Hey, Käse-Liebhaber! Wusstet ihr, dass es eine bahnbrechende Innovation gibt? Formo-Käse schreibt die Regeln von Genuss und Umweltbewusstsein neu. Continue reading “EU verschleppt Zulassung von veganem Käse”
Month: September 2023
Praktikumsende in NRW und Hessen
Vor einigen Wochen hatte ich mich hier vorgestellt: Tim, der Praktikant bei der Partei Mensch Umwelt Tierschutz. Ich erzählte von Erwartungen und anstehenden Aufgaben. Später erfolgte eine Halbzeitanalyse, in welcher ich bisherige Erfahrungen einordnete und die bisherige Praktikumszeit evaluierte. Nun sind die acht Wochen des Praktikums vorbei.
Und was kann ich abschließend berichten?
Ich kann erzählen von etlichen tollen Menschen, von denen viele freiwillig einen Großteil ihrer Kraft und Zeit in die politische Arbeit stecken, von den verschiedensten Gesprächssituation – darunter natürlich auch politischen Diskussionen – bei Ausstellungen, Demonstrationen oder in Einkaufspassagen oder von ganzen weiteren unterschiedlichen Aufgaben, die dem großen Projekt immer an einer anderen Stelle helfen konnten.
Ich könnte hier also noch viele Details der letzten Wochen präsentieren, doch das Wichtigste sei ganz allgemein zu sagen, von dem ich zum Schluss denke, was jede Person verinnerlichen sollte: Engagiert euch politisch!
In letzter Zeit war ich über das politische Geschehen in Deutschland häufig frustriert, konnte mich nicht mehr in der Parteienlandschaft einordnen und hielt das Ganze für eine Sackgasse. Glücklicherweise konnte ich die Wut und Enttäuschung in Motivation, selbst was zu ändern, umwandeln.
Das Praktikum zeigte mir eine neue Welt. Natürlich redet jeder über Politik und besitzt über die meisten Themen eine eigene Meinung, aber das politische Arbeiten an sich ist leider zu einem Platz im Schatten geworden. Ich schaute bei mir selbst nach: Wie viele Leute kenne ich eigentlich, die in diesem Bereich tätig sind? Wie viele gehen zu Demonstrationen, beteiligen sich an Bürgerinitiativen?
Politik ist mehr als Parteiarbeit und das ist auch gut so. Aber weder das eine noch das andere findet in dem Leben der meisten Menschen einen eigenen Raum. Das Praktikum bot mir die Gelegenheit, in einen solchen Ort zu betreten und ich würde es immer wieder tun. Wenn man erst merkt, wie gut es tut, selbst was in die Hand zu nehmen und für die eigenen Werte einzustehen und zu kämpfen, möchte man gar nicht mehr, dass es aufhört. Bekommt man mal tiefere Einblicke in die politische Welt, dann wird einem erst die Systemrelevanz dessen bewusst.
Ich war unter anderem Teil des Bundesparteitages in Hannover, also dort, wo die grundlegendsten und auch oft wichtigsten Dinge geklärt werden. Dabei wurde mir nochmals klar, wie seriös und zielstrebig das Arbeiten dort ist, wenn Mitglieder und Vorstände aus ganz Deutschland zusammenkommen, um über die Zukunft der Partei zu entscheiden.
Ergo bin ich froh, persönliche Pionierarbeit geleistet zu haben, indem ich mir die Politik aus dem Schatten ins Licht brachte. Auf diesen vielen verschiedensten Erfahrungen beruht nun auch meine Motivation weiterzumachen. Deswegen betone ich erneut: Politische Arbeit ist wichtig und unabdingbar, also nutzt vorhandene Zeit und Kraft und versucht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Und ja, politisch verbittert sein ist völlig normal, doch das beste Gegenmittel ist das eigene Anpacken. Einmal dabei, entwickelt sich der Frust in Hoffnung.

Landtagswahl in Hessen
Unser Wahlspot zur Landtagswahl in Hessen: Continue reading “Landtagswahl in Hessen”
Bundesweiter Bürgerrat startet – Veganer:innen sind dabei!
