„100 Prozent faire Tierhaltung“ – Was die Grünen als Ausweg ansehen

Ein Eindruck der Podiumsdiskussion in Hannover

Am Samstag, den 18.06.2016, fand in Hannover eine von der Grünen Bundes- und Landtagsfraktion organisierte Podiumsdiskussion zu dem Thema „faire Tierhaltung“ statt. Sowohl Abgeordnete der Partei, wie z. B. Anton Hofreiter und Christian Meyer, als auch Bauern, Tierschützer, Experten und viele Interessierte fanden ihren Weg zu der Diskussionsrunde.

Teilgenommen haben die Landesvorsitzende Niedersachsens, Lena Zebbedies, die Schriftführerin Simone Oppermann sowie vom Bundesvorstand der stellv. Generalsekretär Martin Buschmann.

Nach einer Einleitung des Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter und Landwirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Christian Meyer, wurden in Expertengesprächen und Podiumsdiskussionen mit stets wechselnden Diskutanten umfassende Unterhaltungen geführt. Es wurden hauptsächlich die Oberpunkte Wirtschaftlichkeit, Tierwohl und deren Alternativen besprochen.

Besonders wurde deutlich, dass sich das Kaufverhalten des Verbrauchers ändern muss. Konsumierten diese teuere und qualitativ hochwertigere Produkte, würde dies einen Gesamtanstieg des Marktpreises und einen Rückgang der Billigprodukte bedeuten. Außerdem wurde erwähnt, dass eine Umschichtung von Mitteln in der Agrarindustrie von der ersten Säule (Flächenförderung) in die zweite Säule (Tierwohlförderung) viel bewirken kann. Besonders ein Anstieg der Lebensmittelqualität und „gehobener“ Lebensbedingungen für die Tiere seien das Ergebnis.

Besonders von den Bauern wurde bei diesem Thema eingehend der Verlass auf eine Planungssicherheit eingeworfen. Die meisten Landwirte seien einer tierwohlorientierten Veränderung des Betriebes zugeneigt. Aufgrund von sehr hohen Investitionen und fehlender, langfristiger und zukunftsorientierter Planungssicherheit fehle jedoch ein wichtiger Schritt, um diesen Umbau zu wagen. Die Landwirte betonten häufig, dass der Wohlstand der eigenen Familie und des Hofes auf dem Spiel stehe und der Vorschlag ohne ausreichende staatliche Unterstützung nicht möglich sei. Es wurde mit Nachdruck an die anwesenden Politiker appelliert, einen Plan für ausreichend unterstützende Mittel aufzustellen und die Landwirte die folgenden Jahre nicht alleine zu lassen.

Des Weiteren wurde oft angesprochen, dass sich viele Verbraucher mehr Durchsichtigkeit im Einkauf wünschen, um das Kaufen zu erleichtern. Momentan gäbe es besonders in der Fleischproduktion nur zwei Möglichkeiten, auf die sich der Käufer einlassen kann. Diese sind die „gute“ Bio-Variante oder die weniger „gute“ Qualität aus dem Billigfleischsektor. Menschen, die viel Fleisch essen, sich aber nicht immer die gute Qualität leisten können, würden gerne auf eine bessere Alternative als das Billigfleisch, aber günstigere als die Bio-Qualität ausweichen. Dies sei bereits besonders bei den Eiern ersichtlich. Diese Durchsichtigkeit wünschten sich viele Teilnehmer der Veranstaltung bei allen tierischen Produkten. Dies gilt auch für Ware aus dem Ausland. Würde der Standard der Agrarindustrie in Deutschland gehoben, könnte der Markt von Billigfleisch aus dem Ausland überschwemmt werden. Dies befürchten besonders die betroffenen Landwirte. Allerdings könnte man durch eine verlässliche Kennzeichnung den Konsumenten die Möglichkeit geben, „Deutsche Qualität“ zu kaufen. Experten vermuteten, dass dieses Siegel erfolgreicher als das Billigfleisch aus dem Ausland sein würde und sprachen sich allesamt für diesen Kompromiss aus.

