Dioxin-Skandal

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz verurteilt aufs Schärfste, dass Tausende von Puten, Hühnern und Schweinen notgeschlachtet und verbrannt werden sollen, weil ihnen dioxinverseuchtes Futter verabreicht wurde. Es ist eine Schande, empfindungsfähige Lebewesen wie Müll zu behandeln!

Mit diesem blinden Aktionismus, der nur zur Beruhigung der Verbraucher dient, werden maximal die Symptome einer verfehlten Agrarpolitik bekämpft, nicht aber die Ursachen. Zudem wird durch die Notschlachtung Tausender unschuldiger Tiere gegen §17 des Tierschutzgesetzes, nachdem kein Wirbeltier in Deutschland ohne vernünftigen Grund getötet werden darf, verstoßen, denn eine objektive Prüfung der Notwendigkeit dieser Maßnahmen liegt unseres Wissens nicht vor.

Futtermittel- und Fleischskandale müssen mit nachhaltigen Lösungen begegnet werden: permanente und konsequente Kontrollen und ein Verbot der industriellen „Tierfabriken“. Die optimale Lösung – für Mensch und Tier – wäre allerdings eine drastische Reduktion des Fleischkonsums oder eine Ernährungsweise ohne tierische Produkte.

Stefan Bernhard Eck
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Späte Retourkutsche für Seehofer

Bundesverfassungsgericht untersagt erneut Käfighaltung von Hühnern

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat am 02.12.2010 die von Ex-Landwirtschaftsminister Horst Seehofer propagierte Kleingruppenhaltung von Legehennen mit der Begründung, der Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz ausdrücklich untersagt. Bereits 1999 wurde durch die Verfassungsrichter die damals weit verbreitete Käfighaltung von Legehennen verboten. Dieses Urteil wurde jedoch von dem damaligen Landwirtschaftsminister Seehofer ausgehebelt, indem er die tierquälerische Käfighaltung in “Kleingruppenhaltung” umbenannte, die pro Henne 800 Quadratzentimenter Platz vorsieht. Diese Lobby-gesteuerte Verordnung trat 2006 in Kraft, wurde aber durch eine Normenkontrollklage des Landes Rheinland-Pfalz angefochten.

Protest von Vier Pfoten

Alltag auf einer ungarischen Gänsefarm: Arbeiter packen Gänse und reißen ihnen die Federn aus; immer wieder sitzen Federn zu fest, blutige Wunden sind die Folge. Die Rupfer arbeiten im Akkord und nähen die Wunden ohne Betäubung vor Ort. Panisch drängen sich die nackt gerupften Gänse in die Ecken des Raumes, rennen blind vor Angst gegen Wände. Schwer verletzte Tiere liegen sterbend in Haufen von Federn. “Mauserrupf” oder “Harvesting” nennt die Daunenindustrie diese Methode. Beschönigende Worte, die über die grausame Tierquälerei hinwegtäuschen sollen.

Über das lukrative Geschäft mit dieser Tierquälerei berichtete die ARD-Sendung “Report Mainz” am 22.11.2010 im Ersten.

Unterzeichnen Sie die Petition hier: www.secureconnect.at

Erste Erfolge zu verzeichen!

Die Firma Einig & Ristock GbR, Bettenhaus Schönwalde in Wandlitz hat in den letzen Tagen über 5.000 Protestmails erhalten. Nachdem sie den Inhalt der Mails studiert hat, kamen sie zu der Überzeugung, dass die erhobenen Vorwürfe gegenüber der Firma Böhmerwald traurigerweise wohl berechtigt sind. Das Bettenhaus Schönwalde in Wandlitz hat reagiert und alle Artikel der Firma Böhmerwald aus dem Programm genommen. Solange die geschilderten Maßnahmen nicht unterlassen werden, sollen die Artikel auch nicht wieder aufgenommen werden, so die Aussage der Geschäftsführung.

