Warum Plastiktüten nicht in die Biotonne gehören!

In den meisten Städten und Gemeinden in NRW landen die Inhalte der Biotonnen, bestehend aus den Küchen- und Gartenabfällen vieler Haushalte, in zentralen Sammelwerken, um daraus Kompost oder Biogas herzustellen. Doch die Entsorgungsbetriebe schlagen Alarm, denn immer mehr Plastiktüten und andere „Störstoffe“ landen im Bioabfall.

Die Folgen

Zum einen erfordern die Fremdstoffe einen hohen Sortieraufwand, bei dem der gesamte Biomüll über Förderbänder geschickt und abgesiebt werden muss. Diese aufwendigen technischen Vorgänge kosten hohe Geldsummen, welche sich in stetig steigenden Abfallgebühren bemerkbar machen. Zum anderen können selbst aufwendigste Verfahren nicht garantierten, dass kleinste Plastikreste (Mikroplastik) im Kompost landen und so in der weiteren Folge auf Feldern, Äckern und dem heimischen Gemüsebeet. Der Weg in den Nahrungskreislauf und somit unserer aller Essen ist dann nicht mehr weit.

Bioplastik keine Lösung

Immer mehr Menschen nutzen Tüten aus biologisch abbaubarem Kunststoff für ihre Küchenabfälle, doch auch diese haben im Biomüll nichts verloren! In den letzten Jahren kamen immer mehr solcher Kunststoffe auf den Markt und finden vor allem in Beuteln für Bio-Abfälle ihre Verwendung. Was zunächst logisch klingt, ist jedoch ein Trugschluss, denn im Kompostier-Werk wird „kompostierbarer“ Kunststoff mitnichten zu wertvollem Kompost. Hierfür dauert der Zersetzungsprozess schlichtweg zu lang. Laut Euro-Norm müssen sich „kompostierbare“ Plastiktüten nach zwölf Wochen zersetzt haben. Aber nur zu mindestens 90 Prozent und das in Stückchen, die kleiner als zwei Millimeter sind. Erst nach sechs Monaten müssen dann 90 Prozent der Tüte komplett verschwunden sein.

Doch so viel Zeit haben die Bakterien im Kompostier-Werk nicht, denn der dort produzierte Kompost muss in vier bis maximal fünf Wochen verkaufsfertig sein. Und selbst wenn die Bakterien mehr Zeit hätten, wäre wenig gewonnen, denn die sogenannten Biokunststoffe zerfallen lediglich in Wasser und CO₂ und nicht etwa in wertvollen Humus. Sogar das Umweltbundesamt empfiehlt aus diesem Grund, kompostierbare Plastiktüten nicht zu kompostieren (auch nicht auf dem Kompost im eigenen Garten) – sondern im Restmüll zu entsorgen.

Die pragmatische Lösung

Nutzt alte Einkaufs- oder Papiertüten und gebt diese nach der Entleerung des Inhalts direkt in die, meist in der Nähe stehende, Restmülltonne – oder noch besser: Verwendet spezielle Sammelbehälter ohne Tüte und entleeren Sie den Inhalt ebenfalls direkt in die Biotonne.

(se)

Innovation statt Umweltverschmutzung!

Neben dem Ausstoß von zu vielen Treibhausgasen schadet besonders die Vermüllung der Natur unserem Planeten extrem. Vor allem die Meere leiden dabei stark unter der Masse von schlecht recycelbarem Plastik, das an allen Ecken und Enden in Umlauf gebracht wird. Wir wollen eine saubere Welt und eine saubere Zukunft!
Dafür muss der Plastikkonsum dringend stark reduziert werden. Besonders fatal ist das Plastik auf der Meeresoberfläche. Dort verhindert es die Lichtdurchlässigkeit und beeinträchtigt dadurch die Photosynthese und das Wachstum des Phytoplanktons. Diese Planktonart nimmt normalerweise fast ein Drittel des menschlich erzeugten Kohlendioxids aus der Atmosphäre auf. Wir erzeugen also nicht nur viel zu viele CO2, sondern behindern durch unseren Müll sogar noch diejenigen, die unsere Fehler ausgleichen könnten!
Und auch Mikroplastik lässt sich mittlerweile nahezu überall finden. In Lebewesen, in der Arktis, auf den Bergen, den Gletschern und ja, auch in unserem Essen. Gemäß dem Motto „Vermeiden – Verwerten – Entsorgen“ muss die Müllvermeidung daher endlich auf allen Ebenen oberste Priorität erhalten! Sie lässt sich beispielsweise durch den Ausbau von Mehrwegsystemen aller Art verbessern, wobei gleichzeitig die Akzeptanz durch den Verbraucher unerlässlich ist.
Eine Hauptverwendung von Einwegplastik sind weiterhin die Verpackungen im Supermarkt. Sind diese wirklich notwendig? Nein!
Wir wollen die Nachhaltigkeit seitens der Hersteller fördern. Wir fordern, dass nicht oder nur schwer recyclebare Verbundverpackungen sowie nicht zumindest teilweise aus recycelten Materialien bestehende Plastik-Verpackungen ab 2025 verboten werden. Gleichzeitig soll bis dahin die Entwicklung nachhaltiger bzw. zumindest besser recyclebarer und recycelter Verpackungen an Hochschulen und staatlichen Instituten gefördert werden.
Helft uns dabei, unseren Planeten plastikfrei zu machen!

Petition: Plastik ist die Pest!

Von Hannes Jaenicke

Hannes Jaenicke, der bekannte Schauspieler, Dokumentarfilmer, Buchautor, Tier- und Umweltaktivist, macht jetzt zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe mit einer Petition, die an Angela Merkel gerichtet ist, gegen Plastik mobil. Bitte verbreitet und unterzeichnet mit uns seine aktuelle Petition, denn nur gemeinsam können wir mehr erreichen.

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Mitmachaktion: Plastikfreier Juli – die Challenge

Wir möchten auf eine aktuelle Mitmachaktion aufmerksam machen. Jeder kann sich freiwillig beteiligen und schauen, wo er seinen Plastikverbrauch reduzieren kann. Das Ganze soll kein Wettbewerb sein, sondern man sollte es als persönliche Herausforderung begreifen. Gute Sache, die uns ALLE angeht im täglichen Leben!

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Wenn Müll zum gravierenden Problem für Mensch, Umwelt und Tier wird

Tod im Glas

Wir unterstützen selbstverständlich die Petition „Verbieten Sie den Verkauf von Plastikbesteck und –geschirr. Bitte unterschreiben!

Dazu eine wahre Begebenheit von Sabine Jedzig aus der Bundesgeschäftsstelle, die im allgemeinen Zusammenhang mit dem Verpackungsmüll steht, der im Alltag bei jedem*r mehr oder weniger anfällt.

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