Eicheln, Hasselnüsse und Co. für Vögel zertreten!

Ein kleiner Tierschutz-Tipp für unterwegs:

Jetzt beginnt die Zeit der Eicheln, Haselnüsse und Bucheckern. An Stellen ohne viel Verkehr, bitte immer schön zertreten! Dann finden unsere Tauben und andere Vögel, gerade im städtischen Bereich, viel leichter zusätzliches Futter. Gerade in der Stadt beobachtet man häufig, dass Tauben unter entsprechenden Bäumen darauf warten, dass die Nüsse von Autos überfahren werden.

Neue Technologie gegen Vogelschlag an Windkraftanlagen

Durch Windkraftanlagen sind vor allem Greifvögel wie der Rotmilan, der Seeadler oder der Mäusebussard gefährdet. Forschende begründen dies damit, dass die Vögel ihren Blick während des Fluges nach unten richten, etwa auf der Suche nach Beute, weswegen sie mit Windrädern oder anderen Hindernissen kollidieren können. Gerade die großen Rotoren von rund 50 m erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 340 km/h, was so schnell ist, dass die Vögel nur schwer darauf reagieren können. Jedoch ist unklar, wie viele Vögel tatsächlich durch Windräder sterben, denn sowohl die Zahl der Todesfälle als auch die jeweiligen Ursachen sind schwer messbar. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) schätzt, dass pro Jahr 100.000 Vögel durch Windkraftanlagen getötet werden. Dies klingt viel, jedoch sterben schätzungsweise über 100 Millionen Vögel in unserem Land im Zusammenhang mit einem Aufprall gegen Fenster und Glasfassaden.

Aktuell können einige Anlagen bereits kurzfristig abgeschaltet werden, wenn Zugvögel vorbeifliegen oder die Anlage sich in einer Brutregion befindet. Eine neue Technologie vom norwegischen Forschungsinstitut Sintef soll die Tiere jetzt durch die sogenannte Skarv-Technologie schützen, welche bereits patentiert wurde und das Vogelsterben damit um bis zu 80 Prozent senken könnte. Sobald sich Vögel nähern, soll die Geschwindigkeit der Rotorblätter reduziert werden. Mit Kameras und Vogelradarsystemen soll eine bevorstehende Kollision frühzeitig erkannt werden. Die Technik ist dabei aber noch nicht vollständig ausgereift, da besonders Kollisionen im Bereich des Rotorkopfs einer Anlage sowie Annäherungen von der Seite nicht frühzeitig erkannt werden können.

Eine besondere Schwierigkeit stellt dabei dar, dass sich Flugbahnen von Vögeln kaum vorhersagen lassen und bei mehreren sich nähernden Vögeln das System nur schwer eine Vorhersage treffen kann. Eine Abschaltung der gesamten Turbine ist zwar möglich, dauert aber bei einer Zehn-Megawatt-Turbine mit normaler Geschwindigkeit immer noch 15 bis 20 Sekunden. Hinzu kommt, dass bislang noch keine Praxistests stattgefunden haben. Die Forschenden gegen von einer Marktreife in fünf Jahren aus, da zunächst ein Test unter realen Bedingungen stattfinden muss.

Wir begrüßen ausdrücklich alle Forschungen, um eine Reduzierung und im besten Fall eine komplette Vermeidung von Tierleid bei erneuerbaren Energien herbeizuführen. Im Idealfall können hier mehrere Lösungsansätze kombiniert werden, so legte erst kürzlich eine Studie die Annahme zugrunde, dass ein schwarzes Rotorblatt zu einem erhöhten Kontrast und somit zu einer erhöhten Sichtbarkeit des Rotors gegenüber Vögeln führt.

(se)

Mehr Maßnahmen gegen Vogelschlag in NRW gefordert

Vogelschlag – Ein sehr technisch klingendes Wort, welches für millionenfaches Leid steht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt dafür eine Zahl von mindestens 18 Millionen toten Tieren pro Jahr in Deutschland an, ergänzt jedoch auch, dass die Dunkelziffer bis zu 100 Millionen reichen könnte. Eine Einschätzung des bayrischen Landesamtes für Umwelt geht hingegen sogar von mehr als 100 Millionen Opfern aus. Continue reading “Mehr Maßnahmen gegen Vogelschlag in NRW gefordert”

Ganzjahresfütterung bei Vögeln ist sinnvoll

Tierfreund:innen stellen sich regelmäßig die Frage, ob es sinnvoll oder in Zeiten von Insektensterben, industrieller Landwirtschaft und Klimawandel sogar zwingend notwendig ist, die heimische Vogelwelt bei ihrer Futtersuche zu unterstützen. Laut Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) sollte die Fütterung dabei jedoch nicht die einzige Form der Unterstützung bleiben, denn laut aktuellen Studien ist die Zahl der Vögel in der EU in den letzten 40 Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen.

