„Zu viele Schnauzen für zu wenig Hände – die Tierheime sind am Ende!“ – Tierheime bundesweit haben schon vielfach über die Medien wie z. B. den WDR Alarm geschlagen. Continue reading “Tierheime weiter am Limit – Petition unterstützen!”
Category: RG Essen
Vorsicht vor dem Tierkauf auf TikTok und Meta
Onlineportale sind ein beliebter Verkaufsort für Tiere. Leider haben nun auch viele Vermehrer:innen TikTok und Meta (Facebook, Instagram) für sich entdeckt. Hier finden sich seit längerem Livestreams, wo Welpen und Kitten verkauft werden. Teils aber auch Qualzuchten, wie Scottish Fold Kitten (wie in unserem Artikelbild). Wir warnen eindringlich davor, euch auf diesen Portalen Tiere zu kaufen, da der Verkauf und die Vermehrung von Qualzuchttieren verboten ist und auch die Vermehrung und der Verkauf von Rassetieren ohne Stammbaum Betrug ist.
Eigentlich ist der Verkauf von lebenden Tieren in den Handlungsrichtlinien von Facebook und Instagram verboten, das ist bedauerlicherweise bei TikTok nicht so. Doch auch die Verbote hindern viele nicht unter gewissen Hashtags ihre Welpen oder Kitten zu verkaufen. Das „ansprechende“ und perfide bei TikTok sind die Live-Videos, denn da holen sich die Verkäufer:innen die meisten Likes und Interessenten ab. Es ist ja total süß, live mit den Welpen und Kitten zu sprechen. So werde potenzielle Käufer:innen gelockt und achten dann nicht auf Warnzeichen.
Wer beim Vermehrer:innen oder auf diesen Portalen kauft, legt oftmals viel Geld auf den Tisch für eine gesundheitliche „Wundertüte“, denn die Kitten bzw. Welpen wurden nicht auf mögliche genetische Erkrankungen untersucht. Meistens sind die Tiere auch nicht geimpft, entwurmt und kastriert. Auch die Angaben „reinrassig“ ohne Stammbaum ist schlichtweg Betrug. Viele sind dann schon als Welpen/Kitten krank, haben Darmparasiten oder vielleicht sogar genetische Erkrankungen.
Woran erkennt man solchen Posts:
- Angaben wie „reinrassig“, aber kein Stammbaum
- „Ups“-Würfe (Würfe von unkastrierten Tieren)
- Abgabe schon ab der 8. Woche oder früher (Viele Kitten z. B. werden da „entwöhnt“ und können schon mit festen Futter gefüttert werden. Ab da beginnen sie leider zu teuer für die Vermehrer:innen zu werden.)
Was ist zu tun:
- Macht Screenshots von dem Account, der die Tiere anbietet. Wichtig ist, dass der Accountname zu sehen ist. Bei TikTok könnt ihr den Link zum Account kopieren, das geht bei Instagram und Facebook auch.
- Ihr könnt auch als vermeintliche Interessenten Kontakt aufnehmen, um zu erfahren, wo die Anbieter:innen wohnen. Versucht so viele Infos wie möglich zu ziehen und leitet dann alle Informationen an die Polizei und das Veterinäramt weiter.
- Nur den Account zu melden, ist zwar gut, aber teilweise wenig hilfreich, weil oftmals nichts passiert oder die Anbieter:innen dann einfach den Accountnamen wechseln.
- Seid ihr unsicher, benutzt die Suchfunktion von Google, ob es sich bei der angebotenen Rasse um eine Qualzucht handelt.
Hier ein paar Qualzuchtrassen:
- Scottish Fold (werden auch gerne als BKH verkauft)
- Manx
- Munchkin
- Japanese Bobtail
- Nacktkatzen ohne Schnurrhaare
- TeaCup Hunde (Zwergspitz)
- Mops
- Widderkanninchen
Bei Facebook gibt es viele Gruppen, die auch illegal Tiere verkaufen und vermehren. Da könnt ihr auch Teilnehmer werden und Beiträge den Behörden melden.
Lasst euch nicht von den Behörden abschrecken und bleibt hartnäckig, denn es gibt nicht überall eine „SOKO Tierschutz“, wo Mitarbeiter:innen vom Veterinäramt täglich das Internet durchsuchen.
Und ganz wichtig:
Bitte keine Tiere über Social Media, Ebay etc. kaufen, denn Tiere sind keine Sachen. Adoptiert lieber Tiere aus dem Tierheim. So hart das auch klingt: Nur, wenn der Vermehrer:innen auf den Tieren sitzen bleibt, wird das Geschäft aufhören. Wir wissen, dass es einem das Herz bricht zu wissen, dass diese Tiere zurückbleiben, aber jede vermeintliche Rettung eines Tieres vom Vermehrer:innen trägt dazu bei, dass die Tiere weiterhin verpaart werden. Auch hier gilt, je höher die Nachfrage, desto mehr Vermehrer:innen wird es geben.
