Welttierschutztag: Tierschutzpartei veranstaltet Silent Line am Leipziger Hauptbahnhof – „Den Stimmlosen eine Stimme geben“

Pressemitteilung:

Anlässlich des Welttierschutztags am 4. Oktober ruft die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) zur Teilnahme an einer „Silent Line“ direkt gegenüber des Leipziger Hauptbahnhofs auf (Willy-Brandt-Platz 10, neben dem LVB Mobilitätszentrum). Mit eindrucksvollen Plakaten, auf denen Tiere verschiedenster Spezies zu sehen sind, wollen die Teilnehmenden ein stilles, aber starkes Zeichen setzen: Tiere sind fühlende Lebewesen, die wie wir Menschen Freude, Schmerz, Angst und Leid empfinden. Continue reading “Welttierschutztag: Tierschutzpartei veranstaltet Silent Line am Leipziger Hauptbahnhof – „Den Stimmlosen eine Stimme geben“”

Tierhaltung bedeutet immer Verantwortung zu übernehmen

Sommerferien – und wie jedes Jahr aufs Neue berichten Tierschutzvereine von vermehrten Abgaben oder gar ausgesetzten Tieren. Viele Menschen halten Tiere oder denken darüber nach, eines bei sich aufzunehmen. Ein eigenes Tier beschert den Haltenden oft schöne Momente, allerdings sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass man seinem Tier gegenüber eine Verantwortung hat und dies das ganze Tierleben lang.

Viele Tierbesitzer:innen haben leider die Erwartungshaltung, dass ihre (Haus-)Tiere einen bestimmten Nutzen erfüllen sollen. Wenn jene Tiere diesen Nutzen nicht mehr erfüllen, weil sie zum Beispiel alt oder krank sind, werden sie bedauerlicherweise häufig abgegeben, ausgesetzt oder sogar getötet. Jedes Tier ist ein fühlendes Individuum, das seine Bedürfnisse und ein Recht auf ein sicheres Zuhause hat. Tiere sind weder Geschenke noch Sportgeräte oder Gebrauchsgegenstände.

Wer ein Tier bei sich aufnimmt, sollte sich vorher informieren, welche Aufgaben und Herausforderungen sowie Kosten dies mit sich bringt. So kann bei den gestiegenen Tierarztkosten gerade im Alter und/oder Krankheit eine weitaus höhere finanzielle Belastung entstehen als in den ersten Lebensjahren. Falls man doch unerwartet nicht mehr in der Lage sein sollte, den Bedürfnissen seines Tieres gerecht zu werden, sollte man sich für eine Abgabe und gegen Aussetzen oder Töten entscheiden. Im Zweifelsfall sind örtliche Tierschutzvereine die ersten Ansprechpartner:innen.

(jr)

Neue Regionalgruppe will in Rheinfelden starke Stimme für den Tierschutz sein

In Rheinfelden ist unsere frisch gegründete Ortsgruppe, mit einer Liste bei der Kommunalwahl antgetreten. Mit der erforderlichen Anzahl von drei wahlberechtigten Mitgliedern wurden in einer geheimen Abstimmung Daniela Hohler und Jan Höllstern als Continue reading “Neue Regionalgruppe will in Rheinfelden starke Stimme für den Tierschutz sein”

Tierversuche in NRW – Von „Überschusstieren” und Umweltbilanzen

Dass Tierversuche und das dabei entstehende Leid, Sterben und Morden alltägliche Geschehen sind, ist wahrscheinlich den wenigsten Menschen im Bewusstsein. Zwar haben sicherlich die meisten schon von Tierversuchen für diverse Produkte gehört – etwa Hygiene- oder Make-up-Artikel – sind sich aber der riesigen Dimension dessen nicht im Klaren. Deswegen sollen hier kurz einige Kernaspekte und Zahlen der Welt der Tierversuche in Nordrhein-Westfalen aufgeführt werden, um die Größenordnung und die Absurdität dessen transparent zu machen. 

Zunächst sei im Falle von NRW hervorzuheben, dass es hier im Gegensatz zum bundesweiten Verlauf einen Aufwärtstrend gibt; die Zahl der Tierversuche steigt also wieder (bis 2020 gab es einen Rückgang, der nun umgekehrt wurde). In den Jahren 2014 bis 2021 gab es jeweils circa 420.000 Versuchstiere, wobei darin eine oft vergessene Gruppe nicht erfasst wird: die sogenannten „Überschusstiere”. Diese werden auch für Laborzwecke gezüchtet, letztendlich aber nicht für Forschungszwecke verwendet. Dennoch werden diese, wie auch die tatsächlich benutzten Lebewesen, schließlich ermordet. Allein im Jahr 2021 waren es in NRW 437.861. Einordnend dafür noch ein paar Zahlen des Bundes: Deutschlandweit wurden im 2021 insgesamt circa zweieinhalb Millionen Tiere für wissenschaftliche Zwecke verwendet, davon wurden ungefähr 700.000 getötet. Allerdings ist die Zahl der Überschusstiere hier auf gleicher Höhe, also nochmals zweieinhalb Millionen Tiere, die auch im Sinne der Wissenschaft gezüchtet wurden, welche aber dann keine Verwendung innerhalb der Wissenschaft aufwiesen. Auch all jene wurden getötet. Der prozentuale Anteil der in 2021 in NRW „verwendeten“ Tiere (ohne Überschusstiere) im Bundesvergleich liegt sodann bei rund 16 %. 

Natürlich sind in dieser exorbitanten Menge an Tieren unterschiedliche Arten verschieden stark vertreten. Zuletzt gab es einen Rückgang an verwendeten Kaninchen, Vögeln und Nutztieren. Jedoch stieg die Zahl der Mäuse an. Zudem ist eine bemerkenswert hohe Anzahl an Primaten zu verzeichnen, da NRW ein Standort für viele Forschungseinrichtungen und attraktiv in der industriellen Branche ist. Auch Hunde und Katzen, eigentlich hierzulande typische, liebgewonnene Haustiere, werden zu Hunderten benutzt. 

Die hauptsächlichen Zwecke liegen in der Grundlagenforschung (mehr als die Hälfte aller Nutzungsweisen) und für Organentnahmen. Andere Gebiete wie Toxikologie, Weiterbildungen, Arterhaltungen oder Umweltschutz nehmen hingegen ab. 

Hier könnten noch etliche weitere Daten und Prozesse aufgezeigt werden. Doch abschließend soll der Fokus darauf gelenkt werden, weshalb diese riesige Maschinerie so untragbar ist: 

Es gibt schon jetzt einige fortschrittliche und effektive Ansätze als alternative Forschungsmethoden, etwa Computersimulationen oder In-vitro-Methoden (Reagenzgläser-Methoden). Allerdings findet man im Bereich der Finanzierung eine enorme Disbalance. Die Forschung mitsamt Tierversuchen wird in Milliardenhöhe gestützt, wohingegen Forschung, die sich bewusst Methoden ohne Tiere bedient, bloß einige Millionen erhält. 

Nun ist nicht nur das Ausmaß der Tierversuche hinsichtlich des unsäglichen Leids unvorstellbar, auch die Effizienz dessen ist infrage zu stellen. In der Wissenschaft gibt es definitiv keinen Konsens darüber, ob Tierversuche tatsächlich die Produktivität der Forschung ankurbeln oder ob nicht andere Optionen deutlich besser geeignet wären. Die Analogie von absichtlich krankgemachten Tieren auf Menschen misslingt scheinbar – es ist womöglich selbst in Anbetracht des Forschens unklug, diesen Weg zu wählen.  

Neben den offensichtlichen und furchtbaren Problemen liegt ein zusätzliches Thema damit verglichen im Schatten: die Umweltbilanz. Aufgrund der verschiedenen medikamentösen Einflüsse müssen Versuchstiere gesondert behandelt werden, können etwa nicht für weitere Zwecke nach dem Tod verwendet werden. Kreise und kreisfreie Städte müssen zur Beseitigung der Tierleichen meist Privatunternehmen beschäftigen, da sie selbst über keine Tierkörperbeseitigungsanlagen verfügen. Mit diesem besonderen logistischen Aufwand, gerade mit Blick auf die bestimmten hygienischen Anforderungen im Transport- sowie Entsorgungsprozess, geht auch eine erhebliche Umweltbelastung einher, die sicherlich vermeidbar wäre.  

