Tote Wölfin gefunden – Totalversagen des Wolfsmonitorings in Niedersachsen!

Pressemitteilung / 26.05.2016

Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat am 24.05.2016 darüber informiert, dass ein Bundesforstmitarbeiter auf dem Truppenübungsplatz Munster Nord am späten Sonntagabend eine tote Wölfin gefunden hat. Die Tierschutzpartei (Partei Mensch Umwelt Tierschutz) nimmt diesen Sachverhalt mit großer Bestürzung zur Kenntnis. Es handelt sich hierbei um die im Juni 2015 besenderte Fähe FT10, die Schwester von Wolf “Kurti”, bekannt auch als MT6, der am 27. April im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums regelrecht hingerichtet wurde.

Die Fähe wurde zur weiteren Untersuchung nach Berlin zum Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gebracht. Erlegen ist das Tier schon Tage zuvor ihren noch ungeklärten Bissverletzungen. Besonders tragisch ist die Tatsache, dass die Fähe kurz vorher noch Welpen hatte. Für die hilflosen Welpen ist wohl jede Hilfe zu spät, denn diese haben nach spätestens 48 Stunden kaum noch eine Überlebenschance. Ob die Welpen gesucht werden, ist derzeit nicht bekannt. Man kann nur spekulieren, ob eventuell sogar MT6 der Vater ist. Wenn dem so war, hatte die Fähe keine andere Möglichkeit, als unter schwersten Bedingungen alleine die Welpen groß zu ziehen.

“Wölfe schießen rächt sich! Das Umweltministerium in Niedersachsen sollte sich ernsthaft über das erneute Fehlverhalten des Monitorings Gedanken machen! “, so Stefan Kunkel, Mitglied der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) und langjähriger Wolfskenner. Die Tierschutzpartei mahnt demnach einen sachgerechten Umgang mit dem Thema Wolf an.

Die Tierschutzpartei fordert vom niedersächsischen Umweltministerium eine lückenlose Aufklärung über das munsteraner Rudel und eine sofortige Abkehr von ihrem momentanen Monitoring hin zu einem, das auch tatsächlich die Wölfe berücksichtigt.

Thomas Schwarz
Pressesprecher
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Telefon: 02131 / 7398300 oder  02131 / 7398430
E-Mail: thomas-schwarz (at) tierschutzpartei.de

Die Rasselisten sind eine Glaubensfrage

Unser BAK Heimtiere informiert

Am 18. Mai 2016 fand im Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin eine Sitzung zur Abstimmung über den Entwurf des neuen Hundegesetzes statt.

Bereits zu Beginn der Sitzung bekam man den Eindruck, dass dies ein lästiger Pflichttermin der Koalition ist – aus den Reihen der Sitzungsteilnehmer ließ sich vernehmen „Es gibt so viel Wichtiges, und wir diskutieren um ein Hundegesetz“…

Lesen Sie hier bitte den kompletten Beitrag: Die Rasselisten sind eine Glaubensfrage

Vorschaltbeschwerde zur Einstellung der Ermittlungen bzgl. Kükenschreddern

Pressemitteilung vom 21.05.2016

Am 18.03.2016, einen Tag nachdem die Große Koalition gegen den Antrag der Opposition stimmte und ein generelles Verbot des Kükenschredderns ablehnte, erstattete die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) Strafanzeige wegen Verfassungswidrigkeit durch Unterlassung gegen die Bundesregierung.
Die Staatsanwaltschaft Berlin teilte nun mit, das Verfahren eingestellt zu haben, da kein Anfangsverdacht auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliege.

Der Bundesvorstand der Tierschutzpartei reicht am 19.05.2016 Beschwerde gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen die Bundesregierung gemäß §170 Abs. 2 StPO bei der Generalstaatsanwaltschaft Berlin ein.

