Einladung zum Workshop: Klimaschutz in Berlin weiterdenken

Hiermit laden wir euch herzlich zu einem Workshop ein, bei dem wir gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und unseren Parteimitgliedern konkrete Impulse für das gemeinsame Wahlprogramm der Tierschutzpartei und Klimaliste Berlin zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 erarbeiten möchten.

📅 Samstag, 29. November 2025
🕐 13:00 bis 17:00 Uhr (Raumöffnung ab 12:30 Uhr)
📍 Ort: Grüntaler Kiezoase, Grüntaler Straße 21, 13357 Berlin

🎯 Ziel des Workshops:
Wir möchten gemeinsam herausarbeiten, welche Maßnahmen im Bereich Klimaschutz in Berlin bereits Wirkung gezeigt haben – und wo es noch Handlungsbedarf gibt. Die Ergebnisse fließen direkt in die programmatische Arbeit für die kommende Wahl ein.

Wir freuen uns über eure Teilnahme und euren Input! Der Workshop richtet sich an Engagierte aus unseren Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen, aber es sind auch alle interessierten Berliner:innen herzlich eingeladen!
Bitte nutzt das folgende Formular für die Anmeldung – gerne auch mit mehreren Personen aus eurer Organisation: https://forms.gle/neYzH72EBoeueLg88

Klimafreundlich grillen? Für viele (noch) undenkbar – und doch so wichtig für unsere Zukunft

Erschreckend: Eine aktuelle Studie zeigt, dass Menschen, sobald sie ans Grillen denken, Tier- und Klimaschutz oft egal sind. Weder Mitgefühl mit den Tieren noch die Gefahren des Klimawandels halten sie davon ab, weiterhin viel Fleisch grillen zu wollen. – Was können wir tun? Continue reading “Klimafreundlich grillen? Für viele (noch) undenkbar – und doch so wichtig für unsere Zukunft”

Klimakiller Superreiche

Eine neue Oxfam-Analyse zeigt auf, dass die 50 reichsten Menschen in nur 90 Minuten so viel CO2 verursachen wie eine Durchschnittsperson in ihrem ganzen Leben! Luxus wie Privatjets und Yachten treiben die Emissionen enorm in die Höhe.

Statt über Bürgergeld-Einsparungen zu sprechen müssen wir die Klimaverantwortung gerecht verteilen und Lösungen wie eine Reichensteuer sowie Verbote von klimaschädlichen Luxusgütern diskutieren.

Die Welt in Gefahr – Wir brauchen mehr echten Klimaschutz!

Klima-Daten immer katastrophaler

Einem aktuellen Bericht des Focus ist der folgende Satz zu entnehmen: „Langsam aber sicher gehen den Meteorologen und Klimaforschern die Worte aus, um zu beschreiben, was auf der Welt passiert.“ Continue reading “Die Welt in Gefahr – Wir brauchen mehr echten Klimaschutz!”

SPD folgt Tierschutzpartei bei Aquathermie

NRW soll Aquathermie nutzen!

Vor drei Monaten hat die Tierschutzpartei NRW bei der Landesregierung nachgefragt, ob sich das Energieministerium mit dem Thema Aquathermie, also der Wärmegewinnung aus Abwasser beschäftigt -> Anfrage siehe hier.

Die Antwort war oberflächlich und sagte im Groben, dass die zuständigen Stellen daran arbeiten würden – konkrete Maßnahmen wurden nicht genannt.

Jetzt schlägt die SPD in dieselbe Kerbe und fordert die Landesregierung auf, die Nutzung von Aquathermie im privaten und kommunalen Bereich voranzubringen (Landtags-Drucksache 18/6852). Warum muss eine Landesregierung unter Beteiligung der Grünen eigentlich zum Klimaschutz getragen werden?

(ph)

Salz vor oder nach dem Kochen ins Nudelwasser?

Nudeln stellen aufgrund des niedrigen „Schwierigkeitsgrades“ seit vielen Jahren einen essenziellen Bestandteil von Single- und Familienküchen dar. Viele Kochbücher widersprechen sich aber bei der Frage, ob Salz schon in das kalte oder das schon kochende Nudelwasser gegeben werden sollte. Kann man hier vielleicht sogar Energiesparen und somit das Klima bei Spaghetti, Fussili und Tagliatelle schützen?