Bettenhaus Schönwalde sagt NEIN zu Tierquälerei: www.bettenklick.de

Hähnchenmast und kein Ende…

Am Sonntag, den 06.06.2010 fand erneut eine Anti-Hähnchenmastdemo in Niedersachsen statt. Diesmal war der Ort Wennigsen bei Hannover Stätte des Geschehens. Auch hier ist eine riesige Hähnchenmastanlage geplant, gegen die sich die örtliche Bürgerinitiative organisiert hat. Über 150 Menschen waren gekommen, um ihre Ablehnung zum Ausdruck zu bringen. Aus unserer Partei waren Sabine Geisler, Martin Bothe, Harald Piltz und Sabine Pankau vor Ort, um die Aktion zu unterstützen. Dieses Mal gab es sogar einen veganen Imbiss, so dass auch die Bürger, die sich der vegetarischen / veganen Ernährung noch nicht geöffnet haben, einmal in den Genuss von Nahrung ohne Tierleid kamen. Auch in Zukunft werden wir jede Bürgerinitiative unterstützen, die sich gegen die geplanten “Hähnchen” – Mastanlagen ausspricht. Für uns geht es dabei natürlich immer auch um den Kampf gegen tierquälerische Massentierhaltung im Allgemeinen.

Tierquälerei in der Massentierhaltung

Schwere Tierschutzverletzungen bei “Wiesenhof”

Dem ARD Politikmagazin REPORT MAINZ liegen Filmaufnahmen von einer Hühnerfarm im niedersächsischen Twistingen aus dem Jahr 2009 vor. Die Bilder zeigen, wie Hühner mit brutaler Gewalt getreten und geschlagen werden. Das Bildmaterial dokumentiert außerdem das brutale Verladen für den Abtransport. Dabei wurden die Hühner am Hals gepackt und gegen die Wände geworfen. Ein Tierarzt und “Nutztierexperte” äußerte sich dazu: “Da wird den Tieren massiv Schaden zugefügt. Sie brechen sich die Knochen, werden dann in diesen Käfigen mit gebrochenen Knochen transportiert. Das ist absolut illegal und ganz eindeutig ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.”

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert die Firma Wiesenhof auf, sofort die tierquälerischen Bedingungen zu beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Lesen Sie den Bericht von REPORT MAINZ: www.swr.de

Das Leiden der Legehennen ab 01.01.2010 in Käfigen geht weiter

Trotz des ab 1. Januar geltenden Verbots der herkömmlichen Legekäfige werden in Deutschland auch in Zukunft Legehennen in Drahtgitterkäfigen ihr Dasein fristen müssen. Der Tierschutzfachverband “Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung” e.V. (AGfaN) weist darauf hin, dass das von der Geflügelwirtschaft als “Kleingruppenhaltung” angepriesene System im Prinzip auch nur ein Drahtgitterkäfig ist.

Das Verbot jeglicher Käfighaltung von Legehennen wurde unter der rot-grünen Bundesregierung für den 1. Januar 2007 festgelegt. Nach dem Regierungswechsel ließ die schwarz-rote Bundesregierung den neuen Großgruppenkäfig für bis zu 60 Legehennen auf Druck der Hühnerbarone im Eilverfahren zu und verlängerte die Übergangsfrist bis 31.12.2008 und dann noch einmal bei vom Halter nicht zu verantwortenden Gründen bis zum 31.12.2009.

Weiter lesen: www.tierschutznews.ch

Amtlich gedeckte Tierquälerei im Schatten der Wohlstandsgesellschaft

Die Anfang Juli von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten aufgedeckte unsägliche Tierquälerei, die jahrelang von einer der größten Gänsezuchtanlagen Deutschlands, der Firma Schwerk in Wistede/Nordheide betrieben wurde, schreckte die bundesdeutschen Gemüter auf.

Die Dokumentation: Den Tieren wurden zu Tausenden mit Maschinen, die nur für das Rupfen toter Tiere zugelassen sind, die Daunen und Federn aus der Haut gerissen – ein kriminelles Vergehen, denn es handelt sich um einen eklatanten Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und gegen EU-Recht, welches das Rupfen lebender Gänse verbietet. In erschütternden Fotos von malträtierten Tieren wird den Bürgerinnen und Bürgern exemplarisch vor Augen geführt, was in ihrem Land möglich ist: Jahrelange, von Ämtern und Behörden gedeckte Tierschinderei. Dabei ist es fast schon gängige Praxis, dass offensichtliche Missstände schlimmster Art von den in erster Linie Verantwortlichen, den Veterinären ignoriert werden. Sie machen nur allzu oft gemeinsame Sache mit den gewissenlosen Ausbeutern sogenannter Nutztiere.

