Maßnahme im Gastronomiebetrieb gegen Lebensmittelverschwendung

Bitte aufessen!

Auf der einen Seite leiden weltweit knapp eine Milliarde Menschen an Hunger und auf der anderen Seite landen Millionen von Tonnen Lebensmitteln der reichen Industrienationen auf dem Müll. Lebensmittel, die bei der Herstellung immense Flächen wie Land und wertvolle Ressourcen wie Wasser und Energie verbrauchen, aus marktpolitischen Gründen einfach wegzuschmeißen, ist definitiv ein Schlag ins Gesicht für die Menschen, die täglich auf unserem Planeten nicht ausreichend zu essen haben.

Jede_r Einzelne im privaten Bereich kann deshalb der achtlosen Lebensmittelverschwendung entgegen wirken; einfach nur so viele Lebensmittel kaufen, die auch in einem gewissen Zeitrahmen verbraucht werden können. Dies schont vor allem die Natur und nebenbei den Geldbeutel.

In dieser Hinsicht tut sich jetzt etwas im Gastronomiebereich. Ein Restaurantbesitzer in Stuttgart (Yuoki) und eine Restaurantkette aus Düsseldorf (Okinii) stellen den Gästen die Abgabe von Essensresten in Rechnung, die in Form von einer Gebühr von einem Euro bezahlt werden muss. Man will die Gäste dazu anhalten, dass sie nur so viel bestellen wie sie auch tatsächlich verzehren können, weil Verschwendung nicht geschätzt wird.

Die freundliche „Erziehungsmaßnahme“ der Restaurantbesitzer, die über den Geldbeutel abläuft, mag in manchen Augen zwar hart sein, ist aber gewinnbringend für unsere Natur, mit der wir alle verantwortungsvoll umgehen müssen.

Eure Bundesgeschäftsstelle

Strafverfahren wegen Tierquälerei eingeleitet – Update

Wir veröffentlichen den wichtigen Nachtrag vom “Deutschen Tierschutzbüro” in der Sache “Strafverfahren wegen Tierquälerei” eingeleitet. Das “Deutsche Tierschutzbüro” bittet darum sich an der Aktion vor Gericht zu beteiligen und an der öffentlichen Verhandlung teilzunehmen.

O-Ton “Deutsches Tierschutzbüro”: “Immer wieder haben uns Verbraucher geschildert, dass sie „nur beim Metzger ihres Vertrauens“ und beim „Bauern von nebenan“ ihr Fleisch kaufen. Bei unserer neuesten Recherche haben wir genau hinter die Kulissen solcher „Bauern von nebenan“ geschaut, die das Fleisch bei Metzgern verkaufen. In diversen Schweinemastbetrieben in der Region Zeven (bei Bremen) haben wir die Zustände dokumentiert und am Montag in die Öffentlichkeit gebracht, u. a. hat der NDR in der Sendung MARKT berichtet, einen Mitschnitt der Sendung finden Sie auf unserer Website.

Die Zustände in den Betrieben waren gravierend: blutende Wunden, tote Tiere und der Einsatz von Antibiotika. In einem Betrieb quillt sogar Gülle aus den Spaltenböden, in einem anderen haben sich die Tiere aufgrund der Enge gegenseitig zerkratzt. Besonders schlimm sah es in einem Betrieb aus, der laut hofeigenem Werbeschild für die VION-Edelmarke LandJuwel produziert. Der Betrieb soll ein Vorzeigebetrieb sein, der mit dem „Bauern von nebenan“ wirbt. Wir mussten das Veterinäramt einschalten, doch leider kam für viele der Tiere jede Hilfe zu spät, sie mussten eingeschläfert werden.

Aufgrund unser Strafanzeige muss sich der „Bauer von nebenan“ am 01.08.2016 vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass der Tatvorwurf der Tierquälerei erfüllt ist. Es droht eine Freiheitsstrafe. Auch wir sind an der Gerichtsverhandlung beteiligt, so wird Jan Peifer, Gründer vom Deutschen Tierschutzbüro, als Zeuge aussagen. Zudem werden wir eine Aktion vor Gericht durchführen und den Hof des Bauern symbolisch absperren.

Bitte beteiligen Sie sich an der Aktion vor Gericht und nehmen Sie an der öffentlichen Verhandlung teil. Treffpunkt ist um 08:15 Uhr am 01.08.2016 vor dem Amtsgericht Zeven (Auf dem Berge 1 in 27404 Zeven, bei Bremen).”