(mx)
Suizide betreffen auch Kinder und Jugendliche
In Deutschland kam es laut Forschenden des Universitätsklinikums Essen zu einem sprunghaften Anstieg an Suizidversuchen von Kindern und Jugendlichen am Ende des Lockdowns im Frühjahr 2021. Dies entspricht einer fast 3-fachen Zunahme der Suizidversuche in der Altersgruppe von 12 bis 17 Jahren im Vergleich zu den Jahren 2017 bis 2019. Aber auch vor der Pandemie war der Suizid bei jungen Menschen statistisch gesehen stets die zweithäufigste Todesursache. Im Jahr 2021 beschrieb das Ärzteblatt die Zahlen und die damit verbundenen Schicksale als klinisch und gesellschaftlich relevantes Problem. Doch was bringt einen jungen Menschen zu der Entscheidung, das eigene Leben beenden zu wollen?
„Nicht nur erwachsene Menschen erleiden belastende Situationen oder Krisen! Bei Kindern und Jugendlichen kann beispielsweise Mobbing in der Schule, Versagen bei Prüfungen oder der Verlust von vertrauten Menschen massiv destabilisieren und zu Suizidgedanken führen“ so Steffi Linde aus dem Team der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in NRW und gibt für Eltern, Lehrer:innen und sonstige Angehörige Tipps zur Erkennung einer Suizidgefährdung: „Das Spektrum der Anzeichen ist dabei vielfältig und reicht von einem Rückzug aus dem sozialen Umfeld wie Freunden und/oder Familie, der intensiven Beschäftigung mit dem Sterben, dem unerwarteten Besuch bei Freunden und Familie über konkrete Vorbereitungen, wie etwa dem Sammeln von Tabletten, oder einen grundsätzlich steigenden Konsum von Suchtmitteln und dem Eingehen von bewussten Risiken, wie dem zu schnellen Autofahren, bis hin zu einer allgemeinen Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit und Selbsthass“.
Auch nach Suizidhandlungen prominenter Persönlichkeiten oder nach Ausstrahlung entsprechender Fernsehsendungen lässt sich laut wissenschaftlichen Studien besonders bei Jugendlichen ein Anstieg der Suizidrate feststellen. Dies bezeichnet man als Imitationseffekt, der nach dem jeweiligen Erlebnis meist bis zu zwei Wochen anhält. Auch Suizide in der Umgebung erhöhen das Risiko. Kinder und Jugendliche, die über Selbstverletzung sprechen oder einen Suizidversuch unternehmen, müssen dringend ärztlich und psychotherapeutisch behandelt werden. Jede Form von Suizidversuch muss dabei ernst genommen werden, schließlich geht einem Drittel aller vollzogenen Suizide ein entsprechender Versuch voraus, auch wenn dieser manchmal nur wenig ernst gemeint erscheint, wie etwa oberflächliche Schnitte am Handgelenk oder Einnehmen von Tabletten in nicht ausreichender Menge. Wenn die Eltern oder andere Bezugs- und Betreuungspersonen einen misslungenen Suizidversuch verharmlosen oder herunterspielen, kann dies den jungen Menschen oftmals erst recht dazu treiben, den Versuch zu wiederholen.
Die Hilfsangebote:
Kinder und Jugendtelefon („Nummer gegen Kummer“). Diese Nummer ist unter der Woche von 14 bis 20 Uhr erreichbar. Samstags besteht von 14 bis 20 Uhr das Angebot „Unter uns – Jugendliche beraten Jugendliche“, denn oftmals fällt es Betroffenen leichter, mit Gleichaltrigen zu reden. Die Nummer ist kostenlos und anonym: 116111 oder 0800/1110333
Weitere spezielle Angebote für Jugendliche gibt es über die Mail-Beratung bei www.u25-deutschland.de und bei „Freunde fürs Leben“ unter www.frnd.de
Telefonseelsorge (24 Stunden) 0800/1110111 (ev.) 0800/1110222 (kath.)
zusätzlich bietet die Telefonseelsorge für Hilfesuchende einen Chat- und eine E-Mail-Beratung an. In allen Fällen ist das Angebot anonym und kostenlos
Ein muslimisches Angebot der Seelsorge ist 24 Stunden unter der 030/443509821 erreichbar.
Ärztlich/ psychologischer Bereitschaftsdienst: 116117
In absoluten Notfällen bitte direkt die 112 anrufen.
Weitere Beratungsstellen vor Ort (auch persönliche Gesprächsangebote) findet man unter Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention www.suizidprophylaxe.de oder bei der Deutschen Depressionshilfe www.deutsche-depressionshilfe.de
(sl)
Preiserhöhungen bei Lebensmitteln oftmals nicht gerechtfertigt!
