Heimtückische Kormoranvernichtung – eine abstruse Idee

Angesichts eines weltweit drastischen Artenschwundes warnt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Die Tierschutzpartei) eindringlich, weitere Tierarten zu dezimieren bzw. wegen angeblich vermuteter wirtschaftlicher Schäden zu vernichten, wie dies zurzeit mit der einzigen größeren Kormoranansiedlung im süddeutschen Raum, im Radolfzeller Aachried, von der Freiburger Bezirksregierung geplant ist. Danach sollen die Kormorane in einer oder evtl. mehreren kalten Aprilnächten mit Halogen-Scheinwerfern von ihren Brutnestern verscheucht und somit der gesamte Nachwuchs vernichtet werden.

Gleichzeitig vernichtet würden damit aber auch die Gelege vieler anderer Tiere, wie z.B. die in diesem Vogel- und Naturschutzgebiet in unmittelbarer Nähe brütender Rohrweihen, Kolbenenten, Zwergtaucher, Rot- und Schwarzmilane sowie weiterer seltener Singvögel.

“Dieses heimtückische Vorhaben ist eine abstruse Idee und ein eklatanter Verstoß gegen die Kormoran-Verordnung”, stellt Ingeborg Holst, Vorsitzende des baden-württembergischen Landesverbandes, fest und hat sich diesbezüglich mit einem Protestschreiben an das zuständige Regierungspräsidium gewandt. Diese spezielle Verordnung wurde nämlich “zur Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden durch Kormorane sowie zum Schutz der heimischen Tierwelt” erlassen. Wo aber bliebe bei dem geplanten Vorgehen der “Schutz der heimischen Tierwelt” – noch dazu in einem Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung? Eindeutig wäre hier nicht der Kormoran, sondern der Mensch der große Schädling! Zudem müsste vor einem solchen Eingriff in die Natur der “erhebliche fischereiwirtschaftliche Schaden” erst einmal konkret belegt werden, was schwerlich gelingen würde.

Nach wie vor fordert unsere Partei, dass Naturschutzgebiete frei bleiben müssen von menschlicher Nutzung und frei von jeglicher Jagdausübung. Es darf nicht angehen, dass gewisse Interessenverbände – wie in diesem Fall Fischer, Angler und Jäger – bestimmen dürfen, inwieweit der Naturhaushalt zerstört und die Tierwelt in unverantwortlicher Weise verfolgt und vernichtet wird.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Landesverband Baden-Württemberg
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit

Französische Küche bei der UNESCO als Weltkulturerbe

Der Sender NDR Kultur informierte seine Hörer kürzlich über den neuesten Einfall des französischen Staatspräsidenten Nikolas Sarkozy: Er habe sich, so hieß es, anlässlich seines Besuches einer Landwirtschaftsmesse spontan dazu entschlossen, die französische Küche bei der UNESCO als Weltkulturerbe anzumelden. Angesichts der Tatsache, dass ausgemachte Tierqual-Produkte wie Froschschenkel, Gänsestopfleber und Singvogel-Spezialitäten integrierende Bestandteile der “cuisine française” sind, kann ein derartig kulturloses Ansinnen eines Staatspräsidenten nur verwundern!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – appelliert mit Nachdruck an das Welterbekomitee der UNESCO, dem nachgerade abstrusen Anliegen des Herrn Sarkozy nicht stattzugeben. “Die leider in Frankreich immer noch begangenen Grausamkeiten an Tieren gehören zur Welt der Unkultur und sollten schnellstens der Vergangenheit angehören”, so die stellvertretende Vorsitzende der Partei, Margret Giese. In ihrem Schreiben an die UNESCO bittet sie darum, Herrn Sarkozy bei der Ablehnung seines Vorhabens ausdrücklich auf die selbstverständliche Tatsache hinzuweisen, dass Tierquälerei mit dem Kulturgedanken unvereinbar sei.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Hühner kratzen an Wulffs Image

Tierschutzpartei will hohen Stellenwert für Tierschutzpolitik

Ministerpräsident Wulff und die Legebatterien – das ist neben anderen Plakaten zu Schulpolitik, Hartz IV und Klimaschutz das besondere Thema eines Wahlplakates der Partei Mensch Umwelt Tierschutz. “Hennenknast ist artgerecht … meint Christian Wulff!” steht darauf. Die Landesregierung von Niedersachsen war 2006 federführend daran beteiligt, das Legebatterie-Verbot zu kippen. Dabei wurde mit dem Etikettenschwindel “Kleinvoliere” und “Kleingruppenhaltung” die Rückkehr zur Batteriekäfig-Haltung vertuscht. Fakt ist allerdings: Die so genannte “Kleinvoliere” bleibt ein tierquälerischer “Hennenknast” mit einer Höhe von 55 cm; die Grundfläche pro Tier wurde gerade einmal um die Größe eines Bierdeckels erweitert.

Diese “Tierqualpolitik” und etliche andere Versäumnisse der niedersächsischen Landesregierung werden bei der kommenden Landtagswahl das Votum der Wähler mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflussen, so die Vorsitzende Margret Giese des Landesverbandes Niedersachsen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz. Auch die Politikverdrossenheit und die Verärgerung vieler Bürger über die etablierten Parteien dürfte beim Ergebnis eine Rolle spielen.

Bei Landtagswahlen in Niedersachsen tritt die Tierschutzpartei zum ersten Mal an. Sie lag bei der Europawahl 2004 mit 1,3 Prozent an 7. Stelle von 23 angetretenen Parteien.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

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