Forschende des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen beschäftigten sich wissenschaftlich mit der Frage, wann genau das Salz dem Wasser zuzugeben werden sollte. Bei der Beantwortung dieser Fragen verwiesen sie klar auf die physikalischen Gesetze: Grundsätzlich ist es so, dass wenn Wasser zum Kochen bringen soll, ein Teil der Flüssigkeit in Wasserdampf umgewandelt werden muss. Hierfür müssen möglichst viele Wassermoleküle aus ihrem Verbund mit anderen Molekülen durch Zuführung von Energie herausgelöst werden.

Wird das Salz vor der Erwärmung ins Nudelwasser gegeben, so stellen sich die Salzteilchen den Wassermolekülen zusätzlich in den Weg. Dies bedeutet in der Folge, dass es den Wassermolekülen erschwert wird, sich aus dem Verbund zu lösen. Gut gesalzenes Nudelwasser kocht dann erst etwa bei 101° Grad Celsius.

Dies wäre jedoch eine zu einfache Antwort auf die Frage, denn eine weitere Schlussfolgerung war, dass es ganz egal ist, wann das Salz hinzugefügt wird! Gibt man das Salz erst dann hinzu, wenn das Wasser bereits kocht, muss die dadurch entstehende Lösung ebenfalls auch um einen zusätzlichen Grad erhitzt werden, um weiter zu kochen.

Die Wärmeenergie, die man über den Küchenherd benötigt, ist also immer gleich, unabhängig davon, auf welchem Weg bzw. zu welchem Zeitpunkt die Salzgabe geschieht. Küchenprofis ergänzen an dieser Stelle noch den Hinweis, dass Nudeln durch Salz auch nicht viel schneller bissfest werden, jedoch etwas besser schmecken, wenn sie in gesalzenem Wasser gekocht wurden.

 

Energiespar-Tipp: Wenn das Wasser dann erstmal kocht, musst du den Herd übrigens nicht die ganze Zeit anlassen. Das ganze nennt sich dann Nudeln „passiv“ kochen und stellt eine weitere Möglichkeit, um etwas Energie zu sparen.

(se)

Anfrage nach dem IFG – Aquathermie/TEA

Durch den Landesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in NRW wurde am 11. August 2023 per Mail folgende Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) an das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf übermittelt:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
jüngst ging das Thema Aquathermie durch die Presse. Unter Aquathermie wird die Rückgewinnung und Nutzung der im Abwasser (aus Küche und Bad) enthaltenen Wärmeenergie verstanden; zur Abgrenzung von anderen Wärmegewinnungsmethoden aus Gewässern wird die gewonnene Energie auch TEA (Thermische Energie aus Abwasser) genannt. Lässt man die Wärmetauscherpumpen „rückwärts laufen“, kann die Technik auch zur Gebäudekühlung verwendet werden.

Die Technik kann in größerem Maßstab in öffentlichen Kanälen und in kleinerem Maßstab auch im Gebäude selbst eingesetzt werden. Schätzungen zufolge können mit der Technik 14 % des Gesamtverbrauchs an Gebäudeenergie eingespart werden.

Auf Ihrer Homepage finden sich dazu keine Informationen. Daher begehren wir folgende einfache Auskünfte:
1. a) Befasst sich das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie mit Aquathermie?
b) Wenn ja: Welches Referat ist dafür zuständig?
c) Wenn nein: Ist eine Befassung beabsichtigt oder in Planung?
2. a) Entfaltet das Ministerium Aktivitäten, um die Aquathermie in Kanalsystemen oder in privaten oder öffentlichen Gebäuden zu fördern (etwa mit Zuschüssen oder verbilligten Krediten)?
b) Wenn ja: Welche Aktivitäten sind dies?
c) Wenn nein: Sind solche Bemühungen zukünftig beabsichtigt oder in Planung?

Sollten Teile dieser Anfrage davon wider Erwarten keine einfache Anfrage sein, bitten wir Sie darum, uns den Teil, der als einfache Anfrage einzustufen ist, zu beantworten und uns im Übrigen vorab den voraussichtlichen Verwaltungsaufwand (Gebühren) mitzuteilen.

Wir widersprechen ausdrücklich der Weitergabe unserer Daten an sonstige Dritte.
Sollten Sie den Landesverband NRW der Tierschutzpartei (wider Erwarten und entgegen der Auffassung anderer Behörden) nicht für anspruchsberechtigt nach dem IFG halten, wird gebeten, diesen Antrag als Antrag der Unterzeichner anzusehen.