Rund 800.000 Menschen in NRW von Ernährungsarmut betroffen!
Die Verbraucherzentrale hat festgestellt, dass mehr als ein Drittel der jüngsten Preiserhöhungen bei Lebensmitteln nicht durch Produktions- und Energiekosten gerechtfertigt sind. Diese Preissteigerungen benachteiligen vor allem einkommensschwache Haushalte. Ein Beispiel dafür sind die Preise für Rapsöl, die, obwohl es keinen Mangel an Raps gibt, genauso hoch sind wie die Preise für Sonnenblumenöl.
Es wird gefordert, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung dem Beispiel Baden-Württembergs folgt und im Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Abteilung “Markt und Ernährung” einrichtet. Diese Abteilung soll sich gezielt mit den massiv steigenden Lebensmittelpreisen, Marktmacht und Ernährungsarmut befassen. Auch die Preisgestaltung der großen Discounter soll hinterfragt werden.
Die Verbraucherzentrale hat ebenfalls festgestellt, dass vor allem die Eigenmarken der Discounter überdurchschnittlich teurer geworden sind und dass bei vielen Lebensmitteln ähnliche oder sogar identische Preise verlangt werden. Ein Stichproben-Einkauf der SPD bei den großen Discountern hat dies bestätigt.
Es gibt kaum verlässliche Zahlen, wie viele Menschen in Deutschland von Ernährungsarmut betroffen sind, Schätzungen gehen von rund drei Millionen Menschen aus, davon rund 800.000 in NRW. Es wird gefordert, dass die Landesregierung intensiver mit den Tafeln und Wohlfahrtsverbänden zusammenarbeitet, um akute Hilfe zu leisten. Außerdem sollte schnellstmöglich ein kostenloses und gesundes Mittagessen in Kitas und Schulen angeboten werden.
Als Landesverband NRW fordern wir vor diesem Hintergrund:
- Einführung transparenter Preiskontrollen: Es müssen Mechanismen geschaffen werden, um Lebensmittelpreise zu überwachen und sicherzustellen, dass sie gerechtfertigt und transparent sind. Dies würde helfen, überhöhte Preise zu identifizieren und Mitnahmeeffekte* zu reduzieren.
- Förderung regionaler und nachhaltiger Landwirtschaft: Wir fordern, dass lokale und ökologisch nachhaltige Lebensmittelproduzenten stärker gefördert werden. Dies wird die Abhängigkeit von großen Lebensmittelkonzernen verringern und eine gerechtere Preisgestaltung fördern.
- Die Verbraucherrechte stärken: Wir fordern, dass Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor überhöhten Preisen und unfairen Geschäftspraktiken geschützt werden. Dies kann durch die Stärkung der Verbraucherzentralen und die Einführung strengerer Vorschriften für die Preisgestaltung bei Lebensmitteln erreicht werden.
- Ausbau der Bildungs- und Informationsangebote: Um Verbraucher:innen in die Lage zu versetzen, informierte Entscheidungen zu treffen, fordern wir den Ausbau von Bildungs- und Informationsangeboten zu nachhaltiger Ernährung und bewusstem Lebensmittelkonsum. Dies würde dazu beitragen, ein besseres Verständnis für faire Preise und die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung zu fördern.
- Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen und Tafeln: Wir setzen uns für eine verstärkte Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen und Tafeln zur Bekämpfung von Ernährungsarmut ein. Dies könnte durch die Unterstützung von Maßnahmen wie kostenloses und gesundes Essen in Kitas und Schulen sowie die Förderung von Programmen zur Lebensmittelrettung und -verteilung erreicht werden.
* Ein Mitnahmeeffekt tritt auf, wenn es Gesetze gibt, die finanzielle Anreize bieten, aber auch Personen begünstigen, die diese Anreize eigentlich nicht benötigen. Angenommen, es gibt ein Gesetz, das bestimmte Leistungen nur für Arbeitslose vorsieht. Ein Mitnahmeeffekt würde dann auftreten, wenn auch Personen, die ohnehin einen Arbeitsplatz hätten, diese Leistungen in Anspruch nehmen könnten, obwohl sie sie eigentlich nicht benötigen. Mitnahmeeffekte bedeuten also, dass Personen Leistungen erhalten, die sie eigentlich nicht benötigen oder verdienen.
(bc)
Update: Gänsejagd am Elfrather See in Krefeld
Am 10.07. erreichte unseren Landesverband der Notruf der IG Kanadagänse sowie weiterer Tierschützer:innen über den geplanten Abschuss ab dem 16.07. der Gänse am Elfrather See in Krefeld. Dabei handelt es sich um Kanada-, Grau- und Nilgänse, die angeblich den See beschmutzen und das Baden dort unmöglich machen. Wir haben den Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, Frank Meyer, angeschrieben und um Stellungnahme gebeten.