Leider wurde nur von einem Teilnehmer der Veranstaltung der ethische Gedanke angesprochen und der Titel „100 Prozent faire Tierhaltung“ in Frage gestellt. Wir haben uns das gleiche gefragt: Was bedeutet die Ethik in diesem Fall, wenn sich die „100 Prozent“ hauptsächlich auf das Endprodukt und somit auf das Wohl des Konsumenten beziehen, als vielmehr auf das Lebewesen hinter dem Produkt? Wieso wird nicht einmal ein Weg angesprochen, den Fleisch- und Milchproduktkonsum zu minimieren und dem gesättigten Markt ein wenig an Spannung und unnötigem Tierleid zu nehmen? So viele Tiere werden am Ende weggeschmissen, landen wiederum in Futtermitteln oder zerstören in Westafrika die Märkte. In Brasilien wird eine unvorstellbare Fläche an Regenwald gerodet, damit die Vielzahl an „Nutztieren“ in Deutschland und der EU ausreichend Futtermittel erhalten, in Deutschland wird die EU ausgenutzt, um noch wirtschaftlicher zu produzieren, die geringen Tierschutzgesetze lassen Tiertransporte bis in die Türkei zu und die Menschen, die von den „Resten“ des europäischen Fleischkonsums leben, nämlich die Westafrikaner, verspüren eine deutliche Veränderung des eigenen Marktes – und das keineswegs in eine positive Richtung.

„Traurig ist, dass Themen wie Tierrechte und Bio-Vegane Landwirtschaft gar nicht aufgekommen sind“, resümiert Martin Buschmann. „Die Grünen bieten zwar Lösungen an, Tierleid in der Massentierhaltung zu mindern, gehen damit aber nur die Symptome an. Wer sich für Tierrechte einsetzt, sollte sich gründlich überlegen, ob diese Partei die richtige ist. Wir, als Partei Mensch Umwelt Tierschutz, werden uns unbeirrbar und klar für die Abschaffung der grausamen Massentierhaltung einsetzen“, so Buschmann.

 

Offener Brief an Christian Schmidt bzgl. Nitrat-Verseuchung

Partei Mensch Umwelt Tierschutz / LV Ba-WÜ
Regionalgruppe Freiburg

Christian Schmidt
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
MdB Bundeswahlkreis 243 Fürth Geschäftsstelle
Ansbacher Str. 20b
91413 Neustadt a.d. Aisch

22.06.2016

Betrifft: Gesundheit und Umweltschutz

Sehr geehrter Herr Minister Schmidt,

bereits seit Oktober 2013 läuft ein Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Kommission gegen Deutschland wegen der anhaltenden Verunreinigung der deutschen Gewässer durch Nitrat vor dem Gerichtshof der EU!

Fast überall in Deutschland ist die Belastung durch Nitrat und Stickstoff zu hoch. Die Grenzwerte von 50 Milligramm pro Liter sind in jedem 2. Brunnen überschritten!
Auf Grundlage dieser Nitratwerte können sich im Organismus krebserregende Substanzen, sogenannte Nitrosamine bilden.
Ebenso können Nitrat- und Stickstoff-Überschüsse sämtliche Ökosysteme belasten, sowie Klima, Luftqualität und Biodiversität stark beeinträchtigen.

Der Zusammenhang von mit Milliarden Euro subventionierter Massentierhaltung  und der resultierende Gülleanfall ist hinreichend bekannt. Es gibt bei uns Regionen, wo in gigantisch großen Ställen Millionen von Tieren qualvoll gehalten und ausgebeutet werden, die Unmengen an Gülle produzieren. Diese wird auf Feldern, Wiesen und Äckern entsorgt, was bereits dazu führt, dass Nitrat ins Grundwasser sickert.

Wasser ist wohl die wichtigste Ressource des Menschen. Allerdings ist vor allem wegen der profitorientierten Massentierhaltung vielerorts das Grundwasser schon extrem mit Nitrat belastet.

Wir fordern Sie und Ihr Ministerium daher auf, endlich umgehend Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Stoppen Sie unverzüglich die grausame Intensivtierhaltung und die damit verbundene Nitratverseuchung unserer Böden und unseres Grundwassers!

Ein Paradigmenwechsel in der industriellen Tierhaltung muss endlich her.
Die Politik ist am Zug und darf nicht mehr aus Rücksichtnahme auf wirtschaftliche Interessen untätig bleiben!

In fast 3 Jahren hat die Bundesrepublik es nicht geschafft, hinreichende Zusatzmaßnahmen zu treffen, um die Nitratrichtlinien einzuhalten.

Nur noch bis zum 10. Juli bleibt Ihrem Ministerium und der Bundesregierung Zeit, um Brüssel mitzuteilen, wie Sie die Lage verbessern wollen. Die Vorlage einer neuen Düngeverordnung in Brüssel reicht, wie Sie wissen, nicht aus. Nach dem Willen der Kommission muss vielmehr umgehend nachgebessert werden. Sonst droht eine empfindliche Pauschalstrafe sowie möglicherweise zusätzlich ein Zwangsgeld pro “verschlepptem” Tag. Diese Kosten trägt am Ende wieder der Verbraucher, wenn Sie nichts unternehmen. Handeln Sie endlich! Und zwar nicht im Sinne der Profite der tierquälerischen Agrarindustrie, sondern im Sinne der Verbraucher, der Tiere und der Umwelt!

Auch wir erwarten eine zeitnahe Antwort von Ihnen.

Freundliche Grüße,
Gabriele Legewie für die
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Regionalgruppe Freiburg

PM: Ablehnung Vorschaltbeschwerde Kükenschreddern

Pressemitteilung vom 21.06.2016

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei hatte im April Strafanzeige gegen die Große Koalition wegen des Vorwurfs der Verfassungswidrigkeit erstattet.

Die Ablehnung eines Verbotes des Tötens männlicher Küken verfehle das in Artikel 20a Grundgesetz implementierte Staatsziel Tierschutz und verstoße somit gegen höherrangiges Recht.

Gegen die erste Einstellung des Ermittlungsverfahrens reichte die Partei Vorschaltbeschwerde ein.

Nun teilt der Staatsanwalt die erneute Einstellung des Verfahrens ohne Aufnahme von Ermittlungen mit.

Der Sachverhalt möge unter vielerlei Gesichtspunkten diskussionswürdig sein, es sei jedoch strafrechtlich nicht fassbar, die Personen, die als Repräsentanten verschiedener eingebundener Behörden bzw. Ministerien oder als Organe im politischen Willensbildungsprozess an der Entscheidung, ein Verbot des Kükenschredderns abzulehnen beteiligt waren, haftbar zu machen.

Ein Verstoß gegen Verfassungsrecht stehe in diesem Falle nicht unter Strafe.

Ein Freifahrtschein für unsere Politiker und ein Schlag ins Gesicht für jeden Tierschützer!

Die Entscheidungen der Bundesregierung und der Staatsanwaltschaft zeigen eindrucksvoll, dass Tierschutz in Deutschland nur auf dem Papier Verfassungsrang hat und in der Praxis Profitmaximierung sowohl von der Wirtschaft als auch von der Politik und sogar der Justiz über dieses Staatsziel gestellt wird. Das Schreddern oder Vergasen jedes zweiten neugeborenen Kükens und die Zucht von über 50 Millionen Tieren für den Müll ist an Dekadenz und Lebensverachtung wohl kaum zu übertreffen“, so Bundesvorsitzender Matthias Ebner.

Rechtlich gesehen könne man ein Klageerzwingungsverfahren einleiten.

Man werde diese Möglichkeit nun von einem Anwalt prüfen lassen.

Pressekontakt:
Sandra Lück
sandra-lueck@tierschutzpartei.de
0177 1795420

Neuseeland schafft Grundrechte für Tiere

Tierrechte in die Verfassung – jetzt!

