Mähsaison beginnt: Schützt unsere tierischen Gartenbewohner!

Der Frühling steht vor der Tür, doch beim Rasenmähen gilt es besonders aufzupassen! Eine Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung zeigt auf, dass immer mehr Igel durch Mähroboter verletzt oder sogar getötet werden.

Diese stacheligen Tiere sind nicht nur liebenswerte Gartenbewohner, sondern auch wertvolle Helfer, die zur Biodiversität im Garten beitragen: Continue reading “Mähsaison beginnt: Schützt unsere tierischen Gartenbewohner!”

Osterfeuer direkt vor dem Anzünden umschichten! Sonst tödliche Gefahr für Tiere!

Jedes Jahr zu Ostern werden die sogenannten Osterfeuer entfacht. In einigen Regionen wird dabei eine Puppe oder ein Baumstamm verbrannt.

Doch die Holz- und Reisighaufen, die allerlei Wildtiere wie Kaninchen, Igel, Vögel- und Insektenarten gerne als Unterschlupf nutzen, werden beim Abbrennen oft zur tödlichen Falle! Continue reading “Osterfeuer direkt vor dem Anzünden umschichten! Sonst tödliche Gefahr für Tiere!”

Erfolg in Dortmund: Finanzielle Unterstützung für Igel- und Taubenhilfe

Kommunalpolitischer Erfolg in Dortmund: Unser Haushaltsantrag in der gemeinsamen Fraktion hat von allen Ratsfraktionen (mit Ausnahme der AfD) Zustimmung erfahren, so stehen jedes Jahr 25.000 € mehr für den Tierschutzfonds zur Verfügung. Dieses Geld ist zweckgebunden und unterstützt ab sofort jährlich zum einen die Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund bei den stetig steigenden Tierarztkosten und zum anderen den Tierschutzverein Groß-Dortmund beim Unterhalt der geplanten drei neuen Taubentürme für den Aufbau eines tierschutzkonformen Stadttauben-Managements.

Unser Antrag im Detail:

Der Tierschutzfonds der Stadt wird um 25.000 Euro auf eine Gesamtsumme von jährlich 75.000 Euro aufgestockt. Daraus ist die Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V. ab diesem Jahr mit einem jährlichen Zuschuss von 12.500 Euro für die tierärztliche Versorgung von im Stadtgebiet aufgefundenen verletzten Igeln zu berücksichtigen. Zudem ist der TierSchutzVerein Groß-Dortmund e.V. für die Betreuung von drei neuen Taubentürmen jährlich mit 13.500 Euro zu unterstützen.

Begründung:

Die Deutsche Wildtier Stiftung hat den Igel zum Tier des Jahres 2024 gewählt. Sein Bestand nimmt in Deutschland stetig ab und er steht bereits auf der Vorwarnliste zur Roten Liste der bedrohten Säugetiere. Die Ehrenamtlichen der Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V.  investieren in der „Igelsaison“ tausende Stunden ehrenamtliche Arbeit in die Versorgung von im Stadtgebiet aufgefundenen Igeln. Dadurch sind sie seit vielen Jahren die zentrale Anlaufstelle für alle Bürger*innen geworden.

Während die Anzahl der aufgefundenen Igel über die Jahre nur leicht angestiegen ist, wurde in den letzten Jahren die Quote der Igel mit massiven Verletzungen immer höher. So gleichen die Aufnahmeräume der Igelberatungsstelle im Tierheim Dortmund an vielen Tagen oftmals mehr einer Tierklinik. Einhergehend mit der massiven Steigerung der Zahlen verletzter Tiere ist ein enormer Anstieg der Tierarztkosten durch die Erhöhung der Gebührenordnung (GOT) zu verzeichnen.

Zahlte der Verein im Jahr 2018 über das Jahr noch 10.839 € an Tierarztkosten, so waren es im Jahr 2021 bereits 23.335 €.

Für das Jahr 2023 wurde nach der Rechnungsstellung der Monate November und Dezember, als die Zeit mit der höchsten Fundtierfrequenz, mit 25.721,93 € ein neuer Rekordwert erreicht.

Für die Anschaffung und den Bau von 3 Taubentürmen stehen dem Tierschutzverein Groß-Dortmund e.V. bereits insgesamt 30.000 € zur Verfügung. Durch den Verein wurden hierzu drei mögliche Standorte im Bereich Innenstadt-Nord angedacht. Schriftlich teilte der Verein mit, dass ihm keine finanziellen Mittel für den Unterhalt und die Betreuung der Türme zur Verfügung stehen würden. So ermittelte der Verein Kosten für die tägliche Betreuung und Fütterung sowie die Reinigung und den Austausch der Eier in Höhe von 357 € pro Turm in jedem Monat.

Können die Taubentürme errichtet und langfristig betreut werden, ist mit einer deutlichen Verbesserung der prekären Situation der Stadttauben im Innenstadt-Bereich und einer Reduzierung der Population durch einen Eiertausch nach dem Augsburger-Modell zu rechnen. Der Verein betreibt bereits seit mehreren Jahren erfolgreich einen Taubenturm im Stadtgarten.

