plastik dauert es je nach Materialzusammensetzung 100 bis 500 Jahre. Innerhalb dieser ungeheuer langen Zeitspanne bedeutet jede Tüte eine katastrophale Gefahr für das Ökosystem Ozean und seine Bewohner.

Jährlich fallen tausende Wale, Robben und andere Meeresbewohner dem Zivilisationsmüll zum Opfer! Bei Seevögeln wurde mittlerweile nachgewiesen, dass der Plastikmüll sogar an die Jungtiere gefüttert wird!

Die größte schwimmende Müllhalde – mit einer Fläche Mitteleuropas – treibt zwischen Kalifornien und Hawaii; inzwischen kommen dort auf 1kg Plankton 6 kg Plastikmüll. Kleinere Müllansammlungen gibt es auch im Südpazifik, im Atlantik und im Indischen Ozean!

Jetzt ist Handlungsbedarf dringend angesagt: Wir brauchen eine sofortige Verpflichtung des Handels, ein Angebot von preisgünstigen Stofftaschen und Taschen aus kompostierbaren Materialien anzubieten! Diese Gesetzesinitiative ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einem Verbot aller Verpackungsmaterialien aus Plastik.

„Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz“, so die Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg, Bettina Jung, „fordert den Gesetzgeber auf, umgehend zum Schutz der Weltmeere seiner Verantwortung gerecht zu werden.“

Beschleunigtes Artensterben – “Die Wildnis gerät unter die Räder des grünen Fortschritts”

Als Folge des hohen Pestizid-Einsatzes in der Landwirtschaft sind Insekten hierzulande stark zurückgegangen. Bis zu 42 Prozent könnten aussterben, befürchten Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums. Stark gefährdet sind alle Tierarten, die sich von Insekten ernähren: viele Singvögel, Frösche, Eidechsen, Schlangen, Igel und Fledermäuse.

Umweltpolitik ist heutzutage so sehr einseitig auf die „Energiewende“ fokussiert, dass sich die etablierten Parteien und eine Reihe von Umweltverbänden nicht mehr um all die anderen dringlichen Probleme von heute kümmern.

Manche Maßnahmen gefährden sogar Natur und Tiere: Die Offshore-Windparks an der Nordsee bedrohen Schweinswale und Robben und das Öko-System Wattenmeer. Wieder fordert die menschliche Zivilisation Opfer, diesmal im Namen des Umweltschutzes. (Artikel hier lesen)

Hunde im Sommer im Auto

Unverantwortlicher Hundehalter

Eigentlich sollte jedem Hundehalter bekannt sein, dass er im Sommer seinen Hund nicht im Auto einsperren soll. Einer Halterin von gleich zwei Galgos war dies offenbar nicht bekannt, vielleicht handelte sie auch einfach gedankenlos. Sie sperrte ihre beiden Hunde vor einem Berliner Supermarkt ins Auto und ging stundenlang einkaufen. Eine besorgte Tierfreundin rief unsere Tierretter und bat um Hilfe. Wir informierten die Polizei, doch als diese eintraf, war die Frau schon weg. Damit sie zukünftig ihre Hunde nicht mehr in der prallen Sonne im Auto zurücklässt, haben wir eine Anzeige beim zuständigen Veterinäramt gestellt. Das Amt konnte die Halterin über das Kfz-Kennzeichen ausfindig machen und einen Tag später stand der Amtsveterinär bei der unverantwortlichen Hundehalterin vor der Tür und belehrte sie. Sie beteuerte, dass ihr das nicht bekannt gewesen sei und versichert, dass sie zukünftig ihre Hunde nicht mehr im Auto zurücklässt. Sollten Sie mitbekommen, dass sich ein Hund oder ein anderes Tier im Auto, das in der Sonne steht, befindet, dann zögern Sie nicht und informieren Sie die Polizei! Der Innenraum eines Pkws kann sich sehr schnell aufheizen und dies auch schon bei geringen Sommertemperaturen.

Hohe Nitratwerte im Grundwasser – Aigner scheint es gelassen zu nehmen…

Die Sendung „Report Mainz“ berichtete am 23.07.2013 darüber, dass in Deutschland das Grundwasser einen zu hohen Nitratgehalt aufweist. In zahlreichen Regionen steigen die Werte weiter an. Auch die EU-Kommission ist besorgt über die Wasserqualität und fordert die Nitrateinträge in Deutschland zu senken.

Die Hauptursachen für die hohen Nitratwerte im Grundwasser sind die Gülle aus der Massentierhaltung und der wachsende Anstieg von Biogasanlagen und dem damit verbundenen Maisanbau. Da Mais sehr stark gedüngt wird und die Reste aus den Anlagen wieder auf den Feldern ausgebracht werden, wird das Grundwasser mit noch mehr Nitrat angereichert. Eine zu hohe Dosierung mit Nitrat im Trinkwasser kann im menschlichen Körper Krebs auslösen.

Im Interview mit „Report Mainz“ erklärte der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth: “Ein Viertel des Grundwassers in Deutschland hat zu hohe Nitratwerte. Das ist ein gravierendes Problem. Gülle aus der Viehhaltung und Gärreste aus Biogasanlagen verunreinigten das Wasser mit Nitrat. Vor allem die schnell wachsende Anzahl an Biogasanlagen und der damit verbundene Maisanbau verschärften das Problem. Um das Grundwasser besser vor Nitrat zu schützen, gebe es dringenden Handlungsbedarf. Das Umweltbundesamt empfiehlt dringend, dass die Düngeverordnung präzisiert und verschärft wird.”

