Tag der schwarzen Katze

Katzenhalterinnen und Katzenhalter sollten sich den heutigen Tag unbedingt im Kalender notieren, zumindest wenn es nach unseren britischen Nachbarn geht, die dieses Datum zu ihrem nationalen Tag der schwarzen Katze (engl. National Black Cat Day) erklärt haben.

So geht dieser Aktionstag auf eine Initiative der britischen Tierschutzorganisation Cats Protection aus dem Jahre 2010 zurück, die hiermit auf die niedrigen Adoptionsquoten von schwarzen Katzen aus Tierheimen aufmerksam machen möchte. Nur am Rande sei hier erwähnt, dass auch schwarze Hunde es, im Gegensatz zu Vierbeinern mit hellerer Fellfarbe, ähnlich schwer haben ein neues Zuhause zu finden.  In US-amerikanischen Tierheimen gibt es mit dem „Black Dog Syndrome“ sogar einen festen Begriff für dieses Phänomen. Das Negativimage der schwarzen Katze hat in Europa eine lange kulturhistorische Tradition, denn nach wie vor sehen viele Menschen in den Tieren ein schlechtes Zeichen bzw. einen Unglücksbringer. In Filmen und Büchern wird zudem kaum eine Hexe ohne die Gesellschaft einer schwarzen Katze gezeigt.

In einer aktuellen Umfrage, bestätigten fast 50 % der dem deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime, dass schwarze Hunde und Katzen schwerer vermittelbar sind, als andersfarbige Tiere. Die genannten Gründe für die schwierigere Vermittlung sind so unterschiedlich wie unsinnig: Von vielen Menschen wird ein schwarzes Fell häufig als bedrohlich empfunden, weswegen es gerade größere schwarze Hunde bei der Vermittlung besonders schwer haben. Manche Menschen vermuten irrtümlich, dass dunkle Tiere aggressiver seien als Tiere mit einem andersfarbigen Fell. Dabei sagt die Farbe des Fells natürlich überhaupt nichts über den Charakter des Tieres aus. Auch die Ästhetik spielt tatsächlich für manche Menschen eine Rolle, da sie für viele als weniger fotogen gelten. Mehreren internationalen Medienberichten zufolge schrecken einige Menschen in Zeiten von Instagram und Co. sogar vor schwarzen Tieren zurück, weil Selfies mit ihnen schwieriger zu fotografieren sind.

Hinweis zu unseren Foto-Modells: Insgesamt vier schwarze Katzenkinder suchen aktuell über den Dortmunder Katzenschutzverein e.V. (Link) ein neues Zuhause.

(se)

Igelverein sucht neue Pflegestellen in Dortmund

Negativer Rekord: Bereits 200 Igel in dieser Saison

An einem kühlen Herbst-Nachmittag steht in der Igel-Beratungsstelle am Tierschutz-Zentrum in Dorstfeld ein Jubiläum an, doch zu feiern ist den ehrenamtlichen Aktiven der Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V. dabei nicht: der 200. Igel der erst seit dem 1. September laufenden Saison wird von aufmerksamen Menschen zur Begutachtung gebracht.

Pflege- und Päppelstellen dringend gesucht!

Zwischen September und Januar öffnet die Beratungsstelle des Vereins jeweils montags, mittwochs und freitags von 17:30 bis 19:30 Uhr und ist dabei Anlaufstelle für Menschen nicht nur aus dem Dortmunder Stadtgebiet, sondern auch aus umliegenden Städten wie Witten, Bochum und Castrop-Rauxel. In Kartons und Transportboxen sitzen dann entweder verletzte Igel, ausgewachsene, aber unterernährte Tiere sowie ganz häufig Babys.

Haben Finderinnen und Finder nicht die Zeit oder räumliche Möglichkeiten, die aufgefundenen Tiere nach der medizinischen Erstbetreuung weiter zu versorgen, werden diese auf Pflegestellen des Vereins verteilt. Diese derzeit maximal 30 Stellen sind aber bereits Ende Oktober am Kapazitätslimit angekommen.

Was muss eine Igel-Pflegestelle erfüllen?