Strafverfahren wegen Tierquälerei eingeleitet

Der NDR hat gestern über die neusten Enthüllungen vom „Deutschen Tierschutzbüro“ berichtet. Erneut ist klar: Eine artgerechte „Nutztierhaltung“ ist nicht möglich!

Dank dem „Deutschen Tierschutzbüro“ wurde wieder einmal übelste Tierquälerei in unserem Land aufgedeckt, die nicht ohne Folgen bleiben darf!

O-Ton Deutsches Tierschutzbüro: „Monatelang wurde dafür bei einem der größten Schlachtunternehmen in Deutschland recherchiert und dokumentiert. Die Aufnahmen sind schockierend und zeigen erneut auf, dass eine artgerechte Haltung von sogenannten Nutztieren nicht möglich ist. Besonders pikant: Das Schlachtunternehmen wirbt mit einer Edelmarke vor allem mit dem Slogan „vom Bauern von nebenan“, doch der „Bauer von nebenan“ quält leider auch die Tiere. Die uns vorliegenden Videoaufnahmen sind so gravierend, dass wir das zuständige Veterinäramt einschalten und Strafanzeige stellen mussten.

Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass auch der „Bauer von nebenan“ gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat. Am 01.08.2016 kommt es zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht in Zeven (bei Bremen). Wir sind an der Gerichtsverhandlung auch beteiligt, so wird unser Gründer Jan Peifer als Zeuge aussagen.“

Hier zum Bericht und zur Sendung im NDR

Was kann ich als Einzelner tun?

  • Unsachgemäße Behandlung von Tieren melden
  • Tierquälereien beim Namen nennen, Informationen darüber verbreiten
  • Protestbriefe / Leserbriefe schreiben
  • Vegetarisch/vegan leben
  • Partei Mensch Umwelt Tierschutz wählen; mit helfen, dass unsere Ziele bekannter werden

 

3. Treffen der europäischen Tierschutzparteien

Den Haag, 14. – 17. Juli 2016

Auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (vertreten durch Horst Wester, Matthias Ebner und Martin Buschmann) ist der Einladung der Animal Politics Foundation (APF) nach Den Haag natürlich sehr gerne gefolgt. Die APF ist eine Organisation, die von der niederländischen Partij voor de Dieren gegründet wurde und das Ziel verfolgt, politische Tierschutzthematik europaweit zu fördern.

Neben unserer Partei waren unter anderem führende Repräsentanten der Gastgeber, der spanischen PACMA, der portugiesischen PAN, der Animal Welfare Party (Großbritannien) oder auch unsere Kollegen der frisch gegründeten EOP aus Finnland anwesend. Nähere Informationen zu den einzelnen Parteien unter: http://www.partyfortheanimals.nl/de/parties-for-animals-worldwide/

Dabei wurde in diversen Workshops und Diskussionsrunden ein intensiver Gedanken- und Erfahrungsaustausch betrieben. Positive Entwicklungen wurden genauso thematisiert, wie politische Dilemmata, in denen alle unsere Schwesterparteien stecken. Für unsere Delegation war es natürlich extrem wichtig, die europäischen Kollegen kennenzulernen, Anregungen für eine weitere positive Entwicklung in Deutschland mitzunehmen und ein Teil einer europa- und weltweiten politischen Bewegung zu sein, die das Ziel hat, den Tieren eine echte Stimme zu geben.

Sehr interessant war natürlich auch der Besuch und Vortrag von Anja Hazekamp, der niederländischen Vertreterin (MEP) im europäischen Parlament. Neben ihren aktuellen Informationen aus Brüssel und Straßburg war es für uns ausgesprochen wertvoll zu wissen, dass wir in ihr  einen direkten Ansprechpartner in Brüssel haben. Diesen Kontakt werden wir natürlich pflegen, bis wir wieder selbst in Europa ein Mandat haben. Wir wünschen Anja weiterhin viel Erfolg und gratulieren ihr zu dem „Animal Welfare Award 2016“, den sie parlamentsintern errungen hat.

Das Fazit aller Teilnehmer fiel geschlossen aus: Die europäische Tierschutzbewegung rückt immer näher zusammen, das Verständnis und die Kooperation untereinander wächst. Das ist allerdings auch unabdingbar in einer Zeit, in der Gesetze großteils in Brüssel gemacht werden. Die Tierschutzpartei ist ein allseits respektierter und anerkannter Teil dieser Gemeinschaft.

Nähere Informationen zu dem Meeting in Den Haag wird es in Kürze hier auf unserer Website und in unserem kommenden MUT-Magazin geben.

Horst Wester, Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Terror in Nizza

Wir möchten den französischen Bürgerinnen und Bürgern unser Mitgefühl und den Hinterbliebenen des Anschlages, der vor drei Tagen in Nizza verübt wurde, unser tiefes Beileid aussprechen.

Am Nationalfeiertag raste ein 31-jähriger Tunesier mit einem LKW in eine feiernde Menschenmenge, bei der mindestens 84 Menschen ums Leben kamen. Darunter waren auch Kinder und Jugendliche.

Wie aus der Freien Presse heute zu erfahren war, kam bei dem Anschlag auch eine junge Lehrerin aus Kirchberg ums Leben. Wir möchten an dieser Stelle extra eine Beileidsbekundung zu den Hinterbliebenen nach Kirchberg senden, das nur ca. 20 km von Treuen, dem Sitz der Bundesgeschäftsstelle unserer Partei, entfernt liegt. „Die Welt ist klein und der Terror ganz nah,“ so Sabine Jedzig von der Bundesgeschäftsstelle.

2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Nepal

Eine glückliche Fügung: Vom 13. bis zum 19. März diesen Jahres fand die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Nepal statt. Kurzfristig teilte Shannon Lück, Tochter unserer stellvertretenden Bundesschriftführerin, ihre Anmeldung für die Teilnahme in Kathmandu mit.

Als Menschen- und Frauenrechtlerin zögerte sie keinen Moment, ihre Reise auf Rückfrage als Delegierte der Partei Mensch Umwelt Tierschutz anzutreten und im Anschluss folgenden ausführlichen Bericht zur Verfügung zu stellen:

„Frauen erklimmen die höchsten Berge!“

Unter diesem Motto stand die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, die vom 13. bis zum 19. März 2016 in Kathmandu/Nepal stattgefunden hat. 1.300 TeilnehmerInnen, hauptsächlich Frauen, aus 48 Ländern kamen hierfür in der ehemaligen Academy Hall in Kathmandu und drumherum zusammen. Darunter eine Delegierte der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

Was ist die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen?

Seit 2001 hatte es einen Aufschwung an neuen, internationalen und frauenpolitischen Zusammenschlüssen der Gewerkschaften und anderen Organisationen gegeben. So kamen bei diversen Foren, an denen man sich beteiligte, Vertreterinnen und Repräsentantinnen der kämpferischen Frauenbewegung aus verschiedensten Ländern zusammen. Bald erkannte man die Notwendigkeit und Chance, die sich hier auftat: Die weltweite Vernetzung der fortschrittlichen und freiheitlichen Frauenbewegung.

Natürlich fehlte es an Struktur, gemeinsamen Inhalten, und Organisation. Es dauerte noch einmal lange, bis der Frauenpolitische Ratschlag in Deutschland 2006 letzten Endes den Vorschlag einer Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen lieferte. Sie soll an die Traditionen der Frauen- und Arbeiterbewegung anknüpfen, ohne sich an veralteten Denkmustern festzuhalten.

Auch wenn der Aufschwung einer internationalen Frauenbewegung in den 1970er und 1980er Jahren noch so berechtigt und notwendig war, stand die damals entstehende UN-Frauenkonferenz schon derzeit vor dem Hintergrund, dass eine formaljuristische Gleichstellung der Frau inzwischen zu einem Interesse der Wirtschaft, und somit auch der Regierungen geworden war. Man hatte mittlerweile erkannt, dass die Arbeitskraft der Frauen so viel optimaler ausgeschöpft werden konnte. Wenn man diese Hintergründe bei der Entstehung der ersten „UNFrauendekade“ 1975 bedenkt, erscheint es bemerkens- und erwünschenswert, dass die Entstehung von Foren der Nichtregierungsorganisationen bei den Folgenden UN-Frauenkonferenzen drastisch wuchs. Doch bald wurden die NGOs von Parteien, Stiftungen, Kirchen etc.aus den westlichen und imperialistischen Ländern finanziert – und so gesteuert und instrumentalisiert. Es dauert also nicht lange um festzustellen, dass die UN-Frauenkonferenz und ihre Nachfolgekonferenzen der UNO kein Knotenpunkt der selbstbestimmten Frauenbewegung sein konnte und auch niemals sein wird.

Was bleibt ist die Notwendigkeit der Frauen, sich selbstbestimmt und unabhängig zu organisieren. In Zeiten der endlosen Globalisierung müssen auch die Unterdrückten anfangen, global zu denken und sich zu vernetzen, an einem Strang zu ziehen. Gleichzeitig sind viele feministische Frauenbewegungen an ihrer Nieschenpolitik gescheitert. Sie hatten den Bezug zur betroffenen Masse verloren. Die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen erhebt den Anspruch, eine Plattform für die proletarische Frauenbewegung zu bieten, die die Bedürfnisse und Probleme der Unterdrückten eint statt sie gegeneinander ausspielen zu lassen.

2011 wurde dann zur ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen nach Caracas/Venezuela aufgerufen. Diese beschloss am 7. März 2011, einen Tag vor dem 100. Jahrestag des Frauenkampftages, ihre eigene Resolution „Über die Zukunft der kämpferischen Weltfrauenbewegung!“

Hier sei ein Punkt aus dieser Zitiert: „Viele von uns arbeiten für eine sozialistische Alternative als Antwort auf die Wünsche und Träume von einer besseren Welt. Doch die Vorstellungen davon sind sehr unterschiedlich. Deswegen halten wir eine große Perspektivdiskussion für notwendig in den vielfältigen Kämpfen der Frauen: gegen die sexuelle Ausbeutung, Frauen-/Kinderhandel, für gleiche Löhne und das Recht auf würdige und sichere Arbeit, soziale Rechte, den Schutz der Umwelt, gegen Rassismus und Ausländerhass, für das Recht auf gleichberechtigte politische Beteiligung etc.“

5 Jahre später, in Kathmandu

Und auf eine solche Resolution arbeitete auch die 2. Konferenz hin, 5 Jahre später und auf einem anderen Kontinent. Am 17. März 2016 wurde sie dann in Kathmandu beschlossen, die Resolution „Frauen werden die höchsten Berge erobern!“. Doch dem voraus gingen Tage der inhaltlichen Auseinandersetzung, des kulturellen Austausches, und des gemeinsamen Kampfes.

Eine kämpferische Demonstration durch Kathmandu eröffnete die Konferenz am 13. März. Rund 2.000 Frauen und etliche Männer beteiligten sich an ihr. Zurück am Veranstaltungsort, hielt die Sprecherin des nepalesischen Parlaments Frau Onsari Gharti Magar die Festrede der Eröffnungszeremonie. Sie erzählte unter anderem von dem Entstehen der „gender equality constitution“, die besagt, dass ein nepalesischer Präsident eine Vizepräsidentin haben muss, sowie eine Präsidentin einen Vizepräsidenten. Diese wurde als Maßnahme gegen Frauen-Diskriminierung und für eine Balance zwischen den Geschlechtern eingeführt.

Daraufhin hielt die Initiatorin der Idee der Weltfrauenkonferenz, Monika Gärtner Engel, eine Rede. Sie sprach über die Entstehungder Idee vor zehn Jahren, die allgemeinpolitische Situation zu diesem Zeitraum und die Schwierigkeiten, vor die so eine Internationale Koferenz gestellt ist.

Am 14. und 15. März fanden insgesamt zehn Workshops statt, die die verschiedenen zentralen Themen der Frauenbewegung behandelten. 560 Frauen beteiligten sich an diesen.

Die Delegierte der Partei Mensch Umwelt Tierschutz beteiligte sich am sechsten Workshop, „Women fighting to save mother earth“. Hier präsentierten afrikanische Frauen Projekte, in denen sie Recycling, die Stärkung der eigenen Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Frauen verbinden. Nepalesiche Frauen erzählten von dem Potenzial, was in den natürlichen Recourcen Nepals steckt und deutsche Frauen wiesen auf, dass der Kampf der arbeitenden Bevölkerung mit dem Kampf um den Schutz der Umwelt einhergehen kann und muss.

Die erarbeiteten Standpunkte der Workshops wurden letzten Endes der Gesamtversammlung vorgestellt, abgestimmt und in die Forderungen der Weltfrauenkonferenz aufgenommen.

Am 16. und 17. März fand dann die Generalversammlung statt. 74 delegierte Frauen aus 40 Ländern diskutierten öffentlich auf dem Podium. Sie repräsentierten 13 Länder Afrikas, 8 Länder Asiens, 13 Länder Europas, 4 Länder aus dem nahen und mittleren Osten und 2 Länder Lateinamerikas.

Sie lieferten die Delegierten Kontinentalberichte, verknüpften die Themen der Frauenbewegung mit den allgemeinpolitischen Situationen und Krisen, erzählten von dem Stand der Frauenbewegung in ihren Regionen.

Ein Rahmenprogramm bildeten kulturelle Beiträge aus verschiedensten Ländern und Kontinenten und die kollektive Gestaltung der freien Zeit. Das Kennenlernen. Das Zusammenrücken von Frauen, die so weit voneinander entfernt sind, trotzdem so viel teilen und sich gemeinsam daran bereichern: Sorgen, Probleme, Hoffnungen. Wie elementar und bedeutend dieser Aspekt für alle Beteiligten war und auch in Zukunft sein wird, zeigt ein wichtiger Ausschnitt aus der nun entstandenen, neuen Resolutuion:

„Wir haben uns zu einer internationalen Bewegung der Weltfrauen auf Grundlage unserer Prinzipien entwickelt! Wir arbeiten überparteilich! Wir entscheiden demokratisch! Wir sind unabhängig, aber kapseln uns nicht von anderen Bewegungen ab! Wir stärken unsere eigene finanzielle Basis! Wir lernen, stets wie Internationalistinnen zu denken und zu arbeiten! Wir praktizieren eine demokratische Streitkultur! Der wichtigste Maßstab an unsere Arbeit ist, ob es gelingt, die Frauenbewegung nachhaltig zu stärken!“

Warum wir uns als Partei Mensch Umwelt Tierschutz beteiligten

Menschenrechte müssen, unabhängig von ihrer Geschlechtszugehörigkeit für alle Menschen gelten. Auch heute ist die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts noch immer ein Thema. Wir als Partei fordern die Partizipation im öffentlichen und politischen Leben. Wir stehen für ein Gebot der Nichtdiskriminierung und der Gleichbehandlung der Geschlechter auf nationaler, sowie internationaler Ebene ein.

Die vollständigen Resolutionen der 1. und 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, sowie andere Berichte, Bild und Videomaterial sind zu finden unter: http://conferenciamundialdemujeres.org

Shannon Lück

Grausamkeit vom “Stierrennen” offengelegt – Pamplona

Video hier ansehen

Was ist die Botschaft des Videos?

Dieselben Stiere die durch Pamplonas Straßen schlittern und fallen werden später am Nachmittag in der Stierkampfarena der Stadt erstochen. Touristen die in Spanien an dem Rennen mit Stieren teilnehmen werden an dem Gemetzel beitragen.

Dies ist die ernünchternde Botschaft des neuen Videos der Plattform La Tortura No Es Cultura / Folter Ist Keine Kultur, gesponsert von Animal Guardians, und Europas größten Tierschutzorganisationen, PETA, Humane Society International, CAS International , Anima Naturalis und europäische Büros von World Animal Protection sowie dem Red Internacional Antitauromaquia/ International Anti-bullfighting Network, welches 110 Tierschutzorganisationen aus aller Welt vereinigt. Das Video wurde in verschiedene Sprachen übersetzt und wird in Europa, Amerika, Asien und Australien verbreitet.

Das schockierende Video zeigt das Ende der Stiere die an dem Stiertreiben teilnehmen und danach in der Arena zu Tode gefoltert werden und fordert die Touristen auf, nicht zu Komplizen zu werden.

BAK Internationaler Tierschutz / Martin Buschmann

Zoo Zajac – Offener Brief an SAT.1

Brief 1

SAT.1 SatellitenFernsehen GmbH
Medienallee 7
D-85774 Unterföhring
Kontakt@ProSiebenSat1Digital.de

 

z.Hd. der Geschäftsführung: Kaspar Pflüger

 

Sehr geehrte Sat1-Redaktion, sehr geehrter Herr Pflüger!                                               Essen, den 05.07.2016

Ende September soll Norbert Zajac, Inhaber des weltgrößten Zoofachgeschäftes, einen eigenen Sendeplatz bei Ihnen erhalten.

Als Leiterin des Bundesarbeitskreises Heimtiere der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei möchte ich Sie mahnend darauf aufmerksam machen, dass Sie in Zeiten, in denen massenhaft Tierheime aufgrund finanzieller Notstände schließen müssen, einem „Vermehrer“ eine Plattform bieten, welche den Anschein erwecken wird, dass es noch heute gesellschaftsfähig sei, niedliche Hunde- und Katzenbabys wie Möbelstücke zu erwerben!

Gleichzeitig weise ich Sie darauf hin, dass Sie in Ihrer Sendung Akte 20.16 mit Berichterstattung über Zoo Zajac bereits im Mai einen Verstoß gegen §11 Abs.1 Nr.8b des Tierschutzgesetzes durch Zajac gefördert haben:

1.1 Allgemeine Anforderungen (…)Der Verkauf von Tierarten, deren Haltung aufgrund spezieller Ansprüche erhebliche Sachkunde voraussetzt und/oder aufgrund der Größe oder Gefährlichkeit der Tiere für den Nichtspezialisten kaum möglich ist, sollte im Sinne einer freiwilligen Selbstbeschränkung unterbleiben bzw. nur nach eingehender Beratung und Überprüfung der Eignung des Kunden erfolgen (…)

In besagter Sendung
http://www.sat1.de/tv/akte/video/2016-ueber-3000-tiere-unter-einem-dach-clip

wird entgegen der oben genannten Anforderung einer Kundin, die unter einer Katzenallergie leidet, ein Bengal-Kätzchen verkauft, da diese Rasse angeblich besonders für Katzenallergiker geeignet sei.

Schon die Tatsache, dass Katzenkinder ohne zu zögern und ohne weitreichende Aufklärung in eine Einzelhaltung verkauft werden, stellt einen Verstoß dar. Die Haltung einer Katze als Einzeltier ist NICHT artgerecht! Katzen sind keine Einzelgänger. Der soziale Kontakt zu Artgenossen ist ein Grundbedürfnis der Katze, die Einzelhaltung kann zu Verhaltensstörungen (beispielsweise Aggressivität, Depressionen oder Zerstörungswut) führen.

Sollte diese Kundin aus Ihrer Reportage das „Produkt“ Tier also nicht kurzfristig in ein (hoffentlich noch liquides)Tierheim abschieben, weil ein Bengalkätzchen eben doch nicht besonders für Allergiker geeignet ist, dann könnte die zerstörte Couch aufgrund der seelischen Verkümmerung durch Vorenthaltung eines Artgenossen ein Grund dafür sein.

1990 bestimmt §90a BGB, dass Tiere keine Sachen mehr sind. Dennoch wird der kommerzielle Handel nicht verboten.

Während sich dennoch immer mehr kleine Geschäfte aufgrund investigativer Berichterstattungen über „Zuchtfabriken“ und das Leid von Vermehrertieren vom Verkauf lebender Tiere absehen, entschließen Sie sich also, morgens im Sat1 Frühstücksfernsehen über Fälle von Tierquälerei (ausgesetzte und vernachlässigte Tiere) zu berichten und künftig abends den Verkauf von Tieren zu propagieren… Das ist an Zynismus kaum zu überbieten!

Dem geneigten Leser meines Briefes dürfte diese Doppelmoral ebenfalls nicht entgehen.

Die Menschen, die teils jeden Cent und jede freie Minute in den Tierschutz investieren, haben Sie mit der geplanten Sendung jedenfalls bereits erzürnt.

Ich appelliere an Ihre Redaktion, die Pläne rund um Herrn Zajac wieder zu verwerfen und sich stattdessen an Art.20a des Grundgesetzes zu orientieren: Dem Staatsziel Tierschutz!

Setzen Sie sich GEGEN den gewerblichen Handel mit Lebewesen ein und klären Sie Ihre Zuschauer auf, statt gegen uns Tierschützer zu arbeiten!

Mit freundlichen Grüßen,

Sandra Lück

Brief 2

SAT.1 SatellitenFernsehen GmbH
Medienallee 7
D-85774 Unterföhring

 

z.Hd. der Geschäftsführung: Kaspar Pflüger                                                          Essen, den 12.07.2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Pflüger!

Leider habe ich auf meine Anfrage betreffend Ihrer geplanten Sendung über Norbert Zajac lediglich eine Standard-Mail erhalten, welche unverschämter weise belegt, dass mein Schreiben nicht ausreichend beachtet, geschweige denn gelesen wurde.

Ich bezog mich im ersten Anschreiben auf die bereits ausgestrahlte Sendung von Mai 2016, in der ihr Sender – entgegen der Empfehlung laut Tierschutzbestimmung – den Verkauf eines Katzenbabys an eine Allergikerin in Einzelhaltung durch Zoo Zajac propagierte.

Eine ausführliche Auslegung der artgerechten Haltung von Katzen habe ich Ihnen folgend geschildert.

Ihre vorgefertigte Antwort auf meine Anfrage lautete, Sie hätten bereits im Mai 2016 über Zajac berichtet – tatsächlich?

Eine erneute Anfrage meinerseits mit der Bitte um Stellungnahme zu besagter Reportage haben Sie bislang erfolgreich ignoriert.

Ist dies die übliche Art und Weise, wie Sie mit Ihren Zuschauern umgehen? Oder ist dies lediglich die Art und Weise, wie Sie auf Kritik reagieren?

Als Leiterin des Bundesarbeitskreises Heimtiere der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei weise ich Sie erneut mahnend darauf hin, dass viele Menschen (ja, auch IHRE Zuschauer!) tagtäglich dafür kämpfen, Tieren eine Lobby zu verschaffen und das Leid ausgesetzter, vernachlässigter, misshandelter, … Tiere einzudämmen.

Der kommerzielle Handel mit Tieren muss eingedämmt und langfristig verboten werden, Sie jedoch bieten diesem eine Werbeplattform und zerstören die jahrelange Arbeit von Tierschützern, die mit winzigen Schritten kleine Erfolge im Kampf gegen Vermehrer und Zuchtfabriken zu verzeichnen haben, wenn Sie die geplante Sendung im Herbst tatsächlich ausstrahlen.

Ich frage Sie: Was folgt dann?? Heute das Profil Herrn Zajacs und morgen eine Undercover-Recherche über die Qualzuchten für Zooabteilungen bei Obi, Praktiker & Co?

Die erste Staffel über Zajac soll bereits abgedreht sein und nur noch auf einen Sendetermin warten. Vielleicht drehen Sie im Anschluss eine Sendung über Züchter und zeigen Ihren Zuschauern und begeisterten Zoohandlungsbesuchern das Leid der Vermehrertiere , oder gar den Umgang mit unbrauchbaren Würfen, die skrupellose Entsorgung von Tierbabys, die Schönheitsmakel aufweisen und somit als unverkäuflich gelten und klären über die physischen und psychischen Qualen der eingepferchten Tiere auf.

Vielleicht berichten Sie auch mal über den alltäglichen Horror, dem sich Tierschützer aussetzen, wenn sie Bilder wie diese ertragen müssen:

http://www.br.de/nachrichten/inhalt/tierhandlung-noerdlingen-schwaben-100.html

DAS fördert Ihre Sendung mit Verharmlosung und Lobpreisung der weltgrößten Zoohandlung. Tiere sind keine Ware!!

Ich bitte Sie erneut freundlich um eine Stellungnahme. Gern stehe ich Ihnen auch für ein aufklärendes Gespräch zur Verfügung, um Ihnen die Dringlichkeit auf emotionaler und politischer Ebene nahezubringen.

Eine Antwort erwarte ich selbstverständlich umgehend.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,
Sandra Lück

Helft Tierheimen!

Geben Sie Ihre Stimme für Tierheime!

Bitte unterstützen Sie die Forderung des Deutschen Tierschutzbundes nach einer fairen Bezahlung für unsere Tierheime und geben Sie Ihre Stimme hier ab.

Anmerkung der Redaktion: “Von dieser Stelle aus geht einmal ein ganz großes Dankeschön an alle ehrenamtlich arbeitenden Menschen, die in Tierheimen bei Wind und Wetter, an Sonn- und Feier- sowie Werktagen sich liebevoll um die heimatlosen Tiere kümmern, die, aus welchen Gründen auch immer, unverschuldet oder oft auch zum Glück als einziger Rettungsanker, im Tierheim gelandet sind.

Wir von der Partei unterstützen die Forderung nach einer fairen Bezahlung für unsere Tierheime, weil alle Mitarbeiter dort zum unverzichtbaren Gemeinschaftswohl beitragen und ihre wenige Freizeit opfern, für die, die sich nicht selbst helfen können. Tierheime leisten außerdem hervorragende Aufklärungsarbeit zum Wohle der Tiere und junge wie alte Menschen profitieren gleichermaßen von dem Beitrag zu mehr Tierschutz in der Gesellschaft.”