Auch die Betreiber von Wasserwerken befürchten, dass sie den Grenzwert für Nitrat von 50 mg/Liter bald nicht mehr einhalten können. Bernhard Röhrle, Zweckverband Landeswasserversorgung in Stuttgart, erklärte gegenüber “Report Mainz”: “Die Situation ist besorgniserregend. Wir müssen dringend und kurzfristig reagieren, so dass es zu keinen Grenzwertüberschreitungen kommt.”

Nur die dafür zuständige Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner scheint es auf Nachfrage von „Report Mainz“ mit dem Grundwasserschutz gelassen zu nehmen: “Wir arbeiten im Moment gerade an der ganzen Düngeverordnung, letztendlich auch mit der Kommission. Das ist ein normaler Prozess, der dauert mehrere Jahre in der Regel und da sind wir gerade dran.”

Video aus der Sendung zum Thema ansehen (hier)

Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Deshalb fordert die Partei Mensch Umwelt Tierschutz seit ihrer Gründung verschärfte Gesetze zur Reinhaltung von Grundwasser und Boden, damit die Belastung durch Schwermetalle und sonstige Chemikalien aus Industrie und Landwirtschaft deutlich vermindert werden. Ein weiterer Schritt zur Reinhaltung des Grundwassers wäre eine Verminderung der Einleitung von Gülle. Dies würde sich automatisch ergeben, wenn bundesweit die Nutztierbestände kontinuierlich abgebaut würden.

Schutz der Meere im politischen Wahlgerangel Nebensache – Wir dürfen nicht mit der Welt und ihren Bewohnern umgehen, als gäbe es einen “Plan(eten) B” (Vorsitzende des LV Hamburg, Bettina Jung)

In der Nord- und Ostsee sind Schweinswale – die einzige Walart in unseren Gewässern – beheimatet. Sie stehen in Europa unter Naturschutz, bringen ihre Jungen in Küstennähe zur Welt und ziehen sie auch dort auf. Schweinswale kommen nach etwa 100 Jahren wieder regelmäßig in den großen norddeutschen Flüssen Ems, Jade, Weser und Elbe vor. Aber durch menschliche Eingriffe in ihren Lebensraum sind diese Tiere immer noch gefährdet! Gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union mussten die EU-Mitgliedsstaaten Schutzgebiete einrichten. Doch obwohl die Regierung vor 6 Jahren 30 Prozent der deutschen Nord- und Ostsee als Schutzgebiete ausgewiesen hat, ist die Fischerei mit Stellnetzen, in denen Tausende von Schweinswalen jedes Jahr verenden, dort immer noch erlaubt.

Auch durch den geplanten Ausbau von Windkraftanlagen im Meer, die Verbreiterung der Schifffahrtswege, militärische Aktivitäten wie Munitionssprengungen und Übungen mit SONAR – Technologie ist die Schweinswal-Population im Öko- System Nordsee und Ostsee bedroht. Das Wattenmeer ist UNESCO-Weltkulturerbe – sein Schutz sollte auf der politischen Agenda stehen! Bundesministerin Aigner hat viele Jahre ungenutzt gelassen und muss ohne weitere Verzögerung etwas für den Walschutz unternehmen, denn die Frist für Deutschland, sich auf konkrete Schutzmaßnahmen zu einigen und diese umzusetzen, endet im November 2013. Danach droht ein EU-Vertragsverletzungsverfahren.

Der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert die Bundesregierung eindringlich auf, sich endlich des Schutzes dieser einzigartigen Tierart anzunehmen!

Tierschutzerfolg im östlichen Nachbarland – Polen verbietet betäubungsloses Schächten

Am 19. Juli 2013 wurde im polnischen Parlament mit 222 gegen 178 Stimmen das betäubungslose Schächten weiterhin verboten. Im November 2012 hatte das polnische Verfassungsgericht auf Antrag von Tierschützern entschieden, dass das Schlachten ohne vorherige Betäubung in Polen verfassungswidrig sei. Daher beschloss Polens Regierungspartei, die liberalkonservative Bürgerplattform, eine Gewissensabstimmung ohne den üblichen Fraktionszwang durchzuführen. Diese Abstimmung endete mit der Bestätigung des Schächtverbotes.

Laut einer Meinungsumfrage des Spiegels ist auch in Deutschland die große Mehrheit – 79 Prozent der Bevölkerung – gegen das Schächten. Leider wurde der Wille des deutschen Volkes bisher nicht respektiert, da es auch in der deutschen Gesetzgebung ein Schächtverbot gibt, aber eine Ausnahmeregelung für religiös-motiviertes Schächten besteht.

Nach der Bestätigung des gesetzlichen Verbotes kündigte Polens Oberrabbiner Michael Schudrich seinen Rücktritt an. “Freitag vergangener Woche wird in die Geschichte Polens als der schlimmste Tag für die polnisch-jüdische Diaspora in den letzten 30 Jahren eingehen”, sagte er. Der 58-jährige Oberrabbiner ist zutiefst enttäuscht von den polnischen Parlamentariern; Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler in aller Welt hingegen jubelten über die Entscheidung des polnischen Parlamentes.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich seit ihrer Gründung für die Abschaffung des betäubungslosen Schächtens ein und kann nicht verstehen, dass unsere Volksvertreter bis heute diese archaische und tierquälerische Schlachtmethode billigen.

Hier ein (Video) über das betäubungslose Schächten und Schlachten, dass sich Kinder und Jugendliche nicht ansehen sollten, da die Szenen unerträglich grausam sind.