“Robben-Massaker in Kanada”

Zweifellos kann sich kein Land auf der Welt rühmen, mit Tieren human umzugehen. Was aber das jährliche kanadische Massaker an Robben betrifft, so ist es schwerlich an Grausamkeit zu überbieten, wird doch beim Erschlagen der wehrlosen Tiere sogar in Kauf genommen, dass sie, halbtot, noch stunden- oder tagelang unendliche Qualen erleiden, bis sie der Tod erlöst. Man kann so etwas nur als Gipfel der Niedertracht bezeichnen, ebenso das Häuten der Tiere bei lebendigem Leib.

Unfassbar, mit welcher Abgebrühtheit die kanadische Regierung die jährlichen weltweiten Proteste zurückweist und nicht davor zurückschreckt, die Tötungsquoten noch zu erhöhen Über 338.000 Tiere müssen in diesem Jahr ihr Leben lassen, und damit 55.000 mehr als im Vorjahr.

Erst durch massive wirtschaftliche Einbußen wird man bereit sein einzulenken; daher ist zu hoffen, dass der Plan des EU-Parlaments, ein Einfuhr- und Handelsverbot für Robbenprodukte zu erlassen, nicht – wie schon oft geschehen – durch Ausnahmen verwässert wird!

Was Deutschland betrifft, so ist daran zu erinnern, dass man bereits im Jahr 2006 – nach der Übergabe von 20 000 Unterschriften an die Bundesregierung – mit einem Gesetz zum Verbot von Robbenprodukten Vorreiter hätte sein können. Aber im Tierschutz wurde die Bundesrepublik mehr und mehr zum Schlusslicht.

Mittlerweile liefen uns die USA, die Niederlande und Belgien mit Einfuhrembargos den Rang ab – eine Tatsache, die Herr Dr. Peter Jahr, tierschutzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, unterschlägt, wenn er in seiner Presseerklärung zum Thema behauptet, die Bundesregierung ginge – aufgrund der Absprache Herrn zu Guttenbergs und Frau Aigners – mit ihrem nationalen Gesetzesvorhaben in der EU mit gutem Beispiel voran! Weder in diesem Fall noch in irgendwelchen anderen tierschutzrelevanten Bereichen kann sie sich zugute halten, beispielhaft vorangegangen zu sein.

“Herr Jahr versucht”, so der Vorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Stefan Bernhard Eck, “auf billigem Wege das desolate Image der Bundesregierung – zumal der CDU/CSU – in Sachen Tierschutz aufzupolieren. Wer jedoch gleichzeitig zulässt, dass auf Druck von Lobbyisten, allen voran Hühnerbaronen und anderen Profiteuren von Tierausbeutung, der heimische Tierschutz verraten wird, sollte bei den beiden diesjährigen Wahlen abgestraft werden.”

Margret Giese

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

“Es darf geschächtet werden – Verwaltungsgericht Giesen in der Kritik?”

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz übt Kritik an der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Giesen: “Eine Entscheidung, die für den Tierschutz ein Schlag ins Gesicht ist, denn betäubungsloses Schächten ist legalisierte Tierquälerei”, so der Bundesvorsitzende, Stefan Bernhard Eck, der kleinen Partei, die sich stark für Tier- und Umweltschutz einsetzt. Das Gericht hatte am 24.02.09 einem Eilantrag des muslimischen Metzgers Rüstem Altinküpe aus Aßlar-Werdorf stattgegeben. Er darf ab sofort pro Woche 2 Rinder und 30 Schafe unter bestimmten Auflagen Anwesenheit eines Veterinärs, Bedarfsnachweis durch eine eidesstattliche Erklärung der potentiellen Käufer des geschächteten Fleisches) betäubungslos schächten.

Der Marbuger Bundestagskandidat Wolfgang Penzler des Landesverbandes Hessen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz hält sich die Option offen, zusammen mit nordhessischen Tierschutzvereinen und Tierschützern/innen durch gezielte Aufklärung der Öffentlichkeit und Protest-Aktionen gegen die Gerichtsentscheidung vorzugehen. “Nur durch ein klares NEIN der Bürgerinnen und Bürger Nordhessens”, so Penzler, “kann der seit mehr als zehn Jahren andauernde Rechtsstreit zwischen Altinküpe und den Gerichten im Sinne des Tierschutzes beendet werden. Was jetzt in Aßlar wieder geschieht, ist ein klarer Verstoß gegen § 18 Absatz 1 Nr. 6 des deutschen Tierschutzgesetzes!”