Der erste “Bürgerrat” der Ampelkoalition hat seine Arbeit aufgenommen und befasst sich mit dem Thema Ernährung. Dabei beraten 160 zufällig ausgewählte Personen darüber, wie die „Ernährung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlichen Aufgaben“ künftig gestaltet werden soll. Da dürfen natürlich die Themen Tierleidvermeidung und bio-vegane Lebensmittel nicht fehlen! Und tatsächlich sind 2,5 % der Teilnehmenden vegan Continue reading “Bundesweiter Bürgerrat startet – Veganer:innen sind dabei!”
Aktion zur Verkehrsberuhigung in Weetzen (Region Hannover)
Am Freitag, den 22.09.23, haben wir gemeinsam mit unserem Mitglied Uwe Hillmann an einer Aktion zur Verkehrsberuhigung im Ortsteil Weetzen der Stadt Ronnenberg (Region Hannover) teilgenommen. Continue reading “Aktion zur Verkehrsberuhigung in Weetzen (Region Hannover)”
End The Horse Slaughter Age
In der letzten Woche gab die Europäische Kommission grünes Licht für den Start der Europäische Bürgerinitiative (EBI) mit dem Titel „End The Horse Slaughter Age“. Damit können ab sofort in der gesamten Europäischen Union Unterschriften gesammelt werden. Ziel der Initiator:innen aus dem italienischen Brescia ist eine Gesetzesänderung, die das Schlachten von Pferden unter Verbot stellen soll. Continue reading “End The Horse Slaughter Age”
Grausames, sinnloses Töten von Ratten beenden!
Über Ratten gibt es viele Mythen und Schauergeschichten, weil die Menschen kaum etwas über sie wissen. Wissenschaftler:innen interessieren sich erst seit Kurzem dafür, das Leben der Stadtratten zu ergründen – und finden dabei Erstaunliches heraus.
Ratten sind intelligent, sozial und haben die Fähigkeit zu Empathie. Continue reading “Grausames, sinnloses Töten von Ratten beenden!”
Stoppt die Radikalisierung der Gesellschaft!
In der Vergangenheit haben sich viele Menschen oft davor gescheut, öffentlich über politisch heikle oder kompliziertere Sachverhalte zu sprechen. Sie überließen es denjenigen, die sie für kompetenter hielten, solche Themen zu behandeln.
Insbesondere mit Donald Trump, der durch besonders populistische Vereinfachungen auffällt, und durch den Aufstieg von Social-Media-Plattformen, wo man sich anonym und mittels Resonanz der eigenen Bubble äußern kann, hat sich das geändert. Man schämt sich nicht mehr für Aussagen, für die man wenig Hintergrundwissen hat, sondern ist oft besonders eifrig dabei, die eigene Meinung drastisch kundzutun.
Ein Gewinn für die Demokratie ist dies leider nicht wirklich. Das Problem ist nämlich, dass dabei Falschinformationen verbreitet, Fakten geleugnet, Mobbing und Ausgrenzung betrieben werden. In den Echokammern fühlen sich diese Menschen bestärkt und bemerken nicht mehr, wenn sie sich verrennen. Sie schämen sich nicht einmal mehr für rassistische und demokratiefeindliche Ansichten, sondern finden Bestätigung und tragen sie in die Öffentlichkeit, also außerhalb ihrer Blase. Mitunter verstärken die digitalen Plattformen diese Fehlentwicklung auch noch gezielt.
Auf diese Weise wurden die Grenzen des Sagbaren immer weiter nach rechts verschoben. Und das wiederum bleibt nicht ohne Folgen für Politiker:innen und Medienschaffende, die unbemerkt dieser Verschiebung folgen und teilweise auch bewusst vorantreiben, um Stimmen zu sichern bzw. ökonomische Vorteile zu haben.
Wenn sich die Gesellschaft radikalisiert, gehen Maß und Mitte verloren. Neuste Studienergebnisse belegen auch, dass die extremen Positionen momentan erstarken und somit eine massive Diskursverschiebung droht. Und dieser folgen mittelfristig dann auch politische Entscheidungen, die sich nach und nach immer weniger an Moral und Ratio orientieren.