Vielen Dank für Ihre Mühe und mit tierfreundlichen Grüßen

Angelika Remiszewski                                  Sebastian Everding
Landesvorsitzende                                        Landesvorsitzender

(ph)

Dortmund bekommt ein Tiny Forest Modellprojekt

Tiny Houses – die kleine, ökologischen und übersichtlichen Häuser sind derzeit in aller Munde. Doch wenn es nach der Ratsfraktion DIE LINKE+ geht, soll es Dortmund bald auch einen Dortmund Tiny Forest geben. Einen Miniwald – und das als Modellprojekt. Der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen (AKUSW) stimmte auf der letzten Sitzung diesem Antrag zu.

Der neue Miniwald soll – wie der Name sagt – auch mini sein. Auf einer freien Fläche in Größe eines Parkplatzes oder Tennisplatzes sollen unterschiedliche Bäume gepflanzt werden. „Wir möchten die Verwaltung beauftragen, im Rahmen eines Modellprojektes einen sogenannten Tiny Forest in Dortmund zu entwickeln und zu begleiten“, erläutert Sebastian Everding von der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei), sachkundiger Bürger für die Fraktion DIE LINKE+ und stellvertretendes Mitglied im AKUSW. Sicherlich werde sich irgendwo ein kleines Stück Land finden lassen, dessen Boden eine ökologische Aufwertung vertragen könne.

Ziel der Fraktion DIE LINKE+ ist es, ein kleines zusätzliches, artenreiches und vor allem ökologisch wertvolles Fleckchen Grün in die City zu holen – das noch einen attraktiven Nebeneffekt hat. Im Gegensatz zu einer Wiese oder einer Blumensäule kann ein einzelner Baum im heißen Sommer so viel Kühlung spenden wie 10 Standard-Klimageräte. Hinzu kommt die Klimaverbesserung – wenn auch nur im Kleinen. Das Bundesumweltamt jedenfalls bewertet Tiny Forests positiv wegen der günstigen Auswirkungen auf die Klimaresilienz von Großstädten. Laut dieser Behörde kostet es etwa 100 Euro pro Quadratmeter, einen Tiny Forrest zu errichten.

In Darmstadt gibt s schon einen, in Eberswalde auch. Doch die meisten Tiny Forests stehen bislang in den Niederladen, in Belgien und vor allem in Asien. „Tiny Forests gehen auf Forschungen des japanischen Ökologen Akira Miyawaki zurück, der sich bereits in den 1970er-Jahren mit der Waldentwicklung und Begrünung von Großstädten beschäftigte“, erläutert Sebastian Everding. „Miyawakis Ideen wurden von dem indischen Öko-Unternehmer Shubhendu Sharma aufgegriffen, der als Erster kleine verdichtete Stadtwälder auf degradierten Böden pflanzte. Seit den 2010er-Jahren verbreitet sich diese Idee auch mehr und mehr in Europa.“ Charakteristisch für Tiny Forest seien ihre kleine Grundfläche und die zunächst dichte Bepflanzung von zwei bis sieben Bäumen je Quadratmeter, erklärt Everding. „Nach der Stabilisierung sollen durchschnittlich 0,5 bis 2,5 Bäume auf einem Quadratmeter stehen.“

Warum lustige Katzenvideos auch Einfluss auf das Klima haben

Die Wartezeit auf Bus und Bahn mit der neuesten Folge der Lieblingsserie verkürzen, das Wetter für das kommende Wochenende und den Kontostand mittels App checken oder eben schnell den YouTube-Link zum putzigen Katzenvideo in diverse WhatsApp-Gruppen schicken. Während den meisten Nutzer:innen bewusst ist, wie wichtig es ist, Plastik zu vermeiden oder welche Vorteile ein Verzicht auf unnötige Autofahrten für den Klimaschutz haben kann, ist der Anteil des alltäglichen Smartphone-Einsatzes dabei oft nicht im Fokus. Nach aktuellen Studien entfallen auf Online-Anwendungen bereits bis zu 3,7 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen und die Prognosen für das Jahr 2030 gehen weit in den zweistelligen Prozentbereich, denn jeder Film- oder Serien-Stream, jede Suchanfrage und jede Videokonferenz landen auf dem Zähler.