So stehen wir, wie auch viele weitere Initiativen und Akteure, gegen ein Fortbestehen von Tierversuchen, aus Achtung vor den Tieren, aber auch aus Gründen effektiven Forschens selbst!

(tk)

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Update (21.08.): Es gibt spezielle Tierschutzorganisation wie etwa MySecondLife oder die Laborbeaglehilfe e.V., die sich auf die Vermittlung von Versuch- und Überschuss-Tieren spezialisiert haben.

Tierheime weiter am Limit – Petition unterstützen!

„Zu viele Schnauzen für zu wenig Hände – die Tierheime sind am Ende!“ –  Tierheime bundesweit haben schon vielfach über die Medien wie z. B. den WDR Alarm geschlagen. Continue reading “Tierheime weiter am Limit – Petition unterstützen!”

Vorsicht vor dem Tierkauf auf TikTok und Meta

Onlineportale sind ein beliebter Verkaufsort für Tiere. Leider haben nun auch viele Vermehrer:innen TikTok und Meta (Facebook, Instagram)  für sich entdeckt. Hier finden sich seit längerem Livestreams, wo Welpen und Kitten verkauft werden. Teils aber auch Qualzuchten, wie Scottish Fold Kitten (wie in unserem Artikelbild). Wir warnen eindringlich davor, euch auf diesen Portalen Tiere zu kaufen, da der Verkauf und die Vermehrung von Qualzuchttieren verboten ist und auch die Vermehrung und der Verkauf von Rassetieren ohne Stammbaum Betrug ist.

Eigentlich ist der Verkauf von lebenden Tieren in den Handlungsrichtlinien von Facebook und Instagram verboten, das ist bedauerlicherweise bei TikTok nicht so. Doch auch die Verbote hindern viele nicht unter gewissen Hashtags ihre Welpen oder Kitten zu verkaufen. Das „ansprechende“ und perfide bei TikTok sind die Live-Videos, denn da holen sich die Verkäufer:innen die meisten Likes und Interessenten ab. Es ist ja total süß, live mit den Welpen und Kitten zu sprechen. So werde potenzielle Käufer:innen gelockt und achten dann nicht auf Warnzeichen.

Wer beim Vermehrer:innen oder auf diesen Portalen kauft, legt oftmals viel Geld auf den Tisch für eine gesundheitliche „Wundertüte“, denn die Kitten bzw. Welpen wurden nicht auf mögliche genetische Erkrankungen untersucht. Meistens sind die Tiere auch nicht geimpft, entwurmt und kastriert. Auch die Angaben „reinrassig“ ohne Stammbaum ist schlichtweg Betrug. Viele sind dann schon als Welpen/Kitten krank, haben Darmparasiten oder vielleicht sogar genetische Erkrankungen.

 

Woran erkennt man solchen Posts:

  • Angaben wie „reinrassig“, aber kein Stammbaum
  • „Ups“-Würfe (Würfe von unkastrierten Tieren)
  • Abgabe schon ab der 8. Woche oder früher (Viele Kitten z. B. werden da „entwöhnt“ und können schon mit festen Futter gefüttert werden. Ab da beginnen sie leider zu teuer für die Vermehrer:innen zu werden.)

 

Was ist zu tun:

  • Macht Screenshots von dem Account, der die Tiere anbietet. Wichtig ist, dass der Accountname zu sehen ist. Bei TikTok könnt ihr den Link zum Account kopieren, das geht bei Instagram und Facebook auch.
  • Ihr könnt auch als vermeintliche Interessenten Kontakt aufnehmen, um zu erfahren, wo die Anbieter:innen wohnen. Versucht so viele Infos wie möglich zu ziehen und leitet dann alle Informationen an die Polizei und das Veterinäramt weiter.
  • Nur den Account zu melden, ist zwar gut, aber teilweise wenig hilfreich, weil oftmals nichts passiert oder die Anbieter:innen dann einfach den Accountnamen wechseln.
  • Seid ihr unsicher, benutzt die Suchfunktion von Google, ob es sich bei der angebotenen Rasse um eine Qualzucht handelt.

 

Hier ein paar Qualzuchtrassen:

  • Scottish Fold (werden auch gerne als BKH verkauft)
  • Manx
  • Munchkin
  • Japanese Bobtail
  • Nacktkatzen ohne Schnurrhaare
  • TeaCup Hunde (Zwergspitz)
  • Mops
  • Widderkanninchen

 

Bei Facebook gibt es viele Gruppen, die auch illegal Tiere verkaufen und vermehren. Da könnt ihr auch Teilnehmer werden und Beiträge den Behörden melden.

Lasst euch nicht von den Behörden abschrecken und bleibt hartnäckig, denn es gibt nicht überall eine „SOKO Tierschutz“, wo Mitarbeiter:innen vom Veterinäramt täglich das Internet durchsuchen.

 

Und ganz wichtig:

Bitte keine Tiere über Social Media, Ebay etc. kaufen, denn Tiere sind keine Sachen. Adoptiert lieber Tiere aus dem Tierheim. So hart das auch klingt: Nur, wenn der Vermehrer:innen auf den Tieren sitzen bleibt, wird das Geschäft aufhören. Wir wissen, dass es einem das Herz bricht zu wissen, dass diese Tiere zurückbleiben, aber jede vermeintliche Rettung eines Tieres vom Vermehrer:innen trägt dazu bei, dass die Tiere weiterhin verpaart werden. Auch hier gilt, je höher die Nachfrage, desto mehr Vermehrer:innen wird es geben.

(mx)

Gestiegene Tierarztkosten! Wir fordern einen Rettungsschirm für den Tierschutz!

Höhere Energiepreise, Inflation und teurere Futtermittel bringen sowohl Tierheime und Lebenshöfe als auch Privatpersonen, die ein Tier bei sich aufgenommen haben, an ihre finanziellen Grenzen.

Die zusätzliche finanzielle Belastung durch die gestiegenen Behandlungskosten bei Tierärzt:innen sind für viele Menschen mit Tieren nicht mehr tragbar. Continue reading “Gestiegene Tierarztkosten! Wir fordern einen Rettungsschirm für den Tierschutz!”

Urlaubszeit als Tierschutzzeit nutzen

In NRW haben die Sommerferien schon begonnen, in vielen anderen Bundesländern starten sie in Kürze. Auch im Urlaub können Reisende eine aktive Rolle am Urlaubsort übernehmen und Tieren und Vereinen  direkt vor Ort helfen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie wir alle etwas in den Ferien zum Tierschutz beitragen können:

  • Informiere dich im Voraus: Bevor du deine Reise planst, recherchiere über die Situation vor Ort und Vereine, die am Zielort tätig sind. Im Netz finden sich zahlreiche Informationen über bedrohte Arten, örtliche Schutzprojekte und verantwortungsvolle Tourismus-Initiativen.
  • Unterstütze nachhaltige Tierbegegnungen: Wähle Aktivitäten mit Respekt und Abstand zu den heimischen Tieren. Respektiere die natürlichen Lebensräume und vermeide Attraktionen und Orte, die Wildtiere in Gefangenschaft halten, missbrauchen oder ausbeuten. Wenn du vor Ort von derartigen Aktionen erfährst (z. B. Fotos mit Wildtieren) kläre andere Tourist:innen darüber auf.
  • Besuche stattdessen anerkannte Schutzgebiete und Naturschutzparks: Unterstütze finanziell und besuche Einrichtungen, die sich dem Schutz bedrohter Arten und deren Lebensräume widmen. Diese Orte bieten oft Bildungsprogramme und geführte Touren an, die es den Besucher:innen ermöglichen, die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen.
  • Engagiere dich in der Freiwilligenarbeit vor Ort: Viele Tierschutzorganisationen freuen sich über jede Unterstützung. Mach vielleicht eine Art „Tagespraktikum“ in einem Tierheim oder einer anderen Einrichtung vor Ort. Die Möglichkeiten sind vielfältig und können die Pflege verletzter Tiere, die Renaturierung von Lebensräumen oder Bildungsarbeit umfassen.
  • Falls du mit dem Auto, Wohnmobil oder Co. anreist, kannst du dich erkundigen, ob Sachspenden vor Ort benötigt werden und dafür im Vorfeld eine kleine Sammlung organisieren. Achte hier aber unbedingt auf die Einfuhrrichtlinien, gerade im Nicht-EU-Ausland.

