Wie oft sollte ich was waschen?

Ein Eisfleck auf dem sonnengelben Oberteil, ein etwas muffiges Handtuch im Badezimmer und die Sofadecke, auf der es sich mal wieder der Vierbeiner gemütlich gemacht hat – die unterschiedlichsten Textilien und eine noch viel größere Bandbreite an möglichen Verschmutzungen überfordern oftmals in Sachen Reinigung. Auch gilt es in Zeiten des Klimawandels, die möglichst umweltverträglichste Variante für ein sauberes Endergebnis zu wählen. Hier findet ihr einige wichtige Tipps:

Die Temperatur

Während die klassische „Kochwäsche“ bei 90 Grad nur noch in den wenigsten Haushalten gewählt wird, scheiden sich bei der Temperatur von 60 Grad die Geister. Fakt ist: Die Hersteller haben ihre Waschmaschinen in den letzten Jahren nicht nur energiesparender werden lassen, sondern ermöglichen dank vieler moderner Technologien auch eine vollständige Reinigung bei niedrigen Temperaturen.

So ist es in der Regel vollkommen ausreichend, die Wäsche bei Temperaturen von 30 oder 40 Grad zu waschen. Kleidungsstücke, die keine starken Verschmutzungen, sondern lediglich etwas Schweißgeruch aufweisen, werden meist sogar schon bei 20 Grad wieder sauber. Damit tun wir nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch etwas für den eigenen Geldbeutel, denn weniger Temperatur bedeutet automatisch weniger Stromverbrauch und senkt somit die Kosten. Expert:innen haben dabei berechnet: Wenn die Wäsche künftig bei 40 Grad statt bei 60 Grad gewaschen wird, entspricht dies einer Einsparung von rund 50 Prozent an Stromkosten ein. Wenn wir bei 30 Grad statt bei 60 Grad waschen, sparen wir sogar etwa 67 Prozent ein, wobei die genauen Werte natürlich je nach Modell oder Alter der Maschine variieren können.

Achtung: Je länger der Waschgang, desto günstiger für Sie und die Umwelt!

Entscheide dich wenn möglich immer für das Öko– bzw. Eco-Programm der Waschmaschine! Bei einem kurzen Waschprogramm erhitzt die Maschine die Wassertemperatur in kürzester Zeit. Dadurch wird viel mehr Energie benötigt! Das Sparprogramm dauert durch die langsamere Erwärmung des Wassers zwar länger, reinigt Ihre Wäsche jedoch gründlicher und schont den Geldbeutel. Achten auch darauf, beim jeweiligen Stromanbieter einen Ökostrom-Tarif zu buchen.

Bettwäsche

Grundsätzlich ist es vollkommen ausreichen, seine Bettwäsche alle 2 – 4 Wochen zu reinigen. Wer jedoch nachts stark schwitzt, seine Haustiere mit im Bett schlafen lässt oder gar unter einer Hausstauballergie leidet, sollte auf hier auf einen wöchentlichen Rhythmus wechseln. Dies empfiehlt sich auch in den Hitzeperioden im Sommer. Empfohlen wird eine Wäsche bei 60 Grad, um alle Bakterien abzutöten. Weichspüler sollten dabei komplett vermieden werden, da sie die Saugfähigkeit der Textilien beeinträchtigen und durch Duftstoffe im schlimmsten Fall Kopfschmerzen und Schlafstörungen verursachen können.

Handtücher & Badvorleger

Diese sollten einmal in der Woche in der Waschmaschine landen und bei 40 – 60 Grad gewaschen werden, um alle Keime abzutöten. Nach dem Gebrauch sollten Handtücher grundsätzlich so aufgehängt werden, dass sie möglichst gut trocknen können. Verwendet für die Gesichtsreinigung unbedingt ein separates Handtuch, um Unreinheiten zu vermeiden. Waschlappen und Handtücher für den Gesichtsbereich müssen ebenfalls nach wenigen Anwendungen bzw. kurzer Nutzungszeit gewaschen werden.

Geschirr- , Putz- und Spültücher

Diese Tücher sind ein wahres Schlaraffenland für Mikroorganismen und Erreger aller Art, wie unlängst erst der TÜV Süd in einer Untersuchung feststellte. Vor dem Hintergrund, dass sie ständig feucht und mit Essensresten in Kontakt sind, sollten Sie lauf den Forschenden alle 1-2 Tage ausgetauscht und bei 60 Grad gewaschen werden.

Sofakissen & Decken

Die Kissen auf dem heimischen Sofa oder gar die gemütliche Kuscheldecke wird oftmals am Waschtag vergessen. Hier raten Expertinnen und Experten alle 4-8 Wochen zu einer Reinigung. Woll- und Fleecedecken können dabei, mit den entsprechenden Schon- bzw. Wollprogrammen und einem geeigneten Feinwaschmittel direkt in der Maschine gereinigt werden können.