Immer mehr Ressourcen…

In den letzten Jahren kam es zu einem drastischen Anstieg der erforderlichen Ressourcen, Datenmengen und dem daraus resultierendem Energiebedarf. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Zunächst einmal stieg die Anzahl der weltweiten Endgeräte von vier Milliarden im Jahr 2017 auf 5,5 Milliarden im Jahr 2020 kontinuierlich an. Aber auch die Produktion von Smartphones, Tablets, Smartwatches und Co. erfordert durch immer aufwendigere Features wie größere Displays und immer leistungsstärkere Akkus, stetig mehr seltene Rohstoffe.

Auf der anderen Seite steht laut den Forschenden des französischen Thinktanks „The Shift Project“ ein sich stark wandelndes Nutzungsverhalten: Mobiles Surfen wird dank LTE und demnächst 5G immer schneller und zugleich günstiger. So verwundert es wenig, dass sich das durchschnittliche monatliche Datenvolumen in Deutschland in den letzten zehn Jahren von 0,027 auf 2,5 Gigabyte verhundertfacht hat.

Zudem werden Videoinhalte immer hochauflösender und dadurch natürlich auch deutlich attraktiver, was dazu geführt hat, dass die bewegten Bilder inzwischen 69 Prozent des weltweiten Internetverkehrs ausmachen, mit stetig steigender Tendenz. Laut den Aktivist:innen des Shift-Projects verursachen Streamingdienste inzwischen alleine einen Ausstoß von 300 Millionen Tonnen CO₂ im Jahr, was in etwa einem Prozent aller globalen Emissionen entspricht. Heruntergebrochen bedeutet es, dass zwei Stunden Netflix in HD-Qualität so viel Strom verbraucht wie ein Backofen. In den Bereich Streaming werden neben den Marktführern Netflix, Amazon Prime und Disney+ auch YouTube und diverse Seiten der „Erwachsenen-Unterhaltung“ mit eingerechnet.

Aber auch andere Internetanwendungen benötigen Energie – So beziffert Google den Wert pro Suchanfrage mit 0,3 Wattstunden. Der Konzern selbst verbraucht laut eigenen Angaben derzeit 5,7 Terrawattstunden pro Jahr, was dem Energiebedarf einer amerikanischen Großstadt entspricht. Viele Internetkonzerne werben zwar damit, dass sie für ihre großen Serveranlagen Wind- und Sonnenenergie als Stromquellen nutzen – Jedoch würde die komplette weltweite Ökostromproduktion derzeit noch nicht ausreichen, um den Energiehunger der Internet- und Mobilfunkanbieter zu decken. Wissenschaftler des Shift-Thinktanks rufen aus diesem Grund zu einer „digitalen Mäßigung“ auf.

Individueller Blickwinkel

Zurück zu Katzenvideos und Co. sehen viele Nutzer:innen in Sachen Energieverbrauch meist nur den dauerhaft schwindenden Akku der Hosentaschen-Endgeräte, jedoch nicht die gesamte dafür erforderliche Infrastruktur, die es letztendlich erst ermöglicht, bei YouTube die putzige Katze zu zeigen, die vom Sofa purzelt. Das ganze Internet ist eben mehr als nur der Smartphone-Akku, denn es kommt die Energie dazu, die benötigt wird um Handy, Tablet und Co zu produzieren, der Strombedarf der Anbieter wie YouTube und Google, der jeweilige Mobilfunkbetreiber und zigtausende Funkmasten. Den gesamten Stromverbrauch des Internets geben die Forschenden des Shift-Projektes 2019 mit mehr als 3600 Terawattstunden (TWh) pro Jahr an, was einem fast 1000 TWh höheren Stromverbrauch als ganz Deutschland entspricht. Und während auf allen Gebieten versucht wird, den Energieverbrauch und damit die Kohlendioxidemissionen zu verringern, schätzen sie, dass es hier jedes Jahr rund neun Prozent mehr werden.

Was kann man selber (und auch die Politik) tun?

Wie bei vielen Dingen rund um den Umwelt- und Klimaschutz können auch viele kleine Dinge in der Folge großes bewirken, was in einer Veränderung des Verhaltens beginnen kann: Müssen wirklich alle Dateien in einer Cloud gespeichert werden oder reicht auch die lokale Festplatte? Kann ich vielleicht uralte Mails aus dem Speicher des Postfachs löschen? Können vielleicht Newsletter abbestellt werden, die man eh nie liest? Muss die Serie wirklich „zwischendurch“ online gestreamt werden oder doch lieber entspannt zu Hause auf dem Sofa im WLAN?

