Pressemitteilung: Blut im Springsport wieder erlaubt – ein Rückschritt für den Tierschutz

Blut im Springsport wieder erlaubt – ein Rückschritt für den Tierschutz

12. November 2025 – Die internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) hat beschlossen, dass Pferde künftig trotz sichtbarer Blutspuren unter bestimmten Bedingungen weiter im Wettkampf starten dürfen. Damit wird die bisher geltende „NoBlood Rule“ abgeschafft. Die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) kritisiert diese Entscheidung scharf und bezeichnet sie als klaren Rückschritt für den Tierschutz.

„Blut darf niemals zum Alltag eines Sports gehören. Wer ein blutendes Pferd starten lässt, setzt das Tier Leid und Stress aus – und sendet ein fatales Signal: Leistung vor Leben“, erklärt Dennis Landgraf (24), Bundesvorsitzender und Pressesprecher der Tierschutzpartei. 

Nach der neuen Regel, die ab dem 1. Januar 2026 gilt, entscheiden künftig Bodenjury und Turniertierarzt, ob ein Pferd „fit to compete“ ist. Nur bei offensichtlicher Misshandlung droht weiter eine Disqualifikation. In allen anderen Fällen kann das Pferd nach dem Abwischen der Blutspuren weitermachen. 

Selbst die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), sonst eher sportnah, stimmte gegen die Regeländerung. FN-Präsident Martin Richenhagen betonte: „Blut hat im Pferdesport nichts zu suchen.“ Auch internationale Tierschutzorganisationen wie PETA und British Showjumping äußerten sich entsetzt. 

Die Tierschutzpartei geht in ihrer Kritik noch weiter: Sie lehnt den Pferdesport in seiner gesamten Form ab. Pferde würden für Unterhaltung, Prestige und wirtschaftliche Interessen instrumentalisiert, so Landgraf: 

„Tiere sind keine Sportgeräte. Sie haben ein eigenes Interesse an einem Leben ohne Zwang, Leistungsdruck und Schmerz. Wer Tierwohl ernst nimmt, muss den Pferdesport grundsätzlich hinterfragen.“ 

Die Partei fordert, dass Deutschland und andere EU-Staaten sich klar gegen diese Regeländerung aussprechen und Maßnahmen ergreifen, um Tiere im Sport endlich konsequent zu schützen. 

Kontakt:
Dennis Landgraf – Pressesprecher der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei
presse@tierschutzpartei.de – tierschutzpartei.de 

Stopp die Schlachtung von Pferden – Mach mit bei der Petition!

4 500 000 Pferde werden weltweit pro Jahr geschlachtet. Allein in Europa werden davon über 123.000 Pferde getötet.

Einige Pferde in Europa leiden zusätzlich an dem langen Transportweg, den viele auf sich nehmen müssen, nur um dann in einem anderen Land geschlachtet zu werden. Continue reading “Stopp die Schlachtung von Pferden – Mach mit bei der Petition!”

End The Horse Slaughter Age

In der letzten Woche gab die Europäische Kommission grünes Licht für den Start der Europäische Bürgerinitiative (EBI) mit dem Titel „End The Horse Slaughter Age“. Damit können ab sofort in der gesamten Europäischen Union Unterschriften gesammelt werden. Ziel der Initiator:innen aus dem italienischen Brescia ist eine Gesetzesänderung, die das Schlachten von Pferden unter Verbot stellen soll. Continue reading “End The Horse Slaughter Age”

Moderner Fünfkampf wohl ab 2024 ohne Springreiten!

Tolle Neuigkeiten: Der Weltverband des Modernen Fünfkampfes hat einem Bericht zufolge endlich beschlossen, auf die Teildisziplin des Springreitens künftig zu verzichten! Stattdessen soll es durch Radsport ersetzt werden.
Auch wenn die Regelung demnach erst 2024 (nach den nächsten olympischen Spielen) in Kraft tritt – vermutlich damit die Fünfkämpfer:innen möglichst viel Zeit haben, sich umzugewöhnen, womit wie so oft dem Ehrgeiz der Sportler:innen Vorrang vor den armen Tieren eingeräumt wird – ist es doch ein großer Erfolg der Tierrechtsbewegung. Continue reading “Moderner Fünfkampf wohl ab 2024 ohne Springreiten!”

Verbot von Pferden in Karnevalsumzügen

Tierschutzpartei schließt sich der Forderung der Pferdeschutz-Initiative an!

“Hennef. Die “Pferdeschutz-Initiative 2015” setzt sich seit ihrer Gründung für ein Verbot von Pferden in Karnevalsumzügen ein. Wie die Unfälle in den vergangenen Jahren im Bonner Rosenmontagszug und auch im Kölner Rosenmontagszug gezeigt haben, ist ein Verbot von Pferden in Karnevalsumzügen längst überfällig.

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Peta: Pferde – von der Rennbahn ins Schlachthaus

O-Ton Peta: “Wussten Sie, dass Pferde nicht nur als „Sportgeräte“ auf Rennbahnen dienen müssen, sondern in vielen Ländern auch geschlachtet werden? Außerdem fristen viele Pferde als „Kutschpferde“ oder in Pferdeshows ein Leben geprägt von Zwang und Schmerz.

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Pferde gehören nicht auf Massenveranstaltungen!

Pressemitteilung LV NRW

Unfallrisiko bekannt – billigend in Kauf genommen – Verantwortungslos.

Das Nicht-Handeln von Herrn Reul, Innenminister Nordrhein-Westfalens, ist als grob-fahrlässig zu bezeichnen.

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Pressemitteilung der Pferdeschutz-Initiative 2015

Missstände in vielen Reitställen

Hennef: Auf der Homepage der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) steht unter “Pensionspferdehaltung/Was sind die Ansprüche des Pferdes?” unter anderem: “Das Pferd steht im Mittelpunkt der Pensionspferdehaltung und somit auch seine Ansprüche und Bedürfnisse.”

Fast täglich erhält die Pferdeschutz-Initiative 2015 Hinweise über katastrophale Zustände in Reitställen. Die Realität in vielen Reitställen, übrigens auch bei FN-geprüften Pensionsbetrieben, die mit dem FN-Grundschild-Pferdehaltung gekennzeichnet sind, sieht leider beispielsweise so aus: profitgierige Reitanlagenbetreiber, schimmeliges Heu und Stroh, dreckige Boxen, fehlende oder gesperrte Weiden, schlechte Böden in den Reithallen und auch auf den Außenplätzen. Aber auch vermeidbare Krankheiten und Verletzungen sowie nicht selten sogar Todesfälle sind Alltag in vielen Reitställen. Die häufigste Krankheit und Todesursache bei Pferden ist die Kolik, sie entsteht unter anderem durch fehlerhafte Fütterung.

Damit das Pferd tatsächlich im Mittelpunkt der Pensionspferdehaltung steht, fordert die Initiative die FN auf, die Voraussetzungen für den Erhalt des FN-Grundschilds-Pferdehaltung und die Anzahl der Kontrollen der FN-geprüften Pensionsbetriebe, kritisch zu überprüfen. Wurde zum Beispiel nach erfolgreicher Prüfung ein Pensionsbetrieb mit dem FN-Grundschild-Pferdehaltung gekennzeichnet, erfolgt eine Wiederbesichtigung des Betriebes erst nach drei Jahren sowie gegebenenfalls eine Vertragsverlängerung.

Um die Missstände endlich abstellen zu können, fordert die Pferdeschutz-Initiative 2015 aber auch erneut die Politik auf, dringend die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Anzahl der Kontrollen durch die Behörden von privaten und gewerbsmäßig betriebenen Reitställen erheblich erhöht werden. Außerdem muss die Qualität der Kontrollen verbessert werden.

“Kontrollen müssen grundsätzlich unangemeldet durchgeführt werden”, so Brigitte Kübbeler, Sprecherin der bundesweit tätigen Pferdeschutz-Initiative 2015, “in der Regel werden die Kontrollen vorher angemeldet und sind somit wirkungslos für das Aufdecken von Missständen.”