Tödliche Tierquälerei “Nur a Viech”: Herrchen ließ Bello fast verhungern

Mischling Bello wird so schwer misshandelt, dass jede Hilfe zu spät kommt. Der Hund ist schlimm abgemagert. Tierschützer haben am Sonntag eine Mahnwache gehalten.

München/Erding – Schweigend stehen die Tierschützer am Sonntagmorgen vor der Kirche von Oberneuching im Kreis Erding. Viele haben ihre Hunde mitgebracht – und Plakate: „Warum hat mir niemand geholfen?“ Auf etlichen ist das Bild eines abgemagerten Mischlings mit krummem Rückgrat zu sehen: Bello, der von seinem Besitzer so schwer misshandelt wurde, dass die Veterinäre der Münchner Uniklinik ihn einschläfern mussten. Bello, dessen Schicksal die Menschen in und um München nicht mehr los lässt. (Hier weiter lesen)

Tiere im Tollhaus

»Es ist nicht das zu tun, was mir ein Anwalt sagt, dass ich es darf, sondern, was mir Menschlichkeit, Vernunft und Gerechtigkeit gebieten.« Edmund Burke (1729-1797) schrieb dies in seinen »Philosophischen Untersuchungen über den Ursprung unserer Ideen vom Erhabenen und Schönen«. Der irische Politiker und Philosoph gilt als geistiger Vater des Konservatismus. Doch sein zitiertes Diktum ist von nachgerade revolutionärer Brisanz. Beispielsweise mit Blick auf den Umgang mit Tieren, Tierschutz und Tierrechten in Europa.(Hier weiter lesen)

Häschen hüpf!

VIER PFOTEN sammelt 22.000 Unterschriften gegen Käfighaltung von Zucht- und Mastkaninchen

Hamburg, 10. August 2012 – Mit einer Online-Petition hat die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN 22.378 Unterschriften für ein gesetzliches Verbot der Käfighaltung von Zucht- und Mastkaninchen gesammelt. Der Petitionsausschuss des Bundestags hat die Petition nun an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz weitergeleitet. Laut Petitionsausschuss sei es „dringend erforderlich, die Bedingungen für die Haltung von Mastkaninchen zu verbessern“. Bis zu vier Kaninchen werden in der Käfighaltung in eine enge Drahtgitterbox gepfercht. Jeder noch so kleine Hoppelsprung endet am Käfiggitter. Der Gitterboden schneidet in die empfindlichen Pfoten. Durch die extreme Enge und den Stress werden die Tiere aggressiv: Das Resultat sind abgebissene Ohren und offene Wunden. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat einen Entwurf zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung veröffentlicht, der die Käfighaltung praktisch legalisieren wird. VIER PFOTEN fordert Aigner dazu auf, diesen Entwurf zu überarbeiten und die Käfighaltung zu verbieten.

„Die Käfighaltung von Kaninchen lässt sich nicht mit dem Staatsziel Tierschutz vereinbaren“, so Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Deutschland muss komplett auf Bodenhaltung umsteigen – viele Kaninchenfarmer und Supermärkte gehen bereits diesen Weg.“ VIER PFOTEN hat gemeinsam mit Forschungsinstituten höhere Standards für die Kaninchenhaltung entwickelt. Die neuen Standards beinhalten, dass Kaninchen drei Hoppelsprünge am Stück machen können – ein arteigener Bewegungsablauf von Kaninchen. Sie benötigen Stroh, Versteckmöglichkeiten, natürliches Licht und gentechnikfreies Futter. EU-weit gibt es keine gesetzlichen Regelungen für die Haltung von Kaninchen. In Österreich konnte VIER PFOTEN jedoch bereits ein Käfigverbot für Mastkaninchen erreichen.

