Die Tierschutzpartei wendet sich gegen die Pläne der Berliner Forsten, die gesamte Mufflon-Population im Düppeler Forst abzuschießen. Das Vorhaben ist Teil der im März 2026 vorgestellten „Waldvision 2065″ der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Die Tierschutzpartei fordert einen sofortigen Stopp des Abschussplans und die ernsthafte Prüfung nicht-tödlicher Methoden.
Die Berliner Forsten begründen ihren Plan damit, dass Mufflons als sogenannte „faunafremde Art“ den angestrebten Waldumbau behindern. Mufflons sind wildlebende Schafe, die im 19. Jahrhundert als Jagdwild in deutschen Wäldern ausgesetzt wurden und seit Generationen im Düppeler Forst leben. Die Tierschutzpartei sieht in der geplanten Tötung der gesamten Population einen unverhältnismäßigen Eingriff, solange Alternativen nicht geprüft wurden.
Nico Poschinski, Spitzenkandidat der Tierschutzpartei zu den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus, kritisiert die Reichweite des Vorhabens: „Es geht hier nicht um die Regulierung einzelner Tiere, sondern um die vollständige Auslöschung einer gewachsenen Population. Das ist ethisch nicht vertretbar, wenn zuvor keine tiergerechten Lösungen ernsthaft in Betracht gezogen wurden.“
Poschinski fordert ein Umdenken der zuständigen Behörden: „Kontrazeption, Umsiedlung oder bessere Schutzmaßnahmen für Jungbäume sind erprobte Methoden, die andernorts funktionieren. Wir fordern die Berliner Forsten auf, diese Wege zu gehen, statt zur Waffe zu greifen. Dass Brandenburg die Mufflons seit April 2026 unter ganzjährigen Schutz gestellt hat, weil die Bestände deutschlandweit dramatisch sinken, macht den Berliner Plan noch schwerer nachvollziehbar.“
Die Tierschutzpartei möchte auch die Berliner Bevölkerung involvieren. Sie hat eine Online-Petition an das Abgeordnetenhaus von Berlin gestartet sowie eine E-Mail-Aktion eingerichtet, über die Bürger:innen direkt Senatorin Ute Bonde und Felix Weisbrich von den Berliner Forsten kontaktieren können. Poschinski zeigt sich kämpferisch: „Wir werden den Totalabschuss nicht widerspruchslos hinnehmen. Jede Stimme zählt.“
Link zur E-Mail-Aktion: https://www.tierschutzpartei.de/berliner-mufflons-retten/
Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/stoppt-die-ausloeschung-der-mufflons-im-dueppeler-forst
Monat: Mai 2026
Weltbienentag – Ohne Bienen keine Zukunft!
Bienen und andere Bestäuber sind unverzichtbar für unser Ökosystem und unsere Ernährung. Sie bestäuben einen Großteil unserer Nutz- und Wildpflanzen und sichern damit Artenvielfalt und Lebensmittelversorgung. Doch ihr Lebensraum schwindet dramatisch. Pestizide, Monokulturen, Flächenversiegelung und die Klimakrise setzen ihnen massiv zu. Continue reading „Weltbienentag – Ohne Bienen keine Zukunft!“
Wildbienen besser schützen durch europaweites Gütesiegel
Pressemitteilung Sebastian Everding
Europaabgeordneter der Partei MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei
Continue reading „Wildbienen besser schützen durch europaweites Gütesiegel“
Tiger bei Leipzig erschossen – Unsere Stellungnahme
Sandokan ist tot. Nicht, weil er gefährlich war. Nicht, weil er einen Fehler gemacht hat. Sondern weil wieder einmal Menschen glaubten, ein Wildtier einsperren und kontrollieren zu können.
Sandokan hätte in Freiheit leben sollen – nicht in Gefangenschaft. Sein Tod ist ein tragisches Symbol für das Leid unzähliger Wildtiere, die in Deutschland noch immer in privaten Anlagen, Zirkussen und Shows gehalten werden.
Wildtiere sind keine Haustiere. Keine Attraktionen. Keine Statussymbole. Keine Ware. Als PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) fordern wir ein bundesweites Verbot der Haltung von Raubkatzen und allen anderen Wildtieren!
Jedes Wildtier hat ein Recht auf Freiheit.
Sandokan musste sterben, weil politische Verantwortung und konsequenter Tierschutz erneut zu spät kamen.
Wie viele Tiere müssen noch leiden und sterben, bevor endlich gehandelt wird?
Petition: Stoppt die Auslöschung der Mufflons im Düppeler Forst!
Die Berliner Forsten planen, die gesamte Mufflon-Population im Düppeler Forst im Rahmen der „Waldvision 2065″ vollständig zu töten – ohne dass nicht-tödliche Alternativen ernsthaft geprüft wurden. Wir kämpfen dagegen an.
Alle Hintergründe zu diesem Thema findest du in unserem ausführlichen Beitrag zur E-Mail-Aktion.
Jetzt kannst du zusätzlich unsere Petition unterzeichnen und teilen – je mehr Unterschriften, desto mehr Druck auf die Verantwortlichen:
Tierschutzpartei kritisiert Rückstufung des Amtes der Landestierschutzbeauftragten auf ein Ehrenamt
Berlin besetzt das Amt der Landestierschutzbeauftragten neu, künftig jedoch nur noch im Ehrenamt. Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) hat dem pensionierten Veterinärmediziner und früheren Leiter der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht Pankow, Lutz Zengerling, das Amt des Landestierschutzbeauftragten übergeben. Nachdem das Amt neun Jahre lang als hauptamtliche Vollzeitstelle bestand, soll es nun dauerhaft ehrenamtlich ausgeübt werden. Die Tierschutzpartei kritisiert diese Entscheidung als weiteren Schritt zur Schwächung des Tierschutzes in Berlin.
Zu den Aufgaben des Amtes gehören laut Senatsverwaltung insbesondere die Beratung in Tierschutzfragen, die Erarbeitung von Initiativen zur Verbesserung des Tierschutzes sowie die Funktion als Ansprechpartner für Bürger:innen und Tierschutzorganisationen. Nach Auffassung der Tierschutzpartei greift diese Beschreibung jedoch deutlich zu kurz und wird der bisherigen Funktion des Amtes nicht gerecht.
Landestierschutzbeauftragte leisten weit mehr als reine Beratung. Sie arbeiten präventiv, wissenschaftsbasiert und strategisch, entwickeln langfristige Lösungen für komplexe Tierschutzprobleme, initiieren und begleiten Projekte, betreiben unabhängige Öffentlichkeitsarbeit, fördern den gesellschaftlichen Dialog und bringen fachlich fundierte Impulse in politische Debatten und Gesetzgebungsverfahren ein.
Gerade dafür braucht ein wirksames Tierschutzamt fachliche Weisungsfreiheit, institutionelle Unabhängigkeit sowie ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen. Nur so können Tierschutzprobleme auch dann offen benannt und bearbeitet werden, wenn sie politisch unbequem sind. Ein ehrenamtlich tätiger Beauftragter könne weder kontinuierlich auf politische Entwicklungen reagieren noch proaktiv Initiativen anstoßen.
Die Tierschutzpartei verweist zudem auf die Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz zu Beginn des Sonderurlaubs der Landestierschutzbeauftragten Kathrin Herrmann aus Juli 2025. Darin dankte die Senatsverwaltung Herrmann ausdrücklich für ihre Verdienste um den Tierschutz in Berlin und erklärte, ihre hohe fachliche Kompetenz habe den Berliner Tierschutz bedeutend vorangebracht. Zugleich bestehen die gegen Herrmann ausgesprochenen Abmahnungen nicht mehr.
„Vor diesem Hintergrund drängt sich der Eindruck auf, dass es bei den Auseinandersetzungen weniger um fachliche Gründe als um die politische Schwächung einer unabhängigen und engagierten Tierschutzbeauftragten ging“, erklärt Nico Poschinski, Landesvorsitzender der Tierschutzpartei Berlin.
Die Tierschutzpartei weist zudem darauf hin, dass Kathrin Herrmann weiterhin beim Land Berlin beschäftigt ist und sich derzeit im Sonderurlaub befindet. Nach dessen Ende wird sie erneut vom Land Berlin beschäftigt und vergütet werden. Die von Senatorin Badenberg angeführte „haushaltspolitisch verantwortungsvolle Entscheidung“ erscheint daher kaum nachvollziehbar.
Kritisch sieht die Tierschutzpartei zudem die mangelnde Transparenz bei der Neubesetzung des Amtes. Anders als bei der früheren hauptamtlichen Stelle erfolgte nach derzeitiger Kenntnis keine öffentliche Ausschreibung. Auch aus der Pressemitteilung der Senatsverwaltung gehe nicht hervor, anhand welcher Kriterien die Auswahl erfolgte oder welche spezifische Tierschutzexpertise Herr Zengerling für dieses Amt mitbringe.
„Besonders irritierend ist die Darstellung der Senatorin, mit der Ehrenamtslösung den Tierschutz fachlich zu stärken und zugleich sorgsam mit Haushaltsmitteln umzugehen. Es stellt sich vielmehr die Frage, wie ein Ehrenamt ein zuvor mit Budget, hauptamtlicher Vollzeitstelle und Stabsstruktur ausgestattetes Amt überhaupt ersetzen soll. Tatsächlich wird hier ein unabhängiges Amt mit erheblicher gesellschaftlicher und politischer Verantwortung strukturell entwertet“, so Poschinski. Zudem verweist Poschinski auf den verfassungsrechtlichen Rahmen: Seit 2002 ist Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. „Diesem verfassungsmäßigen Auftrag wird die Senatorin mit der Rückstufung auf ein Ehrenamt nicht gerecht. Wer Tierschutz ernst nimmt, muss ihn auch entsprechend ausstatten.“
Quelle Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz: https://www.berlin.de/sen/justv/presse/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung.1580454.php
Petition gegen Nilgans-Abschuss
Wir haben eine Petition gestartet! Bitte unterschreibt:
Nilgänse sollen in Stuttgart abgeschossen werden — obwohl viele nicht-tödliche Maßnahmen noch gar nicht konsequent ausgeschöpft wurden! Continue reading „Petition gegen Nilgans-Abschuss“
Wir trauern um Timmy
Damit mein Tod nicht umsonst war …
Worst Practice Tierschutz
„Kein Platz für Sentimentalität“ und „Ratten der Lüfte“ sind zwei Aussagen der letzten Wochen, die öffentlich für Aufruhr gesorgt hatten. Eine aus der Politik, eine aus dem Fernsehen. Und beide zeigen ein grundlegendes Problem im Umgang mit Tieren. Continue reading „Worst Practice Tierschutz“
Berlins Mufflons sollen vollständig getötet werden – Protestiere jetzt!
Die Berliner Forsten planen im Rahmen der „Waldvision 2065″, die gesamte Mufflon-Population im Düppeler Forst zu töten. Wir fordern einen sofortigen Stopp dieser Pläne und die Prüfung tiergerechter Alternativen. Schreib jetzt eine Protest-Mail! Continue reading „Berlins Mufflons sollen vollständig getötet werden – Protestiere jetzt!“