Heiße Getränke aus To-Go-Bechern enthalten Nanoplastik

Dass Einwegverpackungen massiv der Umwelt schaden und weltweite Müllberge immer weiter wachsen lassen, sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Nun fokussiert sich die Wissenschaft jedoch auf die möglichen Gesundheitsrisiken der immer noch beliebten To-Go-Becher. Kommen diese in Berührung mit heißem Wasser, so setzen sie Billionen Partikel von extrem kleinem Mikroplastik (Nanoplastik) frei. Laut aktuellen Untersuchungen des National Institute of Standards and Technology (NIST) sind diese so fein, dass es womöglich in menschliche Zellen eindringen und dort massiven Schaden anrichten könnten. Die Ursache: Die handelsüblichen To-Go-Becher sind innen mit einer flexiblen Kunststofffolie (LDPE) beschichtet, um ein zu schnelles Aufweichen und so ein Auslaufen der Getränke zu verhindern.

Forschende unterteilen Kunststoffteilchen in zwei Gruppen ein: Mikro- und Nanoplastik. Mikroplastik ist kleiner als fünf Millimeter und kann mit bloßem Auge gesehen werden, während Nanoplastik kleiner als ein Millionstel Meter (ein Mikrometer) ist. Das ist so winzig, dass ein Standardmikroskop nicht ausreicht, um sie zu erkennen. Längerfristige Folgen des Plastiks im Körper sind noch nicht abzusehen, die Tatsache, dass die gefundenen Nanopartikel aber so klein sind, dass sie in die Zellen eindringen und möglicherweise ihre Funktion stören könnten, beunruhigt die Forschenden massiv. Dabei wird Mikro- und Nanoplastik nicht nur To-Go-Becher – sondern auch von Kochbeutel für Reis, Einweggeschirr, Fertiggerichte, die direkt in ihren Schalen oder Bechern zubereitet werden, abgegeben.

(se)

Alkohol: Die akzeptierte Sucht ?!

In den letzten Wochen und Monaten war die Cannabis-Legalisierung ein Dauerthema in den deutschen Medien. Zum Konsum von Alkohol herrscht in unserer Gesellschaft eine weitgehend unkritische Einstellung vor. Keine Tankstelle, Kiosk oder Supermarkt ohne kleine Flaschen mit Wodka, Korn oder anderen harten Spirituosen. „Sauftouren“ mit dem Bollerwagen am vergangenen Vatertag. Aber auch das Gläschen Sekt zum Geburtstag, das Bier zum Feierabend, der Wein am Abend – Ohne Alkohol gehts nicht, oder? Viele Menschen geraten so in eine Alkoholsucht oder leben in dieser bereits seit vielen Jahren versteckt.

Das Bundesministerium für Gesundheit gibt klare Fakten: 7,9 Millionen Menschen der 18- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Ein problematischer Alkoholkonsum liegt bei etwa 9 Millionen Personen dieser Altersgruppe vor (ESA 2021). In Deutschland starben im Jahr 2016 19.000 Frauen und 43.000 Männer an einer ausschließlich auf Alkohol zurückzuführenden Todesursache.

Gegenüber den Vorjahren ist eine leicht rückläufige Tendenz im Alkoholkonsum zu registrieren. Dennoch liegt Deutschland im internationalen Vergleich unverändert im oberen Drittel. Die durch Alkoholkonsum verursachten volkswirtschaftlichen Kosten betragen rund 57 Milliarden Euro pro Jahr (Jahrbuch Sucht 2023).

 

Wir fordern an dieser Stelle mehr politische Maßnahmen zur Reduzierung des Alkoholkonsums europaweit. Diese sollten ein grundsätzliches Werbeverbot sowie ein Nullpromille Grenzen im Straßenverkehr beinhalten. Noch wichtiger ist jedoch eine umfassendere und kontinuierliche Aufklärung über Wirkungen und Gefahren des Alkohols gerade bei Kindern und Jugendlichen und die Schaffung von mehr Therapieplätzen, um Menschen mit Suchterkrankungen zeitnah therapeutisch und medizinisch unterstützen zu können. (Sebastian Everding, Spitzenkandidat zur Europawahl)

 

Was kann ich tun, falls ich zu viel Alkohol konsumiere?

Der erste Schritt ist der schwerste, aber auch der wichtigste. Wer den Mut findet, ein mögliches Alkoholproblem offen anzusprechen, hat seinen ersten Sieg gegen den Alkohol bereits errungen.

Zahlreiche Seiten, wie etwa Alkohol? Kenn dein Limit [Externer Link] geben wichtige Tipps und Kontaktadressen zu Selbsthilfegruppen. Bei den Al-Anon Familiengruppen [Externer Link] finden Angehörige Hilfe.

 

Aktionswoche Alkohol

Zwischen dem 8. und 16. Juni findet die Aktionswoche Alkohol 2024 unter dem Motto “Alkohol? Weniger ist besser!” statt. Weitere Informationen gibt es hier [Externer Link].

(se)

Defizite der Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrssystem

Menschen mit Behinderung haben es noch immer schwer, am gesellschaftlichen Leben ausreichend zu partizipieren. Dabei gibt es auf europäischer Ebene zwischen den Mitgliedsstaaten der EU eklatante Unterschiede. Das beginnt bei dem großen Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Nah- und Fernverkehr:

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Statistisches Bundesamt alarmiert: Inflation trifft Rentner:innen am härtesten!

„Rund 42 Prozent der Rentner in Deutschland müssen laut einer Berechnung des Statistischen Bundesamtes mit weniger als 1.250 Euro netto auskommen.“

Dies ist nicht nur zutiefst bedauerlich, sondern auch inakzeptabel! Continue reading “Statistisches Bundesamt alarmiert: Inflation trifft Rentner:innen am härtesten!”

