Der Wolf als Sündenbock

Warum der Abschuss ein Sieg des Lobbyismus über die Vernunft ist

Der jüngste Beschluss, den Abschuss von Wölfen zu genehmigen, wirft tiefgreifende ethische, ökologische und gesellschaftliche Fragen auf. Diese bedürfen dringend einer kritischen Betrachtung. Wölfe sind faszinierende Lebewesen und ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ökosysteme. Als Spitzenprädatoren tragen sie maßgeblich zur Stabilität und Gesundheit der Natur bei. Der Abschuss dieser Tiere ist somit nicht nur ein Eingriff in das Leben einzelner Individuen, sondern auch in das komplexe Gefüge unserer Umwelt.

Continue reading “Der Wolf als Sündenbock”

SCHREDDERN IST KEINE “PFLEGE DES STRASSENBEGLEITGRÜNS”

Wir verurteilen die vielerorts praktizierte Art sogenannter “Grünpflege” als massiven Eingriff in Natur und Artenvielfalt: Radikales Schreddern, Häckseln und Mulchen von Hecken und Feldrainen zerstört wertvolle Lebensräume und führt zu ökologischen Schäden, die sich über Jahre hinweg auswirkten.

Continue reading “SCHREDDERN IST KEINE “PFLEGE DES STRASSENBEGLEITGRÜNS””

Krötenwanderung – Bitte helft, Leben zu retten!

Achtung, die Krötenwanderung hat begonnen! Bei mild-feuchtem Wetter wandern Kröten und andere Amphibien in der Dämmerung zu Laichgewässern, um sich fortzupflanzen. Continue reading “Krötenwanderung – Bitte helft, Leben zu retten!”

NRW Online Treff: Zoo vs. Artenschutz am 28.09.

Herzliche Einladung zum NRW Online-Treff
Thema: Artenschutz vs. Zoo

Unser Gast an diesem Abend: Marcel Stawinoga, Erster Vorsitzender des Plumploris e.V.
Wie immer sind natürlich auch Gäste und Interessierte an unseren Online-Veranstaltungen herzlich willkommen!

Login-Daten:

Datum: Donnerstag, 28. September – 18 Uhr
Einwahllink: https://lecture.senfcall.de/sas-lgx-fzy-rkq

Technische Hinweise:

  • Die Plattform Senfcall arbeitet browserbasiert, es ist keine zusätzliche Software erforderlich.
  • Eine Einwahl mit dem Smartphone ist möglich, aber sehr unkomfortabel, wir empfehlen über einen PC/Laptop
  • Eine Webcam ist nicht erforderlich, um teilnehmen zu können.

Netiquette für die virtuellen Treffs:

  • Bitte mit Klarnamen beitreten. Mitschnitte/Screenshots während der Videokonferenz sind nicht zulässig.
  • Unser „Stammtisch“ ist ein Raum für ein respektvolles Miteinander, für freundlichen, konstruktiven Austausch und sachliche Diskussionen.
  • Was wir nicht möchten, sind Beleidigungen, Diskriminierung, sexistische oder gewaltvolle Sprache oder Aussagen, die mit unserem Grundsatzprogramm oder geltendem Gesetz nicht vereinbar sind .
  • Bitte beachte und respektiere auch die Rechte aller Mitglieder und Gäste! Höre aufmerksam und vorurteilsfrei zu und behandele sie so, wie auch Du behandelt werden möchtest.
  • Wir möchten allen, die wollen, die Möglichkeit zum Reden bzw. Frage stellen geben. Also behalte bitte auch ein wenig die Uhr im Auge.

PETA Demo vor Dortmunder Zoo am 30.08.

Ob „Überschuss-Tötungen“, verhaltensgestörte Tiere, das Verstümmeln von Vögeln oder das Einsperren von Menschenaffen und Giraffen: Zoos und Tierparks bedeuten Tierleid. PETA demonstriert daher am Mittwoch ab 11:15 Uhr mit Tiermasken, Sträflingskostümen, Bannern und Schildern lautstark vor dem Haupteingang des Dortmunder Zoos. Unter dem Motto „Artgerecht ist nur die Freiheit“ fordert die Tierrechtsorganisation, die Zucht und Gefangenhaltung aller Tiere in Zoos und Tierparks auslaufen zu lassen.

„Dass fühlende Individuen noch immer zur bloßen Unterhaltung von Menschen lebenslänglich eingesperrt und gedemütigt werden, ist beschämend“, so Steffen Lenhardt, Aktionskoordinator bei PETA. „Artgerecht ist nur die Freiheit – immer mehr Menschen sprechen sich daher gegen Zoos und Tierparks aus. Die Zurschaustellung von Tieren in Gefangenschaft ist ein Auslaufmodell.“

Zoos bedeuten Tierleid
Die Tierrechtsorganisation PETA setzt sich grundsätzlich für ein Ende der Zucht und Haltung von Tieren in Zoo-Gefangenschaft ein. Kein noch so großes oder für die Besucher optisch ansprechendes Zoogehege kann die Bedürfnisse der Tiere auch nur annähernd erfüllen.

Auch mit Artenschutz hat das Einsperren von Tieren in Zoos nach Ansicht der Tierrechtsorganisation nichts zu tun. Auswilderungen finden bei den allermeisten Tierarten nicht statt – in Gefangenschaft haben die Tiere nahezu keine Möglichkeit, Verhaltensweisen, die für ein Überleben in der Natur unverzichtbar sind, zu erlernen.

Zudem erfüllen Zoos nach Auffassung von PETA keinen Bildungsauftrag: Das Publikum lernt durch die Zurschaustellung von Tieren in Gefangenschaft nichts über ihr natürliches Verhalten. Die bei vielen Tierarten in Zoos auftretenden Verhaltensstörungen werden dagegen vermehrt als normale Verhaltensweisen angesehen.

Die Mitglieder von PETA fordert daher, finanzielle Mittel in den Schutz der natürlichen Lebensräume statt in die Nachzucht und Haltung von Tieren in Zoos zu investieren und die Haltung und Zucht von Tieren in Zoos auslaufen zu lassen.

 

Details zur Aktion:
Datum: Mittwoch, 30. August 2023
Uhrzeit: 11:15 bis 11:45 Uhr
Ort: Dortmunder Zoo, am Haupteingang, Mergelteichstraße 80, 44225 Dortmund
Kontakt vor Ort: Steffen Lenhardt

 

Als Landesverband NRW und Kreisverband Dortmund der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) solidarisieren wir uns mit dieser Aktion und rufen unsere Mitglieder und Unterstützer:innen zur aktiven Teilnahme auf!

Ja zum Artenschutz! Nein zum Zoo!

Der Zoo – für die einen der abenteuerliche Ganztagsausflug, für die anderen ein Ort, der besser vermieden wird. Und für die Tiere? Die meisten Zoos profilieren sich gerne offensichtlich mit der Eigenschaft der Arterhaltung. Aber was hat es eigentlich genauer damit auf sich? Hier gibt es einen kurzen Blick auf einige Pro- und Contra-Argumente, welche die Problematik hinter dem Schild des Artenschutzes in Zoos verdeutlichen.  Continue reading “Ja zum Artenschutz! Nein zum Zoo!”

Artenschutz auf Dortmunder Friedhöfen

Gerade bei großer Hitze lockt der Wassermangel in der Natur viele kleine Lebewesen zu unseren menschlichen Wasserquellen. Dabei steigt die Gefahr drastisch, dass gerade Igel sowie zahlreiche andere Reptilien und Amphibien kommen, um sich am kühlen Nass zu erfrischen und ihren Durst zu stillen. Obwohl praktisch alle Tiere schwimmen können, ist es ihnen nicht möglich über den Rand von einigen (Garten-)Teichen zu klettern, um an Land zu kommen. Deshalb sollten gerade steilufrige Teiche und Wasserläufe unbedingt mit sogenannten Ausstiegsrampen verstehen werden.

