+++ Eilt +++ Protest +++ Eilt +++

Weltfriedenstag am 29. August darf nicht zur Massentierquälerei werden – Stoppt das Aussetzen von 65.000 Tauben!

Unterstützen Sie den Protest von PETA hier: www.peta.de

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt diese Petition von PETA gegen den für Sonntag, den 29.08.2010 in Berlin geplanten “Internationalen Sternenflug” des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter.

Aus der Sicht von Tierrechtlern und Tierschützern ist dieser “Sternenflug” ein Beitrag zu massenhafter Tierquälerei und eine besonders perfide Untermauerung einer speziesistischen Ideologie. Ausgerechnet ein Gedenktag gegen den Krieg der Menschen und der Hoffnung auf weltweiten Frieden verlängert den faktischen Krieg der Menschen gegen ihre Mitlebewesen, die hier zu Dekorations-“Material” degradiert werden.

Auf der Berliner Veranstaltung sind viele Kinder als Akteure und Zuschauer; sie erfahren diese Tierausbeutung als selbstverständlich und wünschenswert.

Das Engagement der Brieftaubenzüchter legt die Vermutung nahe, dass “Das Kulturgut Brieftaube als Symbol des Friedens, des Sports und der Heimatliebe” (so Horst Menzel, Präsident des Brieftaubenzüchterverbandes) noch stärker in unserer Tierausbeutergesellschaft installiert und gefördert werden soll. Dieser wichtige Gedenktag wäre somit zu einer fragwürdigen Lobby-Veranstaltung verkommen.

Ein mutiger Rufer in der Wüste…

Eugen Drewermann auf dem Kirchentag am 27.08.2010 in Dortmund

Der Vortrag von Kirchenkritker Eugen Drewermann wäre beinahe ins Wasser gefallen. Bei herandrohenden Sturmböen und Gewitterfronten wurde die Freiluft-Verstaltung erst verschoben und dann schließlich von Drewermann persönlich gerettet: Er lud das Publikum kurzerhand auf die Bühne ein, um es vor dem Regen zu retten. Es wurde geräumt und geschoben und schließlich predigte Drewermann inmitten von Kindern, Hunden und erwachsenen Menschen auf engstem Raum. Eugen Drewermann ging in seinem völlig frei gehaltenen Vortrag schnörkellos auf die drängensten Probleme unserer Zeit ein – Artensterben und Überbevölkerung, Anthropozentrik und rein rationales, lineares Denken waren seine Themen. Zwar ist es noch nicht bei allen angekommen, aber der in unserem Land gängige Grundsatz “Ökonomie vor Ökologie” habe laut Drewermann nur solange Sinn, bis wir unsere Erde damit kaputt gewirtschaftet haben. Auf der Erde seien zwar immer wieder Arten ausgelöscht worden, aber dafür kamen neue wieder. Die Umweltzerstörung, die durch den Menschen verursacht werde, leiste diesen Ausgleich nicht. Bei der Bevölkerungsexpansion würde man spätestens in 50 Jahren jeden der fahrlässigen Tötung anklagen, der sich wie der Papst gegen Kondome oder andere Formen der Empfängnisverhütung ausspreche.

Schon jetzt kaum noch überschaubare Probleme wie die Urbanisierung, der Rückgang der nicht-menschengeschaffenen Natur zwischen Hochalpen und Wattenmeer seien Grundlage von “Perversionsketten”.

Unser Umgang mit Tieren sei Tierquälerei in milliardenfachem Umfang und verstöße gegen sämtliche Tierschutzgesetze. Unsere Ethik lasse dieses Verhalten jedoch zu – der “Ahimsa” – Gedanke indischer Religionen komme im Christentum leider nicht vor, sie sei artkategorisch und stelle den Menschen in das Zentrum des Kosmos. Tierquälerei sei den Teilnehmern dieser Ethik egal, solange sie dem Menschen dienlich sei. Die Natur habe im Abendland keine Rechte, da der einzige Rechtsträger der Mensch sei. Egal ob man an die Tötung von Millionen von Rindern zu Zeiten der BSE-Krise denke oder an das militärische Vorgehen bei der tausendfachen Vergasung potentiell an der Vogelgrippe erkrankter Enten, die Bibel selbst beinhalte laut Drewermann kein einziges Gebot, in dem stünde “lasset die Tiere in Ruhe”. Stattdessen nur fatale Forderungen wie “wachset und vermehret euch” und “herrscht über die Erde” (Gen 1, 28-29) oder wenig bekannte Bibelpassagen wie Gen 9, 1-3 “Schrecken soll sein den Tieren vor dem Menschen”. Das führe dazu, dass die meisten immer noch davon ausgehen, dass nur Menschen eine Seele haben, was uns mit einer absolutistischen Verfügungsgewalt ausstatte, die auf Gottesgleichheit basiere.

 

Dabei würde uns doch nur kurzes Nachdenken über die Evolution und die Erdgeschichte ausreichen, um wachzurütteln, dass wir eben keine Sonderstellung in der Natur einnehmen, sondern erst seit kurzer Zeit da seien und uns wahrscheinlich in nächster Zeit auch wieder selbst eliminieren werden. Dann werde die Natur aufatmen. Er mutmaßt sogar, dass dann vielleicht andere Arten Intelligenz entwickeln würden, vielleicht dann Pflanzenfresser statt Jäger. Drewermann fordert eine Ethik nach Darwin, nach der wir Menschen eben nicht im Zentrum der Welt stehen und betet, wir “wären intelligente Tiere geblieben und nicht wahnsinnig gewordene”. Die Neurologie könne uns dabei helfen, unserer Stellung im Kosmos zu überdenken.

Schopenhauer sei der erste Philosoph gewesen, der durch die Bibel zum empörten Atheisten wurde. Von ihm stamme der Ausspruch “Tiere leben in der Hölle und ihre Teufel sind die Menschen” . Seiner Meinung nach müsse Ethik Gefühle angreifen, ganz zentral sei das Mitleid. Allerdings erläutert Eugen Drewermann, dass Gefühle auch durch den Verstand kontrolliert werden müssen.

Wir müssen wieder hin zu zyklischem Denken, wie es z.B. die Indianer haben. Zerstörtes müsse wieder ersetzt werde, das Gleichgewicht muss wiederhergestellt werden. Sonst könne uns niemand aufhalten, was uns “kriminell und gemeingefährlich” mache. Egal ob Militärversuche, um hochgradig effektive Massenvernichtungswaffen herzustellen oder der Versuch, Tiere so zu züchten und zu manipulieren, dass wir noch mehr Gewinn an ihnen machen können (Bsp. Hühner ohne Federn), das Wirtschaftsdenken, welches nur auf die Gewinnmaximierung abziele, sei “ein Ungeheuer, welches durch einen Totalcrash zu Fall gebracht werden muss”. Er hoffe, der Kapitalismus wird zusammenbrechen, bevor er noch mehr unendliches Leid verursache.

Drewermann betonte unablässig die Verbundenheit von Mensch, Tier und Natur und dass alles, was wir tun, auf uns zurückfalle. Wir dürfen unsere Erde nicht länger verkaufen, sie gehöre uns schließlich gar nicht. Der Mensch sei immerhin nur ein Wimpernschlag in der Geschichte der Erde.

Kirchentag Mensch und Tier vom 27. – 29. August 2010 in Dortmund

Dieser Kirchentag ist ein bundesweit erstmaliges Ereignis, das 50 Veranstaltungen an 12 Orten der Dortmunder Nordstadt bieten wird und stößt auf ein enormes Interesse nicht nur unter Tierschützern aus ganz Deutschland, sondern auch unter Prominenz aus Politik, Gesellschaft und Medien. Prominente Unterstützung erhält der Kirchentag u.a. von Michael Aufhauser, Claudia Ludwig, Nina Ruge, Ines Krüger, Markus Grimm und selbstverständlih durch unsere Partei, die mit Info-Stand und der Deutschlandpremiere des Films “MEAT THE TRUTH” mit nachfolgendem Referat und Podiumsdiskussion vor Ort sein wird.

 

Sie sind herzlich bei uns eingeladen!

Offizielle Deutschland-Premiere des Films “MEAT THE TRUTH” (Deutsche Fassung)

Ein Projekt der Nicolaas G. Pierson Foundation / Synchronisation der deutschen Fassung: Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Hiermit laden wir Sie zur Deutschland-Premiere des Films “MEAT THE TRUTH” am Samstag, den 28.08.2010 um 17:00 Uhr in den Kinosaal, Depot, Immermannstr. 29 herzlich ein. Im Anschluss an die Filmvorführung (ca. 65 Minuten) hält Stefan Bernhard Eck (Bundesvorsitzender der Partei Mensch Umwelt Tierschutz) ein Referat unter dem Titel “Konzept Zeitenwende” in Verantwortung für Menschen, Tiere und Umwelt: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kirche”. Danach kann das Publikum mit dem Referenten und einem weiteren Bundesvorstandsmitglied der Partei (Sabine Pankau) über den Film sowie über den Vortrag diskutieren und eigene Ideen für ein neues Mensch-Tier-Verhältnis einbringen.