Nachfolgende Pressenachricht dürfte Anlass zur Freude und Hoffnung sein. Immer mehr Menschen erkennen, dass Tiere keine Sachen sind, sondern empfindungsfähige Lebewesen, die ein Recht auf Schutz und Unversehrtheit um ihrer selbst willen haben.

Neuseeland hat in diesem Jahr „Grundrechte für Tiere“ in die Verfassung aufgenommen. Wir als Partei begrüßen diesen wichtigen Schritt außerordentlich und verstehen ihn als Signalwirkung weltweit. Das Gesetz trat im Februar in Kraft und bescheinigt allen Tieren in Neuseeland Empfindungsfähigkeit. Misshandlungen von Tieren und Tierversuche werden unter Strafe gestellt. Wer Tiere jagt und Wildtiere gefangen hält, macht sich ebenfalls strafbar.

Continue reading “Neuseeland schafft Grundrechte für Tiere”

Demo gegen das Schweinehochhaus – MDR berichtet

Der MDR berichtet über unsere Aktion gegen das Schweinehochhaus. Hier ansehen. Ein weiterer sehenswerter Bericht zu unserer Aktion gegen das Schweinehochhaus, der deutlich zeigt, dass wir uns im Gegensatz zu den Grünen konsequent gegen das Tierleid in der Massentierhaltung einsetzen. Hier ansehen.

Wir danken dem MDR für die Berichterstattung!

In 16 Tagen zu Fuß von Bayern nach Maasdorf – Reisebericht und Fazit von Horst Wester!

20160611_143309_klein-300x183„Mit uns reden, statt über uns!“ – das war der Slogan der kleinen Gegendemonstration, die kurzfristig organisiert wurde, um unserer Kundgebung vor dem Schweinehochhaus in Maasdorf in Sachsen-Anhalt etwas entgegenzusetzen. Vermutlich sollten wir uns noch freuen, dass nicht demonstrativ gegrillt wurde!

Von einer Bereitschaft, sich mit den ethisch und moralisch begründeten Vorwürfen und Forderungen ernsthaft auseinanderzusetzen, sind sämtliche Verantwortlichen allerdings weit entfernt. Von den Verantwortlichen vor Ort wird nach wie vor gepredigt, dass es eine unumstößliche Notwendigkeit sei, unter kostengünstigsten und effektivsten Voraussetzungen billiges Fleisch zu produzieren, weil es der Verbraucher so möchte und um die Versorgung der Menschen mit Nahrung sicherzustellen. Angesichts der Tatsache, dass im Durchschnitt bei der Produktion von 1 Kalorie Fleisch etwa 9 Kalorien pflanzlicher Lebensmittel vernichtet werden, klingt das Letztere in den Ohren logisch denkender Menschen wie blanker Hohn.

Von den verantwortlichen Politikern kam auf unsere Aufforderung, sich doch den Vorwürfen vor Ort zu stellen, noch nicht einmal eine Reaktion – geschweige denn, dass man das Gespräch mit Tierschützern gesucht hätte. Allerdings sind diese Politiker, denen Wegschauen kein Problem bereitet, natürlich nur ein Spiegelbild eines Großteils unserer Gesellschaft, die für den eigenen kurzen Gaumenkitzel das Thema Massentierhaltung erfolgreich ausblendet. Nutztiere sind ein Produkt, dass Gewinn abwerfen muss, in kg Schlachtgewicht gemessen wird und keinerlei Recht haben darf. Man möchte nicht anfangen, über gequälte Tiere nachzudenken, denn das würde bedeuten, dass man sein Leben ändern müsste, dass Rücksicht plötzlich vor Egoismus käme. Davor hat man wohl Angst.

Resigniertes Schulterzucken bei befragten grünen Politikern mit einem Statement, dass nach dem Gesetz bei dieser Art von Nutztierhaltung alles in Ordnung wäre, sind ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die gesamte amtierende, etablierte Politikerzunft stillschweigend darauf geeinigt hat, dass man, um es sich mit der Agrarlobby nicht zu verscherzen, die Missstände öffentlich totschweigt – oder aufgegeben hat. Deprimierende 0,6 Prozent ökologische Schweineproduktion in Deutschland lt. offizieller Schlachtzahlen in 2014 lassen Tierschützer schier verzweifeln.

Da uns Verantwortlichen in der Partei Mensch Umwelt Tierschutz aber klar ist, dass Aufklärung und Widerstand bei dieser Thematik kontinuierlich weitergehen muss, hatten wir uns dazu entschlossen, diese Kundgebung in Maasdorf zu veranstalten. Ich persönlich wollte, um der ganzen Angelegenheit noch mehr Nachdruck zu verleihen, als Bundesvorsitzender zu Fuß von meinem Wohnort in Bayern nach Maasdorf laufen. Rückblickend möchte ich sagen, dass es nicht einfach war, aber sowohl zahlreiche positive Unterstützung bereits im Vorfeld als auch während meiner Wanderung ließen mich mein Ziel nie aus den Augen verlieren und bis zum Schluss durchhalten.

Leider begegnete mir sehr viel Ignoranz, aber etliche Menschen gaben mir auf dem beschwerlichen Weg durch ihre direkte Unterstützung, durch ihre Anteilnahme und durch ihre Aufgeschlossenheit trotzdem das Gefühl, dass noch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Gemeinsam könnte mit Sicherheit einiges in der Zukunft bewegt und verändert werden. Gastfreundlichkeit und ehrliches Interesse habe ich auch erleben dürfen, und zwar von ganz unterschiedlichen Menschen. Diesen möchte ich natürlich ganz besonders danken. Intensive Gespräche haben mich zum Nachdenken und Reflektieren angeregt. Eines habe ich mit Sicherheit gelernt: gerade Zuhören ist enorm wichtig und eröffnet einem auch neue Blickwinkel.

Leider hatten ganz viele Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen wohl ihre Gründe, weshalb sie es großteils noch nicht einmal für nötig erachteten, diese Veranstaltung zu bewerben oder auf unsere Anfrage zu antworten, geschweige denn sich zu beteiligen. Mit aus diesem Grund hielt sich die Anzahl der Teilnehmer an der Demo mit knapp 100 Personen auch in Grenzen. Das ist sehr schade. Mir persönlich ist es völlig unverständlich, dass es nicht möglich ist, für eine wichtige Sache gemeinsam auf die Straße zu gehen oder sich zu engagieren. Oder zumindest soviel Anstand zu besitzen, auf eine offizielle Anfrage zumindest zu reagieren. Das ist einfach nur traurig. Solange sich der Widerstand in diesem Bereich nicht vernetzt und kooperiert, solange z.T. persönliche Befindlichkeiten oder Vorurteile wichtiger sind als sie Sache, ist es für verantwortliche Politiker natürlich leicht, so weiterzumachen wie bisher. Der Protest muss nicht wirklich beachtet werden, da er überschaubar ist!

Der eingangs erwähnte Slogan „Mit uns reden, statt über uns!“ trifft hier ins Schwarze. Aber das ist natürlich nur meine persönliche, unwesentliche Meinung. Wir sind jedenfalls immer zum Dialog bereit, wenn er ehrlich und zielorientiert geführt wird und können hiermit nur alle auffordern, in diesen mit uns einzutreten.

Danke nochmals an alle, die geholfen und unterstützt haben (im Speziellen „Menschen für Tierrechte Nürnberg e.V.“), an meine „Mit“-Läufer Andreas Döring, Fay Satura und Silke Kerner (die aus persönlichen Gründen leider vorzeitig aufgeben musste) für ihren bewundernswerten Einsatz sowie an alle, die vor Ort waren. Ihr habt diese Veranstaltung zu einer tollen Aktion gemacht, die ohne Frage ein weiterer Puzzlestein im Kampf gegen die gewissenlose Ausbeutung unserer Mitgeschöpfe ist!

Euer Horst Wester

Presse über uns

Pressebericht in der MZ vom 12.06.2016 über unsere Demo gegen das Schweinehochhaus.

Pressebericht in der MZ vom 08.06.2016 über Demoankündigung in Maasdorf.

Pressebericht in der Freien Presse vom 02.06.2016 über BGSt. und Demoankündigung in Maasdorf

Pressebericht in der Frankenpost über Horst Westers Motivation

Horst in Frankenpost

 

8. Juni Weltmeerestag

Am heutigen Weltmeerestag ruft der “Bundesarbeitskreis Ozeanschutz” der Partei Mensch Umwelt Tierschutz dazu auf, sich zu entsinnen, dass sich unsere Meere am Rande eines katastrophalen Kollaps befinden.

Bereits über 70 Prozent aller Arten werden überfischt, unzählige Arten sind vom Aussterben bedroht, Gift und Müll ersticken das marine Ökosystem.

Der Schutz unserer Meere sollte dem Menschen ein ganz besonderes Anliegen sein, denn wenn das Meer stirbt, so sterben auch wir.

Der heutige Tag gibt Gelegenheit, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welchen Schaden unser elementares Lebenserhaltungssystem durch den menschlichen Konsum und Gleichgültigkeit nimmt und was jeder Einzelne dagegen ausrichten kann.

Eine gute Tat hat noch niemandem geschadet und der Verzicht auf Fisch und Meeresfrüchte bedeutet in unserer zivilisierten Gesellschaft kein Unglück.

Die Entscheidung, zur Papier- statt Plastiktüte zu greifen, birgt keine Gefahr.

Ein Delfinarium zu meiden, zeugt von Vernunft und Konsequenz.

Ein einziger Tag im Jahr für den Schutz unserer Meere ist zu wenig, doch wenn wir heute begreifen, dass unser Überleben unausweichlich mit dem unserer Ozeane zusammenhängt, dann werden wir uns hoffentlich auch morgen und jeden weiteren Tag des Jahres daran erinnern.

Angorawolle und Daunenproduktion – reinste Tierfolter

Petitionen

Heute gleich zwei Petitionen von der weltweit größten Tierrechtsorganisation Peta zum Verbreiten und Unterzeichnen. Danke!

Danke an Peta, die Recherchen dieser Art veröffentlichen und zur Aufklärung der Verbraucher_innen beitragen!

Auch wir von der Partei möchten Sie inständig bitten, keine Produkte aus Daunen und Angorawolle zu kaufen, denn mit dem Kauf dieser Produkte unterstützen Sie unermessliches Tierleid. Bitte denken Sie vor dem Kauf an die Tiere und entscheiden Sie sich für tierfreundliche Alternativen.

Fotoquelle: Peta
Fotoquelle: Peta

Peta schaute sich auf extra dafür ausgezeichneten “artgerechten” Angorafarmen in China um und stellte schockierendes Leid, systematische Vernachlässigung und tödliche Tierquälerei fest.

Hier alles zum Thema lesen und Petition unterschreiben.

 

 

 

 

 

 

 

Fotoquelle: Peta
Fotoquelle: Peta

Aktuelle Dokumente von Gänsefarmen in China beweisen, dass nach wie vor Gänse lebendig gerupft werden.Die Aufnahmen zeigen, wie Arbeiter Gänsen bei vollem Bewusstsein die Federn ausreißen, sodass die blutenden Tiere vor Schmerzen schreien.

Hier alles zum Thema lesen und Petition unterschreiben.

 

 

 

 

Thomas Schwarz trifft Umut Ali Oksüz

Landesvorsitzender NRW Thomas Schwarz trifft Umut Ali Öksüz, Gründer der Initiative “Interkulturelle Projekthelden” und Träger des Integrationsförderpreises 2015 der Stadt Neuss

Am Montag, den 30. Mai 2016, traf der Landesvorsitzende NRW Thomas Schwarz sich im “Raum der Kulturen” in Neuss mit Umut Ali Öksüz, Autor im Projekt „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“ mit dem Schwerpunkt Interkulturelle Elternbildung und Unterstützter der Initiative “Manifest der Vielfalt”.

Der Landesvorsitzende Thomas Schwarz hat 13 Jahre in der Lehrerbildung an der Universität Duisburg-Essen gearbeitet, zusätzlich nahm er Lehraufträge an der Universität Bielefeld und am Zentrum für Hochschuldidaktik und Qualitätssicherung (ZfH) am Campus Duisburg der UDE wahr. 2013 gründete er in Neuss eine Praxis für Systemische Therapie und Beratung und ist zudem als freiberuflicher Dozent und Berater u.a. für die eigene Schwarz Consulting sowie die Stierle Consulting, Recklinghausen tätig. Einem größeren Kreis im Tierschutz ist Thomas Schwarz durch seine Tierschutzlehrer-Workshops für das Deutsche Tierschutzbüro bekannt.

Bei dem Treffen wurde u.a. über die Inhalte der politischen Arbeit und Ziele der Partei Mensch Umwelt Tierschutz gesprochen und über mögliche Projekte mit Kindern und Jugendlichen, die in verschiedenen Kulturen und Ethnien verwurzelt sind. Dabei sind erste Ideen entstanden, wie künftig Kinder und Heranwachsende mit und ohne Migrationshintergrund Vielfalt auch vor Fragen des Tierschutzes und der Verantwortung für die natürlichen Lebensgrundlagen im Rahmen von Angeboten zur Werteerziehung und Wertevermittlung erfahren können.

Thomas Schwarz hatte 2010 das Projekt “Bündnis Zukunft – Perspektiven für Kinder” (http://www.buendnis-zukunft.org/) gegründet, bis 2013 angesiedelt als freiwilliges Angebot und soziales Engagement im Rahmen von “Service learning” in den Lehramtstudiengängen, seit 2013 als freies Projekt mit nunmehr Sitz im Rhein-Kreis Neuss und neuer, offener Ausrichtung.

Erste Ideen, wie eine Kooperation zwischen der Initiative “Interkulturelle Projekthelden” und Angeboten zu Themen um Umwelt, Tierschutz und Kulturelle Vielfalt seitens Thomas Schwarz gestaltet werden können, anhand derer junge Menschen auch etwas über Politik und politische Zusammenhänge sowie über demokratische Teilhabe in der postmodernen Gesellschaft erfahren können, wurden bereits perspektivisch ausgelotet. Demnächst dazu an dieser Stelle mehr.

Spontan hat sich zwischen Umut Ali Öksüz und Thomas Schwarz eine Co-Autorenschaft für das Abfassen eines Artikels zu dem Stichwort “Kulturelle Vielfalt” für das “Lexikon der Schulsozialarbeit” ergeben.

Grausamstes Tierleid in drei britischen Schweinebetrieben

Undercover unterwegs…

Dank der Tierrechtsorganisation „Animal Equality“, die in drei typischen, zufällig ausgewählten, britischen Schweinebetrieben recherchiert haben, konnten weitere Missstände aus der europäischen Schweinehaltung ans Tageslicht gebracht werden. Laut der Organisation zeigt das  “Undercover-Videomaterial grausamstes Tierleid und routinemäßige Verstöße gegen britische und europäische Tierschutzvorschriften.“

Ein großes Dankeschön geht an „Animal Equality“, die unter nicht ganz einfachen Bedingungen vor Ort an der Quelle des Leides gefilmt (Video) haben. Von daher ist es von großem Nutzen, dass wir uns alle umfangreich vernetzen und somit helfen, Recherchen dieser Art zu verbreiten. Dadurch erhalten immer mehr Menschen Zugriff und Einblick in die Intensivtierhaltung. Niemand kann dann mehr sagen, er hätte von all dem nichts gewusst. Was wir den Tieren mit “unserem” unersättlichem Fleischkonsum antun, ist mit nichts, aber auch gar nichts, zu rechtfertigen.

Bitte verbreiten Sie die aktuelle Recherche von „Animal Equality“. Danke!

Milchpreisverfall – Bauern in Not, ausgebeutete Kühe

Gestern berichtete das „Heute Journal“ u.a. über das Dilemma der Milchbauern. In der Mediathek hier ansehen. Über:

Milch-Flut: Millionenhilfe für Bauern

  • Milchgipfel
  • Preisverfall der Milch, ruinöses Wirtschaften

Milch und mehr: Die Fakten

  • Die Kuh: Die Hochleistungsmilchmaschine
  • Entwicklung der Milchpreise von 2006 – 2016
  • Der Anteil der Biomilch in Deutschland beträgt gerade mal 2,3 %

Zu Löwenstein: Perspektiven bei Milch fehlen

  • Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Landwirt, Vorsitzender vom Bund ökol. Lebensmittelwirtschaft, zeigt für die Bauern Perspektiven auf und erklärt, dass erst einmal die grundsätzliche Frage geklärt werden muss: Wie wird Milch erzeugt?

Sehr interessant das Interview mit zu Löwenstein: “Er fordert eine artgerechte Fütterung von Milchkühen, keine Fütterung von Kraftfutter; keine Einfuhr von Futtermitteln, wo Regenwald abgeholzt wurde; Milcherzeugung pro Jahr halbieren; die Ernährung der Deutschen mit Fleisch und Milchprodukten ist viel zu hoch. Sein Fazit: Wir wirtschaften auf Kosten nachfolgender Generationen!”

1. Juni – Tag der Milch

Unseren Milchflyer können Sie zum Verteilen gerne in der BGSt. bestellen: bundesgeschaeftsstelle (at) tierschutzpartei.de

Was wir brauchen ist ein Systemwechsel, ein ökologisches Bewusstsein der Erzeuger und Konsumenten sowie eine hohe Wertschätzung von  tierlichen “Lebensmitteln”. Es ist schon sehr merkwürdig, dass außer dem Mensch kein erwachsenes Säugetier noch Muttermilch und dazu von einer anderen als der eigenen Spezies trinkt. Alles zum Thema Milch hier.

Unser Milch-Flyer
Unser Milch-Flyer

Petition

Bitte unterschreiben Sie den Online-Protest zum Tag der Milch von der “Welttierschutzgesellschaft”: “Führen Sie tiergerechte Mindeststandards für die Haltung von Milchkühen ein!” und helfen Sie mit, die Petition bekannter zu machen. Danke!

O-Ton Thomas Schwarz, Generalsekretär:

“Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz beobachtet diese Entwicklung am Beispiel des Preisverfalls der Tiermilch mit großer Sorge um eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Deutschland. Eine solche Landwirtschaft sollte weniger von Effizienzkriterien auf Kosten von Menschen, Umwelt und Tieren bestimmt sein, als vielmehr von einem Bestreben nach einer echten Bewirtschaftung von Land nach ökologischen Kriterien und mit fairen Bedingungen, die es Menschen ermöglicht, von ihrem bewirtschafteten Land existieren zu können.

Die Tierschutzpartei erachtet Milch von fremdartigen Säugern als kein geeignetes Nahrungsmittel für Menschen. Vielmehr legen einige Befunde aus empirischen Studien den Verdacht nahe, dass ein ausgiebibiger Milchkonsum bis in das Erwachsenenalter hinein das Risiko an Protatakrebs oder Osteoporose zu erkranken deutlich begünstigen kann.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich dafür ein, dass pflanzliche Alternativen zur Milch bei der Mehrwertsteuer (derzeit 19%) wenigstens nicht höher besteuert werden als die Milch (derzeit 7%). Tiere sind Individuen und dürfen nicht zur Ware degradiert werden.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) setzt sich daher für das Ziel einer Landwirtschaft ohne die Ausnutzung von Tieren, unter fairen Bedingungen des Marktes, das heißt, auch unter Abbau marktverzerrender Subventionen ein.”