Monatelang besetztes Camp von Umweltaktivist:innen in Grünheide geräumt: Wir verurteilen die Räumung des Camps!

Monatelang befand sich im sogenannten „Wasserwald“ in der Grünheide bei Fangschleuse ein Camp von Umweltaktivist:innen. Nun wurde es von der Polizei geräumt. Wir, die Tierschutzpartei Berlin, stellen uns entschieden auf die Seite der Aktivist:innen und sehen die Räumung als kritischen Fehltritt an.

 

Das Camp, aufgebaut von Aktivist:innen der Klima- und Umweltschutzbewegung, mit Baumhäusern, Holzkonstruktionen und einer richtigen Infrastruktur, stand monatelang für den friedlichen, zivilen Widerstand gegen die Interessen eines Multi-Milliarden-Konzerns. Der Ausweitung der sogenannten Gigafactory stellten sich Aktivist:innen, die Bürgerinitiative Grünheide sowie eine Bürger:innenbefragung entgegen. Dennoch soll nun geräumt werden, da eventuell Kampfmittel auf dem Gelände verteilt sein könnten und dies eine Gefahr für die Aktivist:innen, Rettungskräfte und Hilfsorganisationen darstellen könnte, so der Innenminister Brandenburgs, Michael Stübgen (CDU).

 

 

„Es erschüttert mich bis ins Mark, wenn eine Gemeinde wegen der Versprechungen eines Konzerns einknickt und sich gegen ihre eigenen Bürger:innen wendet“, so Maxim Seeck, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin der Tierschutzpartei.

Es wäre ein Armutszeugnis, dass, obwohl sich die Bürger:innen der Gemeinde in einer Bürgerbefragung gegen eine Bebauung ausgesprochen haben, hier mit so faulen Mitteln gearbeitet werden würde. Die Gemeinde hatte das Brandenburger Innenministerium bereits vor 1,5 Monaten darum gebeten, dieses Gebiet zu sondieren, so Michael Stübgen erneut.

„Das ist bloß eine Machtdemonstration vonseiten der Gemeinde. Unter dem Motto „Egal, wie viel Widerstand ihr meint aufzubringen, wir sitzen am längeren Hebel“, so Maxim Seeck weiter. Laut ihm sei die Sondierung eine Provokation den betroffenen Einwohner:innen und den Aktivist:innen gegenüber gewesen, welche von Anfang an darauf abzielte, durch erhoffte Verstöße des Versammlungsrechts vonseiten der Aktivist:innen, die Versammlung aufzulösen. Ähnlich berichtet es Manuela Hoyer, Sprecher:in der Bürgerinitiative Grünheide: “Letztendlich stellt sich die Frage, warum muss jetzt die eine Sondierung hier stattfinden, wo dieses Gebiet eigentlich weder begangen, noch befahren oder bebaut werden soll.“ Auch ihrer Auffassung nach war die Sondierung bewusst angesetzt, um eine Eskalation zu provozieren und das Camp zu räumen.

 

 

„Mit dieser Maßnahme ist niemandem außer Tesla geholfen. Nicht den Bürger:innen, nicht der Gemeinde, nicht den Aktivist:innen und nicht der Tier- und Pflanzenwelt“, so Maxim Seeck schlussfolgernd. Es sei aus Sicht der Tierschutzpartei Berlin nicht hinnehmbar, dass hier auf Kosten von Menschen, Umwelt und dem Tierschutz einem riesigen, global agierenden Konzern Recht gegeben und dabei ignoriert werden würde, was für Auswirkungen das auf die Region hätte.

„Wenn zu der bereits 300 Hektar umfassenden Fabrik, welche schon jetzt den Grundwasserspiegel beeinträchtigt, auch noch über 100 Hektar dazu kommen, könnten die Folgen für die Umwelt fatal sein.

“Profit darf hier nicht wieder über allem stehen, sondern muss sich auch von der Politik zum Wohle aller an zweiter Stelle einreihen”, schließt Maxim Seeck ab.

Was kann die Politik tun, um die Igel zu retten?

Am 28. Oktober 2024 haben wir Geschichte geschrieben: Der Europäische Igel (Erinaceus europaeus) hat auf der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN in Europa seinen Status von „nicht gefährdet“ auf „potenziell gefährdet“ geändert. Ich war einer der beiden Igelexperten, die den Erhaltungszustand des Europäischen Igels beurteilt haben, und ich habe dieser Statusänderung schon sehr lange entgegengefiebert. Continue reading “Was kann die Politik tun, um die Igel zu retten?”