Mit einem Krefelder Parteimitglied haben wir überlegt, was wir tun können. Juristische Fragen könnten sich ergeben, wie z. B., ob sich unsere dem Tatbestand der „Wilderei“ schuldig macht, wenn wir Wildtiere „entnehmen“. Unter anderem erhielten wir nämlich den Vorschlag, eine Anzeigenkampagne mit dem Aufruf zu starten, nach verletzten Tieren am See zu suchen.
Ein Telefonat mit dem Verein Notpfote Animal Rescue e.V. machte deutlich, dass es nicht mit dem Auffinden verletzter Tiere getan ist, sondern für deren medizinische Versorgung und anschließende Unterbringung gesorgt werden muss. Dementsprechende Ansprechpartner und Adressen wurden uns genannt sowie Beteiligung bei den Tierarztkosten in Aussicht gestellt. Die Bergung verletzter Tiere ist jedoch nicht immer einfach, da diese häufig ins Wasser fliehen würden. In diesem Fall wurde uns Unterstützung vom Verein Notpfote angeboten.
Wir haben das zudem da Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANuV) angeschrieben und gefragt, ob ihre Behörde über den Abschuss informiert sei.
Ferner haben wir das Amtsgericht Krefeld schriftlich mit der sofortigen einstweiligen Anordnung zum sofortigen Stopp des Abschusses der Tiere aufgefordert. Auf deren Antwort warten wir. Allerdings könnte die Zuständigkeit beim Verwaltungsgericht liegen, sodass dieses auch noch einmal kontaktiert werden müsste. Uns düngt, dass die Maßnahme mit dem in der Durchführung der geplanten Surfanlage am Elfrather See zusammenhängt, einem Millionenprojekt, welches der Krefelder Oberbürgermeister vehement verteidigt.
Wir bleiben dran!
(ar)
Warum Plastiktüten nicht in die Biotonne gehören!
In den meisten Städten und Gemeinden in NRW landen die Inhalte der Biotonnen, bestehend aus den Küchen- und Gartenabfällen vieler Haushalte, in zentralen Sammelwerken, um daraus Kompost oder Biogas herzustellen. Doch die Entsorgungsbetriebe schlagen Alarm, denn immer mehr Plastiktüten und andere „Störstoffe“ landen im Bioabfall.
Die Folgen
Zum einen erfordern die Fremdstoffe einen hohen Sortieraufwand, bei dem der gesamte Biomüll über Förderbänder geschickt und abgesiebt werden muss. Diese aufwendigen technischen Vorgänge kosten hohe Geldsummen, welche sich in stetig steigenden Abfallgebühren bemerkbar machen. Zum anderen können selbst aufwendigste Verfahren nicht garantierten, dass kleinste Plastikreste (Mikroplastik) im Kompost landen und so in der weiteren Folge auf Feldern, Äckern und dem heimischen Gemüsebeet. Der Weg in den Nahrungskreislauf und somit unserer aller Essen ist dann nicht mehr weit.
Bioplastik keine Lösung
Immer mehr Menschen nutzen Tüten aus biologisch abbaubarem Kunststoff für ihre Küchenabfälle, doch auch diese haben im Biomüll nichts verloren! In den letzten Jahren kamen immer mehr solcher Kunststoffe auf den Markt und finden vor allem in Beuteln für Bio-Abfälle ihre Verwendung. Was zunächst logisch klingt, ist jedoch ein Trugschluss, denn im Kompostier-Werk wird „kompostierbarer“ Kunststoff mitnichten zu wertvollem Kompost. Hierfür dauert der Zersetzungsprozess schlichtweg zu lang. Laut Euro-Norm müssen sich „kompostierbare“ Plastiktüten nach zwölf Wochen zersetzt haben. Aber nur zu mindestens 90 Prozent und das in Stückchen, die kleiner als zwei Millimeter sind. Erst nach sechs Monaten müssen dann 90 Prozent der Tüte komplett verschwunden sein.
Doch so viel Zeit haben die Bakterien im Kompostier-Werk nicht, denn der dort produzierte Kompost muss in vier bis maximal fünf Wochen verkaufsfertig sein. Und selbst wenn die Bakterien mehr Zeit hätten, wäre wenig gewonnen, denn die sogenannten Biokunststoffe zerfallen lediglich in Wasser und CO₂ und nicht etwa in wertvollen Humus. Sogar das Umweltbundesamt empfiehlt aus diesem Grund, kompostierbare Plastiktüten nicht zu kompostieren (auch nicht auf dem Kompost im eigenen Garten) – sondern im Restmüll zu entsorgen.
Die pragmatische Lösung
Nutzt alte Einkaufs- oder Papiertüten und gebt diese nach der Entleerung des Inhalts direkt in die, meist in der Nähe stehende, Restmülltonne – oder noch besser: Verwendet spezielle Sammelbehälter ohne Tüte und entleeren Sie den Inhalt ebenfalls direkt in die Biotonne.