Schlafanzug & Nachthemd

Da diese Stoffe jede Nacht in Kontakt mit der Haut stehen und so abgestorbene Hautschuppen und Schweiß aufnehmen, sollten sie maximal fünf Nächte getragen werden und danach in die Wäsche wandern. So bilden sie kein Milieu für Bakterien und Keime.

BHs & Unterwäsche

Auch BHs werden direkt auf der Haut getragen und sollten spätestens nach 3 – 4 Einsätzen gewaschen werden. Für die Wäsche in der Maschine sollte unbedingt ein Wäschebeutel (oder Kissenbezug) verwendet werden. Als Temperatur sind maximal 30 Grad vollkommen ausreichend. Slips, Boxershorts und Co. gehören hingegen schon nach einmaliger Benutzung in die Waschmaschine.

Jeans

Auch wenn es vielleicht komisch klingen mag: Jeans sollten so wenig wie möglich gewaschen werden, denn bei jedem Waschgang wird das Gewebe unnötig strapaziert. Umso länger Sie hier auf einen Waschgang verzichten, desto besser passt sich die Hose Ihrem Körper an. Flecken können auch oftmals mit einem feuchten Lappen entfernt werden. Ein Lüften an der frischen Luft hilft bei schlechten Gerüchen.

Vorhänge & Gardinen

Hier ist in den meisten Fällen eine Wäsche 1 – 2x im Jahr vollkommen ausreichend. Wer jedoch in der Wohnung raucht oder nah an einer stark befahrenen Straße wohnt, sollte kürzere Intervalle einplanen.

Pflegetipps für die Waschmaschine

  1. Auch wenn ihr sonst mit niedrigeren Temperaturen wascht, empfiehlt es sich, mindestens einmal im Monat einen Waschgang bei 60 Grad durchzuführen. Dies verlängert die Lebensdauer der Maschine, da nur bei solchen Temperaturen Rückstände von Schmutz und Seife weggespült werden können. Dies verhindert die Bildung unangenehmer Gerüche.
  2. Die Wäsche sollte nach Abschluss des Waschvorgangs direkt aus der Maschine entnommen werden und im Anschluss Tür bzw. Deckel eine Zeitlang offenbleiben. So kann die Feuchtigkeit entweichen und es wird die Bildung von Keimen innerhalb der Waschmaschine verhindert.
  3. Das Aufnahmefach bzw. die komplette Einspülkammer für Waschmittel sollte mindestens einmal im Monat gereinigt werden. Dafür kann diese komplett entnommen werden. Notfalls gibt die mitgelieferte Anleitung hier Tipps.

(se)

Suizide betreffen auch Kinder und Jugendliche

In Deutschland kam es laut Forschenden des Universitätsklinikums Essen zu einem sprunghaften Anstieg an Suizidversuchen von Kindern und Jugendlichen am Ende des Lockdowns im Frühjahr 2021. Dies entspricht einer fast 3-fachen Zunahme der Sui­zidversuche in der Altersgruppe von 12 bis 17 Jahren im Vergleich zu den Jahren 2017 bis 2019.   Aber auch vor der Pandemie war der Suizid bei jungen Menschen statistisch gesehen stets die zweithäufigste Todesursache. Im Jahr 2021 beschrieb das Ärzteblatt die Zahlen und die damit verbundenen Schicksale als klinisch und gesellschaftlich relevantes Problem. Doch was bringt einen jungen Menschen zu der Entscheidung, das eigene Leben beenden zu wollen?

„Nicht nur erwachsene Menschen erleiden belastende Situationen oder Krisen! Bei Kindern und Jugendlichen kann beispielsweise Mobbing in der Schule, Versagen bei Prüfungen oder der Verlust von vertrauten Menschen massiv destabilisieren und zu Suizidgedanken führen“ so Steffi Linde aus dem Team der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in NRW und gibt für Eltern, Lehrer:innen und sonstige Angehörige Tipps zur Erkennung einer Suizidgefährdung: „Das Spektrum der Anzeichen ist dabei vielfältig und reicht von einem Rückzug aus dem sozialen Umfeld wie Freunden und/oder Familie, der intensiven Beschäftigung mit dem Sterben, dem unerwarteten Besuch bei Freunden und Familie über konkrete Vorbereitungen, wie etwa dem Sammeln von Tabletten, oder einen grundsätzlich steigenden Konsum von Suchtmitteln und dem Eingehen von bewussten Risiken, wie dem zu schnellen Autofahren, bis hin zu einer allgemeinen Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit und Selbsthass“.

Auch nach Suizidhandlungen prominenter Persönlichkeiten oder nach Ausstrahlung entsprechender Fernsehsendungen lässt sich laut wissenschaftlichen Studien besonders bei Jugendlichen ein Anstieg der Suizidrate feststellen. Dies bezeichnet man als Imitationseffekt, der nach dem jeweiligen Erlebnis meist bis zu zwei Wochen anhält. Auch Suizide in der Umgebung erhöhen das Risiko. Kinder und Jugendliche, die über Selbstverletzung sprechen oder einen Suizidversuch unternehmen, müssen dringend ärztlich und psychotherapeutisch behandelt werden. Jede Form von Suizidversuch muss dabei ernst genommen werden, schließlich geht einem Drittel aller vollzogenen Suizide ein entsprechender Versuch voraus, auch wenn dieser manchmal nur wenig ernst gemeint erscheint, wie etwa oberflächliche Schnitte am Handgelenk oder Einnehmen von Tabletten in nicht ausreichender Menge. Wenn die Eltern oder andere Bezugs- und Betreuungspersonen einen misslungenen Suizidversuch verharmlosen oder herunterspielen, kann dies den jungen Menschen oftmals erst recht dazu treiben, den Versuch zu wiederholen.