Wie üblich, wurde die Angelegenheit Schwerk – es geht ja „nur“ um Tiere – offiziell heruntergespielt, als handle es sich um ein Kavaliersdelikt. Offenbar bedarf es stets erst des Druckes aus der Bevölkerung, bis gerichtliche Instanzen ins Spiel kommen. Im Fall Schwerk ermittelt mittlerweile der Landkreis Harburg „wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz“. Der zusätzliche gravierende Verstoß gegen das betreffende EU-Gesetz darf dabei nicht „unter ferner liefen“ behandelt werden! Es muss auch endlich Schluss sein mit den läppischen Verwarngeldern, wenn es um Tiere geht!

Und wir hätten da noch einen weiteren Vorschlag: Die niedersächsische Landesregierung sollte gleich mit ins Kalkül gezogen werden, denn sie unterstützte das kriminelle Vergehen der Schwerks jahrelang mit EU-Subventionen im sechsstelligen Bereich, allein 2008 mit 165.000 Euro. Das niedersächsische Landwirtschaftministerium auf Anfrage: „Das Federrupfen bei lebenden Gänsen ist in der EU verboten“. Ja, wo sind wir denn? Man handelte also wissentlich gegen Vorschriften der Europäischen Union? Wer zieht derartige ignorante und gewissenlose Politiker zur Verantwortung?

Und noch eins: Die Daunen-Industrie, Profiteur übler Praktiken à la Schwerk, sollte den Fall zum Anlass nehmen und das Geschäftsgebaren ihrer Zulieferer zu hinterfragen. Wenn nicht, stecken sie mit Tierquälern unter einer Decke und sollten mit zur Verantwortung gezogen werden. Und die Kunden, die sich zum Beispiel wie selbstverständlich in Daunen-gefüllte Winterjacken hüllen, sollten angesichts der neuen Erkenntnisse derartige Bekleidungsstücke meiden. Es gibt genügend alternative wärmende Materialien, an denen nicht das Blut von unschuldigen Tieren klebt!

Bitte unterstützen Sie den Protest: www.vier-pfoten-protest.de

“Aus für die Hühner-Käfighaltung?”

In verschiedenen Pressebeiträgen ist augenblicklich zu lesen, das Aus für die Hühner-Käfighaltung sei beschlossene Sache. Schön wär´s, ist die spontane Reaktion angesichts dieser Behauptung! Die Wahrheit sieht leider anders aus: Wir haben es hier mit einem groß angelegten Täuschungsmanöver zu tun, denn die Hennen sind nach wie vor in nichts anderem als Käfigen zusammengepfercht, bis zu ca. 50 an der Zahl. Ein Ablenkungsmanöver übelster Art ist die Bezeichnung “Kleinvoliere” für diese Art Käfige, denn damit wird Wohlbefinden der Tiere assoziiert. Wahr ist: Die Tiere können in keiner Weise ihre arteigenen Bedürfnisse ausleben – wie auch, bei einem “Lebensraum” von etwas mehr als einer DIN-A-4-Seite pro Henne! Durch die bedrückende Enge kommt es zu Kannibalismus und Federpicken und sogar zum Töten schwächerer Leidensgenossinnen – Tatsachen, die seitens der Geflügelwirtschaft tunlichst verschwiegen werden.

An Dreistigkeit kaum zu überbieten ist in diesem Zusammenhang die Behauptung, Deutschland sei “Eu-weiter Vorreiter” beim Verbot der Käfighaltung! Wahr ist vielmehr, dass unser Nachbarland Österreich am 31. Dezember 2008 tatsächlich die Käfighaltung von Legehennen aufgegeben hat!

Es wird vermutet, dass “drastische Preiserhöhungen” angekündigt werden, weil man beabsichtigt, die betreffende Art von Käfigeiern als “tierschutzgerecht” zu deklarieren, um sie teurer in den Handel bringen zu können. Motto: Profit geht über Tier- und Verbraucherschutz! Es besteht aber Aussicht, dass den Käfig-Lobbyisten “die Suppe versalzen wird”: Etliche Handelsketten wie Aldi, Edeka, Lidl, Plus usw. haben erklärt, sie würden keine Eier mehr mit der Ziffer “3” – damit auch die aus den alternativen Käfigen – anbieten. Sollten übrigens Eier mit der Ziffer 4 in den Handel kommen, so sind sie Teil des Täuschungsmanövers!

Es liegt nun am Verbraucher, beim Kauf von Eiern wachsam zu sein und die betreffenden Handelsketten beim Wort zu nehmen!

(Mehr dazu unter http://www.tierschutzbund.de/03343.html).

Margret Giese

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

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