Web-Redaktion: 13.08.2012 / Quelle: Pressemitteilung von Vier Pfoten am 09.08.2012

Die besten Tipps für Aktive

Wer aktiv für die Tiere ist, bekommt meist schnell das Bedürfnis, mehr zu erreichen. Zwei der herausragendsten Personen der US-Tierschutz- und Tierrechtsbewegung geben Tipps, wie man den Tieren am effektivsten helfen kann. (Tipps hier lesen)

Web-Redaktion: 13.08.2012 / Quelle: Newsletter Albert Schweitzer Stiftung vom 12.08.2012

 

Wenn der Altkleiderkorb vor der Haustür steht…

Bückeburg. Alarmstimmung für viele heimische Katzenbesitzer: In zahlreichen Straßen Bückeburgs sind in den vergangenen Tagen wieder blaue und rote Wäschekörbe aufgetaucht, versehen mit einem Hinweiszettel, darin Altkleider oder ausrangierte Schuhe abholen zu lassen. Und mit ihnen die bange Frage: Droht meinem Haustier Gefahr? Berichte über Tierfänger, die unter dem Deckmantel von Altkleidersammlungen auf Katzenfang gehen, sind mittlerweile Legion und werden seit Jahren im Internet und über die Medien verbreitet. Vor allem, wenn sich in einer Gegend vermisste Haustiere häufen, sind die Meldungen von den Altkleidersammlern nicht weit. Und stets ist in den Berichten von weißen Kleintransportern die Rede. Mittlerweile kennt jeder mindestens einen, der jemanden kennt, der jemanden kennt, dem schon einmal eine Katze während einer Altkleidersammlung entwendet wurde. Doch ist an den Geschichten etwas dran? Oder handelt es sich nur um einen seit Jahren aufgebauschten Internet-Hoax, eine urbane Legende, vergleichbar den Alligatoren in der New Yorker Kanalisation oder den Rasierklingen in Halloween-Süßigkeiten? (Weiter lesen…)

Protestaktion: Bundesregierung fördert Bau von tierquälerischen Legebatterien in der Ukraine

Die Deutsche Bundesregierung unterstützt den Bau von zwei gigantischen Legebatterien in der Ukraine. In Deutschland und der EU ist die traditionelle Käfighaltung von Legehennen aus Tierschutzgründen verboten. Das hat die schwarz-gelbe Regierung aber nicht davon abgehalten, Exportkreditgarantien für den Bau von zwei Legebatterien für insgesamt 8 Millionen Hennen in der Ukraine zu vergeben. Das Wirtschaftsministerium verteidigte die Finanzierung der Fabriken damit, dass die geplanten Fabriken nicht für den europäischen Markt produzierten. Bitte schreiben Sie dem zuständigen Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, was Sie davon halten, Tierquälerei außerhalb der EU-Grenzen mit deutschen Steuergeldern zu fördern. (Zum Protestschreiben)

Pressemitteilung des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) vom 25. Juli 2012

Delfinschützer entlarven Delfinarium im Tiergarten Nürnberg als „Intensivstation“

(WDSF – 25.07.2012) Nach einer Akteneinsicht im Delfinarium des Tiergarten Nürnberg sind die Delfinschützer von der Organisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) geschockt. Jeder der sieben noch lebenden Delfine würde mit Psychopharmaka behandelt, so das Ergebnis. Die Medikamentenliste sei lang und weise über 20 Medikamente aus, darunter auch verschiedene Antibiotika-Präparate. 38 Nürnberger Delfine hätten seit Bestehen des Delfinariums im Jahr 1971 den Tod gefunden. „Die Unterlagen des Nürnberger Delfinariums lesen sich wie der Bericht einer Intensivstation“, so WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller.

Erst der Bayerische Verwaltungsgerichtshof musste die Stadt Nürnberg obergerichtlich verurteilen, die Akten offen zu legen. Jahrelang hatte das WDSF vergeblich versucht, Licht in das Dunkel der Delfin-Berichte zu bringen. Immer wieder hieß es von der Stadt als Aufsichtsbehörde und dem Tiergarten, dass die Akten unter Verschluss bleiben. Auch die Regierung von Mittelfranken als Fachaufsichtsbehörde bis hin zur Bayerischen Staatsregierung ließ sich nicht erweichen, so das WDSF.

Das WDSF hatte die Analyse der bisher gesichteten Unterlagen einer Biologin übertragen. In ihrer Abschlussbeurteilung weist die Biologin auf die „relativ häufige Verabreichung von Diazepam“ hin, einem verschreibungspflichtigen Medikament gegen Angst- und Spannungszustände. Sobald die Delfine etwas unruhig waren, wäre zu diesem Psychopharmaka gegriffen worden. Der Delfin Jenny erhielt innerhalb von nur vier Monaten 145 mg Diazepam, so der biologische Analysebericht. Üblich sei eine Einzeldosis von 5 bis 10 mg. Dem Delfin Anke wurde nach seinem offenbar stressigen Rück-Transfer von Holland nach Nürnberg im Frühjahr dieses Jahres sogar eine Einzeldosis von 30 mg Diazepam verabreicht.

Dabei hätte der tiermedizinische Bericht des Tiergartens auch offenbart, dass sich Anke bei diesem Transport stark verletzt hat. In dem Tiergarten-Bericht heißt es: „Anke hat sich beim Fangen hinter Blasloch, kaudal an der Finne (blutet am meisten), am rechten Flipper und an der Fluke aufgeschlagen.“ Aus dem Bericht geht hervor, dass neben Psychopharmaka mit der unüblichen Höchstdosierung von 30 mg dem Delfin Anke auch Antibiotikum verabreicht wurde. Das WDSF hatte bereits unmittelbar nach dem Delfin-Transfer aufgrund des vermuteten unsachgemäßen Transports Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gestellt. Dort wurde die Anzeige recht schnell abgewiesen: „Der mitgeteilte Sachverhalt ist strafrechtlich nicht relevant“, hieß es von der Staatsanwaltschaft gegenüber dem WDSF.

Jürgen Ortmüller, WDSF-Geschäftsführer: „Wir werden der Staatsanwaltschaft die kopierten Originalunterlagen nochmals zur Verfügung stellen, um eine Wiederaufnahme der Ermittlungen zu erwirken. Ebenso wird zu überprüfen sein, ob das Delfinarium nicht geschlossen werden muss, um eine fachkompetente Oberaufsicht für die Delfinbehandlung zu gewährleisten. Hier scheinen alle Entscheidungsträger vom Tiergartendirektor bis hin zur zuständigen Tierärztin versagt zu haben.“

Das WDSF lässt jetzt weiter prüfen, ob die Antibiotika-Behandlung zum mehrfachen Tod von Delfinen in Nürnberg geführt hat. In der Schweiz wird derzeit gegen zwei Tierärzte strafrechtlich ermittelt, da die Universität Zürich nach dem Tod von zwei Delfinen innerhalb einer Woche im Vergnügungspark Connyland eine Antibiotika-Vergiftung als Todesursache ermittelt hatte. Ortmüller: „Wir haben einen Hinweis eines Fachdozenten von der Ruhr-Universität Bochum vorliegen, dass die Antibiotika-Behandlung der Delfine eventuell zur sogenannten „Herxheimer Reaktion“ geführt haben könnte, die mit Todesfällen verbunden ist, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Die Kompetenz der Nürnberger Tierärztin und der Tiergarten-Leitung wäre dann schwer in Frage gestellt.“

Zusammenfassung der tiermedizinischen Berichte auf: (Hier lesen)

Jürgen Ortmüller / WDSF-Geschäftsführer

Der Test: Wie heiß wird es im Sommer im Inneren eines Autos?

TASSO-TV gibt Auskunft

TASSO rät allen Tierfreunden: Lassen Sie Ihren Hund bei sommerlichen Temperaturen nicht im Auto. Auch nicht wenige Minuten und auch nicht, wenn die Scheibe ein paar Zentimeter offen ist.

TASSO hat den zehnminütigen Selbsttest im Auto bei nur 25 Grad Celsius gewagt. “Das ist nichts, was ich meinem Hund je antun würde”, so Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO, nach dem Test.

Eine Rechtsanwältin erläutert die rechtlichen Aspekte zu dem Thema. (Filmbeitrag von TASSO-TV hier ansehen)

TV-Tipp – Juli 2012

Donnerstag, den 19.07.2012 / 15.00 – 16.00 Uhr / WDR / Planet Wissen: “Glückliche Schweine – Von Ringelschwänzen, Sensibelchen und alten Rassen”

Schweine sind uns seit 9000 Jahren gute Gefährten. Sie sind intelligente und freundliche Tiere. Doch ihr Leben in menschlicher Obhut ist oft erbärmlich und ganz und gar nicht schweinegerecht. Planet Wissen zeigt, wie ein glückliches Schweineleben aussieht. (Hier zur TV-Vorschau)

Freitag, den 20.07.2012 / 15.00 – 16.00 Uhr / WDR / Planet Wissen: “Die Kuh – Heiligtum und Milchmaschine”

Die Kuh gilt in vielen Mythologien als Ursprung des Lebens. In Indien sind Kühe heute noch heilige Geschöpfe. Dieselbe Kuh, die in vielen Kulturen verehrt wird, steht heute in vielen Fällen das ganze Jahr über im Stall, frisst Kraftfutter und wird davon krank. Sie ist inzwischen reduziert auf effektive Fleisch- und Milchproduktion. Da haben alte Landrassen in der Rinderzucht schlechte Karten. (Hier zur TV-Vorschau)

Montag, den 23.07.2012 / 22:00 Uhr / NDR: Zoff an der Zapfsäule

Immer wieder das Gleiche: steigende Benzinpreise, wütende Verbraucher, Politiker unter Druck. Die Mineralölkonzerne weisen die Schuld von sich. Doch was ist die Ursache? Wie entsteht der Benzinpreis? Und vor allem: Wer macht das große Geschäft an der Zapfsäule? (Hier zur Vorschau)

Mutterliebe, beerdigt im Kochtopf

Was der Mensch den Tieren antut, ist ein Unrecht und eine Unmenschlichkeit, die in ihrer Dimension und Tragik nicht in Worten auszudrücken ist. Jeder Tiernutzer, jeder Tiermissbraucher, jeder Tiervernichter, in welcher Form auch immer, macht sich schwerster Untaten an den Tieren schuldig. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob Empfindungen, Gefühle, Schmerz, Freude, Angst – und Liebe und Mutterliebe – nur etwas mit der Intelligenz und den Gefühlen des homo sapiens zu tun haben? Fühlen, umsorgen und lieben nicht auch die Tiermütter ihre Kinder in gleicher Weise wie die Menschenmütter, egal ob Katze, Schwein, Hund, Vogel, Ente oder Pferd, Kuh, Elefant, Antilope, Maus, Ratte…?

Lesen Sie die mehr als berührende und tragische Geschichte einer Kuhmutter, die ihre Milch für ihr Zwillings-Baby bei sich behielt, sie dem Melker also nicht hergab, und ihr Zwillings-Baby vor dem Züchter vergebens zu verstecken suchte: (Hier lesen…)

Hunde vor Einschläferung

Der letzte Blick

Aus ihren Blicken spricht Mut, Stolz, Gelassenheit, Zuneigung: Ein Künstler aus Taiwan fotografiert Hunde kurz vor der Einschläferung in einem staatlichen Tierheim. Die Fotos sollen auf das Leid der Tiere aufmerksam machen – und zeigen, wie wenig deren Leben manchen Besitzern gilt. Tou: “Ich glaube, dass etwas nicht gesagt, sondern gefühlt werden sollte.”(Artikel hier weiterlesen + Fotografien des Künstlers ansehen)