Heute ist der Welternährungstag! Wir nutzen dies als Anlass, um ein Umdenken bei der Essensversorgung in öffentlichen Einrichtungen zu fordern. Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime in Berlin sollen künftig ausschließlich gesundes, pflanzliches Essen anbieten – zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt.
Eine aktuelle Studie im Lancet Planetary Health zeigt: Die Mahlzeiten in vielen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tragen nicht zur Genesung bei, sondern gefährden durch ihren Nährstoffmangel und hohen Anteil tierischer Produkte die Gesundheit der Patient:innen [1]. Gleichzeitig belegen zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, dass eine vollwertige vegane Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebsarten deutlich senkt.
„Gesunde Ernährung darf keine Glückssache sein – schon gar nicht in Einrichtungen, die im Auftrag der öffentlichen Hand handeln“, sagt unser Landesvorsitzender Nico Poschinski. „Wer ernsthaft über Prävention und Gesundheit spricht, muss pflanzliche Ernährung in Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen zur Norm machen. Alles andere ist kurzsichtig – ethisch, gesundheitlich und ökologisch.“
Wir verweisen darauf, dass eine konsequent pflanzliche Verpflegung nicht nur dem Wohl von Menschen dient, sondern auch Leid vermeidet und enorme Umweltvorteile bietet. Tierhaltung ist einer der größten Treiber von Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbrauch – während pflanzliche Alternativen deutlich klimafreundlicher sind.
„Berlin könnte hier Vorbild sein“, so Poschinski weiter. „Eine Hauptstadt, die Verantwortung übernimmt – für Mensch, Tier und Umwelt. Wir fordern den Berliner Senat auf, den Welternährungstag zum Anlass zu nehmen, endlich mutige Schritte in der Ernährungswende zu gehen.“
[1] Vgl. Pörtner, L. M., Schlenger, L., Gabrysch, S., Lambrecht, N. J.: Dietary quality and environmental footprint of health-care foodservice: a quantitative analysis using dietary indices and lifecycle assessment data. The Lancet Planetary Health [DOI: 10.1016/j.lanplh.2025.05.004]
Tag: Schule
Diskriminierung von “Nutztieren” in Schulbüchern
Eine Studie der Universität Osnabrück zeigt: Sogenannte Nutztiere wie Kühe und Schweine werden in deutschen Biologie-Schulbüchern oft nur als Ressource für Nahrung dargestellt. Haustiere wie Hunde und Katzen hingegen erscheinen als fühlende, intelligente Wesen und Familienmitglieder. Continue reading “Diskriminierung von “Nutztieren” in Schulbüchern”
Soziale Infrastruktur in NRW immer weiter gefährdet!
Wir sehen uns in unserer Kritik an der nordrhein-westfälischen Politik bestätigt, nachdem die größte Demonstration vor dem Landtag seit Jahrzehnten nichts als warme Worte seitens der Landesregierung hervorgebracht hat. Wir sind erschüttert, wie die soziale Infrastruktur in NRW immer weiter gefährdet wird und die Menschen in unserem Bundesland unter den Folgen dieser politischen Untätigkeit leiden.
Personelle und finanzielle Engpässe in sozialen Einrichtungen sind nicht erst seit gestern ein bekanntes Problem. Schon heute erleben wir, dass Kindertagesstätten Kinder abweisen müssen, dass Eltern ihre Arbeitszeit reduzieren oder gar aufgeben müssen, weil sie die Ausfälle durch kurzfristige Ausfälle nicht mehr bewältigen können. Das ist eine massive Belastung für die Familien und eine Gefahr für die Bildung und Entwicklung unserer Kinder. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert von der Landesregierung kurzfristige Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung der Kindertagespflege. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Kita-Träger allein für den Inflationsausgleich auf rund 400 Millionen Euro sitzen bleiben.