Die Hilfsangebote:

Kinder und Jugendtelefon („Nummer gegen Kummer“). Diese Nummer ist unter der Woche von 14 bis 20 Uhr erreichbar. Samstags besteht von 14 bis 20 Uhr das Angebot „Unter uns – Jugendliche beraten Jugendliche“, denn oftmals fällt es Betroffenen leichter, mit Gleichaltrigen zu reden. Die Nummer ist kostenlos und anonym: 116111 oder 0800/1110333
Weitere spezielle Angebote für Jugendliche gibt es über die Mail-Beratung bei www.u25-deutschland.de und bei „Freunde fürs Leben“ unter www.frnd.de

Telefonseelsorge (24 Stunden) 0800/1110111 (ev.) 0800/1110222 (kath.)
zusätzlich bietet die Telefonseelsorge für Hilfesuchende einen Chat- und eine E-Mail-Beratung an. In allen Fällen ist das Angebot anonym und kostenlos
Ein muslimisches Angebot der Seelsorge ist 24 Stunden unter der 030/443509821 erreichbar.
Ärztlich/ psychologischer Bereitschaftsdienst: 116117
In absoluten Notfällen bitte direkt die 112 anrufen.

Weitere Beratungsstellen vor Ort (auch persönliche Gesprächsangebote) findet man unter Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention www.suizidprophylaxe.de oder bei der Deutschen Depressionshilfe www.deutsche-depressionshilfe.de

(sl)

Preiserhöhungen bei Lebensmitteln oftmals nicht gerechtfertigt!

Rund 800.000 Menschen in NRW von Ernährungsarmut betroffen!

Die Verbraucherzentrale hat festgestellt, dass mehr als ein Drittel der jüngsten Preiserhöhungen bei Lebensmitteln nicht durch Produktions- und Energiekosten gerechtfertigt sind. Diese Preissteigerungen benachteiligen vor allem einkommensschwache Haushalte. Ein Beispiel dafür sind die Preise für Rapsöl, die, obwohl es keinen Mangel an Raps gibt, genauso hoch sind wie die Preise für Sonnenblumenöl. 

Es wird gefordert, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung dem Beispiel Baden-Württembergs folgt und im Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Abteilung “Markt und Ernährung” einrichtet. Diese Abteilung soll sich gezielt mit den massiv steigenden Lebensmittelpreisen, Marktmacht und Ernährungsarmut befassen. Auch die Preisgestaltung der großen Discounter soll hinterfragt werden. 


Die Verbraucherzentrale hat ebenfalls festgestellt, dass vor allem die Eigenmarken der Discounter überdurchschnittlich teurer geworden sind und dass bei vielen Lebensmitteln ähnliche oder sogar identische Preise verlangt werden. Ein Stichproben-Einkauf der SPD bei den großen Discountern hat dies bestätigt.

 

Es gibt kaum verlässliche Zahlen, wie viele Menschen in Deutschland von Ernährungsarmut betroffen sind, Schätzungen gehen von rund drei Millionen Menschen aus, davon rund 800.000 in NRW. Es wird gefordert, dass die Landesregierung intensiver mit den Tafeln und Wohlfahrtsverbänden zusammenarbeitet, um akute Hilfe zu leisten. Außerdem sollte schnellstmöglich ein kostenloses und gesundes Mittagessen in Kitas und Schulen angeboten werden. 

 
Als Landesverband NRW fordern wir vor diesem Hintergrund: 

  

  1. Einführung transparenter Preiskontrollen: Es müssen Mechanismen geschaffen werden, um Lebensmittelpreise zu überwachen und sicherzustellen, dass sie gerechtfertigt und transparent sind. Dies würde helfen, überhöhte Preise zu identifizieren und Mitnahmeeffekte* zu reduzieren. 
  2. Förderung regionaler und nachhaltiger Landwirtschaft: Wir fordern, dass lokale und ökologisch nachhaltige Lebensmittelproduzenten stärker gefördert werden. Dies wird die Abhängigkeit von großen Lebensmittelkonzernen verringern und eine gerechtere Preisgestaltung fördern. 
  3. Die Verbraucherrechte stärken: Wir fordern, dass Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor überhöhten Preisen und unfairen Geschäftspraktiken geschützt werden. Dies kann durch die Stärkung der Verbraucherzentralen und die Einführung strengerer Vorschriften für die Preisgestaltung bei Lebensmitteln erreicht werden. 
  4. Ausbau der Bildungs- und Informationsangebote: Um Verbraucher:innen in die Lage zu versetzen, informierte Entscheidungen zu treffen, fordern wir den Ausbau von Bildungs- und Informationsangeboten zu nachhaltiger Ernährung und bewusstem Lebensmittelkonsum. Dies würde dazu beitragen, ein besseres Verständnis für faire Preise und die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung zu fördern. 
  5. Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen und Tafeln: Wir setzen uns für eine verstärkte Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen und Tafeln zur Bekämpfung von Ernährungsarmut ein. Dies könnte durch die Unterstützung von Maßnahmen wie kostenloses und gesundes Essen in Kitas und Schulen sowie die Förderung von Programmen zur Lebensmittelrettung und -verteilung erreicht werden. 