Alle hier lebenden Menschen gehören zu uns, Herr Scholz!

Bundeskanzler Olaf Scholz:

“Wer hier lebt, hier arbeitet und sich zu den Grundwerten unserer Demokratie bekennt, gehört zu uns. Unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe. Punkt.”

Aha, nicht arbeitende Menschen gehören also nicht zu uns, Herr Scholz?  Continue reading “Alle hier lebenden Menschen gehören zu uns, Herr Scholz!”

Dortmund: Prüfauftrag barrierefreie Wegschranken einstimmig angenommen

Freude bei der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) als Teil der Fraktion DIE LINKE+ in Dortmund:  Ihr Prüfauftrag zu barrierefreie Wegeschranken an Forst- und Grünflächen wurde im Ausschuss für Mobilität, Infrastruktur und Grün (AMIG) am 5. Dezember einstimmig auf den Weg gebracht.

Und so lautet der Prüfauftrag:

Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, inwieweit Wegeschranken, welche an den Eingängen von Forst-, Park- und Grünflächen im Stadtgebiet die Einfahrt für PKWs unterbinden, im Rahmen von Austausch-, Neubau- und Reparaturmaßnahmen durch barrierefreie Schranken ersetzt werden können, um so Rollstuhlfahrer:innen oder sonstigen mobilitäts-eingeschränkten Personen sowie Menschen mit Kinderwagen und Fahrradfahrer:innen den Zugang erleichtern können.

Begründung:

Forst- und Parkanlagen im Stadtgebiet erfreuen sich großer Beliebtheit, um dort Natur und frische Luft zu erleben. Üblicherweise sind viele Eingänge mit einer Durchfahrtsbegrenzung für den mobilisierten Individualverkehr ausgestattet, welche durchaus berechtigt ist. Neben diesen Schranken haben sich häufig „Trampelpfade“ für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen gebildet, um diese seitlich zu passieren. Je nach Wetterlage sind diese oftmals mit schlammigen Pfützen versehen oder der Pflanzenbewuchs ermöglicht nur einen schmalen Durchgang.

Der klassische Querbalken einer normalen Schranke stellt hier an einigen Orten für Menschen im Rollstuhl eine unüberwindbare Barriere dar und erschwert den Waldbesuch darüber hinaus auch Menschen mit Kinderwagen oder körperlichen Einschränkungen, die z.B. auf Rollatoren angewiesen sind. Auch das Bundeswaldgesetz (BWaldG) sieht vor, dass zu Erholungszwecken jedermann ein freies Betretungsrecht für den deutschen Wald besitzt. Personen im Rollstuhl oder Personen mit eingeschränkter Mobilität dürfen hiervon nicht ausgenommen werden.

Neuartige, barrierefreie Schrankensystem zeichnet sich im einfachsten Fall dadurch aus, dass an einer beliebigen Stelle der Querbalken durch einen nach oben gerichteten Bogen unterbrochen wird, unter dem ein Mensch mit Beeinträchtigungen hindurchgehen bzw. fahren kann (siehe Foto, das uns freundlicherweise von barrierefreie-schrankensysteme.de zur Verfügung gestellt wurde).

„Wir freuen uns sehr, dass die anderen Fraktionen die Idee ebenfalls gut finden“, sagt Sebastian Everding, der den Antrag für die Fraktion formuliert hat. „Wir stehen mit dem Anbieter dieser Schranken in Kontakt, einem Kleinunternehmer, der selbst im Rollstuhl sitzt. Er versicherte uns, dass die Schranken sehr leicht für eine barrierefreie Nutzung nachzurüsten seien. Der finanzielle Aufwand pro Schranke soll sich deutlich unter 2.000 Euro bewegen.“

Hat Bayer die gesundheitlichen Schäden von Glyphosat bewusst verschwiegen?

Es gibt ernsthafte Vorwürfe, dass Bayer die gesundheitlichen Risiken von Glyphosat bewusst verschwiegen haben soll. Umweltschützer:innen von Global 2000 und dem Pestizid-Aktionsnetzwerk haben Bayer deshalb angezeigt. Continue reading “Hat Bayer die gesundheitlichen Schäden von Glyphosat bewusst verschwiegen?”

Warum wir uns nicht nur mit Tier-Themen beschäftigen?!

Als Tierschutzpartei werden wir häufig damit konfrontiert, warum wir uns nicht unserem Namen nach auf das Thema Tierschutz fokussieren, sondern uns ebenso mit anderen Themengebieten befassen. Die meisten kennen uns zwar unter diesem (Kurz-)Namen, unsere vollständige Bezeichnung d. h. unser Parteiname lautet allerdings Partei Mensch Umwelt Tierschutz. Continue reading “Warum wir uns nicht nur mit Tier-Themen beschäftigen?!”

Senkung der Umsatzsteuer auf Pflanzendrinks? Keine Umsatzsteuer auf ökologisch-pflanzliche Grundnahrungsmittel!

Die Ampelkoalition thematisiert momentan die Senkung der Umsatzsteuer für Pflanzendrinks von 19 % auf 7 %. Denn der verminderte Satz gilt für Kuhmilch, weil es ein Grundnahrungsmittel ist. Aber immer mehr Leute steigen um auf Milch aus Soja, Hafer, Erbsen, Reis, Cashews oder Mandeln.

Sommerloch-Thema oder ernsthaftes Vorhaben? Continue reading “Senkung der Umsatzsteuer auf Pflanzendrinks? Keine Umsatzsteuer auf ökologisch-pflanzliche Grundnahrungsmittel!”