UNO-Experten fordern Fleischsteuer

Würden sich alle Menschen so ernähren wie die Schweizer (50 kg Fleisch Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr) und wie die Deutschen (88,3 kg Fleisch Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr), hätte das fatale Folgen für unsere Erde.

Der hohe Fleischkonsum belastet das Klima und die Umwelt, treibt die Treibhausgasemissionen in die Höhe, verschlingt Unmengen an Fläche zum Anbau für Futtermitteln und Wasser.

Ziel der Fleischsteuer ist es, den hohen Fleischkonsum zu reduzieren, um Klima und Umwelt zu schonen. Hier Bericht lesen.

Auch die Tierschutzpartei fordert seit Jahren eine Fleischsteuer; nachzulesen hier. Das Konsumieren von tierlichen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern ist nachweislich deutlich umwelt- und klimaschädlicher und belastet letztendlich unser aller Lebensraum Erde mehr als das Konsumieren von rein pflanzlichen Erzeugnissen.

Die Tierausbeutungsindustrie verursacht sogar mehr Treibhausgase als der komplette Verkehrssektor. Deshalb wäre es mehr als gerecht und ausgleichend, wenn ‘Klima- und Umweltsünder’ mit ihrem hohen Fleischverbrauch höher besteuert würden als die, die mit ihrer Ernährung unseren Lebensraum Erde deutlich weniger schädigen,” so Bundesvorsitzender Matthias Ebner.

Auch wenn der Aufschrei unter den Konsument_innen von tierlichen Produkten jetzt groß sein wird und die Forderung einer Fleischsteuer als harte Maßnahme – im Kampf für den Klima- und Umweltschutz – angesehen wird, so geht es doch um unser aller Existenz auf dieser Erde. “Und schließlich gibt es heutzutage für nahezu jedes Tierprodukt eine pflanzliche Alternative, die in aller Regel genauso gut schmeckt wie das Original, sodass niemand mehr verzichten muss,” ergänzt Matthias Ebner.

„100 Prozent faire Tierhaltung“ – Was die Grünen als Ausweg ansehen

Ein Eindruck der Podiumsdiskussion in Hannover

Am Samstag, den 18.06.2016, fand in Hannover eine von der Grünen Bundes- und Landtagsfraktion organisierte Podiumsdiskussion zu dem Thema „faire Tierhaltung“ statt. Sowohl Abgeordnete der Partei, wie z. B. Anton Hofreiter und Christian Meyer, als auch Bauern, Tierschützer, Experten und viele Interessierte fanden ihren Weg zu der Diskussionsrunde.

Teilgenommen haben die Landesvorsitzende Niedersachsens, Lena Zebbedies, die Schriftführerin Simone Oppermann sowie vom Bundesvorstand der stellv. Generalsekretär Martin Buschmann.

Nach einer Einleitung des Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter und Landwirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Christian Meyer, wurden in Expertengesprächen und Podiumsdiskussionen mit stets wechselnden Diskutanten umfassende Unterhaltungen geführt. Es wurden hauptsächlich die Oberpunkte Wirtschaftlichkeit, Tierwohl und deren Alternativen besprochen.

Besonders wurde deutlich, dass sich das Kaufverhalten des Verbrauchers ändern muss. Konsumierten diese teuere und qualitativ hochwertigere Produkte, würde dies einen Gesamtanstieg des Marktpreises und einen Rückgang der Billigprodukte bedeuten. Außerdem wurde erwähnt, dass eine Umschichtung von Mitteln in der Agrarindustrie von der ersten Säule (Flächenförderung) in die zweite Säule (Tierwohlförderung) viel bewirken kann. Besonders ein Anstieg der Lebensmittelqualität und „gehobener“ Lebensbedingungen für die Tiere seien das Ergebnis.

Besonders von den Bauern wurde bei diesem Thema eingehend der Verlass auf eine Planungssicherheit eingeworfen. Die meisten Landwirte seien einer tierwohlorientierten Veränderung des Betriebes zugeneigt. Aufgrund von sehr hohen Investitionen und fehlender, langfristiger und zukunftsorientierter Planungssicherheit fehle jedoch ein wichtiger Schritt, um diesen Umbau zu wagen. Die Landwirte betonten häufig, dass der Wohlstand der eigenen Familie und des Hofes auf dem Spiel stehe und der Vorschlag ohne ausreichende staatliche Unterstützung nicht möglich sei. Es wurde mit Nachdruck an die anwesenden Politiker appelliert, einen Plan für ausreichend unterstützende Mittel aufzustellen und die Landwirte die folgenden Jahre nicht alleine zu lassen.

