Gedanken zum Muttertag

Der Muttertag in seiner heutigen Form geht auf die Amerikanerin Anna Maria Jarvis zurück und wurde 1914 vom US-Kongress offiziell zum Feiertag erklärt. Heute hat sich der Muttertag international als Tag, an dem Mütter mit kleinen Geschenken geehrt werden, etabliert.

Durch verbesserten medizinischen Fortschritt müssen hierzulange Frauen während der Entbindung oder an deren Folgen nicht mehr sterben, Mutterschutz und Erziehungszeiten gewähren Müttern eine gewisse auch finanzielle Sicherheit, Kinderbetreuungszeiten eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Dennoch arbeiten Mütter mit kleinen Kindern, so war es in einem Pressebericht mit einem Verweis auf das Statistische Bundesamt zu lesen, „deutlich seltener als Väter“. Ihre Erwerbstätigenquote sei in dieser Zeit nur halb so hoch.

Bedeutet dies für die rund 60 % der Frauen, die in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder nicht arbeiten, verminderte Rentenbeiträge = verminderte Rente im Alter?

Ab 2027 soll die „Mütterrente“ auch für vor 1992 geborenen Kinder drei Erziehungsjahre berücksichtigen, soll also für nach 1992 geborenen Kinder gleichgestellt werden. Ein weiterer kleiner Schritt gegen die Altersarmut von Müttern.

Muttertag für alle Mütter!

Auch Tiermütter lieben ihre Kinder – sie haben aber nicht immer die Möglichkeit, sich um ihre Kinder zu kümmern. Besonders in der so genannten Nutztierhaltung erleben Tiermütter regelmäßig in ihrem Leben die schmerzhafte Trennung von ihrem Kind.

Milchkühe weinen tagelang um ihr Kälbchen, welches ihnen meistens direkt nach der Geburt entrissen wird. Verzweifelt rufen sie nach ihm, verfolgen den Transporter, der es fortbringt.
Sauen werden zwischen Gitterstäben eingepfercht, die ihnen nicht einmal die Möglichkeit lassen, sich zu drehen. Sich um ihre Kinder zu kümmern wird diesen sehr sozialen Tieren verwehrt.

Die Trennung von ihrem Kind kann für eine Mutter ein traumatisches Erlebnis sein, welches möglicherweise ein Leben lang nachwirkt und zu schweren Depressionen führen kann.

Der Muttertag sollte allen Müttern gedenken.

Erinnerung Kundgebung: Tier-Liebe statt Lobby-Liebe: Gegen den Rückschritt im Tierschutz durch Alois Rainer

Wir möchten euch an unsere Kundgebung am 17.05.2026 erinnern!

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat einen klaren Auftrag: den Tierschutz in Deutschland stärken. Doch statt zu handeln, blockiert seine Politik notwendige Verbesserungen und verschlechtert aktiv die Lage für Tiere.

Das lassen wir nicht durchgehen! Continue reading „Erinnerung Kundgebung: Tier-Liebe statt Lobby-Liebe: Gegen den Rückschritt im Tierschutz durch Alois Rainer“

Tierschutzpartei kritisiert Unterschriftenpflicht für Wahlzulassung als undemokratisch

Berlin, 07.05.2026 – Die Tierschutzpartei hat bereits mit der Sammlung von Unterstützungsunterschriften für die Zulassung zu den Berliner Wahlen begonnen. Gleichzeitig übt sie grundsätzliche Kritik am bestehenden Verfahren. Parteien, die nicht im Bundestag, Berliner Abgeordnetenhaus oder den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) vertreten sind, müssen bis zu 8.000 Unterschriften auf Papier sammeln, bevor sie überhaupt kandidieren dürfen. Die Partei sieht darin eine strukturelle Benachteiligung kleiner Parteien und fordert eine Reform des Zulassungsverfahrens.

Für die Teilnahme an der Berliner Wahl benötigen kleinere Parteien 2.200 Unterschriften für die Landesliste, 45 pro Wahlkreis für Direktkandidaturen sowie 185 pro Bezirk für die BVV. Bei 78 Wahlkreisen und 12 Bezirken ergibt das insgesamt rund 8.000 Unterschriften. Jede ist einzeln auf Papier zu leisten und durch das Wahlamt zu beglaubigen.