Flugpat:innen gesucht!

Auch eine Flugpatenschaft stellt eine großartige Möglichkeit dar, den Tierschutz im Ausland zu unterstützen. Recherchiere hier unbedingt bereits im Voraus Organisationen und Vereine, die solche Programme anbieten, um Tieren bei der Reise in ein neues Zuhause zu helfen. Nimm dafür im Vorfeld Kontakt auf und erkundige dich bereits frühzeitig nach den Abläufen und Anforderungen. Wichtig: Nicht alle Fluggesellschaften nehmen Tiere mit, die sogenannten „Billigflieger“ eigentlich nie. Wichtig ist dabei zu erwähnen, dass für die Reisenden keinerlei Kosten entstehen, diese werden in der Regel durch die Vereine übernommen.

Noch etwas Urlaubsgeld übrig? Selbst wenn du an deinem Urlaubsort keine Unterstützung geben kannst, freuen sich Tierschutzvereine im Ausland und natürlich auch in Deutschland über jeden Euro. Für das Geld können Futter oder Medikamente gekauft werden und du kannst zudem jede Spende für einen eingetragenen Verein steuerlich geltend machen.

Wichtig am Ende: Teile dein Wissen! Nutze deine Reiseerfahrungen, um das Bewusstsein für den Tier- und Naturschutz zu erhöhen. Teile deine Erlebnisse in sozialen Medien oder mit Freund:innen und Familie, um andere dafür zu sensibilisieren.

Hundesteuerreform in Dortmund

Assistenzhunde bereits während der Ausbildung steuerbefreit!


Erste erfolgreiche Änderung der Hundesteuersatzung in Dortmund

 

Im Rahmen der Mai-Sitzung des Dortmunder Stadtrats wurde einstimmig eine Änderung der Hundesteuersatzung verabschiedet. Darin erhalten die bereits von der Steuer befreiten Assistenzhunde diese berei

 

ts ab dem Beginn der Ausbildungszeit. Bereits gezahlte Steuern werden nachträglich, also nach abgeschlossener erfolgreicher Ausbildung, erstattet. Angeregt wurde das Thema durch den Antrag der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) als Teil der Fraktion DieLinke+ im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2023 im letzten Jahr. Die Verwaltung ging daraufhin noch einen Schritt weiter und machte den Vorschlag auch Therapiehunde, die von therapeutischen Fachkräften im Rahmen einer tiergestützten Therapie einsetzen werden, sowie Rettungshunde von der Steuer zu befreien, was dank der politischen Vorarbeit direkt auf Zustimmung der beteiligten Gremien stieß.

Die Tierschutzpartei regte zudem auch sprachliche Änderungen innerhalb der Hundesteuersatzung, welche in der neuen Fassung auch umgesetzt wurden: so wurde beispielsweise die Begrifflichkeit

eines „eingegangenen Tieres“ im Todesfall durch alternative Formulierungen ersetzt.

„Wir freuen uns sehr, dass Hunde, die im Alltag von Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen, körperlichen oder geistigen Einschränkungen unterstützen, nun auch schon während ihrer Ausbildungszeit von der Hundesteuer befreit sind“ so Sebastian Everding, der die Tierschutzpartei im Ausschuss für Bürgerdienste und öffentliche Ordnung (ABöOAB) vertritt und ergänzt: „Dies kann jedoch nur eine erste Reform in der Hundesteuer sein, denn wir wünschen uns weiterhin eine Befreiung von Tieren, die aus dem Dortmunder Tierheim oder von anerkannten Tierschutzvereinen aus dem In- und Ausland von Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt adoptiert wurden“. Diese Forderung zur steuerlichen Begünstigung von Tierschutztieren wurde bereits 2021 erfolglos in den Stadtrat eingebracht, soll aber bald erneut thematisiert werden.