(se)
Offener Brief zur Fuchsjagd in NRW
An die Staatskanzlei und das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen wurde am 19. Juli 2023 ein offener Brief von über 40 Aktiven aus verschiedenen Organisationen verfasst, die im Netzwerk Fuchs zusammengeschlossen sind. Als Landesverband NRW stehen wir vollständig hinter diesen Forderungen und werden diese auf allen Ebenen begleiten und unterstützen.
Schliefenanlagen, Fuchsjagd, Novellierung Landesjagdgesetz:
Schreiben des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 23.06.2023, Aktenzeichen III.4 63.08.03..09-000001
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Wüst, sehr geehrte Frau Ministerin Gorißen,
wir bedanken uns für Ihre Rückmeldung an Frau Rautenberg zu unserem Anliegen. Anlässlich des Gerichtsverfahrens zur Schliefenanlage in Lemgo-Vossheide bitten wir Sie, die Ausbildung von Hunden an lebenden Füchsen in Schliefenanlagen für die Baujagd und auch die Baujagd selbst zu beenden, denn beides ist mit erheblichem Tierleid verbunden und entbehrt jeglicher Notwendigkeit:
In NRW sind uns rund 20 Schliefenanlagen bekannt, in ganz Deutschland sind es mehr als 100. Schliefenanlagen sind mitnichten für die Ausübung der Jagd auf Füchse notwendig – wobei auch die Fuchsjagd insgesamt nicht notwendig ist. In Nordrhein-Westfalen werden 3 bis 5 % der Gesamtstrecke an Füchsen bei der Baujagd erlegt. Die Baujagd spielt somit jagdlich eine geringe Rolle, weshalb auch die Schliefenanlagen jagdlich unbedeutend sind. Die Notwendigkeit des Trainings in Schliefenanlagen entfällt mit der Abschaffung ihres Zwecks, der Baujagd.
Schliefenanlagen sind mit Tierquälerei in erheblichem Ausmaß verbunden. Das Video des Fuchses im Kessel der Schliefenanlage Lemgo-Vossheide, aufgenommen im Jahr 2018 im Auftrag des Veterinäramtes des Kreises Lippe, zeigt die extreme Angst des Tieres mit allen äußerlich sichtbaren Symptomen (Zittern, schneller Puls, weit aufgerissene Augen, Zusammenzucken und zeitweise apathische Zustände). Es ist davon auszugehen, dass der Fuchs die Situation im Kessel der Schliefenanlage als lebensbedrohlich wahrnimmt. Es ist keine Gewöhnung an Situationen der Todesangst möglich, das gilt für Füchse ebenso wie für Menschen, da das Stresssystem weitgehend identisch ist.
Der Hund hat in der Schliefenanlage die Aufgabe, den Fuchs im Kessel fünf Minuten lang zu verbellen. Fuchs und Hund sind zwar durch einen Schieber voneinander getrennt, aber nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Der Fuchs hört und riecht den Hund und ist deshalb bei jeder Übung und Prüfung einer extremen Angst- und Stresssituation ausgesetzt. Pathologische Verhaltensstörungen wie Bewegungsstereotypen und stark gesteigerte Aggression sind vielfach bei Schliefenfüchsen belegt. Ebenso ist mehrfach belegt, dass die Haltung der Füchse zumeist nicht den geltenden Anforderungen entspricht und dass Angaben zu Alter und Herkunft der Füchse in mehreren Fällen gefälscht oder manipuliert worden sind. Jüngere Beispiele sind die Schliefenanlagen Lemgo-Vossheide, Hanau-Klein Auheim oder Kasendorf bei Kulmbach. Hier besteht ein erhebliches Kontrolldefizit. Die Zwinger weisen selten die erforderlichen 80 m² auf und die Füchse haben kaum Rückzugsmöglichkeiten, sowie Materialien zur Beschäftigung und Spiel oder Möglichkeiten zum Graben. Der Haltungs- und Daseinszweck der Schliefenfüchse ist nicht förderlich für ihre respektvolle Behandlung: Sie dienen als Trainingsobjekte für die Tötung ihrer Artgenossen.
Die gängige Argumentation, dass eine Hundeausbildung für die Baujagd nur am lebenden Fuchs möglich sei, ist nicht haltbar: Die Baujagd ist klar tierschutzwidrig (s. u.) und jagdlich überflüssig (s. o.), sie verstößt gegen das Tierschutzgesetz, insbesondere gegen § 1 und § 3 Abs. 7 TierSchG und ist deshalb zu verbieten. Der Tierschutz ist seit 2002 in Deutschland Staatsziel mit Verfassungsrang. Sämtliche Rechtsprechung zu den Themen Schliefenanlagen und Baujagd stammt aus der Zeit davor und hält den heutigen juristischen Anforderungen damit nicht mehr stand.