Der zeitliche Bedarf an eine Pflegestelle richtet sich in erster Linie nach dem Igel: so erfordert eine Päppelstelle für einen untergewichtigen Igel regelmäßige Fütterungsintervalle, während andere Tiere nur einmal täglich eine Schale mit Futter sowie eine Reinigung des Geheges benötigen.

Des Weiteren werden auch betreute Stellen für die Überwinterung gesucht, diese können sowohl Gartenlauben, Terrassen oder Kellerräume mit Fernstern sein. Weitere Fragen von interessierten Igelfreundinnen und Igelfreunden beantwortet der Verein gerne telefonisch, persönlich oder per Mail.

Öffnungszeiten Igelstation/Beratungsstelle:

Zwischen 1. September 2023 bis 12. Januar immer montags, mittwochs und freitags von 17:30 bis 19:30 Uhr geöffnet. Adresse: Hallerey 39, Dortmund-Dorstfeld (Tierschutzzentrum)

Kontaktdaten:
Telefon Igelstation: 0231 - 175555
Homepage: Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V.

Bundesweite Igel-Hilfe: Pro Igel e.V.

 

(se)

Verletzte Igel im Minutentakt

Ein später Montagnachmittag, im Tierschutzzentrum in Dortmund-Dorstfeld öffnen die Räume der Igel-Beratungsstelle, vor der mehrere Personen bereits mit ihren stacheligen Fundtieren auf kompetente Hilfe warten. Um dem Ansturm gerecht zu werden, haben die ehrenamtlichen Aktiven der Arbeitsgruppe Igelschutz gleich zwei Plätze für die Erstuntersuchung aufgebaut. Eins wird schnell klar: Die meisten Igel kommen mit schwersten Verletzungen, mutmaßlich verursacht durch Rasentrimmer und Mähroboter.

Der erste Fall des Nachmittags ist ein stattlicher männlicher Igel mit tiefen Schnittverletzungen im Nackenbereich. Die Finderin konnte aufgrund langjähriger Erfahrungen mit Pflegeigel bereits eine erste Wundversorgung durchführen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wird der kleine Patient nach einer Spritze mit Schmerzmitteln direkt an eine Arztpraxis weiter „überwiesen“, mit der der Verein bereits seit längerem zusammen arbeitet. Gerade die Feststellung des Geschlechts entscheidet in der Igelstation über Erleichterung oder löst weitere Maßnahmen aus: Sollte ein verletztes Weibchen in die Station kommen, ist in dieser Zeit davon auszugehen, dass irgendwo stacheliger Nachwuchs auf seine Mutter wartet, der dann schnellstmöglichst gesucht und gefunden werden muss.

 

Auch beim zweiten Patient handelt es sich wohl um ein Unfallopfer, welches schwerste Schnittverletzungen im Rektum aufweist. Es ist nur zu vermuten, dass auch dieser Igel in Kontakt mit scharfen Gartenwerkzeugen gekommen ist, sodass auch dieses Tier aufgrund seiner kritischen Situation direkt mit seiner Finderin weiter zur Tierarztpraxis geschickt wird. Es verbleiben Blutflecken auf dem Handtuch des Behandlungsplatzes, welche das Team von sieben Ehrenamtlichen rund um Regine Weber an diesem Nachmittag zu keiner guten Prognose für dieses kleine Tierschicksal verleiten.

 

In diesem Moment wird bereits die nächste Transportbox geöffnet und zum Vorschein kommt nach den stattlichen großen Igeln eine kleine Handvoll. Ein Jungigel, welcher bereits zuvor Gast der Station war und aktuell aufgepäppelt wird. Auch er bringt eine Verletzung an der Vorderpfote mit sich, welche nochmal durch die erfahrenen Tierexpertinnen in Augenschein genommen wird, um über weitere Schritte zu beraten.

