Pressemitteilung: Tierschutzpartei: „Atomkraft keine Lösung“

Die Regionalgruppe der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) Bergstraße kritisiert die Forderung der Bergsträßer Jungliberalen nach einer Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland. „Die Atomkraft ist eine unkontrollierbare Art der Energiegewinnung.

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Japanischer Anti-Atom-Aktivist auf Deutschlandtournee

Der bekannte Anti-Atom-Aktivist Kazuhiko Kobayashi geht nun auf Vortragstournee durch Deutschland. Sein Vortrag „Sieben Jahre nach Fukushima – Atomausstieg sofort!“ wird noch in Fulda, Mannheim und Lindau zu hören sein. Continue reading “Japanischer Anti-Atom-Aktivist auf Deutschlandtournee”

Messe “Green World Tour” in München

Am Freitag, 6. April, und am Samstag, 7. April, fand in der Reithalle in München die Messe “Green World Tour” statt. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war dort mit einem Infostand vertreten.

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Kernkraft – Wohin mit dem Atommüll?

Kinotipp: „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“

Als am 11. März 2011 das japanische Kernkraftwerk Fukushima in Folge eines Erdbebens und Tsunamis außer Kontrolle geriet, stockte der Welt der Atem. Es kam zur Kernschmelze und große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt; Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel wurden kontaminiert. Rund 100.000 – 150.000 Einwohner mussten evakuiert werden; hunderttausende Tiere in landwirtschaftlichen Anlagen blieben zurück und verendeten. Eine einzige Katastrophe, die bis heute an Schrecken und Verzweiflung nichts verloren hat und als Warnsignal für die heutige Menschheit verstanden werden sollte!

Auch zum 4. Jahrestag haben Atomkraftgegner/innen und Medien am 11. März an die damaligen Ereignisse und die heutige Situation in Fukushima erinnert. Dabei geht es nicht nur um Fukushima, sondern es geht um die Gefahren der Atomkraft im Allgemeinen, die auch vor der eigenen Haustür lauern: Um immer älter werdende Atomkraftwerke in Deutschland und um die Frage, wohin mit dem Atommüll?

350.000 Tonnen hochradioaktive Abfälle haben sich in den vergangenen 60 Jahren weltweit angesammelt! Wohin also damit? Dieser Frage gehen der Schweizer Dokumentarfilmer Edgar Hagen und ein Wissenschaftler nach. Sie machen sich auf die Suche nach einem Ort, „an dem die strahlenden Hinterlassenschaften unserer Atomanlagen für Tausende von Jahren sicher gelagert werden könnten. Viele Orte finden sie – aber keiner scheint geeignet zu sein…“

Kinostart der Dokumentation „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“ ist der 19. März.

Alle Aufführungstermine hier

Wir dürfen gespannt sein, welche „sicheren“ Lösungsansätze gezeigt werden…

Schadstoffbelastung der Ozeane

Warum wird Atom-Müll ausgeblendet?

Bei Spiegel-online erschien am 26.03.2013 ein Artikel über die Schadstoffbelastung der Ozeane mit PCB (polychlorierte Biphenyle) und DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan). „Schadstoffe, die einmal in die Tiefsee gelangen, sind mitnichten auf Nimmerwiedersehen verschwunden: Sie können noch nach Jahrzehnten nach oben und in die menschliche Nahrung gelangen“, wurde von Spiegel-online berichtet.

Leider wurde nichts über die drohende Gefahr geschrieben, die durch die Jahrzehnte lange Entsorgung von Atom-Müll in den Weltmeeren wie ein Damoklesschwert über der Menschheit schwebt.

Radioaktive Abfälle wurden seit Beginn der Atomnutzung legal im Meer entsorgt, bis diese selbstmörderische Vorgehensweise zumindest für Feststoffe 1994 von der „International Maritime Organisation“ verboten wurde. Mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfalls wurde im Meer versenkt. Davon stammten aus Großbritannien rund 80 Prozent, gefolgt von der Schweiz, die bis 1982 schwach- und mittelaktive Abfälle aus Industrie, Medizin und Forschung in den Nordatlantik kippen ließen. Die USA haben gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde eingeräumt, von 1946 bis 1970 über 90.000 Container mit radioaktivem Abfall vor ihren Küsten entsorgt zu haben. Aus Deutschland wanderten einige hundert Tonnen Atommüll ins Meer.

