Bauern mit Herz, Mut und Verstand: Maik und Marco Möller zeigen, dass die Agrarwende keine Utopie ist, sondern auf unseren Feldern bereits Wurzeln schlägt. Beide sind jung, engagiert und trafen eine Entscheidung, die Mut erfordert. 💚 Continue reading “TransFARMAtion: Wie zwei Brüder den Familienbetrieb zu einem bio-veganen Hof machen”
Tag: Milch
Für Eier und Milch muss doch kein Tier sterben?!
Immer wieder liest man in den sozialen Medien: „Für Eier und Milch muss doch kein Tier sterben.“
Aber leider sterben für Milch und Eier sehr viele – sogar ggf. ähnlich viele Tiere wie für Fleisch. – Lies hier die Wahrheit über vegetarische Ernährung:
Fakten, die Du vielleicht noch nicht wusstest …
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Die unsichtbaren Opfer: Das Leid hinter “unserer” Milch
Eine aktuelle Umfrage zeigt: Weniger als jede:r Dritte weiß, dass sogenannte “Milchkühe” meist gleich nach der Geburt von ihren Kälbern getrennt werden. Continue reading “Die unsichtbaren Opfer: Das Leid hinter “unserer” Milch”
IFG Anfrage zur Besteuerung von Pflanzenmilch
Durch den Landesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in NRW wurde am 12. Juli 2023 per Mail folgende Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) an das Bundesminsterium der Finanzen in Berlin übermittelt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Pflanzenmilch wird ohne sachlichen Grund höher besteuert als Kuhmilch, nämlich mit dem umsatzsteuerlichen Regelsteuersatz von 19 % statt dem ermäßigten Steuersatz von 7 %. Dies sollte bald ein Ende haben, weil sich die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) geändert hat.
In einem Urteil vom 9.2.2006 V R 49/04) hat der BFH die Ungleichbesteuerung von Pflanzen- und Tiermilch noch als rechtmäßig angesehen, wenn auch mit einer sehr technischen Begründung: Die sog. zolltarifliche Einreihung, an die die Steuerermäßigung anknüpfe, habe Vorrang vor dem Gebot, dass gleichartige Waren gleich zu besteuern sind (Neutralitätsgrundsatz). Im Urteil vom 21.4.2022 (V R 2/22) hat der BFH seine Rechtsprechung ausdrücklich geändert und dem Neutralitätsgrundsatz Vorrang eingeräumt. Nach dem Urteil vom 21.4.2022 müssen Holzhackschnitzel (eigentlich 19 %) wie Brennholz (7 %) besteuert werden. Wir meinen, daraus ergibt sich als Konsequenz:
Jetzt muss auch Pflanzenmilch ermäßigt besteuert werden!
Leider steht nach dem BMF-Schreiben vom 4.4.2023 zu befürchten, dass dazu der Rechtsweg beschritten werden muss. Das ist überflüssig: Der Begriff “Milch” im Umsatzsteuergesetz kann unproblematisch im normalsprachlichen Sinn ausgelegt werden und umfasst dann auch Pflanzenmilch. In der Presse, auf Wikipedia (s. die Lemmata Hafermilch, Sojamilch, Reismilch) und im Alltag wird unter “Milch” sowohl Milch tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs verstanden. Überdies sind sachliche Gründe für eine höhere Besteuerung der klima- und tierfreundlichen Pflanzenmilch nicht erkennbar und eine Ungleichbesteuerung deshalb auch verfassungsrechtlich zweifelhaft (siehe Rn. 34 des BFH-Urteils vom 21.4.2022).
Wir haben dazu folgende Fragen, zu denen wir um Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz bitten:
1. Wann war das BFH-Urteil vom 21.4.2022 Gegenstand von Besprechungen und welche Teilnehmer haben an diesen Besprechungen teilgenommen? Gibt es dazu Tagesordnungen und/oder Protokolle?
2. Gibt es und gab es im Bundesfinanzministerium Überlegungen, aus dem BFH-Urteil vom 21.4.2022 die Konsequenz zu ziehen, Pflanzenmilch ermäßigt zu besteuern? Wann und von wem wurden diese Überlegungen angestellt? Welche Aktenzeichen tragen diese Vorgänge?
3. Gibt es und gab (auch unabhängig von diesem Urteil) im Bundesfinanzministerium Überlegungen zur Reichweite der Begriffe Milch und Milchmischgetränke und/oder zur umsatzsteuerlichen Gleichstellung von Pflanzen- und Tiermilch? Wann und von wem wurden diese Überlegungen angestellt? Welche Aktenzeichen tragen diese Vorgänge?
4. Gibt es und gab es im Bundesfinanzministerium Überlegungen, dass die Ungleichbesteuerung von Pflanzen- und Tiermilch verfassungswidrig sein könnte (siehe Rn 34 des BFH-Urteils vom 21.4.2022)? Wann und von wem wurden diese Überlegungen angestellt? Welche Aktenzeichen tragen diese Vorgänge?
5. Es wird um Übersendung der Unterlagen zu den Fragen unter 1. bis 4., insbesondere der Entscheidungsvorlage und der Bearbeitungen (Zeichnungen, Änderungen) während des Postumlaufs zum BMF-Schreiben vom 4.4.2023 (III C 2 – S 7221/19/10002 :004) gebeten.
Sollte diese Anfrage wider Erwarten keine einfache Anfrage sein, bitten wir Sie darum, uns vorab den voraussichtlichen Verwaltungsaufwand sowie die voraussichtlichen Kosten für die Akteneinsicht bzw. Aktenauskunft mitzuteilen. Wir widersprechen ausdrücklich der Weitergabe unserer Daten an sonstige Dritte.
Sollten Sie den Landesverband NRW der Tierschutzpartei nicht für anspruchsberechtigt nach dem IFG halten, wird gebeten, diesen Antrag als Antrag der Unterzeichner anzusehen.
Vielen Dank für Ihre Mühe und mit tierfreundlichen Grüßen
Angelika Remiszewski Sebastian Everding
Landesvorsitzende Landesvorsitzender
Tipp: Eiskaffee mal in vegan testen!
Sommerhitze? Lust auf eine kleine Abkühlung? Viele lieben ihn nicht nur im Eiscafé, sondern auch in den heimischen vier Wänden: den Eiskaffee! Kaffee kaltstellen, Vanilleeis rein und fertig ist ein kühles Getränk bei sommerlichen Temperaturen. Viele greifen dabei jedoch noch zum Vanilleeis aus Kuhmilch, deswegen haben wir hier ein paar Gründe zusammengefasst, nächstes Mal zur pflanzlichen Alternative im Tiefkühlfach zu greifen:
- Die Tiere: Ein veganer Eiskaffee ist frei von jeglichen tierischen Bestandteilen wie Milch oder Sahne. Durch den Verzicht auf tierische Produkte setzt man der Tierausbeutung, gerade bei Milchkühen, etwas entgegen. Wusstest du beispielsweise, dass die natürliche Lebenserwartung einer Kuh bei rund 20 Jahren liegt, sich in der Intensivtierhaltung aber auf 5 Jahre reduziert?
- Deine Gesundheit: Pflanzliche Alternativen wie Hafermilch, Mandelmilch oder Sojamilch, die in veganen Eiskaffees verwendet werden, sind oft fettärmer und enthalten weniger gesättigte Fettsäuren als tierische Milchprodukte. Dies kann zu einem gesünderen Herz-Kreislauf-System beitragen und das Risiko von Krankheiten wie Herzinfarkten und Diabetes verringern.
- Die Umweltfreundlichkeit: Die Herstellung von tierischen Milchprodukten erfordert eine große Menge an Wasser, Land und Futtermitteln, was zu Umweltbelastungen wie Entwaldung, Wasserverschmutzung und Treibhausgasemissionen führt. Der Verzicht auf tierische Produkte, einschließlich Milch, trägt zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei und hilft, natürliche Ressourcen zu schonen.
- Allergiefreundlich: Veganer Eiskaffee ist auch für Menschen mit Laktoseintoleranz oder Milchallergien geeignet, da er keine Milch oder Milchbestandteile enthält. Diese Menschen können den Genuss eines cremigen Eiskaffees ohne negative gesundheitliche Auswirkungen erleben.
Egal welches Argument hier für dich den Ausschlag gibt: Probiere es doch einfach mal beim nächsten Besuch an der Tiefkühltruhe aus und bring einem Eiskaffee-Fan deiner Wahl am besten auch eine Portion mit.
Petition: Anbindehaltung beenden!
Wusstet ihr, dass in Deutschland ca. eine Million Rinder über die Wintermonate oder sogar das ganze Jahr lang angebunden gehalten werden? Dabei müssen sie am Hals fixiert an einer Stelle im Stall bleiben, können sich kaum bewegen – nicht einmal umdrehen – und kaum sozialen Kontakt zu ihren Artgenossen haben. Continue reading “Petition: Anbindehaltung beenden!”
Pflanzliche Milch erobert Deutschlands Supermarktregale
Wie u.a. die Tagesschau kürzlich berichtet hat, wurden in Deutschland im Jahr 2021 ganze 4,5% weniger Milch konsumiert – so viel (oder wenig) Milch wurde zuletzt 1991 getrunken, also vor etwa 30 Jahren! Das Bundeslandwirtschaftsministerium selbst schreibt dazu: „Das könnte an dem verstärkten Konsum von Milchersatzprodukten liegen. Diese erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.“
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CSU und Bayerischer Bauernverband wollen Verbot der Anbindehaltung stoppen
2016 wurde in Deutschland endlich das Verbot für die ganzjährige Anbindehaltung mit einer Übergangsfrist von bis zu 12 Jahren beschlossen. Aus gutem Grund wird dieses Haltungssystem seitens der Verbraucher:innen, der Molkereien, des Gesetzgebers und auch der Wissenschaft zunehmend unter Druck gesetzt – unsere Gesellschaft lehnt die Anbindehaltung insgesamt also eher ab.
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Neue Haltungskennzeichnung: Wirklich ein Fortschritt?
+++ Vierstufige Haltungsform-Kennzeichnung für Milch und Milchprodukte seit dem neuen Jahr 2022 im Einzelhandel +++
Edeka, Rewe und Co. wollen damit beginnen, Milchprodukte schrittweise nur noch mit der Haltungskennzeichnung 1,2,3 oder 4 der Initiative Tierwohl (ITW) anzubieten.
+++ Was die Haltungskennzeichnungen 1,2,3,4 konkret bedeuten +++
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Kinotipp: Butenland
“Ein Bauernhof, der zu einem Lebenshof wurde – Der ehemalige Milchbauer Jan Gerdes und die Tierschutzaktivistin Karin Mück haben mit ihrem Projekt Hof Butenland einen Ort geschaffen, an dem es keine Nutztiere mehr gibt: Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint.