Praktikant Tim – Halbzeitanalyse!

Hier ist nochmals Tim, der Praktikant, welcher sich hier schon vor vier Wochen vorgestellt und einige Erwartungen sowie Vorfreude mitgebracht hatte. Einen Monat später kann ich sagen: Es gibt viel zu tun, auch für jemanden, der „bloß“ Praktikant ist. 

Damit meine ich, dass ich hautnah Kommunal- und Landespolitik erleben und mitgestalten durfte. Politische Arbeit ist ein sowohl alltägliches als auch langfristiges Geschäft, was Kraft und Zeit erfordert. In Stadträten und Ausschüssen gibt es Pläne, die weit in die Zukunft reichen, aber auch Probleme, die direkt angegangen werden müssen und können.  

Die bisherige Vielfalt an Aufgaben ist wirklich bemerkenswert: Recherchieren und wissenschaftliche Analysen zu diversen Themen, das Verfassen von Texten sowie das Erstellen von Social-Media-Beiträgen. Aber auch, wie beispielsweise oben auf dem Bild zu sehen, Arbeit in Präsenz. Ich durfte nämlich — neben Fraktionssitzungen und Ausschüssen — auch bei einem Stand der Biogartenmesse in Wiesbaden behilflich sein. Dort wurden etliche Gespräche mit Personen aus unterschiedlichsten Richtungen geführt, politische Standpunkte erläutert und verteidigt und ich bekam somit einen direkten Einblick in kommunikatives Arbeiten, zusammen mit Saskia Böhm-Fritz, Schatzmeisterin im Landesverband Hessen und Alexander Fritz, 2. Vorsitzender im Landesverband Hessen (v.l.n.r). Außerdem konnte ich in einigen Bereichen bei der Vorbereitung auf die Landtagswahlen in Hessen mitwirken und auch in NRW bei der Inventarisierung von Wahlkampfmaterial einen Beitrag leisten. 

Dementsprechend blicke ich vorfreudig auf die nächste vier Wochen, von denen ich schon weiß, dass sie neben inzwischen üblichen interessanten Aufgaben auch wieder besondere Momente mit sich bringen werden, etwa Präsenztermine beim CSD in Dortmund oder auch bei der Greenworld in Köln. 

In diesem Sinne euch allen einen schönen September! 

Tim 

Warum wir uns nicht nur mit Tier-Themen beschäftigen?!

Als Tierschutzpartei werden wir häufig damit konfrontiert, warum wir uns nicht unserem Namen nach auf das Thema Tierschutz fokussieren, sondern uns ebenso mit anderen Themengebieten befassen. Die meisten kennen uns zwar unter diesem (Kurz-)Namen, unsere vollständige Bezeichnung d. h. unser Parteiname lautet allerdings Partei Mensch Umwelt Tierschutz. Continue reading “Warum wir uns nicht nur mit Tier-Themen beschäftigen?!”

Stoppt die Exoten-Krise in unseren Tierheimen!

Wer in der Vergangenheit mal ein Tierheim von innen gesehen hat, der weiß: Das hier ist nicht der Amazonas-Regenwald, die Gobi-Wüste oder die Everglades. Drum sollte es verwundern, wenn einem im Tierheim um die Ecke Schlangen, Reptilien und etliche Schildkröten entgegenkommen. 

Die Coronapandemie hat Tierheime auch hierzulande immens getroffen: zu viele Tiere, zu wenig Personal, Geld- sowie Platzmangel. Neben dem Großteil an ab- oder gar zurückgegebenen Hunden und Katzen steht im Schatten dessen eine andere Gruppe, nämlich die Exoten. Exotische Tiere sind zwar kleiner als ihre vierbeinigen, flauschigen Mitbewohner, benötigen aber nicht weniger Aufwand. Ein häufiger Grund dafür, dass die Exoten gerade in der Pandemiezeit  und damit auch in einer Zeit steigender Preise in Tierheimen landen, sind die anspruchsvollen Haltungskosten. In von Selbstdisziplin geprägten Sparmaßnahmen, gestützt von heißem Tee und Kuschelsocken, scheint die Instandhaltung des feucht-warmen Paradieses für die extravaganten Hausbewohner absurd und untragbar. Also heißt es auch da ‘Sparen, wo man kann’, das Tier muss leider ausziehen. Und so werden die kostspieligen Anliegen als im Grunde nicht zu stemmende Belastungen an die Tierheime weitergegeben, wo meist unter Vollauslastung versucht wird, Räumlichkeiten, Platz und Personal für die neuen Bewohner zu organisieren, die gerne weiter in ihrer bis zu 30 °C Oase leben wollen und müssen. 

Eine äußerst belastende Geschichte, gerade auch weil hinzukommt, dass die Kleintiere mit ihren besonderen Bedürfnissen erheblich länger dort verweilen als die kleinen süßen Hundewelpen im Nachbarzimmer.  

Außerdem, wer den Begriff „Exoten“ hört, denkt zwar vermutlich eher an Amphibien und Reptilien, exotisch sind jedoch auch Hunderassen, wie beispielsweise der Kangal, eine türkische Herdenschutzhundrasse. Nicht nur die kleinen Begleiter haben hohe Ansprüche, auch gewisse Hunde benötigen eigentlich speziellere Behandlungen, die allerdings kaum in Tierheimen beachtet werden können. 

Klar ist also: Die infrastrukturellen und geldlichen Anforderungen an Tierheime sind mit Blick auf die Exoten-Krise offengelegt. Eine aus unserer Sicht vollends unnötige Strapazierung für Mensch und Tier, die es zu beenden gilt. Eine wirklich symbiotische Beziehung, etwa zwischen Mensch und Hund – auch hier müssen bestimmte Bedingungen notwendig eingehalten werden –, von welcher beide profitieren, ist dem Einsperren von exotischen Lebewesen definitiv vorzuziehen. Die Haltung dessen gilt es zu unterbinden. Exoten gehören in die Natur oder notfalls in professionelle Hände, wo zu ihrem Wohl gehandelt wird und nicht zum Interesse schaulustiger Privatpersonen. 

(tk)

Zur Flüchtlingsdiskussion in NRW

Als Partei, die sich für Mensch, Umwelt und Tierschutz einsetzt, ist es uns wichtig, eine humane und nachhaltige Lösung für die Flüchtlingsdiskussion in Nordrhein-Westfalen zu finden. Wir glauben fest daran, dass Mitgefühl, Solidarität und respektvoller Umgang mit Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, im Mittelpunkt stehen müssen.

Wir setzen uns nicht nur für den Schutz von Tier und Umwelt ein, sondern für die Rechte und Würde jedes Individuums. Deshalb betrachten wir die Flüchtlingsthematik als eine humanitäre Angelegenheit, die eine umsichtige und integrative Herangehensweise erfordert.

Nordrhein-Westfalen, als einwohnerreichstes Bundesland, trägt eine besondere Verantwortung, Flüchtlingen Schutz und Perspektiven zu bieten. Dabei setzen wir uns für folgende Punkte ein:

  1. Menschenwürdige Unterbringung und Versorgung: Wir fordern eine angemessene, würdevolle Unterbringung von Geflüchteten. Dies beinhaltet auch Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und sozialer Integration.
  2. Integration und Teilhabe: Wir möchten, dass Flüchtlinge die Möglichkeit erhalten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Dazu braucht es Zugang zu Bildung, möglichkeiten Geflüchtete schnell auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren, und Teilhabe an kulturellen Aktivitäten. Integration ist ein gegenseitiger Prozess, von dem sowohl die Flüchtlinge als auch die Gesellschaft als Ganzes profitieren kann.
  3. Schutz vor Diskriminierung: Wir stellen uns vehement gegen jede Form von Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Geflüchtete müssen in Nordrhein-Westfalen ohne Angst vor Hass, Angriffen oder Vorurteilen leben können.
  4. Europäische Zusammenarbeit: Wir fordern eine solidarische Verteilung von Flüchtlingen auf europäischer Ebene. Nordrhein-Westfalen muss dabei eine Vorreiterrolle übernehmen, indem es sich für eine gerechte Verteilung und gemeinsame Lösungsansätze einsetzt.
  5. Umwelt- und Klimaschutz: Wir sehen die Zusammenhänge zwischen Umweltveränderungen, Konflikten und Migration. Wir fordern deshalb eine konsequente Umweltpolitik, um Fluchtursachen zu minimieren.

NRW muss ein Ort sein, an dem Mitgefühl, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen. Wir sind überzeugt, dass eine gut durchdachte und menschliche Herangehensweise an die Flüchtlingsfrage sowohl den Flüchtlingen als auch der gesamten Gesellschaft zugutekommen wird.

(bc)

Analyse der Verkehrssituation – Was läuft verkehrt?

Wenn wir allgemeinsprachlich von „Verkehr“ sprechen, beziehen wir uns meistens auf den Automobilverkehr. Erst einmal beschreibt Verkehr allgemein die Beförderung von Lebewesen oder Gegenständen auf – nicht unbedingt extra dafür angelegten, aber – etablierten Wegen. Verkehr gab es schon immer und Verkehrspolitik ist deswegen eigentlich nicht gleich Automobilpolitik und sollte es nicht sein. Leider wird sie aktuell aber als genau das verstanden.

Immerhin standen das Auto und der Ausbau von Automobilverkehr politisch und gesellschaftlich noch nie so sehr im Fokus wie heute. Wird von Mobilität gesprochen, ist meistens automobile Mobilität gemeint, wird von Infrastruktur gesprochen, ist meistens das Straßennetz gemeint. Bedauerlicherweise bringt uns die weitgehend auf den individuellen Autoverkehr ausgelegte Mobilität bei einem kontinuierlichen Ausbau des Straßennetzes jedoch immer häufiger an unsere Grenzen. Schauen wir aber einmal genauer hin, was Automobilverkehr überhaupt ist, wie er heute aussieht und was die besagten Grenzen und Probleme sind. Im ersten Schritt kann beim Automobilverkehr zwischen reinem Transport, Individual- und öffentlichem Personenverkehr unterschieden werden.

Transportverkehr

Beim Transportverkehr werden, wie der Name schon sagt, vor allem großflächig Gegenstände und Lebewesen transportiert. Vor allem geschieht dies mit LKW, also Lastkraftwagen. Laut Auswertung des Statistischen Bundesamtes wurde so im Jahr 2021 circa 79,47 Prozent des gesamten deutschen Güterverkehrs im Straßenverkehr abgewickelt. Im Vergleich dazu fand im Jahr 2021 gerade einmal 8,36 Prozent des Güterverkehrs auf den Schienen statt.

Leider sind LWKs fast immer mit Dieselmotoren ausgestattet. Das betrifft laut Statista immerhin 3,4 von 3,6 Millionen in Deutschland zugelassene LKW. Dass entsprechende, durch Diesel verursachte Abgase der Umwelt enorm schaden, dürfte heute allgemein bekannt sein. Aber auch Lärm, Gummi, das durch die Abnutzung von Reifen freigesetzt wird und ins Grundwasser gelangt und der Verbrauch von nachhaltigen Ressourcen wie Öl stellen ernstzunehmende Probleme dar.

Überlastetes Güterverkehrsnetz in NRW

In Nordrhein-Westfalen leidet besonders die Metropolregion Rhein-Ruhr unter dem regen Güterverkehr. Aktuell (Ende 2023) wird der Neubau der Autobahnbrücke Neuenkamp, die A40 bei Duisburg über den Rhein führt, fertiggestellt. Täglich wurde sie von circa 100.000 Kraftfahrzeugen genutzt wird, war ursprünglich aber nur für 30.000 ausgelegt. In den vergangenen Jahren wurden laut Land NRW zudem täglich circa 50 rechtswidrig überladene LKW beim Überqueren der Rheinbrücke aus dem Verkehr gezogen. Doch bleibt es nicht bei diesem einen Neubau: Eine zweite, parallel verlaufende Brücke mit vier weiteren Spuren pro Fahrtrichtung soll bis 2026 fertiggestellt werden.

Öffentlicher Personalverkehr

Doch nicht nur Waren und sogenannte Nutztiere müssen transportiert werden. Auch wir Menschen haben das Bedürfnis, den Wunsch oder die Pflicht, motorisiert an Orte zu reisen, die wir nicht oder nur schwer zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen könnten. Diese Art der Fortbewegung ist eine wichtige Voraussetzung für Arbeit, Bildung, Versorgung und Freizeitgestaltung. Als ÖPNV (öffentlichen Personennahverkehr) versteht man Verkehr, der dazu konzipiert ist, ganze Menschengruppen gezielt zu transportieren. Beliebte Verkehrsmittel sind Bus und Bahn, unter anderem Eisenbahn und Straßenbahn.

Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die nachhaltigste Art, voranzukommen, jedoch nicht immer gut oder überhaupt möglich. Leider sind Bus- und Schienennetze nämlich in zum Teil mangelhaftem Zustand und eine zeitnahe Ausbesserung scheint nicht in Sicht. Laut Lothar Ebbers vom Fahrgastverband Pro Bahn NRW ist die Situationen der Bahn besonders in Nordrhein-Westfalen brenzlich: „Wir haben hier fünfmal mehr technische Störungen als etwa in den Niederlanden.“ Insbesondere Köln in geraten so Züge regelmäßig ins Stocken. Die Bahn will in NRW zwei Milliarden Euro investieren, doch ob das die Probleme der kaputt gesparten Bahn auch tatsächlich beheben wird, sind unklar.

Motorisierter Individualverkehr

Beim motorisierten Individualverkehr (MIV) wird in der Regel kein Fremdgut transportiert, er dient primär der individuell gestalteten Fortbewegung und möglicherweise überdies dem Transport von Eigenbesitz. Nicht nur eigene Autos, sondern auch Mietfahrzeuge, im Rahmen von Carsharing beanspruchte Autos, gehören zum motorisierten Individualverkehr. Trotzdem ist dieser nach wie vor von Eigenwagen geprägt.

Laut ADAC besaßen im Jahr 2021 circa drei Viertel der Haushalte in Deutschland mindestens ein Auto. Mehr als einer von vier Haushalten besaß sogar zwei PKW, also Personenkraftwagen. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Zahl heute zurückgegangen ist.

Motorisierter Individualverkehr in NRW

Seit mehreren Jahren schon verteidigt Nordrhein-Westfalen in der bundesweiten Stau-Statistik den Spitzenplatz an Bundesländern mit den meisten Staus. Im Jahr 2020 hat laut ADAC ein Drittel aller deutschen Staus den Verkehr in NRW stattgefunden.

Laut Statistischem Landesamt ist in NRW zwar die PKW-Dichte lediglich im bundesweiten Mittelfeld, aber es zeigt auch, dass in immer mehr PKW in NRW angemeldet werden. Allein zwischen 2022 und 2023 hat die Gesamtanzahl an Autos in NRW um 0,5 Prozent zugenommen. Heute sind in NRW circa 10,5 Millionen PKW zugelassen. Bei Stand 2023 insgesamt circa 18 Millionen Einwohnern entspricht das einem PKW auf 1,7 Einwohner.

Probleme des individuellen Autoverkehrs

Die von Individualverkehr geprägte Verkehrsinfrastruktur prägt das Landschaftsbild überall im zubetonierten Deutschland stärker als Wiesen, Wälder und Parks. Das Auto herrscht deutschlandweit und in NRW auf dem Dorf, in dem man auf es angewiesen zu sein glaubt, und im Kern der Großstadt, der nachgesagt wird, auch für die Autofahrt attraktiv sein zu müssen.

So sind laut Bundesumweltamt in Deutschland immerhin circa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen versiegelt, also zubetoniert, -asphaltiert, -gepflastert oder auf andere Weise befestigt. Wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, gehen zunehmend verloren.

Etablierung von individuell ausgerichtetem Automobilverkehr

Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2022 lediglich 6,7 Milliarden Personen regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln befördert, wohingegen circa 45 Milliarden Personen regelmäßig mit dem Auto gefahren sind. Mobilität und vor allem mobile Flexibilität haben in unserer Gesellschaft einen enorm hohen Stellenwert und für viele Menschen, die in unserer Gesellschaft leben, gehört das eigene Auto fest zum Alltag dazu.

Der PKW scheint in Deutschland gerade unantastbares Heiligtum zu sein. Die aktuell herrschenden politischen Narrative fördern dabei den Individualverkehr und insbesondere die private Nutzung des PKW nur noch weiter, indem sie dem Verkehrswachstum mit neuen Straßenprojekten mit offenen Armen begrüßen oder sogar fördern.

Einschränkungen des Menschen durch den Automobilverkehr

Aber das ist nicht das einzige Problem: In Städten und an Schnellstraßen und Autobahnen ist auch Autolärm omnipräsent und wertvoller Raum wird für Straßen und riesige Parkplatzflächen wie Parkhäuser benötigt. Sogar Fahrradwege und Wanderrouten werden von und für Autostraßen unterbrochen. Der Verkehrsfluss auf Autobahnen und um viele Großstädte ist von Staus, Unfällen und nie endenden Baustellen geprägt.

Doch zahlen wir nicht nur jetzt gerade, unter anderem durch Flächenverbrauch, einen hohen Preis für den unangemessenen Straßenbau: Durch versteckte Subventionen, die von der Allgemeinbevölkerung für den Ausbau von Automobilverkehr zahlen muss, werden kommende Generationen für die heute gebauten Verkehrsinfrastrukturen ungefragt in die Pflicht genommen.

Umweltbelastung durch den Automobilverkehr

Die wenigen verbliebenen Wälder und Waldteile wie der Dannenröder Forst 2020 werden für den Individualverkehr nach und nach für weitere Straßen gerodet. Der immer ein Stück weit egozentrische Individualverkehr führt unabdingbar zu immer größeren Einschränkungen und Problemen für die Umwelt und damit auch für den Menschen.

Schlussendlich ist es schon fast ein alter Hut, dass Kohlendioxid in Abgasen das Klima enorm belastet und die Automobilnutzung zu den Hauptverursachern von fossilem CO2 gehört. Auch Schadstoffe wie Feinstaub oder Stickoxide beeinflussen die Luftqualität negativ.

Alternativen zum individuell ausgerichteten Automobilverkehr

Zahlreiche Argumente sprechen für eine Politik, die sich dem individuell ausgerichteten Automobilverkehr abwendet und alternative Verkehrsformen fördert. Doch Klimaaktivismus, der sich aus diesem Grund gegen die unreflektierte individuelle Automobilnutzung positioniert, wird medial geradezu stigmatisiert und aufs Schärfste verurteilt. Das privat genutzte Auto muss jedoch einer egozentrisch geprägten Vergangenheit angehören, wenn wir wollen, dass auch noch zukünftige Generationen auf diesem Planeten überleben.

Hierfür müssen aber alternative Mobilitätskonzepte zugelassen werden. Unter anderem sollten öffentliche Verkehrsmittel stärker gefördert und ausgebaut werden und eine Mobilität bereitgestellt werden, die nicht auf das Vorhandensein eines eigenen Autos angewiesen ist. Mehr Innenstädte sollten Autos maximal für den notwendigen Gütertransport zulassen (Stichwort autofreie Innenstädte) und bisher für Parkplätze und Straßen genutzte Asphaltwüsten sollten renaturiert werden und als grüne Oasen das urbane Leben angenehmer gestalten. Und durch die Förderung des Fuß- und Radverkehrs müsste das Zurücklegen von Kurzstrecken ohne motorisiertes Vehikel attraktiver gestaltet werden.

(rl)

Infostand Stadttauben in Dortmund am 31.08.

Kommt vorbei und helft mit – Herzliche Einladung zum Infostand

Am Donnerstag, dem 31. August organisiert ein Team rund um unsere Landesvorsitzende Angelika Remiszewski von 10.00-17.00 einen Infostand in Dortmund, um über Stadttauben aufzuklären und Unterschriften für eine Petition zu sammeln. Diese ist an die Stadt Dortmund gerichtet und soll den Druck erhöhen, endlich ein Taubenkonzept zu entwickeln. Wir treffen uns in der Katharinenstraße (Ecke Kampstraße, da, wo es runter zur Treppe zum Hauptbahnhof geht).

 

Das sagt unser Bundesarbeitskreis (BAK) Stadttauben:

Das Leid der Stadttauben wird leider kaum wahrgenommen, weder von der Öffentlichkeit, noch von den Verantwortlichen (Umwelt-/Gesundheitsamt) in den Städten. Vielfach werden immer noch die nicht tierschutzgerechten Vergrämungskonzepte (Bejagung mit Raubvögeln, Fallen stellen + Tötung, Fütterungsverbote, Stachelbänder, etc.) verfolgt, durch die allesamt kein signifikanter Erfolg bei der Bestandsregulierung zu verzeichnen ist.

Dabei gibt es nachweislich bereits sehr gute Erfolge (z. B. in Aachen, Augsburg, Frankfurt, Ulm, Stuttgart, Erlangen, Berlin, usw.), die Taubenpopulation durch artgerechte Körnerfütterung und betreute Taubenhäuser (per Austausch der Taubeneier durch Gipsattrappen) nach dem sog. Augsburger Modell zu regulieren. Ziel ist es, dieses Modell generell in den Städten zu etablieren und auch mit einigen „Legenden“ (z.B. Übertragung von Krankheiten, Brutverhalten abhängig vom Futterangebot) aufzuräumen.

Stadttauben sind auf unsere Hilfe angewiesen, weil es sich um Nachkommen von gestrandeten Haus-/Zier- und Brieftauben handelt und damit sind sie keine Wildtiere, sondern verwilderte Haustiere und auch in ihrem Verhalten nicht mit Wildtauben gleichzusetzen. Es ist deshalb geradezu verpflichtend, sich um diese Tiere zu kümmern und die untragbaren, nicht tierschutzgerechten Verhältnisse für Mensch und Tier zu verändern bzw. zu verbessern. Auch für die Stadtbewohner wird dies aufgrund geringerer Schmutzbelästigung von Vorteil sein, weil der Taubenkot überwiegend in den Taubenhäusern anfällt und leicht entsorgt werden kann.

Wildtier gefunden – Was nun?

Ihr habt ein verletztes oder krankes Wildtier gefunden? So sollten ihr dann handeln: 

Situation erfassen!
Zunächst beobachtet das Tier mit etwas Abstand. Ist das Tier nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen? Ist es verwundet und akut gefährdet? Geht also nicht direkt nah ans Tier ran, einerseits weil es vielleicht gar nicht hilfsbedürftig ist, andererseits gibt es einige Tiere (etwa Jungvögel, Waschbären, etc.), die durchaus von den Eltern alleine gelassen werden. Ein einsames Tier ist nicht immer gleich ein hilfsbedürftiges! Sofern es aber tatsächlich Hilfe braucht, könnt ihr zur Tat schreiten – was dann auch rechtlich erlaubt ist. 

Hilfe rufen!
Wie auch bei menschlichen Notfällen solltet ihr auch bei tierischen Notfällen gezielt Hilfe von außen holen. Meldet euch dafür bei lokalen Naturschutzbehörden, Tierschutzvereinen oder Wildstationen (im Idealfall entsprechende Nummern bereits im Handy einspeichern!) und schildert den vorliegenden Fall. Bei diesen Stellen erhaltet ihr oftmals direkt weitere Anweisungen und Ratschläge, wie weiter mit der Situation umgegangen werden soll. Habt ihr keine derartigen Kontakte, ruft notfalls auch bei der Polizei (110) an, wo ebenfalls die Chance auf Hilfe besteht. Eine gute Unterstützung bieten auch Facebook-Gruppen wie beispielsweise Wildtier-Notfälle und Wildvogelhilfe Notfälle.

Wildtiere sind Expertensache!
Versorgt Wildtiere zunächst nicht selbst und bringt sie nicht ohne vorherige Absprache mit entsprechenden Stellen zu Auffangstationen oder gar mit nach Hause! Es könnte sich bei dem Tier erstens um eine streng geschützte Art handeln, was eine meldepflichtige Angelegenheit ist, und zweitens unterliegen die meisten Wildtierarten (Füchse, Hasen, Rehe, Wildschweine) leider zudem noch dem Jagdrecht. Bei Missachtung dessen, wenn das Tier etwa ohne Absprache und Zustimmung seitens der Jagdverbände im eigenen Auto landet, könnte es im schlimmsten Fall sogar als Wilderei ausgelegt werden. Kontaktiert im Idealfall also zuerst örtliche Tierschutzvereine oder das jeweils zuständige Veterinäramt oder die nächste Tierarztpraxis, um Hilfestellungen zum weiteren Verfahren zu bekommen. Habt ihr die Zeit und entsprechende räumliche Möglichkeiten ist es vielleicht sogar möglich als Pflegestelle für einzelne Tierarten zu fungieren.

(tk)

Wie rechts denkt Deutschland?

Die allermeisten Menschen hierzulande beziehen bewusst oder unbewusst Stellung zu politischen Themen und Fragestellungen und verhalten sich dementsprechend. Manche tun dies ganz aktiv, andere wiederum scheinen bloß „die da oben“ machen zu lassen und blenden die politische Dimension aus dem eigenen Leben möglichst aus, denken und handeln dennoch auch zu politischen Geschehnissen.
Continue reading “Wie rechts denkt Deutschland?”

Mehr Durchblick bei Greenwashing und im Siegel-Dschungel

Viele Konsument:innen treffen ihre Kaufentscheidungen inzwischen bewusst unter Einbeziehung von Faktoren wie der Ökologie. Dies bestätigte zuletzt 2021 eine YouGov-Umfrage, in der 60 % der Deutschen angaben, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit Ihre Ess- und Einkaufsgewohnheiten beeinflussen würde. Ein enormes Potenzial für Firmen durch gezielte PR- und Marketingmaßnahmen ein „grünes Image“ für das Unternehmen und einzelne Produkte und Dienstleistungen aufzubauen.

Forschende definieren Greenwashing als „eine Form des ökologischen Marketings, das sich auf die ökologische Positionierung von Unternehmen bezieht, wenn diese erhebliche Mittel aufwenden, um Kunden von ihrer Umweltfreundlichkeit zu überzeugen, anstatt sich auf echte Umweltinitiativen zu konzentrieren“.

Andere definiert Greenwashing sogar als die Irreführung der Verbraucher über die Umweltpraktiken eines Unternehmens oder die Umweltvorteile eines Produkts oder einer Dienstleistung. Dabei haben mehrere Studien bereits bewiesen, dass Greenwashing das Vertrauen der Verbraucher*innen in die Produkte und das Ansehen der Unternehmen schädigt.

Greenwashing Beispiele

Das wohl bekannteste Beispiel für bewusstes Greenwashing stellt der VW-Dieselskandal dar: Der Kraftfahrzeughersteller VW warb mit dem saubersten Vierzylinder-Diesel und wollte so den Konkurrenten Toyota mit dessen Hybridfahrzeugen übertrumpfen. In Wahrheit bekamen die VW-Fahrzeuge jedoch eine Software installiert, welche die Abgaswerte mithilfe einer Abschalteinrichtung manipulierte.

Ein anderes Beispiel stellt die Werbekampagne von Krombacher dar (1 Kasten rettet einen Quadratmeter Regenwald). Auch bekannte Textilketten sind mit ihren Kampagnen „H&M Conscious“ sowie „Primark cares“ einem Greenwashing Vorwurf ausgesetzt.

Unbewusstes Greenwashing

Nicht jedes Unternehmen betreibt bewusstes Greenwashing. So können Firmen selber ihren Versprechen bezüglich des ökologischen Handels nachkommen (z. B. Nutzung von Ökostrom, Verwendung von Recyclingpapier, etc.), der „Verstoß“ gegen die Kriterien erfolgt aber außerhalb. So kann beispielsweise der jeweilige Lieferant, welcher Bestandteile des angebotenen Produktes liefert und möglicherweise sogar zertifiziert ist, beabsichtigt oder unbeabsichtigt Auflagen nicht erfüllen und somit auch nicht ökologisch handeln.

Gerade bei größeren Lieferketten ist dies für Unternehmen nur schwer nachvollziehbar. Das Endprodukt ist dann weniger nachhaltig, als das vertreibende oder produzierende Unternehmen in seinen Aussagen gegenüber den Konsumenten vorgibt. Ist dem Unternehmen das Fehlverhalten des Lieferanten jedoch nicht bekannt, so spricht man auch von unbeabsichtigtem Greenwashing. Ein weiteres Beispiel für unbewusstes Greenwashing ist die Verwendung von vermeintlich umweltfreundlichen Alternativen, welche sich dann doch später als umweltschädlich herausstellen.

Und was ist Greenblushing?

Hierbei handelt es sich noch um ein recht neues und bislang wenig wissenschaftlich erforschtes Phänomen: Unternehmen, die Greenblushing (zu Deutsch etwa: grünes Erröten) betreiben, handeln zwar ökologisch, kommunizieren dies aber nicht nach außen.

Aktuelle Studien zeigen, dass es sich bei Unternehmen, die sich als Greenblushers betätigen, häufig um das reichste 1 % der Bevölkerung handelt. Andere Autoren sagen wiederum, dass besonders kleine und mittlere Unternehmen umweltbewusst handeln, aber damit, im Gegensatz zu vielen Großunternehmen, nicht werben.

Siegel-Dschungel bei Stichproben

Im Rahmen einer stichprobenartigen Untersuchung für eine Studienarbeit wurden im Jahr 2021 insgesamt vier Einzelhandelsgeschäfte in Dortmund besucht. Um einen möglichst breiten Querschnitt durch die angebotenen Artikel zu erfassen, wurden dabei Produkte unabhängig von der Warengruppe in Augenschein genommen. Insgesamt wurden rund 250 Produkte aus den Warengruppen Körperpflege, Reinigungsmittel, Getränke, Fleischersatz, Süßigkeiten, Bekleidung, Eis, Suppen, Brotbelag und Elektronik geprüft. Davon enthielten 61 Produkte Nachhaltigkeitsmerkmale in der Gestaltung bzw. dort vertretenen Werbeaussagen.

Einordnung der Ergebnisse

Im Rahmen der stichprobenartigen Untersuchung wurde deutlich, dass 90 % der Produkte Werbeaussagen über die besonders nachhaltige Produktion oder die Herkunft der Rohstoffe enthalten. Festzuhalten ist hierbei jedoch eine enorme Bandbreite der individuellen Hersteller-Aussagen. Während einige detaillierte Auskünfte, beispielsweise über die CO₂-neutrale Produktion oder die Herkunft einzelner Rohstoffe geben, kommunizieren anderen wiederum nur „Teilaspekte“ wie beispielsweise ausschließlich die Herkunft eines einzelnen Bestandteils, wie etwa der Umverpackung des eigentlichen Produktes oder die Bambusfront des verkauften Radios.

43 der Produkte und somit 70 % der Stichprobe nutzen Logos vor dem Hintergrund einer möglichst eingängigen Kommunikation gegenüber dem (potenziellen) Kunden. Hier stellte sich aber im Rahmen der Erhebung eine gewisse „Reizüberflutung“ dar, denn der Großteil der Hersteller, welche Logos verwendet, nutzt hierbei oftmals zwei und mehr. Dabei ist jedoch unbedingt eine deutliche Differenzierung zwischen herstellerunabhängigen und somit von einer (neutralen) Prüfinstanz oder Institution vergebenen Logos und von den Herstellern und Produzenten selbst erstellten Logos zu treffen.

Im Rahmen der Stichprobe wurden dabei auf den 61 untersuchten Produkten insgesamt 17 verschiedene herstellereigene sowie 23 herstellerunabhängige Logos und Siegel festgestellt. Die Logos gaben dabei sowohl Hinweise auf die verwendeten Rohstoffe sowie deren Anbau (z. B. Fairtrade, FSC, Bio), auf die grundsätzliche rein pflanzliche Zusammensetzung (z. B. Vegan, Leaping Bunny), auf die Produktion (z. B. Klimaneutral, CO2-neutral), auf das mögliche Recycling (z. B. Made for Recycling, kompostierbar) oder über das soziale Engagement des Herstellers (z. B. Social Plastic, UNICEF).

Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch, dass insgesamt 11 Produkte bzw. deren Hersteller soziale oder ökologischen Projektes auf der Verpackung bewerben. Dabei arbeiten einige der Firmen mit Partnern wie z.B. der UNICEF oder Social Plastic zusammen. Andere organisieren eigene Projekte, wie etwa Hygieneprodukte für afrikanische Kinder oder Nahrungsmittel. Aber auch in Deutschland angesiedelte Projekte, wie die Unterstützung von Wildvögeln, werden unterstützt. Zudem finden sich eher pauschale Ankündigungen, wie etwa 10 % der Gewinne für „gute Zwecke“ zu geben, 5 € für landwirtschaftliche Vereine oder 10 Cent pro verkauftem Produkt für Kinder in Somalia.

Ob regionaler Kleinbetrieb oder weltweit agierender Großkonzern – für Betriebe jedweder Kategorisierung gibt es wissenschaftlich belegbare Argumente, die Aspekte der Nachhaltigkeit im Marketing ihrer Produkte und Dienstleistungen einzusetzen. So werden bei den Konsumenten positive Assoziationen geweckt sowie ein positives Image erzeugt, was eine höhere Treue zur Folge hat. Daraus resultieren in der Konsequenz sogar klare Vorteile gegenüber den Mitbewerbern.

So fanden sich in jeder der überprüften Warengruppe gleich mehrere Produkte, deren Verpackungen die unterschiedlichsten Aspekte der Nachhaltigkeit bewarben. Angefangen beim reinen Hinweis auf die vollständige Recyclingfähigkeit der Verpackung, über den häufig feststellbaren Einsatz recycelter Rohstoffe und alternativer Materialien wie Papier oder Holz bis zu begleitenden sozialen und ökologischen Projekten.

(se)

Virtuelle gelbe Bänder für Obstbäume in ganz NRW!

Vermutlich kennen alle Menschen in NRW den Anblick: nicht abgeerntete Obstbäume, bei denen die Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Co. auf und unter den Bäumen verfaulen. Dies ist in vielerlei Hinsicht schade, denn es lassen sich aus dem Obst, neben dem direkten Konsum, zum Beispiel Kuchen, Marmeladen und Saft herstellen. Nicht selten sind Verunsicherung und die Angst davor evtl. fremdes Eigentum zu entwenden bei Bürger:innen der Grund, warum das Obst nicht geerntet wird.

Die gelben Bänder

An dieser Stelle setzt der Vorschlag des Landesverbandes NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) an: Im ersten Schritt könnten die Städte und Gemeinden prüfen, wie viele Obstbäume sich auf kommunalen (Grün-)Flächen befinden und darüber eine Liste mit Art und Standort erstellen. Diese Standortinformationen könnten im Anschluss zum Beispiel auf einer kommunalen Homepage oder App in Form eines „virtuellen gelben Bandes“ eingepflegt und somit öffentlich zugänglich gemacht werden.

Diese Kennzeichnung soll den Bürger: innen signalisieren, dass die Früchte dieser Bäume kostenlos und ohne Anmeldung oder Rücksprache mit den Grundstückeigentümer:innen in haushaltsüblichen Mengen geerntet werden dürfen. Im nächsten Schritt sollen dann auch die privaten Baumbesitzer:innen ermutigt werden, sich an dieser Aktion zu beteiligen und eigene Bäume für diese Liste zu melden. Hierfür soll ein entsprechendes Online-Formular implementiert werden.

„So können Früchte, die nicht selber geerntet werden, anderen Menschen zur Verfügung gestellt werden und so vor dem (Bio-)Müll oder Kompost bewahrt werden. Mittels PC oder Smartphone kann man dann bequem sehen, ob sich ein „markierter“ Obstbaum in der Nähe befindet“ so Sebastian Everding, Landesvorsitzender der Partei und ergänzt einen weiteren positiven Effekt: „An vielen Orten können so zudem alte Obstarten erhalten werden, was somit auch Auswirkungen auf die Biodiversität unserer Heimatstadt hätte“.

Positiver Effekt für das Klima erwartet

Auf der anderen Seite entstehen beim Obst in Supermärkten und Discountern durch Ernte, Lagerung und Transport klimaschädliche Emissionen, welche sich durch die regionale Ernte und direkte Verwertung in Teilen reduzieren lassen können. Zudem könnten diese kostenlosen Früchte auch sozial schwächeren Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Bei dieser Idee treffen somit die Aspekte Nachhaltigkeit und Foodsharing aufeinander.

Ursprung der Idee & Anpassung für NRW

In zahlreichen Kommunen gibt es bereits Konzepte dazu, wie dieses Obst verwertet werden kann, hierfür wurde die Aktion „Gelbes Band“ ins Leben gerufen. 2021 startete dieses Konzept auch im Kreis Warendorf. Die Idee dahinter stammt ursprünglich aus dem Landkreis Esslingen und wurde mit dem Bundespreis „Zu gut für die Tonne!“ ausgezeichnet.

Den ehrenamtlichen Politiker:innen der Tierschutzpartei in NRW schwebt jedoch eine Anpassung des Konzeptes vor: „Von der Anbringung echter Bänder halten wir wenig. Zum einen besteht die Gefahr hier zusätzlichen Müll am Ende der Erntesaison zu produzieren und zum anderen fehlt in vielen Städten und Gemeinden eine zentrale Übersicht und so wissen die Bürger:innen vielleicht gar nicht, dass ein paar Äpfel oder Pflaumen nur wenige Straßen entfernt sind“ so die Co-Landesvorsitzende Angelika Remiszewski.

(se)