Wer Tierleid zeigt, soll zahlen? Dieses Urteil ist ein Skandal!

Zwei Tierrechts-Aktivist:innen deckten auf, was in deutschen Schlachthöfen Alltag ist – und sollen nun dafür bestraft werden:
Sie filmten heimlich, wie Schweine in sogenannten Gondeln mit CO₂-Gas betäubt werden – ein grausamer Prozess, bei dem die Tiere minutenlang schreien, nach Luft ringen und panisch gegen die Gitter schlagen. Continue reading “Wer Tierleid zeigt, soll zahlen? Dieses Urteil ist ein Skandal!”

Der Schlachthofskandal von Bad Iburg und unsere Forderungen

Mit erstaunlich geringer medialer Resonanz haben die Beamten der Polizei Osnabrück und der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Landwirtschaftssachen in Oldenburg Bilanz zu den zahlreichen Verfahren um den Schlachthof in Bad Iburg gezogen, einem der größten deutschen Schlachthofskandale überhaupt (Pressemitteilung vom 19.06.2023). Sie sehen die Gerichtsurteile gegen den Schlachthofbetreiber in Bad Iburg, dessen Mitarbeiter:innen, mehrere Fahrer:innen, Milchbäuerinnen und Milchbauern und Viehhändler:innen als ausreichend an: gegen insgesamt 67 Angeklagte bislang drei Freiheitsstrafen auf Bewährung und 41 Geldstrafen. Der Schlachthof hatte sich auf kranke und verletzte Rinder aus der Massentierhaltung „spezialisiert“ und die Tiere auf grausamste Weise geschlachtet. Milchbauern konnten so ihre schwerkranken Tiere mit Gewinn loswerden: Das Fleisch wurde an Restaurants, Fleischereien und Discounter verkauft.

Das Verfahren geht auf Ermittlungen der Soko Tierschutz zurück, die in vier Wochen weit über 200 Tierschutzverstöße gerichtsfest dokumentierte. Die Soko Tierschutz spricht von zu milden Strafen.  Man könne die Haupttäter nur als Folterknechte bezeichnen, für die eine Bewährungsstrafe nicht angemessen sei.

Massive Misshandlungen sind keine „Einzelfälle“, sondern Teil des Systems. In Bad Iburg gab es Dutzende, wahrscheinlich Hunderte Mitwisser:innen.

Wir fordern deshalb:

  • eine Heraufsetzung des Strafmaßes für Tierquälerei auf fünf Jahre und in schweren, insbesondere gewerblichen Fällen auf bis zu zehn Jahre
  • eine vollständige Gewinnabschöpfung
  • die Integration des Tierschutzstrafrechts in das allgemeine Strafgesetzbuch

Der grüne Agrarminister setzt die im Koalitionsvertrag vereinbarte Heraufsetzung des Strafmaßes nicht um, weil er daran arbeitet, die Massentierhaltung „zukunftstauglich“ zu machen.

Wir meinen:

  • Leid darf keine Zukunft haben!
  • Keine Subventionen für die Viehhaltung, stattdessen Prämien für den Ausstieg aus der Tierhaltung und für die Umstellung auf tierfreie Agrarproduktion!

JETZT unterschreiben: End The Slaughter Age

Heute beginnt die Unterschriftensammlung für die Europäische Bürgerinitiative „End The Slaughter Age“ („Schluss mit der Schlachtung von Tieren“), die wir unterstützen, damit sich die EU-Kommission endlich mit deren wichtigen Forderungen beschäftigen muss!

Hier kannst Du die EBI für das Ende der Tierausbeutung und der Schlachthäuser / des Schlachtens unterschreiben:
https://eci.ec.europa.eu/025/public/#/screen/home

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„Amtliche Veterinäre schauen Tierquälereien tatenlos zu – und bleiben straffrei“

Glauben an Rechtsstaat verloren

Die Einstellung der strafrechtlichen Verfahren gegen die drei Amtsveterinäre, die bei unerträglichen Misshandlungen von Tieren im Schlachthof Tauberbischofsheim (Dank des Einsatzes von SOKO Tierschutz aufgedeckt) untätig geblieben sind, lässt uns den Glauben an unseren Rechtsstaat verlieren. Insbesondere die im u.a. Artikel angeführte Begründung der Staatsanwaltschaft ist haarsträubend.*

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Mahnwache vor Schlachthof Bamberg

Kleine Bilderserie von der Mahnwache vor dem Schlachthof in Bamberg letzten Samstag.

Herzlichen Dank allen, die vor Ort waren und bei dem naßkalten Wetter mit heftigen Windböen durchgehalten haben, um im stillem Gedenken gegen das Unrecht, dass so unendlich vielen Tieren, gerade in dieser (Weihnachts)Zeit angetan wird, zu protestieren … vllt. konnte wenigstens ein Kunde des rege besuchten Werksverkaufs erreicht werden.

Opferfest vom 11. bis 14. August: Untragbare „Ausnahmen“

Für gewöhnlich bestätigen Ausnahmen ja die Regel, was aber, wenn die „Ausnahme“ in regelmäßigen und absehbaren Intervallen wiederkehrt? Ganz einfach: dann ist die Ausnahme zur Regel mutiert!

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Peta: Pferde – von der Rennbahn ins Schlachthaus

O-Ton Peta: “Wussten Sie, dass Pferde nicht nur als „Sportgeräte“ auf Rennbahnen dienen müssen, sondern in vielen Ländern auch geschlachtet werden? Außerdem fristen viele Pferde als „Kutschpferde“ oder in Pferdeshows ein Leben geprägt von Zwang und Schmerz.

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