Auch die geplante schulische Ganztagsbetreuung ab 2026 steht vor großen Problemen, obwohl der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter eine der wichtigsten Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit und Bildung unserer Kinder ist. Doch schon jetzt zeichnet sich ein dramatischer Mangel an Personal und finanzieller Unterstützung ab. Die Landesregierung muss dringend klare Vorgaben zur Finanzierung und inhaltlichen Ausrichtung dieser Betreuung machen, um Eltern und Kinder nicht weiter zu vertrösten.
Es ist höchste Zeit, dass die Politik in NRW ihrer Verantwortung gerecht wird und geeignete Maßnahmen zur Stärkung der sozialen Infrastruktur ergreift. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert eine umfassende Überprüfung der Haushaltsmittel und eine deutliche Aufstockung der finanziellen Förderung von Kindertagesstätten und der schulischen Ganztagsbetreuung. Die Menschen in NRW dürfen nicht länger unter einer untätigen Landesregierung leiden, die nur „warme Worte“ findet, während die soziale Infrastruktur zusammenbricht. Es ist Zeit für konkrete Taten zum Wohle unserer Kinder und Familien.
Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/soziales-kitas-nrw-100.html
(bc)
Politischer Halbjahresbericht 2023 – Stadtrat Dortmund – Teil 3
Unser Team im Stadtrat Dortmund wird durch Angelika Remiszewski (Landesvorsitzende NRW) verstärkt, diese repräsentiert unsere Partei als sachkundige Bürgerin vor allem im Schulausschuss. Über das erste Halbjahr hat sie uns folgende Zusammenfassung zur Verfügung gestellt:
16. Sitzung des Schulausschusses vom 08.02.2023
Anfrage (TOP 5.2, hier 2.3) wurde bereits am 7.12. schriftlich von mir gestellt. Da sich die Fraktion Bündnis 90/die Grünen mit einer Anmerkung eingeklinkt hatte, wurde eine nochmalige Anfrage von mir verfasst, die den Punkt 3 der Grünen einschloss.
TOP 2.3 Aufbewahrung von Tablets in Schulen
1)Gibt es Planungen seitens der Stadt Dortmund, allen Schüler*innen an den Dortmunder Schulen sichere Unterbringungsmöglichkeiten für die iPads und anderen Wertgegenständen zur Verfügung zu stellen?
2)Ist die Stadt Dortmund mit Anbietern in Verhandlungen, die sichere Schließfächer kostenlos aufstellen und dann zu geringen Kosten vermieten incl. Wartung und Versicherung der Wertgegenstände?
4) Eine erhebliche Anzahl an iPads wird derzeit in den Schulen eingesetzt, die einen nicht unerheblichen Gegenwert haben. […] Welche Aufbewahrungsmöglichkeit sieht die Stadt Dortmund für den Verbleib dieser Geräte […] vor, die auch den versicherungsrechtlichen Vorschriften gerecht werden?
TOP 3.3 Masterplan Kommunale Sicherheit in Dortmund
Es besteht Einigkeit darüber, dass der Masterplan gebraucht wird, er aber überarbeitet und deutlich verbessert werden muss. Aufgrund der Einigkeit zieht die Fraktion Linke+ ihre beiden Anträge zurück.
TOP 3.5 Neubau Stadtteil- und Bildungszentrum Wichlinghofen, hier: Anpassung der Investitionskosten
Frau Remiszewski (Linke+) zeigte sich irritiert, dass in der Vorlage zur Klimarelevanz angegeben sei, dass der Bau sich positiv auf den Klimaschutz auswirke, da der Bauantrag die Fällung von 70 Bäumen beinhaltet.
Zu TOP 4.2.1.
Dem Schulausschuss liegt folgender Zusatz-/ Ergänzungsantrag der Fraktion Linke+ vor:
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie eine kontinuierliche Zusammenarbeit der Stadt Dortmund mit anerkannten Jugendhilfeträgern aus den Stadtteilen zwecks Gewährleistung des Rechts auf Bildung für Kinder und Jugendliche ohne Schulplatz gestaltet werden kann […].
18. Sitzung des Schulausschusses vom 03.05.2023
TOP 2.2 Sachstandsbericht zum Anmeldeverfahren an den Grundschulen der Stadt Dortmund zum Schuljahr 2023/24
Frau Dresler-Döhmann (Fraktion DIE LINKE+) erkundigt sich kritisch, warum die nordstadtnahe Petri-Schule eine Eingangsklasse weniger bildet. Frau Remiszewski (Fraktion DIE LINKE +) erkundigt sich, warum die Liebiggrundschule weniger Züge habe. Herr Hagedorn erklärt, dass eine Antwort an anderer Stelle erfolge.
19. Sitzung vom 07.06.2023 (Niederschrift liegt noch nicht vor)
Habe zum TOP 4.2.1 Schulbegleitung angemerkt, dass dieses Thema die Fraktion DIE LINKE+ ja bereits im vergangenen Jahr eingebracht hätte, die Antwort der Verwaltung aber gewesen ist, dass die Gesetzeslage so sei und man das nicht ändern könne. Antwort: Das ist eine Frage der Zuständigkeit, andere Städte handhaben es anders.
Anmerkung: Anfragen/ Anträge für den Schulausschuss werden gemeinsam besprochen und beschlossen (in der Fachfraktion KiJuFa, deren Teil der Schulausschuss ist).
Sonstige Aktivitäten:
Neben der Tätigkeit in den Ausschüssen und der Fraktion ist die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen obligatorisch:
12.01.2023 Infoveranstaltung Zukunftsgarten (Zeche Hansa, 18.00)
21.01.: Workshop Mikropolitik (Keuning-Haus, 9.00)
25.01. Termin mit Pro Wildlife (Kongresszentrum 14.30)
01.05. Maikundgebung (Marsch zu den Westfalenhallen, 11.00)
04.05. Frauenpolitik (DSW Deggingstr., 17.00)
01.06. Termin mit Pro Wildlife (Henschel- Haus, 16.00) – Gemeinsam mit Sebastian Everding
15.06. Besuch des Familienzentrums RuFa e.V. (Huckarde 13.30) zwecks Rückmeldung für das Abstimmungsverhalten der Fraktion im Rat
19.06. Kritischer Besuch der Gesamtfraktion des Zoos Dortmund (16.00) – Gemeinsam mit Sebastian Everding
Weitere NRW-Berichte 1. Halbjahr 2023
1. AKUSW- und ABöOAB-Ausschüsse Dortmund
2. AUKV-Ausschuss Essen
U18-Wahl: Rekordergebnis von 5,65%!
Ihr wollt noch mehr gute Nachrichten? Aaaaalles klar, noch mehr gute Nachrichten!😻
Auch auf die Jugend ist nämlich mal wieder Verlass. Das amtliche Endergebnis der U18 ist da und bestätigt den Halbzeitstand: 5,65% der Jugend möchten Mensch, Umwelt und Tieren eine starke Stimme geben.
Bildung voranbringen!
Inklusion ja – aber bitte sinnvoll umgesetzt!
Am 29. August ist es in NRW wieder soweit: Kinder mit bunten Schultüten unter dem Arm, die mit strahlenden Augen und voller Neugier der Institution „Schule“ zustreben, beherrschen das Straßenbild, fröhliche Bilder von Schulanfängern und ihren Lehrerinnen und Lehrern springen uns aus der Tagespresse entgegen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt – sehnsüchtig erwartet, aber auch voller Ängste und Zweifel und Erwartungen auf allen Seiten. Auch für die LehrerInnen jedes Mal eine Herausforderung.
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SCHULE – BILDUNG – INKLUSION – Eine einzige Katastrophe
Die „Bildungsmisere“ ist wieder voll im Gespräch. Besonders im Bereich Rechtschreibung zeigen sich große Defizite. Viele Kinder sind schlecht in der Rechtschreibung, sind kaum in der Lage, einen Text mit nur wenigen Fehlern zu verfassen. Auch das fehlerfreie Abschreiben klappt häufig nicht mehr.
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