Anstatt uns gemeinsam für ein Leben miteinander und für die nächsten Generationen einzusetzen, dominiert mittlerweile der Hass gegen Menschen, die sich für soziale, ethische und ökologische Werte einsetzen. Kleinste Bemühungen für mehr Tierschutz oder Klimaschutz werden dabei rhetorisch als Untergangsszenarien dargestellt, um die Stimmung aufzuheizen und Feindbilder zu erzeugen. Die Politik lenkt dann fast immer ein und gibt diesem Druck nach.
Aktuelle Befunde zeigen auf, dass dieser Radikalisierung die Überzeugung zugrunde liegt, dass sich die Gesellschaft durch Moderne, Wandel und Progressivismus in eine fatal falsche Richtung entwickeln würde. Dies kann teilweise quasireligiöse Züge wie im Chiliasmus annehmen. Die Vorstellung, man würde auf eine Endzeit zusteuern, befeuert dann wiederum die zerstörerische Radikalität, statt sich konstruktiv an den notwendigen Reformen zu beteiligen.
Die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ fordert Politiker:innen aller Parteien und alle Journalist:innen auf, diesem Druck standzuhalten und einen Rechtsruck aktiv zu verhindern. Wir fordern sorgfältige Faktenchecks und aufbereitete Hintergrundinformationen in allen Medien, sowie eine Orientierung an wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen. Wir fordern stärkere Verfolgung von Hassverbrechen und verfassungsfeindlichen Bestrebungen jeglicher Form. Und wir möchten die Demokratie stärken, insbesondere durch mehr politische Bildung sowie mehr Mitbestimmung und Teilhabe, etwa durch Bürger:innenräte.
Nur so kann die Gesellschaft wieder zur Ruhe kommen und einen gemeinsamen Grundkonsens erarbeiten, der demokratische Werte, einen ethischen Umgang mit unserer Mitwelt und die nötigen Voraussetzungen für einen lebenswerten Planeten in den Mittelpunkt rückt.
Erklärung von Hannover der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ
Aktuelle Mitte-Studie 2022/2023
Kolumne zum Thema von Sascha Lobo
Anstiftung zum Bürgerkrieg (FAZ)
Wolf Abschussgenehmigung in der Region Hannover
Deutschland hat sich verpflichtet, die Richtlinien FFH-RL umzusetzen. Der Wolf ist über den Anhang IV der FFH-RL und im § 44 BNatSchG besonders geschützt. Im Januar ist die Abschussgenehmigung für den Wolf mit der Kennung GW950m ausgelaufen. Das Tier soll unter anderem das Pony von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) gerissen haben. Die untere Naturschutzbehörde der Region Hannover hat nun wieder eine Ausnahmegenehmigung zur Entnahme eines Wolfes erteilt. Die Genehmigung gilt bis Ende Februar 2024.
Auf Anfrage äußerte sich die Region Hannover nicht, ob diese erneute Genehmigung den Wolf GW950m betrifft. Die Genehmigung werde in der nächsten Woche offiziell wirksam, dann sei auch der Rechtsweg dagegen offen. Ein möglicher Widerspruch habe aber keine aufschiebende Wirkung. Der zur Entnahme berechtigte Personenkreis mit Jagdlizenz sei informiert. Laut dem Bundesnaturschutzgesetz ist es in einem definierten Bereich zeitlich befristet möglich, Wölfe zu entnehmen, bis ein übergriffiges Tier entnommen ist. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) lobte die öffentliche Bekanntgabe der Ausnahmegenehmigung. „Das transparente Vorgehen erhöht das Vertrauen in ein sachliches und regional differenziertes Wolfsmanagement und ist rechtlich überprüfbar“, sagte er. Es sei zudem richtig, dass der Jäger oder die Jägerin anonym bleibe, um die Person vor Anfeindungen zu schützen.
Die Genehmigung soll vom 29.09.2023 bis zum 29.02.2024 terminiert sein. Es sollen Nachtsichtgeräte erlaubt sein und so lange geschossen werden, bis keine Risse mehr verzeichnet werden. Neben der unzulässigen Dauert gibt es noch einen anderen „Harken“ an der Zulässigkeit: hier hätte zuvor ein wolfsabweisender Herdenschutz überwunden werden müssen, mehrfach. Ein Blick auf die Nutztierrisstabelle zeigt deutlich, dass hier entnommen werden soll, obwohl kein genügender Herdenschutz vorhanden war/ist. Wird der Adult-Wolf geschossen, verbleiben noch 1 Erwachsener, 2 unerfahrene Jährliche, 7 Welpen. Es ist dann zu erwarten, dass die Risse auf ungeschützte Weidetiere zunehmen.