 

* Ein Mitnahmeeffekt tritt auf, wenn es Gesetze gibt, die finanzielle Anreize bieten, aber auch Personen begünstigen, die diese Anreize eigentlich nicht benötigen. Angenommen, es gibt ein Gesetz, das bestimmte Leistungen nur für Arbeitslose vorsieht. Ein Mitnahmeeffekt würde dann auftreten, wenn auch Personen, die ohnehin einen Arbeitsplatz hätten, diese Leistungen in Anspruch nehmen könnten, obwohl sie sie eigentlich nicht benötigen. Mitnahmeeffekte bedeuten also, dass Personen Leistungen erhalten, die sie eigentlich nicht benötigen oder verdienen. 

(bc)

Erschütternde Zahlen zur häuslichen Gewalt

Der Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz verurteilt auf das Schärfste die zunehmende Gewalt in Partnerschaften und fordert eine entschlossene Bekämpfung dieses Problems. Die aktuellen Zahlen des Bundeskriminalamtes sind erschütternd und verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf häusliche Gewalt. Es ist inakzeptabel, dass jeden Tag 432 Fälle von Gewalt in Partnerschaften in Deutschland gemeldet werden, wobei Frauen (71 %) überwiegend die Opfer sind. Dies entspricht einem Anstieg von 8,5 Prozent zum Vorjahr. Wir stehen entschieden an der Seite der betroffenen Frauen und setzen uns für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen ein.

Wir fordern von Nordrhein-Westfalens Familienministerin Josefine Paul, dass sie sich stark macht für:

  1. Stärkere finanzielle Unterstützung von Frauenhäusern: Wir fordern eine Erhöhung der finanziellen Mittel für Frauenhäuser, um mehr Plätze für betroffene Frauen und ihre Kinder bereitzustellen. Es sollten ausreichend Ressourcen für die Unterbringung, Betreuung und Unterstützung der Opfer zur Verfügung gestellt werden.
  2.  Sensibilisierung und Prävention: Wir fordern die Durchführung von Bildungs- und Sensibilisierungsprogrammen in Schulen, Universitäten und der Gesellschaft, um häusliche Gewalt zu bekämpfen. Es ist wichtig, ein Bewusstsein für die Anzeichen von Gewalt zu schaffen und über Hilfsangebote und Unterstützungsdienste zu informieren.
  3. Stärkere Strafverfolgung von Tätern: Als Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzen wir uns für eine konsequente Strafverfolgung von Tätern häuslicher Gewalt ein. Es sollte eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt in Partnerschaften geben, und die Strafen für Täter sollten angemessen und abschreckend sein.
  4. Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten: Wir fordern eine Verbesserung der Beratungs- und Unterstützungsangebote für betroffene Frauen. Es sollten leicht zugängliche Beratungsstellen eingerichtet werden, die psychologische Unterstützung, rechtliche Beratung und Hilfe bei der Sicherung von Unterkünften bieten.
  5. Stärkere Einbeziehung von Kindern: Wir betonen die Bedeutung des Schutzes und der Unterstützung von Kindern, die Zeugen oder Opfer häuslicher Gewalt sind. Es sollten spezielle Programme und Ressourcen für Kinder in Frauenhäusern bereitgestellt werden, um ihre spezifischen Bedürfnisse zu adressieren und ihre traumatischen Erfahrungen zu bewältigen.
  6. Internationale Zusammenarbeit: Als Partei Mensch Umwelt Tierschutz befürworten wir eine verstärkte internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen häusliche Gewalt. Erfahrungen und bewährte Praktiken sollten ausgetauscht werden, um gemeinsam wirksame Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt in Partnerschaften zu entwickeln.

Diese Forderungen zeigen unseren Einsatz für den Schutz von Menschen vor häuslicher Gewalt und sollen dazu beitragen, die aktuelle Situation zu verbessern und das Bewusstsein für dieses wichtige Thema in der Gesellschaft zu stärken.