Das Ziel bei der Baujagd ist eigentlich das Hinaustreiben des Fuchses aus dem Bau durch den Hund („sprengen“). Es ist jedoch vielfach belegt, dass häufig der Fuchs im Bau durch den Hund gestellt wird und es zu schweren Kämpfen kommt. Dies bestätigt z. B. Dr. Dr. Martin Balluch, der bei etwa 50 Baujagden zugegen war. Die Baujagd ist tierschutzwidrig und verstößt laut Stellungnahme der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht klar gegen das Tierschutzgesetz (https://djgt.web19.s60.goserver.host/wp-content/uploads/2020/11/sonstiges7.pdf). Die Auseinandersetzung zwischen Hund und Fuchs bzw. Hund und Dachs kommt so häufig vor, dass umfangreiche Vorsorge betrieben wird und ein Erste-Hilfe-Set für den potenziell schwerverletzten Hund mitzuführen ist. Auch bei „erfolgreichem“ Hinaustreiben („Sprengen“) kommt es zu erheblichem Leid für Füchse. Laut einer Untersuchung sind 50 % der schnell flüchtenden Tiere nicht sofort tot, sondern werden angeschossen (Fox et al. 2005: Wounding rates in shooting foxes Vulpes vulpes), Animal Welfare, Volume 14, Issue 2, S. 93-102.).
Über die Baujagd hinaus ist die Fuchsjagd insgesamt sinnlos und kontraproduktiv. Der Fuchs ist ein zentral bedeutender Prädator, der viele wichtige Funktionen im Ökosystem erfüllt. Es gibt nach wie vor keine Belege für einen positiven Einfluss der Prädatorenbejagung bzw. des „aktiven Prädatorenmanagements“ auf Wiesenvögel und andere Bodenbrüter. In den häufig genannten Beispielgebieten Dümmerniederung und Bremer Blockland werden zeitgleich mit einer intensiven Bejagung von Füchsen und anderen Beutegreifern („Prädatorenmanagement“) umfangreiche Lebensraumverbesserungen durchgeführt. Die Effekte von Beidem auf die Populationen der Wiesenbrüter lassen sich nicht voneinander trennen und werden gern miteinander vermengt.
Die ökologischen und epidemiologischen Argumente für die Fuchsjagd sind leicht zu widerlegen. Sie werden dennoch häufig zu ihrer Rechtfertigung vorgebracht. Zahlreiche Artikel und Statements in den Jagdmedien belegen jedoch, dass es bei der Fuchsjagd vor allem um Freude, Spannung und Herausforderung geht. Ein Beispiel ist das Zitat von Karl Walch (Präsident des Jagdgebrauchshundeverbandes) von 2019 in einem Video zur Fuchsjagd am Kunstbau: „Fuchsjagd macht Freude. Es ist eine schöne Sache, den Fuchs zu bejagen. Es ist eine spannende Jagd und eine Jagd mit einer guten Beute“ (https://www.pirsch.de/jagdpraxis/fuchsjagd-am-kunstbau-baujagd-fuchsbau-bejagen-fox-hunting-26652).
Wir bitten daher die Landesregierung von NRW: Bitte werden Sie ihrer Verantwortung für das Staatsziel Tierschutz gerecht und verbieten Sie die Baujagd ohne Ausnahme und verbieten Sie zugleich die Hundeausbildung in Schliefenanlagen, die sich mit dem Verbot der Baujagd ohnehin erübrigt. Ermöglichen Sie einen Wandel, statt an einer rechtswidrigen und nicht mit unseren Staatszielen konformen Tradition festzuhalten.
Müssten wir nicht vielmehr die Durchführung als die Abschaffung der Fuchsjagd faktisch legitimieren?
Dr. Sophia Kimmig 2021 in ihrem Buch „Von Füchsen und Menschen“
Unterzeichnet von:
Netzwerk Fuchs (Zusammenschluss von über 40 Aktiven aus verschiedenen Organisationen)
Prof. Dr. Josef Reichholf (Zoologe, Evolutionsbiologe, Ökologe)
Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer (Tierethiker, Buchautor und Tierarzt)
Dr. Dr. Martin Balluch (Tierethiker und Tierrechtsaktivist, aktueller Träger des Peter-Singer-Preises)
Prof. Dr. Kurt Kotrschal (Verhaltensforscher und Buchautor)
Christian Ehrlich (TV-Artenschützer, Geschäftsführer der Promis für Tiere gGmbH)
Peter Carstens (GEO-Reporter und Buchautor)
Peter Wohlleben (Förster und Buchautor)
DJGT (Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht) (Christina Patt, Juristin)
Kathrin Herrmann (Berliner Landesbeauftragte für den Tierschutz)
Marita Marschall (Schauspielerin) & Ulrich Bender (WAILD.net)
Peter Hübner (Tierrechtsorganisation MgT e.V.)
