Warum Auslandstierschutz Leben rettet – und private Welpenzucht das Problem verschlimmert

„Warum Tiere aus dem Ausland holen, wenn unsere Tierheime voll sind?“ oder „Das sind doch alles kranke, traumatisierte Hunde!“ – diese Vorurteile gegenüber dem Auslandstierschutz halten sich hartnäckig. Doch sie blenden die Realität völlig aus. Gleichzeitig boomt die private, unregulierte Welpenzucht im Inland und befeuert das Leid. Continue reading „Warum Auslandstierschutz Leben rettet – und private Welpenzucht das Problem verschlimmert“

Gefangen in Beton – Orcas

Orcas gehören zu den intelligentesten und sozialsten Lebewesen unseres Planeten. In Freiheit schwimmen sie täglich bis zu 220 Kilometer und leben in engen Familienverbänden. In Meereszoos haben sie ihre gesamte Familie, soziale Kontakte sowie ihre Freiheit verloren. Stell Dir vor, Du lebst Dein Leben lang in einer Badewanne! So muss es für Orcas sein. Continue reading „Gefangen in Beton – Orcas“

Trier: Wir fordern Lebensrecht für Nilgänse

Mit einem offenen Brief wandten wir uns am 21.07.2026 an den Trierer Oberbürgermeister zum Thema „Alles ist bekackt von diesen Viechern …“


Guten Tag, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

mit Abscheu haben wir die öffentlichen Äußerungen Ihres Pressesprechers, Herrn Michael Schmitz, zu Nilgänsen zur Kenntnis genommen. Tiere als „eine Art permanenter Stuhlgang“ zu bezeichnen, ist weder sachliche Kommunikation, die man von einer öffentlichen Verwaltung erwarten darf, noch ein angemessener Umgang mit Tieren, deren Schutz in der Bundesrepublik Verfassungsrang genießt.

Die von Herrn Schmitz verwendete Ausdrucksweise trägt vielmehr zu der um sich greifenden Missachtung des Lebensrechtes anderer Spezies bei. Er erscheint wenig geeignet, zu Tierschutz-Themen Stellung zu beziehen. Seine Geringschätzung anderer Lebewesen ist inakzeptabel – ein solches Sprachrohr für die Stadt Trier unseres Erachtens ebenfalls.

Bei Nilgänsen handelt es sich um hoch entwickelte, fühlende und leidensfähige Tiere. Ob der Trierer Stadtverwaltung und einzelnen Bürgern ihre Anwesenheit nun genehm ist, oder nicht: Den von Ihrer Stadt geplanten Eingriff in ihre Bestände durch Abschüsse lehnen wir grundsätzlich ab.

So lange es schonendere und tierschutzgerechte Möglichkeiten einer Vergrämung von Tieren oder Populationskontrolle durch Menschen gibt – die Details erhalten Sie von Wildtierauffang-Stationen oder Wildbiologen -, müssen diese zwingend angewendet werden. Hobbyjäger, die für die Ausübung ihres Tod bringenden Zeitvertreibes viel Geld zu zahlen bereit sind, sind keine geeigneten Berater für adäquaten Umgang mit Tieren.

Angesichts des Beauftragung der Jägerschaft zum Töten der Nilgänse fragen wir uns, ob in Trier eventuell im Stadtgebiet und damit einer befriedeten Zone lebende Füchse ebenfalls mit dem Tode bedroht werden?

Wo Füchsen und anderen „Prädatoren“ NICHT nachgestellt wird, pendeln sich die Bestandszahlen aller Tierarten üblicherweise von alleine ein – solange der Mensch die Tierwelt in Ruhe lässt.

Sie als Leiter der Stadtverwaltung tragen die Verantwortung für den verantwortungsvollen Umgang auch mit Wildtieren im urbanen Raum. Wir fordern Sie auf, von jeder Tötung von Nilgänsen und anderen Wildtieren im Trierer Stadtgebiet unverzüglich Abstand zu nehmen und gegen respektlosen Umgang und despektierliche Äußerungen über Tiere durch Funktionsträger vorzugehen.

Mit freundlichem Gruß

PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ, Tierschutzpartei
Landesverband Rheinland-Pfalz

Wer Gesetze macht, sollte sich auch selbst dran halten, Herr Spahn!

Wie viele Affären braucht es eigentlich noch?

Erst die bis heute nicht vollständig aufgearbeitete Maskenbeschaffung mit einem Schaden in Milliardenhöhe. Jetzt der nächste Vorgang, der erneut Zweifel daran aufkommen lässt, ob Jens Spahn für sich andere Maßstäbe anlegt als die, die für alle Bürgerinnen und Bürger gelten.

Es geht dabei nicht um seine sexuelle Orientierung. Es geht nicht um seinen Kinderwunsch.

Es geht um etwas Grundsätzlicheres:

Niemand steht über dem Gesetz. Auch ein ehemaliger Bundesminister nicht.

Wer politische Verantwortung trägt, muss sich an Recht und Gesetz halten – und zwar ohne Ausnahmen. Wer das Vertrauen der Bevölkerung immer wieder verspielt, kann dieses Amt und seine Verantwortung nicht glaubwürdig ausfüllen.

Deutschland braucht Politikerinnen und Politiker, die Vorbilder sind. Die Verantwortung übernehmen. Die Konsequenzen ziehen.

Deshalb ist Jens Spahn aus unserer Sicht nicht länger tragbar. Wir fordern seinen Rücktritt.

Denn Demokratie lebt vom Vertrauen. Wer dieses Vertrauen nachhaltig beschädigt, muss politische Verantwortung übernehmen.