Tierheim-Überfall in Rumänien

Am Freitag, den 21. März brachen Hundefänger der ASPA (Veterinär-Aufsichts­behörde der Stadt Bukarest) in ein Tierheim des 6. Bezirks von Bukarest sowie in die dem Tierheim angegliederte Tierklinik ein und entwendeten 68 Tiere. (In manchen Berichten ist von 75 und auch von 90 Hunden die Rede). 18 Tiere gehörten der Tierschutz­organisation “4 Pfoten”. Polizeibeamte verhinderten, dass Mitarbeiter des Tierheims und der Klinik schützend eingreifen konnten. Die Hunde wurden von den Hundefängern mit erheblicher Gewalt in Käfige verfrachtet, einige wurden dabei schwer verletzt, acht Hunde starben.

Die Tierschutzorganisation “4 Pfoten” besass mit dem Bürgermeisteramt des Bukarester Stadtteils 6 einen laufenden Vertrag, der vorsah, dass “4 Pfoten” die Versorgung, die Entwurmungen, Sterilisationen und das Mikrochippen der dort untergebachten Hunde auf eigene Kosten vornehmen und dafür auch die angegliederte städtische Tierklinik benutzen darf. In den vergangenen zwei Jahren hat “4 Pfoten” über 3000 Tiere behandelt; viele konnten an Hundefreunde im In- und Ausland vermittelt werden. Der Vertrag sollte zum 17. April diesen Jahres auslaufen. Mit Post vom 25.03. wurde er einseitig gekündigt; demzufolge war er jedoch am 21. März noch in Kraft, sodass neben der ungeheuren Grausamkeit, mit der die Hundefänger der ASPA vorgingen, die Aktion absolut illegal war.

Der medialen Aufmerksamkeit, auch der rumänischen Presse, die zum ersten Mal über die mafiösen Machenschaften der ASPA berichtete, sowie den Protesten vor Ort und europaweit ist es zu verdanken, dass am 24. März 17 Hunde der Organisation “4Pfoten” zurückgegeben wurden. Acht Hunde, die sich in der Tierklinik befanden wegen kurz zuvor durchgeführter Kastrationen konnten ihren Besitzern übergeben werden. Ein Hund wird vermisst. Die restlichen neun Hunde wurden in das Partnertierheim von “4 Pfoten” nach Speranta gebracht. Während des 3-tägigen Diebstahls befanden sich die Hunde im städtischen Tierheim in Bragadiru, das auf einem Gefängnisgelände untergebracht ist und von Gefängniswärtern betreut wird. Berichten zufolge kamen die Hunde von “4 Pfoten” in erheblich traumatisiertem Zustand zurück. Wie es den anderen gestohlenen Hunden geht ist nicht bekannt. Leider muss man jedoch vom Schlimmsten ausgehen.

Barbara Nauheimer
Bundesvorsitzende

Protest!

Hier gemeinsam mit VIER PFOTEN den rumänischen Ministerpräsidenten Victor Ponta auffordern, das Tötungsgesetz von rumänischen Straßenhunden außer Kraft zu setzen! (Protest hier unterschreiben)

Zum dritten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima – Fukushima 2011 – ein weiterer Meilenstein auf dem „Irrweg Atomkraft“

Die Nutzung der Kernkraft gleicht einem Tanz des Menschen auf dem Vulkan: Seit 1952 reißt die Kette von Störfällen in Kernkraftwerken und Wiederaufbereitungsanlagen nicht ab. Ortsnamen im Zusammenhang mit besonders gravierenden Störfällen wurden zu Symbolen für eine verantwortungslose Energiepolitik: Windscale (umbenannt in Sellafield) in Großbritannien, Three Mile Island bei Harrisburg in den USA, Temelin in Tschechien (mit fast 100 Störfällen), Brunsbüttel und Krümmel in Norddeutschland sorgten für beunruhigende Schlagzeilen. Aber weit entfernt davon, ihre Verantwortung wahrzunehmen und sich von dieser gefährlichen Technologie zu distanzieren, machen Politiker und Atomkraftbetreiber gemeinsame Sache und aus der Nutzung der Kernenergie ein einträgliches Geschäft. Auch Deutschland war jahrzehntelang dabei.