Die Generalstaatsanwaltschaft ignoriert die relevanten Punkte der eingereichten Strafanzeige und begründet die Einstellung der Ermittlungen damit, es läge kein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. Wir werfen der Regierung allerdings vor, die Verfassung zu missachten, denn die jährliche Tötung von etwa 50 Millionen Tieren zu Gunsten der Profitmaximierung der Verwirklichung eines Staatsziels vorzuziehen und die Möglichkeit zur Reduzierung solch unglaublichen Leids abzulehnen, ist ein klarer Verstoß gegen höherrangiges Recht. Wenn ein im Grundgesetz verankertes Staatsziel so simpel übergangen werden kann, dann benötigen wir keine Verfassung mehr!“, lässt der Vorstand verlauten.

Am 20.05.2016 bestätigte das Oberverwaltungsgericht Münster ein Urteil, nach dem das Kükenschreddern laut Rechtsprechung in NRW nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoße, es läge aus wirtschaftlichen Aspekten schließlich ein vernünftiger Grund vor.

Kein überraschender Urteilsspruch – Die Große Koalition hat schließlich erst kürzlich erneut den wirtschaftlichen Profit über die Verbesserung des Tierschutzes gestellt und einmal mehr bewiesen, dass lobbyfreundliche Politik und Verfassungstreue nicht zusammen passen.

Der Wolf: “Schutzstatus muss erhalten bleiben!”

Petition an Umweltminister Stefan Wenzel

Mit dieser Petition fordern wir den Erhalt des hohen Schutzstatus aller Wölfe, welcher sich durch die FFH-Richtlinie, dem Washingtoner Artenschutzabkommen und den Berner Konventionen, durch die verpflichtende Unterschrift der Bundesrepublik Deutschland, verankert und durch den §44 des BNatschG umsetzt.

Zur Sache:

Am 27. April 2016 wurde um kurz nach 20:00 Uhr der Wolf mit der wissenschaftlichen Bezeichnung „MT6“, von Wolfsbefürwortern und Fans liebevoll Kurti“ genannt, durch die Freigabe des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel und der niedersächsischen Staatssekretärin Almut Kottwitz, durch den Schuss eines Polizisten erschossen.

Die Goldenstedter Wölfin, welche laut Landwirten und Medien, ebenfalls als angebliche „Problemwölfin“ deklariert wurde, könnte nun, durch den vorangegangenen Präzedenzfall von „Kurti“, ebenfalls bedroht sein.

Zur Geschichte der Goldenstedter Wölfin:

Die Goldenstedter Wölfin fiel in der Vergangenheit durch eine hohe Anzahl von Nutztierrissen auf. Zu verschulden haben dies jedoch in vielen Fällen, die Nutztierhalter, welche ihre Tiere nicht ausreichend geschützt haben. Im Fall von Goldenstedt geht es vorrangig um Schafe von Tino Barth, einem großen Geflügelzüchter und Schafhalter. Seine Schafe halten sich im Naturschutzgebiet in Goldenstedt auf. Herr Barth hat aufgrund des Verlusts seiner Schafe und dem weiteren Schutz, über 15.000 € staatliche Subventionen erhalten. Zusätzlich wurden ihm zwei Herdenschutzhunde finanziert welche nach Einarbeitung eingesetzt werden konnten. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Wölfin seit dem Anbringen von Wildkameras keine Schafe mehr gerissen hat, was den Gedanken nahelegt, das dort Machenschaften zugange sind um den Schutzstatus des Wolfes herabzusetzen. Es gibt Augenzeugen welche von wildernden Hunden, welche die Schafe rissen, berichten, so wie von einem schwarzen Schäferhund der dort scheinbar wild lebt. Weiter ist bekannt, dass bei Herrn Barth auf den Moorweiden ein Tierkadaver vergraben wurde und dies vermutlich erst die Wölfin anlockte.

Die Herdenschutzesel und Herdenschutzhunde von Herrn Barth, befanden sich während der Vorkommnisse nicht auf der Weide und auch die Zäune hatten nicht die Höhe wie die Presse angegeben hatte. Dies belegen und dokumentieren Fotos. So fehlte bei den Schafen von Herrn Barth, auf Teilen seiner Weidefläche, z.B. der Grabenschutz und zudem war der Zaun nicht ausreichend mit Strom gesichert. Zur Beweislage vor Ort, wurden Sachverständige einer Fachfirma zu Rate gezogen, um die Ursachen herauszufinden wie es zu den Schafsrissen überhaupt kommen konnte.

Zur Erklärung:

Wölfe gehen den Weg des geringsten Energieverlustes und daher sind Schafe auf einer schlecht und/oder ungeschützten Weide leichter zu reißen, als beispielsweise ein Reh und daher kann man diese Fälle sogar als „Anfütterung“ werten.

Jos de Bruin, einer der führenden Wolfsexperten Deutschlands, mit einer jahrzehntelangen Erfahrung sagt dazu: “Wenn ein Wolf zu oft solch positive Erfahrungen mit Nutztieren hat, wird es schwierig dies dem Wolf wieder abzugewöhnen. Allerdings zeigt dieses Beispiel, dass die „Probleme“ mit Wölfen, durch den Menschen meist „hausgemacht“ sind!“

Auch der Wolfskenner, Stefan Kunkel, welcher ebenfalls auf jahrzehntelange Arbeit mit Wölfen zurückgreifen kann sagt ganz klar: „Die mittlerweile nachgeholten Schutzmaßnahmen hätten schon viel früher erfolgen müssen und bisher sind bedauerlicherweise, außer einem Vergrämungsversuch mit Ultraschall, keinerlei Maßnahmen ergriffen worden um die Wölfin von den Nutztieren weg, hin zu Wildtieren zu bringen.

Beide Wolfskenner und Experten sind sich einig: “Die Ursachen müssen beseitigt werden, nicht die Wölfe!”

Durch den Fall Kurti, scheinen nun Weichen gestellt zu sein, welche diesen Schutzstatus herabsetzen könnten und zukünftig ein vereinfachtes Verfahren zur Aufnahme in das Jagdrecht oder auch einzelnen Abschüssen (eventuelles Beispiel die Goldenstedter Wölfin), gewährleisten.

Ein Schutz der Nutztiere ist aber möglich und wird nach Antragstellung sogar gefördert. Unter die Förderung fallen beispielsweise Herdenschutzhunde oder auch Schutzzäune mit sogenannten Lappen. Selbstverständlich sollte auch sein, wenn ein Schaden an Nutztieren entstanden und der Wolf nachweislich daran beteiligt ist, der Schäfer beispielsweise, so wie Herr Barth im oben genannten Beispiel, unverzüglich finanziell unterstützt werden muss.

Kompetente und seriöse Informationen über den Wolf, Herdenschutz und Schadenkompensation in Sachsen, Niedersachsen und Deutschland, kann man erfahren über das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz www.wolfsregion-lausitz.de

Nach Pfingsten soll eine Petition an den Start gehen, welche unter dem Motto „Wir brauchen den Wolf hier nicht“ steht und daher ist es umso wichtiger, dass diese Petition so oft und weiträumig geteilt wird, wie nur irgend möglich, denn am Beispiel der vergangenen Abstimmung einer Kreistagung in Kirchlinteln zeigt das Ergebnis, dass man mit 99% von ca 200 Teilnehmern, „den Wolf dort NICHT will“.
Sie steht unter dem Motto: „Wir brauchen den Wolf hier nicht. Es ist Zeit das Experiment zu beenden. Der Preis ist zu hoch.”
http://wolfsmonitor.de/?p=2797

Hieß es nicht im September letzten Jahres bei einer Forsa-Umfrage, die im Auftrag des NABU durchgeführt wurde, noch, dass 80 % aller Deutschen die Rückkehr der Wölfe begrüßen würden? 78% sogar dann, wenn es dabei zu Problemen komme?

Am 11. September 2016 sind Kommunalwahlen in Niedersachsen. Bitte dort nochmals FÜR den Wolf abstimmen, indem die „richtige“ Partei gewählt wird.

