Kein Platz für den Wolf in NRW?

Kaum lässt sich der Wolf in NRW nieder, gibt es die ersten Aufschreie von Vertreter:innen der Landwirtschaft und die Forderung nach dem Abschuss der Tiere (RN vom 02.08.23). Sie fordern eine feste Quote für dessen „Entnahme“ und eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes, das den Wolf bisher streng schützt.

Bernhard Conzen, Präsident des rheinischen Landwirtschaftsverbandes, findet es offenbar nur zumutbar, eine kontrollierte Anzahl an Wölfen im „stark besiedelten NRW“ zuzulassen, die sich ohne Risse an Nutztieren ernähren können. Was da mit „stark besiedelt“ gemeint ist, liegt auf der Hand: die Ausweitung der Nutztierhaltung. Die Forderung, der Wolf könne sich ausschließlich im Wald ernähren, wäre wünschenswert, würde die Jagd, insbesondere die Hobbyjagd, soweit unterbunden werden, dass der Wolf tatsächlich genügend Beute machen kann. Stattdessen reiben sich vermutlich die Hobbyjäger:innen bereits die Hände. Denn einen Wolf zu erlegen, ist sicherlich eine ganz andere Herausforderung, als Rehe und Füchse zu jagen.

Über die Erkenntnisse von Naturschutzverbänden, dass dort, wo die Natur sich selbst überlassen bleibt, sich die Populationen von Wildtieren von selbst regulieren, besteht bei den Befürwortern des Wolfsabschusses offenbar immer noch eine Bildungslücke.

Der Wolf nur noch in Reservaten? Der Mensch sollte sich mehr zurückziehen aus den Lebensräumen der Wildtiere. Dazu gehört auch die konsequente Reduzierung von Weideflächen und sogenannten Nutztieren.  In Verbindung mit funktionierendem Herdenschutz dürfte das Zusammenleben von Mensch und Wolf unproblematisch sein.

Als Landesverband NRW fordern wir:

  • Professionelle kostenlose Beratung der Tierhalter durch Wolfsberater/-expert:innen, auch für private Tierhaltung (z. B. Pferde und Ponys)
  • Feste, geschützte Bereiche für „Nutztiere“, Errichtung von Elektrozäunen/ Herdenschutzzäunen von mind. 1,30 m Höhe sowie ausreichendem Untergrabungsschutz an festen Standorten
  • Pflicht von Herdenschutzhunden (z.B. Kangal, Kuvasz, Pyrenäenberghund, kaukasischen Owtscharka, Maremmano-Abruzzese, Owczarek Podhalanski) bei Betreibung von größeren, professionellen Herden
  • Vergrämungsmaßnahmen
  • Staatliche Förderung von technologischen Lösungen zum Herdenschutz, z. B. intelligenter Weidezaun (s. Forschungsstandort Uni Bremen) mobile Tages- und Nachtlichtüberwachungskamera, Entwicklung von Bildauswertesystemen, die einen Eindringling mittel KI in einem differenzierten, digitalen Schutzbereich erkennen, orten und warnen

Das Bundesamt für Naturschutz benennt für Deutschland 440 Wolfspaare/Rudel als maximale Besiedlungszahl, die sich durch die jeweiligen Reviergrößen automatisch begrenzt.

Weitere Informationen: https://www.ndr.de/nachrichten/info/KI-Forschung-Intelligenter-Zaun-soll-Woelfe-erkennen-und-vertreiben,wolfszaun112.

(ar)

Wolf in Oberbayern zum Abschuss freigegeben

Schlimme Neuigkeiten: Die Forderung der bayerischen Landwirtschaftsministerin, Michaela Kaniber, den Wolf in Oberbayern zum Abschuss freizugeben, ist nun genehmigt worden.

Continue reading “Wolf in Oberbayern zum Abschuss freigegeben”

Gegen die Aufnahme des Wolfes in das Jagdgesetz!

Das Bundesland Niedersachsen plant, den Wolf mit ins Jagdgesetz aufzunehmen. Wörtlich heißt es: „Wir erkennen dies als einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einem zukünftigen aktiven Wolfsmanagement an.“ Für uns eine fatale Fehlentscheidung!
Der Wolf ist in Deutschland derzeit geschützt, beim Abschuss drohen bis zu fünf Jahre Haft – und das ist auch gut so und muss so bleiben. Wir sprechen uns gegen die Novellierung des Jagdrechtes aus – weder in Niedersachsen noch irgendwo sonst in Deutschland.

Continue reading “Gegen die Aufnahme des Wolfes in das Jagdgesetz!”

Politische Aufarbeitung im Fall des „Horror-Schäfers“ aus Castrop

Über 500 Beschwerden, Anzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden

Kaum ein anderes Thema macht Tierschützer*innen in Dortmund und Umgebung momentan so wütend und fassungslos, wie das das Leid der vernachlässigten Schafe auf einer Weide in Deusen.

Continue reading “Politische Aufarbeitung im Fall des „Horror-Schäfers“ aus Castrop”

Opferfest vom 11. bis 14. August: Untragbare „Ausnahmen“

Für gewöhnlich bestätigen Ausnahmen ja die Regel, was aber, wenn die „Ausnahme“ in regelmäßigen und absehbaren Intervallen wiederkehrt? Ganz einfach: dann ist die Ausnahme zur Regel mutiert!

Continue reading “Opferfest vom 11. bis 14. August: Untragbare „Ausnahmen“”

Peta deckt auf: Das Leiden für Wolle in Chile

Petition

Peta filmte auf einer Farm in Chile, wo Schafe für ihre Wolle erstochen und lebendig gehäutet wurden. Auf dieser Farm wurden die Tiere systematisch und brutal misshandelt. Das Video ist nichts für schwache Nerven, zeigt aber deutlich, dass Wolle ein Produkt des stillen Leidens ist.

Bitte kaufen Sie keine Produkte aus Wolle und protestieren Sie mit Peta gegen die grausame Behandlung von Schafen in Chile. Danke!

Wolle – Nein danke! Nicht mit uns!

Genau das HIER ist der Grund, warum wir uns keine Kleidungsstücke aus Wolle oder mit einem Anteil aus Wolle kaufen! Ganz akribisch studieren wir das Siegel im Kleidungsstück, welches uns gefällt und legen es wieder bei Seite, wenn wir feststellen, das Material enthält auch nur ansatzweise einen Wollanteil.

Sicherlich kann man nicht alle „Erzeuger“ in einen Topf werfen und sie wegen Quälerei ihrer “Lieferanten” anklagen, aber das Siegel im Kleidungsstück sagt leider meist nichts über die Herkunft der Wolle aus. Deshalb gehen wir dabei auf Nummer sicher und verzichten ganz auf dieses „reine“ Naturprodukt.

Wer sich Wollprodukte kauft, egal welcher Art, sollte den MUT haben, zum Ursprung zurückzukehren. HIER ein Einblick.

Bitte unterschreiben Sie die dazugehörige Petition.