Im Norden tut sich was…

Die Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein haben wieder funktionsfähige Vorstände. Am 22. August 2010 hielten beide Landesverbände ihre Landesparteitage in Pinneberg bei Hamburg ab und wählten neue Vorstände.

LV Hamburg: Als Vorsitzende wurde Natalie Vesper, als stellvertretende Vorsitzende Bettina Jung einstimmig gewählt. Julia Mohrmann wurde Schatzmeisterin, Carmen Grimm Schriftführerin.

LV Schleswig-Holstein: Als Vorsitzender wurde Sascha Bose gewählt; Schriftführerin ist Ulla Schloon, Schatzmeisterin Rita Hüller, Beisitzerin Katrin Heins.

Nach den Wahlen fand ein reger Gedankenaustausch unter den neuen Vorstandsmitgliedern statt und es wurde beschlossen, dass zukünftig beide Landesverbände eng zusammenarbeiten werden, um den Bekanntheitsgrad der Partei im hohen Norden durch gemeinsame Aktionen zu fördern.

Die erste Aktion dieser Art ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Trotz der sintflutartigen Regenergüsse und Windböen haben es sich die Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein am Sonntag, den 29.08.2010 nicht nehmen lassen, einen ersten Informationsstand der Partei durchzuführen. Anlass war das “1. Familienfest” in Uetersen/Heist – westlich von Hamburg gelegen – eine große Benefiz Veranstaltung von “Step for kids” zu Gunsten der DDS-Stiftung, die sich um die Betroffenen des wenig bekannte Denys-Drash-Syndroms kümmern.

 

An dem gemeinsamen Stand ergaben sich viele interessante und aufschlussreiche Gespräche mit den Besuchern des Festes, sodass auch der “lokale Newsletter” der Partei um etliche Adessaten erweitert werden konnte.

Rita Hüller, Rosi Conrad, Bettina Jung, ihr Sohn “Nic”, Ulla Schloon und Natalie Vesper gaben der Partei “ein offenes und persönliches Gesicht” vor Ort, sodass die zahlreichen Interessenten keine Berührungsängste hatten.

Nach dem Standabbau am frühen Abend ergab sich spontan ein weiteres “Projekt”: Eine ganze Wagenladung eines VW-Busses an Brötchen und Kuchen blieben aufgrund der schlechten Wetterlage und den daraus resultierend verminderten Besucherzahlen übrig. Kurz entschlossen füllten die anwesenden Parteimitglieder alles in Tüten und lieferten die Nahrungsmittel am folgenden Montag an die “Hamburger Tafel” aus, einem Verein zur Versorgung Obdachloser und Bedürftiger.

Damit stelle die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wieder einmal unter Beweis, dass sie nicht nur für die Tiere und die Umwelt eintritt, sondern ebenfalls für die Menschen und Schwachen in unserer Gesellschaft.

Alles in Allem war diese erste Aktion “eine runde Sache”, bei der alle Beteiligten viel Spaß hatten.

BP stoppt Ölfluss im Golf von Mexiko

Seit dem 20. April 2010 strömten nach der Explosion der “Deepwater Horizon” täglich Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko. Am 15. Juni 2010 verkündete der Konzern BP, dass er das Bohrloch provisorisch verschlossen habe und damit ein weiteres Austreten von Rohöl gestoppt wurde. Mit der Operation “Static Kill” (Versiegelung mit Beton) wurde das undichte Bohrloch Ende der 1. Augustwoche 2010 endgültig geschlossen. Nach Angaben der US-Behörden sind rund 780 Millionen Liter (4,9 Millionen Barrel) Rohöl bis zur Versiegelung des Bohrlochs ausgelaufen. Damit ist das Unglück der größte Ölunfall der Geschichte.

BP hatte im April zunächst versucht, den GAU kleinzureden und hinderte sogar Journalisten daran, im Katastrophengebiet zu recherchieren. Große Teile des Golfs von Mexiko waren verseucht, die Küsten von Louisiana, Mississippi, Alabama, Texas und selbst Florida bekamen die Auswirkungen der “schwarzen Pest” zu spüren. Die Tiere, die in den artenreichen Feuchtgebieten an der Küste leben, erstickten im Öl. Eine nicht zu schätzende Anzahl von Meeresbewohner sind elendig gestorben, weil sie Teerklumpen verschluckt hatten. In den betroffenen Meeresgebieten wurden in den vergangenen Monaten immer weniger Fische gesichtet.

