Salamander in Gefahr – So kannst du helfen

Wie der NABU berichtet, sterben unsere Feuersalamander und Schuld ist die tödliche Salamanderpest (Bsal). Dieser Hautpilz, vermutlich durch Tierimporte aus Asien eingeschleppt, breitet sich rasant aus und führt dort, wo er nachgewiesen wird, zu einem regionalen Massensterben.

Um die Sporen nicht weiterzuverbreiten, müssen wir alle handeln: Continue reading “Salamander in Gefahr – So kannst du helfen”

Ökologische Tipps gegen Holzwurmbefall

Was im allgemeinen Sprachgebrauch als Holzwurm bezeichnet wird, sind tatsächlich gleich zwei verschiedene Holzschädlinge: der gewöhnliche Nagekäfer (Anobium punctatum) und der Hausbock (Großer Holzwurm, Hylotrupes bajulus) bzw. deren Nachwuchs. Die wurmähnlichen Larven dieser Insektenarten ernähren sich dabei ausschließlich – wie der Name schon verrät – von Holz. Obwohl sie nur wenige Millimeter groß werden, können Möbelstücke und auch tragende Balken von Wohnhäusern schwerwiegend beschädigt werden. Ist der Käfer einmal dem Larvenstadium entwachsen, bereitet er in dieser Hinsicht keinerlei Probleme mehr.

Im Kampf gegen den unerwünschten Mitbewohner sind nicht zwangsläufig Chemikalien und umweltbelastende Insektizide erforderlich, denn mit althergebrachten Hausmitteln kann viel erreicht werden.

Lebensraum und Nahrung
Gemeiner Nagekäfer und Hausbock sind in ganz Europa verbreitet. Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier in Holzspalten ab – oft dort, wo es selber aufgewachsen ist. Direkt nach dem Schlüpfen fangen die Larven an zu fressen. Die Dauer vom Schlüpfen der Larven bis zu ihrer Verpuppung hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und kann bis zu acht Jahre betragen. Die Larven fressen bis zu ihrer Verpuppung Gänge in das Holz, welche im Laufe der Jahre zur vollständigen Auflösung des Materials führen können.

Der Holzwurm befällt vor allem Gebrauchsgegenstände und Möbelstücke aus Massivholz. Seine optimalen Lebensbedingungen findet er an Orten mit einer hohen Luftfeuchtigkeit sowie mäßigen Temperaturen. Bevorzugt anzutreffen ist er vor allem in alten oder landwirtschaftlich genutzten Gebäuden.

Bei der Art des Holzes ist der Holzwurm nicht wählerisch, einzige Voraussetzung ist, dass das Holz nicht mehr lebt. In der freien Natur ernähren sie die Larven besonders gern vom jungen Holz direkt unter der Rinde, dem sogenannten Splintholz, welches besonders eiweißhaltig und daher gut für die Entwicklung der Käfer ist. Harte Laubholzarten wie Eiche oder Buche sind generell etwas weniger anfällig für den Befall als weiche Holzarten. Besonders gern mag der Holzwurm Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte und Tanne.

Erkennen des Befalls
Sobald man kleine Löcher im Holz entdeckt, sollten dieses aufmerksam auf einen potenziellen Wurmbefall untersuchen werden: Hierzu kann man ein dunkles Blatt Papier oder Pappe unter das in Verdacht stehende Holzstück legen. Findet sich nach einiger Zeit feines, weißes Holzmehl vor, so handelt es sich um einen aktiven Befall. Hier besteht jetzt dringender Handlungsbedarf.
Wichtig ist es jedoch, so einen Versuch über einen längeren Zeitraum durchzuführen, da junge Larven oftmals zwischenzeitlich mit dem Fressen pausieren. Die Würmer selber leben so gut versteckt in den Löchern, dass es eher unwahrscheinlich ist, diese selber zu Gesicht zu bekommen.

So wird man ihn wieder los:

Je eher ein Holzwurmbefall erkannt wurde, umso größer sind die Erfolgschancen. Da eine biologische Holzwurmbekämpfung besser für Mensch, Tier und Umwelt ist, sollten derartige Methoden immer die erste Wahl sein.