Die atomare Katastrophe1986 in Tschernobyl und der Super-GAU 2011 in Fukushima sind die Quittungen für dieses verantwortungslose und fahrlässige Handeln. Die Leidtragenden sind die hilflos Ausgelieferten – die Menschen ebenso wie ihre tierlichen Mitbewesen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz lehnt aus ihrem ethischen Bewusstsein heraus die nicht beherrschbare Nutzung der Atomenergie zutiefst ab und kämpft seit ihrem Bestehen für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt!

“Es ist an der Zeit“, so der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck, „dass die Staaten rund um den Erdball den „Irrweg Atomkraft“ schnellstmöglich verlassen, ehe ein dritter Super-GAU das Fass endgültig zum Überlaufen bringt. Unter Ausschaltung sämtlicher einschlägigen Lobbyisten muss die energiepolitische Zukunft uneingeschränkt den erneuerbaren Energien gehören!“

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Margret Giese / Abteilung Presse-Arbeit

 

Bundesweit auf der Straße

Partei Mensch Umwelt Tierschutz bei der Rumänienhunde-Demo am 08.03.2014

Mehr als 10.000 Demonstranten/innen nahmen in mehr als 50 Städten rund um den Globus an Mahnwachen gegen die Massentötungen von Straßenhunden in Rumänien teil. Organisiert wurde diese Mega-Demo von unseren Freunden/innen vom Verein Fair Play For Strays und seinen hoch motivierten Aktivisten/innen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war in vielen deutschen Großstädten mit dabei, um ein deutliches politisches Zeichen zu setzen, nachdem sich die „etablieren Parteien“ zu diesem Thema mehr oder weniger ausschweigen. Prominente Unterstützung erhielt die Partei bei der Demonstration in Frankfurt, an der geschätzte 700 Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler teilnahmen, durch die Filmschauspielerin, Buchautorin und Ex-Alterspräsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Rütting. Neben vielen Parteimitgliedern aus dem hessischen Raum waren auch der Parteivorsitzende Stefan Bernhard Eck und die Bundesschatzmeisterin Petra Kuppinger vor Ort. Mit einer emotionalen Rede machte der Parteivorsitzende nicht nur auf die skandalösen Vorgänge in Rumänien aufmerksam, sondern auch auf die kommende Europawahl, denn nur eine politische Lösung auf EU-Ebene kann das immense Tierleid in Rumänien noch stoppen.

In München nahm die Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer und ihr Aktivistenteam an der Demonstration teil, die von Daniela Böhm organisiert wurde, der Tochter des bekannten Schauspielers Karl-Heinz Böhm, der auch die Afrika-Hilfe “Menschen für Menschen” gegründet hat. Daniela Böhm, eine engagierte Tierrechtlerin, klärte über die Hintergründen der Hunde-Massentötungen auf, ergänzt wurde ihre Rede durch Barbara Nauheimer, die im Auftrag der Partei zweimal nach Rumänien gereist war, um sich vor Ort ein Bild von den Zuständen zu machen.

In Bochum nahm Sandra Gabriel aus dem Landesverband NRW an der Mahnwache teil und konnte viele Passanten einerseits von der Notwendigkeit einer politischen Lösung hinsichtlich der Massentötungen überzeugen und andererseits darauf aufmerksam machen, dass die Partei Mensch Umwelt Tierschutz dabei eine wichtige Rolle spielen könnte, sofern sie nach der Europawahl im EU-Parlament vertreten wäre. Claudia Krüger, Leiterin unserer Regionalgruppe Düsseldorf, die auch an der kommenden Kommunalwahl um einen Sitz im Düsseldorfer Rathaus kämpft, war in der NRW-Metropole bei der dortigen Mahnwache dabei.

Bei der Stuttgarter Rumänien-Demo war Bundesvorstandsmitglied Matthias Ebner mit seinem Team vor Ort. Der Organisator, Stephan Steiner von „Stuttgarter Stimmern für Streuner“, machte den Teilnehmern/innen und Passanten am Ende seiner flammende Rede klar, mit welcher Partei man den Tieren bei der Europawahl am 25. Mai am besten helfen könne – mit der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

In Hamburg waren die Bundesvorstandsmitglieder Bettina Jung, Ulla Schloss, Bernd Mallon, Jan Zobel und Martin Buschmann vor Ort, um die Demonstration in der Hansestadt tatkräftig zu unterstützen und das Blau unserer Parteifahnen war nicht zu übersehen.

Bundesvorstandsmitglied Margret Giese und ihr engagiertes Team (Ehepaar Linguari, Kirstin Wittich und Eva Lyska) unterstütze die bundesweite Aktion in Hannover, wo Fair Play For Strays ihr Info-Zelt aufgeschlagen hatte. Massenhaft wurde Infos-Material verteilt und mit etlichen Demo-Besuchern/innen über die Chance gesprochen, dass durch das Verschwinden der 3%-Hürde die Wege unserer Partei in Richtung Brüssel geebnet wurden.

Udo Dautermann, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz unterstütze das Fair Play For Strays -Team bei ihrer Mahnwache in Kaiserlautern mit einem Redebeitrag und vielen Aufklärungsgesprächen mit den Passanten.Da im Saarland Fair Play For Strays keine eigene Aktion geplant hatte, organisierte der Vorsitzende des Landesverbandes Saarland, Peter Jung. Eine Mahnwache kurzerhand in Homburg. Für eine kulinarische Unterstützung sorgte die Interessengemeinschaft Saarbucks mit veganen Spezialitäten, die bei den Passanten sehr gut ankamen.

In Berlin gingen für die Partei Jaqueline Neubert und Artur Kalka und einige andere Berliner Parteimitglieder auf die Straße. Der Demonstrationsmarsch endete vor dem Deutschen Bundestag – ein klares Signal an die politisch Verantwortlichen, dass man mit ihrem Schweigen zu den skandalösen Vorgängen in Rumänien ganz und gar nicht einverstanden ist.

In Leipzig nahmen für die Partei Franziska Gerhardt (Mitglied im Bundesschiedsgericht) und Peter Berthold an der dortigen Mahnwache teil.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat mit der massiven Teilnahme an dieser Demo deutlich gezeigt, wo sie steht: An vorderster Front und Seite an Seite mit den Tierfreunden, Tierschützern und Tierrechtlern, wenn es darum geht, gegen das unermessliche Tierleid Flagge zu zeigen.

Redebeiträge von Barbara Rütting und Stefan Bernhard Eck: (hier klicken)

Am 08.03.2014 bundesweit auf der Straße in Bildern

Hier klicken: Unsere Aktivitäten zum Hunde-Massaker in Rumänien 2013 / 2014

Partei Mensch Umwelt Tierschutz nimmt an der europaweiten Demonstration gegen die Massentötungen der rumänischen Straßenhunde teil

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz nimmt in München sowie in 12 weiteren deutschen Großstädten an der europaweiten Demonstration gegen die Massentötungen der rumänischen Straßenhunde teil, um ein deutliches politisches Zeichen zu setzen, nachdem sich die „etablieren Parteien“ zu diesem Thema mehr oder weniger ausschweigen. Prominente Unterstützung erhält dabei die Partei durch die Filmschauspielerin, Buchautorin und Ex-Alterspräsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Rütting.

„Die Verlautbarung der Bundesregierung“, so die Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer, die sich dieses Thema besonders angenommen hat, „dass Rumänien gehalten ist, internationale Verträge zu befolgen, ist uns zu wenig, die lapidare Ermahnung seitens der EU ebenfalls. Wir fordern eine Änderung des Vertrags von Lissabon, mit der Tierschutz insgesamt in den Zuständigkeitsbereich des EU-Parlaments gelegt wird. Bis dahin fordern wir den sofortigen Stopp der grausamen und skandalösen Massentötungen in Rumänien.“

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Stefan B. Eck / Abteilung Presse-Arbeit

 

Das Video der Bundesarbeitsgruppe Meeresschutz unter der Leitung von Bettina Jung ist online!

Wir danken der Aktion Fair Play Berlin für die Organisation der Demo und Sea Shepherd für ihren unermüdlichen Einsatz zum Schutz der Weltmeere und ihrer Bewohner.

Dank an Robin Aldag und Philipp-Niclas Jung für die Herstellung des professionellen Video-Clips und Angela Kraft für das Delfin-Foto für unser Banner! (Hier Video ansehen)

Die Mega-Demo in Berlin: „WIR HABEN ES SATT!“

Partei MUT in Aktion

Wir sind laut, wir sind viele, wir sind die Veränderung.

Etwa 30.000 Bürgerinnen und Bürger sowie über 50 Organisationen hatten sich am Samstag, den 18. Januar 2014, auf den Weg nach Berlin gemacht, um zu rufen: Wir haben die Agrarindustrie satt!

Wie angekündigt, nahm die Partei Mensch Umwelt Tierschutz an dieser vierten “Wir haben es satt!“ – Demonstration teil, um ein deutliches Signal hinsichtlich unserer politischen Ziele zu setzen: den Schutz und die Rechte der Tiere, den Schutz der Umwelt und selbstverständlich auch den Schutz der Verbraucher.

Rund 40 Mitglieder unserer Partei waren vor Ort – darunter auch die Bundesvorsitzenden Horst Wester und Stefan Bernhard Eck sowie die Vorsitzenden der Landesverbände Niedersachsen (Margret Giese), Hamburg (Bettina Jung), Bremen (Andreas Zemke) und Schleswig-Holstein (Ulla Schloon).

Unsere blauen Parteifahnen waren diesmal nicht zu übersehen und in unzähligen Einzelgesprächen mit Demonstrationsteilnehmern/innen konnten wir auf unser Anliegen aufmerksam machen: So geht es nicht weiter! Tiere leiden millionenfach in der Massentierhaltung, der Fleischkonsum zerstört die Umwelt und ist mitverantwortlich für den Hunger in der Dritten Welt. Wir brauchen eine radikale Systemveränderung, denn es steht viel auf dem Spiel: die Erde und ihre Bewohner!

Ein Großteil der anwesenden Mitglieder unserer Partei war ständig “auf Achse”, um die noch erforderlichen Unterstützungsunterschriften für die anstehende Europawahl zu sammeln und den Demonstrationsteilnehmern unser Ziele für die Europawahl zu erläutern. Auch unser Pavillon gegenüber dem Bundeskanzleramt war von Interessierten die ganze Zeit umlagert. Ein positives Signal, das Hoffnung für die Zukunft weckt: für unsere Partei und für Mensch, Umwelt und Tierschutz, denn diese Demonstration zeigte wieder deutlich, dass immer mehr Menschen für eine grundlegende Agrarwende und die Abschaffung der tierquälerischen Massentierhaltung auf die Barrikaden gehen.

Die Anzahl der teilnehmenden Tierrechtler/innen und Tierschützer/innen machte rund ein Drittel aller Demonstranten aus. Der Widerstand gegen die derzeitige Agrarpolitik wächst!

 

Die Mega-Demo in Berlin: „WIR HABEN ES SATT!“

18.01.2014: Unser Video von der Aktion

(Hier Video ansehen)

VeggieWorld Wiesbaden 2014

Ein Riesenerfolg für die „Bewegung“ und für unsere Partei!

Die Zeiten, in denen sich nur Wenige für Veganismus, Vegetarismus und Tierrechte interessierten und die „Bewegung“ als Spinnerei abgetan wurde, sind endgültig vorbei! Dass eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise die konsequenteste Art ist, verantwortlich mit unseren Mitlebewesen, den Tieren, und der Umwelt umzugehen, ist in der Gesellschaft definitiv angekommen. Die unzähligen Tierhaltungs- und Lebensmittelskandale der letzten Jahre beschleunigten diese Entwicklung genauso wie unermüdliche Aufklärungsarbeit vieler Organisationen und unserer Partei. Ein Beweis dafür, dass ein Umdenken stattgefunden hat, zeigte sich deutlich auf der diesjährigen VeggieWorld Messe in Wiesbaden vom 24. bis 26. Januar.

Wie in den Jahren zuvor war die Partei Mensch Umwelt Tierschutz mit einem Messe-Stand vertreten, der von rund 20 Parteimitgliedern, darunter auch etliche Bundesvorstandsmitglieder wie etwa die Bundesvorsitzenden Stefan B. Eck und Host Wester, „rund um die Uhr“ betreut wurde. Verstärkung am Messe-Stand und beim Sammeln der Unterstützungsunterschriften für die Zulassung zur Europawahl am 25. Mai 2014 erhielt unsere Partei durch die bekannte Ernährungsberaterin, Buchautorin und Filmschauspielerein Barbara Rütting und die Tierrechtsorganisationen „Tierrechtsbund-Aktiv e.V. und Animal Peace Tierschutzhof.