Das Verfahren belastet nicht nur die Parteien selbst, sondern auch die Verwaltung. Die Wahlämter müssen in jeder Wahlperiode zehntausende Unterschriften kontrollieren. Die Tierschutzpartei kritisiert den damit verbundenen Verbrauch von Papier, Druckerpatronen und Behördenressourcen. Hinzu kommt: Das Verfahren beginnt zu jeder Wahl von vorn, unabhängig davon, ob eine Partei bei früheren Wahlen bereits zugelassen war.

„Diese Hürden sind undemokratisch und erzeugen einen enormen behördlichen Aufwand“, sagt Nico Poschinski, Landesvorsitzender der Tierschutzpartei Berlin. „Sie verschwenden Steuergelder, Papier und wertvolle Ressourcen.“ Er ergänzt: „Das Sammeln stellt eine extrem hohe Hürde für kleinere Parteien dar, die größtenteils auf ehrenamtlichem Engagement beruhen. Pro Stunde lassen sich durchschnittlich etwa zehn Unterschriften sammeln. Insgesamt sind also 800 Arbeitsstunden nötig, um alle Unterschriften zusammenzubekommen. Und das alles ehrenamtlich.“

Die Tierschutzpartei fordert deshalb zwei Maßnahmen. Zum einen soll die Sammelpflicht für alle Parteien, die bei der letzten Europa-, Bundestags- oder Abgeordnetenhauswahl rechnerisch mindestens ein Mandat erreicht haben, abgeschafft werden. Zum anderen soll das Verfahren mit Identifikation über den digitalen Personalausweis digitalisiert werden. Ein solches System würde Behördenressourcen schonen, Papiermüll vermeiden und den Zugang zur demokratischen Teilhabe fairer gestalten.

Pressemitteilung: Verwaltungsgericht Cottbus verkündet am 8. Mai 2026, ob die Wahl des Kreistages Dahme-Spreewald vom 9. Juni 2024 im Wahlkreis 1 wiederholt werden muss

Pressemitteilung:  Verwaltungsgericht Cottbus verkündet am 8. Mai 2026, ob die Wahl des Kreistages Dahme-Spreewald vom 9. Juni 2024 im Wahlkreis 1 wiederholt werden muss

5. Mai 2026
Cottbus/Lübben/Eichwalde

Die Gemeinde Eichwalde soll der Tierschutzpartei erst sechs Tage vor der Wahl erlaubt haben, Wahlplakate zur Kreistagswahl aufzustellen, während die Wahlplakate der anderen Parteien bereits seit Wochen im Stadtbild sichtbar waren. Diesen Vorwurf erhob jedenfalls die Tierschutzpartei, die im September 2024 beim Verwaltungsgericht Cottbus beantragt hat, dass die Kreistagswahl im Wahlkreis 1 (Eichwalde, Schulzendorf, Wildau, Zeuthen) wiederholt werden möge. Hätte die Tierschutzpartei bei der Kreistagswahl nur 110 Stimmen mehr erhalten, hätte sie einen Sitz im Kreistag gewonnen.

Außerdem wandte sich die Tierschutzpartei dagegen, dass ihre Kandidatinnen in den Wahlkreisen 2 (Königs Wusterhausen) und 3 (Bestensee, Mittenwalde, Schönefeld) nicht zur Wahl zugelassen worden waren.

 

Über diesen Rechtsstreit war bereits berichtet worden:

 

Das Verwaltungsgericht Cottbus hat als Termin zur Verkündung seiner Entscheidung in diesem Wahlprüfungsverfahren festgesetzt:

Freitag, den 8. Mai 2026,
um 08:00 Uhr
im Sitzungssaal D
des Verwaltungsgerichts Cottbus
in der Vom-Stein-Straße 27, 03050 Cottbus
(Aktenzeichen des Verfahrens: VG 1 K 1265/24)

Geschäftsführer und Landratskandidat der Tierschutzpartei in OSL Evgeni Kivman sagte hierzu: „In den mündlichen Verhandlungen haben die Mitarbeiterinnen der Gemeinde Eichwalde unsere Darstellung zu hundert Prozent bestätigt: Unser Antrag war rechtzeitig eingegangen und war durch Überlastung der Behörde völlig verschleppt worden. Daher blicken wir zuversichtlich auf die bevorstehende Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Wurde eine Partei nahezu komplett von der Möglichkeit ausgeschlossen, Wahlplakate aufzuhängen, ist etwas mächtig schief gelaufen.“

Die Tierschutzpartei trat im Jahr 2024 erstmalig zu den Kreistagswahlen in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Prignitz, Oberspreewald-Lausitz und Oder-Spree an, im Landkreis Oberhavel das zweite Mal. In den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Oder-Spree konnte sie jeweils einen Sitz gewinnen, im Landkreis Oberhavel sogar zwei Sitze. Bei der Landtagswahl 2024 erreichte die Tierschutzpartei 2,0 %, bei der Landratswahl im Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Januar 2026 sogar 7,6 %.

Für Rückfragen: Herr Evgeni Kivman
evgeni-kivman@tierschutzpartei.de, 0157 87070684

STADTTAUBEN – AUFKLÄRUNG TUT NOT

Zu was ein völlig missglücktes Statement eines Fernseh-Moderators gut ist: Nicht nur seinem Sender muss mittlerweile klar geworden sein, dass flapsig-herabwürdigende Bemerkungen über Stadttauben selbst von bekannten Moderatoren völlig inakzeptabel sind. Dass jedoch sowohl in Bevölkerung in Deutschland wie auch anderen europäischen Ländern viel Unwissenheit herrscht und in kommunaler Politik häufig noch dazu bei Tierschutz-Themen völlige Überforderung auf Verantwortungslosigkeit gegenüber Tieren trifft, war auch schon zuvor in Brüssel bekannt:

Aus diesem Grund hatte am 22. April 2026 der Europaabgeordnete der Tierschutzpartei, Sebastian Everding, zusammen mit seiner holländischen Kollegin Anja Hazekamp der Partij voor de Dieren zu einem live übertragenen öffentlichen Gespräch und einer Bestandsaufnahme mit Experten aus Deutschland, Italien, Frankreich und Belgien zum Thema Stadttauben eingeladen. Die gesamte Veranstaltung kann hier nachverfolgt werden.

Es wurde nicht nur mit der irrigen Annahme aufgeräumt, Stadttauben – hilfsbedürftige, ausgesetzte Haustiere, denen der Zwang, das ganze Jahr über und selbst unter widrigsten Umständen zu brüten, vom Menschen angezüchtet wurde – könne oder dürfe man einfach nach Belieben aushungern, statt sinnvolle Methoden der Populations-Reduzierung durch Eieraustausch in betreuten Taubenschlägen zu praktizieren. Es wurde auch eine [zweckgebundene] Abgabe für Taubenzüchter ins Spiel gebracht:

Die Verursacher des städtischen Tauben-Elends durch Aussetzung oder Verlorengehen beim „Brieftaubensport“ – makaber-fragwürdig-tierschutzwidriges „Weltkulturerbe“ – oder bei „Hochzeitsflügen“ sollten endlich zur Verantwortung gezogen und [bitte maßgeblich!] an den Kosten für Fütterungen, tierärztliche Betreuung und Unterbringung heimatloser Tauben in betreuten Taubenschlägen herangezogen werden!

Wir werden sie gerne aufgreifen, diese für die Bundesrepublik geradezu ketzerische anmutende höchst sinnvolle Forderung, wo doch Tierausbeuter wie die Agrarindustrie großzügig mit Steuergeldern alimentiert werden und generell bisher nicht für die von ihr angerichteten Schäden haften!

Vielen Dank an Sebastian Everding und Anja Hazekamp und alle Beteiligten für diese informative Veranstaltung im Sinne des Taubenschutzes!

Beim Thema bleibend hielt beim Bundesparteitag der Tierschutzpartei in Mainz am 25. April die Referentin Saskia Hennecke einen ebenfalls hochinteressanten Vortrag über Stadttauben. Eindringlich wurde ins Bewusstsein gerufen, dass kommunale Fütterungsverbote nur von mangelnder Kompetenz von Entscheidungsträgern zeugen, jedoch keinerlei Lösung für die menschengemachten Probleme der bedauernswerten gefiederten Stadtbewohner bieten.

Was kann der Einzelne für Tauben tun? Zum Beispiel gedankenloses Wegschnipsen von Fädchen und Haaren in der Öffentlichkeit unterlassen! Lebensgefährlichen Folgen können sich durch abgeschnürte Zehen oder Beinchen ergeben – Achtsamkeit rettet Taubenleben! Weitere Hilfsmöglichkeiten finden sich im Vortrag unter https://www.youtube.com/watch?v=aLuauJf6gwo

Ganz wichtig: Nicht wegschauen! Positive Publicity für Tauben machen! Vielen Dank an Saskia für den lebendigen und informativen Vortrag und den unermüdlichen Einsatz für Tauben!

Zum Nachlesen und Weitersagen und mit ausführlichen Anleitungen für die praktische Durchführung eines tierschutzgerechten „Stadttauben-Managements“ nach dem „Augsburger Modell“ sei auf das Handbuch „Stadttauben-Management“ von „Menschen für Tierrechte“, dem Bundesverband der Tierversuchsgegner e. V. verwiesen. Neben der deutschen Version 2021-HB-Stadttaubenmanagement_web.pdf kann das Handbuch auch auf englisch abgerufen werden: Cover-Animal-welfare-friendly-birth-control-concept-for-city-pigeons.pdf

(BS)

 

Stellungnahme der Tierschutzpartei NRW zu Tierversuchen an der Ruhr-Universität Bochum

Die aktuellen Berichte über Tierversuche an der Ruhr-Universität Bochum erschüttern uns zutiefst.

Hunderte Tiere – in diesem Fall insbesondere Tauben – leiden und sterben für Experimente, deren ethische Rechtfertigung aus unserer Sicht nicht länger tragbar ist.

Es ist nicht hinnehmbar, dass fühlende Lebewesen für wissenschaftliche Zwecke instrumentalisiert, manipuliert und getötet werden. Die beschriebenen Methoden, darunter das gezielte Vorenthalten von Nahrung oder invasive Eingriffe in das Gehirn, stehen in eklatantem Widerspruch zu einem modernen ethischen Verständnis von Mitgefühl, Verantwortung und Tierschutz.

Wir erkennen an, dass Wissenschaft und Forschung eine wichtige Rolle für gesellschaftlichen Fortschritt spielen. Doch Fortschritt darf nicht auf Leid und Ausbeutung aufgebaut sein.

Im 21. Jahrhundert stehen längst innovative, tierfreie Forschungsmethoden zur Verfügung – von Zellkulturen über Computersimulationen bis hin zu sogenannten Organchips. Diese gilt es konsequent zu fördern und einzusetzen, anstatt an überholten und grausamen Praktiken festzuhalten.

Die Tierschutzpartei NRW fordert daher:

  • die sofortige Beendigung aller Tierversuche an der Ruhr-Universität Bochum
  • ein unabhängiges Prüfverfahren aller genehmigten Tierversuche in Nordrhein-Westfalen
  • die konsequente Förderung und verpflichtende Priorisierung tierversuchsfreier Methoden
  • mehr Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit über Art, Umfang und Ziel solcher Experimente

Darüber hinaus fordern wir ein grundsätzliches Umdenken: Tiere sind keine Forschungsobjekte. Sie sind fühlende Individuen mit einem eigenen Wert und einem Recht auf Leben und Unversehrtheit.

Nordrhein-Westfalen muss hier eine Vorreiterrolle einnehmen und den Ausstieg aus Tierversuchen aktiv gestalten. Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen – für die Tiere, für eine ethische Wissenschaft und für eine Gesellschaft, die Mitgefühl nicht nur predigt, sondern lebt.

Für eine Zukunft ohne Tierversuche. Jetzt.