Tipp 1: Eicheln
Eine beliebte biologische Methode ist das Ausbringen von Eicheln rings um die Bohrlöcher. Holzwürmer werden vom Geruch magisch angezogen und verlassen das betroffene Holzstück, um sich in die Eicheln einzubohren und dort mit ihrer Mahlzeit fortzufahren. Im Anschluss können die Eicheln mitsamt den Holzwürmern in die freie Natur umziehen. Diesen Vorgang kann man so lange wiederholen, bis man keine Eicheln mit Löchern mehr findet.

Tipp 2: Zwiebeln
Als altbewährtes Hausmittel haben sich auch Zwiebeln durchgesetzt. Hier sollten die zu behandelnden Stellen mit einer aufgeschnittenen Zwiebel eingerieben werden – der Geruch soll dabei abstoßend auf Holzwürmer wirken. Dies hilft jedoch nur in der Frühphase bei wenigen erkennbaren Löchern im Holz.

Tipp 3: Essigessenz
Essig und Essigessenz sind klassische natürliches Hausmittel und gehören im Grunde in jeden Haushalt. Auch gegen Holzwürmer ist ein effektiver Einsatz möglich, wenn dieses mittels einer Spritze (gibt es kostengünstig in der Apotheke) direkt in die Holzwurmlöcher eingespritzt wird.

Tipp 4: Extreme Temperaturen
Holzwürmer mögen weder extreme Hitze noch starke Kälte, dies kann man sich bei der Bekämpfung zunutze machen: So können die Möbel oder Holzteile im Sommer in die pralle Sonne gestellt werden. Eine vorherige „Verpackung“ von betroffenen Holzstücken oder Möbeln mit einer schwarzen Folie hilft, sie noch schneller auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. Je nach Größe wäre auch eine Positionierung im Auto möglich, wenn dieses in der prallen Sonne geparkt wird.

Im Winter können die Holzteile bei zweistelligen Minusgraden nach draußen bzw. auf eine Nacht auf Balkon oder Terrasse gestellt werden.  Passt die Jahreszeit gerade nicht, können Gefrierfach, Backofen oder die Sauna helfen.

Wann Expert:innen ran muss
Sind ganze Gebäudeteile wie beispielsweise Dachstuhl oder Holzdecken von Holzwürmern befallen und können Sie mit den biologischen Bekämpfungsmaßnahmen nichts mehr retten, so sollten Sie Expert:innen zu Rate ziehen. Dieser wird mit dem Heißluftverfahren, Mikrowellen oder der besonders aggressiven Methode gegen die Holzwürmer in den sicherheitsrelevanten Teilen des Hauses vorgehen.

Batterien im Haushalt durch Akkus ersetzen!

In Heim, Garten und Büro gibt es zahlreiche Geräte, die ihre Energie aus Batterien beziehen. Während man einige noch mit einem Netzteil betreiben kann, sind bei anderen die kleinen runden Energiespeicher oftmals die einzige Möglichkeit eine Funktion zu erzeugen. Sinnvoll ist der Einsatz von wiederaufladbaren Batterien, sogenannten Akkus (Kurzform von Akkumulatoren) vor allem bei Elektrogeräten, die einen hohen Batterieverbrauch haben. Das wären zum Beispiel Taschenlampen, Radios oder Spielzeuge mit Elektroantrieb. Bei Verbrauchern wie etwa Uhren, die jahrelang mit einem Batteriesatz auskommen, ist der Tausch nicht unbedingt nötig.

Batterien sind eine teure Energiequelle

Heutzutage kommen meist Alkali-Mangan-Batterien zum Einsatz, diese haben die früher verwendeten Zink-Kohle-Batterien dank deutlich höherer Kapazität und längerer Lagermöglichkeit bereits vor Jahren vom Markt verdrängt. Würde man die Energieausbeute einer Batterie in Verbindung zum heimischen Stromanschluss setzen, so bräuchte man für 1 kWh bis zu 310 Batterien, was selbst mit Batterien aus dem Discounter einem Preis von fast 100 € pro Kilowattstunde entsprechen würde. Akkus von Markenherstellern können mit der gleichen Kapazität bis zu 1.000-mal aufgeladen werden, ersetzen so also bis zu 1.000 herkömmliche Batterien.