Besorgniserregend sind auch die Mengen an atomaren Müll, die von der russischen Marine stammen. Bis 1993 hatte die Sowjetunion nach eigenen Angaben Atom-Müll mit einer Strahlung von insgesamt 2,4 Millionen Curie (89 Billiarden Becquerel) in den Ozeanen versenkt, darunter 18 Reaktoren aus U-Booten und einem Eisbrecher: 16 Reaktoren in die Karasee, davon noch sechs bestückt und 2 Reaktoren im Japanischen Meer. Nicht berücksichtig in diesen Zahlen sind die gesunkenen russischen U-Boote: die atomgetriebene K-219 sank 1986 mit Reaktoren und 30 Atomsprengköpfen auf den Meeresgrund, die atomgetriebene K-278 Komsomolez sank 1989 mit atomaren Sprengköpfen.

Meeresbiologen haben herausgefunden, dass freigesetzte Isotope über die Nahrungskette auch aus einer Tiefe von mehr als 5.000 Metern hinauf in Fischfangzonen gelangen können. Spätestens seit 2011 ist bekannt, dass inzwischen in den Versenkungsgebieten u.a. Plutonium 238 in Wasserproben, im Sediment und in Fischen nachgewiesen werden können. Die Halbwertzeit von Plutonium 238 liegt bei 87,7 Jahren. Wenige Millionstel Gramm Plutonium sind für den Menschen bereits tödlich.

In nicht allzu ferner Zukunft werden wir „strahlende Ozeane“ haben, wenn die Fässer, Reaktorwände und Raketensprengköpfe durchgerostet sind. Aber das ist nur einer von vielen „Mega-Crashs“, die auf die Menschheit zukommen werden. Und über „Mega-Crashs“ redet man nicht gerne…

Die EU setzt weiter im großen Stil auf die Kernkraft

Ein Grundsatzpapier der Europäischen Union sieht in den nächsten 20 Jahren den Bau von bis zu 40 neuen Kernkraftwerken vor. EU-Energiekommissar Günther Oettinger beschreibt in dem Entwurf „Energy Roadmap 2050“, ein europäisches Gerüst für die nationale Energiepolitik und hebt die Kernenergie darin als „wichtigen Faktor“ hervor.

Die Bedenken vieler Europäer bezüglich der Sicherheitsrisiken und des Abfallproblems werden in dem Papier zwar erwähnt, durch eine neue Generation der Kerntechnik soll jedoch die Akzeptanz der Bevölkerung zurückgewonnen und unterschwellig eine Renaissance der Kernkraft eingeleitet werden.

Mit geplanten Subventionierungen ähnlich dem Erneuerbare-Energien-Gesetz soll der Druck auf noch unwillige Regierungen erhöht werden und mit dem nachgewiesen falschen Argument der CO2 Neutralität die Kernenergie als notwendiger Eckpfeiler für die Rettung des Klimas wieder hoffähig gemacht werden.

Seit dem mehrfachen GAU in Fukushima sind 8 Monate vergangen; ein Zeitrahmen, der von der Kernkraftlobby für eine Relativierung der Ereignisse im Gedächtnis der Bevölkerung unter Einwirkung der Massenmedien zugestanden wurde. Der Prozess des Vergessens und der Umkonditionierung ist nach dieser Zwangspause weit genug fortgeschritten, dass ein strategisch wohl dosiertes Handeln für die Interessen der Energiekonzerne wieder machbar ist.

In Deutschland gibt eine derart perfide Machtpolitik der von rein wirtschaftlichen Kräften gesteuerten Europäischen Kommission Anlass zur Befürchtung einer schleichenden Unterwanderung des Ausstiegs aus der Kernkraft. Die Kernkraftlobby weiß, dass bei uns eine Grundversorgung zu 100% aus regenerativen Energien nicht möglich ist. Es darf daher vermutet werden, dass sie nach ein paar Stromausfällen als Retter in der Energienot auftreten und die Bevölkerung mit einer revolutionär sicheren Kerntechnologie weiter in Abhängigkeit halten wird.

Mit berechnender Ignoranz und getrieben von der Gier nach Profit verschweigen oder verharmlosen die Lobbyisten alle weiter bestehenden Nachteile der neuen Kerntechniken (extrem umweltschädlicher Uranabbau, radioaktiver Abfall, nicht kalkulierbare Risiken beim Betrieb). Die Bevölkerung darf sich von den Geschichten der Lobby nicht blenden lassen. Es gibt wirkliche Alternativen, umweltfreundliche Zukunftstechnologien wie z.B. die Raumenergietechnik. Nur durch die breite Anwendung dieser sauberen Energietechnologien können wir den Lebensraum für unsere Nachkommen bewahren und uns aus der Umklammerung der Energiekonzerne befreien.

Castor-Transporte 2011

Einen Tag früher als ursprünglich geplant ging es los mit dem diesjährigen Castortransport, also schon am Mittwoch, den 23.11.2011. Und trotz “Atomausstieg” und Versprechen wie “Neusuche einer atomaren Endlagerstätte” haben sich Tausende von AtomkraftgegnerInnen ins Wendland aufgemacht oder auf der Strecke aus dem französischen Le Hague ins Zwischenlager Gorleben den Zug mit den Castorbehältern stoppen wollen.

Und dafür gibt es viele gute Gründe; die zwei wichtigsten sind:

– wenn die Atomkraft wirklich so gefährlich ist, dass 8 Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden müssen, steht die Frage im Raum: Sind die deutschen AKWs durch die Vorgänge in Japan plötzlich durch Tsunamis und Erdbeben stärker bedroht als vorher? Und die zweite Frage schließt sich gleich an: Sind die restlichen 9 AKWs dann ungefährlich?

Das atomare Risiko wurde durch die Beschlüsse der Bundesregierung zur “Energiewende” lediglich marginal verringert. Das größte Risiko geht ohnehin vom Atommüll aus, über den unsere Nachfahren noch in Tausenden von Jahren fluchen werden – sollte es die Erde wider Erwarten dann noch geben…

– ein stillgelegtes Salzbergwerk als Endlagerstätte für Atommüll auszusuchen, ist ein weltweit einmaliger Vorgang, ein deutscher Sonderweg. Die geologischen Voraussetzungen, in einer Salzlauge über 10 000 Jahre etwas sicher zu lagern, sind in keiner Weise gegeben und werden von unabhängigen Experten heftig bestritten. Gorleben ist definitiv eine ungeeignete Endlagerstätte für Atommüll, unabhängig von den politischen Mauscheleien, die zur Wahl dieses Standortes geführt haben.

Auch ein Bundesumweltminister Röttgen wird mit der – kurz vor dem Transport bekannt gegebenen – neuen Suche nach einer sicheren Endlagerstätte nicht zur Beruhigung der AtomkraftgegnerInnen beitragen können. Möglicherweise ist es auch nur ein Ablenkungsmanöver, und er setzt auf Zeit, um am Ende doch grünes Licht für Gorleben zu geben!

Was übrigens sein Amt in NRW anbetrifft: Dieser Umweltminister, der gleichzeitig CDU-Landesvorsitzender in NRW ist, bleibt völlig blass und bringt nichts voran. Das hat man zwar seinerzeit auch Umweltminister Klaus Töpfer vorgeworfen, aber im Vergleich schneidet der doch wesentlich besser ab.

Der Bundesregierung ist ein solcher „Softie“, dem der Schneid für konsequentes Handeln fehlt, sicher gerade recht, wird doch u. a. auf diese Weise am ehesten gewährleistet, dass sich am Ende diejenigen durchsetzen, die den strahlenden Müll zwar weiter produzieren lassen, ihn aber keinesfalls in ihrem Bundesland haben wollen…

Informationen zu den Castortransport 2011 und den Protesten unter:

Hier Informationen zu den Castortransport 2011: www.x-tausendmalquer.de

Zum Protest: www.ausgestrahlt.de

Landesverband Bayern wieder in Aktion – Demo gegen Atomkraft

Am Montag, den 18.04.2011, beteiligten sich Mitglieder vom Landesverband Bayern zum dritten Mal an der Atom-Ausstiegs-Demonstration in der Münchener Innenstadt. Wir hatten erneut Gelegenheit mit unserer Parteifahne und mit Flugblättern auf unsere Partei aufmerksam zu machen und unser klares Nein zur Nutzung von Atomenergie zu verdeutlichen. Ungefähr 200 Menschen nahmen an der Demonstration teil, die seit Beginn des havarierten Atomkraftwerkes in Japan jeden Montag stattfindet.

Keine wachsenden Atomstromimporte

Eine Analyse des WWF

Der WWF analysiert Stromhandel in Europa seit dem Atommoratorium und kommt zu folgendem Ergebnis: „Die Befürchtung, ein Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland verlagere das nukleare Risiko, weil die nukleare Energieerzeugung in den Nachbarländern ausgebaut würde, lässt sich mit den aktuellen Entwicklungen auf den Strommärkten nicht belegen“, betont Regine Günther, Leiterin des Bereichs Energiepolitik und Klimaschutz beim WWF Deutschland.

Hier geht es zur Presseerklärung des WWF: www.wwf.de

Landesverband Bayern in Aktion – Montagsmahnwache gegen Atomkraftwerke

Montagsmahnwache gegen AKWs auf dem Marienplatz in München. Mit dabei und kräftig Partei-Faltblätter verteilt: Barbara Nauheimer und Ingo Wittkamp. Links im Bild der Bundesschatzmeister der ödp, Herr Willi Rainbold, mit dem man ins Gespräch kam und feststellte, dass viele deckungsgleiche Zielsetzungen vorhanden sind.