Politischer Halbjahresbericht 2023 – Stadtrat Dortmund – Teil 3

Unser Team im Stadtrat Dortmund wird durch Angelika Remiszewski (Landesvorsitzende NRW) verstärkt, diese repräsentiert unsere Partei als sachkundige Bürgerin vor allem im Schulausschuss. Über das erste Halbjahr hat sie uns folgende Zusammenfassung zur Verfügung gestellt:

16. Sitzung des Schulausschusses vom 08.02.2023

Anfrage (TOP 5.2, hier 2.3) wurde bereits am 7.12. schriftlich von mir gestellt. Da sich die Fraktion Bündnis 90/die Grünen mit einer Anmerkung eingeklinkt hatte, wurde eine nochmalige Anfrage von mir verfasst, die den Punkt 3  der Grünen einschloss.

TOP 2.3 Aufbewahrung von Tablets in Schulen
1)Gibt es Planungen seitens der Stadt Dortmund, allen Schüler*innen an den Dortmunder Schulen sichere Unterbringungsmöglichkeiten für die iPads und anderen Wertgegenständen zur Verfügung zu stellen?
2)Ist die Stadt Dortmund mit Anbietern in Verhandlungen, die sichere Schließfächer kostenlos aufstellen und dann zu geringen Kosten vermieten incl. Wartung und Versicherung der Wertgegenstände?
4) Eine erhebliche Anzahl an iPads wird derzeit in den Schulen eingesetzt, die einen nicht unerheblichen Gegenwert haben. […] Welche Aufbewahrungsmöglichkeit sieht die Stadt Dortmund für den Verbleib dieser Geräte […] vor, die auch den versicherungsrechtlichen Vorschriften gerecht werden?

TOP 3.3 Masterplan Kommunale Sicherheit in Dortmund
Es besteht Einigkeit darüber, dass der Masterplan gebraucht wird, er aber überarbeitet und deutlich verbessert werden muss. Aufgrund der Einigkeit zieht die Fraktion Linke+ ihre beiden Anträge zurück.

TOP 3.5 Neubau Stadtteil- und Bildungszentrum Wichlinghofen, hier: Anpassung der Investitionskosten
Frau Remiszewski (Linke+) zeigte sich irritiert, dass in der Vorlage zur Klimarelevanz angegeben sei, dass der Bau sich positiv auf den Klimaschutz auswirke, da der Bauantrag die Fällung von 70 Bäumen beinhaltet.

Zu TOP 4.2.1.
Dem Schulausschuss liegt folgender Zusatz-/ Ergänzungsantrag der Fraktion Linke+ vor:
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie eine kontinuierliche Zusammenarbeit der Stadt Dortmund mit anerkannten Jugendhilfeträgern aus den Stadtteilen zwecks Gewährleistung des Rechts auf Bildung für Kinder und Jugendliche ohne Schulplatz gestaltet werden kann […].

18. Sitzung des Schulausschusses vom 03.05.2023

TOP 2.2 Sachstandsbericht zum Anmeldeverfahren an den Grundschulen der Stadt Dortmund zum Schuljahr 2023/24
Frau Dresler-Döhmann (Fraktion DIE LINKE+) erkundigt sich kritisch, warum die nordstadtnahe Petri-Schule eine Eingangsklasse weniger bildet. Frau Remiszewski (Fraktion DIE LINKE +) erkundigt sich, warum die Liebiggrundschule weniger Züge habe. Herr Hagedorn erklärt, dass eine Antwort an anderer Stelle erfolge.

19. Sitzung vom 07.06.2023 (Niederschrift liegt noch nicht vor)
Habe zum TOP 4.2.1 Schulbegleitung angemerkt, dass dieses Thema die Fraktion DIE LINKE+ ja bereits im vergangenen Jahr eingebracht hätte, die Antwort der Verwaltung aber gewesen ist, dass die Gesetzeslage so sei und man das nicht ändern könne. Antwort: Das ist eine Frage der Zuständigkeit, andere Städte handhaben es anders.

Anmerkung: Anfragen/ Anträge für den Schulausschuss werden gemeinsam besprochen und beschlossen (in der Fachfraktion KiJuFa, deren Teil der Schulausschuss ist).

 

Sonstige Aktivitäten:

Neben der Tätigkeit in den Ausschüssen und der Fraktion ist die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen obligatorisch:

12.01.2023 Infoveranstaltung Zukunftsgarten (Zeche Hansa, 18.00)
21.01.: Workshop Mikropolitik (Keuning-Haus, 9.00)
25.01. Termin mit Pro Wildlife (Kongresszentrum 14.30)
01.05. Maikundgebung (Marsch zu den Westfalenhallen, 11.00)
04.05. Frauenpolitik (DSW Deggingstr., 17.00)
01.06. Termin mit Pro Wildlife (Henschel- Haus, 16.00) – Gemeinsam mit Sebastian Everding
15.06. Besuch des Familienzentrums RuFa e.V. (Huckarde 13.30) zwecks Rückmeldung für das Abstimmungsverhalten der Fraktion im Rat
19.06. Kritischer Besuch der Gesamtfraktion des Zoos Dortmund (16.00) – Gemeinsam mit Sebastian Everding

Weitere NRW-Berichte 1. Halbjahr 2023

1. AKUSW- und ABöOAB-Ausschüsse Dortmund
2. AUKV-Ausschuss Essen

Postwachstumsökonomie – Ein Wirtschaftssystem jenseits von Wachstumszwang?