Der Umweltaspekt

Neben dem Kostenfaktor darf man den Nachhaltigkeitsaspekt in Bezug auf die Umwelt nicht vergessen, denn Batterien sind Sondermüll und dürfen auf keinen Fall in der Restmüll-Tonne entsorgt werden. Durch den Einsatz von Akkus spart man unzählige Wegwerf-Batterien ein, somit wird dieser Sondermüll erheblich reduziert. Außerdem werden Rohstoffe eingespart, die sonst unwiederbringlich verloren gehen würden.

Unterschiedliche Typen

Wichtig ist zunächst einmal festzuhalten, dass es für alle Standard-Batterietypen ein passendes wiederaufladbares Gegenstück im nächsten Supermarkt oder der Drogeriekette gibt. Preisunterschiede resultieren vor allem aus der Kapazität und Lebensdauer. Wiederaufladbare Batterien haben mit 1,2 Volt meist eine geringere Nennspannung als die von Standard-Batterietypen bekannten 1,5 Volt, was aber in der Praxis meist keinen Unterschied macht, da die batteriebetriebenen Geräte in der Regel auch mit geringerer Spannung arbeiten können.

Für den Fall, dass Sie nun gerne einige Batterien gegen Akkus tauschen möchten, diese aber noch nicht vollständig entleert sind, können die Batterien mit geringer Restladung auch noch bedenkenlos in Geräten einsetzen, die nur einen geringen Energiebedarf haben wie z. B. Fernbedienungen.

Ganzjahresfütterung bei Vögeln ist sinnvoll

Tierfreund:innen stellen sich regelmäßig die Frage, ob es sinnvoll oder in Zeiten von Insektensterben, industrieller Landwirtschaft und Klimawandel sogar zwingend notwendig ist, die heimische Vogelwelt bei ihrer Futtersuche zu unterstützen. Laut Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) sollte die Fütterung dabei jedoch nicht die einzige Form der Unterstützung bleiben, denn laut aktuellen Studien ist die Zahl der Vögel in der EU in den letzten 40 Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen.

Grundsätzliche Kritik

Seit jeher nehmen Gegner:innen der Fütterung den Standpunkt ein, dass dies einen unkontrollierten Eingriff in den Ablauf der Natur darstellen würde, welcher den natürlichen Ausleseprozess verhindere. Kranke und schwache Tiere würden so überleben, obwohl die Natur dies nicht vorgesehen hätte. Außerdem würden nur solche Vogelarten unterstützt, die dies nicht nötig hätten, da ihr Bestand ohnehin nicht gefährdet sei. Seltenere Arten würden dabei noch weiter zurückgedrängt.

Pro Ganzjahresfütterung

„Im Rahmen der industriellen Landwirtschaft und auch in vielen (Klein-)Gärten werden immer noch Unmengen von Pestiziden versprüht. Diese sind ein Grund für das Insektensterben, welches direkte Auswirkungen auf das Futterangebot der heimischen Vögel hat. Sterben Insekten nicht direkt, speichern sie die giftigen Chemikalien und landen so im Fettgewebe der Vögel“ so Sebastian Everding, Landesvorsitzender der Tierschutzpartei in NRW und Kandidat für die Europawahl im nächsten Jahr.

Angelika Remiszewski, ebenfalls Landesvorsitzende in NRW, ergänzt hier noch: „Vögel finden aktuell auch in der warmen Jahreszeit weniger Futter als früher. Wildkräuter, die Insekten anziehen, gehen immer stärker zurück. Schottergärten gehören in ganz NRW leider zum täglichen Bild. Auch dadurch, dass Hecken und Sträucher abgeholzt wurden, haben viele Vögel ihren Lebensraum verloren. Nicht nur in der freien Natur, auch in den Gärten werden immer noch Brutplätze und Versteckmöglichkeiten zerstört, was den Bestand aller betroffenen Vogelarten bedroht. Hier muss dringend ein Umdenken von Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern einsetzen!“

Angesichts dieser Umstände kann in den Augen der Tierschutzpartei also zusammenfassend gesehen nicht mehr von dem viel zitierten „natürlichen Ausleseprozess“ gesprochen werden, so dass eine zusätzliche Unterstützung von menschlicher Seite aus dringend geboten ist.

Besonderheiten beachten!

Die meisten Singvögel füttern ihre Jungen mit proteinreicher Insektennahrung und Zugvögel ernähren sich grundsätzlich auf dieser Basis. In den Geschäften wird jedoch meistens ein reines Körnerfutter angeboten, wovon aber lediglich Altvögel oder reine Körnerfresser wie Spatzen oder Meisten profitieren. „Besonders bedroht sind in Deutschland die reinen Insektenfresser wie beispielsweise Rotkelchen, Zaunkönig und Schwalben“ so Sebastian Everding und ergänzt „Durch die Zumischung von Insekten wie Mehlwürmer in diese Körnermischungen können Sie gezielt den Insektenfressern helfen“.

Expertinnen und Experten verweisen jedoch darauf, dass unbedingt auf die Hygiene am Futterplatz geachtet werden sollte und dieser regelmäßig gereinigt werden muss. Insgesamt ist es auch anzuraten, das Futter in sogenannten Silos anzubieten und nicht mehr in traditionellen Futterhäuschen, damit die Vögel das Futter nicht durch ihren eigenen Kot verschmutzen können. Besondere Vorsicht gilt in der Jungvogel-Periode zwischen April und Juli. Hier empfehlen Forschende grundsätzlich auf Sonnenblumenkerne, fetthaltiges Futter und getrocknete Insekten zu verzichten, da es durch diese großen Futterbrocken zu gesundheitlichen Problemen und Todesfällen bei Nestlingen kommen kann.

Erdnüsse und Erdnussbruch sollten so angeboten werden, dass sich die Vögel nur kleine Teile entnehmen können. Wichtig wäre, dass sich eine Futtergabe in dieser Jahreszeit daran orientiert, was die Natur bietet, also Insekten und feine Sämereien. Ebenfalls lang diskutiert wurde hierzulande, ob die Vögel durch Zufüttern in eine Abhängigkeit zum künstlichen Nahrungsangebot gebracht werden und sie sogar bequem werden. Bestätigt werden kann anhand von aktuellen Beobachtungen von Futterplätzen durch Forschende über einen zwölfmonatigen Zeitraum hindurch, dass keinerlei Futterabhängigkeit entsteht.

Immer auch Wasser anbieten

Grundsätzlich sollte man immer, auch im Winter, zusätzlich Schalen mit Trink- oder Badewasser anbieten. Da das ausgelegte Futter in der Regel sehr trocken ist, benötigen die Vögel viel Wasser, welches im Winter oder auch in heißen Sommern oft nur schwer erreichbar ist. Die Befürchtungen, im Winter könnte das Gefieder vereisen, wurde inzwischen durch wissenschaftliche Beobachtungen widerlegt.

In Verbindung mit der Natur treten

Gerade die Fütterung der Vögel stellt, auch für Familien und Kinder, eine hervorragende Möglichkeit dar, die Natur und vor allem die Tierwelt zu erleben. Um dem Vogelschwund jedoch wirklich entgegenzuwirken, braucht es jedoch vor allem eins: intakte naturnahe Lebensräume und Gärten!

Weitere Tipps

  • Kein Brot, Brötchen oder Essensreste verfüttern.
  • Regelmäßig in kleinen Mengen geben (idealerweise vormittags und nachmittags)
  • überschüssiges Futter nach gegebener Zeit wieder entfernen.
  • Mehrere Futterplätze geschützt anlegen und verschiedenartig gestalten.
  • Futterplätze stets sauber halten.