Grundsätzliche Kritik

Seit jeher nehmen Gegner:innen der Fütterung den Standpunkt ein, dass dies einen unkontrollierten Eingriff in den Ablauf der Natur darstellen würde, welcher den natürlichen Ausleseprozess verhindere. Kranke und schwache Tiere würden so überleben, obwohl die Natur dies nicht vorgesehen hätte. Außerdem würden nur solche Vogelarten unterstützt, die dies nicht nötig hätten, da ihr Bestand ohnehin nicht gefährdet sei. Seltenere Arten würden dabei noch weiter zurückgedrängt.

Pro Ganzjahresfütterung

„Im Rahmen der industriellen Landwirtschaft und auch in vielen (Klein-)Gärten werden immer noch Unmengen von Pestiziden versprüht. Diese sind ein Grund für das Insektensterben, welches direkte Auswirkungen auf das Futterangebot der heimischen Vögel hat. Sterben Insekten nicht direkt, speichern sie die giftigen Chemikalien und landen so im Fettgewebe der Vögel“ so Sebastian Everding, Landesvorsitzender der Tierschutzpartei in NRW und Kandidat für die Europawahl im nächsten Jahr.

Angelika Remiszewski, ebenfalls Landesvorsitzende in NRW, ergänzt hier noch: „Vögel finden aktuell auch in der warmen Jahreszeit weniger Futter als früher. Wildkräuter, die Insekten anziehen, gehen immer stärker zurück. Schottergärten gehören in ganz NRW leider zum täglichen Bild. Auch dadurch, dass Hecken und Sträucher abgeholzt wurden, haben viele Vögel ihren Lebensraum verloren. Nicht nur in der freien Natur, auch in den Gärten werden immer noch Brutplätze und Versteckmöglichkeiten zerstört, was den Bestand aller betroffenen Vogelarten bedroht. Hier muss dringend ein Umdenken von Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern einsetzen!“

Angesichts dieser Umstände kann in den Augen der Tierschutzpartei also zusammenfassend gesehen nicht mehr von dem viel zitierten „natürlichen Ausleseprozess“ gesprochen werden, so dass eine zusätzliche Unterstützung von menschlicher Seite aus dringend geboten ist.

Besonderheiten beachten!

Die meisten Singvögel füttern ihre Jungen mit proteinreicher Insektennahrung und Zugvögel ernähren sich grundsätzlich auf dieser Basis. In den Geschäften wird jedoch meistens ein reines Körnerfutter angeboten, wovon aber lediglich Altvögel oder reine Körnerfresser wie Spatzen oder Meisten profitieren. „Besonders bedroht sind in Deutschland die reinen Insektenfresser wie beispielsweise Rotkelchen, Zaunkönig und Schwalben“ so Sebastian Everding und ergänzt „Durch die Zumischung von Insekten wie Mehlwürmer in diese Körnermischungen können Sie gezielt den Insektenfressern helfen“.

Expertinnen und Experten verweisen jedoch darauf, dass unbedingt auf die Hygiene am Futterplatz geachtet werden sollte und dieser regelmäßig gereinigt werden muss. Insgesamt ist es auch anzuraten, das Futter in sogenannten Silos anzubieten und nicht mehr in traditionellen Futterhäuschen, damit die Vögel das Futter nicht durch ihren eigenen Kot verschmutzen können. Besondere Vorsicht gilt in der Jungvogel-Periode zwischen April und Juli. Hier empfehlen Forschende grundsätzlich auf Sonnenblumenkerne, fetthaltiges Futter und getrocknete Insekten zu verzichten, da es durch diese großen Futterbrocken zu gesundheitlichen Problemen und Todesfällen bei Nestlingen kommen kann.

Erdnüsse und Erdnussbruch sollten so angeboten werden, dass sich die Vögel nur kleine Teile entnehmen können. Wichtig wäre, dass sich eine Futtergabe in dieser Jahreszeit daran orientiert, was die Natur bietet, also Insekten und feine Sämereien. Ebenfalls lang diskutiert wurde hierzulande, ob die Vögel durch Zufüttern in eine Abhängigkeit zum künstlichen Nahrungsangebot gebracht werden und sie sogar bequem werden. Bestätigt werden kann anhand von aktuellen Beobachtungen von Futterplätzen durch Forschende über einen zwölfmonatigen Zeitraum hindurch, dass keinerlei Futterabhängigkeit entsteht.

Immer auch Wasser anbieten

Grundsätzlich sollte man immer, auch im Winter, zusätzlich Schalen mit Trink- oder Badewasser anbieten. Da das ausgelegte Futter in der Regel sehr trocken ist, benötigen die Vögel viel Wasser, welches im Winter oder auch in heißen Sommern oft nur schwer erreichbar ist. Die Befürchtungen, im Winter könnte das Gefieder vereisen, wurde inzwischen durch wissenschaftliche Beobachtungen widerlegt.

In Verbindung mit der Natur treten

Gerade die Fütterung der Vögel stellt, auch für Familien und Kinder, eine hervorragende Möglichkeit dar, die Natur und vor allem die Tierwelt zu erleben. Um dem Vogelschwund jedoch wirklich entgegenzuwirken, braucht es jedoch vor allem eins: intakte naturnahe Lebensräume und Gärten!