Postwachstum stellt eine ökonomische Denkschule dar, die sich vom Gedanken unendlichen Wachstums verabschiedet und an dessen Stelle ein Gesundschrumpfen stellt. Der Begriff Postwachstum beschreibt – ähnlich wie sein englisches Äquivalent Degrowth – Wachstums-kritische Bewegungen und Denkweisen. Diese suchen nach Möglichkeiten eines Wirtschaftssystems, das jenseits von Wachstumszwang funktioniert. Einer der Gedanke dabei ist, dass wir unseren Konsum verringern und dementsprechend auch weniger produzieren müssen.

Warum ist ein neuer ökonomischer Ansatz überhaupt wichtig?

  1. Aus Gründen der Nachhaltigkeit: Eine Postwachstums-Ökonomie setzt auf langfristige Nachhaltigkeit anstelle kurzfristiger Profitmaximierung. Durch eine bewusste Verringerung des Ressourcenverbrauchs und eine Neuausrichtung der Wirtschaft auf menschliche Bedürfnisse statt auf grenzenloses Wachstum können wir eine gerechtere Verteilung von Ressourcen erreichen und zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen.
  2. Aus Umweltschutz-Gründen: Das gegenwärtige Wirtschaftssystem, das auf unbegrenztem Wachstum basiert, hat zu einer übermäßigen Nutzung natürlicher Ressourcen geführt und die Umweltbelastung stark erhöht. Eine Postwachstums-Ökonomie strebt nach einer Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und der Umweltauswirkungen, um die ökologischen Grenzen des Planeten zu respektieren und die natürlichen Lebensgrundlagen langfristig zu erhalten.
  3. Aufgrund der sozialen Gerechtigkeit: Das aktuelle Wirtschaftssystem verstärkt oft soziale Ungleichheiten, indem es die Reichtumskonzentration in den Händen weniger fördert. Eine PWÖ strebt eine gerechtere Verteilung von Ressourcen und Einkommen an, um soziale Gerechtigkeit zu fördern.
  4. Für eine höhere Lebensqualität: Statt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als alleinigen Maßstab für Fortschritt zu verwenden, konzentriert sich eine Postwachstums-Ökonomie auf das Wohlbefinden der Menschen. Sie legt Wert auf Faktoren wie Gesundheit, Bildung, soziale Beziehungen, Freizeit und Umweltqualität, die einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität haben.
  5. Um zu einer langfristigen Stabilität zu gelangen: Das Streben nach unbegrenztem Wachstum hat zu wirtschaftlichen Krisen, sozialen Spannungen und ökologischen Herausforderungen geführt. Der neue ökonomische Ansatz zielt darauf ab, ein stabileres und widerstandsfähigeres Wirtschaftssystem aufzubauen, das auf realistischen und nachhaltigen Grundlagen beruht und (weltweite) Krisen besser bewältigen kann.

Zwischenfazit: Insgesamt kann eine Postwachstums-Ökonomie dazu beitragen, die Grenzen des gegenwärtigen Wirtschaftsmodells zu überwinden und eine zukunftsfähige Gesellschaft aufzubauen, die ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und individuelles Wohlbefinden in Einklang bringt. Sie bietet eine Alternative zu einem ungebremsten Wachstum, das langfristig sowohl für die Menschheit als auch für den Planeten nicht nachhaltig ist.

Erforderliche politische Maßnahmen

  • Alternative Fortschritts-Indikatoren: Dazu gehören Indikatoren wie soziale Gerechtigkeit, Gesundheit, Bildung, Lebenszufriedenheit und Umweltqualität.
  • Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch: Die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und die Verringerung der Umweltauswirkungen müssen mit wirtschaftlicher Entwicklung entkoppelt werden. Effizienzsteigerungen, Technologieinnovationen und Kreislaufwirtschaftsansätze können dabei helfen, den materiellen Verbrauch zu verringern.
  • Gemeinschaftliche Ökonomie und Solidarität: Eine Post-Wachstums-Wirtschaft betont die Bedeutung von solidarischen Wirtschaftsmodellen, in denen Kooperation und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Lokale und regionale Wertschöpfungsketten, Genossenschaften, Teilhabe und Kooperation können dazu beitragen, eine gerechtere und nachhaltigere Wirtschaft aufzubauen.
  • Degrowth-Strategien: Die Idee des “Degrowth” (Degrowth bedeutet „Schrumpfung“ bzw. “Wachstumsrücknahme”) betont die Notwendigkeit einer bewussten Verringerung des Ressourcenverbrauchs und des Produktions- und Konsumniveaus, um die ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Dies kann durch eine Verringerung der Arbeitszeit, eine gerechtere Einkommensverteilung und eine Neuausrichtung der Wirtschaft auf menschliche Bedürfnisse statt auf Profitmaximierung erreicht werden.
  • Bildungspolitik: Eine Transformation hin zu einer Post-Wachstums-Wirtschaft erfordert ein grundlegendes Umdenken der Gesellschaft. Bildung, Bewusstseinsbildung und der Aufbau einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz für nachhaltige Lebensstile und alternative Wirtschaftsmodelle spielen eine zentrale Rolle.

Abschließendes Fazit: Die Erreichung einer Post-Wachstums-Wirtschaft erfordert ein umfassendes Umdenken in Bezug auf den Wert von Wachstum und den Umgang mit begrenzten Ressourcen. Es geht darum, eine Wirtschaft zu schaffen, die das Wohlbefinden der Menschen und den Schutz der Umwelt und der Tiere in den Vordergrund stellt und nachhaltige Lösungen für die aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft entwickelt. Eine Herausforderung, der wir uns als politisch Tätige stellen sollen und müssen.

Autor: Sebastian Everding

Tipp: Eiskaffee mal in vegan testen!

Sommerhitze? Lust auf eine kleine Abkühlung? Viele lieben ihn nicht nur im Eiscafé, sondern auch in den heimischen vier Wänden: den Eiskaffee! Kaffee kaltstellen, Vanilleeis rein und fertig ist ein kühles Getränk bei sommerlichen Temperaturen. Viele greifen dabei jedoch noch zum Vanilleeis aus Kuhmilch, deswegen haben wir hier ein paar Gründe zusammengefasst, nächstes Mal zur pflanzlichen Alternative im Tiefkühlfach zu greifen:

  • Die Tiere: Ein veganer Eiskaffee ist frei von jeglichen tierischen Bestandteilen wie Milch oder Sahne. Durch den Verzicht auf tierische Produkte setzt man der Tierausbeutung, gerade bei Milchkühen, etwas entgegen. Wusstest du beispielsweise, dass die natürliche Lebenserwartung einer Kuh bei rund 20 Jahren liegt, sich in der Intensivtierhaltung aber auf 5 Jahre reduziert?
  • Deine Gesundheit: Pflanzliche Alternativen wie Hafermilch, Mandelmilch oder Sojamilch, die in veganen Eiskaffees verwendet werden, sind oft fettärmer und enthalten weniger gesättigte Fettsäuren als tierische Milchprodukte. Dies kann zu einem gesünderen Herz-Kreislauf-System beitragen und das Risiko von Krankheiten wie Herzinfarkten und Diabetes verringern.
  • Die Umweltfreundlichkeit: Die Herstellung von tierischen Milchprodukten erfordert eine große Menge an Wasser, Land und Futtermitteln, was zu Umweltbelastungen wie Entwaldung, Wasserverschmutzung und Treibhausgasemissionen führt. Der Verzicht auf tierische Produkte, einschließlich Milch, trägt zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei und hilft, natürliche Ressourcen zu schonen.
  • Allergiefreundlich: Veganer Eiskaffee ist auch für Menschen mit Laktoseintoleranz oder Milchallergien geeignet, da er keine Milch oder Milchbestandteile enthält. Diese Menschen können den Genuss eines cremigen Eiskaffees ohne negative gesundheitliche Auswirkungen erleben.

Egal welches Argument hier für dich den Ausschlag gibt: Probiere es doch einfach mal beim nächsten Besuch an der Tiefkühltruhe aus und bring einem Eiskaffee-Fan deiner Wahl am besten auch eine Portion mit.

Migräne-Bewusstseins-Monat im Juni

Was ist eigentlich Migräne? Auf jeden Fall keine „Ausrede“, sondern eine (schwere) chronische Erkrankung mit hoher Dunkelziffer. Noch immer erleben Patient:innen eine Odyssee bis zur Diagnose und kämpfen viel zu häufig um die Anerkennung der Krankheit, denn Migräne ist mehr als nur Kopfschmerz. Es handelt sich dabei um eine komplexe neurologische Erkrankung, bei der Betroffene ein 3 bis 7 Mal höheres Risiko für Depressionen, Angsterkrankungen und Suizid haben als Gesunde. Nicht nur deswegen zählt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Migräne zu den am stärksten behindernden Krankheiten.

Im Juni findet der Migräne Bewusstseins Monat statt, eine wichtige Initiative zur Aufklärung und Sensibilisierung für eine Erkrankung, die leider immer noch zu oft von der Gesellschaft vernachlässigt wird. Dieser Monat bietet eine wertvolle und wichtige Gelegenheit, das Bewusstsein für die Auswirkungen und die Komplexität dieser neurologischen Erkrankung zu schärfen. Vorurteile über Migräne halten sich hartnäckig. Sie spiegeln sich in Aussagen „Klaus ist heute nicht an seinem Arbeitsplatz – hat mal wieder seine Migräne genommen“ oder auch „Migräne ist, wenn Frauen keine Lust auf Sex haben“ wider.