Grundsätzlich müssen mündige Internet-Nutzer:innen für dich festhalten, dass der Zugang zum World Wide Web über das Mobilfunknetz deutlich mehr Strom benötigt, als über das heimische Kabel. Expert:innen gehen hier sogar von einem bis zu 23x höheren Energiebedarf aus und je höher die verfügbare Geschwindigkeit unterwegs ist, umso geringer das Bedürfnis, zu Hause das WLAN nutzen zu wollen. Vor diesem Hintergrund fordern einige Wissenschaftler*innen Geschwindigkeitslimits oder zumindest Begrenzungen des Datenvolumens für das Streaming, um das mobile Internet so wieder mehr zu einem Text- und Bildmedium zu machen.

Zusammenfassend gesehen ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht entschieden, ob sich das (mobile) Internetwachstum weiter zum Klimakiller entwickeln wird, oder ob es durch politisches Eingreifen eine Koexistenz von Katzenvideos in Einklang mit der Begrenzung der Erderwärmung geben kann. Unsere Partei steht dabei für eine Maximierung der Klimaschutzbemühungen, denn er bedroht nachweislich die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen!

Praktische Tipps

Ein kompletter Verzicht auf mobile Endgeräte wäre natürlich unrealistisch, aber nehmt vielleicht den Erwerb eines gebrauchten Modells (werden oft als „refurbished“ bezeichnet) in Betracht. Dies spart neben Geld enorme Ressourcen und viele der nur begrenzt vorhandene Rohstoffe (z. B. seltene Erden). Achtet alternativ auch auf Hersteller, die eine gute Reparaturfähigkeit ihrer Geräte ermöglichen. Im Internet findet sich beispielsweise ein Smartphone Reparierbarkeits-Index. Wer außerhalb der eigenen vier Wände ein Video streamen möchte, sollte die Qualität herunterschrauben, denn auf dem vergleichsweise kleinen Bildschirm muss es nicht unbedingt HD oder gar 4K sein. Viele öffentlich zugängliche WLAN-Hotspots wie z. B. Freifunk ermöglichen ebenfalls einen klimafreundlicheren Netzzugang als über die Datennetze der Mobilfunkanbieter.

 

Autor: Sebastian Everding

Dortmund pflanzt pro Kind einen Baum

In der Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen (AKUSW) am Mittwoch wurde empfohlen, künftig für alle Neugeborenen in Dortmund Bäume durch die Stadt pflanzen zu lassen. Alle Eltern der jährlich rund 5.600 neugeborenen Dortmunder Kinder sollen das Angebot erhalten, dass für ihr Baby ein Baum in Dortmund gepflanzt werden soll. Jeder dieser Bäume soll dabei eine individuelle Identifikationsnummer erhalten, die der Kindesfamilie mitsamt dem jeweiligen Standort postalisch mitgeteilt werden soll. Zusätzlich soll auch eine Integration in städtische Online- oder App-Angebote geprüft werden.

Sebastian Everding, sachkundiger Bürger für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) als Teil der Fraktion Die Linke+ begründet diese Initiative damit, dass damit die Verbundenheit aller neuen Bürgerinnen und Bürger mit der Heimatstadt und vor allem der Natur bereits ab der Geburt gestärkt werden soll. „Bäume binden Kohlenstoff und helfen damit, die Menge an klimaschädlichen CO₂ in der Erdatmosphäre zu reduzieren. Den Kohlenstoff nutzen sie für ihr Wachstum und speichern es in ihrer Holzmasse – Baum und Kind wachen dann gemeinsam in unserer Stadt heran“, so Everding und hofft auf eine Einbindung der neu gepflanzten Bäume in pädagogische Konzepte der städtischen Schulen und Kitas.

Auch die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU unterstützen den Antrag und regten eine Integration in das bereits im Juni 2021 beschlossene Konzept der sogenannten „Zukunftsbäume“ an, bei dem 5.000 Bäume pro Jahr gepflanzt werden sollen, eine Umsetzung bislang jedoch noch aussteht. Auf Basis der Anträge soll die Verwaltung nun verstärkt in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Bezirksvertretungen mögliche Baumstandorte und die Reaktivierung ungenutzter Baumscheiben prüfen sowie weitere Flächenpotenziale für Baumstandorte z. B. in Parks, auf Parkplätzen, auf Schulhöfen, Grünflächen im gesamten Stadtgebiet ermitteln.