Guido Meyer (Wildlife-Fotograf, Pressefotograf, Blogger)
Dr. Kirsten Tönnies (Veterinärin)
Dr. Mathilde Laininger (Hauptsache Waschbär e. V., aktueller Preisträger Tierschutzpreis Berlin)
Helmut Sütsch (Tierfilmer, Schwerpunkt Fuchs)
Robin Jähne (Biologe, freier Journalist, Naturfilmer und -fotograf, Künstler)
Dr. Karl-Heinz Loske (Biologe, Ökologe)
Aktionsbündnis Fuchs
Wildtierschutz Deutschland e. V. (Lovis Kauertz)
Wildtierschutz Deutschland Sektion Niedersachsen & Aktionsbündnis Pro Fuchs Niedersachsen (Thomas Mitschke und Carola Hagemeier)
Wildtierschutz Deutschland Sektion Hessen und Bürgerinitiative Pro Fuchs Hessen (Necla von Gartzen, Claudia Ward)
WITAS (Wildtier- und Artenschutz) (Hartmann Jenal)
Bürgerinitiative Pro Fuchs Deutschland (Johann Beuke, Manuela Schleußner, Gabriele Etgeton)
Bürgerinitiative Pro Fuchs Rhein-Neckar (Gaby & Patric Strasser)
Unsere Hände für viele Pfoten e. V. (Marianne Rautenberg)
Bürgerinitiative Schliefenanlagen schließen (Lemgo) (Michaela Latzel)
BUND Kreis Lippe (Stephan Culemann)
Wildtierhilfe NRW (Sandra Swart)
Natur ohne Jagd e. V. (Rudi Pohlenz)
NABU Duisburg (Anne & Thomas Stroh)
NABU Heidekreis (Dr. Antje Oldenburg & Klaus Todtenhausen)
Tierschutzverein Düsseldorf (Monika Piasetzky, Nicole Walther)
Tierretter.de e. V. (Bernd Bünker)
Kerstin Löwenstein (Dipl. Forstwirtin, Mitglied Kreistag Wesel)
Susanne Schilling (ehemalige Leiterin Tierheim Kulmbach)
Rainer Pohlen (Pohlen & Meister, Mönchengladbach, bundesweite Strafverteidigung)
(se)
Bundesweites Verbot der privaten Wildtierhaltung, sofort!
Die deutsche Medienlandschaft hat mit der mutmaßlich aus einer privaten Wildtierhaltung entlaufenen Löwin im Süden Berlins das ideale Sommerloch-Thema gefunden. Hunderte Polizist:innen und anderer Einsatzkräfte samt Hubschraubern suchen seit Donnerstagnacht in einer großangelegten Aktion das frei laufende Wildtier. Aktuell gibt es zwar in Berlin und Umgebung keine Ausgangssperre, die Polizei rät jedoch eindringlich dazu, „das Haus nicht zu verlassen“. Continue reading “Bundesweites Verbot der privaten Wildtierhaltung, sofort!”
Ganzjahresfütterung bei Vögeln ist sinnvoll
Tierfreund:innen stellen sich regelmäßig die Frage, ob es sinnvoll oder in Zeiten von Insektensterben, industrieller Landwirtschaft und Klimawandel sogar zwingend notwendig ist, die heimische Vogelwelt bei ihrer Futtersuche zu unterstützen. Laut Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) sollte die Fütterung dabei jedoch nicht die einzige Form der Unterstützung bleiben, denn laut aktuellen Studien ist die Zahl der Vögel in der EU in den letzten 40 Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen.
Grundsätzliche Kritik
Seit jeher nehmen Gegner:innen der Fütterung den Standpunkt ein, dass dies einen unkontrollierten Eingriff in den Ablauf der Natur darstellen würde, welcher den natürlichen Ausleseprozess verhindere. Kranke und schwache Tiere würden so überleben, obwohl die Natur dies nicht vorgesehen hätte. Außerdem würden nur solche Vogelarten unterstützt, die dies nicht nötig hätten, da ihr Bestand ohnehin nicht gefährdet sei. Seltenere Arten würden dabei noch weiter zurückgedrängt.
Pro Ganzjahresfütterung
„Im Rahmen der industriellen Landwirtschaft und auch in vielen (Klein-)Gärten werden immer noch Unmengen von Pestiziden versprüht. Diese sind ein Grund für das Insektensterben, welches direkte Auswirkungen auf das Futterangebot der heimischen Vögel hat. Sterben Insekten nicht direkt, speichern sie die giftigen Chemikalien und landen so im Fettgewebe der Vögel“ so Sebastian Everding, Landesvorsitzender der Tierschutzpartei in NRW und Kandidat für die Europawahl im nächsten Jahr.