Migräne ist weit mehr als nur ein “gewöhnlicher” Kopfschmerz. Sie kann eine immense Belastung für die Betroffenen und deren Angehörige darstellen und ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Die Symptome reichen von intensiven Kopfschmerzen, die oft von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet werden, bis hin zu kognitiven Beeinträchtigungen, bekannt als Migräneaura. Die Anfälle können Stunden bis hin zu mehreren Tagen dauern und können sich regelmäßig oder unregelmäßig wiederholen. Trotz der beträchtlichen Anzahl von Menschen, die unter Migräne leiden, bleibt das Verständnis und die Akzeptanz in der Gesellschaft oft begrenzt. Viele Menschen, die nicht selbst von Migräne betroffen sind, können die Schwere und den Einfluss dieser Erkrankung auf das tägliche Leben nicht vollständig nachvollziehen. Dies führt häufig zu Stigmatisierung, Unverständnis und Vorurteilen. Laut Zahlen des RKI erfüllen 14,8 % der Frauen und 6,0 % der Männer die kompletten Kriterien für Migräne in Deutschland, was mehreren Millionen Menschen entspricht.

Der Migräne Bewusstseins Monat im Juni zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen und das Bewusstsein für Migräne zu schärfen. Während dieses Monats werden verschiedene Veranstaltungen, Kampagnen und Informationskampagnen durchgeführt, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Erkrankung zu lenken. Ziel ist es, das Verständnis für Migräne zu verbessern, Betroffene zu unterstützen und die Forschung zu fördern.Es ist wichtig anzuerkennen, dass Migräne eine chronische Erkrankung ist, die das Leben der Betroffenen stark beeinflusst. Arbeit, Schule bzw. Studium, soziale Interaktionen und alltägliche Aktivitäten können schwierig sein, wenn man unter Migräne leidet. Eine angemessene Unterstützung, Rücksichtnahme und Vorbeugung sind daher unerlässlich, um den Betroffenen zu helfen, mit dieser Erkrankung umzugehen und ein Leben ohne Stigmatisierung und Vorurteile zu führen.

Es ist an der Zeit, dass Migräne als ernstzunehmende Erkrankung anerkannt wird, und der Migräne Bewusstseins Monat im Juni spielt eine wichtige Rolle dabei. Indem wir das Bewusstsein für diese ernste neurologische Erkrankung schärfen, können wir dazu beitragen, die Stigmatisierung abzubauen, das Verständnis zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen und deren Angehörigen zu erhöhen. Es ist an der Zeit, dieses Thema aus dem Schatten zu holen und ihr die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie und alle Patient:innen verdienen.

Wissenswertes rund um das Thema Migräne findet man auf der Homepage der Schmerzklinik Kiel

Autor: Sebastian Everding

Dortmund pflanzt pro Kind einen Baum

In der Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen (AKUSW) am Mittwoch wurde empfohlen, künftig für alle Neugeborenen in Dortmund Bäume durch die Stadt pflanzen zu lassen. Alle Eltern der jährlich rund 5.600 neugeborenen Dortmunder Kinder sollen das Angebot erhalten, dass für ihr Baby ein Baum in Dortmund gepflanzt werden soll. Jeder dieser Bäume soll dabei eine individuelle Identifikationsnummer erhalten, die der Kindesfamilie mitsamt dem jeweiligen Standort postalisch mitgeteilt werden soll. Zusätzlich soll auch eine Integration in städtische Online- oder App-Angebote geprüft werden.

Sebastian Everding, sachkundiger Bürger für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) als Teil der Fraktion Die Linke+ begründet diese Initiative damit, dass damit die Verbundenheit aller neuen Bürgerinnen und Bürger mit der Heimatstadt und vor allem der Natur bereits ab der Geburt gestärkt werden soll. „Bäume binden Kohlenstoff und helfen damit, die Menge an klimaschädlichen CO₂ in der Erdatmosphäre zu reduzieren. Den Kohlenstoff nutzen sie für ihr Wachstum und speichern es in ihrer Holzmasse – Baum und Kind wachen dann gemeinsam in unserer Stadt heran“, so Everding und hofft auf eine Einbindung der neu gepflanzten Bäume in pädagogische Konzepte der städtischen Schulen und Kitas.

Auch die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU unterstützen den Antrag und regten eine Integration in das bereits im Juni 2021 beschlossene Konzept der sogenannten „Zukunftsbäume“ an, bei dem 5.000 Bäume pro Jahr gepflanzt werden sollen, eine Umsetzung bislang jedoch noch aussteht. Auf Basis der Anträge soll die Verwaltung nun verstärkt in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Bezirksvertretungen mögliche Baumstandorte und die Reaktivierung ungenutzter Baumscheiben prüfen sowie weitere Flächenpotenziale für Baumstandorte z. B. in Parks, auf Parkplätzen, auf Schulhöfen, Grünflächen im gesamten Stadtgebiet ermitteln.

Verantwortung übernehmen JETZT: Menschen aus Afghanistan retten!

Wir sind unendlich traurig und wütend über die Tragödie, die gerade in Afghanistan stattfindet. Es braucht jetzt sofort schnelle und unbürokratische Hilfe, für so viele Menschen wie möglich! Continue reading “Verantwortung übernehmen JETZT: Menschen aus Afghanistan retten!”