Am 25.11.2011 fand erneut eine Kundgebung gegen Massentierhaltung vor dem Hannoveraner Landwirtschaftsministerium statt, an dem auch unsere Partei mit fünf Mitgliedern aus dem Landesverband Niedersachsen teilnahm. Marita Adler, Margret Giese, Ulrich Adler, Sabine Pankau und Rosemarie Worgull unterstützen die Bürgerinitiativen in ihrem Kampf gegen den Bau von 300 Mastställen, die den Mega-Schlachthof in Wietze bei Celle beliefern sollen. Die Landesvorsitzende Margret Giese stellte den Standpunkt unserer Partei zu diesem Thema dar.
Month: November 2011
Der braune Terrorismus in Deutschland
Bundesinnenminister Friedrich sprach von einer “neuen Qualität rechten Terrors, an der Schwelle zum Terrorismus”. Nun, neu ist der rechte Terror wahrlich nicht! In den Jahren 1990 bis 2010 zählen der Tagesspiegel und das Magazin Zeit 137 Morde rechtsradikal motivierter Täter (Siehe unter: http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus/137-todesopfer-rechter-gewalt/1934424.html). Die Amadeu Antonio Stiftung zählte 182 Todesopfer rechter Gewalt. Für den gleichen Zeitraum kommen die zuständigen Bundesbehörden beim Innenministerium lediglich auf 47 Tote. Jetzt können es auch die amtlichen Statistiker nicht mehr verharmlosen und müssen dieser Zahl nun 10 weitere Opfer hinzufügen. In der Presse verharmlosend als “Döner-Morde” tituliert, nach bisherigem Kenntnisstand von einer 3 köpfigen Tätergruppe und bis zu 20 Sympathisanten ausgeübt.
Die Rollen der thüringischen Ermittlungsbehörden und des thüringischen Verfassungsschutzes geben aktuell auch mehr Fragen als Antworten auf. In der Zeit von 1998 bis zum 4. November 2011 waren Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe für die Behörden verschwunden. Plötzlich tauchen aus den Trümmern einer ausgebombten Villa in Zwickau und eines ausgebrannten Wohnmobils in Eisenach Beweise für 10 nicht aufgeklärte Morde, 14 Banküberfälle und ein Bekennervideo auf. Entweder wussten die ermittelnden Behörden und beteiligten Verfassungsschützer wirklich nichts, dann kann man doch sehr an deren Kompetenz zweifeln. In einer vom Verfassungsschutz durchsetzten Szene ist nie etwas bekannt geworden von einem “Nationalsozialistischen Untergrund”? Oder aber es war etwas bekannt, was sicherlich die weitaus unangenehmere Variante wäre.
Reflexartig hört man nun von den PolitikerInnen der im Bundestag vertretenen Parteien, das man das Verbotsverfahren gegen die NPD nun endlich wieder aufnehmen müsse, bzw. um im merkelschen Duktus zu bleiben: “Die Wiederaufnahme des Verbotsverfahrens ist zu prüfen“. Es wäre interessant zu wissen, ob diejenigen, die diese Forderung nun in alle Mikrofone geben, sich über den Zusammenhang des NSU-NPD im Klaren sind?
Die – bisher bekannten – NSU-Mitglieder Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe haben sich aus dem “Thüringer Heimatschutz” rekrutiert. Dies war von 1996 bis etwa 2000 der Dachverband der thüringischen Freien Kameradschaften (Siehe unter: http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/service/lexikon/t/der-thueringer-heimatschutz-ths-9721/). Diese Freien Kameradschaften sind nicht nur in den neuen Bundesländern eng mit der NPD verwoben. Bereits im Jahr 1998 hatte der damalige NPD-Bundesvorsitzende Voigt erklärt, keine Probleme mit Menschen zu haben, die vormals in verbotenen Nazi-Organisationen aktiv waren (http://www.antisemitismus.net/deutschland/jelpke-4.htm). Mehr dazu auch auf: http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/was-verbindet-die-npd-mit-den-neonazistischen-kameradschaften.