 

Wenige Minuten in der Igelstation in Dortmund-Dorstfeld, wenige Minuten, die sinnbildlich sind für die aktuellen Probleme in Sachen Tierschutz – Ehrenamtliche, welche viel Freizeit opfern, um verletzte Tieren das Überleben zu ermöglichen. Viel mehr Menschen sollten vor diesem Hintergrund lesen, was der Verein groß im Eingangsbereich aufgehängt hat:

Der Verein und auch alle anderen Igel-Vereine bundesweit freut sich vor diesem Hintergrund über jede finanzielle Unterstützung und Menschen, die bereit sind, das Team ehrenamtlich zu unterstützen:

Öffnungszeiten Igelstation/Beratungsstelle:

Zwischen 1. September 2023 bis 12. Januar immer montags, mittwochs und freitags von 17:30 bis 19:30 Uhr geöffnet. Adresse:  Hallerey 39, Dortmund-Dorstfeld (Tierschutzzentrum)

Kontaktdaten:
Telefon Igelstation: 0231 - 175555
Homepage Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V.

Bundesweite Igel-Hilfe: Pro Igel e.V.

 

(se)

End The Horse Slaughter Age

In der letzten Woche gab die Europäische Kommission grünes Licht für den Start der Europäische Bürgerinitiative (EBI) mit dem Titel „End The Horse Slaughter Age“. Damit können ab sofort in der gesamten Europäischen Union Unterschriften gesammelt werden. Ziel der Initiator:innen aus dem italienischen Brescia ist eine Gesetzesänderung, die das Schlachten von Pferden unter Verbot stellen soll. Continue reading “End The Horse Slaughter Age”

Wolf Abschussgenehmigung in der Region Hannover

Deutschland hat sich verpflichtet, die Richtlinien FFH-RL umzusetzen. Der Wolf ist über den Anhang IV der FFH-RL und im § 44 BNatSchG besonders geschützt.  Im Januar ist die Abschussgenehmigung für den Wolf mit der Kennung GW950m ausgelaufen. Das Tier soll unter anderem das Pony von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) gerissen haben. Die untere Naturschutzbehörde der Region Hannover hat nun wieder eine Ausnahmegenehmigung zur Entnahme eines Wolfes erteilt. Die Genehmigung gilt bis Ende Februar 2024.

Auf Anfrage äußerte sich die Region Hannover nicht, ob diese erneute Genehmigung den Wolf GW950m betrifft. Die Genehmigung werde in der nächsten Woche offiziell wirksam, dann sei auch der Rechtsweg dagegen offen. Ein möglicher Widerspruch habe aber keine aufschiebende Wirkung. Der zur Entnahme berechtigte Personenkreis mit Jagdlizenz sei informiert. Laut dem Bundesnaturschutzgesetz ist es in einem definierten Bereich zeitlich befristet möglich, Wölfe zu entnehmen, bis ein übergriffiges Tier entnommen ist. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) lobte die öffentliche Bekanntgabe der Ausnahmegenehmigung. „Das transparente Vorgehen erhöht das Vertrauen in ein sachliches und regional differenziertes Wolfsmanagement und ist rechtlich überprüfbar“, sagte er. Es sei zudem richtig, dass der Jäger oder die Jägerin anonym bleibe, um die Person vor Anfeindungen zu schützen.

Die Genehmigung soll vom 29.09.2023 bis zum 29.02.2024 terminiert sein. Es sollen Nachtsichtgeräte erlaubt sein und so lange geschossen werden, bis keine Risse mehr verzeichnet werden. Neben der unzulässigen Dauert gibt es noch einen anderen „Harken“ an der Zulässigkeit: hier hätte zuvor ein wolfsabweisender Herdenschutz überwunden werden müssen, mehrfach. Ein Blick auf die Nutztierrisstabelle zeigt deutlich, dass hier entnommen werden soll, obwohl kein genügender Herdenschutz vorhanden war/ist. Wird der Adult-Wolf geschossen, verbleiben noch 1 Erwachsener, 2 unerfahrene Jährliche, 7 Welpen. Es ist dann zu erwarten, dass die Risse auf ungeschützte Weidetiere zunehmen.

(BH)

 

Warum ist die Abschussgenehmigung rechtswidrig?

Dies kann man sehr leicht feststellen: von den 30 Rissereignissen, die als Begründung herangezogen werden, gab es lediglich in sieben Fällen „Mindestschutz“ (90 cm)- und der ist nicht wolfsabweisend. Zudem gibt es ein Urteil des EUGH, dass das Überwinden von Mindestschutz für eine Entnahme nicht ausreicht, sondern nach dem Stand der Technik geschützt werden muss.