(BH)
Warum ist die Abschussgenehmigung rechtswidrig?
Dies kann man sehr leicht feststellen: von den 30 Rissereignissen, die als Begründung herangezogen werden, gab es lediglich in sieben Fällen „Mindestschutz“ (90 cm)- und der ist nicht wolfsabweisend. Zudem gibt es ein Urteil des EUGH, dass das Überwinden von Mindestschutz für eine Entnahme nicht ausreicht, sondern nach dem Stand der Technik geschützt werden muss.
Olaf Lies, als Vorgänger des aktuellen Umweltministers Meyer, hat mal festgelegt, ohne dass es hierfür auch nur den Hauch eines Beleges gäbe, dass man Rinder und Pferde nicht schützen muss, weil die das angeblich selber können (tatsächlich war der Grund wohl eher der, dass diese so selten angegriffen werden, dass eine Förderung von Herdenschutzmaßnahmen unverhältnismäßig erschien). Was er „vergessen“ hat festzulegen: wenn man diese Weidetiere dem Wolf auf dem Silbertablett ausliefert, dann kann man gerissene Pferde und Rinder natürlich auch nicht als Argument für Entnahmen nehmen.
Und: wer jetzt adulte Wölfe „entnimmt“, riskiert den Hungertod der Welpen und verursacht damit zwangsläufig die nächsten “Problemwölfe” und die nächsten Übergriffe auf Nutztiere. Denn die Welpen des Rudels sind im derzeitigen Alter von etwa fünf Monaten noch vollständig von der Versorgung durch die Eltern und die eventuell noch beim Rudel verbliebenen Jährlinge abhängig und werden erst in einigen Wochen beginnen, mit auf die Jagd zu gehen und zu lernen, wie man Beute macht. Wenn sie nicht verhungern, werden sie mangels Jagdkenntnissen den einfachsten Weg wählen: den zu den Weidetieren, die in Niedersachsen bekanntlich zu über 80 % nicht geschützt werden.
Bevor Herr Meyer zum UM gewählt wurde, hat er dieselben Aktivitäten seines Vorgängers mit allen Mitteln zu Recht bekämpft – nachdem er sich nach der Wahl um 180° gedreht hat, ist man leider geneigt zu denken, dass genau das hier geschilderte Problem der Grund für diese Ausnahmegenehmigung und eine Eskalation definitiv beabsichtigt ist. Der „Schadwolf“ darf bis zum 29.2.24 geschossen werden, auch da wird sich wieder nicht an die Rechtsprechung gehalten und an den Praxisleitfaden, der ganz klar sagt: maximal 4 Wochen! Maximal vier Wochen darf eine Abschussgenehmigung gehen und das Verwaltungsgericht Düsseldorf, dass bis heute noch das einzige Urteil zum Herdenschutz gemacht hat, hat am 06.05.21 entschieden, dass, selbst wenn der Wolf mal über Grundschutz (120 cm) geht, gibt es KEINEN Grund ihn abzuschießen, weil er sich deshalb nicht auf Weidetiere spezialisiert hat.
Nach der FFH-Richtlinie ist geregelt, dass es für streng geschützte Tiere Schutzgebiete geben soll. Nach 8 Jahren Wolf im Burgdorfer Holz (Wolfsgebiet) ist in der Region Hannover immer noch kein Schutzgebiet ausgewiesen. Mindestens 120 cm ist Grundschutz, besser höher wird empfohlen. Wolfsabweisend ist 140/150 cm, 6 Fach Litze, 8500V Strom, mit funktionierender Erdung.
(DK)
Haushalt beschlossen: Stelle für Tierschutzkoordinator:in & Titel für Tierschutzausgaben
Es gibt großartige Neuigkeiten! Continue reading “Haushalt beschlossen: Stelle für Tierschutzkoordinator:in & Titel für Tierschutzausgaben”