Aber auch durch die Gießkannen droht Gefahr, wenn diese auf dem Boden stehen und nicht an Halterungen darüber angebracht werden: Für Tiere auf der Suche nach einem Versteck, Schatten oder Feuchtigkeit, werden Kannen oftmals zu einer Todesfalle: Mäuse, Eidechsen, Frösche, Kröten, Schnecken, Insekten: einmal drin, sind sie häufig nicht mehr in der Lage, die leere Gießkanne wieder zu verlassen, sie sterben elend und langsam, in einer befüllten Kanne ertrinken sie.

Der Platzbedarf auf den Friedhöfen sinkt kontinuierlich, die Fläche muss dennoch bewirtschaftet werden. Wildblumenwiesen könnten hier neue Nahrungsgrundlagen für Wildbienen liefern, bei denen rund 300 der 560 heimischen Arten auf der Roten Liste stehen. Aber auch die Masse an Wildbienen sinkt stark. Wildbienen sind meist alleinlebend und können bestimmte Verluste nicht kompensieren. Viele Arten haben sehr spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum; also an Nistplatz, Baumaterial und Nahrungspflanzen. Der Wegfall von Lebensraum durch Flächenversiegelung ist dabei ein einflussreicher Faktor. Monokulturen und ausgeräumte Landschaften lassen viele Arten keine Nahrung mehr finden. Manche Wildbienen sind auf bestimmte Blütenarten angewiesen. Verschwindet die Wildbienenart, verschwindet ebenfalls die Pflanzenart. Zudem werden Insektizide im Zulassungsverfahren zwar auf Honigbienen, nicht aber auf Wildbienen getestet.

Eine dazu passende Anfrage zum Artenschutz auf dem Friedhof stellt unser sachkundiger Bürger Sebastian Everding in der Fraktion DIE LINKE+ im nächsten Ausschuss für Mobilität, Infrastruktur und Grün am 5. September 2023.

  1. Wie viele Friedhöfe im Stadtgebiet verfügen neben dem Bezirksfriedhof Menglinghausen noch über künstlich geschaffene Wasserbauwerke wie beispielsweise Teiche?
  2. Bestehen an allen Wasserbauwerken ausreichend Ausstiegsmöglichkeiten für Wildtiere wie z. B. Igel, falls diese versehentlich hineinfallen sollten?
  3. Wie viele „Leih-Gießkannen“ befinden sich aktuell auf Dortmunder Friedhöfen im Einsatz?
  4. Gibt es Überlegungen, einfache Halterungen an den Wasser-Entnahmestellen zu errichten, um so Gießkannen über dem Boden hängend für den nächsten Einsatz bereitzuhalten?
  5. Finden auf Dortmunder Friedhöfen Bejagungen statt? Wenn ja, von welchen Tierarten?
  6. Können weitere ungenutzte Flächen auf dem Friedhofsgelände in Verbindung mit reduzierten Mäh-Intervallen zu Wildblumenwiesen umgenutzt werden?

(se)

Mensch-Umwelt-Tierschutz-Medaille 2022

Laudatio von unserer Bundesgeschäftsführerin Anja Hübner

Bei unserem Bundesparteitag am Wochenende haben wir einen Menschen geehrt, der sein Leben und sein Wirken dem Umwelt-, Klima- und Artenschutz widmet.

Als Meeresbiologe und Forschungstaucher ist er in der ganzen Welt unterwegs, um Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen zu filmen und zu fotografieren.

Continue reading “Mensch-Umwelt-Tierschutz-Medaille 2022”

Mangelnder Naturschutz: EU-Kommission verklagt Deutschland

Deutschland wird von der Europäischen Kommission vor dem Gerichtshof der Europäischen Union konkret deshalb verklagt, weil es bestehende Richtlinien zum Schutz blütenreichen Grünlands in speziellen Schutzzonen nicht einhält und dadurch fahrlässig die Artenvielfalt von einheimischen Pflanzen- und Tierarten gefährdet.

Continue reading “Mangelnder Naturschutz: EU-Kommission verklagt Deutschland”