Stefan Bernhard Eck

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
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“Aus für die Hühner-Käfighaltung?”

In verschiedenen Pressebeiträgen ist augenblicklich zu lesen, das Aus für die Hühner-Käfighaltung sei beschlossene Sache. Schön wär´s, ist die spontane Reaktion angesichts dieser Behauptung! Die Wahrheit sieht leider anders aus: Wir haben es hier mit einem groß angelegten Täuschungsmanöver zu tun, denn die Hennen sind nach wie vor in nichts anderem als Käfigen zusammengepfercht, bis zu ca. 50 an der Zahl. Ein Ablenkungsmanöver übelster Art ist die Bezeichnung “Kleinvoliere” für diese Art Käfige, denn damit wird Wohlbefinden der Tiere assoziiert. Wahr ist: Die Tiere können in keiner Weise ihre arteigenen Bedürfnisse ausleben – wie auch, bei einem “Lebensraum” von etwas mehr als einer DIN-A-4-Seite pro Henne! Durch die bedrückende Enge kommt es zu Kannibalismus und Federpicken und sogar zum Töten schwächerer Leidensgenossinnen – Tatsachen, die seitens der Geflügelwirtschaft tunlichst verschwiegen werden.

An Dreistigkeit kaum zu überbieten ist in diesem Zusammenhang die Behauptung, Deutschland sei “Eu-weiter Vorreiter” beim Verbot der Käfighaltung! Wahr ist vielmehr, dass unser Nachbarland Österreich am 31. Dezember 2008 tatsächlich die Käfighaltung von Legehennen aufgegeben hat!

Es wird vermutet, dass “drastische Preiserhöhungen” angekündigt werden, weil man beabsichtigt, die betreffende Art von Käfigeiern als “tierschutzgerecht” zu deklarieren, um sie teurer in den Handel bringen zu können. Motto: Profit geht über Tier- und Verbraucherschutz! Es besteht aber Aussicht, dass den Käfig-Lobbyisten “die Suppe versalzen wird”: Etliche Handelsketten wie Aldi, Edeka, Lidl, Plus usw. haben erklärt, sie würden keine Eier mehr mit der Ziffer “3” – damit auch die aus den alternativen Käfigen – anbieten. Sollten übrigens Eier mit der Ziffer 4 in den Handel kommen, so sind sie Teil des Täuschungsmanövers!

Es liegt nun am Verbraucher, beim Kauf von Eiern wachsam zu sein und die betreffenden Handelsketten beim Wort zu nehmen!

(Mehr dazu unter http://www.tierschutzbund.de/03343.html).

Margret Giese

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
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Solidaritätsbekundung für “campact – Demokratie in Aktion”

Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) berät bis 10. Januar 2009 über die Zulassung der gentechnisch veränderten Maispflanze MON810. Die Verbraucher- und Landwirtschaftsminister der EU, unter ihnen Ministerin Ilse Aigner, entscheiden dann über Verbot oder Zulassung der Pflanze.

MON810 produziert das Gift des Bazillus thuringiensis, sein eigenes Pestizid, gegen das die Maispflanze selbst resistent ist. Dieses Pestizid soll vor dem Befall mit dem Maiszünsler, einem kleinen Schmetterling, schützen. Der jedoch wird inzwischen selbst resistent! Die sonstigen Risiken für die Umwelt – für Honigbienen, Regenwürmer, Schmetterlinge usw. – sind unkalkulierbar. Daher sollte man davon Abstand nehmen und die bewährte Methode einer vielfältigen Fruchtfolge nutzen, welche die Maispflanzen schützt, ohne zu schaden.

Doch wenn es um Gewinnmaximierung geht, zählen keine ökologischen Bedenken – und diese sind gravierend, denn die Biodiversität und das gesamte ökologische Gleichgewicht sind bedroht, falls die Pflanze zum Einsatz kommt. So ist z. B. die Kontaminierung anderer Pflanzen vorprogrammiert, wie sich in Kanada gezeigt hat. In mehreren EU-Ländern, u. a. in Frankreich, Österreich, Griechenland und Ungarn ist der Anbau von MON810 daher verboten. In Deutschland (neue Bundesländer) hingegen ist der Anbau erlaubt!

Ein Fall für die Verbraucherschutz-Ministerin: Über die Futtermittel gelangt MON810 in Form tierischer Lebensmittel auf die Teller der Verbraucher! Es wird im Übrigen spekuliert, dass die Tiere unfruchtbar werden.

Die großen Pharma- und Chemieriesen, allen voran Monsanto, die 90 Prozent des Weltmarktes für gentechnisch veränderte Pflanzen kontrollieren, erhoffen sich von dem Projekt MON18 nicht nur riesige Profite, sie wollen auch mittelfristig die gesamte Produktion von Nahrungsmitteln von sich abhängig machen, mithin die Weltbevölkerung bezüglich Ernährung unter ihre Kontrolle bringen! Die Bauern sind gezwungen, sich für jede Aussaat neues Saatgut bei dem jeweiligen Konzern zu kaufen, da die ausgesäten Pflanzen dank des eingebauten “terminator-Gens” nicht fortpflanzungsfähig sind.

Seit Jahrzehnten versucht die einschlägige Lobby, der Bevölkerung die “grüne Gentechnik” schmackhaft zu machen, indem sie behauptet, diese sei notwendig, um dem Hunger in der Welt entgegenzuwirken. Offensichtlich ist das Gegenteil der Fall.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt daher aus Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt die Kampagne der Organisation campact, Demokratie in Aktion, mit der Landwirtschaftsministerin Aigner aufgefordert wird, mit NEIN zu stimmen, wenn am 10. Januar in Brüssel erneut über die europaweite Zulassung von MON810 abgestimmt wird.

Franziska Ute Gerhardt

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
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Dioxin in irischem Schweinefleisch

Die Chronik der Fleischskandale der letzten dreißig Jahre wird mit der gegenwärtigen Lebensmittelkrise aufgrund von Dioxin-verseuchtem irischen Schweinefleisch um ein weiteres Debakel verlängert. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, und eine erneute Katastrophe bricht herein, in Form von Hormon- oder Antibiotika-verseuchtem Fleisch von vergifteten Tieren, von Futtermittelskandalen (Stichworte BSE, Nitrofen) oder von Tierseuchen wie Schweinepest, Geflügelpest, Maul- und Klauenseuche etc. Dies ist wahrlich ein Schrecken ohne Ende, der mit grausiger Regelmäßigkeit jeweils Hunderttausende von Tieren in apokalyptisch anmutenden Keulungsaktionen das Leben kostet.

Es stellt sich die Frage, wie lange die politisch Verantwortlichen noch einen Kurs weiterverfolgen wollen, der – objektiv betrachtet – gegen alle Vernunft spricht und für unsere “Nutztiere” und die Bevölkerung katastrophale Folgen nach sich zieht.

Aber in Krisen liegen auch Chancen: Irgendwann dämmert es wohl auch dem letzten Konsumenten, dass er sich durch das Fleisch auf seinem Teller, ohne es zu ahnen, schwere gesundheitliche Schäden zufügen kann. Von einer solchen Kehrtwende der Menschen würde außer den betroffenen Tieren und den Menschen selbst auch das Weltklima profitieren, das ja laut FAO zu etwa 18 Prozent durch die Methangase aus dem Verdauungstrakt von Milliarden von Wiederkäuern beeinträchtigt wird.

Damit der Paradigmenwechsel schneller vorankommt, empfiehlt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, in Anlehnung an die Anti-Rauch-Kampagnen, Warnschilder wie diese: „Fleischessen schadet Ihrer Gesundheit!“ oder wahlweise „Fleischessen kann tödlich sein!“ Sicher ungewohnt, aber den Realitäten angemessen!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
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Vortrag über Tierversuche und betäubungsloses Schächten bei “rechtslastiger” Studentenverbindung abgesagt

Der Landesverband Hessen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat den geplanten Filmvortag über Tierversuche und betäubungsloses Schächten am 4.12.2008 bei der Studentenverbindung “Normannia – Leipzig zu Marburg” abgesagt.

Dem Parteipräsidium war bekannt geworden, dass zwischen der oben genannten Studentenverbindung und den “Republikanern”, der als rechtsextrem eingestuften Zeitschrift “Junge Freiheit” sowie der “Republikanischen Jugend Hessen” eindeutige Kontakte bestehen. Aus diesem Grund wurde dem Landesverband Hessen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz die Absage der Veranstaltung ausdrücklich nahegelegt. “Für unsere Partei”, so der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck, “die Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit strikt ablehnt und als Rückfall in die verbrecherische “braune NS-Gewaltherrschaft” verurteilt, kommt eine gemeinsame Veranstaltung mit der Studentenverbindung “Normannia – Leipzig zu Marburg” nicht in Frage. Wer sich für Tierschutz und für die Rechte Unterdrückter – egal ob Mensch oder Tier – politisch stark macht, dem sind jegliche Tendenzen, die zu Diskriminierung, Rassismus, Unterdrückung und Ausbeutung führen, ein Dorn im Auge. Angesichts unserer geschichtlichen Verantwortung hat die menschenverachtende Hetze in großdeutscher Manier der rechten Szene in unserer Gesellschaft nichts verloren.”

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz distanziert sich deshalb ausdrücklich von der Studentenverbindung “Normannia – Leipzig zu Marburg”.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Stefan B. Eck
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Bundesvorsitzender redet “Tacheles” bei TIER.TV am 12.11.2008

Thema: Wirtschaft vor Tierschutz? – Unsere Parteien und der Tierschutz

In Zeiten von Bankenkrisen, Börsecrashs, Rezessionsängsten und sinkendem Lohnniveau beschäftigt sich die Politik vorrangig mit wirtschaftlichen Problemen in unserem Land. Verständlich, die Wirtschaft muss schnell wieder ins Rollen kommen. Natur- und Tierschutz standen in Vergangenheit niemals ganz oben auf der Agenda, jetzt erst recht nicht, denn man ist bemüht, das angeschlagene Finanzsystem zu stabilisieren. Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl hat der Wahlkampf begonnen. Wer kommt an die Macht?

Spielen tierschutzpolitische Themen im Superwahljahr 2009 überhaupt eine Rolle? Welche Partei hat zum Thema Tierschutz was zu sagen?

“Ende gut, alles gut” – noch Stunden vor der Sendung stand alles auf der Kippe: Andrea Nahles (SPD) hatte im letzten Moment abgesagt. Sie hatte wahrscheinlich kalte Füße bekommen, da sie zum Thema Tierschutz Farbe bekennen sollte. Ulrike Höfken (MdB), tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen, sprang ein, und statt Dr. Gesine Lötzsch nahm Eva Bulling-Schroeter (MdB) teil, die tierschutzpolitische Sprecherin der Linken ist. Dritter im Bunde war Dr. agr. Peter Jahr (CDU), Tierschutzbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Unsere Partei wurde durch Stefan Bernhard Eck vertreten.

Moderator Lars Walden stellte zu Anfang die Kardinalfrage: Gab es Fortschritte oder Rückschritte im Tierschutz seit Antritt der Großen Koalition im Jahr 2005? Anhand von drei Beispielen erfuhr man von den Rückschritten auf der ganzen Linie. Thema “Hähnchen”-Mast: 30 Tiere statt vorher 25 pro Quadratmeter. Thema Tierversuche: Zwischen 2004 und 2006 eine Zunahme von 10 Prozent auf rund 2,5 Millionen verwendeter Tiere. Thema Hennenhaltung: Das Käfig-Verbot wurde am 07.04.06 durch den Bundesrat gekippt und die Mogelpackung “Kleingruppen-Haltung” beschlossen. Dabei handelt es sich nach wie vor um einen Käfig.

Bei der Stellungnahme von Herrn Jahr glaubte man seinen Ohren nicht zu trauen: Die Koalition habe sich nicht nur intensiv um Tierschutz bemüht und ihn positiv vorangetrieben, sondern nehme sogar eine Vorreiterfunktion in der EU ein! Herr Jahr, ein regelrechter Fan dieser Institution, wurde nicht müde, sie immer wieder ins Feld zu führen. In seiner Erklärungsnot versuchte er in seinem verwaschenen Sprachstil die Defizite der Regierung damit zu kaschieren, dass alle Maßnahmen auch von der EU übernommen werden müssten.

Damit bot er aber auch eine Steilvorlage für unseren Vorsitzenden, der die Äußerungen als lapidare Absichtserklärungen und politische Schönrednerei brandmarkte und bilanzierte, dass unter Merkel, Seehofer und Co. die Tierschutzpolitik immensen Schaden genommen hat. Seehofer sei eine Katastrophe für die Tiere gewesen und von seiner Nachfolgerin sei auch nichts Besseres zu erwarten. CDU und SPD würden sich immer dem Diktat der Agrarlobby beugen. Er konnte noch mehr punkten: Frau Höfken schoss ein Eigentor, indem sie beiläufig etwas Lobendes über “QS” (“Qualität und Sicherheit”) sagte, jenes Prüfsiegel, das für Fleisch von “Nutztieren” aus angeblich artgerechter Haltung vergeben wird. Durch Undercover-Reportagen hat sich herausgestellt, dass “Produkte” mit dem Prüfsiegel auch aus Betrieben mit unsagbar tierquälerischer Haltung stammen. Herr Eck konnte seine Bestürzung darüber nicht verbergen, dass, wie ihm durch einen “Informanten” zu Ohren gekommen war, Frau Höfken einen Sitz im Kuratorium von “QS” innehat. Sie bemühte sich, dies als Belanglosigkeit hinzustellen. Ein Schatten war auf das grüne Image gefallen, und dies war ihr sichtlich peinlich!

Auch Frau Bulling-Schroeter kam nicht ungeschoren davon. Beim Thema “Abstimmung über die Hennen-Käfighaltung” beharrte sie darauf, dass die damalige PDS dagegen gestimmt habe; offenbar war ihr nicht bekannt, dass das Gegenteil der Fall war. Sowohl Mecklenburg-Vorpommern als auch Berlin (damals SPD/PDS-Regierung) stimmten für die Beibehaltung der Käfighaltung. Sie täte auch gut daran, so unser Vorsitzender, sich über das “linke Engagement” in Richtung gigantischer Ausweitung von Massentierhaltung vor allem im Osten zu informieren.

Bis auf Herrn Jahr forderten alle Diskutanten die Einführung der Verbandsklage auf Bundesebene, denn nur dann besteht die Chance, dass der “Tierschutz im Grundgesetz” endlich zugunsten von Tieren umgesetzt werden kann. Die CDU ist dagegen! Kein Wunder – die Wirtschaft, sprich die Lobbyisten haben dort das Sagen. Und wie ist es mit dem Tierschutz bei den anderen Parteien? Die Erfahrung zeigt, dass, wenn es um Tiere geht, Wahlversprechen nach der Wahl leider oft zur Makulatur verkommen.

Fazit: Eine sehr informative Talk-Runde, bei der unser Bundesvorsitzender mit viel Fachwissen und Schlagfertig überzeugte.

POLITICA – die erste politische Messe in Deutschland

Unsere Partei auf der “POLITICA 1” in Kassel am 6. September 2008

Am 6. und 7. Oktober 08 fand in der Kasseler Kunsthalle Fridericianum die erste Messe politischer Parteien der BRD statt, die von dem Schweizer Künstler Christoph Büchel ins Leben gerufen wurde. Als wir die Einladung erhielten, waren wir etwas irritiert, denn die offizielle Bezeichnung dieses Polit-Happenings lautete “Deutsche Grammatik”. Was hat das mit Politik zu tun, fragten wir uns. Und dass auch die Rechtsextremen – wie alle beim Bundeswahlleiter registrierten Parteien – zu dieser Veranstaltung eingeladen wurden, machte uns die Entscheidung zur Teilnahme nicht einfacher. Aber schließlich sagten wir uns, dass wir diese Gelegenheit wahrnehmen sollten, um unsere Zielsetzungen in der Öffentlichkeit publik zu machen, zumal die Verbindung der Messe mit der sog. Kasseler Museumsnacht eine besonders große Besucher-Resonanz garantierte. Man rechnete im Vorfeld mit mehr als 10.000 BesucherInnen. Außerdem wurden am 08. Oktober sämtliche Info-Stände zu einer begehbaren Rauminstallation umfunktioniert und werden so – bis zum 16. November – dem Publikum zugänglich gemacht. Dies war ausschlaggebend für unsere Entscheidung, in Kassel anzutreten.

Fazit nach der Messe: Im Großen und Ganzen hat sich der Einsatz gelohnt. Unsere Flugblätter wurden vom Publikum interessiert gelesen, die Restbestände der ZEITENWENDE “gingen weg wie warme Semmeln”.

Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt auf die “POLITICA 2” – wenn sie denn kommt.

24. April – “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche”

Wer gehofft hatte, nach ständiger Zunahme von Tierversuchen in den letzten Jahren würde endlich ein Rückgang zu verzeichnen sein, sah sich getäuscht: Erneut sind die Versuchszahlen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen! Laut Bundeslandwirtschaftsministerium wurden 2 518 267 Tiere im Jahr 2006 in Versuchen “verbraucht”, und damit 105 589 Tiere mehr als im Jahr zuvor. Dass es eines Gedenktages bedarf, um an die tagtäglich weltweit gefolterten Versuchstiere zu erinnern, ist an sich schon ein Skandal. Kein Tierversuch hat je Schäden beim Menschen vorhersagen können – zu unterschiedlich sind die Reaktionen, wie sich an vielen Beispielen belegen lässt. Die Folgen für den Menschen waren zum Teil verheerend, von Contergan bis Vioxx. Dennoch werden nach wie vor Fördergelder in Millionenhöhe in Deutschland vergeben; allein über 30 Millionen Euro für den Bau neuer Versuchslabore. Tierversuchsfreie Forschung hingegen führt immer noch ein klägliches Schattendasein – kein Wunder bei gerade einmal 4 Millionen Euro staatlicher Mittel.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – prangert diesen skandalösen Tatbestand an und fordert mit Nachdruck eine komplette Umschichtung der Fördergelder zugunsten tierversuchsfreier Forschungsmethoden. Diese sind nicht nur preiswert, sie sind auch in hohem Maße aussagekräftig.

Um die längst überfällige Abschaffung der in aller Regel grausamen Tierversuche zu unterstreichen, ruft die Tierschutzpartei dazu auf, die bisherige Bezeichnung “Internationaler Tag des Versuchstiers” aufzugeben zugunsten des neuen Namens mit der eindeutigen Forderung nach Abschaffung der Experimente an Tieren. Es ist nicht zuletzt auch ethisch unhaltbar, ihre Wehrlosigkeit brutal auszunutzen. Mahatma Gandhi: “Vivisektion ist nach meiner Auffassung das schwärzeste von allen schwarzen Verbrechen, deren sich der Mensch heute gegenüber Gott und seiner Schöpfung schuldig macht. Lieber auf das Leben verzichten, als es mit der Qual fühlender Geschöpfe erkaufen.”

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler zur Hungerkrise

Laut UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler litten im Jahr 2000 rund 826 Millionen Menschen an Unterernährung. 10 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen von Nahrungsmangel; jede Minute verhungern weltweit elf Kinder. Eine andere Quelle spricht sogar von 36 Millionen Hungeropfern pro Jahr. Jetzt prognostiziert eine neue UN-Studie, dass 2025 sogar 1,2 Milliarden Menschen an chronischem Hunger leiden könnten, doppelt so viel wie in ähnlichen Prognosen bislang angenommen. In Asien, Nordafrika, der Karibik und in Mittelamerika führte die Verzweifelung der hungernden Menschen zu massiven Unruhen, in Haiti kam es am 13. April d. J. zu einem Regierungssturz. Ursache sind die rasant steigenden Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis, Mais und Weizen. Die Verknappung und die damit verbundene rapide Verteuerung hat bekannte Ursachen: Missernten durch den Klimawandel, höhere Energiepreise, eine stärkere Nachfrage nach Lebensmitteln in China, den durch staatliche Subventionen geförderten Biosprit-Boom, aber vor allem die Verwendung von Getreide und Soja als Futtermittel für so genannte Nutztiere. Fakt ist, dass der weltweite Fleischkonsum von 1961 bis heute von 71 Millionen auf 284 Millionen Tonnen gestiegen ist. Bis 2050 soll sich der Fleischverbrauch nach einer Prognose der UNO nochmals verdoppeln. Zur Erzeugung einer “tierischen Kalorie” werden etwa sieben pflanzliche Kalorien verbraucht. Dies bedeutet, dass riesige pflanzliche Nahrungsressourcen einem großen Teil der Weltbevölkerung entzogen werden, um sie in Fleisch und Milchprodukte umzuwandeln. Ohne eine grundlegende Veränderung unserer Ernährungsgewohnheiten wird der Welthunger weiter zunehmen und könnte neben wirtschaftlichen Problemen auch zur Bedrohung vieler Demokratien in den betroffenen Ländern führen.

“Die stetig wachsende Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten wird in naher Zukunft zu einem globalen Hungerchaos führen. Würden sich alle Menschen rein pflanzlich ernähren, wäre das Welthungerproblem vom Tisch”, so der Vorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Stefan Bernhard Eck.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – plädiert seit ihrer Gründung im Jahre 1993 für eine nachhaltige und ethische “Agrarwende” mit der primären Forderung der Abschaffung jeglicher Tierzucht und Tierhaltung zur Nahrungsmittelerzeugung.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Stefan B. Eck
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main