Weitere Tipps

  • Kein Brot, Brötchen oder Essensreste verfüttern.
  • Regelmäßig in kleinen Mengen geben (idealerweise vormittags und nachmittags)
  • überschüssiges Futter nach gegebener Zeit wieder entfernen.
  • Mehrere Futterplätze geschützt anlegen und verschiedenartig gestalten.
  • Futterplätze stets sauber halten.

2022: 50 Mio. Vögel wegen Vogelgrippe getötet!

Im Sommer 2022 zwischen Juni und September wurden die meisten Vogelgrippe-Fälle in Europa festgestellt. 47,7 Millionen Vögel wurden daraufhin in Mastbetrieben getötet. Leider breitet sich die Krankheit auch vermehrt unter Wildvögeln aus. Somit leiden auch diese indirekt unter der Fleischindustrie.

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JA zur Windkraft UND zum Vogelschutz

Windkraftanlagen sind ja bekanntlich essenziell für die Energiewende.
Allerdings gibt es auch immer das Gegenargument, dass sie Vögel und Fledermäuse töten. Und leider stimmt das auch. Jährlich sterben in Deutschland etwa 250.000 Fledermäuse und bis zu 100.000 Vögel an Rotoren. Was also tun?

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Krähengipfel in Dortmund

Seit Jahren kämpft die nordrhein-westfälische Stadt Soest gegen eine angebliche „Krähenplage“ an.

Immer wieder berichten Medien und Vertreter des Kreises über vergebliche Vergrämungsversuche und verbreiten mit aufgebauschten Horrorgeschichten Angst und Schrecken vor den harmlosen Tieren. So zieht die regionale Zeitung nicht zuletzt den Vergleich zu Alfred Hitchcocks Vögeln, berichtet von einem totgepickten Rehkitz und lebend gefressenen Maulwürfen.

Illegale Aktionen, wie der nächtliche Einsatz von Laserpointern, Schreckschusspistolen und Luftgewehren, sowie die Tötung der Krähen schaffen es seltener in die Nachrichten. Tierschützer versuchen schon lange, behördlich und strafrechtlich gegen unbekannte Täter vorzugehen.

Am 27.Oktober nun lädt der Vorsitzende des Soester Umweltausschusses, Benno Wollny (SPD) zu einem Krähengipfel in Dortmund ein, zu dem zahlreiche Vertreter der Kommunen und Kreise NRWs erscheinen werden, auch ein Abgesandter des Umweltministeriums des Landes wird teilnehmen.

Das angestrebte Ziel dieses Gipfels ist die Lockerung des Schutzstatus der Saatkrähe.

Landesvorstandsmitglied Sandra Lück richtet sich nun mit einem Schreiben an den Soester Umweltausschuss und bittet darum, die Einladung für den Krähengipfel um einen Vertreter der Tierschutzpartei zu erweitern, um eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit zum Wohle von Mensch und Tier zu forcieren.

Eine Antwort steht bislang aus.


 

Sehr geehrte Mitglieder des Umweltausschusses,
sehr geehrter Herr Vorsitzender Wollny.

Am 27.Oktober 2016 findet in Dortmund-Holzwickede der von Ihnen einberufenen Krähengipfel statt.

Ziel dieser Veranstaltung ist die Lockerung des Schutzstatus der Saatkrähe, um mindestens Vergrämungsaktionen und Brutstörung zum Wohle der Soester Bürger auszuweiten. So ist es den Medien zu entnehmen.

Der Appell soll an den Umweltminister des Landes NRW gerichtet sein, der neben Vertretern von zahlreichen Kommunen und Kreisen einen Abgesandten bereitstellen wird und somit in Ihrem Sinne den Druck auf Berlin und Brüssel erhöhen soll.

Als Mitglied im Landesvorstand NRW und Bundesvorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei ist mir sehr daran gelegen, in Erfahrung zu bringen, um welche Maßnahmen zur Lockerung des Schutzstatus der Tiere es sich im Detail handeln soll und wie Ihre konkreten Forderungen formuliert sind.

Daher bitte ich Sie, die Einladung zur Teilnahme an Ihrem Krähengipfel auf einen Vertreter der Tierschutzpartei auszuweiten, um eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit zum Wohle von Mensch und Tier zu forcieren.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit besten Grüßen,
Sandra Lück

Bundesvorsitzende
Mitglied im Vorstand Landesverband NRW

Vogeltränken aufstellen bei der Hitze!

Hinweis eines Parteimitgliedes

Bitte denkt jetzt bei der Sommerhitze, in Eurem Garten oder auf Eurem Balkon eine Vogeltränke aufzustellen! Ganz wichtig. Im Garten empfehle ich einen Blumentopf-Untersetzer von mindestens 30 – 40 cm Durchmesser. Legt ein Holzstöckchen schräg hinein, damit Insekten, die sonst ertrinken würden, wieder herauskrabbeln können. Das Wasser muß ständig erneuert werden. Im Garten ist die Tränke nicht nur für Vögel lebensrettend, sondern vor allem für Igel, Eichhörnen, Fledermäuschen usw. Denkt bitte an die Tiere. Es kostet Euch nicht viel, aber es rettet Leben und wir als Hauptzerstörer und Verdränger der natürlichen Lebensräume sind 100%ig in der Pflicht !