Faschismus, Rassismus, ein menschenverachtendes Bild von Rasse und Nation, dies alles sind keine Meinungen, sondern Verbrechen. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert ein Verbot der NPD! Ein solches Verbot löst natürlich nicht das Problem des Rechtsextremismus, aber es wäre ein Zeichen der Gesellschaft, eine solche Partei nicht zu dulden und der finanziellen Unterstützung durch staatliche Mittel wäre die rechtliche Legitimation entzogen. Den Kampf gegen Rechts können wir letztlich nur alle gemeinsam gewinnen. Gegen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und braune Einfalt. Für ein friedliches, tolerantes Miteinander und für eine bunte Vielfalt!
Rumänien erlaubt Hundemord!
Wie im Newsletter von Vier Pfoten vom 24.11.2011 zu lesen ist, wurde das tierfeindliche Gesetz von Massentötungen von Streunerhunden in Rumänien wieder legalisiert. Am Dienstag, den 22.11.2011 wurde es im rumänischen Parlament mit 168 zu 111 Stimmen verabschiedet.
Vier Pfoten startet eine neue Unterschriftensammlung und wendet sich an den rumänischen Präsidenten, denn nur er kann das Gesetz jetzt noch kippen. Machen Sie mit!
Hier geht es zum Protest: www.vier-pfoten.de
“Sich einmal wie ein Kaninchen im Mast-Käfig fühlen”
Aktion des Bündnisses “Kaninchenmast, nein danke” vor dem Landwirtschafts-Ministerium und auf dem Berliner Alexanderplatz. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist ein Bündnispartner. Vertreter des LV Berlin waren unterstützend vor Ort.
Aktivisten des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke” haben im politischen Zentrum Berlins erneut für Aufsehen gesorgt. Vor dem Eingang des BMELV hatten Demonstranten einen Käfig errichtet und die Mitarbeiter der Behörde sowie Ministerin Aigner aufgefordert, sich einmal wie ein Kaninchen in der Käfig-Mast zu fühlen. Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz waren bei dieser kurzfristigen Aktion der Landesvorsitzende Artur Kalka und Michael Marx vor Ort.
Das Aktions-Video des Bündnisses “Kaninchenmast, nein danke” können Sie sich auf (You Tube) ansehen.
Aus der Pressemitteilung des Bündnisses “Kaninchenmast, nein danke”:
„Mit dieser ungewöhnlichen Aktion wollen wir den Verantwortlichen vor Augen führen, wie sich ein Kaninchen im Mastkäfig fühlt”, erklärt Stefan Klippstein, Sprecher des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke”.
Die Haltungsbedingungen in der Käfigmast sind so dramatisch, dass das Fleisch der in Deutschland gemästeten Kaninchen in der Schweiz nur mit dem deutlichen Warnhinweis „aus in der Schweiz nicht zugelassener Käfighaltung” verkauft werden darf.
Die Aktion war ein weiterer Protest gegen einen Entwurf von Haltungsvorgaben in der Kaninchenmast, welchen das Ministerium in Umlauf gebracht hatte. „Die vom Ministerium vorgelegten Haltungsvorgaben können nur von Menschen stammen, die nicht in der Lage sind, das Leid der Kaninchen in der Käfighaltung nachzuvollziehen, vielleicht ändert sich das jetzt”, so Klippstein.
Bei einer spontanen Aktion haben die Tierschutz-Aktivisten mehrere Minuten lang Frau Ilse Aigner an der Ausfahrt aus dem Ministerium gehindert. Mit Bannern, Flyern und Fotos wurde die Ministerin auf das Schicksal der Mastkaninchen aufmerksam gemacht. „Wir haben Frau Aigner angeboten, sich wie ein Kaninchen zu fühlen und in den aufgestellten Käfig zu hocken; dieser Aufforderung ist sie leider nicht nachgekommen, darum haben wir in einer spontanen Aktion die Ausfahrt des Ministeriums blockiert und Frau Aigner mehrere Minuten lang an der Ausfahrt gehindert”, so Stefan Klippstein Sprecher von Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke”. Selbst die vor Ort eingesetzten Sicherheitskräfte und Polizeibeamten konnten diese Aktion nicht verhindern.
Am Mittag wurde der Käfig dann auch auf dem Berliner Alexanderplatz aufgestellt und die Verbraucher aufgefordert, sich wie ein Kaninchen in der Mast zu fühlen. „Viele Konsumenten konnten sich nicht vorstellen, wie eng es in einem Kaninchen-Käfig ist”, erläutert Klippstein.