Des Weiteren wurde oft angesprochen, dass sich viele Verbraucher mehr Durchsichtigkeit im Einkauf wünschen, um das Kaufen zu erleichtern. Momentan gäbe es besonders in der Fleischproduktion nur zwei Möglichkeiten, auf die sich der Käufer einlassen kann. Diese sind die „gute“ Bio-Variante oder die weniger „gute“ Qualität aus dem Billigfleischsektor. Menschen, die viel Fleisch essen, sich aber nicht immer die gute Qualität leisten können, würden gerne auf eine bessere Alternative als das Billigfleisch, aber günstigere als die Bio-Qualität ausweichen. Dies sei bereits besonders bei den Eiern ersichtlich. Diese Durchsichtigkeit wünschten sich viele Teilnehmer der Veranstaltung bei allen tierischen Produkten. Dies gilt auch für Ware aus dem Ausland. Würde der Standard der Agrarindustrie in Deutschland gehoben, könnte der Markt von Billigfleisch aus dem Ausland überschwemmt werden. Dies befürchten besonders die betroffenen Landwirte. Allerdings könnte man durch eine verlässliche Kennzeichnung den Konsumenten die Möglichkeit geben, „Deutsche Qualität“ zu kaufen. Experten vermuteten, dass dieses Siegel erfolgreicher als das Billigfleisch aus dem Ausland sein würde und sprachen sich allesamt für diesen Kompromiss aus.

Leider wurde nur von einem Teilnehmer der Veranstaltung der ethische Gedanke angesprochen und der Titel „100 Prozent faire Tierhaltung“ in Frage gestellt. Wir haben uns das gleiche gefragt: Was bedeutet die Ethik in diesem Fall, wenn sich die „100 Prozent“ hauptsächlich auf das Endprodukt und somit auf das Wohl des Konsumenten beziehen, als vielmehr auf das Lebewesen hinter dem Produkt? Wieso wird nicht einmal ein Weg angesprochen, den Fleisch- und Milchproduktkonsum zu minimieren und dem gesättigten Markt ein wenig an Spannung und unnötigem Tierleid zu nehmen? So viele Tiere werden am Ende weggeschmissen, landen wiederum in Futtermitteln oder zerstören in Westafrika die Märkte. In Brasilien wird eine unvorstellbare Fläche an Regenwald gerodet, damit die Vielzahl an „Nutztieren“ in Deutschland und der EU ausreichend Futtermittel erhalten, in Deutschland wird die EU ausgenutzt, um noch wirtschaftlicher zu produzieren, die geringen Tierschutzgesetze lassen Tiertransporte bis in die Türkei zu und die Menschen, die von den „Resten“ des europäischen Fleischkonsums leben, nämlich die Westafrikaner, verspüren eine deutliche Veränderung des eigenen Marktes – und das keineswegs in eine positive Richtung.

„Traurig ist, dass Themen wie Tierrechte und Bio-Vegane Landwirtschaft gar nicht aufgekommen sind“, resümiert Martin Buschmann. „Die Grünen bieten zwar Lösungen an, Tierleid in der Massentierhaltung zu mindern, gehen damit aber nur die Symptome an. Wer sich für Tierrechte einsetzt, sollte sich gründlich überlegen, ob diese Partei die richtige ist. Wir, als Partei Mensch Umwelt Tierschutz, werden uns unbeirrbar und klar für die Abschaffung der grausamen Massentierhaltung einsetzen“, so Buschmann.

