Vegan leben – aber was ist mit Medikamenten?

Gelatine in Kapseln, Laktose in Tabletten oder Lanolin in Salben: Viele Arzneimittel enthalten tierische Hilfsstoffe. Eine klare Kennzeichnung wie bei Lebensmitteln gibt es meist nicht – Begriffe wie „vegan“ sind bei Arzneimitteln rechtlich kaum zulässig.

Trotzdem gibt es Optionen:
✔ Beipackzettel prüfen
✔ Darreichungsform wechseln (z. B. Saft statt Kapsel)
✔ Apotheke / Ärzt*innen um Beratung bitten
✔ Hersteller*innen kontaktieren

Wichtig: Leider hat nicht jedes Medikament eine vegane Alternative. Im Zweifel sollte der eigenen Gesundheit immer Priorität eingeräumt werden!

Warum wir für die Füchse kämpfen

Füchse stehen auf keiner Roten Liste.

Ihr Bestand gilt nicht als gefährdet.

Das ist aber kein Grund, jedes Jahr Hunderttausende von ihnen zu töten.

Für Freizeit.
Für Tradition.
Für „Bestandsregulierung“.

Wir kämpfen für Füchse, weil Schutz nicht erst dann beginnen darf, wenn eine Art fast verschwunden ist.

Wir kämpfen für sie, weil auch Tiere, die keiner bedrohten Art angehören, Schmerz empfinden.

Weil auch sie Familien haben.

Weil auch ihnen Respekt und Würde gebühren.

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Sebastian Everding: Warum ich für die Überweisung des Mercosur-Abkommens an den Europäischen Gerichtshof gestimmt habe

Am 21.01.2026 hat das Parlament beschlossen, dass das Freihandelsabkommen Mercosur zur Überprüfung an den Europäischen Gerichtshof überstellt wird.

Ich habe aus Gründen des Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzes für diese Überprüfung gestimmt. Das Freihandelsabkommen würde insbesondere den Import von Agrarprodukten in die EU fördern. Die Produktion in südamerikanischen Ländern ist aber oft nicht nachhaltig und entspricht nicht den europäischen Standards. So ist die Produktion von Rindfleisch und Soja in Südamerika ein Haupttreiber für Klimawandel und Biodiversitätsverlust. Vereinbarungen zu Tierschutzstandards und entsprechenden Kontrollen fehlen in dem Abkommen oder sind unzureichend. Zudem gibt es Bedenken bezüglich der Transparenz für Verbraucher*innen.

Daher begrüße ich den Entschluss des Parlaments, denn er sorgt für eine genaue Prüfung des Abkommens und könnte das Inkrafttreten in der aktuellen Fassung noch verhindern. Freihandelsabkommen sollten auch in Zeiten von US-Handelserschwernissen Umweltschutz, Tierwohl und Verbraucherschutz nicht gefährden.

Für den Beschluss haben auch Mitglieder rechter Parteien gestimmt. Daher möchte ich darauf hinweisen, dass die Überprüfung von demokratischen Parteien initiiert wurde und sich Abgeordnete aus sämtlichen Fraktionen aus jeweils äußerst unterschiedlichen Gründen gegen Mercosur positioniert haben.

Mehr dazu auch hier: https://www.instagram.com/p/DUGa75BCZ3K/

Stop the grind!

Für Sebastian Everding war es eine große Ehre, Captain Paul Watson und Lamya Essemlali von Seashepherd France persönlich kennen gelernt zu haben.

In seinem ersten Jahr als Europaabgeordneter stand er noch mit einem #freepaulwatson-Schild vor der dänischen Botschaft in Brüssel und nun hatte er die Chance auf einen intensiven Austausch über das Töten von Walen und Delfinen auf den Faröer-Inseln und mögliche Strategien, diese Grausamkeit zu stoppen.

Genmanipulierte Lebensmittel im Supermarkt? 🛒🧬

In der EU gilt bisher: GVO-Lebensmittel müssen gekennzeichnet werden, damit Verbraucher:innen wissen, was sie essen.

Nach der Zustimmung von Parlament und Rat könnten Produkte aus neuen genetischen Techniken (NGT) unter neuen Regeln möglicherweise ohne Kennzeichnung verkauft werden  – die genauen Vorschriften stehen noch aus.

Transparenz ist ein Grundrecht beim Lebensmittelkauf. Freiwillige Bio-Siegel reichen nicht aus, um alle Lücken zu schließen.

Präzision in der Gentechnik bedeutet nicht automatisch Sicherheit, und Innovation darf nicht auf Kosten von Verbraucher:innenrechten gehen.

Quellen:
EU-Verordnung 1829/2003

EU-Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 über genetisch veränderte Lebensmittel
EU-Kommission: Vorschlag zu neuen genetischen Techniken (NGT), 2025

Muttermilch für Schulkinder?

Kuhmilch ist Muttermilch – voll mit Hormonen und Wachstumsstoffen, eigentlich für Kälber gemacht, nicht für Menschen.

Trotzdem subventioniert die EU genau dieses Produkt in Schulen – offiziell für „gesunde Ernährung“.

Das Problem:
❌ Tierleid-fördernde Industrie
❌ Hoher CO₂-Fußabdruck
❌ Fraglicher Bildungsauftrag
❌ Millionen an Steuergeldern für etwas, das niemand braucht

Die Alternative:
✔ Pflanzliche Drinks
✔ Kritische Ernährungsbildung
✔ Regionale, nachhaltige Lebensmittel

EU-Mercosur: Rücksichtsloses Foul am Verbraucherschutz und Tierwohl

Die heutige Abstimmung des Europäischen Parlaments, in der über die Einholung eines Gutachtens zum Mercosur-Abkommen durch den Europäischen Gerichtshof entschieden wurde, kommentiert der Europaabgeordnete und langjährige Kritiker des Mercosur-Abkommens Sebastian Everding:

„Das Mercosur-Abkommen ist für alle, die fair spielen wollen, ein heimtückischer Tritt von hinten in die Wade. Heute wurde zumindest der EuGH als Schiedsrichter aufs Spielfeld gerufen, damit das Foul überprüft werden kann.“

Sebastian Everding weiter:

„Über Jahrzehnte haben sich europäische Verbraucher*innen gesünderes Essen, eine sauberere Umwelt und mehr Tierschutz erkämpft. Das Abkommen schneidet dreist Löcher in dieses Sicherheitsnetz. Fleisch, verarbeitete Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte werden in Südamerika auf eine Weise hergestellt, wie sie in der EU verboten ist. Die dortige Massentierhaltung bricht noch unsere niedrigsten Regeln, Tiere bekommen Wachstumshormone und verbotene Medikamente, gentechnisch veränderte Pflanzen werden verfüttert.“

Everding ergänzt:

„Während hier für bessere und artgerechte Formen der Tierhaltung gekämpft wird, schreibt das Abkommen bis auf wenige Ausnahmen keine Regeln zum Tierschutz vor. Verbraucher*innen in der EU können so weder Haltung noch Herkunft der Tiere nachvollziehen.“

„Wir wissen, dass der Amazonas für die Rinderzucht illegal gerodet wird. Wir wissen, dass die Landwirte dort Pestizide verspritzen, die bei uns aus gutem Grund verboten sind. Und wir wissen, dass dortige Qualitätskontrollen unterirdisch sind oder ausbleiben. Statt all dem einen Riegel vorzuschieben, holen wir uns diese Missstände nun auf den Essenstisch. So schadet das Abkommen Verbraucher*innen und einer nachhaltigen Landwirtschaft in der EU“, so Everding.

Everding bemängelt fehlende Regeln zum Pferdefleischimport:

„Im Abkommen wurde auch komplett versäumt, einen Stopp von Pferdefleischimporten festzuschreiben. Das ist ein unkontrollierbares Risiko für europäische Verbraucher*innen, vom Leid der Tiere dort ganz zu schweigen.“
In Argentinien werden ausgediente Arbeitspferde, aus Blutfarmen ausgemusterte Stuten, ausgediente Renn- und Polopferde und gestohlene Pferde geschlachtet und nach Europa exportiert. Zwischen Peru und Argentinien herrscht ein reger illegaler Handel mit Pferdefleisch, in dem mafiöse Organisationen und korrupte Mitarbeiter der Polizei und Gesundheitsbehörde SENASA Geld scheffeln und waschen. Verbraucher-, Gesundheits- und Tierschutzorganisationen kritisieren diese Geschäfte seit Jahren.

Everding sagt abschließend:

„Diesen Pferden werden Medikamente wie das schädliche Phenylbutazon gegeben, die in der EU seit Jahren verboten sind, wenn das Fleisch auf unseren Essenstisch kommt. Die Abgabe der Medikamente wird in Argentinien nicht dokumentiert, eine Kontrolle ist praktisch unmöglich. Selbst interne Überprüfungen der EU-Kommission kommen zu diesem Schluss.“

Laut für die Galgos – Übersicht der Märsche 2026

Die Galgo-Märsche machen auf das Leid spanischer Windhunde aufmerksam. Jedes Jahr werden zehntausende Galgos ausgesetzt, misshandelt oder getötet, sobald sie für die Jagd „nicht mehr nützlich“ sind. Eine Übersicht der kommenden Märsche & Orte findest du hier: https://www.veto-tierschutz.de/galgo-marsch/ Continue reading “Laut für die Galgos – Übersicht der Märsche 2026”