Landesparteitag in Berlin: Vorstand der Berliner Tierschutzpartei nimmt Arbeit auf

Am 2. und 3. November 2024 wählten die Mitglieder in Berlin einen neuen Vorstand. Neben dem politischen Austausch war auch die Klimaliste Berlin zu Gast, welche sich den Mitgliedern vorstellte, um progressive Kräfte für die kommenden Wahlen zu vereinen.

 

Der neue Vorstand: So wurde gewählt

An der Spitze stehen nun drei Vorsitzende im Team: Nico Poschinski (94 %), Isabell Reinold (89 %) und der jüngste Vorsitzende, Maxim Seeck (61 %). Mirko Claus wird weiterhin die Geschäftsführung des Berliner Landesverbands übernehmen. In das Amt des Schatzmeisters wählten die Mitglieder Florian Schmeding. Er ist zugleich Beisitzer im Bundesvorstand der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ.

Diese Beisitzer:innen wurden gewählt: Jessica Böhm, Julian Müller, Prof. Dr. Kocku von Stuckrad und Dr. Evgeni Kivman, der gleichzeitig Geschäftsführer im Bundesvorstand ist.

 

Die Mitglieder im Austausch mit dem Landesvorstand

Nachdem die Mitglieder ihre organisatorischen Aufstellungen für die kommenden zwei Jahre besprochen und ihre Erwartungen sowie Wünsche an den neuen Vorstand geäußert haben, gab es auch Lob: Durch die Kooperation mit Initiativen wie BaumEntscheid in Berlin oder Görli zaunfrei! setzen wir uns für die richtigen Themen ein und gehen einen proaktiven Weg, der von den Mitgliedern positiv wahrgenommen und gerne unterstützt wird.

 

Mitglieder sitzen zusammen uns tauschen sich aus.

 

Die Klimaliste Berlin zu Gast: Progressive Kräfte bündeln

Herzlich begrüßten die Mitglieder die Klimaliste Berlin, die sich für einen gemeinsamen Austausch vorgestellt hat. Jan Tovar, Vorsitzender der Klimaliste, berichtete über die Erfolge und Hürden seines noch im Aufbau befindlichen Landesverbandes. Angesichts der mittlerweile bekannt gegebenen vorgezogenen Bundestagswahlen stellte er die Frage, wie die Tierschutzpartei Berlin mit diesen Herausforderungen umgehen würde.

 

Um an der kommenden Bundestagswahl teilzunehmen, muss der Landesverband Berlin mehr als 2.000 gültige Unterschriften sammeln – eine der größten Hürden für kleinere Parteien. Der Vorstand der Tierschutzpartei lässt sich davon jedoch nicht entmutigen: „Für die bevorstehende Wahl ist jede Unterstützung gefragt. Jedes Mitglied kann einen Beitrag leisten, und wir benötigen jede helfende Hand im Wahlkampf“, betont die Vorsitzende Isabell Reinold.

An diesem Tag stimmten die Mitglieder einstimmig dafür, den Weg für mögliche Fusionen mit der Klimaliste Berlin zu ebnen.

Einladung zum Landesparteitag und zur Aufstellungsversammlung des Brandenburger Landesverbands

wir möchten euch ganz herzlich zu unserer Hauptversammlung und unserer Aufstellungsversammlung einladen. Auf der Hauptversammlung wird es die Möglichkeit geben, für offene Posten im Landesvorstand zu kandidieren und über mögliche Anträge abzustimmen. Auf der Aufstellungsversammlung werden wir unsere Landesliste für die Bundestagswahl aufstellen.

Hinweise bezüglich der Hauptversammlung:

Auf Posten im Landesvorstand können sich leider keine Probemitglieder bewerben und auch nicht darüber abstimmen. Mitglieder in Abwesenheit können natürlich kandidieren. Falls ihr dieses tun wollt, schreibt uns gerne an brandenburg@tierschutzpartei.de eine E-Mail.

Solltet ihr Anträge einreichen wollen, schickt diese bitte schnellstmöglich an
brandenburg@tierschutzpartei.de. Anträge, die verabschiedet werden sollen, findet ihr hier.

Hinweise bezüglich der Aufstellungsversammlung:

Probemitglieder können für unsere Liste kandidieren, dürfen aber selber nicht mit abstimmen.
Wichtig: Auch in Abwesenheit ist eine Kandidatur möglich. Abstimmen geht aber nur vor Ort. Falls ihr in Abwesenheit kandidieren wollt, schreibt uns gerne an brandenburg@tierschutzpartei.de eine E-Mail.