An allen drei Messetagen war der Stand unserer Partei von Interessierten und Sympathisanten regelrecht umlagert und mehr als 1000 Unterstützungsunterschriften für die Europawahl kamen zusammen. Auch der gemeinsame Vortrag („Spaß beiseite – jetzt wird’s ernst: Der Irrsinn der Mächtigen“) von Stefan B. Eck und Barbara Rütting auf der VeggieWorld-Bühne fand vor einem vollen Saal statt und trug dazu bei, dass sich das interessierte Publikum anschließend mit Info-Broschüren reichlich eindeckte und nach Mitgliedsanträgen nachfragte.

Die Message unserer Parteimitglieder am Info-Stand kam am: Das Leiden der Tiere und die zunehmende Umweltzerstörung sind nur dann zu stoppen, wenn die „Bewegung“ politisch wird. Und der politische Arm der „Bewegung“ ist die Partei Mensch Umwelt Tierschutz!

Kein Wunder, dass Tausende Messebesucher/innen uns ihre Stimme bei der kommenden Europawahl fest versprachen und es immer wieder auf den Punkt brachten: „Ihr müsst den Einzug ins EU-Parlament schaffen – vor allem für die Tiere!“

Rumäniens sanfte Hunde / Teil 2

Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer reiste erneut nach Rumänien

Vom 07.01. bis 10.01.2014 war ich erneut in Buzau, Rumänien, um mit dem Leiter des sog. Central-Shelters (örtliches Unterbringungslager für Streunerhund) das Schicksal der dortigen Hunde zu besprechen. Leider musste ich erfahren, dass nicht alle Hunde gerettet werden können. Man teilte mir mit, dass stets ein Drittel der Hunde getötet werden müsse, um Platz für neue Streunerhunde zu schaffen. Das Gesetz verlange es.

Zwar ist dies, meiner Kenntnis nach, nicht zutreffend, da der jeweilige Bürgermeister einer Stadt oder Gemeinde darüber entscheidet, ob getötet wird oder nicht. Scheinbar, um der Bedeutung seiner Worte Ausdruck zu verleihen, wurden drei Tage nach meinem Besuch 11 Hunde getötet.

 

Wie bereits bei meinem letzten Besuch in Buzau konnte ich wieder einem Hund ein Zuhause bei mir geben. Einen weiteren, kleinen Hund aus dem Central-Shelter konnte ich in einem privaten Tierheim, in der Nähe von Buzau, unterbringen.

Während meines Rumänienaufenthaltes führte ich auch Gespräche mit zwei engagierten rumänischen Tierschützerinnen, die sich Hilfe erbaten für den Bau eines zweiten privaten Tierheims in Buzau. Ein solches Projekt muss indes gut überlegt werden. Die mögliche Anzahl der zu rettenden Tiere wird schnell erreicht sein und ein Leben hinter Gittern ist kein artgerechtes Hundeleben. Zwar könnte man sicher auch ein Auslaufgelände schaffen, das für Hundegruppen Bewegung und Spielmöglichkeiten bietet, dennoch wird es für die Tiere immer ein Leben im Gefängnis bleiben. Auf adoptionswillige Rumänen darf man nicht hoffen und wie lange wird die Adoptionsbereitschaft in anderen Ländern noch anhalten? In Norwegen soll bereits ein Gesetz erlassen worden sein, das die Einfuhr rumänischer Hunde verbietet.

Eine wirkliche Lösung wird nur auf dem steinigen und leider langwierigen politischen Weg zu erreichen sein. In Europa darf es einfach nicht möglich sein, gesunde Heimtiere zu ermorden. (Tiermorde insgesamt gehören abgeschafft! Bis dahin ist der Weg im Bewusstsein der Menschen und in der Praxis jedoch noch weit….) Gesetze, die die Tötung verbieten, gibt es, aber wie leicht sie zu umgehen sind, zeigt uns das EU-Land Rumänien.

Schande für Rumänien, Schande für die EU!

 

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, einen rumänischen Straßenhund zu adoptieren, dann wenden Sie sich direkt an Frau Nauheimer, Tel.: 08152 / 925326

E-Mail von Frau Nauheimer an Vorstandssekretariat / 14.01.2014: “Habe ganz schreckliche Nachrichten. Heute morgen wurde ein Drittel der Hunde im Centralshelter getötet, so wie der “Tierheim”-Leiter es angekündigt hatte. Ich bin völlig fertig. Ich habe alle Hunde gesehen und zu wissen, dass sie erschlagen wurden, ja erschlagen, nicht euthanasiert. Ich bin völlig down. Heute um 7:00 machte der Leiter des “Tierheims” in Buzau seine Ankündigung wahr. Ein Drittel der Hunde wurde getötet, erschlagen, obwohl er die Zusage hatte, dass noch viele Hunde heraus geholt werden.”

(Barbara Nauheimer)

Rumäniens sanfte Hunde: Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer nimmt Kontakt auf zum Bürgermeister von Buzau. Ein persönlicher Gesprächstermin ist geplant.

Brief an den Bürgermeister Herrn Boscodeala / 18.01.2014

Rumäniens sanfte Hunde / Teil 1

Ein Reisebericht…

Letzte Woche verschaffte sich die Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer einen persönlichen Überblick über die Situation der Straßenhunde in Rumänien. Dabei besuchte sie ein staatliches Tierheim sowie drei private Shelter. Ja, es gibt sie: Tierliebe Rumänen, die mit zum Teil sehr bescheidenen Mitteln Straßentieren ein Zuhause geben, um sie vor dem staatlich verordneten Massenmord zu bewahren.

Barbara Nauheimer: „Das Flugzeug der rumänischen Fluggesellschaft Tarom landete mittags in Bukarest. Mit einem Mietwagen fuhr ich nach Buzau, 100 km nordöstlich von Bukarest gelegen. Ich hatte von einer Gruppe engagierter deutscher Tierschützer von der beabsichtigten baldigen Schließung des dortigen staatlichen Tierheims erfahren. Schließung: Die Tiere sollten, sobald der Winter den Weg zum Tierheim unpassierbar machen würde, sich selbst überlassen werden. Bereits auf dem Weg nach Buzau begegneten mir zahlreiche Streunertiere, abgemagert, aber offenbar vertraut mit dem Leben auf der Straße. An Tankstellen, kleinen Läden, Bushaltestellen und auch vor Häusern warteten sie auf Essbares, was ihnen von tierlieben Menschen zumindest gelegentlich hingeworfen wird. Zwischen den einzelnen Ortschaften konnte man am Straßenrand überfahrene Tiere sehen.

In Buzau angekommen, traf ich mich mit zwei rumänischen Tierschützerinnen, die mir den Weg zum Tierheim zeigten. Dort bot sich mir ein erschütterndes Bild. In einer langen Reihe von Zwingern befanden sich ca. 100 Hunde aller Größen und Altersklassen. Eine weitere Reihe von Zwingern war nicht mehr besetzt. Über den Verbleib der Hunde konnte ich nichts in Erfahrung bringen. Im nahe gelegenen Gebüsch lagen jedoch einige Hundeleichen.

Am Abend war ich bei einem rumänischen Ehepaar zu Gast, die ein privates Tierheim betreiben. Schon am Eingang drang mir das Gebell unzähliger Hunde entgegen. Im der Küche des Hauses wurde ich von geschätzten 20 bis 30 Hunden begrüßt. Auch im Wohnzimmer befanden sich Hunde. Draußen, in einem ehemaliger Obstgarten, leben in selbstgebauten Gehegen an die 150 Tiere. Diese habe ich jedoch erst am nächsten Tag gesehen. Alle waren freundlich, alle aufgeregt, alle wollen gestreichelt werden, alle wollen heraus aus ihren Umzäunungen und mitgenommen werden. Man kann diesen Wunsch in ihren Augen sehen.

Am nächsten Tag wurden von deutschen Tierschützern, die ebenfalls in Buzau waren, 10 Tiere aus dem staatlichen Tierheim in ein privates Tierheim in die Nähe von Bukarest gebracht. Ich fuhr mit einem rumänischem Mann, der uns den Weg wies, voraus. Am Straßenrand wieder der gleiche Anblick: Futtersuchende Tiere, einige überfahrene Tiere. Auf der Fahrt dorthin, im Wohnmobil der Tierschützer, verängstigte, zitternde Tiere, die nicht wissen, was mit ihnen geschehen wird. Sie wurden in Sicherheit gebracht. Deutsche Sponsoren sorgen mit monatlichen Beiträgen von 35 Euro für ihr Weiterleben.

Am dritten Tag erreichte ein LKW des bmt Buzau und ca. 60 Tiere aus dem Tierheim, was im Winter geschlossen werden soll, wurden in ein anderes staatliches Tierheim gebracht. 20 Tiere wurden in die Obhut einer türkischen Tierschützerin gegeben, die in der Nähe von Bukarest ein privates Tierheim leitet. Die 60 Tiere sind im staatlichen Tierheim vor dem Verhungern, Verdursten und Erfrieren gerettet, ihr Leben ist jedoch weiterhin bedroht. Ohne Menschen, die sie adoptieren, werden sie getötet werden. Einige, aber weißgott nicht alle, haben Sponsoren, dh. tierliebe Menschen, die für ihren Unterhalt zahlen und sie so vor der Tötung bewahren.

 

Ich habe noch zwei weitere private Tierheime besucht. Beide, wie auch die staatlichen Tierheime, sind rettungslos überfüllt. Fünf, manchmal 10 Hunde teilen sich einen Zwinger von 4 Quadratmeter Größe. In den privaten Tierheimen konnte ich Stroh in den Hütten erkennen. In dem staatlichen Tierheim lebten die Hunde auf Beton. Ich habe schon sechs Hunde, trotzdem bin ich jetzt Sponsorin für 10 Hunde und einen habe ich mitgenommen: Armina. Am liebsten würde ich sie alle retten, die vielen sanften Hunde Rumäniens.“

Offener Brief zum Massaker an Rumäniens Straßenhunden

Dieser Brief wurde geschrieben an nachfolgenden EU-Parlamentarier und an verschiedene Kommissare der Europäischen Kommission:

Herrn Martin Schulz (Präsident des Europäischen Parlamentes),
Frau Viviane Reding (Kommissarin für Justiz, Grundrechte u.  Bürgerschaft),
Frau Kristalina Georgieva (Kommissarin für Internat. Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe, Krisenreaktion),
Herrn Dacian Ciolos (Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung),
Herrn Tonio Borg (Kommissar für Gesundheit)

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Partei, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1993 insbesondere dem Schutz der Tiere verpflichtet fühlt, wenden wir uns an Sie mit einem dringenden Anliegen: Sie haben sicherlich von dem Massaker an den Straßenhunden in Rumänien Kenntnis. Einzig und allein wären Sie in der Lage, dem skandalösen Vorgehen der rumänischen Behörden Einhalt zu gebieten!

In ihrer Not wenden sich deutsche Tierschützer tagtäglich an unsere Partei – in der Annahme, dass wir als „Tierschutzpartei“ etwas zur Beendigung des himmelschreienden Unrechts an den Straßenhunden in diesem Land beitragen können. Da wir jedoch nicht im EU-Parlament vertreten sind, haben wir so gut wie keine Möglichkeit, dazu beizutragen, dass Abhilfe geschaffen wird.

Wir appellieren daher an Sie, Einfluss auf die rumänischen Behörden zu nehmen! Bitte lassen Sie nicht länger zu, dass Europa insgesamt Schaden nimmt, weil ein Mitgliedstaat der Europäischen Union ein Verhalten an den Tag legt, das allen ethischen Prinzipien Hohn spricht und zu internationalen Protesten führt! Offensichtlich hat man in Rumänien noch nicht begriffen, dass die Mitgliedschaft in einer „Wertegemeinschaft“, als die sich die EU versteht, ein grundlegend ethisches Verhalten nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren gegenüber einschließt!

Nicht zuletzt sind wir – als entschiedene Unterstützer des europäischen Gedankens – zutiefst enttäuscht, dass sich in der „Wertegemeinschaft Europa“ Tier-Massaker geradezu apokalyptischen Ausmaßes abspielen und sich bisher keiner der zuständigen Politiker/innen gefunden hat, sich mit den grausam gequälten Tieren zu solidarisieren und ihnen zu Hilfe zu kommen.

Wir bitten Sie, sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten mit aller Entschlossenheit bei der Justizbehörde, die das Töten der Tiere legitimiert hat, als ersten und wichtigsten Schritt dafür einzusetzen, dass dieses Gesetz zurückgenommen wird. Setzen Sie bitte ein deutliches Signal, damit das Massaker an Rumäniens Straßenhunden beendet wird!

In der Hoffnung auf Ihr Tätigwerden verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz