Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat gestern angekündigt, die Genehmigung für Langstrecken-Tiertransporte für bestimmte Länder zu streichen.
Continue reading “Langstrecken-Tiertransporte in bestimmte Länder werden verboten”
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat gestern angekündigt, die Genehmigung für Langstrecken-Tiertransporte für bestimmte Länder zu streichen.
Continue reading “Langstrecken-Tiertransporte in bestimmte Länder werden verboten”
Diese Woche ist Asexual Awareness Week (Ace Week). Asexualität ist eine sexuelle Orientierung, wie z. B. auch Homo-, Hetero- oder Bisexualität. Asexuelle Menschen empfinden keine sexuelle Anziehung zu anderen beziehungsweise verspüren kein Verlangen nach sexueller Interaktion.
Aktuell treffen uns als Gesellschaft viele Krisen! Die Klimakrise, die Energiekosten sind von vielen
von uns kaum noch zu bezahlen, die Inflation ist hoch, der Krieg in der Ukraine, das Artensterben
und vieles mehr. Wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz sehen schon per Grundsatzprogramm
einen Zusammenhang zwischen dem Wohlergehen von Mensch, Umwelt und Tier.
Am 22. Oktober 2022 hat das Bündnis “Solidarisch durch den Herbst” in sechs deutschen Städten
zu Demonstrationen aufgerufen, u. a. auch in Düsseldorf. Über 4.000 Menschen haben sich in
unserer Landeshauptstadt den Forderungen des Bündnisses aus Gewerkschaften und Umwelt- und
Sozialverbänden, wie ver.di, NGG, der Paritätische oder Greenpeace und BUND angeschlossen.
Die Forderungen lauten:
● … zielgerichtete Entlastungen für jene, die Unterstützung dringend brauchen: einen
Mietenstopp, ein höheres Bürgergeld, eine 500-Euro-Brutto-Soforthilfe, eine bezahlbare Nachfolge
für das 9-Euro-Ticket und einen Schutzschirm für die Daseinsvorsorge – von Stadtwerken und
Schulen bis zu Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen.
● … eine Gesamtstrategie für eine nachhaltige, bezahlbare Grundversorgung: Energie,
Mobilität, Ernährung und Wohnen sowie soziale und kulturelle Teilhabe muss für alle bezahlbar sein.
● … massive Investitionen, um uns für die Zukunft krisenfest zu machen: einen Schub für
den naturverträglichen Ausbau Erneuerbarer Energien, dauerhafte Energieeinsparungen und
Gebäudesanierung, groß angelegter Ausbau klimafreundlicher Infrastruktur wie dem öffentlichen
Nahverkehr und die Förderung der Ökologisierung der Landwirtschaft.
All diese Herausforderungen können wir nur stemmen, wenn wir eine grundlegende Wende in der
Finanz- und Haushaltspolitik vornehmen. Dazu braucht es eine Übergewinnsteuer für Konzerne und
eine Vermögensbesteuerung für die Reichsten – sowie ein erneutes Aussetzen der Schuldenbremse
und ein Abbau klimaschädlicher Subventionen.
Diesen Forderungen schließen wir uns als Partei Mensch Umwelt Tierschutz –
Tierschutzpartei/Landesverband NRW uneingeschränkt an!
Warum es keine Weihnachtsgänse gibt und Enten nicht auf den Tisch gehören!
Bald ist sie wieder da… die Weihnachtszeit. Nur noch ein Monat bis zum ersten Advent. Die Zeit des Jahres, in der die meisten Menschen feiern, glücklich sein und in Ruhe ein paar schöne Tage mit ihren Lieben verbringen wollen. – Aber leider auch eine schreckliche Zeit im Jahr für viele Tiere!
heute: Arbeitsbedingungen in der Pflege
Es war im Frühjahr und Sommer dieses Jahres, als die Mitarbeiter*innen der sechs vom Land NRW betriebenen Unikliniken mit Protestaktionen und Streiks auf die Arbeitsbedingungen im Pflegebereich aufmerksam machten und auf Verbesserungen durch die neuen Tarifverträge pochten. Nach 11 langen Wochen hatten sich die Gewerkschaft ver.di und die Unikliniken dann auf Eckpunkte geeinigt. Diese Eckpunkte sehen nicht nur eine bessere Bezahlung, sondern auch Arbeitsentlastungen vor. Jetzt steht die Frage im Raum: Wer zahlt das?
Die SPD brachte im Juni dieses Jahres einen Antrag im Landtag ein, demnach das Land NRW diese Kosten tragen solle. Die zuständige NRW-Wissenschaftsministerin Brandes (CDU) hatte dem eine Absage erteilt, weil es nicht mit der Dualen Krankenhausfinanzierung und dem EU-Beihilferecht vereinbar sei. Duale Krankenhausfinanzierung bedeutet, dass das Land NRW die Investitionskosten der 6 Unikliniken übernimmt und die laufenden Betriebskosten durch die Krankenkassen finanziert werden. Nun hat sich NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) zu Wort gemeldet und auf einer Kundgebung von Beschäftigten der Unikliniken vor dem Düsseldorfer Landtag vorschnell verkündet, dass das Land die Mehrkosten übernehme. CDU und die Grünen beschlossen im Landtag: “Kommt es zu einem Tarifabschluss, ist eindeutig, dass das Land als Träger der Universitätskliniken der Adressat ist für entstehende Kosten, die über die duale Krankenhausfinanzierung hinausgehen.”
Die Mitarbeiter*innen der sechs Unikliniken sind natürlich zufrieden. Nicht bedacht haben CDU und die Grünen, dass es noch viel mehr Pflegekräfte gibt, die von diesem Tarifvertrag nicht profitieren werden. Und das nicht nur in Kliniken, auch in Altenheimen oder in Einrichtungen, in denen Menschen mit psychischen Erkrankungen 24/7 betreut werden. Sollte das Land NRW die Mehrkosten dieses Tarifvertrages übernehmen, wäre absehbar, dass Betreiber anderer Pflegeeinrichtungen wegen des ihnen entstandenen Nachteile vor Gericht ziehen.
Die Mitarbeiter*innen in den 6 Unikliniken haben mit ihren Anliegen völlig Recht! Klatschen allein genügt nicht, es braucht vor allem mehr Personal, um Überlastungen abzubauen. Die Politik hat in diesem Bereich in den letzten Jahrzehnten kollektiv versagt und Arbeitsbedingungen durch Privatisierungen und Profitstreben zugelassen, die nun der Gesellschaft auf die Füße fallen. Dieses Versagen lässt sich nicht durch Kostenzusagen auf Demonstrationen kaschieren. Wenn Herr Laumann sich hier feiern lässt, dann sollte er mal darüber nachdenken, was das mit all den anderen Pflegekräften macht, die es in NRW gibt.
Wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordern eine gesellschaftliche Aufwertung der Arbeit, die Pflegekräfte leisten. Nicht nur finanziell, vor allem braucht es Bedingungen, in denen ein Arbeiten mit Freude möglich ist. Menschen zu pflegen ist eine unglaublich herausfordernde Tätigkeit, in der Profitstreben keinen Platz haben darf.
++ Gute Nachrichten – Italiens größte Jagdmesse findet nicht statt ++
Die italienische Stadt Vicenza hat kürzlich bekannt gegeben, dass die landesgrößte Messe HiT (Hunting individual Protection Target Sports) in diesem Jahr sowie auch in Zukunft nicht mehr dort stattfinden wird.
Emsdetten ist eine Stadt im nördlichen Münsterland und hat ca 35.000 Einwohner*innen. Dort gilt, wie in vielen anderen nordrhein-westfälischen Kommunen auch, ein Fütterungsverbot für Stadttauben. Ein Mitglied unserer Partei lässt sich durch dieses Verbot nicht beirren und hat in der Vergangenheit trotzdem immer wieder artgerechtes Futter für diese verwilderten Haustiere verteilt. Letztlich sahen sich die Stadtverwaltung und die Tierschützerin vor einigen Monaten vor Gericht, als es um inzwischen insgesamt angehäufte Verwarn- und Bußgelder in Höhe von mehreren 10.000,-€ ging. Dieses Gerichtsverfahren hatte die Öffentlichkeit sehr beschäftigt, auch der WDR hatte berichtet.
Die Stadtverwaltung Emsdetten hatte seinerzeit die Errichtung eines betreuten Taubenhauses, analog dem sog. Augsburger Modell, noch abgelehnt. Hierzu wurde auf eine Aussage des zuständigen Kreisveterinäramtes verwiesen, welches ein Taubenhaus wegen Tierquälerei abgelehnt habe. Diese Aussage ist allerdings nicht richtig, denn das besagte Kreisveterinäramt hatte lediglich das zum damaligen Zeitpunkt vorgelegte Konzept der Stadtverwaltung abgelehnt, demnach die Tiere lebend gefangen und zunächst in den Taubenschlag eingesperrt werden sollten. So wären noch zu versorgende Jungtiere zwangsläufig verhungert.
Info: Das Augsburger Modell sieht die Errichtung eines Taubenhauses vor, in dem die Stadttiere sich ansiedeln sollen. Sie werden mit artgerechtem Futter versorgt und eine rudimentäre gesundheitliche Behandlung wäre möglich. Durch den Austausch der Gelegeeier mit Gipseiern wäre zudem eine Populationskontrolle möglich.
Inzwischen denkt die Verwaltung in Emsdetten anders über das Thema Taubenhaus. Am nächsten Donnerstag, den 20. Oktober 2022, wird im Hauptausschuss über die Errichtung eines solchen Hauses gesprochen. Die Empfehlung der Verwaltung ist jetzt nicht mehr ablehnend, sondern eindeutig pro Tierschutz! Ob es nun das Wirken unseres Parteimitgliedes war, die Unterstützung vieler Tierschützer*innen aus ganz Deutschland oder eine Projektarbeit von Studierenden der Fachhochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Münster, ist dabei nicht wichtig. Wichtig ist, dass ein Taubenhaus errichtet und auch betreut wird. Damit wäre vor allem den Tieren geholfen.
Im Sommer 2022 zwischen Juni und September wurden die meisten Vogelgrippe-Fälle in Europa festgestellt. 47,7 Millionen Vögel wurden daraufhin in Mastbetrieben getötet. Leider breitet sich die Krankheit auch vermehrt unter Wildvögeln aus. Somit leiden auch diese indirekt unter der Fleischindustrie.
Continue reading “2022: 50 Mio. Vögel wegen Vogelgrippe getötet!”
Im letzten Jahr beantragten die Grünen, dass etwas für die Fischerei in Greifswald getan werden müsse, denn diese befände sich im “Notstand”. Damals sprachen sich zwei Bürgerschaftsmitglieder für das Töten von Kormoranen und Robben als Maßnahme aus!
Auch wenn die antragstellende Fraktion das im Details anders sehen sollte: solcherlei Forderungen sind nunmal leider das geistige Umfeld der Grünen-Beschlussvorlage! Damit die Fischerei Umsatz machen kann, geht man eben über Leichen und will im “Notstand” sogar noch mehr Tod und Leid produzieren.

Ein Satz des damaligen Beschlusstextes aber war wirklich sinnvoll: Man solle “sich dafür einsetzen, dass alternative Möglichkeiten zur Fischerei gefördert werden.”
Davon ist in der diesjährigen Beschlussvorlage, die auf der im letzten Jahr aufbaut, aber leider nichts mehr übrig geblieben. Es wird lediglich nebenbei erwähnt, dass man mit der Universität Greifswald ja was im Bereich Algen-Anbau machen könnte.
Diese Umstellung auf pflanzliche Alternativen aber wäre die Zukunft im maritimen Bereich! Hier hätte man mutig ansetzen müssen, um mit der Zeit zu gehen, Arbeitsplätze zu retten und neue zu schaffen! So aber ist die aktuelle Beschlussvorlage nicht zukunftstauglich, da hilft auch das Feigenblatt Universität nicht.
Auch der Versuch, junge Leute in die Fischerei zu locken (Punkt 5 der Beschlussvorlage), empfinden wir als beschämend und sehen hier lediglich, wie junge Menschen, die eigentlich so viel Chancen in ihrem Leben haben, eines Tages ebenfalls das Abschlachten von Kormoronen und Robben fordern, in ihrer Not, weil sie in einen Berufszweig gelockt wurden, der keine erfüllende Perspektive bieten kann.
Die Ostsee ist eines der schmutzigsten Gewässer der Welt und ist massiv von Überfischung betroffen. Das ist leider die traurige Wahrheit. Wir brauchen Geld und Innovationskraft, damit unsere Gewässer wieder sauber und lebendig werden! Wir brauchen zukunftsweisende Umstellungen auf pflanzliche, ethisch-ökologische Alternativen. Und kein Geschäft mit dem Tod!

Wir als PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ haben dieser Beschlussvorlage daher nicht zugestimmt.
Allerdings erhielt sie dennoch eine Mehrheit, denn den Fischerei-Befürwortern von Grünen, Linken und SPD sprangen etliche Bürgerschaftsmitglieder von CDU, FDP und AfD zur Seite, um die Mehrheit zu retten. Dass diese übrigens auch in der diesjährigen Debatte wieder das Töten von Kormoranen thematisierten und sodann eine Erhöhung der EU-Fangquoten forderten, bewies noch einmal eindrücklich, wie fatal falsch die Richtung ist, in der sich die Bürgerschaft hier bewegt!
Liebe Bürgerschaftsmitglieder von Grünen, Linken, SPD, CDU, FDP und AfD: wenn euch eure Enkel oder Urenkel eines Tages fragen, was ihr gegen das Aussterben und gegen die Verdreckung der Meere unternommen hattet, dann werdet ihr schändlicherweise nur sagen können, dass ihr einfach ein Subventionsprogramm für die Fischerei aufgelegt habt! Soll das wirklich alles gewesen sein; die Fischereibranche dabei zu unterstützen, dass sie weiterhin und noch mehr fischen kann?
In diesen Zeiten, in denen wir gemeinsam auf der Suche nach Einsparpotenzialen und sozial sinnvollen Einnahmemöglichkeiten für die Stadt sind, damit die Leistungen für die Bürger:innen aufrecht erhalten werden können, will die Verwaltung die Gebühren für Boots- und Yachtbesitzende massiv senken? Und das mit fragwürdigen Berechnungsgrundlagen? Wir setzten uns dafür ein, dass diese Beschlussvorlage uns nochmal beehren darf und stimmen für nochmalige Verweisung in die Ausschüsse, was auch eine Mehrheit fand.

Der DGTI-Ergänzungsausweis hilft Trans*Personen, dass sie nicht (insbesondere ungewollt) diskriminiert werden während der Zeit, in der ihre eigentliche Identität noch nicht formell im Personalausweis anerkannt ist. Das Bundesinnenministerium erkennt diesen Ergänzungsausweis als standardisiertes Ausweisdokument in Kombination mit den amtlichen Ausweisdokumenten an. Wir als PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ möchten daher, dass der Oberbürgermeister die Mitarbeitenden in der Verwaltung, den städtischen Unternehmen und insbesondere beim ÖPNV über den Ergänzungsweis informiert, damit er bekannter wird und akzeptiert werden kann.
Leider hatten CDU und AfD massive Polemiken gegen unseren Antrag aufgefahren. In einer CDU-Pressemitteilung wurde der Ergänzungsausweis sogar mit einem Reichsbürgerausweis verglichen! Diese völlig geschmacklose Grenzüberschreitung zeigt nochmal deutlich auf, dass wir es mit der Tolani-CDU mit einer reaktionären Kraft zu tun haben, die verdientermaßen vom Amt der Oberbürgermeisterin ferngehalten werden konnte. Solche menschenverachtenden Ansichten dürfen in Greifswald keine Mehrheit haben!
Dankenswerterweise wurde unsere Beschlussvorlage gegen die Stimmen von CDU und AfD von der Bürgerschaft aber mehrheitlich angenommen!
Wir möchten, dass kein Verein in unserer Stadt in finanzielle Not geraten muss oder gar aufgelöst werden muss aufgrund der steigenden Energiepreise!
Wir haben unsere Beschlussvorlage im Anschluss an die Ausschüsse nochmal angepasst. Es ist nun ein Prüfauftrag und im Rahmen der Haushaltsdiskussionen möchten wir dann über die Summe beschließen und im Zeitraum bis zur Genehmigung des Haushalts dann die ganz konkrete Aufteilung und einzelnen Maßnahmen, in Absprache mit den Vereinen.
Während der Bürgerschaftssitzung brachten nichtstädtische Kulturvereine einen Ergänzungsantrag ein, dass diese auch berücksichtigt werden mögen. Dem kamen wir nach und übernahmen diesen Wunsch ad hoc. Unser Antrag wurde mehrheitlich angenommen, wofür wir uns bei allen Ja-Stimmenden sehr bedanken!
Wir haben Divestment schon zwei mal als generelles Vorhaben beschlossen. In der Nachhaltigkeitsstrategie und im Haushaltsbeschluss. Entsprechend haben wir uns gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Gruppen und der städtischen Verwaltung an die Arbeit gemacht und das allgemein Beschlossene nun konkretisiert. An dieser Stelle vielen Dank an Frau Wiedemann und Frau Stawinski aus der Finanzabteilung und auch an Oberbürgermeister Dr. Fassbinder, der sich der Wichtigkeit des Themas bewusst ist.
Denn Geld ist nicht gleich Geld. Je nachdem, wofür es ausgegeben wird, ist es niemals neutral, sondern immer qualitativ gebunden an den Zweck. Und genauso ist es mit der Beschaffenheit von Geld, wenn man es etwa als Investment anlegt oder Kredite aufnimmt. Hier ist genauso darauf zu achten, in welchem Zusammenhang das Geld steht. Daher freuen wir uns, dass wir hier in Greifswald das Thema Divestment anpacken und dass es hier eine breite Zusammenarbeit gibt. Übrigens empfahl die CDU/SPD-Bundesregierung Divestment für Kommunen und die neue Bundesregierung werden wir da sicher auch auf unserer Seite haben.
Allerdings warten wir noch auf die Rückmeldung einiger Banken, um die Kriterien zu verfeinern, die unsere Finanzabteilung dann anwenden kann. Da diese Rückmeldungen wider Erwarten noch nicht vollständig vorliegen, haben wir beschlossen, diese Beschlussvorlage nochmal zu schieben und sie wird dann inklusive der Änderungen aus den Ausschüssen, die wir bereits eingebaut, aber noch nicht ins Ratsinfosystem hochgeladen haben, erneut eingebracht werden.
Immer mehr Sportvereine, Fanclubs, Lokalitäten und Städte schließen sich weltweit derzeit der #BoycottQatar2022-Initiative an. Auch in Deutschland und in den unterschiedlichsten Arten und Weisen. Mit offiziellen Statements, mit der Weigerung, Public Viewing durchzuführen oder diese WM in den eigenen Räumlichkeiten zu zeigen und vielem mehr.
Es geht darum, das System der WM-Vergabe zu kritisieren. Es geht darum, die unfassbaren Umstände des Baus der Stadien zu thematisieren. Es geht darum, die generelle politische Situation in Katar anzusprechen. Wir alle wissen, wie menschenfeindlich das Leben für Frauen und Minderheiten ist. Es muss gelingen, das Bewusstsein für all diese Problemlagen zu erhöhen und Greifswald kann hier einen Beitrag leisten.
Wir haben im Vorfeld viele Gespräche dazu geführt. Alle waren sich einig, dass diese WM besonders kritikwürdig ist, viele wollen die WM privat boykottieren, obwohl sie Fußballfans sind. Nur fehlte es mitunter an Mut und Selbstverständnis, dies auch politisch auszudrücken. Wir haben daher die Fraktionen darum gebeten, sich einen Ruck zu geben und unseren kurzfristig eingereichten Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung zu wählen.
Im Andenken an die tausenden gestorbenen Arbeiter:innen beim Stadienbau, in der Hoffnung auf eine weltweite Sportgemeinschaft, die nach und nach sich von Korruption befreien kann und dass der Sport wieder im Mittelpunkt stehen kann. Dafür braucht es viele Einzelinitiativen und wir als Bürgerschaft, in Vertretung der Stadt Greifswald, können eine dieser sein.
Allerdings fehlte knapp die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen, damit unser Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung kommen konnte. Der gesamte Block rechts der Mitte stimmte dagegen, aber auch drei grüne Bürgerschaftsmitglieder.
Insbesondere über die Weigerung in den Reihen der Grünen sind wir maßlos enttäuscht!
Wir werden diese Vorlage voraussichtlich noch einmal einbringen, auch wenn dann die WM schon fast vorbei sein wird.
Die Abwahl von Peter Multhauf (früher: PDS/LINKE, dann Wahlkämpfer für “dieBasis”-Sympathisantin Wuschek, derzeit für die FDP/Bürgerliste aktiv) aus der Ortsteilvertretung Schönwalde I/Südstadt misslang. Es fehlte eine Stimme. Gemäß der Schilderungen der Ortsteilvertretungsmitglieder ist seit Beginn der Legislaturperiode vor drei Jahren keine normale Sitzung mehr möglich, weil Multhauf massives Mobbing betreibt, stört und beleidigt. Eine Mehrheit aus CDU, FDP, Bürgerliste und AfD steht aber hinter Multhauf. Einfach aus Prinzip. Gründe können sie keine nennen, außer immer und immer wieder zu wiederholen, dass Multhauf kein Rassist sei. Hat auch niemand behauptet, aber das merken sie nicht. Ein Vorwurf von vielen (!) ist, dass er jemanden rassistisch beleidigte. Das kann man auch als (selbsternannter oder tatsächlicher) Nicht-Rassist.
Der Organisator der Greifswalder Querdenken-Demonstrationen, Andreas Pieper, meldete sich unter dem Tagesordnungspunkt “Fragen und Anregungen der Einwohner” zu Wort und beschwerte sich über angeblich mangelnde Kooperation der Ämter bei der Genehmigung seines prorussischen Unternehmeraufstand-Autokorsos. Er forderte sogar einen Untersuchungsausschuss. Seine einzige sinnvolle Aussage war “Ich verstehe die Welt nicht mehr.” Und wir verstehen nicht, wieso die Greifswalder FDP dieser Person auch noch applaudiert.
Erfreulich: Kostenfreie Tamponspender in den Schulen wurden mehrheitlich beschlossen! Und es sollen Smartbänke geprüft werden.
Zwiegespalten: Die Bettensteuer soll geprüft werden. Ob das was bringt oder nur Ärger beschert? Wir als PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ warten die Prüfung und Kalkulationen ab und entscheiden dann sachgerecht.