(se)

Verletzte Igel im Minutentakt

Ein später Montagnachmittag, im Tierschutzzentrum in Dortmund-Dorstfeld öffnen die Räume der Igel-Beratungsstelle, vor der mehrere Personen bereits mit ihren stacheligen Fundtieren auf kompetente Hilfe warten. Um dem Ansturm gerecht zu werden, haben die ehrenamtlichen Aktiven der Arbeitsgruppe Igelschutz gleich zwei Plätze für die Erstuntersuchung aufgebaut. Eins wird schnell klar: Die meisten Igel kommen mit schwersten Verletzungen, mutmaßlich verursacht durch Rasentrimmer und Mähroboter.

Der erste Fall des Nachmittags ist ein stattlicher männlicher Igel mit tiefen Schnittverletzungen im Nackenbereich. Die Finderin konnte aufgrund langjähriger Erfahrungen mit Pflegeigel bereits eine erste Wundversorgung durchführen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wird der kleine Patient nach einer Spritze mit Schmerzmitteln direkt an eine Arztpraxis weiter „überwiesen“, mit der der Verein bereits seit längerem zusammen arbeitet. Gerade die Feststellung des Geschlechts entscheidet in der Igelstation über Erleichterung oder löst weitere Maßnahmen aus: Sollte ein verletztes Weibchen in die Station kommen, ist in dieser Zeit davon auszugehen, dass irgendwo stacheliger Nachwuchs auf seine Mutter wartet, der dann schnellstmöglichst gesucht und gefunden werden muss.

 

Auch beim zweiten Patient handelt es sich wohl um ein Unfallopfer, welches schwerste Schnittverletzungen im Rektum aufweist. Es ist nur zu vermuten, dass auch dieser Igel in Kontakt mit scharfen Gartenwerkzeugen gekommen ist, sodass auch dieses Tier aufgrund seiner kritischen Situation direkt mit seiner Finderin weiter zur Tierarztpraxis geschickt wird. Es verbleiben Blutflecken auf dem Handtuch des Behandlungsplatzes, welche das Team von sieben Ehrenamtlichen rund um Regine Weber an diesem Nachmittag zu keiner guten Prognose für dieses kleine Tierschicksal verleiten.

 

In diesem Moment wird bereits die nächste Transportbox geöffnet und zum Vorschein kommt nach den stattlichen großen Igeln eine kleine Handvoll. Ein Jungigel, welcher bereits zuvor Gast der Station war und aktuell aufgepäppelt wird. Auch er bringt eine Verletzung an der Vorderpfote mit sich, welche nochmal durch die erfahrenen Tierexpertinnen in Augenschein genommen wird, um über weitere Schritte zu beraten.

 

Wenige Minuten in der Igelstation in Dortmund-Dorstfeld, wenige Minuten, die sinnbildlich sind für die aktuellen Probleme in Sachen Tierschutz – Ehrenamtliche, welche viel Freizeit opfern, um verletzte Tieren das Überleben zu ermöglichen. Viel mehr Menschen sollten vor diesem Hintergrund lesen, was der Verein groß im Eingangsbereich aufgehängt hat:

Der Verein und auch alle anderen Igel-Vereine bundesweit freut sich vor diesem Hintergrund über jede finanzielle Unterstützung und Menschen, die bereit sind, das Team ehrenamtlich zu unterstützen:

Öffnungszeiten Igelstation/Beratungsstelle:

Zwischen 1. September 2023 bis 12. Januar immer montags, mittwochs und freitags von 17:30 bis 19:30 Uhr geöffnet. Adresse:  Hallerey 39, Dortmund-Dorstfeld (Tierschutzzentrum)

Kontaktdaten:
Telefon Igelstation: 0231 - 175555
Homepage Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V.

Bundesweite Igel-Hilfe: Pro Igel e.V.

 

(se)

Artenschutz auf Dortmunder Friedhöfen

Gerade bei großer Hitze lockt der Wassermangel in der Natur viele kleine Lebewesen zu unseren menschlichen Wasserquellen. Dabei steigt die Gefahr drastisch, dass gerade Igel sowie zahlreiche andere Reptilien und Amphibien kommen, um sich am kühlen Nass zu erfrischen und ihren Durst zu stillen. Obwohl praktisch alle Tiere schwimmen können, ist es ihnen nicht möglich über den Rand von einigen (Garten-)Teichen zu klettern, um an Land zu kommen. Deshalb sollten gerade steilufrige Teiche und Wasserläufe unbedingt mit sogenannten Ausstiegsrampen verstehen werden.

Aber auch durch die Gießkannen droht Gefahr, wenn diese auf dem Boden stehen und nicht an Halterungen darüber angebracht werden: Für Tiere auf der Suche nach einem Versteck, Schatten oder Feuchtigkeit, werden Kannen oftmals zu einer Todesfalle: Mäuse, Eidechsen, Frösche, Kröten, Schnecken, Insekten: einmal drin, sind sie häufig nicht mehr in der Lage, die leere Gießkanne wieder zu verlassen, sie sterben elend und langsam, in einer befüllten Kanne ertrinken sie.

Der Platzbedarf auf den Friedhöfen sinkt kontinuierlich, die Fläche muss dennoch bewirtschaftet werden. Wildblumenwiesen könnten hier neue Nahrungsgrundlagen für Wildbienen liefern, bei denen rund 300 der 560 heimischen Arten auf der Roten Liste stehen. Aber auch die Masse an Wildbienen sinkt stark. Wildbienen sind meist alleinlebend und können bestimmte Verluste nicht kompensieren. Viele Arten haben sehr spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum; also an Nistplatz, Baumaterial und Nahrungspflanzen. Der Wegfall von Lebensraum durch Flächenversiegelung ist dabei ein einflussreicher Faktor. Monokulturen und ausgeräumte Landschaften lassen viele Arten keine Nahrung mehr finden. Manche Wildbienen sind auf bestimmte Blütenarten angewiesen. Verschwindet die Wildbienenart, verschwindet ebenfalls die Pflanzenart. Zudem werden Insektizide im Zulassungsverfahren zwar auf Honigbienen, nicht aber auf Wildbienen getestet.

Eine dazu passende Anfrage zum Artenschutz auf dem Friedhof stellt unser sachkundiger Bürger Sebastian Everding in der Fraktion DIE LINKE+ im nächsten Ausschuss für Mobilität, Infrastruktur und Grün am 5. September 2023.

  1. Wie viele Friedhöfe im Stadtgebiet verfügen neben dem Bezirksfriedhof Menglinghausen noch über künstlich geschaffene Wasserbauwerke wie beispielsweise Teiche?
  2. Bestehen an allen Wasserbauwerken ausreichend Ausstiegsmöglichkeiten für Wildtiere wie z. B. Igel, falls diese versehentlich hineinfallen sollten?
  3. Wie viele „Leih-Gießkannen“ befinden sich aktuell auf Dortmunder Friedhöfen im Einsatz?
  4. Gibt es Überlegungen, einfache Halterungen an den Wasser-Entnahmestellen zu errichten, um so Gießkannen über dem Boden hängend für den nächsten Einsatz bereitzuhalten?
  5. Finden auf Dortmunder Friedhöfen Bejagungen statt? Wenn ja, von welchen Tierarten?
  6. Können weitere ungenutzte Flächen auf dem Friedhofsgelände in Verbindung mit reduzierten Mäh-Intervallen zu Wildblumenwiesen umgenutzt werden?

(se)

Ist ein Nachtfahrverbot für Mähroboter möglich?

Der Mähroboter: Für die einen das ideale automatische Werkzeug, welches in eigener Abwesenheit anstrengende Gartenarbeit verrichtet, für die anderen eine gefährliche, sogar tödliche Gefahr: kleinere Gartenbewohner, vor allem Igel, sind dadurch besonders bedroht. 

In den letzten Jahren ist im Zuge des aufkommenden Trends an Mährobotern gleichermaßen zu einem Anstieg an Unfällen in etlichen Gärten gekommen. Continue reading “Ist ein Nachtfahrverbot für Mähroboter möglich?”

Mähtod: Gefahr für Wildtiere

Ab Anfang Mai beginnt häufig das Mähen landwirtschaftlicher Grünflächen – gerade zur Brut- und Aufzuchtszeit von Wildtieren wie Rehkitzen und Junghasen! Ihre Überlebensstrategie, bei Gefahr regungslos in ihrem Versteck zu bleiben, wird ihnen bei der Mahd zum Verhängnis.

Um so viele Tiere wie möglich vor dem Mähtod zu retten, gibt es Initiativen, die mithilfe von Drohnen Rehkitze suchen. Dafür werden ehrenamtliche Helfer:innen benötigt.

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Mähtod: Gefahr für Wildtiere

Sowohl beim landwirtschaftlichen als auch privaten Mähen von Grünflächen bzw. Gärten werden jedes Jahr min. mehrere hunderttausend Wildtiere verletzt oder sterben!

Der frühen und häufigen Mahd auch in der Brut- und Aufzuchtszeit fallen u.a. Rehkitze, Hasen, Igel, Mäuse, Feldhamster, Frösche, Wiesenvögel und natürlich zahlreiche Insekten zum Opfer. Continue reading “Mähtod: Gefahr für Wildtiere”

Private Igelhilfe völlig ausgelastet

Igelexpertin Karin Oehl, die vor 40 Jahren mit ihrer privaten Igelstation begann und von deren Arbeit und Anliegen wir schon öfters berichtet hatten, nimmt in diesem Jahr wieder fast täglich verletzte Igel auf, wie auf dem Bild zu sehen ist. Mit ihrer eindringlichen Botschaft richtet sie sich an alle Menschen, die ein Herz für Igel haben.

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