Patricia Kopietz
(Leiterin des Bundesarbeitskreises gegen Jagd & Angeln der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei)

Tagung des Rates für Landwirtschaft und Fischerei am 17.05.2016 in Brüssel

Am gestrigen Tag, dem 17.05.2016, fand in Brüssel die Tagung des Rates für Landwirtschaft und Fischerei, kurz Agrarrat statt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem der Punkt Tierschutz unter folgenden Aspekten:

  • Eurobarometer zum Tierschutz
  • Einrichtung einer EU-Plattform für Tierschutz

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt unterstützt den Vorschlag aus Deutschland, Dänemark, Niederlande und Schweden, auf EU-Ebene eine Tierschutz-Internetplattform einzurichten, ähnlich dem Modell der EU-Plattform für Ernährung, Bewegung und Gesundheit, um eine europaweite einheitliche Umsetzung der geltenden Tierschutzstandards zu erreichen.

Noch sind keine Ergebnisse der erfolgten Tagung bekannt.

Allerdings ist die eventuell aufkeimende Hoffnung auch hier direkt wieder im Keim zu ersticken!

Tatsächlich ging es auch gestern lediglich um Agrarpolitik und Subventionen, also um die sogenannten „Nutztiere“.

Landwirte, die EU-Subventionen, bzw. Direktzahlungen von der Europäischen Union erhalten, sind inzwischen an Auflagen bei der Lebensmittelsicherheit, beim Tierschutz und Umweltschutz gebunden. So soll eine Plattform nach dem oben genannten Beispiel scheinbar lediglich der Kommission dienen, um einheitliche und politisch korrekte Standards bei der Verteilung von Subventionen zu erwirken, sowie dem Nutztierhalter dazu dienen, leichter an diese Gelder heranzukommen.

Den Straßentieren in Europa nutzt auch dieser Plan erneut nichts, sie kommen in den Tierschutzrichtlinien der Europäischen Kommission weiterhin nicht vor.

Wir bitten, unsere Forderung um Erweiterung der EU-Richtlinien für den Schutz von Straßentieren an den EU-Rat zu unterstützen:

Sandra Lück

Sprecherin Bundesarbeitskreis praktischer Tierschutz

Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei

„HERZ STATT HASS” – NOnügida Nürnberg!

LV Bayern in Aktion

Aufruf durch NOnügida (ein Zusammenschluß zwischen den verschiedensten politisch aktiven Spektren gegen Nazi-Aufmärsche, gegen Pegida, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Nationalismus und für Flüchtlingsrechte.): Die extreme Rechte, Pegida Nürnberg wollte am 6. Mai wieder einmal durch Nürnberg, durch die Nordstadt vom Rathenauplatz zum Kaulbachplatz marschieren und ihre Hass- und Naziparolen wie „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!“ in von der Polizei abgesperrte Gassen brüllen.

Es fanden sich ca. 200 Demonstranten ein und wir waren damit klar zahlreicher als der ca. 50 Mann (+ Frau) starke Pegida-Aufmarsch. Während der Veranstaltung wurde der ca. 183 (nachweislichen) Opfer rechter Gewalt durch Verlesen ihrer Namen gedacht. Anschließend konnte lautstark mit Tröten, Trillerpfeifen, Megaphonen u.a.m. die von der Polizei gut abgeschirmte Pegida-Veranstaltung übertönt werden … ein voller Erfolg, treu dem Motto: Wir sind Nürnberg! Wir sind bunt! Flüchtlinge sind bei uns willkommen – Pegidioten, Rassisten und Nazis nicht!

Grün-Schwarze Landesregierung – Zugeständnisse zu Lasten der Menschen und der Tiere

Pressemitteilung LV Baden-Württemberg / 03.05.2016

Der Landesvorstand der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) hat mit Bestürzen zur Kenntnis genommen, dass das Wissenschaftsministerium laut FAZ1 sowie Grünen-internen Kreisen in den Händen der Grünen Theresia Bauer bleiben wird. Die Ministerin war in der letzten Legislaturperiode vor allem durch ihren tierversuchsfreundlichen Kurs aufgefallen, indem sie die Primatenversuche am MPI Tübingen wiederholt verteidigte und sich für deren Weiterführung aussprach.

Zudem hatte sie die von der grün-roten Landesregierung eingeführte Tierschutzverbandsklage in Frage gestellt. Dr. Jessica Frank, stellvertretende Landesschriftführerin und Mitglied im BAK Tierversuche, dazu: „In der vergangenen Legislaturperiode haben die Grünen ihr Wahlversprechen gebrochen, die Affenversuche zu beenden. Dass Theresia Bauer ihren Kurs nun im Sinne der Tierversuchslobby fortführen darf, ist eine herbe Niederlage für die Tiere.“ Der Koalitionsvertrag, der darauf hindeutet, dass Tierversuche v. a. in der Öffentlichkeit besser dargestellt, nicht jedoch endlich drastisch reduziert werden sollen (vgl. S. 101), bestätigt dies.

Ähnlich sieht es bei Nutztieren aus, deren Verstümmelung man auch künftig nicht verbieten, sondern nur „gemeinsam mit den Tierhaltern“ an der Beendigung dieser Grausamkeiten arbeiten will (vgl. S. 101). Die Absicht, den Kükenmord zu verbieten, wie es NRW vorgemacht hat, sucht man im Koalitionsvertrag vergebens.

Auch beim Jagdgesetz, das ohnehin noch viele umstrittene Zugeständnisse an die Jägerschaft enthält, sind die Grünen nun eingeknickt“, bedauert Patricia Kopietz, stellvertretende Landesschatzmeisterin und Leiterin des BAK „Jagd und Angeln“.

Schwarzwild soll im März bei Schnee auch im Wald gejagt werden dürfen. Weiterhin soll die Fütterung von Rehen, mit denen die Jägerschaft für eine möglichst hohe Bestandsdichte sorgt, welche ihnen die erneute Legitimation zum Abschuss gewährleistet, erleichtert werden. Schließlich soll auf Basis des Wildtierberichts 2018 entschieden werden, ob weitere Tierarten wie z. B. der Biber ebenfalls gejagt werden dürfen. Dazu passt auch, dass die Grünen im bayrischen Landtag kürzlich gefordert hatten, dass mehr Rehe abgeschossen werden sollen.2

Weiterhin kritisiert der Landesvorstand der Tierschutzpartei, dass sich Grüne und CDU darauf geeinigt hatten, dass die grün-schwarze Koalition im Bundesrat für die Einstufung von Marokko, Algerien und Tunesien als sichere Herkunftsländer stimmen wird. „Nach Kretschmanns Stimme für die Einstufung der Westbalkanstaaten, wo Sinti und Roma diskriminiert und teils verfolgt werden, als sichere Herkunftsländer sollen nun weitere Länder fälschlicherweise als sicher deklariert werden, obwohl etwa Homosexuelle dort verfolgt werden“, kritisiert Matthias Gottfried, Landesschriftführer und Leiter des BAK LSBTTIQ.

Schüler_innen will man neben Obst und Gemüse auch mit Milch versorgen, obwohl mittlerweile hinreichend bekannt ist, dass Milch maßgeblich für Krebswachstum sowie Herz-Kreislauf- und andere Krankheiten mitverantwortlich ist“, ist Matthias Ebner, Landes- und Bundesvorsitzender der Tierschutzpartei, entsetzt.

Im Gegensatz zur CDU und den Grünen setzt sich die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) konsequent sowohl für die Aufnahme aller vor Krieg, Verfolgung oder Hunger Geflüchteten ein als auch für ein Verbot der Jagd, die sofortige Abschaffung von Tierversuchen, die durch moderne Alternativmethoden ersetzt werden müssen, sowie für ein Ende der Massentierhaltung und ihrer Begleiterscheinungen.

Pressekontakt:

Matthias Ebner
matthias-ebner@tierschutzpartei.de
Mobil: 016090153320

Quellen:
1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/baden-wuerttemberg-so-verteilt-gruen-schwarz-die-ressorts-14210686.html
2) http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Gruene-und-CDU-beseitigen-Konfliktpunkte-_arid,10443011.html

Wolf „Kurti“ ist tot

Wolf
Daniel Knorn / aboutpixel.de

Pressemitteilung / 02.05.2016

Tierschutzpartei fordert Entnahme von Almut Kottwitz und Stefan Wenzel aus dem Amt!

Die Berichte über die erste Wolfsschießung in Deutschland, nach 150 Jahren, entsetzt die Welt der Naturfreunde. Mit diesem Abschuss wurden wohlmöglich die Weichen gestellt, dies in Zukunft auch legal zu dürfen.

Die am 28.04.2016 vom niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz dazu abgehaltene Pressekonferenz ist eine Beleidigung für jeden Menschen mit klarem Verstand. „Die völlige Überforderung der deutschen Behörden mit dem Wildtiermanagement hätte nicht offenkundiger zur Schau getragen werden können”, so Sabine Hasselbeck-Grütering von der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

Das behördliche Versagen im Umgang mit den tierischen Immigranten offenbarte sich schon 2006 als Bär „Bruno” (JJ1) deutschen Boden betrat. Nach ewigen Diskussionen und Streitereien, über den richtigen Umgang mit dieser Zuwanderung, entschloss man sich zu tun was man am besten kann und schoss den Bären nieder. Die Ausrottung hatte immerhin 170 Jahre Ruhe mit diesem „Problem” eingebracht. Nun wurde MT6 „Kurti”, fast genau 10 Jahre später, als erster Wolf Opfer des behördlichen Versagens.

Seit mehreren Monaten war in Niedersachsen die Rede von einem „Problemwolf”. Es handelte sich um einen zweijährigen Rüden aus dem „Münsteraner Rudel” mit der Kennung „MT6″, ausgestattet mit einem Peilsender, der von den Medien liebevoll „Kurti” genannt wurde. Immer wieder wurde berichtet, dass sich dieser Wolf Menschen zu sehr genähert habe und sich auch nicht vertreiben ließ. Um Abhilfe zu leisten, sollte dieser Wolf zunächst „vergrämt“ werden, doch ein schwedischer Experte stellte fest, dass dies nicht notwendig sei, da das Tier eine ausreichende art- und alterstypische Scheu zeige und somit davon auszugehen ist, dass dieser Wolf keine Gefahr für die menschliche Bevölkerung darstellt. Er selbst kam dem Tier nicht näher als 200m. Auch wurde festgestellt, dass der Wolf eine Gefährtin hatte. Kurz wurde überlegt, das Tier in einem Wildtiergehege unterzubringen, doch gegen dieses Vorhaben protestierten viele Naturschutzverbände, da die Gefangenschaft eines Wildtieres Tierquälerei bedeutet.

Im April wurde dann, angeblich bei einer Wolfsbegegnung im Wald, der angeleinte Hund einer Familie gebissen. Für diese Meldung gibt es jedoch bis heute keinen Beweis, kein Foto und somit auch keinen Beleg dafür, dass die angeblichen Verletzungen tatsächlich von einem Wolf stammen.

Trotzdem sah man nur eine Lösung: Kurti wurde von Niedersachsens Umweltministerium, von Almut Kottwitz und Stefan Wenzel (Bündnis 90/Grüne) zum Abschuss freigegeben. Am Abend des 27.04.2016, kurz nach 20 Uhr, starb er in Heidekreis durch den Schuss eines Polizisten.

Wurde wirklich alles unternommen, um dem Tier nicht das Leben nehmen zu müssen? Ist eine nicht stattgefundene, da nach Expertenmeinung nicht notwendige Vergrämung, das einzige Mittel der Umweltbehörde?

Ist, nach diesen Geschehnissen, tatsächlich nur der Tod die Lösung, der sowohl nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen, als auch durch die Berner Konventionen, geschützten Tiere? Warum wurde die extremste aller Lösungen gewählt?

Die angebliche Tatsache, dass Wolf Kurti keine Scheu mehr vor den Menschen hatte, hat der nordrhein-westfälische Wolfsexperte, Jos de Bruin, nicht selbst feststellen dürfen, aber er gibt zu bedenken, dass nach Einschätzung des schwedischen Kollegen, keine Gefahr von dem Tier zu erwarten gewesen wäre. Des Weiteren gibt er den Anstoß, dass die Tötung eines zweijährigen Jungwolfes, welcher wahrscheinlich verpaart war und deshalb durchaus Welpen zu erwarten seien, eine neue Problematik aufwerfen könne: „Das Muttertier muss die Welpen allein großziehen. Damit ist vorprogrammiert, das sie auf die Schnelle keine Zeit für eine vernünftige Jagd hat und auf dem schnellsten und leichtesten Weg, also bei Menschen, das Futter holen wird. Dies könnte wiederum ein gefundenes Fressen für die Wolfsgegnerwerden. Damit könnten sie dann beweisen wollen, dass die Wölfe die Scheu verlieren und immer mehr zu einer Gefahr für die Bürger werden.”

70 Wölfe sind mittlerweile wieder in Niedersachsen heimisch. Die Rückkehr der Wölfe 2001 wurde gefeiert und von vielen Organisationen und Verbänden begrüßt.

Seit 15 Jahren sind wir wieder Nachbarn und das Ministerium hat, außer dem Abschuss, keine andere Handlungsmöglichkeit?

Leidtragend ist nun ein Wildtier, ein Artengeschütztes obendrein, welches durch menschliches Zutun (ob durch Anfütterung, fahrlässiges Anlocken durch Hinterlassenschaften der Jägerschaft oder der Dauerverfolgung durch sensationslustige Waldbesucher) seine natürliche Scheu ablegte und angeblich einen Hund verletzte. Für all dies trägt Kurti nicht die Schuld, aber die Rechnung musste er dennoch mit seinem Leben bezahlen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) ist über das komplette Vorgehen fassungslos. Das Ministerium und Management von Almut Kottwitz und Stefan Wenzel haben auf ganzer Linie versagt! Ganz offensichtlich war hier menschliches Versagen der Grund weshalb, wieder einmal, ein Tier sinnlos sein Leben lassen musste.

Zudem beschleicht uns durch die Art und Weise des gesamten Vorgehens der Verdacht, dass hier der Druck, sowohl durch Herr Wenzels Parteikollegen, als auch der werten Jägerschaft, eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung und dem buchstäblichen Schnellschuss, eine herausragende Rolle spielte.

Wir können nur hoffen, dass dieser Fall nicht zum Anlass genommen wird, den Wolf erneut in das Jagdgesetz aufzunehmen.

“Uns stinkt der offensichtliche Lobbyismus! Das die Bürger_innen für zu dumm gehalten werden, die Ungereimtheiten in diesem Fall zu erkennen, setzt diesem Possenspiel die Krone auf. Wir werden solches Handeln nicht wehr- und wortlos über uns, die Bürger_innen und die Tiere ergehen lassen” sagt Patricia Kopietz, Leiterin des BAK Jagd und Angeln.

BAK gegen Jagd und Angel der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Das „Tierwohl-Siegel“ – eine Mogelpackung

Ein neugieriges Schwein in der Massentierhaltung
Fotograf: Matthias Ebner

Pressemitteilung / 02.05.2016

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (CSU) möchte „verstärkt über die Einführung eines Tierwohl-Siegels“ in Deutschland nachdenken. Ein Grund zu Freude? Wohl kaum …

Die Initiative Tierwohl gibt es bereits seit 2015. Finanziert wird sie vom teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandel. Die Unternehmen führen pro verkauftem Kilogramm Schweine- und Geflügelfleisch und -wurst 4 Cent an die Initiative ab. Mit diesem Geld werden Tierhalter für die Umsetzung von Tierwohlmaßnahmen honoriert.

Wie sehen die Tierwohlmaßnahmen aus?

Es gibt für die Haltung, entsprechend der Tierart, verschiedene Kriterien, die erfüllt werden müssen und dürfen.

Nehmen wir z.B. die Schweinehaltung:

Der Tierhalter muss sich verpflichten
a) 10% mehr Platz und
b) ständigen Zugang zu Raufutter
anzubieten. Dafür erhält er bei a) 2,80 Euro und für b) 2,00 Euro pro Schlachtschwein. Das reicht dann schon für die Teilnahme. Die anderen Kriterien sind alle freiwillig, sollte er sich zu weiteren entschließen, erhält er hier, je nachdem, zwischen 0,20 und 8,00 Euro pro Schlachttier mehr. Liest man sich diese weiteren Kriterien durch, wird einem erst bewusst, was den Schweinen in der üblichen Haltung vorenthalten wird: Trinken aus offener Fläche, Scheuermöglichkeiten, Komfortliegen, Auslauf, Luftkühlungsvorrichtungen, etc., all diese essentiellen Bedürfnisse werden bei Tieren in der Massentierhaltung nicht befriedigt. Und den Tieren aus der „Tierwohl-Initiative“ wahrscheinlich auch nicht, denn die sind ja nur freiwillig. Sollte ein Tierhalter seinen Tieren alle Kriterien zu Gute kommen lassen wollen, bekommt er diese nicht vergütet – mehr als 9,00 Euro pro Tier wird nämlich nicht bezahlt.

„Von Tierwohl kann hier also nicht wirklich die Rede sein“, meint Sonia Hoesl, Bundesvorstandsmitglied der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei), „vielmehr möchte man dem stagnierenden Fleischabsatz und dem schlechten Gewissen vieler Fleischesser entgegen wirken und wieder mehr Umsatz verzeichnen können. Bitte lassen Sie sich nicht hinter das Licht führen, es geht hier, wie leider immer, nur um Profit für die Fleischindustrie und nicht um das Wohl der Tiere. Diesen soll, allerdings nicht verpflichtend, etwas gewährt werden, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Das Produkt Fleisch ist immer mit Tierleid verbunden! Aber, naja, im Ministerium wird ja erst einmal darüber nachgedacht, ob man den Tieren überhaupt etwas zugestehen sollte…“

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ruft dazu auf, sich von dem „Tierwohl-Siegel“ nicht täuschen zu lassen. Es handelt sich hier lediglich um eine Maßnahme, den Fleischabsatz wieder anzukurbeln.

Quo Vadis Südamerika – Gesprächskreis in der Botschaft von Venezuela

Nachdem die meisten Länder Südamerikas militaristisch-/konservative Regierungen haben, sorgte Venezuela mit dem Versuch, einen Sozialstaat zu errichten, international für Furore. Das sollte bedeuten: Zugang zu sauberem Wasser, ausreichende Ernährung (durch Subvention der Grundnahrungsmittel), freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie das Grundrecht, in Frieden leben zu können.Die Regime in Argentinien sowie Brasilien handeln im Sinne der Konzerne und der Korruption. Das wird zwangsläufig zu Unruhen führen.

S.E. Herr Orlando Maniglia, Botschafter der Bolivarischen Republik Venezuela in der Bundesrepublik Deutschland, und Herr Wolfgang Gehrcke, MdB und Sprecher für Außenpolitik und Internationale Zusammenarbeit der Partei Die Linke sowie Gründungsmitglied der Partei Europäische Linke, führten die Diskussion an. Auch der Botschafter von Kuba sowie der stellv. Generalsekretär, Martin Buschmann, waren anwesend.

Der Welt sollte bewusst sein, dass Lateinamerika eine atomwaffenfreie Welt ist und gerade in Venezuela viel gegen den Klimawandel unternommen worden ist, so der Botschafter Orlando Maniglia. Durch die Beendung der Amtszeit von Präsident Maduro wird wohl ein anderer Kurs gefahren werden. Die Probleme des Landes müssen nun gemeinsam gelöst werden, um Venezuela nicht wieder in die Hände multinationaler Ölkonzerne zu treiben.