 

Offener Brief an Christian Schmidt bzgl. Nitrat-Verseuchung

Partei Mensch Umwelt Tierschutz / LV Ba-WÜ
Regionalgruppe Freiburg

Christian Schmidt
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
MdB Bundeswahlkreis 243 Fürth Geschäftsstelle
Ansbacher Str. 20b
91413 Neustadt a.d. Aisch

22.06.2016

Betrifft: Gesundheit und Umweltschutz

Sehr geehrter Herr Minister Schmidt,

bereits seit Oktober 2013 läuft ein Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Kommission gegen Deutschland wegen der anhaltenden Verunreinigung der deutschen Gewässer durch Nitrat vor dem Gerichtshof der EU!

Fast überall in Deutschland ist die Belastung durch Nitrat und Stickstoff zu hoch. Die Grenzwerte von 50 Milligramm pro Liter sind in jedem 2. Brunnen überschritten!
Auf Grundlage dieser Nitratwerte können sich im Organismus krebserregende Substanzen, sogenannte Nitrosamine bilden.
Ebenso können Nitrat- und Stickstoff-Überschüsse sämtliche Ökosysteme belasten, sowie Klima, Luftqualität und Biodiversität stark beeinträchtigen.

Der Zusammenhang von mit Milliarden Euro subventionierter Massentierhaltung  und der resultierende Gülleanfall ist hinreichend bekannt. Es gibt bei uns Regionen, wo in gigantisch großen Ställen Millionen von Tieren qualvoll gehalten und ausgebeutet werden, die Unmengen an Gülle produzieren. Diese wird auf Feldern, Wiesen und Äckern entsorgt, was bereits dazu führt, dass Nitrat ins Grundwasser sickert.

Wasser ist wohl die wichtigste Ressource des Menschen. Allerdings ist vor allem wegen der profitorientierten Massentierhaltung vielerorts das Grundwasser schon extrem mit Nitrat belastet.

Wir fordern Sie und Ihr Ministerium daher auf, endlich umgehend Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Stoppen Sie unverzüglich die grausame Intensivtierhaltung und die damit verbundene Nitratverseuchung unserer Böden und unseres Grundwassers!

Ein Paradigmenwechsel in der industriellen Tierhaltung muss endlich her.
Die Politik ist am Zug und darf nicht mehr aus Rücksichtnahme auf wirtschaftliche Interessen untätig bleiben!

In fast 3 Jahren hat die Bundesrepublik es nicht geschafft, hinreichende Zusatzmaßnahmen zu treffen, um die Nitratrichtlinien einzuhalten.

Nur noch bis zum 10. Juli bleibt Ihrem Ministerium und der Bundesregierung Zeit, um Brüssel mitzuteilen, wie Sie die Lage verbessern wollen. Die Vorlage einer neuen Düngeverordnung in Brüssel reicht, wie Sie wissen, nicht aus. Nach dem Willen der Kommission muss vielmehr umgehend nachgebessert werden. Sonst droht eine empfindliche Pauschalstrafe sowie möglicherweise zusätzlich ein Zwangsgeld pro “verschlepptem” Tag. Diese Kosten trägt am Ende wieder der Verbraucher, wenn Sie nichts unternehmen. Handeln Sie endlich! Und zwar nicht im Sinne der Profite der tierquälerischen Agrarindustrie, sondern im Sinne der Verbraucher, der Tiere und der Umwelt!

Auch wir erwarten eine zeitnahe Antwort von Ihnen.

Freundliche Grüße,
Gabriele Legewie für die
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Regionalgruppe Freiburg

Unser ökologischer Fußabdruck – er ist gewachsen

Dass des Deutschen ökologischer Fußabdruck größer ist als ethisch vertretbar, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass er aber so überdimensionale Formen annimmt, wie jetzt die Umweltschutzorganisation „Germanwatch“ berechnet hat, macht mehr als betroffen. Und die Frage drängt sich auf, wie kommen wir aus dem selbstverschuldeten Dilemma wieder heraus?

Laut „Germanwatch“ hat Deutschland in dieser Woche bereits alle ihre natürlichen Ressourcen für 2016 aufgebraucht! Das heißt im Klartext: Wenn alle Menschen auf der Erde so wirtschaften und leben würden wie wir Deutschen, dann bräuchten wir 3,1 Erden, um den Bedarf an Ressourcen zu decken. 2015 waren es laut Berechnungen „nur“ 2,5 Erden.

Germanwatch schreibt in seiner Pressemitteilung vom 28.04.2016: „In Deutschland wird die Erde vor allem durch die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft und zudem durch den sehr hohen Flächenanspruch, vor allem für die Fleischproduktion, überlastet. Damit trägt die deutsche Bevölkerung ganz erheblich zur weltweiten Übernutzung bei.“

Was also tun? Uns muss endlich bewusst werden, dass wir auf Kosten nachfolgender Generationen und global gesehen auf Kosten von ärmeren Menschen, der Tiere und der Natur wirtschaften und leben. Betrachtet man die Fakten, dass wir immer mehr Ressourcen verbrauchen als uns eigentlich zustehen, um unseren Lebensstandard zu halten und zu steigern, dann kommt man unweigerlich zu der beschämenden Annahme, dass uns unsere belebte Erde, unser Zuhause, und unsere nachfolgenden Generationen gleichgültig sind. Sollte uns doch nicht alles gleichgültig sein, dann muss jeder Einzelne von uns seinen Konsum überdenken und entsprechend anpassen. Nicht vergessen darf man die politisch Verantwortlichen, die ganz eindeutig ihren Kurs, der auf immer mehr Wachstum abzielt, durch Politiker auszutauschen, die bereit sind, verantwortungsbewusste und vorausschauende Entscheidungen zu treffen.

Auf jeden Einzelnen kommt es an, denn unser Wirtschaften und Leben von heute wird das Gesicht der Erde von morgen beeinflussen. Gegenwärtig machen wir uns sprichwörtlich in den Augen nachfolgender Generationen unglaubwürdig, wenn wir behaupten, wir würden unsere Kinder und Kindeskinder lieben, aber im selben Atemzug unsere Erde, unsere einzige Lebensgrundlage, so strapazieren und ausbeuten, als gäbe es kein Morgen.

Der Titicacasee – eine Lebensgrundlage wird zerstört!

Am 12. April 2016 hat das Lateinamerikaforum in Berlin zu einer Veranstaltung eingeladen, an der auch der stellv. Generalsekretär Martin Buschmann teilgenommen hat.

Der Titicacasee birgt viele Geheimnisse, die bisher noch nicht in ihrer Gesamtheit dargestellt wurden: Geschichte, soziale Beziehungen und Kontamination. Bis heute steigt die Zahl der Touristen stetig an, zur gleichen Zeit steigt aber auch die Verschmutzung.

Der vor Ort gezeigte Kurzfilm beschäftigt sich mit dem Prozess der Umweltvergiftung. Er zeigt, wie die Zuflüsse in den Titicacasee fließen. Da es kaum einen Ausfluss des Sees gibt, sammeln sich Müll und Schwermetalle (Quecksilber, Arsen und Blei) im See, die von den umliegenden Städten, Bergbaufirmen etc. kommen. Der See wird von ihnen sozusagen als Müllhalde genutzt.

Besonders gefährdet sei der seltene Titicaca-Riesenfrosch (Telmatobius culeus), der nur hier vorkommt und mit einem Gewicht von bis zu einem Kilogramm zu den größten Froscharten der Welt zählt. Ihm drohe im schlimmsten Fall die Ausrottung. Auswirkungen sind Fischsterben, soziale Konflikte sowie schwerwiegende Krankheiten innerhalb der peruanischen und bolivianischen Bevölkerung.

Auch der Tourismus sowie Einleitung von Exkrementen wird der See belastet.

Martin Buschmann: „ Als Umweltschützer und Leiter des BAK Internationaler Tierschutz war diese Veranstaltung eine Verpflichtung. Dort sind sogar Menschenleben in Gefahr. Als Menschenrechtler, Umwelt- und Tierschützer kann man diese Problematik nicht ignorieren!“

Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Mit dieser Frage hat sich „GEO“ beschäftigt und kristallisiert heraus, was ein Forscherteam um Marco Springmann von der Universität Oxford in einer Studie herausgefunden hat.

Hier die wichtigsten Erkenntnisse aus dem GEO-Bericht in plakativen Stichpunkten, was passieren würde, wenn weltweit niemand mehr Fleisch essen würde:

  • wir und der Planet wären deutlich gesünder
  • gut sieben Millionen weniger Tote jährlich bis 2050
  • zwei Drittel weniger Treibhausgase gelangten aus der Nahrungsmittelproduktion in die Atmosphäre
  • knapp 1,5 Billiarden US-Dollar könnte man einsparen bei der Krankenversorgung und den Kosten für Klimafolgeschäden
  • Landfläche so groß wie Afrika würde frei: 20 Milliarden Hühner, 1,5 Milliarden Kühe und je eine Milliarde Schafe und Schweine würden nicht mehr gebraucht
  • Weniger Nutztiere und mehr freie Landflächen helfen im Kampf gegen den Klimawandel
  • Tierhaltung stößt mehr Treibhausgase aus als der weltweite Verkehr
  • siebzig Prozent weniger Wasserverbrauch auf der Erde

Fazit: Der Wunsch zu glauben, alle Menschen auf der Welt würden in Kürze zu Vegetariern werden, ist unrealistisch. Vegetarier sind weltweit leider noch in der Minderheit und die wachsende Erdbevölkerung verlangt nach immer mehr Fleisch, aber, und da schließen wir uns “GEO” an, die den ersten Schritt fordern:

“Aufhören, zu viel (vor allem Fleisch) zu essen – und Lebensmittel wegzuschmeißen!“

Hier zum ausführlichen Bericht von “GEO”

 

Die Bishnoi – Das Volk der Tier- und Naturschützer

Auf unserer Facebookseite der Partei haben wir kürzlich einen Beitrag über das Leben der Bishnoi eingestellt, der bereits rund 500 mal geteilt wurde. Auch gab es zahlreiche positive Kommentare von Usern, die unterstreichen, wie wichtig es doch ist, friedlich und respektvoll mit seinem Gegenüber, mit den Tieren und der Natur umzugehen, so wie es von den Bishnoi, die in Indien leben, seit 500 Jahren praktiziert wird.

Für alle, die nicht auf Facebook aktiv sind und sich über das Leben der Bishnoi informieren möchten, können den Bericht nun auch hier lesen und die Reportage von Geo „Bishnoi, Tierliebe bis in den Tod“ sich ansehen.

https://www.youtube.com/watch?v=zyOFQFpX61w

Wir finden, dass diese Menschengruppe, die den Weg der Gewaltlosigkeit geht, ein Vorbild für die ganze Welt sein sollte und wir viel von diesen Menschen lernen und übernehmen können.

Fühlen wir uns verbunden und eins mit diesem Volk der Tier- und Umweltschützer und werden wir nicht müde in dieser industrialisierten Welt, den Weg der Gewaltlosigkeit zu gehen und vorallem auch einzufordern, denn er ist der einzig richtige Weg, den es zu gehen lohnt, um die Erde mit all seinen Bewohnern am Leben zu erhalten. Für Frieden einzustehen, lohnt immer.

Austeritätskritisches Bündnis DiEM25 in Berlin gegründet

Das internationale Bündnis DiEM25 will die Umsetzung von Maßnahmen für eine solidarische und progressive Gesellschaft sowie transparente und bürgernahe Politik erreichen

Yanis Varoufkis und zahlreiche Unterstützer von Diem25 diskutieren die Ziele und Strategien

Robert Gabel, Landesvorsitzender von Mecklenburg-Vorpommern, vom BAK “Arbeit und ökologische Wirtschaft” nahm als einer der geladenen Gäste an der Gründung des austeritätskritischen Bündnisses DiEM25 am 9. Februar 2016 teil. Yanis Varoufakis als Initiator hatte während seiner Amtszeit als Finanzminister selbst erleben müssen, wie eine internationale Finanzkrise sein Land in den Abgrund stürzte. Anstatt daraufhin internationale Hilfe zu erhalten, wurden dem griechischen Volk nur weitere unsoziale und zerstörerische Auflagen gemacht, um die Schulden zu begleichen, die sich aufgrund des Wirtschaftszusammenbruchs im Verhältnis zum BIP vervielfacht hatten.

Anders als andere betroffene Länder versuchte er sich gegen das Diktat zu wehren. Sein Kampf setzt sich nun in der Gründung von DiEM25 fort. Das Manifest enthält langfristige Forderungen; aber auch dringende Sofortmaßnahmen:

  • Sitzungen des EU-Rats, von Ecofin, Beratungen über Steuerfragen und Sitzungen der Eurogruppe müssen per Livestream öffentlich gemacht werden.
  • Die Protokolle der Sitzungen des Gouverneursrats der Europäischen Zentralbank müssen innerhalb weniger Wochen veröffentlicht werden.
  • Alle Dokumente im Zusammenhang mit wichtigen Verhandlungen (zum Beispiel TTIP, „Rettungs“-Kredite, über den Status Großbritanniens), die alle Facetten der Zukunft der Europäer betreffen, müssen ins Netz gestellt werden.
  • Alle Lobbyisten müssen sich registrieren lassen und dabei die Namen ihrer Kunden angeben, wie viel Geld sie erhalten und wann sie sich mit (gewählten und nicht gewählten) Vertretern Europas getroffen haben.

An der Gründungsveranstaltung in Berlin nahmen zahlreiche linke und ökologische Politiker teil, aber auch zivilgesellschaftliche Aktivisten und Vertreter von wichtigen strategischen Institutionen. In den Redebeiträgen waren Menschenrechte, Solidarität, Transparenz, Antirassismus sowie Umweltschutz wichtige inhaltliche Eckpfeiler. Auch der Tierschutz erfand einige Male Erwähnung. “Es ist wichtig, sich für eine soziale und progressive Welt einzusetzen; denn nur in einem breiten Bündnis mit Akteuren, die sich für umfassende Empathie und Gerechtigkeit einsetzen, können auch die Belange der Partei Mensch Umwelt Tierschutz umgesetzt werden”, so erläutert Robert Gabel die Motivation für sein Engagement.

Teilnahme am Protest gegen den G7-Gipfel

Am Samstag den 6. Juni fuhren wir zu Dritt Richtung Kürn, dem Ort in dem das Schloss Elmau liegt. Schon auf der Autobahn Richtung Garmisch-Partenkirchen war uns klar, dass wir uns in ein Hochsicherheitsgebiet begeben, da an jedem Parkplatz, an jeder Tankstelle und an jeder Auf-/Ausfahrt unzählige Polizeikräfte standen und sich die jeweiligen Autoinsassen genau anschauten. Continue reading “Teilnahme am Protest gegen den G7-Gipfel”

Das „Tschernobyl“ vom Amazonas – Die schmutzigen Hände des US-Ölkonzerns Chevron

Am 18. Juni 2015 folgte der stellvertretende Generalsekretär und 2. Landesvorsitzende in Hamburg, Martin Buschmann, einer Einladung der Botschaft Ecuadors in Berlin. Auf der Veranstaltung der Botschaft und „EcuaSoli“ wurde über eine der größten Umweltkatastrophen weltweit berichtet.

Von 1964 bis 1993 hat die US-Ölfirma Texaco (heute Chevron) im Amazonasgebiet Erdöl gefördert. Nach Beendigung hinterließ der Multi-Konzern eine katastrophale Lage für die Umwelt, die Menschen und die Tiere. Überall ist das Gebiet verseucht und Ölschlamm sowie die hinterlassenen Chemikalien, Gegenstände etc. verursachen bei der hinterbliebenen Bevölkerung Krankheiten wie beispielsweise Krebs. Bis heute lehnt der US-Öl-Konzern Chevron die Verantwortung der Verschmutzung ab. Daher klagt die neue Regierung von Ecuador seit 2007 gegen den Konzern. Die Klagen werden regelmäßig von Gerichten der USA abgelehnt.

In der offiziellen Pressemitteilung des Außenministeriums Ecuadors kommentierte man die Anwesenheit von Martin Buschmann wie folgt:

„Während des Treffens betonte ein Mitglied des Bundesvorstandes der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, das extra aus Hamburg angereist war, diese von Texaco verursachte Katastrophe sei mehr als sehr massiv. Er berichtete, bereits an vielen schlimmen Orten gewesen zu sein (u. a. in Tschernobyl) und verglich die Schäden als beinahe gleichwertig. Er versicherte seine Solidarität mit den Menschen in Ecuador und verurteilte das Verhalten des imperialistischen Konzerns Texaco als Verbrechen.“

Die originale PM dazu.