Nachdem eine Abdichtung aus Schlamm und Zement das Bohrloch verschlossen hatte, lösten sich die Ölteppiche auf der Meeresoberfläche rasch auf. Starke Selbstreinigungskräfte des Ozeans seien am Werk gewesen, erklären die erstaunten Experten der amerikanischen Klima- und Ozeanbehörde der ebenso erstaunten Öffentlichkeit. Die Fische und Pelikane werden nicht wieder lebendig, aber das Meer scheint sich rasch zu erholen. Die Langzeitschäden in der Tiefsee, wo sich das meiste ausgelaufene Öl wahrscheinlich noch befindet, sind selbst für Experten momentan nicht einzuschätzen. Wie es jetzt mit dem Öl in der Tiefe weitergeht, bei weniger Licht, Sauerstoff, Wärme, Bakterien, wisse man – so die Experten – noch nicht.

Aber die nächsten Tiefseebohrungen sind bereits geplant…

Tierquälerei

PETA stellt Anzeige gegen Humana-Zulieferbetrieb

Den “Horrorhof von Datzetal” nennt die Tierrechtsorganisation PETA den Milchkuhhaltungsbetrieb des Landwirts Klaus H. in Mecklenburg-Vorpommern, gegen den sie nun Anzeige erstattet hat und ein Tierhalteverbot fordert. Langjährige Tiermisshandlung, Hygieneprobleme und illegale Schlachtung werden dem Betrieb zum Vorwurf gemacht. PETAs Undercover-Video liefert die Beweise.

Zum ausführlichen Artikel, Video und Bildmaterial: www.bild.de

Alle klagen über die Hitze – die Tiere leiden stumm…

Lebende Fracht quer durch Europa

Für Kälber, Schafe oder Schweine, die jahraus, jahrein durchs Land gekarrt werden, um Tausende von Kilometern entfernt gemästet oder geschlachtet zu werden, ist der Transport im Sommer die Hölle. Die Fahrten dauern Tage. Oft sind die Lastwagen zu klein oder zu stark beladen…

Artikel lesen… www.suedkurier.de

(Quelle: Südkurier / 07. August 2010)

Tiertransporte: Reisen auf einem halben Quadratmeter

Millionen von Schweinen, Rindern, Schafen und Pferden werden jedes Jahr durchs Land gekarrt. Häufiges Ziel der Tiertransporte sind Polen und Russland.

Artikel lesen… www.stuttgarter-nachrichten.de

(Quelle: Stuttgarter Nachrichten / 28. Juli 2010)

Stierkampf in Katalonien verboten – endlich!

Das Regionalparlament in Katalonien, wirtschaftsstärkste Region Spaniens, hat nun für ein Verbot des Stierkampfes gestimmt. Ermöglicht wurde die Abstimmung durch ein vorangegangenes katalanisches Volksbegehren mit über 180.000 Unterschriften. Unterstützung erfuhr dieses Referendum auch durch fast 170.000 Menschen aus über 120 Ländern, die sich mit ihrer Stimme ebenfalls für ein Verbot des Stierkampfes in Katalonien aussprachen.

Schon seit längerer Zeit verliert diese Schreckensbranche an Zuspruch. Der ungleiche und unfaire “Kampf” ist an Perfidität kaum zu überbieten. Schon tagelang vor dem Arena-Kampf werden die Tiere durch verschiedene barbarische Tortouren in Schmerzen versetzt und geschwächt, um für den Matador kaum noch eine Gefahr darzustellen.

Spaniens Stierkampflobby legitimiert ihren ausgelebten Sadismus als spanisches “Kulturerbe” und plant, mit einem Antrag bei der UNESCO den Stierkampf als schützenswertes immaterielles Kulturgut anzuerkennen. Besonders empörend auch: Die spanischen Kampfstierzüchter erhalten jährlich viele Millionen Euro als EU-Subvention.

Eine jahrhundertelange blutige Barbarei findet nun ab 2012 in Katalonien ihr Ende. Diese Entscheidung ist ein historischer Schritt und zeigt auch, dass der Tierschutz international einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert erreicht hat. Hoffentlich gilt dieses Verbot jetzt als Signal für ganz Spanien.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt den Beschluss des Regionalparlaments von Katalonien außerordentlich, denn die legalisierte Tierquälerei des Stierkampfes ist für Europa eine Schande.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main