Angelika Remiszewski, ebenfalls Landesvorsitzende in NRW, ergänzt hier noch: „Vögel finden aktuell auch in der warmen Jahreszeit weniger Futter als früher. Wildkräuter, die Insekten anziehen, gehen immer stärker zurück. Schottergärten gehören in ganz NRW leider zum täglichen Bild. Auch dadurch, dass Hecken und Sträucher abgeholzt wurden, haben viele Vögel ihren Lebensraum verloren. Nicht nur in der freien Natur, auch in den Gärten werden immer noch Brutplätze und Versteckmöglichkeiten zerstört, was den Bestand aller betroffenen Vogelarten bedroht. Hier muss dringend ein Umdenken von Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern einsetzen!“
Angesichts dieser Umstände kann in den Augen der Tierschutzpartei also zusammenfassend gesehen nicht mehr von dem viel zitierten „natürlichen Ausleseprozess“ gesprochen werden, so dass eine zusätzliche Unterstützung von menschlicher Seite aus dringend geboten ist.
Besonderheiten beachten!
Die meisten Singvögel füttern ihre Jungen mit proteinreicher Insektennahrung und Zugvögel ernähren sich grundsätzlich auf dieser Basis. In den Geschäften wird jedoch meistens ein reines Körnerfutter angeboten, wovon aber lediglich Altvögel oder reine Körnerfresser wie Spatzen oder Meisten profitieren. „Besonders bedroht sind in Deutschland die reinen Insektenfresser wie beispielsweise Rotkelchen, Zaunkönig und Schwalben“ so Sebastian Everding und ergänzt „Durch die Zumischung von Insekten wie Mehlwürmer in diese Körnermischungen können Sie gezielt den Insektenfressern helfen“.
Expertinnen und Experten verweisen jedoch darauf, dass unbedingt auf die Hygiene am Futterplatz geachtet werden sollte und dieser regelmäßig gereinigt werden muss. Insgesamt ist es auch anzuraten, das Futter in sogenannten Silos anzubieten und nicht mehr in traditionellen Futterhäuschen, damit die Vögel das Futter nicht durch ihren eigenen Kot verschmutzen können. Besondere Vorsicht gilt in der Jungvogel-Periode zwischen April und Juli. Hier empfehlen Forschende grundsätzlich auf Sonnenblumenkerne, fetthaltiges Futter und getrocknete Insekten zu verzichten, da es durch diese großen Futterbrocken zu gesundheitlichen Problemen und Todesfällen bei Nestlingen kommen kann.
Erdnüsse und Erdnussbruch sollten so angeboten werden, dass sich die Vögel nur kleine Teile entnehmen können. Wichtig wäre, dass sich eine Futtergabe in dieser Jahreszeit daran orientiert, was die Natur bietet, also Insekten und feine Sämereien. Ebenfalls lang diskutiert wurde hierzulande, ob die Vögel durch Zufüttern in eine Abhängigkeit zum künstlichen Nahrungsangebot gebracht werden und sie sogar bequem werden. Bestätigt werden kann anhand von aktuellen Beobachtungen von Futterplätzen durch Forschende über einen zwölfmonatigen Zeitraum hindurch, dass keinerlei Futterabhängigkeit entsteht.
Immer auch Wasser anbieten
Grundsätzlich sollte man immer, auch im Winter, zusätzlich Schalen mit Trink- oder Badewasser anbieten. Da das ausgelegte Futter in der Regel sehr trocken ist, benötigen die Vögel viel Wasser, welches im Winter oder auch in heißen Sommern oft nur schwer erreichbar ist. Die Befürchtungen, im Winter könnte das Gefieder vereisen, wurde inzwischen durch wissenschaftliche Beobachtungen widerlegt.
In Verbindung mit der Natur treten
Gerade die Fütterung der Vögel stellt, auch für Familien und Kinder, eine hervorragende Möglichkeit dar, die Natur und vor allem die Tierwelt zu erleben. Um dem Vogelschwund jedoch wirklich entgegenzuwirken, braucht es jedoch vor allem eins: intakte naturnahe Lebensräume und Gärten!
Weitere Tipps
- Kein Brot, Brötchen oder Essensreste verfüttern.
- Regelmäßig in kleinen Mengen geben (idealerweise vormittags und nachmittags)
- überschüssiges Futter nach gegebener Zeit wieder entfernen.
- Mehrere Futterplätze geschützt anlegen und verschiedenartig gestalten.
- Futterplätze stets sauber halten.
Viele Bienenhotels sind ein Fall für die (Bio-)Tonne!
Rund 300 der 560 heimischen Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste und sind somit akut vom Aussterben bedroht. Aber auch die Masse an Wildbienen sinkt stark, denn diese sind meist alleinlebend und können bestimmte Verluste nicht kompensieren. Viele Arten haben sehr spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum; also an Nistplatz, Baumaterial und Nahrungspflanzen. Continue reading “Viele Bienenhotels sind ein Fall für die (Bio-)Tonne!”