Eckdaten zu beiden Veranstaltungen:

Datum: Samstag, den 30. November 2024
Uhrzeit: Aufstellungsversammlung: 14 Uhr, Hauptversammlung: Im Anschluss an die Aufstellungsversammlung
Ort: Restaurant Froindlichst
Immanuelkirchstraße 31
10405 Berlin, Prenzlauer Berg

Anfahrt: Vom Alexanderplatz mit der Tram M 2 bis Haltestelle Knaackstr
https://maps.app.goo.gl/9wBMQFcHY8p8WtrU8

Bitte bringt euren Personalausweis und/oder Mitgliederausweis mit.

Vorgezogene Neuwahl missachtet demokratische Belange

Die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei – hat seit ihrer Parteigründung bereits rund 200.000 Unterschriften sammeln müssen, um zu “beweisen”, dass wir genügend Unterstützung in der Bevölkerung haben. Die bisherigen Wahlergebnisse zeigen es ebenfalls deutlich, da wir mit 1,5 % zur letzten Bundestagswahl die stärkste außerparlamentarische Oppositionskraft geworden sind und seit 2014 stets ein Mandat im Europaparlament erlangten. Continue reading “Vorgezogene Neuwahl missachtet demokratische Belange”

Wahlkreis 167 (Kassel)

Sebastian Knabe ist unser Direktkandidat für Kassel

Damit unser Direktkandidat für den Wahlkreis 167 (Kassel), Sebastian Knabe, für die Bundestagswahl 2025 zugelassen wird, müssen wir aufgrund der bevorstehenden vorgezogenen Neuwahlen so schnell wie möglich mindestens 200 Unterstützungsunterschriften sammeln. Unterstützen können uns hierbei alle wahlberechtigten Personen aus folgenden Kommunen: Stadt Kassel, Ahnatal, Espenau, Fuldabrück, Fuldatal, Helsa, Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Niestetal, Söhrewald und Vellmar.
Das Formular dafür könnt ihr ganz einfach selbst ausdrucken. Bitte achtet auf einen beidseitigen Druck (Datenschutzhinweise auf der Rückseite), da euer Formular sonst ungültig ist.

Das ausgefüllte und unterschriebene Formular (der Abschnitt „Zusatz zu A“ muss nicht ausgefüllt werden) könnt ihr dann an folgende Adresse senden:

Tim Standop
Zentgrafenstraße 130
34130 Kassel

“Nie wieder” darf keine Floskel werden!

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden Synagogen und zahlreiche jüdische Einrichtungen in Brand gesteckt. Mit der Reichspogromnacht begann die systematische Verfolgung, Diskriminierung und Ermordung von Jüdinnen und Juden. In den darauf folgenden Jahren fand die Shoa statt, bei der 6 Millionen jüdische Menschen ermordet wurden; während der gesamten NS-Zeit waren es insgesamt 17 Millionen Menschen. Continue reading ““Nie wieder” darf keine Floskel werden!”

Qualvolles Sterben von Rindern an der türkisch-bulgarischen Grenze – Macht Schluss mit Lebendtiertransporten ins EU-Ausland!

Die EU exportierte im vergangenen Jahr weit über 100.000 Rinder in die Türkei, Deutschland allein rund 25.000. Die meisten wurden auf dem Landweg über Bulgarien eingeführt. Die Fahrt ist für die Tiere eine Tortur und der Grenzübergang kann zur tödlichen Falle werden. Continue reading “Qualvolles Sterben von Rindern an der türkisch-bulgarischen Grenze – Macht Schluss mit Lebendtiertransporten ins EU-Ausland!”

Trumps Wahl gefährdet Demokratie, Menschenrechte und Stabilität weltweit

Wir sind besorgt und entsetzt über das Ergebnis der US-Wahlen. Donald Trump und sein Umfeld stellen ein fatales Risiko für die nationale als auch die globale Stabilität und für die Menschenrechte dar.

Die brutalen Ausschreitungen Continue reading “Trumps Wahl gefährdet Demokratie, Menschenrechte und Stabilität weltweit”

Ernährungskrise im südlichen Afrika

Millionen Menschen im südlichen Afrika leiden unter der schlimmsten Ernährungskrise seit Jahrzehnten!

Aufgrund der langanhaltenden Dürre, die durch das Wetterphänomen El Niño und den menschengemachten Klimawandel verstärkt wurde, droht eine dramatische Hungerkatastrophe – die bereits in vollem Gange ist. 27 Millionen Menschen sind betroffen, darunter 21 Millionen Kinder.
Continue reading “Ernährungskrise im südlichen Afrika”