Olaf Lies, als Vorgänger des aktuellen Umweltministers Meyer, hat mal festgelegt, ohne dass es hierfür auch nur den Hauch eines Beleges gäbe, dass man Rinder und Pferde nicht schützen muss, weil die das angeblich selber können (tatsächlich war der Grund wohl eher der, dass diese so selten angegriffen werden, dass eine Förderung von Herdenschutzmaßnahmen unverhältnismäßig erschien). Was er „vergessen“ hat festzulegen: wenn man diese Weidetiere dem Wolf auf dem Silbertablett ausliefert, dann kann man gerissene Pferde und Rinder natürlich auch nicht als Argument für Entnahmen nehmen.

Und: wer jetzt adulte Wölfe „entnimmt“, riskiert den Hungertod der Welpen und verursacht damit zwangsläufig die nächsten “Problemwölfe” und die nächsten Übergriffe auf Nutztiere. Denn die Welpen des Rudels sind im derzeitigen Alter von etwa fünf Monaten noch vollständig von der Versorgung durch die Eltern und die eventuell noch beim Rudel verbliebenen Jährlinge abhängig und werden erst in einigen Wochen beginnen, mit auf die Jagd zu gehen und zu lernen, wie man Beute macht. Wenn sie nicht verhungern, werden sie mangels Jagdkenntnissen den einfachsten Weg wählen: den zu den Weidetieren, die in Niedersachsen bekanntlich zu über 80 % nicht geschützt werden.

Bevor Herr Meyer zum UM gewählt wurde, hat er dieselben Aktivitäten seines Vorgängers mit allen Mitteln zu Recht bekämpft – nachdem er sich nach der Wahl um 180° gedreht hat, ist man leider geneigt zu denken, dass genau das hier geschilderte Problem der Grund für diese Ausnahmegenehmigung und eine Eskalation definitiv beabsichtigt ist. Der „Schadwolf“ darf bis zum 29.2.24 geschossen werden, auch da wird sich wieder nicht an die Rechtsprechung gehalten und an den Praxisleitfaden, der ganz klar sagt: maximal 4 Wochen! Maximal vier Wochen darf eine Abschussgenehmigung gehen und das Verwaltungsgericht Düsseldorf, dass bis heute noch das einzige Urteil zum Herdenschutz gemacht hat, hat am 06.05.21 entschieden, dass, selbst wenn der Wolf mal über Grundschutz (120 cm) geht, gibt es KEINEN Grund ihn abzuschießen, weil er sich deshalb nicht auf Weidetiere spezialisiert hat.

Nach der FFH-Richtlinie ist geregelt, dass es für streng geschützte Tiere Schutzgebiete geben soll. Nach 8 Jahren Wolf im Burgdorfer Holz (Wolfsgebiet) ist in der Region Hannover immer noch kein Schutzgebiet ausgewiesen. Mindestens 120 cm ist Grundschutz, besser höher wird empfohlen. Wolfsabweisend ist 140/150 cm, 6 Fach Litze, 8500V Strom, mit funktionierender Erdung.

(DK)

Aktionstag #LasstDieKuhLos

Die Deutsche Tier-Lobby schreibt zum diesjährigen Aktionstag:

Die länger andauernde oder ganzjährige Anbindehaltung von Milchkühen und anderen Rindern war trotz der mit ihr verbundenen Tierqualen lange Zeit dominierende Praxis in Deutschland. Dabei werden die Tiere mittels Anbindevorrichtungen am Hals zeitweise (mindestens in den Wintermonaten) oder sogar ganzjährig angebunden, um sie daran zu hindern, sich frei zu bewegen. Die sogenannte „Kombinationshaltung“ (Anbindehaltung + begrenzter Auslauf) bildet eine Alternative zur reinen Anbindehaltung, da die Tiere an mindestens 120 Tagen im Jahr für wenigstens zwei Stunden täglich Auslauf im Freien haben. Betriebe, die im Stall zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls durchführen, müssen sogar nur 90 Tage Auslauf gewährleisten. Die extrem niedrigen zeitlichen und qualitativen Anforderungen für den Auslauf, die Weidegang nur als Option beinhalten, erfüllen nicht die Bedingungen für eine verhaltensgerechte Unterbringung der Rinder nach dem Tierschutzgesetz (Bruhn et al., 2023). Vor dem Hintergrund der niedrigen Kontrollfrequenz in Deutschland ist es zudem zweifelhaft, ob die Vorgaben wirklich umgesetzt werden. Die übrigen bis zu 275 Tage sind die Tiere in der Kombinationshaltung ganztägig angebunden!

Worin bestehen die Qualen für die Tiere?

Die Bedürfnisse der Milchkühe und anderen Rinder nach Fortbewegung, Ruhe, Körperpflege und sozialer Interaktion werden in der Anbindehaltung stark eingeschränkt. Die Tiere sind lediglich in der Lage, sich hinzulegen und wieder aufzustehen. Dieser Zustand sorgt dafür, dass die Tiere krankheitsanfällig werden. Durch das Liegen auf dem Boden erleiden sie zudem PETA Deutschland e.V. 6 Schwellungen und Verletzungen an den Gelenken. Sozialkontakte sind nur ansatzweise zu den 1-2 Nachbar-Rindern möglich, die Tiere sind also nicht in der Lage, ihre natürlichen Verhaltensweisen wie beispielsweise das Herdenverhalten auszuleben. Anbindeställe sind darüber hinaus häufig gekennzeichnet von unbefriedigenden Lichtverhältnissen, einem schlechten Stallklima und einer unzureichenden Liegefläche. Der Platzmangel ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Anbindeställe nicht mit den zuchtbedingt größer gewordenen Kühen oder anderen Rindern mitgewachsen sind. Berichtet wird auch von miserablen hygienischen Verhältnissen, die dazu führen können, dass die Tiere in ihren eigenen Exkrementen stehen oder liegen.

Wie ist die Alternative Laufstall demgegenüber zu bewerten?

Die heute prägende Haltungsform mit einem Anteil von 83 % aller Rinder in Deutschland (Statistisches Bundesamt, 2021) sind Boxenlaufställe. Diese zeichnen sich durch eine Trennung der Bereiche Fressen, Liegen und Bewegen aus. Im Gegensatz zur Anbindehaltung können sich die Tiere hier zumindest frei im Stall bewegen und miteinander interagieren. Rotierende Bürsten dienen, sofern vorhanden, zur Körperpflege. Auch Laufställe weisen jedoch häufig gravierende Tierschutzmängel auf, wie stark beengte Platzverhältnisse und Beton-Spaltenböden, die diverse Verletzungen verursachen. Besonders problematisch ist, dass in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung keine Mindestanforderungen für die Haltung von Mastrindern und Milchkühen definiert werden. Nur noch 31 % der Rinder in Deutschland hatten im Jahr 2019 zeitweisen Zugang zu einer Weide, Tendenz: fallend (Statistisches Bundesamt, 2021).

Wie viele Mastrinder und Milchkühe leben in Anbindehaltung in Deutschland?

Im Jahr 2020 lebten in Deutschland 11,5 % der Milchkühe und 9,0 % aller übrigen Rinder in Anbindehaltung. Das entspricht einer Gesamtzahl von 1,1 Mio. Tieren bzw. einem Anteil dieser Haltungsform von 9,9 % im Jahr 2020. Besonders kleine Betriebe in Bayern und Baden-Württemberg nutzen diese Haltungsform noch häufig. So waren in Bayern im Jahr 2020 noch 21,7 % aller Rinder (628.000 Tiere) saisonal oder ganzjährig angebunden. In Baden-Württemberg belief sich der entsprechende Anteil auf 12,7 % (125.000 Tiere) (agrarheute, 2021; Statistisches Bundesamt, 2020).

Text übernommen von: https://www.deutsche-tier-lobby.de/2023/05/15/lasstdiekuhlos/

Heute: Infostand in Iserlohn

Am Samstag, dem 23. September 2023 organisiert die Regionalgruppe Märkisches Sauerland zwischen 11 und 13:30 Uhr einen Infostand in Iserlohn. Und zwar in der Innenstadt, auf der Wermingser Straße, Höhe ökumenische Kirche (oder auch ehemals Eiscafe Dolomiti).

Das Team rund um unseren Regionalgruppenleiter Michael Siethoff informiert in der Zeit über unsere Partei und unsere Ziele. Auch wird es vor Ort möglich sein, Unterstützungsunterschriften für unsere Teilnahme an der Europawahl 2024 zu leisten. Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen, uns vor Ort zu besuchen, ins Gespräch zu kommen und uns eure Ideen und Vorstellungen mitzuteilen. Selbstverständlich beteiligen wir uns mit unserem Infostand auch am bundesweiten Aktionstag #lasstdiekuhlos , um die Anbindehaltung und andere Qualhaltungen abzuschaffen!
Wir freuen uns auf euch!

Links:
Weitere Infos zur Aktion #lasstdiekuhlos gibt es hier.
Die Regionalgruppe Märkisches Sauerland bei Facebook

NRW Online Treff: Zoo vs. Artenschutz am 28.09.

Herzliche Einladung zum NRW Online-Treff
Thema: Artenschutz vs. Zoo

Unser Gast an diesem Abend: Marcel Stawinoga, Erster Vorsitzender des Plumploris e.V.
Wie immer sind natürlich auch Gäste und Interessierte an unseren Online-Veranstaltungen herzlich willkommen!

Login-Daten:

Datum: Donnerstag, 28. September – 18 Uhr
Einwahllink: https://lecture.senfcall.de/sas-lgx-fzy-rkq

Technische Hinweise:

  • Die Plattform Senfcall arbeitet browserbasiert, es ist keine zusätzliche Software erforderlich.
  • Eine Einwahl mit dem Smartphone ist möglich, aber sehr unkomfortabel, wir empfehlen über einen PC/Laptop
  • Eine Webcam ist nicht erforderlich, um teilnehmen zu können.

Netiquette für die virtuellen Treffs:

  • Bitte mit Klarnamen beitreten. Mitschnitte/Screenshots während der Videokonferenz sind nicht zulässig.
  • Unser „Stammtisch“ ist ein Raum für ein respektvolles Miteinander, für freundlichen, konstruktiven Austausch und sachliche Diskussionen.
  • Was wir nicht möchten, sind Beleidigungen, Diskriminierung, sexistische oder gewaltvolle Sprache oder Aussagen, die mit unserem Grundsatzprogramm oder geltendem Gesetz nicht vereinbar sind .
  • Bitte beachte und respektiere auch die Rechte aller Mitglieder und Gäste! Höre aufmerksam und vorurteilsfrei zu und behandele sie so, wie auch Du behandelt werden möchtest.
  • Wir möchten allen, die wollen, die Möglichkeit zum Reden bzw. Frage stellen geben. Also behalte bitte auch ein wenig die Uhr im Auge.

Gießkannen mit alten Blumentöpfen sichern!

Praktischer Tierschutz-Tipp:
Einen alten Blumentopf aus Kunststoff zur Hand? Dann die nächste Gießkanne sichern!
 
Für Tiere auf der Suche nach einem Versteck, Schatten oder Feuchtigkeit, werden Kannen oftmals zu einer Todesfalle: Mäuse, Eidechsen, Frösche, Kröten, Schnecken, Insekten: einmal drin, sind sie häufig nicht mehr in der Lage, die leere Gießkanne wieder zu verlassen, sie sterben elend und langsam, in einer befüllten Kanne ertrinken sie.
 
Also einen alten Blumentopf nicht entsorgen, sondern als Lebensretter verwenden!
 

Eicheln, Hasselnüsse und Co. für Vögel zertreten!

Ein kleiner Tierschutz-Tipp für unterwegs:

Jetzt beginnt die Zeit der Eicheln, Haselnüsse und Bucheckern. An Stellen ohne viel Verkehr, bitte immer schön zertreten! Dann finden unsere Tauben und andere Vögel, gerade im städtischen Bereich, viel leichter zusätzliches Futter. Gerade in der Stadt beobachtet man häufig, dass Tauben unter entsprechenden Bäumen darauf warten, dass die Nüsse von Autos überfahren werden.