Castor-Transporte 2011
Einen Tag früher als ursprünglich geplant ging es los mit dem diesjährigen Castortransport, also schon am Mittwoch, den 23.11.2011. Und trotz “Atomausstieg” und Versprechen wie “Neusuche einer atomaren Endlagerstätte” haben sich Tausende von AtomkraftgegnerInnen ins Wendland aufgemacht oder auf der Strecke aus dem französischen Le Hague ins Zwischenlager Gorleben den Zug mit den Castorbehältern stoppen wollen.
Und dafür gibt es viele gute Gründe; die zwei wichtigsten sind:
– wenn die Atomkraft wirklich so gefährlich ist, dass 8 Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden müssen, steht die Frage im Raum: Sind die deutschen AKWs durch die Vorgänge in Japan plötzlich durch Tsunamis und Erdbeben stärker bedroht als vorher? Und die zweite Frage schließt sich gleich an: Sind die restlichen 9 AKWs dann ungefährlich?
Das atomare Risiko wurde durch die Beschlüsse der Bundesregierung zur “Energiewende” lediglich marginal verringert. Das größte Risiko geht ohnehin vom Atommüll aus, über den unsere Nachfahren noch in Tausenden von Jahren fluchen werden – sollte es die Erde wider Erwarten dann noch geben…
– ein stillgelegtes Salzbergwerk als Endlagerstätte für Atommüll auszusuchen, ist ein weltweit einmaliger Vorgang, ein deutscher Sonderweg. Die geologischen Voraussetzungen, in einer Salzlauge über 10 000 Jahre etwas sicher zu lagern, sind in keiner Weise gegeben und werden von unabhängigen Experten heftig bestritten. Gorleben ist definitiv eine ungeeignete Endlagerstätte für Atommüll, unabhängig von den politischen Mauscheleien, die zur Wahl dieses Standortes geführt haben.
Auch ein Bundesumweltminister Röttgen wird mit der – kurz vor dem Transport bekannt gegebenen – neuen Suche nach einer sicheren Endlagerstätte nicht zur Beruhigung der AtomkraftgegnerInnen beitragen können. Möglicherweise ist es auch nur ein Ablenkungsmanöver, und er setzt auf Zeit, um am Ende doch grünes Licht für Gorleben zu geben!
Was übrigens sein Amt in NRW anbetrifft: Dieser Umweltminister, der gleichzeitig CDU-Landesvorsitzender in NRW ist, bleibt völlig blass und bringt nichts voran. Das hat man zwar seinerzeit auch Umweltminister Klaus Töpfer vorgeworfen, aber im Vergleich schneidet der doch wesentlich besser ab.
Der Bundesregierung ist ein solcher „Softie“, dem der Schneid für konsequentes Handeln fehlt, sicher gerade recht, wird doch u. a. auf diese Weise am ehesten gewährleistet, dass sich am Ende diejenigen durchsetzen, die den strahlenden Müll zwar weiter produzieren lassen, ihn aber keinesfalls in ihrem Bundesland haben wollen…
Informationen zu den Castortransport 2011 und den Protesten unter:
Hier Informationen zu den Castortransport 2011: www.x-tausendmalquer.de
Zum Protest: www.ausgestrahlt.de
Auch RTL berichtete darüber…
EM 2012: Empörung über Hundemorde in der Ukraine
“In den großen Städten wie Kiew oder Lwiw leben bis zu 15.000 der wilden Hunde. Lange war die Koexistenz zwischen Mensch und Tier weitgehend problemlos. Doch streunende Hunde sind nicht gut fürs Straßenbild – schon gar nicht, wenn bei einem Fußball-Großereignis wie der EM ganz Europa zuschaut. Deshalb wird in mancher Stadt das Töten sogar staatlich organisiert.”
Hier weiter lesen: www.rtl.de
Klimarat schlägt Alarm…
…und fordert die Politik zum Handeln auf!
Bis zu 50 Grad Celsius in Deutschland, extreme Dürren in Afrika und zerstörerische Hurrikane: Der Weltklimarat warnt im Zuge der globalen Erwärmung vor immer extremeren Wetterphänomenen. Der “Extremwetterbericht” des Weltklimarates (IPCC) soll am kommenden Freitag im ugandischen Kampala vorgestellt werden.
Hier weiter lesen: www.n24.de
Deutschlandweiter Fachkräftemangel in der Medizin
Gesundheits- und Pflegeberufe müssen aufgewertet und gefördert werden
Wie aus einem Bericht der Freien Presse vom 18. Oktober 2011 hervorgeht, bekommen Sachsens Krankenhäuser den zunehmenden Ärztemangel auf dem Land zu spüren. Es herrscht Andrang in den Notfallaufnahmen, weil vermutlich ein großer Teil der Patienten wegen der langen Wartezeiten in den niedergelassenen Arztpraxen gleich in die Klinik fahren.
Der Vorstandschef der AOK Plus, Rolf Steinbronn, bestätigt diesen Zustand. Es wurde im ländlichen Raum ein starker Anstieg der Notfälle festgestellt. Das gilt auch außerhalb der Notfallversorgung, was zu immer mehr Stress auf den Stationen führe. Grund: Auch in Krankenhäusern sind die Stellen von Ärzten und Pflegepersonal unterbesetzt.
Im Freistaat Sachsen gibt es fast 400 Haus- sowie etwa 100 Facharztstellen im niedergelassenen Bereich, die besetzt werden könnten. Für 300 bis 400 Arztstellen fehlen die Bewerber im Krankenhausbereich. Das Problem des Fachkräftemangels liegt vor allem im ländlichen Raum vor.
Bundesweit gibt es das Problem des Fachkräftemangels vom Arzt bis zur Pflegefachkraft; die deutsche Krankenhausgesellschaft spricht von bis zu 6000 offenen Arztstellen in Krankenhäusern. Die Anzahl der zu behandelnden Menschen steigt in den Kliniken weiter an.
Laut Experten müssen die Zugangsbedingungen zum Ärztestudium korrigiert werden, um den Bedarf an Ärzten zu decken.
Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich dafür ein, dass alle Ausbildungsberufe im Gesundheits- und Pflegebereich aufgewertet und gefördert werden. Damit wieder mehr junge Leute Humanmedizin studieren, darf nicht mehr allein das Abiturzeugnis bzw. der Numerus Clausus ausschlaggebend sein, auch die ethische und moralische Einstellung sollte verstärkten Einfluss finden. Außerdem müssen die Zukunftsaussichten für werdende Ärzte verbessert werden. Extreme Arbeitszeiten und schlechte Bezahlung in Krankenhäusern sowie eine zu starke Abhängigkeit niedergelassener Ärzte von den Krankenkassen verschlechtern das Image des Berufsbilds Arzt zusehends.
Darüber hinaus wird im Gesundheitsbereich viel zu viel Geld in Bürokratie und in die Entwicklung von medizinischer Spitzentechnologie gesteckt, die nach der Zulassung durch die Behörden aufgrund der extrem hohen Behandlungskosten den gesetzlichen Versicherten gar nicht zur Verfügung steht. Gerade im Bereich der Aufstockung und Förderung medizinischen Pflegepersonals wäre dieses Geld deutlich besser investiert.
Kinofilm-Tipp mit Paul Watson
Doku-Drama: “Bekenntnisse eines Öko-Terroristen”
Seit dem 10. November 2011 ist das Doku-Drama „Bekenntnisse eines Öko-Terroristen“ in den deutschen Kinos zu sehen. Sea Shepherd mit ihrem Frontmann Paul Watson gilt als die radikalste und konsequenteste Umweltschutzorganisation unserer Zeit, die für den Schutz der Meeressäuger gewaltlos, aber gern mit drastischen Mitteln, kämpft. Paul Watson nimmt seine Einsatz-Berechtigung aus der „Weltcharta für die Natur der Vereinten Nationen“: Ist keine offizielle Kraft in der Nähe, um Umweltfrevel zu verhindern, darf laut dieser jeder Mensch aktiv werden – zum Wohl aller!
Zum Trailer: www.trailerseite.de
Im nachfolgenden Interview spricht Paul Watson über die Sea Shepherd Conservation Society, die Gefechtstaktik auf See, sein Verhältnis zu Greenpeace, die Rolle der Medien und über den Film “Bekenntnisse eines Öko-Terroristen”
Zum Interview: www.planet-interview.de
Antibiotika-Studie
Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme – es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente.